Mark Z. Danielewski

 3.9 Sterne bei 194 Bewertungen
Autor von Das Haus, House of Leaves und weiteren Büchern.

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Das Haus

Das Haus

 (138)
Erschienen am 19.10.2009
Only Revolutions

Only Revolutions

 (14)
Erschienen am 14.07.2014
Das Fünfzig Jahre Schwert

Das Fünfzig Jahre Schwert

 (5)
Erschienen am 23.09.2013
Das Fünfzig-Jahr-Schwert

Das Fünfzig-Jahr-Schwert

 (2)
Erschienen am 10.07.2017
Das Haus

Das Haus

 (3)
Erschienen am 15.10.2010
House of Leaves

House of Leaves

 (24)
Erschienen am 06.07.2000
The Whalestoe Letters

The Whalestoe Letters

 (3)
Erschienen am 01.10.2000

Neue Rezensionen zu Mark Z. Danielewski

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Zirbis avatar

Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

Ich komm nicht klar...
Zirbivor 2 Monaten

Oh Mann, das Buch interessiert mich und es liegt eeewig schon im Regal. Immer wieder fang ich an darin zu lesen und steige wieder aus. Irgendwie bin ich super neugierig, aber ich bekomme keinen Zugang. Mir fehlt das "reinkommen"in die Story und so schaff ich es nicht durchzuhalten. Schade, weil ich so echte nicht viel dazu sagen kann. Aber vielleicht ist es einfach "nicht meins" ?! 

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GOOMPIs avatar

Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

Ein erzählerischer und typographischer Dendritensturm
GOOMPIvor einem Jahr

Aus dem Amerikanischen von Christa Schuenke (Orig.: House of Leaves)

1. Aufl. 2007, 797 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, bedruckte Vorsätze, zweifarbiger Druck, Lesebändchen, 11 Abbildungen

ISBN: 978-3-608-93777-0


Warum verschiedene Bücher aus unterschiedlichen Genres lesen, wenn man auch eine Armada von Gattungen in einem Buch zur Verfügung hat? Wer sich schon immer einem erzählerischen Dendritensturm oder Axongewitter hingeben wollte, der versuche es mit dem Metaroman »Das Haus« von Mark Z. Danielewski.


Pulitzer-Preis-Träger Will Navidson bezieht, mit dessen Frau Karen und seinen zwei Kinder, sein neues Haus in Virginia. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Haus ein dubioses Eigenleben zu entwickeln. Es manifestieren sich Räume wo vorher keine waren, die in dichtestem Schwarz getaucht, kalt und vollkommen frei von Licht sind. Fasziniert (und doch voller Angst) beginnt Navidson das geschehen im Haus zu filmen. Ein Labyrinth aus weiteren Räumen tut sich auf, dessen Geheimnisse Navidson versucht mit seiner Filmtechnik zu ergründen. Sein handeln droht dabei das Familiengefüge auseinanderzubrechen.

Der Film (Navidson-Record), welcher aus den Aufnahmen Navidsons hervorging, ist nicht mehr auffindbar. Jedoch hat ein gewisser Zampano, der unter mysteriösen Gegebenheiten den Tod fand, den Film zu Papier gebracht. Das lose Manuskript bekommt Johnny Truant (ein suchtanfälliger Tattoowier-Lehrling) in die Hände und fängt an das wüste Material zu einem Buch zu formen. Dabei schildert er (i.d.R. in komplexen Fußnoten) sein eigenes verkorkstes Leben und, vor allem, was der Navidson-Record mit ihm und seiner Umgebung macht.


Ein erstes durchblättern des Buches zeigt schon die eigentliche Besonderheit des Romans. Die kurios umgesetzte Typographie suggeriert dem Leser eine nicht gerade angenehme Lektüre und doch will man wissen, was der tiefere Sinn dahinter ist. Insgesamt ist das Buch aufgebaut wie ein Sachbuch, mit seinen überbordenden Fuß- und Endnoten, sowie Bildmaterial im Anhang. Es ist irgendwie etwas ganz anderes, bleibt aber dennoch ein Roman, jedoch einer der sich auf mehreren Ebenen abspielt. So erzählt der Haupttext (Schriftart Times) die Geschichte von Will Navidson (bzw. gibt das Geschehen seines Films Navidson-Record wider) und in den Fußnoten offeriert Zampano seine Gedanken. Johnny Truant erzählt seine Geschichte fast ausschließlich in den Fußnoten und wurde in der (auf Dauer mühselig lesbaren Schrift) Courier gesetzt.

Mit den typografischen Besonderheiten trägt Danielewski narrative Gegebenheiten nach außen und führt den Leser in die Gefühlswelt der Protagonisten, dabei ist sie eng mit dem Geschehen verwoben, abgestimmt auf jedes Kapitel. Wenn z.B. stellen des Manuskripts (welche Truant versucht in Form zu bringen) durch Feuer zerstört wurden, werden diese im Text geschwärzt. Die unendlichen Weiten der Räume im Haus, werden gern mit viel Weißraum abgebildet, wenn jemand fällt, »fällt« auch die Schrift. Und noch viele andere typografische Kniffe erwarten den Leser, der bei der Lektüre verblüfft sein wird und trotz (oder gerade wegen) der Unterbrechungen im Lesefluss das Buch nicht weglegen will.

Während der Lektüre musste ich häufig an Parallelen zu Büchern von David Foster Wallace und Ulysses von Joyce denken. Zum einen, weil eben die Typografie, die Kapitel außertextlich an Inhalt dazu gewinnen, bzw. durch gezielte Abstimmung erweitert/angepasst werden. Zum anderen, weil Danielewski gern sprachliche Stilmittel und Techniken einsetzt, welche auch ein Markenzeichen von D. F. Wallace sind. So findet sich hier stellenweise eine bustrophedonale Schreibweise oder Hapax Legomena (z.B. Zelebrat und grittig), die gern genutzt werden um den Lesefluss zu unterbrechen oder dem Leser zum innehalten oder nachdenken zu bringen. Wie die Strukturen im Haus, so ist auch manches Kapitel wie ein Labyrinth aufgebaut. Von einer Fußnote wird man zu einer anderen Fußnote geführt, welche wiederum zu einer Fußnote auf einer anderen Seite führt, diese dann auf das Material im Anhang verweist, von dort gelangt man wieder zu einer Fußnote und dann ins Nichts oder wieder zur Ausgangsfußnote, sozusagen wie bei einem syntaktischen Möbiusband (Wallace lässt grüßen).

Von vorn bis hinten ist das Buch, wie auch das Haus, mit unvorhersehbaren Eigenschaften konstruiert. Man muss aufmerksam lesen, subtil versteckt Danielewski Fragmente die auf kommende Momente hindeuten oder geschehenes erweitern/aufschlüsseln. Der Roman ist also gespickt mit Codes und Rätseln, die schon mit dem bedruckten Vorsatzpapier beginnen. Um den Roman vollends zu verstehen, muss man diese Rätsel lösen, was mir aufgrund der Komplexität nicht gelungen ist. Aber so bleibt das Buch auf jeden Fall auch nach der Lektüre im Gedächtnis und hin und wieder wird man sich bestimmte Seiten nochmals ansehen. Da wäre z.B. die Seite 666 zu nennen, die in einer mir unbekannten, undefinierbaren Sprache geschrieben wurde (»Was das wohl zu bedeuten hat?«, frage ich mich nicht ganz ohne Ironie).

Wenn man die Muße aufbringt und sich ganz auf das Werk einlässt, wird man wirklich Spaß damit haben und zudem seinen Horizont erweitern, denn Wissen steckt nicht zu knapp zwischen den Buchdeckeln. Als kleines Manko kann man einige Passagen von Zampanos Texten sehen. Teilweise erscheinen diese etwas langatmig und es ist nicht ersichtlich, inwiefern seine Abhandlungen zum großen Rest passen. Für meinen Geschmack wird auch das Wörtchen »indes« zu häufig benutzt, was etwas nervig ist, aber nichts an der eindrucksvollen Qualität des Romans ändert, zumal es sich um Danielewskis Debut handelt.


Ich finde, eine Rezension allein kann das Wesen eines Buches nicht genau beurteilen. Gerade auf der Ebene von Gefühlen und Emotionen ist Musik ein besseres Vehikel. Es schwirrte mir während der Lektüre meist »So It Goes« und »Trasiemo« von Greg Haines durch den Kopf. »So It Goes« steigert sich, wie auch der Plot des Romans, zu einem einnehmenden, beengendem Crescendo, um einen dann in seichter Stille zu entlassen. Es lauert etwas im Dunkel, doch ist man dennoch fasziniert und nicht verschreckt. Außerdem bieten »Ship Is Flooding« von Clark und »Let The Silence Float« von Deru die düsteren Flächen, wie sie die Räume des Hauses zeichnen.

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Rezension zu "Das Fünfzig-Jahr-Schwert" von Mark Z. Danielewski

Mark Z. Danielewski | DAS FÜNFZIG-JAHR-SCHWERT
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

INHALT: Chintana, frisch geschieden und voller Gram über ihren tumben Mann und seine verfluchte Geliebte Belinda, nimmt eine Einladung zur Halloween-Feier eines Bekannten an. Sie war schon lange nicht mehr unter Leuten, und auf den Rat ihrer Schwester, sich nicht hängen zu lassen, sieht sie die Feier als Schritt in die richtige Richtung an. Doch kaum angekommen, läuft ihr als erste Belinda Kite über den Weg, dieses Flittchen.

Rettende Ablenkung holt sich Chintana bei einer Sozialarbeiterin, die mit fünf Weisenkindern ebenfalls auf der Party ist. Die Kinder lauschen voller Spannung einem rätselhaften ErZähler mit einem länglichen Koffer. Er berichtet von seiner Reise durch surreale Orte zu einem armlosen Mann, der Schwerter herstellt, Zauberschwerter mit mysteriösen Eigenschaften. (Achtung: SPOILER!) Er hat in seinem Koffer sogar eines mitgebracht, das Fünfzig-Jahr-Schwert, dessen Klinge man nicht sehen kann und dessen Wunden tödlich sind, jedoch erst am fünfzigsten Geburtstag des Opfers. Er präsentiert den Kindern den Griff des Schwertes, behutsam und voller Respekt, doch Belinda, beschwipst und übermütig, schnappt ihn sich und richtet ein Blutbad an – aber erst in der Zukunft…

FORM: Mark Z. Danielewski (*1966) ist bekannt für seine aufwendig gestalteten Schauerromane. Gleich sein Erstling DAS HAUS – HOUSE OF LEAVES, ein 800-Seiten-Wälzer voller Rätsel, Irrwege und Metaebenen, war ein weltweiter Erfolg. Zurzeit arbeitet er an seinem Opus magnum THE FAMILIAR, eine auf siebenundzwanzig Bände angelegte Momentaufnahme eines einzigen Tages – ULYSSES lässt lieb grüßen –, in der der Text in die Illustrationen integriert ist, die Illustrationen aus Text bestehen. Welcher Verlag auch immer (wenn überhaupt) sich um die Übersetzung dieses Projekts bemühen wird – ich ziehe jetzt schon den Hut.

Auch DAS FÜNFZIG-JAHR-SCHWERT macht in der Reihe der Danielewski-Kunstwerke keine Ausnahme. Erzählt wird die Geschichte um die Vorkommnisse auf der Halloweenfeier von den Weisenkindern. Sie wechseln sich Satz für Satz, manchmal auch Wort für Wort beim Reden ab, und wir Leser erkennen sie nur an den Anführungszeichen, die je nach Kind die Farbe wechseln. (Hier ist ein scharfer Blick und gutes Leselicht gefragt, sonst sind die roten Gänsefüßchen kaum von den braunen oder orangen zu unterscheiden.) Größtes Augenmerk gilt aber der Gestaltung: Es sind komplizierte Näh- und Stickarbeiten, die den Text begleiten, mit ihm spielen, ihn unterstützen und auch als eigenständige Erzählebene fungieren – ein Riesenaufwand.

Sprachlich folgt Danielewski den klassischen Vertretern amerikanischer Ghost-Stories, wie etwa Washington Irving (THE LEGEND OF SLEEPY HOLLOW). Ein Tonfall, der gar nicht so recht in die heutige Zeit passen will, in der die Geschichte spielt – was alles nur noch unheimlicher macht. Danielewski die Satzbausteine vertauscht, um zu erzeugen mehr Spannung.

FAZIT: Zunächst brauchte ich ein paar Seiten, um mich mit der eigenwilligen Erzählform bekannt zu machen. Nach dieser Phase der Eingewöhnung aber rutschte ich ungebremst durch die Geschichte des ErZählers – immer mit großem Z, wer mark das wohl sein? –, so dass ich nach der letzten Seite sicher war, ein kleines Meisterwerk erlebt zu haben. Die Story als bloßer Text wäre in einer Sammlung vielleicht kaum aufgefallen, in Verknüpfung mit den Näharbeiten aber kann und will ich nicht weniger als fünf Sterne vergeben. Großartig!

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich auf Euren Besuch ***

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Mark Z. Danielewski wurde am 04. März 1966 in Vereinigte Staaten von Amerika geboren.

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