Die Stadt im Nichts: Roman

von Mark Watson 
2,9 Sterne bei7 Bewertungen
Die Stadt im Nichts: Roman
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Callsos avatar

Charaktere ohne Pfiff, eine Story ohne Pfeffer - schade..!

schnaeppchenjaegerins avatar

Unrunde Mischung aus Kriminalroman und Gesellschaftskritik . Etwas zäher Roman, der im dekadenten Dubai spielt

Alle 7 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Stadt im Nichts: Roman"

Ein etwas undurchsichtiger Auftrag führt den Werbetexter Tim Callaghan nach Dubai. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, steht er zwischen Wolkenkratzern, die inmitten der Wüste erbaut wurden, und fährt bei 45 Grad in vollklimatisierten SUVs über achtspurige Highways. Doch kaum hat er sich an seine neue Umgebung gewöhnt, wird ein Mitarbeiter seines Teams tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran ist, dass es niemanden so recht zu stören scheint …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783641206703
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:288 Seiten
Verlag:Heyne Verlag
Erscheinungsdatum:22.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
2,9 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne6
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 7 Monaten
    Dubai - Wo Sie die Zukunft schon heute erleben

    Inhalt:

    Ein etwas undurchsichtiger Auftrag führt den Werbetexter Tim Callaghan nach Dubai. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, steht er zwischen Wolkenkratzern, die inmitten der Wüste erbaut wurden, und fährt bei 45 Grad in vollklimatisierten SUVs über achtspurige Highways. Doch kaum hat er sich an seine neue Umgebung gewöhnt, wird ein Mitarbeiter seines Teams tot aufgefunden. Das Merkwürdige daran ist, dass es niemanden so recht zu stören scheint …

    Meine Meinung:

    Die Geschichte um Dubai und einen Werbespot der dort gedreht werden soll, verläuft  sich leider auch "im Nichts". Die Handlung ist stellenweise langgestreckt und schwammig (Kriminalroman trifft auf Gesellschaftskritik) und trifft leider nicht meine Erwartungen, welche ich an das Buch ursprünglich hatte.


    Aus der Story hätte der Autor einiges herausholen können, jedoch habe ich nach der Hälfte des Buches ein wenig das Interesse verloren.


    Der Prolog beginnt zunächst aufregend, verläuft sich dann aber in einer zu langen Einleitung über den Luxus und die Möglichkeiten in Dubai.


    "Dubai  ist  leicht  erreichbar,  familienfreundlich  und  vor  allem  sonnig und warm.  Wärmer  als  die  Kanaren  und  sogar  als  Barbados,  quasi  mit Sonnengarantie. Ein Urlaubsort, an dem der Gast vor Enttäuschungen sicher ist."  (ZITAT)


    Der Schluss hat letztendlich den Roman aufgebessert und mich zu einem dritten Stern animiert.


    "Die Stadt im Nichts". Ein solider Roman, der mit einem einfachen flüssigen Schreibstil geprägt ist.


    "Was  war  ein  ausreichender  Grund  für  einen  Mord?  War  es  tatsächlich denkbar,  dass  Raf  hatte  sterben  müssen,  weil  er  hinter  dieses  Geheimnis gekommen war? Falls es überhaupt ein solches Geheimnis gab. »Motiv« war leider  ein  schwammiger  Begriff;  der  tatsächliche  Auslöser  für  eine  Tat  war manchmal  vielleicht  eine  Kleinigkeit."(ZITAT)


    Das Cover (Eye-Catcher!), sowie der Kapitelaufbau und die Schriftgröße gefallen mir hingegen wirklich ausgesprochen gut.

     

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Callsos avatar
    Callsovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Charaktere ohne Pfiff, eine Story ohne Pfeffer - schade..!
    Ein müder Roman des ansonsten so starken Mark Watson

    Oh, oh, das kann Mark Watson aber besser -viel besser.

    "Stadt im Nichts" ist ein müder Roman, ein Buch, das kein festes Genre hat und das einfach zu wenig unterhält. Weder besonders witzig noch besonders spannend, vielmehr plätschert die Story ohne Höhepunkte dahin.

    Vielleicht wollte Watson einen gesellschaftskritschen Blick auf die Gegebenheit der boomenden Stadt Dubai fertigen. Vielleicht war es ihm ein Anliegen, die Gebahren eines Filmteams kritisch zu beleuchten. Vielleicht wollte er die manchmal so glitzernden Werbefirmen in ein rechtes Licht lücken. OK, zumindest das wäre ihm in allen drei Fällen gelungen; aber von einem gelungenen Roman zu sprechen, dazu fehlte mir Pfiff, Pfeffer und jede Menege Würze.

    Die Charaktere werden nur schwach dargestellt, auch Hauptperson Tim kann nur wenige Sympathiepunkte erwirtschaften. Über sein vorheriges Leben, gerade privater Natur erfährt man nur wenige Ansätze. So kommt Werbehetexter Tim so gewöhnlich, langweilig und unaufgeregt wie viele andere Buchmenschen daher. Auch als sich in Dubai der Tod eines Kollegen aus dem Filmteam (war es Mord?) ereignet, steigt der Spannungsgehalt nur marginal.

    "Stadt im Nichts" (blöder Buchtitel !) lässt kaum ein gutes Haar an Dubai, jeder Hotelangestellte, jeder Verkäufer wirkt entweder insdisponiert oder unfreundlich. Manchmal sogar beides. Insofern stutzt man immer wieder. Wenig förderlich ist eben auch, dass die Personen und die zahlreichen Charaktere relativ oberflächlich bis konturenlos gezeichnet sind. Fast so wie der gesamte Roman.

    Mark Watson hat vorher viele feine Bücher verfasst und hatte mich dabei immer überzeugt. Mit diesem Werk ist er hingegen mit drei Sternchen noch wohlwollend bedient.

    Gefallen hat mir indes die Aufklärung, die aus Sicht einer anderen Person verfasst wurde - in der kurzen Passage war mitunter die Qualität des Herrn Watson wieder erkennbar.




    Kommentieren0
    7
    Teilen
    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unrunde Mischung aus Kriminalroman und Gesellschaftskritik . Etwas zäher Roman, der im dekadenten Dubai spielt
    Unrunde Mischung aus Kriminalroman und Gesellschaftskritik


    Tim Callaghan ist Ende 20 und arbeitet als Texter für die Werbeagentur Vertox in London. Als der Werbespot für die Hilfsorganisation "WorldWise" gedreht werden soll, für den er den Slogan erstellt hat, darf er mit zur Produktion nach Dubai reisen. 


    In Dubai wird die Delegation der Werbeagentur in dem feudalen Hotel "The Village" untergebracht, wo sie den Emiraten entsprechend dekadent residieren. 
    Am ersten Drehtag passiert noch nicht viel, aber zum Abschluss des Tages wird dennoch exzessiv gefeiert. 
    Am nächsten Morgen wird der Produktionsleiter Raf Kavanagh, der nicht nur Tim unsympathisch war, tot im Whirlpool seines Hotelzimmers aufgefunden. Der Angestellte des Hotels, der ihn gefunden hat, wird daraufhin entlassen. 
    Trotz des überraschenden Todesfalls mit noch unklarer Todesursache beschließt das Produktionsteam, die Dreharbeiten nicht abzubrechen, sondern in Dubai zu bleiben. Tims Meinung nach geht man zu schnell zur Tagesordnung über. Verdächtigungen werden ausgesprochen und wilde Verschwörungstheorien entwickelt, warum Raf gestorben ist. 
    Tim und seine Kollegen zählen schon bald zu den Verdächtigen, die Raf getötet haben könnten und auch die Hilfsorganisation "WorldWise" wird verdächtigt, ihre Finger im Spiel zu haben. 


    Tim fühlt sich in Dubai und dem Fünf-Sterne-Hotel nicht wohl, er fühlt sich fremd, trotz all der Aufmerksamkeiten nicht willkommen und der Delegation der Werbeagentur nicht zugehörig. Der Todesfall erschüttert ihn, auch wenn er den arroganten Produktionsleiter, der ihn wie einen Untergebenen behandelt hat, nicht leiden konnte. Er würde am liebsten nach London zurückkehren, traut sich aber nicht, da er Angst hat, sich durch eine abrupte Abreise tatverdächtig zu machen. Später kann er nicht mehr abreisen, da ihm nicht nur der Zugang zum Internet verwehrt wird, sondern auch noch seine Kreditkarte gesperrt ist. 


    In Dubai, aber auch in England wird spekuliert, was mit dem Tod von Raf Kavanagh auf sich hat. Auch wenn die Ergebnisse der Obduktion auf Tod durch einen Drogen- und Medikamentencocktail schließen lassen, wird gemutmaßt, dass in Dubai, wo man mit Geld alles erreich könne, ein Mord vertuscht werden soll. 
    Die Medien, darunter Journalisten und Blogger sehen im Gegensatz zu Tim nicht die Tragödie über den Tod eines Menschen, sondern schlachten den Unterhaltungswert der Meldung aus. 


    Für Tim wir die Situation vor Ort unerträglich, regelrecht beklemmend. Allein kann er sich in der Stadt nicht fortbewegen und kann von seinem Hotelzimmer lediglich in Shopping Malls ausweichen. Er entwickelt eine Paranoia und befürchtet, dass er als Schlafwandler Raf getötet haben könnte, auch wenn es dafür keinen Anhaltspunkt gibt. 


    Mark Watson ist Kolumnist und Stand-up-Comedian, von dem ich einzig den Roman "Ich könnte am Samstag" gelesen habe, der witzig und unterhaltsam war. "Die Stadt im Nichts" wurde als Satire über die Werbeindustrie angekündigt - mir kam der Humor darin allerdings zu kurz. 
    Spannend ist zwar zu erfahren, wer, wie, warum den Produktionsleiter getötet hat, darüber hinaus war der Unterhaltungswert des Romans allerdings gering, die Charaktere zu emotionslos und unnahbar. 


    "Die Stadt im Nichts" ist eine Mischung aus Kriminalroman und einer Gesellschaftskritik, die ich nicht gelungen fand. 
    Meiner Meinung nach wird in dem Roman weniger die Oberflächlichkeit der Werbung in Form einer Mediensatire kritisiert, sondern vielmehr Kritik an Dubai und dem dort vorherrschenden Luxus sowie der Dekadenz und der Korruption in den Vereinigten Arabischen Emiraten geübt. Den Wechsel der Perspektive im vorletzten Kapitel zur Erklärung des Todesfalls empfand ich zudem als etwas bemühtes, hilfloses Stilmittel. 

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Moderate Spannung, interessantes Konzept – für einen faulen Nachmittag ideal!
    Rezension: Die Stadt im Nichts


    „Die Stadt im Nichts“ erzählt die Geschichte um Werbetexter Tim, der für einen Werbespot, den er getextet hat, nach Dubai reisen soll. Dort lernt er sein Team kennen und ebenso die schöne Stadt der Emirate. Tims Erwartungen an Dubai werden nicht enttäuscht, Dubai ist tatsächlich genauso dekadent, wie er gehört hat. Alles läuft in geregelten Bahnen, der erste Drehtag ist geschafft (ohne etwas auf Band zu bekommen), und die After-Work Party in Tims Domizil ufert ein bisschen aus. Morgens dann die Ernüchterung: Der Produktionsleiter Raf wird tot aufgefunden. Die Stimmung kippt, wilde Vermutungen und Rätselraten, was genau passiert ist, sind an der Tagesordnung. Doch nach Tims Geschmack kehrt man viel zu schnell zur Normalität zurück, und während er sich noch über Verschwörungstheorien und verschleierte Morde, die als Missbrauch von Alkohol und Drogen dargestellt werden, lässt das nächste Unheil nicht lange auf sich warten. So geraten nicht nur Marks Kollegen und er selber in Verdacht, sondern auch die Organisation WorldWise, für die der Spot gedreht werden soll…

    Mark Watson hat hier einen Roman vorgelegt, der teils Gesellschaftskritik, teils Krimi und teils Portrait Dubais ist. Mit seiner klaren, flüssigen Schreibe beschreibt er aus der Sicht Tims die Geschehnisse in der luxuriösen Stadt. Was anfangs noch sehr an „Ein Hologramm für den König“ von Dave Eggers erinnert, wird bald zum Verfolgungswahn-Trip: Tim fühlt sich nach den Ereignissen in Dubai nicht mehr willkommen, will abreisen, doch seine Karte ist gesperrt, das Internet wird ihm verweigert, und dadurch, dass er Schlafwandler ist, verdächtigt er sich selbst, Raf ermordet zu haben – er konnte ihn sowieso nicht leiden. In diesem Zwiespalt bewegt sich Tim, als ihm eine Frau des Teams unerwartet näher kommt.

    In dieser Nacht konnte er lange nicht einschlafen. Das Bild des [Obdachlosen] in dem Türeingang ließ ihn nicht los. In gewisser Weise stand er für die vielen Notleidenden […] und hielt Tim vor Augen, wie wenig er das Leid dieser Menschen an sich heranließ. […] Die Welt war voller Katastrophen, die der Einzelne zumeist überhaupt nicht beeinflussen konnte. Politische Gefangene, Flüchtlinge, Hungernde. Da es unmöglich war, alles zu verändern, beschloss man irgendwann, gar nichts zu tun.

    Weitab vom egozentrischen Gefühlstrip meiner aktuell gelesenen Bücher wollte ich mal wieder etwas mit einer spannenden Handlung lesen. Krimis sind absolut nicht meins, dennoch las sich der Klappentext von „Die Stadt im Nichts“ sehr gut und auch das Buch hat einen soliden Eindruck hinterlassen. Allerdings habe ich mich daran gestört, das trotz des abrupten Wechsels der Erzählperspektive im dritten Teil (der mich zugegebenermaßen sehr überrascht hat), nie wirklich aufgelöst wird, wie es zu einigen Gegebenheiten gekommen ist. Diese Tatsache und auch die, dass ich mich permanent an „Ein Hologramm für den König“ erinnert fühlte, nicht wegen der Handlung, sondern wegen der vorherrschenden Stimmung und auch aufgrund der Charakterisierung Dubais. Wobei in Eggers Roman die in Dubai geltenden Regeln noch als strenger beschrieben wurden, beispielsweise war Alkohol und dessen Konsum streng verboten, es gab keine Minibars und das Personal hätte es mit Sicherheit nicht geduldet, wenn dort getrunken worden wäre. In Watsons Dubai hingegen war es öffentlich bekannt, dass die Westler viel und gerne trinken und auch Drogen konsumieren, und das einfach so in ihren Suiten und Hotelzimmern. Ich weiß nicht, wie es in der Realität aussieht, aber das hat mich doch teilweise etwas verwirrt.




    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Kaddis avatar
    Kaddivor 6 Monaten
    IrisBuechers avatar
    IrisBuechervor einem Jahr
    Tordiss avatar
    Tordisvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks