Die Fortsetzung ist Mark Winegardner gut gelungen. Man merkt natürlich das er nicht ganz auf dem Level ist wie Mario Puzo. Mir ist besonders aufgefallen das er hofftmals von einem/r Thema/Szene zur anderen springt.
Trotzdem würde ich es jedem Fan der Serie empfehlen, obwohl man, wie schon gesagt, nicht zu viel erwarten sollte.
Mark Winegardner
Alle Bücher von Mark Winegardner
Der Pate kehrt zurück
Neue Rezensionen zu Mark Winegardner
Die Fortsetzung von Mario Puzzos Patem. War das wirklich nötig?
Man muss Herrn Winegardner zugute halten, dass er auch nicht schlechter schreibt, als das Original... Allerdings auch keinen Deut besser!
Ich bin ein großer Fan von Francis Ford Coppolas Trilogie über die Familie Corleone. Doch schon als ich die literarische Vorlage gelesen hab, fand ich, dass Coppola gut daran tat, die Szenen wegzulassen, die er weggelassen hat und das Puzzo nicht schreiben kann und mir oftmals viel zu vulgär ist.
Und nun die Fortsetzung. Anfangs bin ich noch recht angetan von den schier unzähligen Erzählsträngen. Denke, toll, wie er erzählerisch das "die Strippen ziehen" exemplifiziert. Doch nach wenigen Seiten, wird mir klar, dass Winegardner, ein schrecklicher Autor ist, seine Sprache teilweise Bildzeitungsniveau hat, seine Metaphern zu dick aufgetragen sind, seine Dialoge platt sind, seine Sprache auch so vulgär, wie die Puzzos, und, und, und, und, und ... und er einfach ein Buch geschrieben hat, mit dem er und Puzzos Erben mal so richtig schön viel Kohle mit Coppolas Erfolg machen können. Nun es sei ihm gegönnt, aber die "Grandezza" der Mafia, das Märchenhafte an Coppolas Filmen, das einen ins moralische Dilemma stürzt, das bleibt auf der Strecke !
Soviel schon mal vorab: Ich habe es nicht geschafft, dieses Buch zu Ende zu lesen, und glaube auch nicht, dass ich es noch tun werde. Meine Zeit ist mir dafür einfach zu kostbar. Vielleicht war auch für einen Kenner der meisten Puzo-Bücher und insbesondere der Pate-Romane meine Erwartungshaltung zu hoch. Winegardner ist zwar sichtlich bemüht, die von ihm geschilderte Handlung widerspruchsfrei in die des "Paten" einzugliedern, aber dies geschieht äußerst monoton und ohne erzähltechnisch zu fesseln. Zumindest kann man dies von den ersten 150 Seiten sagen, und vielleicht steigert sich Winegardner im weiteren Verlauf seiner Erzählung ja noch. Wem "Der Pate" aber so etwas wie ein kleines Heiligtum bedeutet, dem würde ich, um keine herbe Enttäuschung erleben zu müssen, dieses Buch nicht empfehlen.



