Mark Twain Tom Sawyers großes Abenteuer

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Inhaltsangabe zu „Tom Sawyers großes Abenteuer“ von Mark Twain

Hörbuch. fPr (Quelle:'Sonstige Formate/01.01.1998')

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  • Rezension zu "Tom Sawyers großes Abenteuer" von Mark Twain

    Tom Sawyers großes Abenteuer

    sabisteb

    05. November 2012 um 15:14

    Tom und Huck hängen gerne mit dem schwarzen Ex-Sklaven Muff Potter ab, den sein ehemaliger Herr Dr. Robinson freigelassen hat. Der KKK findet es gar nicht gut, dass Muff in der Apotheke arbeiten darf, während ein weißer Angestellter wegen Unterschlagung entlassen wurde. Dieser Ex-Angestellte ist natürlich Mitglied des KKK und will Dr. Robinson mit seinen Kumpanen der Bruderschaft des nie versagenden Pfeiles zur Rede stellen. Als Dr. Robinson einem der Mitglieder die Kapuze vom Kopf reißt und diesen erkennt, ermorden sie ihn und wollen es Muff in die Schuhe schieben. Tom und Huck werden Zeuge dieses Mordes, weil sie auf dem Friedhof nach Schätzen graben wollten (warum auch immer gerade auf dem Friedhof). Das erste Tom Sawyer Hörspiel auf Deutsch scheint das DDR Hörspiel des Litera Verlags aus dem Jahr 1962 zu sein. Ich scheue mich, es ein Tom Sawyer Hörspiel zu nennen, denn mit dem Buch hat es herzlich wenig zu tun, bis auf einige grundlegende Motive und handelnde Personen. Es ist ein Hörspiel, dass den braven DDR Kindern die schlechten Seiten des amerikanischen Rechtssystems verdeutlichen soll. Da richten voreingenommen Bürger unter dem Deckmäntelchen des Gerichts über einen Menschen, nur weil er kein Geld hat und schwarz ist. Die braven Jungen, brechen ihr Schweigen um den unterdrückten Arbeiter zu retten und das Recht gegenüber den gierigen Kapitalisten des Ortes zu verteidigen. Gut, streng genommen basiert das Hörspiel nicht auf Mark Twains Roman sondern auf dem Theaterstück "Tom Sawyers großes Abenteuer", von Hanus Burger und Stephan Heym. Die beiden befreundeten Schriftsteller, beschlossen dieses Theaterstück nach Mark Twains Erzählungen zu schreiben, doch "bevor es zur Aufführung kommen konnte, besetzten Hitlertruppen die damalige Tschechoslowakei und verhafteten alle Menschen, die für Freiheit und Gleichberechtigung kämpften. Hanus Burger und Stephan Heym flohen nach Amerika, kehrten aber nach Beendigung des Krieges wieder nach Europa zurück und trafen sich 1950 wieder in Prag. Hanus Burger hatte das Manuskript zu ihrem Theaterstück gut aufgehoben, es wurde gleich eine Abschrift gemacht und nach Wien geschickt, und dort erlebte dann auch "Tom Sawyers großes Abenteuer" seine Uraufführung. In der Deutschen Demokratischen Republik wurde es zum ersten Mal in Halle aufgeführt, zur großen Begeisterung aller Kinder, die es sahen. Und seitdem gehört "Tom Sawyers großes Abenteuer" zu den beliebtesten Jugendstücken an unseren Theatern." (So steht es im Klappentext) Wenn man also unbedingt eine Literaturumsetzung von Mark Twain hören möchte, ist man bei diesem Hörspiel falsch. Wenn man das Hörspiel für sich als Kindergeschichte im wilden Westen betrachtet ist sie soweit gut. Die Sprecher sind sehr gut, auch in den Kinderrollen sind keine unangenehmen Ausfälle zu beklagen. Die Botschaft ist zwar recht plakativ anti-Amerikanisch aber so gesehen ein interessantes Stück Geschichte. Die Sprache jedoch ist so direkt wie in Mark Twains Buch, wer sein Kind also nicht mit Schimpfworten und besonders zu Anfang recht grausamen und drastischen Beschreibungen und Szenen konfrontiert sehen möchte, sollte die Finger von diesem Hörspiel lassen.

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