Mark Twain Prinz und Bettelknabe

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Inhaltsangabe zu „Prinz und Bettelknabe“ von Mark Twain

An einem Herbsttag in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts werden in London zwei Knaben geboren: Tom Canty im Armenviertel und Prinz Edward, der langersehnte Thronfolger, im königlichen Schloß. Dreizehn Jahre später lernen sich die beiden zufällig kennen und tauschen ihre Kleidung. Vor dem Spiegel entdecken sie, dass sie sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Da wird auch schon der kleine Prinz in Toms Lumpen von der Wache davongejagt. In Londons Straßen bekommt er das harte Los seiner Untertanen am eigenen Leib zu spüren. Er muss erfahren, wie die Armen entrechtet und misshandelt werden und lernt so sein künftiges Reich von dessen grausamster Seite kennen. Währenddessen wird der Bettelknabe am königlichen Hof auf seine Krönung vorbereitet und als vermeintlicher Thronfolger umsorgt. Als der König stirbt, muss Prinz Edward in den Palast zurückkehren, um die Verwechselung aufzuklären. Erst vor dem fassungslosen Krönungspublikum gelingt ihm der Beweis, dass er der rechtmäßige Prinz ist. Eine Geschichte über die eigene Identität – eine Geschichte, die seit mehr als hundert Jahren kleine und große Leser berührt. Ausgezeichnet von der Hörbuch-Bestenliste

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  • Rezension zu "Prinz und Bettelknabe" von Mark Twain

    Prinz und Bettelknabe
    HeikeG

    HeikeG

    18. August 2008 um 18:26

    Schicksalhafte Verwechslungen Wer kennt sie nicht, die Geschichten um Huckleberry Finn und Tom Sawyer des US-amerikanischen Schriftstellers Samuel Langhorne Clemens (1835 - 1910), besser bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain. Eine ebenso großartige Erzählung, in der wiederum zwei Jungen die Hauptrolle spielen, ist "Der Prinz und der Bettelknabe", welche Twain 1881 schrieb und die bereits mehrfach verfilmt wurde. In ihr begibt sich der Autor nach England, in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, an den Hof des gefürchteten Heinrich den VIII. Doch nicht der hartherzige Monarch ist Mittelpunkt des Verwechslungsspiels, sondern dessen Sohn Edward. Der allzu oft allein gelassene dreizehnjährige Prinz, trifft beim Spielen den Betteljungen Tom Canty, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. Die beiden tauschen zum Spaß die Kleider. Und es kommt, was kommen musste: Als Prinz Edward in Toms Lumpen durch das Schloss läuft, wird er von seinen eigenen Wachen davongejagt: Ein abenteuerliches Verwechslungsspiel und die Jagd nach der wahren Identität beginnt. In "Prinz und Bettelknabe" bleibt Mark Twain wiederum seiner humoristischen und von genauen Beobachtungen des sozialen Verhaltens geprägten Erzählweise treu, auch wenn dieses Mal seine scharfzüngige Kritik nicht direkt an die amerikanische Gesellschaft gerichtet ist. Doch unterschieden sich Heuchelei und Verlogenheit der herrschenden Verhältnisse im 16. Jahrhundert kaum nennenswert von den damaligen Verhältnissen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Autor zeigt auf, wie willkürlich und barbarisch die englischen Gesetze in der Zeit des Mittelalters waren und wie sehr die damals lebenden armen Menschen unter ihrem Elend und ihrer Rechtlosigkeit litten. Aberglaube, Ausbeutung, Armut, Rechtlosigkeit und Verachtung des menschlichen Lebens, so es nicht adeligen Geblüts ist, regieren, nicht aber Edelmut, Heldentum und Aufrichtigkeit. Am Ende hat die Konfrontation des königlichen Oberhauptes mit der ernüchternden Realität seiner Untertanen, seinen Kopf und sein Herz verändert, und er wird das Land verändern. Im Märchen versteht sich! Ein außerordentliches Lob gilt der ausgezeichneten, inszenierten Lesung durch Johannes Steck. Er macht durch sein "Stimmenwunder" dieses Hörbuch beinahe zu einem Hörspiel. Großartig, wie er die verschiedenen Charaktere intoniert. Sei es nun ein verschlagener Höfling, der scheidende Monarch Heinrich VIII., dessen tiefe, Ehrfurcht einflößende Stimme einen Schauder erzeugt oder aber die unterschiedlichsten Charaktere der Diebesbande, mit denen sich der kleinen Thronfolger herumschlagen muss; Johannes Strecker weiß sie wunderbar zu imitieren und ihnen Leben einzuhauchen. Seine Leseinszenierung macht dieses Hörbuch zu etwas ganz Besonderem. Fazit: Die wundervolle, vielschichtige Geschichte nach einer Erzählung von Mark Twain ist klassischer Märchenstoff, aber auch deutlich mehr als das. Die Handlung ist vollgepackt mit Details und bietet Kindern sehr viel Lehrreiches über menschliche Tugenden. Großartig gelesen von Johannes Steck. Für Kinder ab 10 Jahren.

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