Mark Watson Elf Leben

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Inhaltsangabe zu „Elf Leben“ von Mark Watson

Ein Augenblick. Eine unterlassene Tat. Unendliche Konsequenzen: Elf Menschen, die sich niemals begegnen werden. Elf Schicksale, die unabänderlich miteinander verknüpft sind. Und ein Mann, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Xavier Ireland, Mitte Dreißig, ist ein guter Mensch, Turnier-Scrabble-Spieler und Moderator eines nächtlichen Radiotalks. Auch Xavier selbst ist ein in der Nacht Gefangener, eine in der Millionenstadt gestrandete Seele. Irgend etwas bedroht und bedrängt Xavier, ein Ereignis aus der Vergangenheit, welches unantastbar, unberührt bleiben soll. Xavier ist in Australien aufgewachsen, hatte Freunde, eine große Liebe - vor der er geflohen ist, um einen neuen Namen, ein neues Leben in Angriff zu nehmen. Nichts gibt Xavier von sich preis - bis er sich unerwartet in Pippa verliebt, seine exzentrische, pragmatische und vor Leben sprudelnde Putzfrau. Sie ist es, die Xavier dazu bringt, sich seiner Vergangenheit zu stellen.

Mark Watson ist einer der Besten. Selten hatte ich so viel Freude beim lesen.

— Claudia_Späth
Claudia_Späth

Ein wirklich tolles Buch über Kontakte und verpasste Chancen und wie sich mit einer Entscheidung einfach alles verändert. Gut umgesetzt, hat mir viele schöne Lesestunden bereitet!

— killerprincess
killerprincess

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  • Ein Australier in London

    Elf Leben
    TochterAlice

    TochterAlice

    27. September 2015 um 09:07

    Xavier hat ein Geheimnis: er lebt mit einer großen Schuld. Diese belastet sein nach außen hin angenehmes Leben als Radiomoderator und Scrabble-Turnierspieler in London. Nach und nach erst eröffnet sich Xaviers Welt: vor allem durch die Kommunikation mit seinen Mitmenschen in Vergangenheit und Gegenwart. Er und seine nächtliche Sendung stehen im Zentrum des unterhaltsamen Romans, um den sich die restlichen 10 Leben ranken? Aber sind es tatsächlich elf Leben(swege), um die es in diesem Buch geht? Die Darstellung ist durch zahlreiche Rückblenden ein wenig wirr und unübersichtlich. Abgerundet wird dies durch Vorausschauen, die auf Ereignisse verweisen, die irgendwann in der Zukunft der Figuren eine Rolle spielen werden. Sie gemahnen an den wunderschönen Roman "Die Kunst des Lokomotivführens" des Australiers Steven Carroll. Im vorliegenden Roman trägt dieser Erzählstil, obwohl durchaus originell, eher zur Verwirrung bei. Wessen Leben gehört zu den "Elf" dazu? Zahlreiche Figuren aus Xaviers früherem australischen und gegenwärtigen Londoner Leben geben sich quasi die Klinke in die Hand. Diese fehlende klare Struktur und der somit nicht vorhandene rote Faden sind der stringenten Handlung des recht kurzen Romans ausgesprochen abträglich. Mein Fazit: Obwohl eigentlich gefällig und nett geschrieben und sowohl von einem gewissen Unterhaltungswert als auch nicht ohne Anspruch, reißt mich dieses Buch nicht vom Hocker. Ich habe den Eindruck, der Autor müsste noch ordentlich üben, bevor er mit seinem Werk in der Öffentlichkeit reüssieren kann. Aber Potential ist durchaus da!

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  • Elf Leben

    Elf Leben
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 11:52

    Mich hat dieses Buch total fasziniert! Ich finde es einfach großartig, wie es dem Autor gelungen ist, die Elf Leben miteinander zu verknüpfen. Es ist fast schon erschreckend, welche Auswirkungen eine kleine Fehlentscheidung mit sich bringt! Und die Folgen betreffen nicht nur den Handelnden selbst, sondern 10 weitere Personen, die in irgendeiner Art und Weise in einem Zusammenhang mit dem Geschehen stehen. Toll! Die Charaktere selbst sind nicht sehr ausführlich beschrieben, aber dennoch interessant gezeichnet und die Charakterisierungen waren ausreichend, um sie sympathisch oder unsympathisch zu finden. Die Liebesgeschichte zwischen Xavier und Pippa nimmt nur eine kleine Nebenrolle ein, ist aber dennoch wunderschön! Das Ende des Buches hat mich im ersten Moment sehr schockiert, aber es passt zu diesem Buch und ist kein Grund für mich, dem Buch Sterne abzuziehen. Volle Punktzahl!

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  • Beeindruckendes, schönes Buch

    Elf Leben
    CabotCove

    CabotCove

    08. August 2015 um 16:13

    Eine Freundin schwärmte mir von diesem Buch vor und lieh es mir dann auch. Ich muss sagen, ich hatte gar keine Erwartungen, da ich lieber Krimis lese, aber dieses Buch hat mich dann doch nachhaltig beeindruckt..! Mark Watson´s Hauptperson, Xavier, Mitte 30, ist ein sehr netter Kerl, mit dem man befreundet sein möchte. Er moderiert eine Radiosendung, in der er einsamen, verzweifelten, ratsuchenden Menschen mit Rat zur Seite steht. Sein Co-Moderator und Producer Murray, ist auch gleichzeitig ein guter Freund von ihm. Xavier verließ Melbourne und seine Freunde Mathilda, Russell und Bec nach einem traumatischen Erlebnis und lebt seitdem in London. Eine Freundin hat ihm mal gesagt, dass seine Hilfsbereitschaft ihn so attraktiv macht und tatsächlich hat man als Leser gleich Sympathien für ihn, wünscht ihm nur das Beste und freut sich mit ihm, als er bei einem Speed-Dating Pippa kennenlernt, die so anders zu sein scheint als er, nicht so nachdenklich, eher impulsiv und mit sonnigem Gemüt. Sie stellt seine Welt auf den Kopf. Das Buch behandelt die Frage "Was wäre wenn" bzw. eher "Was wäre gewesen wenn"; dass eben jede Handlung auch ihre Folgen hat. Folgen auch für Menschen, die wir noch gar nicht kennen und vielleicht auch nie kennenlernen werden. Ein großes Thema, aber nicht theatralisch umgesetzt, sondern sehr schön beschrieben, gut beobachtet und mit Charakteren mit Tiefgang. Watson heftet sich im Gedächtnis des Lesers fest mit seiner schönen Sprache und seinen eindringlichen Botschaften - ein Buch zum Nachdenken, zum Träumen. Ich habe es in zwei Tagen gelesen und war berührt. Mich hat es - wie der Klappentext bereits erwähnt - wirklich an "Zwei an einem Tag" erinnert, das ich ebenso gefühlvoll und schön fand. Solche Bücher findet man selten - für mich ist "Elf Leben" ein Juwel !

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  • Das Buch geht tief

    Elf Leben
    HK1951

    HK1951

    01. May 2015 um 09:18

    Chris Cotswold zieht von Australien nach London und nennt sich von da an Xavier Ireland. Einfach, weil ihm der Name gut gefällt und XI zudem die Zahl elf ist, die ihn schon sein Leben lang begleitet. Xavier ist Mitte 30 arbeitet als Berater beim Radio – er gibt schlaflosen und verzweifelten Menschen Tipps für ihr Leben. Ein Job, der für ihn geschaffen zu sein scheint, denn Xavier ist ein netter, liebenswerter und hilfsbereiter Kerl, der gern für seine Mitmenschen da ist. Als er bei einem Spaziergang einem Jugendlichen, der angegriffen wird, nicht wirklich helfen kann, gerät er ins Nachdenken. Über sein Leben, seine Vergangenheit, seine Zukunft... Bei einem Speed-Dating lernt er Pippa kennen, die mit ihrer sonnigen Art sein Leben nachhaltig beeindruckt und verändert.   Man kann hier schnell zuviel verraten, deshalb nur wenig vom Inhalt, denn das Buch sollte mehr Leser finden, so wunderbar ist es ! Mark Watson´s Roman wurde mit „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls verglichen und auch wenn ich diesen Vergleich nicht in vollem Umfang unterstützen kann, handelt es sich bei „Elf Leben“ um ein ebenso warmherziges, berührendes Buch, das einem noch lange nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben wird. Mark Watson beginnt mit der Erwähnung vieler Personen, was einem den Einstieg in das Buch ein wenig schwierig macht, aber wer „dran bleibt“,wird ein sehr schönes Buch erleben, das nicht nur gut unterhält, sondern auch sehr nachdenklich macht...   Elf Schicksale, die nicht direkt miteinander verbunden sind und doch miteinander zu tun haben. Ein sympathischer, junger Protagonist, der noch mit Mitte 30 viel über das Leben lernt. Ein Autor, dem es gelingt, mit schöner Sprache und genauer Beobachtung dem Leser das Gefühl zu vermitteln, Xavier sei ein Freund, den man schon länger kennt und den man gern auf seinem weiteren Lebensweg begleiten möchte. Dem man sein Glück gönnt, mit dem man leidet, mit dem man lacht. Ein Buch, das tief geht und sehr beeindruckt !

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  • Mir fehlte die Tiefe...

    Elf Leben
    lemontea

    lemontea

    07. December 2013 um 13:41

    Xavier Ireland ist Radiomoderator in London und gibt Menschen dort Ratschläge. Doch Xavier hat selbst eine Geschichte, die er hinter sich lassen möchte: Er ist vor Jahren nach England gekommen, lebt dort unter einem anderem Namen und moderiert nachts zusammen mit seinem stotternden Kumpel eine Radiosendung. Obwohl Xavier den Menschen im Radio zu helfen versucht, hält er sich privat aus den Problemen anderer Leute aus seinem Umfeld eher raus. Durch das Hinwegsehen über einen Konflikt in seiner näheren Umgebung, bringt er unbewusst einen Stein ins Rollen, der das Leben von elf Menschen verändern wird. Ich weiß nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Normalerweise gefallen mir solche Bücher wirklich gut, da sie Alltagsprobleme thematisieren, die wir alle kennen und uns beschäftigen. Bei diesem Buch fehlte mir aber leider irgendwie der Zugang. Für mich wirkte alles ziemlich oberflächlich und so kam auch nicht unbedingt eine Nähe zu den Figuren auf wie sie ein gutes Buch für mich ausmacht. Ich habe verstanden, wer dafür gesorgt hat, dass Xavier etwas über sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen nachdenkt, aber ich habe nicht verstanden, wieso diese Veränderung dann auch so schnell und plötzlich geschehen ist. Schade. Fazit: Eine sehr schöne Idee, deren Umsetzung mich aber leider nicht wirklich erreichen konnte.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Wanderbuch zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, da mehrfach Interesse an "Elf Leben" als Wanderbuch besteht, möchte ich es gern zur Verfügung stellen. Wer mitlesen möchte, kann sich einfach hier melden. Verschickt wird es dann in der Reihenfolge der Anmeldungen. Bitte aber nicht mehr als 5 Leser & am Ende geht das Buch an mich zurück. Ich würde mich freuen, wenn ihr nach dem Lesen eine Rezension schreiben würdet, denn ich bin da doch sehr neugierig, wie das Buch bei den einzelnen Lesern ankommt :-) Erfragt bei eurem Nachfolger die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist - das hat sich bewährt - und schreibt hier kurz eine Mitteilung, wenn das Buch bei euch eingetroffen und weitergeschickt worden ist. Umsichtiger Umgang mit dem Buch sollte ja sowieso selbstverständlich sein, ich hänge in dem Fall auch sehr daran. Mehr zum Inhalt: Ein Augenblick. Eine unterlassene Tat. Unendliche Konsequenzen Elf Menschen, die sich niemals begegnen werden. Elf Schicksale, die unabänderlich miteinander verknüpft sind. Und ein Mann, dessen Leben aus den Fugen geraten ist. Xavier Ireland ist Mitte dreißig, Turnier-Scrabble-Spieler und ein guter Mensch. Nachts moderiert er eine Radiosendung, in der die Schlaflosen anrufen, um zu reden, ihre Geschichten zu erzählen, anonyme Geschichten aus der Millionenstadt London. Doch was ist mit Xaviers eigener Geschichte? Er ist in Australien aufgewachsen, hatte dort Freunde, seine große Liebe - doch dann ging er fort, änderte seinen Namen, fing noch mal ganz von vorn an. Etwas ist damals passiert, doch Xavier gibt nichts von sich preis - bis er sich unerwartet in Pippa verliebt, seine exzentrische, vor Leben sprudelnde Putzfrau. Sie hat ihre eigene Vergangenheit im Gepäck, und sie bringt Xavier dazu, sich seiner endlich zu stellen. Und während er sich... *** Wie das Wanderbuch funktioniert *** Ihr sagt einfach hier bescheid, wenn ihr gern mitlesen möchtet und ich trage euch in die Liste. Ich schicke es an den ersten los und jeder hat dann zwei Wochen Zeit um es zu lesen und weiterzuschicken. Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar. Na dann mal los und viel Spaß :) PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen: http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/ *** Teilnehmer *** Dani verschickt an: 1. Anendien (fertig) 2. SharonBaker (fertig) 3. Ayanea (fertig) 4. Fake_Illusion (fertig) 5. Linny Zurück an Daniliesing

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    SharonBaker

    SharonBaker

    18. May 2012 um 18:56

    Ich bin begeistert, was für eine Geschichte über elf Menschen, elf Schicksale und Entscheidungen die das Leben beeinflussen, ohne das diese elf Menschen sich je begegnen oder kennen lernen. Unser Hauptcharakter ist Xavier der als Radiomoderator Nachts den Menschen zu hört und ihnen Ratschläge gibt. Privat aber hält er sich aus allen raus und lässt es weiterlaufen ohne sich einzumischen. Bei einen Speeddating lernt er Pippa, die Putzfrau kennen und engagiert sie um seine Wohnung am Samstag zu putzen, denn Pippa kann nur Samstags. Durch sie und ihr Geplapper, das er doch auch Menschen im wahren Leben helfen könnte und was ihn denn abhält, wird Xavier mit seiner Vergangenheit konfrontiert und er denk seit Jahren wieder darüber nach. Neben der Geschichte von Xavier, die auch mit einer Schlägerei am Anfang beginnt bei der er nicht eingreift, erleben wir wie die Personen darauf reagieren, der Mutter des verprügelten Jungen, die aus Frust einen schlechten Artikel schreibt, der Frust des Restaurantleiters der darauf den Tellerwäscherjungen kündigt und und und. Ich möchte gar nicht zuviel verraten, es lohnt sich, diesen tollen Buch seine Aufmerksamkeit zu schenken und man wird zum Schluss darüber nachdenken, was Chancen in Leben bedeuten. Die Sprache ist leicht und locker zu lesen und die Figuren echt originell. Pippa ist eine tolle Persönlichkeit die unseren Xavier wieder ins Leben zurück holt, aber ob das reicht, einfach lesen.

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    Papillion

    Papillion

    10. May 2012 um 10:15

    Das Buch ist ein schönes und gleichzeitig trauriges Buch zum Nachdenken und verdeutlicht, wie wir andere Menschen beeinflussen. In diesem Buch wird durch eine Aktion vom Hauptprotagonisten Xavier, das Leben von 11 Menschen beeinflusst. Eine einzige Kausalkette! Das Buch ist wirklich super, einen Stern Abzug gibt es allerdings für das offene und traurige Ende. Auf Englisch ist das Buch sehr zu empfehlen, da es sehr verständlich geschrieben ist und Pippa bestimmt doppelt so lustig in Originalsprache ist ;)

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    Anin

    Anin

    10. January 2012 um 11:06

    Xavier moderiert mit seinem Kumpel Murray in der gemeinsamen Radiosendung und diskutiert mit den schlaflosen Hörern über deren Sorgen. Seine Ratschläge und Anregungen sind gern gehört, doch was die Hörer nicht wissen, ist das Xavier selber von einem Schicksalsschlag in der Vergangenheit gezeichnet ist. Er tut alles um diese Erinnerungen zu verdrängen. Ausserhalb der Radiosendung ist Xavier alles andere als hilfsbereit und lebt eher zurück gezogen. Er interessiert sich nicht für sein Umfeld. So überhört er die merkwürdigen Geräusche der Nachbarin über ihm, die immer wieder auftauchen, wenn ihr Freund zu Besuch ist. Auch als ein Junge auf offener Strasse von Jugendlichen bedrängt und geschlagen wird, interveniert er nur kurz, lässt dann aber den Dingen seinen Lauf. Was Xavier nicht weiss ist, wie dieses Wegsehen gleich das Leben elf Menschen negativ beeinflussen wird. Als er dann auch noch seiner Putzfrau näher kommt als gedacht, wird Xavier mehr und mehr gezwungen sich mit den Geistern der Vergangenheit auseinander zu setzten und hinzusehen, was um ihn herum alles geschieht. Mark Watson gelingt es in „Elf Leben“ beachtlich gut den Lauf des Schicksals zu beschreiben. Er erzählt, was für Auswirkungen ein verpasster Moment im Leben haben kann und wie zerbrechlich das Glück ist. „Elf Leben“ ist eine Geschichte, die man nicht mehr so schnell vergisst. Sie kann Menschen zu mehr Achtsamkeit für die kleinen, fast unbemerkten Dinge einladen. Sie kann aber auch bewusst machen, wie schnell man falsche Entscheidungen trifft, die ein ganzes Leben ins Wanken bringen können. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    elane_eodain

    elane_eodain

    05. December 2011 um 12:50

    Der Schmetterling oder doch der Reissack ... alles hängt zusammen, Verhalten beeinflusst Verhalten, Aktion und Reaktion ... - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - INHALT: Sofort ist der Leser mittendrin im Alltag von Xavier Ireland, wird mit seinem Leben und seinen Gedanken konfrontiert, begleitet ihn unter die Dusche, auf die Arbeit und zum Scrabble-Tunier - und dennoch ist er schwer einschätzbar und man merkt schnell, dass in seiner Vergangenheit etwas vorgefallen sein muss, das er verdrängen und aus seinem „neuen“ Leben in London verbannen will. Aber Xavier Ireland ist nicht die einzige Person, die dem Leser vorgestellt wird. Da sind beispielsweise noch die Putzfrau Pippa vom Speed-Dating, die überforderte Nachbarin mit Kind, der übergewichtige Julius und die Restaurantkritikerin mit ihre ganz eigenen Problemen ... Xavier Ireland möchte sich in keines der Leben der anderen einmischen und beeinflusst sie dennoch genau durch dieses Verhalten. Bis er das begreift, dauert es aber und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf … EINDRÜCKE: Der Schreibstil ist einfach gehalten und vielleicht habe ich aus diesem Grund ein wenig gebraucht bis ich in der Erzählung "drin" war, denn es war ein wenig zu leicht, zu locker, zu belanglos als dass es mich hätte mitreißen können. Gut gefallen haben mir jedoch die Sprünge zwischen den Personen, die eigentlich gar keine "Sprünge", sondern sehr fließende Übergänge waren, die sich wie ein Film im Kopf abgespielt haben. Die Momentaufnahmen der Personen waren teilweise interessant, die Folgen auf Ereignisse, die im Laufe des Buches "Elf Leben“ erreichen, waren gut nach zu verfolgen. Allerdings hatte ich mir davon mehr erwartet, vor allem mehr Nähe zu den Personen. Vielleicht liegt es – wie bereits erwähnt – am belanglosen Sprachstil, dass es mich nur wenig berührt hat, obwohl einiges passiert, was einem Nahe gehen müsste. Das finde ich sehr schade. FAZIT: Es war nett die verschiedenen Personen kennenzulernen, sie ein kleines Stück durch ihr Leben zu begleiten und die Zusammenhänge zu finden – mehr aber leider nicht.

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    hundertwasser

    hundertwasser

    18. November 2011 um 10:39

    Lebenslinien Elf Menschen, elf Schicksale und elf Handlungsfäden, die sich immer mal wieder gegenseitig beeinflussen und Auswirkungen auf das komplette Geschehen im Buch haben - das ist "Elf Leben" von Mark Watson, einem englischen Radio-Moderator und Stand-Up-Comedian. Den beruflichen Hintergrund merkt man dieser Erzählung immer mal wieder an und an hat manchmal das Gefühl, dass der Autor einige Szenen in seinem Roman am eigenen Leib erfahren haben muss ... Der Radiomoderator Xaxier schlägt sich als Nachteule und Scrabble-Fan durch das Londoner Nachtleben und schenkt den Sorgen und Nöten seiner Hörer zusammen mit seinem Ko-DJ Murray ein Ohr. Gequält von den Geschehnissen aus seiner eigenen Vergangenheit und den Problemen seiner Hörer lebt er so vor sich hin, bis er beim Speeddating auf die Putzfrau Pippa trifft, die er vom Fleck weg zum Putzen seiner Stadtwohnung engagiert. Diese wirbelt alsbald nicht nur durch Xaviers Wohnung, sondern bringt sein Leben und seine Gefühle wieder auf Vordermann. Neben Xavier, dessen Schicksal den Hauptstrang der 270 Seiten starken Erzählung bildet, entwirft Watson nach dem Vorbild der fallenden Dominosteine eie Ereigniskette, die hier an dieser Stelle nicht genauer verraten werden soll, und die auch immer wieder Einfluss auf das Schicksal der elf Personen nehmen soll. Obwohl "Elf Leben" wahrlich kein dickes Buch ist, gelingt es Watson, einen mitreißende, kluge, dramatische und humorvolle Geschichte zu erzählen, die trotz des konstruierten Grundgerüstes hochrealistisch ist und so tagtäglich irgendwo auf der Welt stattfinden könnte. Zwar mag mancher Leser einige Anleihen zu David Nicholls' "Zwei an einem Tag" entdecken, aber "Elf Leben" kann auf ganzer Strecke überzeugen und dürfte damit auch allen, die mit Emma und Dexter mitfieberten, einige schöne Lesestunden bescheren!

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    nasa

    nasa

    27. October 2011 um 14:19

    in dem buch elf leben von mark watson geht es um xavier ireland der eigentlich chris cotswold heißt und aus australien nach london kam um seine vergangenheit zu vergessen. und um 11 weitere personen die zwar nicht direkt was mit xavier zu tun haben aber die aber trotzdem irgendwie miteinader verwoben sind. xavier ist ein radiosprecher der mit murray eine late - night show moderiert wo viele nachtschwärmer anrufen und ihnen ihr leid klagen. die probleme seiner hörer lässt xavier seine eigene vergangenheit vergessen. er hat australien, seine verwandten und seine freunde nach einem dramatischen erlebnis verlassen. doch seine vergangenheit lässt ihn nicht lange in ruhe. lange hat es für xavier geklappt nichts an sich ranzulassen und nichts von sich preiszugeben bis die quirlige pippa in sein leben reinschneit. pippa stellt nicht nur xaviers wohnung auf den kopf sondern auch sein leben. ihr gelingt es das xavier sich so langsam öffnet. mark watson ein einen tollen schreibstil und er hat es geschafft das mich dieses buch nachhaltig beeindruckt hat. nach dem auslesen des buches war ich richtig traurig das es schon zu ende war.

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    steffchen3010

    steffchen3010

    10. September 2011 um 23:28

    ~°..Story..°~ Chris Cotswolds Leben schien perfekt. Perfekt bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein tragisches Ereignis sein und das Leben seiner Freunde von Grund auf verändern soll. Nach monatelangem Taumeln sieht der unglückliche Chris sich zu dem radikalen, aber scheinbar unumgänglichen Schritt gezwungen, seine Zelte in Melbourne abzubrechen, um in London ein neues Leben zu beginnen. Ein Leben mit einer völlig neuen Identität: das Singleleben des Xavier Irelands, Turnier-Scrabble-Spieler und nächtlicher Radiomoderator. Während er sich auf Sendung all den unglücklichen und nachtaktiven Menschen Londons annimmt um ihnen mit Rat und Tat Beiseide zu stehen, bemerkt er gar nicht, wie sein eigenes Leben immer mehr aus den Fugen gerät. Seine Vergangenheit, die er über die letzten Jahre geschickt zu verdrängen wusste, beginnt langsam aber sicher wieder zum Vorschein zu kommen. Als die Putzfrau Pippa in sein Leben tritt, holt sie ihn so plötzlich und unerwartet ein, dass es den beiden Menschen sehr schwer gemacht wird, sich einander zu nähern. Für Xavier präsentiert sich diese Begegnung jedoch wie eine Einladung zum Leben. Er muss sie nur noch annehmen... ~°..Meine Meinung..°~ Mark Watson hat mit seinem Erstlingswerk "Elf Leben" das geschafft, was vielen anderen Autoren verwehrt bleibt. Er schrieb eine autentische Geschichte, so lebensecht und natürlich wie sie das Leben schreibt. Anhand dem Leben von elf Personen, die eigentlich nur indirekt miteinander zu tun haben, zeigt Watson, wie unser aller Leben scheinbar Teil eines einzigen großen Beziehungsgeflechts ist. Die Dinge, die sich im Verlauf unseres Lebens ereignen, haben oft vielmehr Auswirkung auf das Leben anderer, als wir es für möglich erachten. Ein jedes Handeln bringt genau wie jedes Unterlassen die Dinge unbemerkt ins Rollen, schubst sie ihn andere Bahnen, beeinflusst sie in ihrer Entwicklung. So wird auch Xavier, die Hauptfigur in "Elf Leben" Zeuge von einer Schlägerei, in die er, egal ob aus Befangen- oder Gleichgültigkeit, nicht einschreitet. Eine unterlassene Hilfeleistung, die nicht nur das Leben des verprügelten Jungen sondern auch das Leben seiner Mutter und vielen weiteren Menschen beeinflusst. Er setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die sich auf das Leben der Beteiligten nicht immer nur zum Positiven auswirkt. Ganz im Gegenteil. Xavier, auf dem Watsons Konzentration ruht, schließt man durch seine traurige Vergangenheit, die sich erst im Verlauf der Geschichte in seiner ganzen Tragik offenbart, schnell ins Herz. Seine unordentliche, teils transuselige Art lässt ihn sympathisch und lebensecht wirken. Man verspürt Mitgefühl für seine Situation und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich das Blatt für ihn endlich zum Guten wendet. Als er der temperamentvollen Pippa begegnet, gelangt sein Leben an einen Wendepunkt. Er wird dabei nicht nur unweigerlich mit seiner Vergangenheit konfrontiert sondern muss sich auch seinen wachsenden Gefühlen ihr gegenüber und den inneren Ängsten vor dem eigentlichen LEBEN stellen. Watson ist eine wunderbare Lebensgeschichte gelungen. Trotz der vielen Figuren, die in der Geschichte verwoben waren, fiel es mir nicht schwer, sie anhand von bestimmten Dingen zuzuordnen und daher dem Verlauf folgen zu können. Die Liebesgeschichte zwischen Pippa und Xavier fand ich im Ganzen gesehen allerdings etwas oberflächlich, fast schon langweilig dargestellt. Ich für meinen Teil, wäre über ein bisschen mehr Gefühl und Vitalität glücklich gewesen. Die Gestaltung des Covers bzw. Buchumschlages finde ich zudem alles andere als passend. Sie wirkt auf mich etwas billig und tut damit dem Inhalt meines Erachtens einfach nur Unrecht. Ich könnte mir vorstellen, dass einige aus rein visuellen Gründen nicht zu diesem Buch greifen werden. Schade, denn Watsons Geschichte sollte man wirklich gelesen haben. Ich gebe ihr daher 4 von 5 lebensbejahenden Sternen!

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  • Rezension zu "Elf Leben" von Mark Watson

    Elf Leben
    Sarlascht

    Sarlascht

    29. August 2011 um 09:00

    Xavier Ireland ist ein erfolgreicher Radiomoderator in London. Zu einer Zeit, wo nur noch die Einsamen, Verzweifelten und Suchenden wach sind, moderiert er seine Sendung, in der er versucht, Menschen Ratschläge zu geben, die ihr Leben verbessern. Was niemand seiner Zuhörer allerdings ahnt, sein eigenes Leben verbringt er abgeschieden von der Menschheit, mit dem Willen, sich aus allen rauszuhalten. Sein Leben außerhalb des Radios besteht darin, irgendwie mit seinen Gedanken und Gefühlen zu überleben, wenn diese wieder seinen Kopf sprengen. Das Geheimnis in seinen Herzen, weshalb er nicht mehr Chris ist und Australien der Vergangenheit angehört, nimmt jeden seiner Lebensmomente gefangen. Kann man sich aus einer Schuld befreien, wenn man es einfach nicht schafft, sich selbst zu verzeihen? Elf Leben – Elf Personen – Elf Schicksale und die Tatsache, dass die noch so kleinste Handlung, mehr Auswirkungen auf die Welt hat als man glaubt. . Geschichten in Geschichten lese ich eigentlich sehr gerne, weil sie einen zeigen, wie unser aller Leben, doch irgendwie zusammenhängen. So war es auch bei Elf Leben, es waren mal größere, mal kleinere Handlungen, die die Menschen zusammengebracht haben, ihr denken verändert haben. Allerdings hat die Geschichte eines nicht geschafft, mich nämlich zu fesseln. Sicherlich, sie war gut konstruiert, durchaus auch spannend, aber manchmal habe ich das Buch trotzdem weggelegt, weil eines nicht das Verlangen da war, das Geheimnis von Xavier sofort zu entdecken. . Die Personen waren alle zusammen interessante Persönlichkeiten, allerdings finde ich es schade, dass sie alle zu kurz kommen. Der Hauptprotagonist ist Xavier, eventuell auch noch Pippa, alle anderen lernt man nie richtig kennen. Bleiben Schattengebilde, wobei es sicherlich mehr über sie zu erzählen hätte geben, spannende Sachen. . Was den Roman, in meinen Augen, etwas rettet, ist der wunderbare Schreibstil. Es hat mich ein bisschen an den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erinnert. Zum Beispiel: Vielleicht hätte sie noch fünfzehn Jahre so weitergemacht und den Job gehasst, vielleicht hätte sie morgen sowieso alles hingeworfen, aber jetzt ist der Moment – weil Roger sich über ihren Gang zur Toilette geärgert hat, weil er verstimmt war wegen einer SMS, versehentlich an ihn geschickt wegen eines ungewohnten Handys, das im Einsatz war, weil ein anderes Handy gestohlen wurden, weil ein Junge im Restaurant gefeuert wurde infolge eines Wutanfalles, hervorgerufen durch eine schlechte Zeitungskritik, die angeheizt wurde vom Zorn über eine Prügelei, die Xavier an jenem kalten Tag vor ein paar Wochen nicht verhindern konnte. (Seite 141/142 ) . Das Ende des Buches war gut überlegt und eine kleine Überraschung, besonders, weil kein Abschluss erfolgt, alles der Leser selbst entscheiden muss, was geschieht. . Fazit: Eine grundsolide Geschichte, mit geringer Fesselungskraft, jedoch einen außergewöhnlichen Schreibstil.

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