Mark Twain Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof

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Inhaltsangabe zu „Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof“ von Mark Twain

Ein Fantasy-RomanDer Amerikaner Hank Morgan wird durch einen Zeitsprung ins 6. Jahrhundert versetzt. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Kenntnisse kann er den Zauberere Merlin verdrängen und wird zum Premierminister bei König Artus. Seine Versuche, die politischen Ideen der Neuzeit im Mittelalter umzusetzen haben abenteuerliche Folgen....Mark Twain schuf mit diesem Roman ein klassisches Werk der utopischen Literatur.

Hochalberne und urkomische Zeitreisen-Geschichte in die Welt des König Artus', die der Gast aus der Zukunft komplett auf den Kopf stellt.

— franzzi
franzzi

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  • Artus ein Trottel und Merlin ein Arsch

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    franzzi

    franzzi

    "Er war der Meinung, einer Nation, der jemals die Freude zuteil geworden war, eine Königsfamilie anzubeten, könne man sie nie wieder rauben, ohne daß diese Nation dahinwelke und am Trübsinn einginge. Ich erklärte mit Nachdruck, Könige seien etwas Gefährliches. Er sagte, man solle stattdessen Katzen nehmen." Eine heitere Zeitreisengeschichte. Ein Mann aus Mark Twains 19. Jahrhundert reist in König Artus’ 6. Jahrhundert, sticht Merlin aus, bringt den Briten den Fortschritt und zerbricht an der Hartnäckigkeit, mit der Artus’ Bürger an ihren Überzeugungen zu Ungleichheit und Sklaverei festhalten. Es ist Twain. Es ist Satire. Er kämpft für seine Überzeugungen von Freiheit und Gerechtigkeit, in dem er eine verklärte Mittelalterwelt ins Lächerliche zieht: dem romantisierenden Blick von Walter Scotts “Ivanhoe” einen ironischen entgegen setzt. Es ist amüsant, wie sich der von allen nur “Boss” genannte Protagonist dank Sonnenfinsternis dem Scheiterhaufen entzieht und dank Feuerwerk über Merlin triumphiert. Der Boss schafft das Rittertum zugunsten von Baseball ab und nimmt den König verkleidet mit auf Wanderschaft, um ihm die wahre Welt zu zeigen. Und er macht das auf eine plaudernd lakonische Art. Nichts scheint der Boss so richtig ernst zu nehmen. Alles passiert so nebenbei. Seine Versklavung ebenso wie seine Verliebtheit. Doch von Twains Zeitreisenfantasie bleibt letztlich doch nur wieder die Katastophe, die totale Zerstörung. Twains Werk wäre noch kurzweiliger, wenn er seine Botschaft vom rückschrittlichen Mittelalter nicht gar so holzhammermäßig unter die Leser gebracht hätte. Mark Twain holt auf den knapp 400 Seiten aber nicht nur gegen den Feudalismus aus, auch für die Deutschen hat er Spott übrig. "Jedesmal, wenn der literaturkundige Deutsche in einen Satz taucht, bekommt man ihn nicht wieder zu sehen, bis er auf der anderen Seite seines Atlantischen Ozeans mit dem Verb zwischen den Zähnen wieder auftaucht." Für alle, die mehr von Twain kennen wollen, als seinen Tom Sawyer - und die dafür auch verzeihen können, dass Merlin ein Arsch ist und Artus ein Trottel. Beim Lesen unbedingt schiefes Lächeln und Ironiefilter bereit legen. Liest sich, wie das hier klingt: https://www.youtube.com/watch?v=CmK08xwlK0g _____________________________ Diese Rezension schrieb ich vor drei Jahren, fand sie jetzt wieder und füge sie deshalb hier hinzu.

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  • Rezension zu "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" von Mark Twain

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    Kitai

    Kitai

    30. January 2013 um 18:51

    Der Yankee war mein erstes Buch von Mark Twain. Jetzt werden wohl noch viele folgen. Ein toller Autor mit einem extrem intelligenten und humorvollen Schreibstil. Vermutlich müsste ich das Buch noch 6x lesen um alle Spitzen und Anspielungen zu verstehen. Inhalt Der Yankee gerät durch einen Zwischenfall in das 6. Jahrhundert. Dort findet er ziemlich direkt an König Artus´ Hof. Zu Anfang ist er noch mehr oder weniger überfordert mit der Lage, wird doch als allererstes seine Hinrichtung angeordnet. Durch eine Täuschung gelingt es ihm seine Haut zu retten und noch mehr: Die Bevölkerung des 6. Jahrhunderts hält ihn nun für einen mächtigen Zauberer. Da sein Zauber offensichtlich soviel besser funktioniert, als der Merlins, übernimmt der Yankee als nächstes Merlins Position als Berater des Königs. Mit Macht und Einfluss ausgestattet macht er es sich zum Ziel, das 19. Jahrhundert im über 1.000 Jahre zu früh entstehen zu lassen. So macht er das fahrende Rittertum zu wandelnden Werbeträgern für Seife und Hygiene, gründet Schulen, baut Kraftwerke und erfindet das Telefon. Hierbei muss er sich immer wieder mit Merlin und Kirchengetreuen rumschlagen, die von seinen Plänen so rein gar nichts halten. Meinung Die Ausgabe aus dem dtv ist sehr angenehm zu lesen. Zu bemängeln habe ich nichts. Absätze sind vorhanden, Schriftgröße ist in Ordnung und auch das Cover finde ich soweit passend. Mit Mark Twain habe ich einen neuen Lieblingsautor entdeckt. Vordergründig handelt es sich um einen Abenteuerroman, der sich grob an der Artus Sage orientiert. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Mark Twain sitzt höchstselbst in einem Ohrensessel vor dem Kamin und erzählt die Geschichte des Yankees. Hintergründig ist die Geschichte eine Satire voller Gesellschafts- und (Staats-)kirchenkritik. Hierbei wird nicht nur die Gesellschaft des 6. Jahrhunderts aufs Korn genommen, sondern die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts bleibt nicht verschont. Teilweise führt das zu skurrilen Situationen die zum schreien komisch sind. Mark Twain hat hierbei einen anspruchsvollen aber wunderschönen Schreibstil. Irgendwann habe ich angefangen an meine Lieblingszitate Klebezettel zu machen, damit ich sie nicht wieder vergesse. Allerdings muss ich an dieser Stelle auch sagen, es handelt sich um ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Es ist nichts, was man einfach so nebenbei runterlesen kann. Vor allem wenn Sandy anfängt zu reden. Dann kann ein Satz auch schon mal über eine halbe Seite gehen. Ich musste hier öfters mal zurückblättern weil ich einfach überhaupt nicht begreife, was sie da faselt. Teilweise 2 – 3 mal. Was nicht heißt, dass ich es danach verstanden hätte. Aber der Moment ist urkomisch, wenn man dann weiter liest und der Yankee sich darüber beschwert, dass er absolut nicht versteht was sie erzählt. Für mich nur ein kleiner Beleg (von Vielen) für den großartigen Stil von Mark Twain. Natürlich geht in der Übersetzung einiges verloren. In den Anmerkungen werden Wortspiele erklärt, die so einfach nicht ins Deutsche zu übertragen waren. Bestimmt gibt das Original in Bezug auf Wortwitz noch mehr her, für jemanden der ausreichend Englisch kann. Mir ist es aufgefallen, ich hatte aber nicht das Gefühl etwas Essentielles zu verpassen. Ich mochte auch die Charaktere sehr. Über den Yankee selbst erfährt der Leser relativ wenig. Im Wesentlichen nur das, was er selbst ganz zu Anfang über sich erzählt. Allerdings vergisst er hier seinen leichten Hang zur Arroganz zu erwähnen. Clarence gehört zu meinen Lieblingscharakteren, der für meine Begriffe leider zu wenig Auftritte hat. Sandy tötete mir ab und an den letzten Nerv; ich kann also nachvollziehen, wie der Yankee sich auf ihren gemeinsamen Reisen gefühlt haben muss. Die vielen Ritter und Adligen führten bei mir allerdings schon mal etwas zu Verwirrung. Das Buch hält für den Leser noch die ein oder andere Überraschung am Ende bereit, die so nicht vorherzusehen sind. Mehr sage ich dazu an dieser Stelle allerdings nicht. Fazit Ein tolles und intelligentes Buch, in dem der Leser auf einer Reise ins 6. Jahrhundert viel über die Zukunft lernt. 5 Sterne

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    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    Stefan83

    Stefan83

    24. November 2011 um 10:00

    Beim Namen Mark Twain fallen den meisten wohl als erstes die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn ein. "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" ist bis heut ein eher unbekanntes Werk des in Missouri unter dem Namen Samuel Clemens geborenen Schriftstellers. Eigentlich zu unrecht, denn die abgedrehte Geschichte um den Yankee, der eine Zeitreise unternimmt und urplötzlich im Mittelalter auftaucht, gehört, was den Inhalt und die darin enthaltenen fortschrittlichen Ideen angeht, zu Twains wichtigsten Werken. Glaubt man nach den ersten Seiten noch einen komödiantischen Abenteuerroman in der Hand zu haben, wird daraus schon bald eine geschickt inszenierte Anklage am menschlichen Streben der Gegenwart. Und geschickt ist schon untertrieben. Wahrhaft genial verpackt der Autor seine Seitenstiche auf den um sich greifenden Fortschritt des 19. Jahrhunderts. George Bernard Shaw hat es perfekt auf den Punkt gebracht: "Mark Twain muss die Dinge so darstellen, dass die Leute, die ihn andernfalls hängen würden, glauben, er mache Spaß." Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hank Morgan, der nach einem Knockout durch den Schraubenschlüssel eines Prügelgegners unter dem Baum liegend im finsteren 6. Jahrhundert erwacht. Was er anfangs für eine umfangreiche Anlage eines Irrenhauses hält, entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als Realität. Er ist in der Vergangenheit gelandet. Direkt an König Artus Hof. Von der Hinrichtung kann er sich dank seines Wissens aus der Zukunft retten und dabei gleichzeitig seinen Rivalen, den Hofzauberer Merlin, ausstechen. Nun stehen ihm alle Tore offen. Nach und nach treibt er die Industrialisierung des Mittelalters voran und bringt die so genannte Zivilisation" bis in den entlegensten Winkel des Königreichs. Bald sprießen Waffenfabriken in die Höhe, zieren Telegrafenmasten und Zugstrecken die Landschaft. Und aus der anfangs witzigen Satire wird mehr und mehr eine knallharte Kritik an Twains eigenem Zeitalter. Ohne es zu merken, wird dem Leser vor Augen gehalten, dass sich die Menschen der Gegenwart von ihren Ahnen im so barbarischen Mittelalter kaum unterscheiden. Das Ende, wo Hank mithilfe von etwa 50 Getreuen, die gesamte Ritterschaft mit Gatling-Kanonen, Stromzäunen und Dynamit ins Jenseits schickt, legt den Finger tief in die Wunde und macht sprachlos. Das Twain hier unwissentlich auch noch die Ereignisse kommender Weltkriege vorhergesagt hat, tut ihr übriges dazu. Einziges Manko: Die zeitgenössische Sprache macht das Buch zu einem sehr zäh lesbaren Werk, in dem besonders die langen, verschachtelten Sätze desöfteren an der Geduld des Lesers zehren. Insbesondere in der Mitte zieht sich der Roman sehr und der anfängliche Esprit und Witz geht hier streckenweise komplett verloren. Insgesamt ist "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" ohne Zweifel ein amerikanischer Klassiker, der Genreelemente von Ritterromanen und Science-Fiction verbindet und eine Kritik an der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, die sich auf dem Höhepunkt der Zivilisation glaubte. Kein Buch für zwischendurch, sondern ein tiefgründiges Werk mit Message, das dem Leser ein gewisses Maß an Geduld abverlangt.

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  • Rezension zu "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" von Mark Twain

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    rallus

    rallus

    VORSICHT!!! Dies ist kein Ritter-oder Kinderbuch für Tom Sawyer oder Huckleberry Finn Leser, wobei letzteres ja auch kein Kinderbuch war Auch wird hier nicht die Ritterschaft der König Artus Zeit beschrieben. Das 6.Jahrhundert dient Mark Twain nur dazu, eine bitterböse Satire über Adlige, Kirche und die plumpe gedankenlose Militärhierarchie zu schreiben. Die Geschichte zeigt auf, dass Intelligenz und Freiheit (auch von der eigenen Abstammung und Erziehung) mehr bedeutet als Gehorsam, Untertänigkeit oder althergebrachten Verhaltensweisen. Dabei gibt Twain seine Erzählstruktur, um den aus dem 19.Jahrhundert in das Zeitalter der Ritter wundersam versetzten "Boss", auch gerne mal auf, um sich über die Instutionen herzumachen. Trotz allem darf man sich nicht über fehlende Schlüssigkeit beschweren, da dies eben KEINE Suche nach dem heiligen Gral ist oder eine Abenteuergeschichte mit Artus, sondern eben reine Satire! Sehr schön und lustig die Reise des Bosses mit Artus durch die Lande und seine vergeblichen Versuche dem König den untertänigen Gang beizubringen. Beim Lesen beschleicht den Leser das mulmige Gefühl, dass sich die Welt zwar weitergedreht hat, aber das Militär und die Kirche in ihrer Struktur und dem Auftreten gleich geblieben sind. Die Monarchie hat zwar weitgehend abgedankt, wurde aber durch das Beamtentum kongenial ersetzt. Herrliche lustvolle überbordende Lektüre die manchmal etwas über das Ziel hinausschiesst.

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  • Rezension zu "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" von Mark Twain

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2010 um 11:27

    Am “Yankee” gibt nichts auszusetzen. Das Buch ist ausgesprochen unterhaltsam geschrieben wenn auch ab und an etwas langatmig. Doch immer wieder weiß die Geschichte zu überraschen, und auch die primitive Sichtweise der Menschen - welche im 6. Jahrhundert wohl gar nicht so primitiv war wie es uns und somit auch dem Protagonisten erscheinen mag - gibt häufig Anlass zum schmunzeln oder Kopfschütteln. Mit allerlei Weisheiten und technischen Raffinessen versucht der Boss (wie er sich selbst nennt) die Menschen dieser “verschnarchten” Zeit, mit den Errungenschaften der Zukunft, sprich des 19. Jahrhunderts vertraut zu machen. Doch gerade Twanis persönliche Feinde: Kirche, Ritterschaft und Sklaverei erweisen sich wahre Meister der verkopften Hinterwälterei, mit ihren geistig fest eingefahrenen und geliebten Einbahnstraßen. Als Kritik sei jedoch der Diogenes Verlag (den ich sonst allerdings recht schätze) erwähnt, der wohl etwas zu geizig war was die Seitenzahl anbetrifft. Denn hundert Seiten mehr hätten dem Buch sicher gut getan, und es wäre nicht notwendig gewesen 39 Zeilen auf eine Seite zu pressen. Das hätte dem Zeilenabstand und damit nicht zu letzt der Lesbarkeit viel Freude bereitet. Ein muntere Rittersatire also, für Leute mit guten Augen bzw. fachkundigem Optiker.

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  • Rezension zu "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" von Mark Twain

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    Jens65

    Jens65

    10. September 2008 um 21:38

    Ich bin ein großer Fan diese Buches. Für alle Leser, die gern nachdenken, was sie in der Vergangenheit mit dem Wissen von Jetzt machen würden, ist es wie geschaffen.

  • Rezension zu "Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof" von Mark Twain

    Ein Yankee aus Connecticut an König Artus' Hof
    Loki

    Loki

    05. February 2008 um 13:59

    Die wohl lustigste Geschichte über König Artus und seine gepanzerten Esel ...