Mark Twain Tom Sawyer Abroad

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Inhaltsangabe zu „Tom Sawyer Abroad“ von Mark Twain

Provides another comedy of human foibles starring the irrepressible Tom Sawyer.
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  • Rezension zu "Tom Sawyer Abroad" von Mark Twain

    Tom Sawyer Abroad
    sabisteb

    sabisteb

    29. October 2012 um 09:51

    Seit den bekannten Abenteuern von Tom und Huck sind ca. 2 Jahre vergangen. Die Jungs sind nun etwa 15 Jahre alt, als sie einen Ballon besichtigen, mit dem ein verrückter Professor die Erde umrunden will. Leider startet der Professor noch bevor Jim, Huck und Tom das Luftschiff verlassen können und nimmt sie auf eine abenteuerliche Reise mit. Mark Twain wurde schon öfters vorgeworfen, er würde plagiieren, bei diesem Buch ist es sogar recht offensichtlich. Selbstbewusst bedient er sich bei Jule Vernes 5 Wochen im Ballon und lässt Jim, Huck und Tom in einem futuristischen Ballon schnell mal über das Meer nach Afrika fliegen, wo sie wilden Löwen begegnen, Beduinen vor Überfällen beschützen, einen Schatz finden und schnell mal noch Sightseeing ein Ägypten betreiben. Die Geschichte ist in mehrerlei Hinsicht einfach nur schlecht. Zum einen hat sich Tom Sawyer zu einem unglaublich arroganten Kotzbrocken entwickelt, der mit wissenschaftlichem Halbwissen um sich wirft und auf alle herabsieht, die nicht an seinen Bildungsstandard heranreichen. Schon daheim will er nur eines: Er will derjenige mit den aufregendsten Reisen sein und redet den alten Postman gegen die Wand. Er, der geniale Teenagerdetektiv mit seinem scharfen Intellekt will von allen bewundert werden. Jim und Huck blicken zum Gelehrten, ach so genialen Tom auf und lassen sich Sprüche wie "All he said was, as for people like me and Jim, he'd just as soon have intellectual intercourse with a catfish." Gefallen. Hier wird nun auch offensichtlich, dass Mark Twain die Sherlock Holmes Bücher kannte, den auch diese aussage wurde frech aus den Conan Doyle Romanen entlehnt: "Because when a person knows how to use his eyes, everything has got a meaning to it; but most people's eyes ain't any good to them." So oder so ähnlich sagt das Holmes auch öfters mal zu Watson. Das Einzige, was noch an die ersten Beiden Bände der Abenteuer erinnert, sind die abstrusen seltsam logischen Diskussionen, die Huck und Jim gegen Tom führen, an deren Unwissen und Dummheit er schier verzweifelt. Der Ballon ist, milde ausgedrückt, selbst heute noch futuristisch. Er ist unglaublich schnell, sehr wendig und anscheinend sogar leichter zu steuern, als ein Helikopter. Mit Physik hat das nichts mehr zu tun und mit einem richtigen Ballon schon gar nicht. Gegen Ende wusste Twain wohl nicht, wie er die Geschichte zu einem Schluss bringen soll und wählt einen, der ein Peinlichkeit und Dümmlickeit kaum zu überbieten ist. Warum nur, hat Twain 1894 nur so einen Murks veröffentlicht? Brauchte er dringend Geld? Kein Wunder, dass kaum einer dieses Machwerk kennt. Nach diesem Band möchte man Tom Sawyer erwürgen, man hasst ihn und möchte ihn am liebsten nur noch schütteln. Ich kann dieses Buch nicht empfehlen, nicht einmal für Kinder. Wer es doch unbedingt lesen will, auf Englisch ist es mittlerweile public domain.

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