Mark Twain Ist Shakespeare tot?

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Inhaltsangabe zu „Ist Shakespeare tot?“ von Mark Twain

Ein Dichter ohne Bücher? Ein Autor, der nicht einen Brief schrieb? Ein gefeierter Dramatiker und Schauspieler, an den sich kurz nach seinem Tod schon niemand mehr erinnert? Das Leben eines gewissen William Shakespeare aus dem englischen Provinzort Stratford-upon-Avon gab dem amerikanischen Literaten und scharfzüngigem Beobachter Mark Twain zu denken. Er besah sich die Tatsachen und formulierte seine Antwort auf die drängendste Frage der englischen Literaturgeschichte: War dieser William Shakespeare wirklich der Dichter, für den wir ihn halten? - Niemand hat sich seither diesem unerschöpflichen Thema amüsanter und pointierter genähert als Mark Twain. »Ist Shakespeare tot?« ist ein Glanzstück literarischer Satire.

Eine Blamage für diesen hervorragenden Autor!

— fuxli

Leider etwas enttäuschende Lektüre.

— seschat
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  • Für Mark Twain IST Shakespeare tot

    Ist Shakespeare tot?

    louzilla

    28. July 2016 um 06:44

    Scharfzüngig, lebendig, bildhaft, aber auch zeitweise polemisch legt er uns argumentativ dar, dass Shakespeare die berühmten Dramen, die ihm zugeschrieben werden, nicht geschrieben haben kann. Er überzeugt den Leser. Dennoch bleibt dieser ratlos zurück, denn es fehlen – ebenso wie für die Shakespeare-Theorie - schlagkräftige Beweise, dass Bacon diese Werke verfasst hat. Lediglich Indizien werden genannt, die nahe legen, dass Bacon eher dazu in der Lage gewesen sein kann als Shakespeare.Trotz kleiner Schwächen – beispielsweise fehlen Belege für Twains Aussagen aus den diskutierten „Shakespeare“-Werken, auch wird Manches gebetsmühlenartig wiederholt – ist das Lesen der kleinen Lektüre ein Genuss. Twains Sprache macht einfach Spaß und man bekommt punktuell faszinierende Einblicke in Twains Leben.

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  • Erst begeistert, dann enttäuscht, dann verärgert

    Ist Shakespeare tot?

    fuxli

    03. May 2016 um 13:33

    William Shakespeares Todestag jährt sich zum 400. Mal. PIPER nahm das zum Anlass, Mark Twains Satire "Ist Shakespeare tot?" noch einmal aufzulegen. Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut. Denn ich mag sie beide – Twain und Shakespeare. Der Anfang war auch wirklich genial! Die Szenen auf dem Mississippi Dampfer waren sehr gelungen und ich hab mich gekringelt vor Lachen, als ich las, wie der Dampferkapitän die Shakespearetexte mit nautischen Befehlen würzte. Ja, der Anfang war gut. Aber dann … Ich hatte nicht wirklich erwartet, dass Twain sich objektiv mit der Frage „Hat Shakespeare die ihm zugeschriebenen Werke tatsächlich gelesen?“ beschäftigt. Es ist bekannt, dass er auf der Seite der Partei steht, die glaubt, Sir Francis Bacon wäre der wahre Autor gewesen. Mir war auch von Anfang an klar, dass Twain mit seinem riesengroßen Selbstbewusstsein nicht würde widerstehen können, sich selbst mit dem großen Dichter zu vergleichen. Aber mit einer so plumpen Dreistigkeit hätte ich wahrhaftig nicht gerechnet. Argumente, die Twain nicht passen, werden ins Lächerliche gezogen, mal schnell in einem halben Satz abgehandelt oder ganz verschwiegen. Beweisgründe für seine Meinung dagegen werden breitgewalzt. So lässt er sich mit Spott und Häme darüber aus, dass in Shakespeares Umgebung niemand Schreiben und Lesen konnte und deswegen auch Schriftstücke nicht unterschrieb, sondern sein Zeichen daruntersetzte. Shakespeare, so der Umkehrschluss, kann also nicht anders gewesen sein. Dass es dann aber doch erstaunlich ist, dass Shakespeare mit seinem vollen Namen unterschrieb, also anscheinend schon schreiben konnte, lässt er schnell unter den Tisch fallen. Dass Shakespeare mit absoluter Sicherheit nur ein Gedicht geschrieben hat, nämlich den Vierzeiler auf seinem Grab, findet Twain höchst amüsant und wundert sich gar nicht, dass ein einfacher Handwerkerssohn überhaupt Wert darauf legt, dass ein Gedicht auf seinem Grabstein steht. Vor allem aber mokiert sich Twain darüber, dass niemand beweisen kann, dass Shakespeare Jurist war. War er wahrscheinlich auch nicht. Aber vielleicht hatte er einen Freund, den er fragen konnte. Einen, der ihm die Texte dahingehend Korrektur las. Das lässt sich nicht beweisen, macht aber genügend klar, dass es da Möglichkeiten gab und dass die Tatsache, dass man es nicht beweisen kann kein Beweis für das Gegenteil ist. Und dann die vielen, vielen Stellen, die sich eigentlich nur um Mark Twain drehen. Mark Twain, der schon im Alter von sieben eine Biografie des Satans schrieb. Mark Twain, der aus einfachen Verhältnissen stammte und aufgrund seiner Genialität so viel aus sich machte. Er schafft es nicht nur, sich auf eine Stufe mit Shakespeare zu stellen, nein, er dreht das Ganze um und stellt Shakespeare auf eine Stufe mit sich selbst. Er stellt die These auf, dass, wenn ihm etwas gelungen ist, das auch Shakespeare hätte schaffen müssen! Dass die Verhältnisse und Möglichkeiten zu Zeiten des großen englischen Dichters völlig andere waren, passt nicht ins Bild, wird also auch nicht berücksichtigt. Für wie dämlich hält Twain eigentlich seine Leser? Von Satire konnte ich, abgesehen von den ersten paar Seiten, ehrlich gesagt auch nicht viel finden. Ich war am Anfang begeistert von dem kleinen Text, dann enttäuscht und am Ende richtig verärgert. Dieses Buch ist nicht nur keine Meisterleistung des eigentlich großartigen amerikanischen Schriftstellers, es ist eine Blamage für ihn.

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  • Stark begonnen, dann leider abgefallen...

    Ist Shakespeare tot?

    Kandida

    25. April 2016 um 20:47

    Vorab ein wunderbares, absolut lesenswertes Vorwort von Leander Haußmann, welches schon sehr auf das Buch einstimmt Twain greift die – nicht ganz neue - These auf, Shakespeare habe seine Werke nicht selbst geschrieben, habe die nötige Bildung dazu nicht gehabt, es sei einfach auch nichts bzw viel zu wenig über ihn bekannt, als dass er ein gefeierter Schauspieler, Schriftsteller, Mensch gewesen sein könne.Twain umschreibt dies sehr schlüssig, auch anhand guter,  witziger Beispiele. Er hat eine wunderbare Sprache, die mich öfter hat laut loslachen lassen.Leider ergriff Twain zum Ende hin die Eitelkeit eines alten Mannes, so kann man es vielleicht umschreiben. Das hätte er lieber sein lassen.  Kurzum, stark begonnen, leider abgefallen. Dennoch auf jeden Fall ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, dass Lust macht, sich auch weitergehend mit der These zu befassen, ob Shakespeare wirklich Shakespeare war. Zur Eingangsfrage, dem Titel des Buches „Ist Shakespeare tot?“  - Nein! Shakespeare ist nicht tot. Nicht, solange diese wunderbaren Geschichten erzählt, gespielt werden, er an Sterbebetten und in Treppenhäusern oder sonst wo, rezitiert wird. Ganz egal, welcher geniale Zeitgenosse sie wohl verfasst haben mag.

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  • Twain gegen Shakespeare und Twain schwächelt.

    Ist Shakespeare tot?

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2016 um 12:45

    Zum Buch"Ein Dichter ohne Bücher? Ein Autor, der nicht einen Brief schrieb? Ein gefeierter Dramatiker und Schauspieler, an den sich kurz nach seinem Tod schon niemand mehr erinnert? Das Leben eines gewissen William Shakespeare aus dem englischen Provinzort Stratford-upon-Avon gab dem amerikanischen Literaten und scharfzüngigem Beobachter Mark Twain zu denken. Er besah sich die Tatsachen und formulierte seine Antwort auf die drängendste Frage der englischen Literaturgeschichte: War dieser William Shakespeare wirklich der Dichter, für den wir ihn halten? - Niemand hat sich seither diesem unerschöpflichen Thema amüsanter und pointierter genähert als Mark Twain. 'Ist Shakespeare tot?' ist ein Glanzstück literarischer Satire." (Quelle: Buchhandel.de)Meine MeinungMir gefällt Mark Twains Schreibstil sehr gut und ma ließt sich auch schnell in sein Buch ein, und der Leser könnte sich von seinen Argumenten auch überzeugen lassen, aber letztendlich basieren seine Aussagen auf Annahmen und nicht unbedingt auf stichhaltigen Beweisen, deshalb konnte er mich am Ende nicht bekehren, deshalb wird Shakespeare für mich Verfasser seiner Werke bleiben, es sei denn, Mark Twain hätte mir unwiderlegbare Tatsachen geliefert, das beispielsweise der im Buch oft erwähnte Bacon oder ein anderer Dramatiker die berühmten Dramen verfasst hat, aber so bleibt am Ende des Buches ein fader Beigeschmack hängen.Aber alles in allem ist es ein interessantes, auch recht humorvolles Buch, was zwar zum Nachdenken und zur weiteren Recherche anregt, aber ein Buch, was Twain sich hätte auch sparen können.

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  • Nichts Neues im Staate "Shakespeare"

    Ist Shakespeare tot?

    seschat

    13. April 2016 um 17:44

    Bald nun jährt sich William Shakespeares Todestag zum 400. Mal. Dies hat der PIPER-Verlag zum Anlass genommen, Mark Twains Satire "Ist Shakespeare tot?" noch einmal aufzulegen. Der amerikanische Literat geht mit dem Mythos Shakespeare hart ins Gericht und stellt fast alles in Frage. Ob nun Shakespeares ärmliche Abstammung, seine mangelhafte Schulbildung oder seine Schriften, für Twain ist der in Stratford-upon-Avon geborene Shakespeare niemals der bis heute bekannte Dramatiker. Mehr noch er verunglimpft die sog. Stratfordianer (Anhänger von Shakespeare) und spricht sich für Sir Francis Bacon als eigentlichen Verfasser der Shakespeare-Werke aus. D.h, er setzt sich eingehend mit der Shakespeare-Bacon-Debatte auseinander. Mich konnte Twain damit leider nicht überzeugen. Wenngleich mir sein zum Teil sehr sarkastischer Erzählton sehr zugesagt hat, so habe ich auf den insgesamt 128 Seiten nur wenig bis gar nichts Neues über Shakespeare und dessen Biografie erfahren. Ich hatte mir weiß Gott mehr, mehr Erhellendes, von Twains kleiner Schmähschrift erwartet. Der amerikanische Literat hat sich zu oft an Details, wie z.B. dem Einfluss des Justizwesens auf Shakespeares Werke/Sprache, hochgezogen. Eines wird auch Twain mit seiner Spottschrift allerdings nicht verhindern können, nämlich das Weiterleben von Shakespeares Werken bis in die Gegenwart. So wird er weiterhin in literarischen Sphären schweben dürfen.

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