Mark Z. Danielewski Das Haus

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Inhaltsangabe zu „Das Haus“ von Mark Z. Danielewski

Das Kultbuch über ein Haus, das stärker ist als du

Als der Erfolgsschriftsteller Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, was für ein Alptraum ihm bevorsteht. Er bemerkt eines Tages, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet. Bei einer ersten Erkundung dieser Räume kommt er mit dem Schrecken davon und findet gerade noch den Rückweg. Doch das Haus beginnt ein immer monströser werdendes Eigenleben zu führen. Und immer mehr der herbeigerufenen Spezialisten und Helfer fallen den unheimlichen Räumen zum Opfer …

Viele gute Ideen, leider zu viele! Das Buch kam mir überladen vor.

— Franco1809

Ein außergewöhliches Werk - leider konnte es mich nicht überzeugen, da es viel zu überladen ist. Sehr Schade!

— -nicole-

Subtil unheimlich mit ausgereiften Charakteren und nachhaltiger Wirkung. Immer wieder gut lesbar!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Das Einzige, was mich an diesem Buch gepackt hat, ist die Langeweile.

— Contresse

Ein beeindruckendes Werk.

— Miyu

Bizarr!

— NiWa

Sperrig, unzugänglich, beklemmend, düster, depressiv. Das Haus ist eine Aufgabe und keine einfache Lektüre. Durchkämpfen lohnt. Überragend!

— Wortwanderin

"Lasciate ogni speranza voi che entrate..." Gruseliger Lesespaß voller Labyrinthe, Codes, Puzzles und typographischer Schmankerl. Großartig!

— MiseEnAbyme

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  • Ein erzählerischer und typographischer Dendritensturm

    Das Haus

    GOOMPI

    07. December 2017 um 17:30

    Aus dem Amerikanischen von Christa Schuenke (Orig.: House of Leaves) 1. Aufl. 2007, 797 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, bedruckte Vorsätze, zweifarbiger Druck, Lesebändchen, 11 Abbildungen ISBN: 978-3-608-93777-0 Warum verschiedene Bücher aus unterschiedlichen Genres lesen, wenn man auch eine Armada von Gattungen in einem Buch zur Verfügung hat? Wer sich schon immer einem erzählerischen Dendritensturm oder Axongewitter hingeben wollte, der versuche es mit dem Metaroman »Das Haus« von Mark Z. Danielewski. Pulitzer-Preis-Träger Will Navidson bezieht, mit dessen Frau Karen und seinen zwei Kinder, sein neues Haus in Virginia. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Haus ein dubioses Eigenleben zu entwickeln. Es manifestieren sich Räume wo vorher keine waren, die in dichtestem Schwarz getaucht, kalt und vollkommen frei von Licht sind. Fasziniert (und doch voller Angst) beginnt Navidson das geschehen im Haus zu filmen. Ein Labyrinth aus weiteren Räumen tut sich auf, dessen Geheimnisse Navidson versucht mit seiner Filmtechnik zu ergründen. Sein handeln droht dabei das Familiengefüge auseinanderzubrechen. Der Film (Navidson-Record), welcher aus den Aufnahmen Navidsons hervorging, ist nicht mehr auffindbar. Jedoch hat ein gewisser Zampano, der unter mysteriösen Gegebenheiten den Tod fand, den Film zu Papier gebracht. Das lose Manuskript bekommt Johnny Truant (ein suchtanfälliger Tattoowier-Lehrling) in die Hände und fängt an das wüste Material zu einem Buch zu formen. Dabei schildert er (i.d.R. in komplexen Fußnoten) sein eigenes verkorkstes Leben und, vor allem, was der Navidson-Record mit ihm und seiner Umgebung macht. Ein erstes durchblättern des Buches zeigt schon die eigentliche Besonderheit des Romans. Die kurios umgesetzte Typographie suggeriert dem Leser eine nicht gerade angenehme Lektüre und doch will man wissen, was der tiefere Sinn dahinter ist. Insgesamt ist das Buch aufgebaut wie ein Sachbuch, mit seinen überbordenden Fuß- und Endnoten, sowie Bildmaterial im Anhang. Es ist irgendwie etwas ganz anderes, bleibt aber dennoch ein Roman, jedoch einer der sich auf mehreren Ebenen abspielt. So erzählt der Haupttext (Schriftart Times) die Geschichte von Will Navidson (bzw. gibt das Geschehen seines Films Navidson-Record wider) und in den Fußnoten offeriert Zampano seine Gedanken. Johnny Truant erzählt seine Geschichte fast ausschließlich in den Fußnoten und wurde in der (auf Dauer mühselig lesbaren Schrift) Courier gesetzt. Mit den typografischen Besonderheiten trägt Danielewski narrative Gegebenheiten nach außen und führt den Leser in die Gefühlswelt der Protagonisten, dabei ist sie eng mit dem Geschehen verwoben, abgestimmt auf jedes Kapitel. Wenn z.B. stellen des Manuskripts (welche Truant versucht in Form zu bringen) durch Feuer zerstört wurden, werden diese im Text geschwärzt. Die unendlichen Weiten der Räume im Haus, werden gern mit viel Weißraum abgebildet, wenn jemand fällt, »fällt« auch die Schrift. Und noch viele andere typografische Kniffe erwarten den Leser, der bei der Lektüre verblüfft sein wird und trotz (oder gerade wegen) der Unterbrechungen im Lesefluss das Buch nicht weglegen will. Während der Lektüre musste ich häufig an Parallelen zu Büchern von David Foster Wallace und Ulysses von Joyce denken. Zum einen, weil eben die Typografie, die Kapitel außertextlich an Inhalt dazu gewinnen, bzw. durch gezielte Abstimmung erweitert/angepasst werden. Zum anderen, weil Danielewski gern sprachliche Stilmittel und Techniken einsetzt, welche auch ein Markenzeichen von D. F. Wallace sind. So findet sich hier stellenweise eine bustrophedonale Schreibweise oder Hapax Legomena (z.B. Zelebrat und grittig), die gern genutzt werden um den Lesefluss zu unterbrechen oder dem Leser zum innehalten oder nachdenken zu bringen. Wie die Strukturen im Haus, so ist auch manches Kapitel wie ein Labyrinth aufgebaut. Von einer Fußnote wird man zu einer anderen Fußnote geführt, welche wiederum zu einer Fußnote auf einer anderen Seite führt, diese dann auf das Material im Anhang verweist, von dort gelangt man wieder zu einer Fußnote und dann ins Nichts oder wieder zur Ausgangsfußnote, sozusagen wie bei einem syntaktischen Möbiusband (Wallace lässt grüßen). Von vorn bis hinten ist das Buch, wie auch das Haus, mit unvorhersehbaren Eigenschaften konstruiert. Man muss aufmerksam lesen, subtil versteckt Danielewski Fragmente die auf kommende Momente hindeuten oder geschehenes erweitern/aufschlüsseln. Der Roman ist also gespickt mit Codes und Rätseln, die schon mit dem bedruckten Vorsatzpapier beginnen. Um den Roman vollends zu verstehen, muss man diese Rätsel lösen, was mir aufgrund der Komplexität nicht gelungen ist. Aber so bleibt das Buch auf jeden Fall auch nach der Lektüre im Gedächtnis und hin und wieder wird man sich bestimmte Seiten nochmals ansehen. Da wäre z.B. die Seite 666 zu nennen, die in einer mir unbekannten, undefinierbaren Sprache geschrieben wurde (»Was das wohl zu bedeuten hat?«, frage ich mich nicht ganz ohne Ironie). Wenn man die Muße aufbringt und sich ganz auf das Werk einlässt, wird man wirklich Spaß damit haben und zudem seinen Horizont erweitern, denn Wissen steckt nicht zu knapp zwischen den Buchdeckeln. Als kleines Manko kann man einige Passagen von Zampanos Texten sehen. Teilweise erscheinen diese etwas langatmig und es ist nicht ersichtlich, inwiefern seine Abhandlungen zum großen Rest passen. Für meinen Geschmack wird auch das Wörtchen »indes« zu häufig benutzt, was etwas nervig ist, aber nichts an der eindrucksvollen Qualität des Romans ändert, zumal es sich um Danielewskis Debut handelt. Ich finde, eine Rezension allein kann das Wesen eines Buches nicht genau beurteilen. Gerade auf der Ebene von Gefühlen und Emotionen ist Musik ein besseres Vehikel. Es schwirrte mir während der Lektüre meist »So It Goes« und »Trasiemo« von Greg Haines durch den Kopf. »So It Goes« steigert sich, wie auch der Plot des Romans, zu einem einnehmenden, beengendem Crescendo, um einen dann in seichter Stille zu entlassen. Es lauert etwas im Dunkel, doch ist man dennoch fasziniert und nicht verschreckt. Außerdem bieten »Ship Is Flooding« von Clark und »Let The Silence Float« von Deru die düsteren Flächen, wie sie die Räume des Hauses zeichnen.

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  • Leider etwas überladen

    Das Haus

    Franco1809

    09. June 2017 um 10:38

    Inhalt: Als der Erfolgsschriftsteller Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, was für ein Alptraum ihm bevorsteht. Er bemerkt eines Tages, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet. Bei einer ersten Erkundung dieser Räume kommt er mit dem Schrecken davon und findet gerade noch den Rückweg. Doch das Haus beginnt ein immer monströser werdendes Eigenleben zu führen. Und immer mehr der herbeigerufenen Spezialisten und Helfer fallen den unheimlichen Räumen zum Opfer …Meine Meinung: In diesem Buch stecken unfassbar viele gute Ideen, leider ging dadurch der rote faden abhanden. Die Ideen mit der Formatierung waren ebenfalls interssant aber nichts für mich. Ich musste mich leider sehr durchquälen bis zum Ende. Würde trotzdem wiedeer ein Buch des Autors lesen!

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  • Ein außergewöhnliches Werk - inhaltlich leider viel zu überladen

    Das Haus

    -nicole-

    20. November 2016 um 12:14

    Ein Haus, das ein Eigenleben führt...Johnny Truant hatte es nicht immer leicht im Leben. Doch dieses ändert sich nochmal schlagartig, als der sonderbare alte Mann namens Zampanò stirbt. In dessen Nachlass findet Johnny etwas , das viel größer ist, als er zunächst ahnt: Unmengen an Seiten, Karten und Schnipsel - alles eng beschrieben. Denn Zampanò hat an einem Projekt gearbeitet, dem er den Namen Der Navidson Record gegeben hat. Eine Art Dokumentarfilm, das ein mysteriöses und unaussprechliches Geheimnis birgt. Der preisgekrönte Fotojournalist Will Navidson, der einst den Pulitzer Preis erhielt, zieht mit seiner Familie in ein neues Haus. Schon bald merkt er, dass dieses über besondere Eigenschaften verfügt - das Haus verfügt über Räume, die nicht im Grundriss verzeichnet sind. Anfangs ahnt Navidson noch nicht, in welchen Albtraum er geraten wird. Bei einer ersten Erkundung gerät er in Lebensgefahr. Schließlich zieht er Spezialisten hinzu und beginnt, die mysteriösen Ereignisse und das seltsame Eigenleben des Hauses filmisch festzuhalten..."Das Ganze hier, nehmen Sie es einfach nur als das, was es ist. Und falls Sie irgendwann einmal zufällig an diesem Haus vorbeikommen sollten, bleiben Sie nicht stehen, gehen Sie auch nicht langsamer, sondern laufen Sie einfach weiter. Da ist nichts. Seien Sie vorsichtig." -Seite 5Schon lange wollte ich dieses außergewöhnliche Debüt lesen. Außergewöhnlich und sehr speziell ist dieses Buch in der Tat: Die Story besteht aus verschiedenen Sichtweisen und Erzählebenen. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte. In der Einleitung lernen wir zunächst Johnny Truant kennen, der in einer unheimlichen Art und Weise berichtet, wie er im Nachlass des verstorbenen Mannes Zampanò dessen Mammutprojekt namens Der Navidson Record entdeckt. Dieses ist eine Art Dokumentation, auf vielen Seiten festgehalten über ein Haus, dass ein schlimmes Geheimnis birgt... Im Laufe der Handlung erfährt man mehr über den eigenbrötlerischen Zampanó, der das Verhalten Will Navidsons und die Veränderungen des Hauses bis ins kleinste Detail durchleuchtet und analytisch festhält. Dem zugrunde liegen die Videoaufnahmen von Navidson. Die zentrale Geschichte dieses Romans bildet dann Zampanòs Aufzeichnungen - bestehend aus unzähligen Fußnoten und Kommentaren von Johnny Truant, dessen Erlebnisse ebenfalls fortgeführt werden. Im ersten Moment etwas kompliziert, doch wenn man sich erst mal eingelesen und sich an den Stil gewöhnt hat, ist das Buch sehr gut verständlich. Nicht nur die Geschichte sondern auch deren Gestaltung ist speziell: Die Schriftarten ändern sich, Seiten, die spiegelverkehrt geschrieben sind. Manche Seite sind nur mit einem Wort bedruckt, andere sind eng beschrieben. Ein wahrlich sonderbares Leseabenteuer. Dennoch gerät durch die vielen Verschachtelungen, die eigentliche Geschichte um das Haus, das ein Eigenleben führt, in den Hintergrund. Dieses finde ich sehr schade, da gerade diese Abschnitte die Besten im ganzen Buch waren. Die vielen Unterbrechungen und analytischen Abschweifungen zerstören die gerade aufgebaute Spannung, zudem werden die eingestreuten Sichtweisen von Johnny Truant auf die Dauer etwas nervig."Das Zuhause der Navidsons war während ihrer Abwesenheit zu etwas anderem geworden, und wenn die Veränderung auch nicht unbedingt unheilvoll oder gar bedrohlich war, so hatte sie dennoch jedes Gefühl von Sicherheit oder Wohlbehagen zerstört." -Seite 36Mein Fazit: Dieses Buch ist wohl das außergewöhnlichste, welches ich bisher gelesen habe. Es ist schon beeindruckend, was der Autor hier erschaffen hat. Leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Die Idee von einem Haus, dass sich verändert, ist perfekt und hätte als "Solo-Story" einen klasse Horror- bzw. Mystery-Roman abgegeben. Mir war das ganze Drumherum zu viel, die Spannung wird zerstört, es wird etwas langweilig. Die innere Gestaltung des Buches ist allerdings etwas ganz besonderes mit seinen vielen Schreibarten, kreuz und quer beschriebenen Seiten, usw. Dieses Spezielle hat mir gut gefallen. Dieses Werk ist eine echte Herausforderung für das man sich Zeit nehmen sollte. Man kann es nicht mal eben nebenbei lesen und muss sich wirklich darauf einlassen. Mich konnte es leider nicht ganz überzeugen, weil es einfach viel zu überladen ist. Ich vergebe hierfür zwei Sterne. Schade.

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    • 2
  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Babscha

    Der preisgekrönte Schriftsteller Will Navidson zieht mit Frau und zwei Kindern in ein Haus irgendwo in Virginia in der Hoffnung, dass die Familie hier zur Ruhe und er endlich mit sich selbst und seiner massiv gestörten Ehe ins Reine kommt. Das genaue Gegenteil tritt ein, als er zufällig entdeckt, dass das Haus im Innern über Räume verfügt, die nirgendwo verzeichnet sind und nach physikalischen Gesetzen eigentlich gar nicht existieren dürften. Ein Alptraum beginnt… Diese Rahmenhandlung, der sog. „Navidson-Record“, ist lediglich der rote Faden in einem Buch, dass auf diversen sehr komplex verschachtelten Handlungs- und Zeitebenen (die inhaltlich unmöglich in knapper Form wiederzugeben sind) die Geschehnisse in teils epischer Breite und mit hunderten von Querverweisen und Fußnoten auf mehr oder minder relevante sonstige Fundstellen und Dokumentationen ausrollt und beleuchtet. Das Gesamtwerk ist eine in dieser Form bisher noch nicht gelesene und vom Autor aus meiner Sicht insgesamt genial umgesetzte Mixtur aus a) der extrem spannend erzählten Horrorstory um das Haus als Basis (mit aus dramaturgischen Gründen oftmals bewusst chaotischem Textlayout), b) vielen tiefgehenden psychologischen, philosophischen und religiösen Ausdeutungen u. Interpretationen der ablaufenden Handlung und der div. Beteiligten und c) als Überbau der hochproblematischen und sich parallel zu der „Hausstory“ entwickelnden Lebensgeschichte des quasi aus dem off meist unmittelbar mit dem Leser kommunizierenden weiteren Hauptprotagonisten Johnny Truant (als eigentlichem Erzähler). „Das Haus“ ist aus meiner Sicht ein sehr polarisierendes Buch, das man entweder nach den ersten Kapiteln entnervt als unlesbar zur Seite legt oder in das man sich (wie ich) einfach „hineinfallen“ bzw.„hineinziehen“ lässt. Gerade das letzte und m. E. stärkste Drittel des Buches belohnt den Leser dann allerdings für sein Durchhaltevermögen. Wichtiger Hinweis für Lesewillige: keinesfalls Seiten „locker“ überblättern, da an diversen Stellen für die Handlungsabfolge und deren Verständnis zwar kurze, aber relevante Informationen enthalten sind. Aus meiner Sicht ein Ausnahmebuch, wenn auch ein anstrengendes.

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    • 2
  • Literarisches Kunstwerk

    Das Haus

    Caruschia

    08. July 2015 um 23:32

    Das letzte Mal, dass ich so einen dicken Schinken in den Händen gehalten habe, ist schon etwas her. Und ehrlich gesagt musste ich auch erstmal meinen inneren Schweinehund dazu überwinden, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen und anzufangen. Ich war gespannt auf die Story und nach dem ersten Durchblättern wollte ich auch unbedingt wissen, was es mit dem doch sehr speziellen Layout auf sich hat. Der Roman besteht aus ganz normalen Kapiteln, doch der Textfluss ist nicht wie bei jedem anderen Buch auch (regelmäßig) sondern durcheinander. Das heißt, dass Worte teilweise z.B. spiegelverkehrt in Kästchen, auf dem Kopf oder von oben nach unten stehen. Auf manchen Seiten passen sich die Worte auch der Spannung oder dem Inhalt an. Diese Idee fand ich sehr originell und sie hat alles auch ein wenig anschaulicher gestaltet. Zwischendurch findet man ab und an auch Seiten, auf denen nur ein Wort oder sogar nur ein Buchstabe steht. Ein wesentlicher Bestandteil, der noch dazu gehört sind die unzähligen Fußnoten. Manche sind in kurzen Zeilen am Seitenende zusammengefasst, andere erstrecken sich aber auch über mehrere Seiten hin. Meistens handelt es sich aber bloß um Namen oder Quellenangaben, bei denen sicherlich sehr viele fiktiv sind. Kurz: Uninteressant für denjenigen, der das Buch einfach nur lesen und nicht analysieren will. So gut mir die Gestaltung auch gefällt, muss ich leider zugeben, dass sie mich hin und wieder von der eigentlichen Story abgelenkt hat. Die Spannung, die leider an nur wenigen Stellen wirklich hoch war, wurde durch lange Anmerkungen etc. unterbrochen. Wenn dann wirklich etwas aufregendes passiert ist, brachte der Autor im folgenden Kapitel sofort wieder ellenlange Ausschweifungen und Studien von Personen ins Spiel, die die Geschehnisse im Haus analysiert haben. Danielewski hat seinen Roman in vier verschiedenen Erzählebenen aufgebaut. Die erste wäre die von Will Navidson, dem Schriftsteller der einen Film ("Navidson-Record") über das Haus dreht. Danach wiederum widmet sich ein blinder Mann mit dem Namen Zampano dem Skript und lässt alles nochmal neu aufschreiben. Als Zampano dann aber aus unerklärlichen Gründen stirbt, findet ein gewisser Jonny Truant die Unterlagen und entziffert Wort für Wort die Aufzeichnungen des Blinden. Truant ist also derjenige, der die Geschichte am Ende für den Leser wirklich (nach)erzählt. Die vierte Ebene wäre die der Herausgeber der Aufzeichnungen von Jonny Truant, die aber nur ab und an einige Ergänzungen hinzugefügt haben. Das alles wirkte sehr verwirrend auf mich, doch glaube ich, dass es der Autor extra darauf abgezielt hat: Den Leser zu irritieren und zum Nachdenken anzuregen. Alles in allem denke ich, dass der Autor mit ein bisschen weniger Text vielleicht genauso viel, wenn nicht noch mehr hätte erreichen können (was er mit dem Roman überhaupt erreichen will, habe ich noch nicht begriffen und ich bin mir auch sicher, dass ich nie dahintersteigen werde). Fußnoten, in denen der junge Junkie Truant aus seinem Leben erzählt, hätte er für meinen Geschmack auch einfach drastig kürzen können, da man durch sie immer wieder vom eigentlichen Handlungsstrang abgelenkt wird. FAZIT "Das Haus" ist schon gar kein Buch mehr. Man kann es eher als literarisches Kunstwerk betrachten. Deshalb muss ich auch jeden enttäuschen, der sich eine spannende Story erhofft, denn es wird euch keine liefern. Es ist wie eine Horrorgeschichte, die etwas versteckt die Abgründe der menschlichen Seele aufzeigt und den Leser endlos darüber nachgrübeln lässt, was er da eigentlich gerade gelesen hat.

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  • Gar nicht mein Fall

    Das Haus

    Engelsgesicht77

    Klapptext: Das Kultbuch über ein Haus, das stärker ist als du Als der Erfolgsschriftsteller Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, was für ein Alptraum ihm bevorsteht. Er bemerkt eines Tages, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet. Bei einer ersten Erkundung dieser Räume kommt er mit dem Schrecken davon und findet gerade noch den Rückweg. Doch das Haus beginnt ein immer monströser werdendes Eigenleben zu führen. Und immer mehr der herbeigerufenen Spezialisten und Helfer fallen den unheimlichen Räumen zum Opfer … Nach dem ich drei Monate lang an dem Buch versucht habe das Buch zu lesen, habe ich beschlossen abzubrechen. War gerade mal auf Seite 160. Aber die verschiedenen Erzählweisen haben mich völlig aus dem Konzept gebracht, weil teilweise gar keine Abschnitte waren und inmitten des Satzes abgebrochen worden war. Aber andererseits gab es Phasen, wo ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Die Abschnitte mit Johnny Truant mit dem Manuskript von Zampano waren mir am liebsten. Auch wenn die Geschichte von Navidson teilweise interessant, aber es war zu absturd. Eventuell fange ich noch mal mit dem Buch an, wenn ich das als Taschenbuch oder E-Book habe. Wobei ich denke, E-Book wäre mir lieber, dann könnte ich es immer mal zwischendurch lesen. Hatte das Buch als Hardcover aus der Bibliothek und es war ganz schön schwer um mitzunehmen, daher war es auch einer meiner Gründe warum ich nicht so richtig vorwärts gekommen bin, denn ich lese unheimlich gerne unterwegs. Da ich nicht zum zum Ende gelesen habe, vergebe ich keine Punkte, sonst wäre es ungerecht - leider muss man hier Punkte vergeben ;-( Vielleicht versuche ich mal zu einem späteren Zeitpunkt, da ich so neugierig auf das Buch war. Bin noch nicht mal zu dem Abschnitt gekommen, wo man einen Spiegel beim Lesen braucht oder das Buch umdrehen musste. Na ja, bis zum nächsten Versuch Herr Danielewski

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    • 3

    Sabine17

    19. June 2014 um 20:20
  • Bizarre Leseerfahrung

    Das Haus

    NiWa

    Der Pulitzerpreisträger Will Navidson zieht mit seiner Frau und den Kindern in das Haus und filmt den Einzugs- und Familienalltag für eine Dokumentation. Auf einmal verfügt das Haus über Räume, die es eigentlich laut Grundriss nicht haben sollte. Diese Räume dehnen sich noch dazu immer weiter aus und das Haus entwickelt ein grausiges Eigenleben.  Das Haus ist ein Buch über einem Film in einem Buch und in drei Erzählstränge gegliedert:  Der alte, blinde Zampano hatte Unterlagen zum Navidson Record - diesem Dokumentarfilm - zusammengetragen und an einem Buch gearbeitet, bis er verstarb.  Der dem Drogenkonsum sehr zugeneigte Johnny Truante entwickelt den Zwang dieses Buch fertig zu stellen.  Anhand seiner Bemühungen wird der Leser mit dem Navidson Record und den Ereignissen im Haus vertraut.  Wenn man sich mit diesem Buch beschäftigt wird man in ein Labyrinth gesogen und findet nur schwer wieder heraus.  Zampanos Teil besteht aus den Ereignissen im Haus (hier sei angemerkt, dass ein Blinder einen Dokumentarfilm schildert!), wissenschaftlichen Abhandlungen, Gedichten, Interviews und dies auch noch in verschiedensten Sprachen.  Johnny Truante beschreibt seitenweise seine Bemühungen, den Alltag, seine Meinungen und Befürchtungen anhand von seitenlangen Fußnoten.  Richtig bizarr wird es, wenn man sich nach und nach durch die Aufmachung des Buches kämpft. Manche Seiten sind verkehrt herum beschrieben, manchmal braucht man einen Spiegel, andere Seiten sind so vollgeschrieben, dass man sich erst einmal orientieren muss, andere Abschnitte sind durchgestrichen, dann hat man es wieder seitenweise mit diversen Namen zutun, man trifft leere Seiten, dann gibt es nur ein Wort oder mehrere Buchstaben, … usw. Man muss das Buch drehen, wenden, blättert manchmal rasch durch oder sitzt stockend vor einem Rätsel.  Zu guter Letzt kann ich nicht einmal sagen, ob es mir gefallen hat. Es ist auf jeden Fall das bizarrste Buch, das ich je gelesen habe, und ich habe absolut keine Ahnung, was mir der Autor damit sagen will. 

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    • 3

    MamaBuecherschrank

    09. March 2014 um 20:04
  • Zweimal abgeschnitten und immer noch zu kurz

    Das Haus

    Aubergine

    Wer seinen Freunden endlich beweisen möchten, dass ihre Zweifel an der Vollständigkeit seines Tassenarsenals im Schrank berechtigt waren, sollte ihnen unbedingt "Das Haus" zu lesen geben. Es ist verrückt. Zu weiten Teilen genial verrückt - ich erinnere mich hier an das Glossar über sämtliche im Buch verwendeten Wörter, die, sagen wir, unkonventionelle Gestaltung der Seiten mit der Aufzählung all dessen, was es im Haus nicht gibt (besonders die ihrer Rückseiten), und an die Briefe der Mutter. Faszinierend ist außerdem der Stil des Buchs, das sich wie eine (interessante) wissenschaftliche Arbeit über einen Film liest, tonnenweise erfundene Sekundärliteratur inklusive. Es ist sogar spannend, die zehnseitige Abhandlung über die Physik und mythologische Betrachtung von Echos ausgenommen, ich wollte wirklich wissen, wie es sowohl mit Navidson als auch mit Mr. Truant weiter geht. Ich bedaure es, einen Satz über dieses Buch mit "Leider" beginnen zu müssen, aber leider empfinde ich das Ende als unbefriedigend. Es stört mich nicht und halte es sogar für notwendig, wenn ein solches Buch offen endet. Allerdings sollte sich der Autor schon etwas dabei gedacht haben und meiner Ansicht nach macht es sich Herr Danielewski etwas zu leicht. Wie im Titel der Rezension angedeutet, ein Buch bekommt nicht zwangsläufig mehr Tiefe, wenn man mehr Erklärung weglässt. Sämtliche Textstellen, die auch nur andeutungsweise mögliche Auflösungen enthalten könnten sind "zufällig" verbrannt oder unleserlich. Auch Mr. Truants Geschichte fand ich nicht gänzlich nachvollziehbar. Insgesamt aber ein interessantes Erlebnis, das man sich ruhig antun sollte.

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    • 2

    NiWa

    27. February 2014 um 20:18
  • "Denn wir werden im Leben (im Lesen?) immer das finden, was wir suchen"

    Das Haus

    Vika013

    06. June 2013 um 00:49

    Ganz großes Kino, Hypertext und ein echtes Argument für das gute alte Papierbuch. Das "Haus der Blätter" (- oder Seiten?) bietet gewaltigen Puzzlespaß, zeigt die Möglichkeiten von Typographie und Layout und ist gleichzeitig so unheimlich, dass ich meine geliebte mis en abyme (zwei sich gegenüberhängende Spiegel in meinem Flur) von der Wand nehmen musste, weil es mir beim Anblick des unendlichen Korridors in meiner Wohnung plötzlich ganz anders wurde... Bin noch mitten im Lesen und jetzt schon völlig fasziniert. Sich ständig verschiebene Realitäten und Fiktionsebenen, ein absolut unzuverlässiger Erzähler (Johnny Truant - True end?) und ein intertextuelles Labyrinth, das genauso tief verzweigt ist wie das Haus, dessen Geschichte den Kern der textuellen Konstruktion bildet. Ein Roman, der fast ausschließlich auf der Metaebene funktioniert und somit einen aktiven, involvierten Leser fordert, der dem Sumpf aus Fußnoten und Randbemerkungen noch eine weitere Ebene hinzufügen kann und muss, wenn er sich denn diesem Werk stellen möchte. Dieses Buch steckt voller Rätsel: Anagramme, die es zu entschütteln gilt, Codes, die dechiffriert werden wollen und viele, viele Puzzle, die wohl Stoff für etliche Lesegänge und Köpfe liefern dürften. Sicherlich mal ein tolles Projekt für eine Leserunde! Möchte jemand mittüfteln?

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  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Jani93

    21. September 2012 um 19:18

    Klappentext: Als der Erfolgsschriftsteller Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das neue Haus zieht, ahnt er nicht, was für ein Alptraum ihm bevorsteht. Er bemerkt eines Tages, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet. Bei einer ersten Erkundung dieser Räume kommt er mit dem Schrecken davon und findet gerade noch den Rückweg. Doch das Haus beginnt ein immer monströser werdendes Eigenleben zu führen. Und immer mehr der herbeigerufenen Spezialisten und Helfer fallen den unheimlichen Räumen zum Opfer … "Ich hab mir halt überlegt, dass es doch mal ganz nett wäre, einfach nur zu zeigen, wie Leute in so eine Hütte einziehen und anfangen, sie in Besitz zu nehmen." Wow ... Das muss man erstmal verdauen. Dieses Buch war ein Brocken und ich hab schon sehr lange das Lesen vor mir hergeschoben wegen der Größe und der Seitenzahl. Aber nun habe ich es endlich geschafft, dass Buch tatsächlich zu lesen ... und ich habe es heil überstanden. In "Das Haus" geht es an sich um keine außergewöhnliche Storie. Eine Liebesgeschichte, ein Krimi, ein Drama, von allem ein bisschen. Eingebettet in Verstrickungen, Abschweifungen, Träumereien, Diskussionen, Streitereien, Argumentationen und Wissenschaften. Dieses Buch hat einiges zu bieten! Zampano hat ein Buch verfasst, über die Erkundungen Navidsons in deren Haus. Johnny Truant findet nach Zampanos Tod diese Aufzeichnungen und überarbeitet diese. Immer mehr halten ihn Nachforschungen und Recherchen über Navidson und sein Haus gefangen und er vertieft sich immer mehr in das umfassende Werk. Wie auch Johnny ist Will Navidson, der mit seiner Familie dort eingezogen ist, fasziniert und neugierig. Merkwürdige Räume tun sich auf und Grundrisse ändern sich. Grund genug für Navidson dies zu erkunden. Was er entdeckt, ist kaum zu beschreiben, verbreitet Angst und schrecken, verleiht schlaflose Nächte, zerstört die sowieso schon angeknackste Beziehung zu seiner Frau, und auch beinahe sich selbst. Immer wieder schweift die Geschichte von den Erkundungen im Haus und Navidsons Geschichte ab und treibt hin zu wissenschaftlichen, physikalischen oder anderen Erklärungen, sowie ganz einfachen Anmerkungen von Johnny Truant. Die Fußnoten, Anmerkungen und Abschweifungen sind nicht störend, sondern schildern dieses Buch und seine Ereignisse noch deutlicher. Besonders bei all den verzwickten, verdrehten, gespiegelten, auf den Kopf stehenden Sätzen, Wörtern, Buchstaben, geht einem leidenschaftlichen Leser das Herz auf. "Endlose Wörterschlangen - manchmal kringelten sie sich zu einer Bedeutung zusammen, manchmal zu rein gar nichts, oft rissen sie einfach ab, verzweigten sich jedes Mal neu und gingen woanders weiter, an Stellen, auf die ich erst später gestoßen bin." Meiner Meinung nach, hat sich der Autor mit diesem Buch selbst übertroffen und einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Noch nie habe ich ein Buch gelesen, was so vielseitig ist. Man muss dieses Buch Wort für Wort, Satz für Satz, Seite für Seite, lesen, in sich aufnehmen und drüber nachdenken um in den vollen Genuss des Buches zu kommen. Für die flotten Leser, sowie die, die lieber flüssige, sich von selbst erzählende Bücher lesen, ist dieses Buch nichts. Auch würde ich das Buch erst ab einem Alter von 16 Jahren empfehlen, aufgrund des Umfanges, sowie einige brutale und sexuelle Szenen, die allerdings nur im geringen Maße vorhanden sind. "Täusch dich nicht - die, die lange Bücher schreiben, haben nichts zu sagen. Wobei natürlich die, die kurze Bücher schreiben, noch weniger zu sagen haben."

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  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Verrain

    Boah! Endlich, nach über einem Jahr habe ich "Das Haus" durchgelesen. Fast 800 A4 Seiten mit 3 bis 4 Stories, die man auf jeweils einer zusammenfassen könnte, ohne groß was zu verpassen! +Klar ist die Idee hinter dem Buch brilliant... eine absurde etwas übernatürliche Geschichte, belegt mit Quellen die ziemlich nah an der Realität sind, aber doch alle erfunden (z.B. Interviews mit bekannten Persönlichkeiten oder Zitierung großer Zeitschriften). +Und die Gestaltung des Textes angepasst an die gerade ablaufende Handlung (z.B. der Protagonist läuft eine Treppe hoch, der Text ist angeordnet wie eine Treppe) ist ja auch recht innovativ. +Auch, dass man die Hauptstorie durch 3 - 4 Personen hindurchliest die alle jeweils Quellen zusammengetragen haben und ihre Kommentare hinzuschreiben ist brilliant. -FETTES MINUS!!! Aber die Umsetzung finde ich ziemlich miserabel. Begründung: siehe Fazit Fazit: Die Idee der Gestaltung und des Aufbaus ist echt super, aber die Storie die dahinter steht ist so dermaßen langweilig und unspannend. Ich persönlich vergleich das mit "Dr. Jekyll and Mr. Hyde." Die Idee mag ja viele Schriftsteller inspiriert haben, die dann gute Bücher geschrieben haben, aber die Ursprungsstorie (ca. 110 Seiten in einem Format zwischen A5 und A6) fand ich mindestens genauso langweilig wie "Das Haus".

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    • 3
  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2011 um 09:19

    Meine Meinung: Mark Z. Danielewski hat mit diesem Debütroman, ein Werk geschaffen, das nicht nur aufgrund seiner Handlung, sondern auch dank seiner Gestaltung, etwas Besonderes ist und sich von anderen Büchern abhebt. In seinem Erstlingswerk geht es um Will Navidson und seine Familie, die ein Haus beziehen, in denen anscheinend paranormale Dinge geschehen. Ein Haus, das, sich ständig neu gestaltet und Will Navidson aber auch einige andere Menschen voll und ganz in seinen Bann ziehen wird. Nicht zuletzt, den Leser selbst. Anfangs erschien mir dieser Roman sehr langatmig. Ich vermisste die Spannung, mir war der Verlauf der Handlung bis dahin zu trocken und teilweise auch zu wissenschaftlich. Doch ich kann Euch beruhigen, durchhalten lohnt sich! Nachdem die ersten 150 -200 Seiten geschafft sind, wird es richtig interessant und zeitweise wirklich spannend ja sogar gruselig. Allein schon durch den interessanten Aufbau der Geschichte, der wie eine Analyse eines Dokumentarfilms aufgebaut ist, ist dieses Buch schon einzigartig. Der Autor hat sich hier richtig was einfallen lassen, um den Leser immer wieder zu überraschen. Denn nicht nur die Erzählung über Will Navidson ist hier hauptsächlich präsent, nein, es gibt auch noch zwei andere Erzählperspektiven. Doch nicht nur diese Erzählungen selbst, überraschen. Dieses Buch hat ganz viel versteckt. Es ist versehen mit vielen kleinen Anmerkungen und Fußnoten, und manchmal muss man sich wirklich verrenken, um das Buch zu lesen. Auch einen Spiegel sollte man sich parat legen. Auffällig ist auch, dass das Wort „Haus“ stets in blauer Schrift abgedruckt ist. So wurde dieses Buch nicht nur überaus spannend wegen seiner Handlung, nein mich reizte es auch, herauszufinden, was sich der Autor für die nächsten Seiten hatte einfallen lassen. Nun muss ich allerdings auch gestehen, dass es vieles gab, das mich beim Lesen störte und den Lesefluss bremste. Wie bereits erwähnt, fand ich die ersten 150 – 200 Seiten sehr langatmig. Es lohnt sich aber unbedingt, durchzuhalten! Denn es bleibt nicht immer so trocken. Es gibt unter anderem abwechselnde Erzählstränge und viele unterschiedliche Kapitel. Zum einen berichten Will Navidson und auch seine Frau sowie diverse andere Personen über das Haus. Dann wiederum gibt es noch die Perspektive der Figur Zampano und auch die von Truant. Und genau mit dieser Person haderte ich bis zum Schluss! Ich mochte Truant einfach nicht, war genervt von seinen Erzählungen und vor allem seinen Abschweifungen. Denn Truant erschient ordinär, vulgär und seine ewigen Sexgeschichten strapazierten meine Nerven! Auch der Schreibstil ist je nach Passage etwas hektisch oder abgehackt, ändert dann wieder die Richtung, was aber zwischendurch auch den Verlauf auflockert. So werden zum Beispiel die Erzählungen von Johnny Truant und Zampano in den Schriftarten „Courier“ und „Times New Roman“ abgedruckt. Fairerweise sollte man erwähnen, dass es einige Seiten in diesem Buch gibt, die nicht voll und ganz bedruckt sind. So hat man recht schnell auch einige Stellen in einem Zug weggelesen. Es gab einige Szenen, die auf mich etwas gruselig wirkten und den Spannungsbogen erhöhten, jedoch ist dieses Buch halt nicht nur auf die psychische Ebene geschrieben, sondern teilweise auch sehr wissenschaftlich. Der Leser bemerkt schnell, dass sich diese Geschichte wie eine Dokumentation entwickelt und nur zu gern hätte ich die besagten Filme gesehen. Die Covergestaltung finde ich hier sehr passend. Auf dem Schutzumschlag ist ein Haus abgebildet, das schon recht geheimnisvoll aussieht. Wenn man den Schutzumschlag abmacht, ist das eigentliche Cover des Buches, sehr farbenfroh dargestellt. Auch der Titel passt perfekt zu dieser Geschichte. Leider ist das Buch zumindest in der Hardcoverversion etwas unhandlich und schwer. Dies stört dann doch ab und zu beim Lesen. Fazit: Mark Z. Danielewski konnte mich nach einigen Anfangsschwierigkeiten, so richtig überzeugen. Das Haus wurde für mich zu einem sehr interessanten Leseerlebnis, nicht nur wegen seiner gruseligen Handlung, sondern auch wegen seines faszinierenden Aufbaus und den vielen kleinen versteckten, überraschenden Seitengestaltungen. Auch wenn am Ende einige Fragen für mich offen blieben, ist dieser Roman für mich dank seiner paranormalen Handlung ein besonderer Horrorroman der sanfteren Kategorie, der noch lange in meiner Erinnerung bleiben wird. © Michaela Gutowsky

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  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    rd19779

    08. September 2011 um 18:33

    Stell dir vor, du kommst aus dem Urlaub zurück und dein Haus hat sich verändert: Es wurde nicht eingebrochen, es fehlt nichts. Nein, genaugenommen ist etwas dazugekommen: ein weiterer Raum. Beim Vermessen des Gebäudes stellst du dann fest, dass dein Haus innen größer ist, als draußen und das lässt dir keine Ruhe. Als du versuchst herauszufinden, was es damit auf sich hat, entdeckst du einen weiteren Raum, in dem sich ein schier unendliches Labyrinth befindet, welches sich außerdem fortlaufend verändert ... Die Story an sich ist ein absolut geniales Horrorstück, aber das Buch ist zunächst einmal aufgrund seiner Machart eine riesengroße Herausforderung! Ⓐ ____ Ⓐ Das Werk ist eine Novelle mit Rahmenhandlung, in der die eigentliche Erzählung an eine wissenschaftliche Abhandlung zu den Filmaufnahmen der Touren in das mysteriöse Labyrinth erinnern soll. Dabei ist der Text – zur Unterscheidung des jeweiligen »Urhebers« – in vielen verschiedenen Schriftarten gesetzt. Außerdem läuft er kreuz und quer, mal vor- mal sträwkcür, dann wieder steht er ɯnɹǝɥ ʇɹɥǝʞɹǝʌ, bricht mittendr oder [ ] einfach. Es gibt auch Seiten, auf denen nur eine Silbe steht. Die einzigen Konstanten in diesem Wirr-Warr: das Wort »Haus« ist (in allen Sprachen) blau gedruckt, der Text zum Minotaurus wurde ̶d̶̶u̶̶r̶̶c̶̶h̶̶g̶̶e̶̶s̶̶t̶̶r̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶̶ und die scheinbar schier unendlichen Fußnoten, in denen zudem ein Teil der Geschichte¹ weitergeht! ¹ nämlich die Rahmenhandlung ¯¯¯¯¯ Diese Aufmachung ist sehr anstrengend, erschwert das Lesen (unnötig) und lässt mit den weitschweifigen theoretischen Auslassungen zu allen möglichen Themen die Aufmerksamkeit (und das Interesse) sinken, wenn man sich aber erstmal einen Weg (eine Lesart) ausgesucht hat und diese durchhält (sich nicht ablenken lässt), dann verirrt man sich auch nicht und hat am Ende sogar ein wenig Spaß und Nervenkitzel!

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  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. August 2011 um 22:03

    Hat mir gezeigt, dass Literatur noch so viel mehr ist - und trotzdem lesbar bleiben kann.

  • Rezension zu "Das Haus" von Mark Z. Danielewski

    Das Haus

    Sevotharte

    03. June 2011 um 10:37

    - COVER UND LAYOUT - Der Schutzumschlag gefällt mir richtig gut. Das Haus wird toll in Szene gesetzt und alles wirkt stark auf alt gemacht, was einfach nur stimmig ist. Leider gefällt mir der Umschlag nicht mehr so. Die Collage auf der Vorderseite ist viel zu bunt und wirkt viel zu freundlich, als das es zum Inhalt in dem Buch passt. Die Polaroidfotos auf der Rückseite passen schon eher, aber wann sieht man die schon? Der Klappentext verrät nicht wirklich viel, ist aber auch nicht schlimm bei diesem Buch, da man die Geschichte einfach erleben sollte. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und nun zum Layout, das Herzstück des gesamten Werkes. Unzählige Schriftarten und Größen, verschiedene Leseformen, einmal auf dem Kopf, dann seitwärts, nach oben oder unten, dann mal langgezogen, dann lückenhaft usw. usf. Der große Grund, warum ich mir diesen Roman gekauft habe, ist dieses mehr als ungewöhnliche Layout, mit manchen Seiten, wo fast nichts draufsteht und dann wieder Seiten, die völlig vollgestopft sind und und und… so was hab ich noch nie gesehen und werde ich auch wohl nicht mehr. Einfach nur WAHNSINN !!! Wertung: 4 Mampfkekse - HANDLUNG - Da hätten wir Mehrere. Der Haupthandlungsstrang ist natürlich der Kinofilm „Navidson Records“, wo eben dieser Navidson sein gesamtes Haus mit Kameras ausgestattet hat und später damit auf Entdeckungstour geht. Zuviel möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht verraten, nur soviel, dass eben das Haus beginnt, sich zu verändern und nach und nach mehr Leute ins Haus einziehen und dem Grund auf die Spur gehen wollen. Alles immer aus der Sicht der aufgenommenen Kameras. Zudem gibt es noch diverse Einwürfe aus der Sicht diverser Zuschauer des Films und den zweiten Handlungsstrang einer Person, die ihr einfach selber erleben müsst, da es einfach viel zu komplex ist, es hier zu erklären. Was sage ich nun dazu? Ganz einfach… teils teils… Teils hat mich das Werk gefesselt, teils hat es mich schier wahnsinnig gemacht und das nicht aufgrund der Geschichte, sondern weil es einfach oftmals nur noch nervt und unglaublich schwer zu lesen ist, da viel zu klein geschrieben. Gerade am Abend ist mir das Lesen extrem schwer gefallen und das ist eben meine Hauptlesezeit. Dann zum Inhalt. Alles was sich um das Haus und Navidson dreht ist einfach nur toll gemacht und vor allem, wenn das Haus und die Schrift dann verrückt spielt, Klasse, aber der Rest… diese ganzen Unterbrechungen von Erzählungen anderer Personen und dann diese 2. Hauptperson, die manchmal seitenlang in klitzekleiner Schrift nur Unsinn erzählt… also wirklich, DAS hätte man komplett rauslassen können. Meiner Meinung nach, wenn man den Roman um die Hälfte gekürzt hätte, dann wäre es ein Meisterwerk gewesen, vor allem wegen der Art des Layouts, aber so hat mich das Buch mehr gestresst und ich hab es eigentlich nur noch zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Navidson endet, der Rest war mir wirklich mehr als egal. Wertung: 2 Mampfkekse - Charaktere - Auch hier muss ich sagen, dass mich bis auf Navidson selbst niemand wirklich begeistern konnte. Am Ende war mir keine Person tatsächlich ans Herz gewachsen und als ich die letzte Seite umgeblättert habe, habe ich auch schon alle vergessen gehabt. Leider auch keine Glanzleistung. Wertung: 2 Mampfkekse - SCHREIBSTIL - Da kann man wirklich nur sagen… Respekt! Das Buch ist wie eine Dokumentation aufgebaut und der Autor versteht es, mit seinen ganzen Fußnoten, Zitierungen und so weiter eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Da kann man wirklich nicht meckern. Toll gemacht! Wertung: 5 Mampfkekse - FAZIT - „Das Haus“ ist wirklich eine Herausforderung und ich muss sagen, mich hat der Roman einige Nerven gekostet, gerade am Anfang wollte ich mehr als einmal aufgeben und es in die Ecke legen. Es war mir zwar von vornherein klar, dass man sich auf diesen Roman einlassen muss, aber trotz allem konnte er mich nicht fesseln oder gar begeistern. Ohne Navidson und seine Erkundung hätte ich das Ende nicht erreicht. Leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Erwartungen leider nicht erfüllt. Weniger drum herum und mehr vom Wahnsinn des Hauses und ich wäre begeistert gewesen, aber so… Abschließende Wertung: 3 von 5 Mampfkekse ©Schmitti’s Bücherwahn (http://schmittisbuecherwahn.blogspot.com)

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