Mark Watson Überlebensgroß

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Inhaltsangabe zu „Überlebensgroß“ von Mark Watson

Dieses Buch kann Leben verändern

Dominic ist Hochzeitsfotograf und verbringt seine Wochenenden damit, die glücklichsten Tage anderer Menschen festzuhalten. In seinem eigenen Leben spielt Glück eher keine Rolle. Er ist meist der, der im Schatten steht, der an zweiter Stelle genannt wird. Einzig seine große Schwester Victoria begegnet ihm auf Augenhöhe und macht ihn zum Komplizen ihres aufregenden Lebenswandels. Doch bald läuft er Gefahr, sie zu verlieren.

Dies ist die Geschichte von Dominic. Und die seiner Familie. Und all der kleinen Dinge, die ein Leben ausmachen. Dominic Kitchen ist Hochzeitsfotograf. An jedem Samstag hält er den glücklichsten Tag im Leben der Brautpaare fest, den Tag, an dem sie den Bund fürs Leben schließen. Er selbst befindet sich immer auf der anderen Seite der Kamera, im Hintergrund. Den Konventionen entsprechend, heiratet er eine nette Frau und lebt sein Leben. Mehr und mehr wird dieses jedoch von einer alten Sehnsucht beherrscht, die ihn zu zerstören beginnt, und er weiß: Er kann niemals glücklich werden. Tagtäglich versucht er, eine Scheinwelt aufrechtzuerhalten und seine Gefühle zu verbergen – doch langsam schwinden seine Kräfte. Innerlich spürt er, wie sich ein Knoten immer enger zusammenzieht, ein Knoten, der sein eigenes Glück massiv bedroht. Denn er liebt eine andere. Und irgendwann kommt der Moment, in dem er seine geheimen Wünsche nicht länger unterdrücken kann.

Realistische Geschichte über das Leben und die Liebe. Leider hat mir etwas die Spannung gefehlt.

— Michaela11

Die Geschichte konnte mich nicht in den Bann ziehen. Kann, trotz das ich das Buch gelesen habe, nicht sagen worum es sich eigentlich handelt

— Schlauri

Eine rührende Erzählung einer facettenreichen Familiengeschichte. Wunderbar geschrieben.

— Popi

Eine interessante "überlebensgroße" Geschichte aus England.

— Petra54

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    Überlebensgroß

    engineerwife

    04. October 2016 um 16:55

    Ich mag Mark Watson, den Romanautor, Kolumnist, Radio- und Fernsehmoderator und international erfolgreicher Stand-up-Comedian. Er ist außerdem Fußball-Experte, studierter Literaturwissenschaftler und Umweltaktivist. Mark hat eine wunderbare Art unaufgeregt zu schreiben, einfach die Dinge auf den Punkt zu bringen ohne langweilig zu sein. Schon mit seinem wunderbaren Buch „Eleven“, z. dt. „Ich könnte am Samstag“ konnte er mich überzeugen. In diesem Roman geht es um eine ganz normale britische Familie, die lacht, trinkt, feiert und raucht aber auch immer wieder Rückschläge einstecken muss. Sie wächst einem einfach ans Herz, deshalb leidet man mit ihnen, wenn sie ihre Arbeit verlieren, krank werden, betrogen werden. Das traurige Ende mag irgendwie vorhersehbar sein aber man will es als Leser einfach nicht wahr haben. Es ist einfach wie im echten Leben. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen, ganz zur Bestnote hat es aber dann doch nicht gereicht, weil es manchmal vielleicht ein bisschen zu unaufgeregt war …

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  • Alltag und Geschwisterliebe

    Überlebensgroß

    Petra54

    29. April 2016 um 13:02

    Ich las mich etwas schwer in das Buch ein, aber dann gefiel es mir immer besser. Es wird der etwas ungeliebte Alltag eines englischen Fotografen beschrieben, sein Hass auf seinen älteren Bruder und die überlebensgroße Liebe zu seiner Schwester. Mir gefielen die Charakterbeschreibungen des ständig Whisky saufenden Dominic, seiner unkomplizierten Schwester, seines ziemlich widerlichen Bruders, seiner kühlen Mutter und seines demenzkranken Vaters. Genauso stelle ich mir eine typisch englische Familie vor. Wer wie ich gern Familiengeschichten und nachvollziehbare Alltagserlebnisse mit all den üblichen Dramen liest, der wird in diesem Buch gute Unterhaltung finden.

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  • Krasser Schluss

    Überlebensgroß

    Luc

    02. December 2013 um 22:24

    Der Hochzeitsfotograph Dominic Kitchen verbringt seine Samstage mit glückseligen Brautpaaren. Schwer zu ertragen für Dominic, dessen einzig wahre Liebe unerreichbar geworden ist. Dafür sitzt er bald in einer trostlosen Ehe mit einer quengelnden Tochter fest und seine alte Sehnsucht nagt an ihm. Es kommt der Moment, in dem er seinen Empfindungen nachgibt. Meinung: Ich finde es schwierig diesem Roman gerecht zu werden. Denn ich habe selten ein Buch mit derart starken Gegensätzen gelesen. „Überlebensgroß“ ist gleichzeitig facettenreich und eintönig. Es läuft vorhersehbar und vollkommen überraschend ab. Es ist inspirierend und manchmal einschläfernd. Es ist abstoßend und anziehend. Kalkuliert und unberechenbar. Konventionell und Tabubrechend. Banal und philosophisch. Tragisch und bisweilen komisch. Hintergründig und plakativ. Ein Unterhaltungsroman, der sich in die Gefilde gehobener Literatur verirrt hat. Ein Buch also mit Stärken und Schwächen. Und schon aus diesem Grunde absolut menschlich. Von daher sei es Mark Watson verziehen, dass im der Roman etwas über den Spann gerutscht ist, dafür schlägt der Ball in der Nachspielzeit genau unter der Latte ein. Unhaltbar für einen Kritiker, der sich einen Leseorkan begibt, der manchmal auf der Stelle steht. Denn irgendwie geht es immer um die Liebe, ein Gefühl, dass auf Hochzeiten fotografisch festgehalten und verewigt werden soll und doch so leicht entgleitet wie ein falsches Wort an die Geliebte. So beginnt das Buch in den Fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Leser bekommt einen Einblick in Dominics viktorianisch geprägte Kindheit, in der eine elterliche Sprachlosigkeit vorherrschte. Die sechziger und siebziger sind eine Zeit des Aufbruchs und des Abschiednehmens. Mark Watson reißt viele Themen an, wie die Fußball Begeisterung des Vaters, dessen spätere Erkrankung oder den dynamisch beginnenden Lebenswandel der Schwester, der alsbald in einer typisch englischen Upper class Ermattung mündet, die nur noch mit Champagnerflöten und Whiskey zu ertragen ist. Dominic stolpert hingegen ins Leben, von einem Beruf getragen, der ihn fortwährend mit seiner unerfüllten Sehnsucht konfrontiert. Die Liebe zu einer Frau. Die Hochzeiten ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Dominic begegnet der Situation mit einer tüchtigen Portion Zynismus, weil die Haltbarkeitsdauer von Eheversprechen in jedem Jahrzehnt weiter zusammen schmilzt, als hinge dies mit dem Klimawandel zusammen. Ewig muss er diese glücklichen Ehepaare ablichten, um sich anschließend mit den Brautjungfern zu vergnügen. Leider kommt mir diese gesamte Anfangsphase, wie ein schwarz weiß Film daher. Man spürt die fünfziger Jahre nicht, die sechziger und siebziger auch nicht. Sie werden nur behauptet, weitestgehend ausstaffiert mit einem Standardpersonal von der Stange. Der fiese Bruder, die unkonventionelle Schwester, die drögen Eltern. Und immer wieder grüsst das Murmeltier, befinden wir uns auf einer neuen Hochzeit, die fotografiert werden muss. Dazu kommt zu Beginn ein ungemein schwachbrüstiger „Ich“ – Erzähler Dominic. Das fünfte Rad am Familienauto gewinnt erst spät an Konturen und macht erst dann ein Fass auf, als es am Überlaufen ist. Diese waghalsig angelegte Figur erzeugt Authentizität und macht „Überlebensgroß“ lesenswert. Der Roman mündet in ein furioses Finale, das alle handwerklichen Schwächen übertüncht. Ich warte auf den Film zum Buch.

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  • Überlebensgroß ??

    Überlebensgroß

    Fantasie_und_Träumerei

    27. March 2013 um 08:35

    KLAPPENTEXT: Dies ist die Geschichte von Dominic. Und die seiner Familie. Und all der kleinen Dinge, die ein Leben ausmachen. Dominic Kitchen ist Hochzeitsfotograf. An jedem Samstag hält er den glücklichsten Tag im Leben der Brautpaare fest, den Tag, an dem sie den Bund fürs Leben schließen. Er selbst befindet sich immer auf der anderen Seite der Kamera, im Hintergrund. Den Konventionen entsprechend, heiratet er eine nette Frau und lebt sein Leben. Mehr und mehr wird dieses jedoch von einer alten Sehnsucht beherrscht, die ihn zu zerstören beginnt, und er weiß: Er kann niemals glücklich werden. Tagtäglich versucht er, eine Scheinwelt aufrechtzuerhalten und seine Gefühle zu verbergen – doch langsam schwinden seine Kräfte. Innerlich spürt er, wie sich ein Knoten immer enger zusammenzieht, ein Knoten, der sein eigenes Glück massiv bedroht. Denn er liebt eine andere. Und irgendwann kommt der Moment, in dem er seine geheimen Wünsche nicht länger unterdrücken kann.   AUTOR:  (Quelle: Heyne) Mark Watson, geboren 1980 in Bristol, ist Romanautor, Kolumnist, Radio- und Fernsehmoderator und international erfolgreicher Stand-up-Comedian. Mark Watson lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in London.   EIGENE MEINUNG: Ich  muss gestehen, eine Rezension zu "Überlebensgroß" zu schreiben fällt mir nicht so ganz leicht, denn die Protagonisten des Romans – Familie Kitchen – verbirgt so manches Geheimnis, das der Leser selbst entdecken sollte, weshalb ich einiges in meiner Besprechung auszusparen versuche. Der Roman beinhaltet die persönlichen Aufzeichnungen des fiktiven Fotografen Dominic Kitchen, beginnend in seiner Kindheit, die, wie in der Entwicklungspsychologie eröffnet, prägend für das ganze weitere Leben ist. So auch bei Dominic, der vor allem folgende Erfahrungen macht: 1. zwischen ihm und seinem älteren Bruder Max gibt es keinerlei positive Kontaktmöglichkeiten und ewigen Rivalenkampf, 2. in der Familie Kitchen redet man über nichts. Probleme werden einfach unter den Teppich gekehrt. Man lebt in einer gewissen Form von Oberflächlichkeit. Diese Problematik zieht sich durch sein ganzes weiteres Leben. Auch als er ein erfolgreicher Fotograf wird und viel Geld verdient, steht er nach wie vor im Konkurrenzkampf mit seinem großen Bruder. Dies ändert sich erst als er die fünf Jahre ältere und sehr hübsche Lauren heiratet. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer Probleme, die schon lange im Inneren der Ehe schlummerten, treten nun zu Tage, denn weiterhin wird alles unter den Teppich gefegt. Außerdem ist Dominics Bindung zu Frauen etwas angeschlagen, denn er wächst zwischen zwei sehr kontroversen Frauenbildern auf. Seine Mutter ist wie ein kleines Vögelchen: zart besaitet, versucht jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen, denn schnell wird ihr alles zu viel. Sie ist immer irgendwie beschämt und gibt sich für alles die Schuld. Ein Verhalten, für das es jedoch eine Erklärung gibt. Seine ältere Schwester Victoria ist das genaue Gegenteil: sie ist taff, rebellisch, weltoffen, kritisch und ein wenig überspitzt . Sie ist Dominics Fels in der Brandung und irgendwie auch sein Leitstern. "Überlebensgroß" ist kein spannender Pageturner und doch fliegt man geradezu durch die Geschichte, die oftmals vorhersehbar scheint, den Leser aber gern auf eine falsche Fährte führt und dann doch mit – teils schockierenden – überraschenden Wendungen immer wieder einen einnehmenden Charakter bekommt. Ein zentrales Thema im Roman, direkt, aber auch indirekt angesprochen, ist die Hochzeit. Die Eltern der Kitchen Familie sehen das – ganz der Zeit entsprechend – konventionell. "Bis, dass der Tod euch scheidet. In guten, wie in schlechten Tagen." Dominic verbringt durch seinen Beruf einen Großteil seines Lebens auf Hochzeiten, obwohl er das Gefühl bekommt, seine eigene Ehe nicht allzu gut auszuführen und ihm eine Hochzeit die wichtigste Frau in seinem Leben nicht nur genommen, sondern quasi ins "feindliche" Lager überführt hat. Auch der Titel "Überlebensgroß" passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, auch, wenn es nicht die wörtliche Übersetzung des Originaltitels "The Knot" ist und im Verlauf des Romans manchmal nach Sarkasmus klingt. FAZIT: "Überlebensgroß" ist das Porträt einer Familie voller Geheimnisse. Vielschichtige Charaktere und eine tiefgründige, ein wenig schockierende, Handlung, runden den Roman über Veränderung, Wandel und zwischenmenschliche Probleme ab. Mark Watson ist für mich damit definitiv auf der Liste interessanter Autoren, die ich im Auge behalten werde.

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    Spatzi79

    28. January 2013 um 13:31

    Dominic wächst in den 50er Jahren als Nachzügler in seiner Familie auf. Seine beiden Geschwister sind deutlich älter als er, mit seinem Bruder versteht er sich gar nicht, zu seiner Schwester Victoria hat er hingegen ein sehr gutes Verhältnis. Dies kühlt sich auch nur ein wenig ab, als sie einen erfolgreichen Cricketspieler heiratet, in eine andere Gesellschaftsschicht aufsteigt und von da an nicht mehr so viel mit ihrer Familie zu tun hat. Dominic wird Hochzeitsfotograf und verbringt quasi jedes Wochenende damit, die Trauungen und Feiern glücklicher Paare festzuhalten. Auch er selber gründet irgendwann eine Familie. Vordergründig eine ganz normale Familiengeschichte, doch wie in Familien so üblich, laufe unterschwellig viele Dinge ab, die man von außen nicht direkt sieht. Das ist zum einen die fortschreitende Krankheit seines Vaters, zum anderen aber das teilweise mehr als geschwisterliche Verhältnis zwischen Dominic und Victoria. Wer hier eine Skandalgeschichte erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. "Überlebensgroß" ist ein Buch der leisen Töne. So recht beschreiben kann ich die Stimmung des Buches nicht, aber trotzdem war ich beim Lesen doch irgendwie gefesselt. Die Schreibweise des Autors ist sehr angenehm und so verfliegen die Seiten nur so, obwohl eigentlich gar nicht viel passiert. Dominics Geschichte, die aus seiner Ich-Perspektive erzählt wird, war einfach gut zu lesen und hat mir trotz der eher nachdenklichen, nicht sonderlich positiven Grundstimmung des Buches gut gefallen.

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    Callso

    19. January 2013 um 19:35

    Und es hat Zoom gemacht! Ein Buch über einen Fotografen, speziell über einen Hochzeitsfotografen. Ein Roman, der Spaß macht, der gut unterhält, der keine Längen hat und eine wunderbare Stimmung transportiert. Die Hauptperson Dominic Kitchen hat es nicht immer ganz leicht. Die Familie entpuppt sich in vielen Kleinigkeiten als nicht immer ganz leicht. Schwester Victoria dient als Vorbild, Freundin und Geliebte! Andere Familienmitglieder sind deutlich schwieriger im Umgang. So entsteht mit der Zeit eine Londoner Familiensaga, die Emotionen, Schicksalsschläge und typischen Familienzwist parat hält. Auf Dominic wartet ein Gefühlsdschungel, die große Liebe, das Großwerden der Tochter und andere kleinere Anekdoten und Abenteuer… Ich kann es schwer beschreiben, aber das Lesen des Romans hat einfach viel Freude bereitet. Auch wenn ernstere und unschönere Themen behandelt werden, die Hauptperson manövriert sich lange Zeit mit einer gewissen Leichtigkeit durch das Leben. Aber mit zunehmender Dauer nehmen die Dramen und Emotionen zu. Mark Watson schreibt so angenehm, so authentisch, so lebensnah. Die Charaktere sind sehr ausgeprägt und sehr fein skizziert. Der Roman hat viele Stärken und zeigt sich von vielen Seiten. Und trotz langen Überlegens habe ich nach Schwächen gesucht: ich habe keine gefunden!

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    Buecherbaer

    17. January 2013 um 21:09

    Eine mehr oder weniger normale Lebensgeschichte. In diesem Buch erzählt Dominic rückblickend seine Geschichte: Kurze Abschnitte aus seiner Kindheit, wie er versucht Erwachsen zu werden, seine Probleme mit seiner Familie, sein Beruf als Hochzeitsfotograf und eine außergewöhnliche Liebe… Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen aber die Geschichte an sich war leider nicht sehr spektakulär. Diesen Eindruck hatte ich von Anfang hat und das hat sich auch bis zum Ende hin gezogen. Ich kann auch gar nicht viel mehr darüber sagen. Die Figuren erschienen mir alle ziemlich blass und ich fand auch keinen wirklich sympathisch. Das Ende war weder sehr einfallsreich noch überraschend und irgendwie hatte ich das Gefühl, das irgendetwas fehlt. Es werden (zu) viele, eigentlich auch interessante und kritische Themen, angesprochen - doch mit keinem setzt sich der Autor wirklich auseinander. Wäre nicht dieser flüssige Schreibstil gewesen, hätte ich das Buch sicherlich abgebrochen. Fazit: Eine ganz nette, sehr kurzweilige Geschichte, jedoch nichts Besonderes – ich war ziemlich enttäuscht.

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    kathrineverdeen

    15. January 2013 um 15:10

    „Überlebensgroß“, der Titel von Mark Watsons neuem Buch, brachte mich schon vor dem Lesen ins Grübeln. Überlebensgroße Abbildungen kannte ich. Im Bezug auf Menschen, also Überlebensgroß als Eigenschaft, darüber musste ich mir ein paar Gedanken machen. Überlebensgroße Menschen… ob ich ihnen schon begegnet bin? Für mich sind das Kämpfer, die über sich hinaus wachsen und fast unmögliches leisten, also zu großen Taten fähig sind. Unsere Gesellschaft möchte überlebensgroße Menschen haben, ja eigentlich möchte jeder einen überlebensgroßen Freund haben von dem er lernen kann. Doch sind diese Menschen wirklich glücklich oder besser gefragt: Gibt es sie wirklich? Nun Dominic, der Hauptprotagonist von „Überlebensgroß“ erzählt von einem überlebensgroßen Menschen… Jedes Wochenende ist Dominic umringt von glücklichen Menschen, denn er ist Hochzeitsfotograf und darf somit die glücklichsten Tage der Brautpaare festhalten. Für ihn persönlich scheint das Glück stets bei Anderen Halt zu machen. Er empfindet sich als den typischen Loser, der immer in der letzten Reihe sitzt und immer als letzter wahrgenommen wird und immer im Schatten anderer steht. Einzig seine Schwester wird für ihn ein sicherer Halt, denn sie begegnet ihm auf Augenhöhe und lässt ihn teilhaben an ihrem aufregenden Lebenswandel. Am Anfang dieser Geschichte durfte ich Dominic ein Stück durch seine Kindheit begleiten und habe erfahren, was und wer ihn prägte. Er ist in einer sehr konservativen Familie groß geworden. Probleme und Gefühle wurden totgeschwiegen. Man sprach einfach nicht darüber. Der Leser erfährt, wie es dazu kam, dass Dominic ein Leben im Hintergrund führt, stets geleitet von Konventionen. Es ist auch eine Liebesgeschichte, die auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich und verstörend ist. Aber je mehr der Leser von Dominic erfährt, umso klarer wird auch sein Handeln und Lieben. „Überlebensgroß“ von Mark Watson kommt ein wenig schwermütig daher. Dominic kann in meinen Augen sein Glück nicht wahrnehmen und definiert es über andere Menschen. Er verpasst es regelrecht und verbaut sich viele Chancen darauf. Wenn ich eine Liebesgeschichte lese, dann möchte ich die schönen Seiten auskosten. Den Herzschmerz und jede Gefühlsregung am eigenen Leib spüren. Jedoch Dominics Liebesleben war sehr verstörend für mich, nicht nur wegen einiger Tabuthemen. Seine zum Teil lethargischen Züge haben mich regelrecht verstimmt, provoziert und sehr negative Gedanken heraufbeschworen. Er hat einfach alles über sich ergehen lassen, was im Nachhinein verständlich ist, weil er es einfach nicht anders gelernt hat. Hinzukam kam seine nicht enden wollende Zerrissenheit. Es war immer so, als strebe er ständig nach dem Glück, doch wenn es vor ihm stand, konnte er es nicht sehen. Auch die weniger dichte Handlung war ein Grund, warum ich mit dieser Geschichte nicht warm wurde. Sie ist in einigen Kapiteln sehr zäh, in anderen sehr sprunghaft und verwirrend. Mark Watson schaffte es trotzdem, mit seinem ungewöhnlichen Stil, mich als Leser zu halten, denn ich war gespannt darauf, ob Dominic es schafft, sich weiter zu entwickeln. Mark Watson hat mit „Überlebensgroß“ keinen schlechten Roman geschrieben. Er wird sicher einige Fans finden. Ich persönlich mochte den Charakter dieser Geschichte einfach nicht, es war mir alles ein wenig zu grau und pessimistisch.

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    Jare

    31. December 2012 um 11:09

    Tragikkomödie mit Längen! Dominic verbringt seine berufliche Zeit damit, die glücklichsten Tage anderer Menschen festzuhalten - er ist Hochzeitsfotograf. Auf einer dieser Hochzeiten lernt er seine Frau Loreen kennen, mit der er sich ein bescheidenes Leben aufbaut. Doch Dominic wird von einer Sehnsucht getrieben. Einer Sehnsucht, die ihn langsam zu zerstören beginnt. Immer wieder versucht er, seine Scheinwelt aufrechtzuerhalten, doch er spürt, wie seine Kräfte weiter schwinden. So isoliert sich Dominic immer mehr. Nur seine Schwester Viktoria, zu der er ein besonderes Verhältnis hat, ist sein Komplize. Seit Kindertagen verbindet die beiden ein besonderes Band. Aus Sicht des Ich-Erzählers Dominic erzählt Mark Watson die Lebensgeschichte eines Mannes, auf der Suche nach sich selbst. Man erfährt, dass er der jüngste Spross einer fünfköpfigen Familie ist, das sein Vater als Sportberichterstatter gearbeitet hat und das sich seine Schwester in einen Mann verliebt und diesen auch heiratet, der als Nationalspieler der englischen Cricketmannschaft Karriere macht. Schwerpunkt der Geschichte ist sicherlich Dominic, der seine Rolle als Looser ausfüllt. Leider schafft es Mark Watson nur bedingt, eine Identifikation zwischen Hauptfigur und Leser herzustellen. Mitfiebern und Mitleiden kann man nur selten. Das liegt sicherlich auch darin begründet, dass der Roman gerade im Mittelteil, trotz zahlreicher Zeitsprünge etwas langatmig daherkommt. Dominic lernt Loreen kennen und baut sich mit ihr ein Leben auf. Gerade diese Passagen verführen den Leser, das eine oder andere Kapitel quer zu lesen. Zum Ende wird der Roman wieder etwas besser. Die Zerrissenheit von Dominic kommt deutlicher hervor, auch wenn es Mark Watson auch hier nicht zu hundert Prozent gelingt, in die Haut seiner Figur zu schlüpfen. Fazit: „Überlebensgroß“ ist kein schlechter Roman. Durchaus amüsant zeichnet Mark Watson das Bild einer Familie, bei der nicht alles so verläuft, wie es die Konventionen verlangen. Leser von Nick Hornby oder Ian McEwans sind hier durchaus richtig, auch wenn der Roman nicht aus dem Mittelmaß herauskommt.

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  • Rezension zu "Überlebensgroß" von Mark Watson

    Überlebensgroß

    Glimmerfee

    03. December 2012 um 11:15

    Dominic ist der Nachzügler der Familie, seine Geschwister sind viel älter als er. Sein Bruder Max ist ehrgeizig, schafft den Sprung nach Oxford und macht Karriere und verdient sehr gut. Seine Schwester Victoria ist unangepasst und Dominic bewundert sie uneingeschränkt, sie ist für ihn ‚Überlebensgroß‘ und noch viel mehr. Sie ist es auch, die in Dominic die Liebe zur Fotografie weckt und so mit einer Kamera, die sie ihm schenkt, den Grundstein für seinen Beruf legt. So ist Dominic jedes Wochenende unterwegs und fotografiert Hochzeitspaare, doch er wird immer unglücklicher. Der Autor lässt Dominic seine Lebensgeschichte erzählen. Er beginnt in seiner Kindheit und endet als seine Tochter erwachsen ist. Dominic steht im Schatten seines ehrgeizigen Bruders Max, mit dem er sich nicht versteht und der den kleinen Bruder als lästig und ‚Loser‘ ansieht. Ihr Vater ist Sportjournalist, der die Fußballspiele von Arsenal kommentiert, aber Dominic kann dem Sport nichts abgewinnen und so bleibt ihm die Welt, die seinen Bruder mit dem Vater verbindet auch verschlossen. Seine Mutter ist angepasst und ein blasser Charakter. Einzig Victoria akzeptiert Dominic und lässt ihn an ihrer Welt teilhaben. Victoria teilt ihre Geheimnisse, eine tätowierte Schildkröte am Fußgelenk mit ihm, lässt ihn Alkohol probieren und nimmt ihn zum nächtlichen Schwimmen mit ihrer Freundin mit. Sie lässt sich nicht in eine Schablone pressen, trägt raspelkurzes Haar und verrückte Hüte und Dominic verfällt ihrer Faszination. Sie ist die einzige Person, die ihn versteht. Aus Kindern werden Erwachsene und Victoria kann dem Charme eines reichen und erfolgreichen Cricketspielers nicht widerstehen, den sie heiratet und mit dem sie zum die Welt jettet. Max fühlt sich wohl in der Welt der Reichen und sieht voller Arroganz und Peinlichkeit auf die kleinbürgerliche Welt seiner Eltern und seines Bruders hinunter. Dominic liebt seine Schwester über alles und schnell wird klar, dass er sie auch als Frau begehrt. Doch dieses Buch ist viel mehr als ein Roman, der Inzest thematisiert. Es ist ein berührender Familienroman und der Versuch Dominics aus dem Schatten seiner Geschwister zu treten und wenigstens einmal im, Leben ‚Überlebensgroß‘ zu sein. Der Weg dahin ist steinig und mit Stolpersteinen gepflastert, doch auch für ihn kommt seine Chance. Nach dem Lesen dieses Buches meint man, Dominic und seine Familie wirklich zu kennen und man hofft, ärgert und trauert mit der Familie Kitchen.

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