Markku Ropponen

 3.7 Sterne bei 19 Bewertungen

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Markku RopponenEin beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten
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Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten
Markku RopponenFinnischer Mittsommer
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Finnischer Mittsommer
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 (4)
Erschienen am 23.02.2009
Markku RopponenTote Finnen tanzen keinen Tango
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Tote Finnen tanzen keinen Tango
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 (3)
Erschienen am 16.07.2012
Markku RopponenReusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten
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Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten
Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten
 (2)
Erschienen am 16.08.2011
Markku RopponenFaule Finnen fangen keine Fische
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Faule Finnen fangen keine Fische
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 (1)
Erschienen am 10.12.2013
Markku RopponenEin Mann verschwindet im Regen
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Ein Mann verschwindet im Regen

Neue Rezensionen zu Markku Ropponen

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pelznases avatar

Rezension zu "Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten" von Markku Ropponen

Unspannend und zu geschliffen
pelznasevor 6 Jahren

Dieses Buch war eine Zufallsentdeckung im Thalia. Ich sah das Cover, fand es süß und musste darüber lachen. Manche Bücher haben es leicht, sich bei mir einzuschmeicheln
Dass es in Finnland spielt, weckte zwar leise Zweifel, aber nachdem ich mir “Geisterfjord” ein sehr gutes Buch aus Skandinavien gelesen hatte, habe ich diese Zweifel überhört. Wenn “da oben” gute Thriller geschrieben werden, wieso nicht auch gute und humorvolle Krimis? Na also!
Nun nach dem Lesen denke ich, ich hätte auf die Zweifel hören sollen. Oder doch nicht? Ich weiß es nicht. Noch kein Lesefutter hat bei mir solch paradoxen Eindruck hinterlassen. Das hat allerdings nichts mit Skandinavien zu tun!
Denn die Story hat mir generell ganz gut gefallen. Gleich mehrere Morde halten Privatdetektiv Otto Kuhala auf Trab. Und als ob das nicht schon anstrengend genug wäre, wird er von seinem ehemaligen Kollegen bei der Polizei ganz gut bei seinen Ermittlungen sabotiert, und eine bezaubernde Kommissarin verdreht ihm den Kopf. Ob der dabei klar bleibt? Dazu gewinnt er im Zuge seiner Ermittlungen so manchen schockieren Einblick in die Verbrecherwelt seiner Stadt Jyvyskäla und trifft reihenweise auf skurrile Personen. Das ist eine Mischung, die an sich aufgehen müsste. Da steckt Spannung drin und Unterhaltsamkeit ebenfalls.
Es gab für mich jedoch ein wesentliches Problem, wegen dem weder Spannung, noch Unterhaltungswert so richtig aus den Puschen kamen. Dieses Problem ist der Schreibstil des Autors. Markku Ropponen schreibt ohne Zweifel sehr intelligent, und wortgewandt. In Sachen Formulierungen macht ihm so schnell niemand etwas vor. Zudem ist er offenbar ein sehr guter Beobachter von Situationen und vor allem von Menschen, mit samt deren Stärken und Schwächen. Er versteht es, seine Beobachtungen und Gedanken dazu gewitzt in Worte zu fassen. An sich genau der Typ Humor, den ich mag!
Da habe ich manches Mal geschmunzelt, ein paar Mal sogar laut gelacht. ABER Markku Ropponen liebt offenbar endlose Sätze. Diese sind Dank seiner Wortgewandheit auch formvollendet formuliert. Nur musste ich sie häufig mehrmals lesen um sie ganz zu erfassen und zu verstehen.
Gelegentlich -das mache ich manchmal, wenn ich denke, dass mir ein Text so “klarer” wird, oder wenn ich meine, dass ich unkonzentriert bin- habe ich Abschnitte laut für mich gelesen. Da war ich jedes Mal schon mit dem Atem am Ende, da lagen noch zwei Kommata vor mir und der Punkt war noch nicht mal in Sichtweite. Diese Tatsache bremst nicht nur den Lesefluss aus, sondern hält auch Spannung und Unterhaltsamkeit in Schach. Ich denke, ich bin ein gut trainierter Leser. Damit ich mit dem Gedanken, dass es nun wieder anstrengend wird, zu einem Buch greife, muss schon was passieren. “Reusenkadaver und andere Unannehmlichkeiten” hat das spielend geschafft.
Mir tut das unendlich leid, denn -wie gesagt- ich mochte den Kern der Story, den Fall des Privatdetektiven. Ich mochte Kuhala selbst, der als Privatdetektiv gar nicht typischer erdacht sein könnte: frisch geschieden, im Büro lebend, ziemlich abgebrannt, aber auch intelligent, sympathisch und mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Mir hat es sogar gefallen, dass einige seiner “Ermittlungserfolge” auch Kommissar Zufall zuzuschreiben sind. Diese Passagen sind vergnüglich geschildert und Kuhala hat zumindest etwas geleistet ehe er über eine Entdeckung stolpert…selbst wenn es eine Verfolgungsjagd per Rad ist.
Aber dass es so anstrengend zu lesen ist, das schleift den an sich runden Eindruck eckig.

Das Buch hat 334 Seiten, ist also gar nicht so dick. Normalerweise kein Buch, mit dem ich mich zehn Tage lang beschäftigen müsste um es auszulesen. So lange hat es aber tatsächlich gedauert. Aus oben genannten Gründen. Ich habe es als sehr anstrengend zu lesen empfunden. Endlose Sätze, wortgewandt, bildhaft und mit bissigem Humor ausformuliert, aber eben einfach too much von allem. Kürzer, knackiger, das wäre es gewesen. Das steht einem humorigen Krimi und hätte Schwung und Tempo reingebracht. So jedoch liest es sich schleppend und dieser Eindruck überträgt sich auch auf die Handlung.

Es war das Cover, das mich sofort am Wickel hatte. Ich mag es immer noch und finde es auch immer noch sehr lustig mit dem Rentierkopf im Topf und dem buschigen Schwanz, der aus der Ofenklappe schaut. Mit dem Rentier ist ein Bezug zum Handlungsort gegeben (welches Tier im Ofen steckt, weiß ich nicht ), und der Küchenausschnitt vermittelt eine gewisse Gemütlichkeit. Schön und augenfällig.

Fazit:  Leider hat der “umständliche” Schreibstil mir den Gefallen und das Vergnügen an der Geschichte sehr verdorben. Das bremst den Lesefluss, das bremst die Handlung. So wollte einfach keine Spannung aufkommen. Hier und da etwas weniger geschliffener Humor hätte die Story auch nicht sfort niveaumäßig unter die Fußmatte sinken lassen, aber sicher etwas Tempo reingebracht.Ich bin im Zweifel, ob ich Kuhalas zweitem Fall “Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten” noch eine Chance gewähren werde.

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savannas avatar

Rezension zu "Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten" von Markku Ropponen

Rezension zu "Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten" von Markku Ropponen
savannavor 7 Jahren

Die Herangehensweisen, um einen Mordfall aufzuklären, unterscheiden sich bei der Polizei und bei einem Privatdetektiv unter Umständen deutlich. Dass auch eher unkonventionelle Ermittlungswege zum Erfolg führen können, beweist der finnische Detektiv Otta Kuhala.

Mit mäßigem Interesse widmet sich Kuhala gerade dem Diebstahl auf einer Baustelle, als er zusätzlich mit einem gänzlich anderen Fall beauftragt wird: Der ortsbekannte Juwelier Krassi wird als vermisst gemeldet. Als nach kurzer Zeit der Hauptverdächtige des Werkzeugdiebstahls ermordet wird, erhält auch dieser Fall eine unerwartete Dynamik. Für Kuhala kommt es damit zu Überschneidungen mit der polizeilichen Ermittlung, die er galant zu umgehen versucht.

Als die Machenschaften des gesuchten Juweliers auch ins benachbarte Russland weisen, reist der Detektiv engagiert, aber eher unvorbereitet über die Grenze. Spätestens dort wird sich Kuhala bewusst, dass er sich mit seiner berufsbedingten Neugier in ernste Schwierigkeiten manövriert hat.

Mitten hinein in sein beschauliches Heimatstädtchen hat der finnische Autor Markku Ropponen seine Kriminalfälle gesetzt. Die Kombination aus der Ruhe Mittelfinnlands und dem Wortwitz des Skandinaviers hat Ropponen verdient mehrere Auszeichnungen eingebracht. Er lebt mit seiner Familie mitten im Ort des Geschehens, in Jyväskylä. Nach „Finnischer Mittsommer“ ist diese Neuerscheinung nun der zweite Fall für den eigenwilligen Ermittler Kuhala.

„Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten“ ist ein erfrischender Kriminalroman, der sich mit wenig Blutverlust und viel Erheiterung von der Masse der skandinavischen Krimis abhebt. Für den Umfang eines normalen Taschenbuches gehen die Ermittlungen erstaunlich tief ins Detail – spätestens mit dem letzten Drittel der Ermittlungen muss der Leser seine Konzentration zusammen halten, um keine der Argumentationslinien aus dem Gedächtnis zu verlieren. Ein Krimi mit einem hohen Anspruch an die vollständige Auflösung des gesamten Sortiments an Schwierigkeiten und einem fast humorvollen Grundtenor.

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BertieWoosters avatar

Rezension zu "Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten" von Markku Ropponen

Rezension zu "Ein beschissenes Sortiment an Schwierigkeiten" von Markku Ropponen
BertieWoostervor 8 Jahren

Jyväskylä Finnland. Eine beschauliche ruhige Stadt in der Provinz. Es scheint nicht viel los zu sein. Auch deshalb hat Otto Kuhala, seines Zeichens der einzige Privatdetektiv der Stadt, seinen Blues. Nicht nur dass er fast keine Aufträge hat, nein er muss auch noch zusehen, wie seine Ex mit ihrem Neuen händchenhaltend rumlauft, während seine neue Flamme Annukka weggezogen ist, um Karriere zu machen. Nur seine beiden Eidechsen Inkeri und Hytönen halten zu ihm.
Eigentlich sollte er ja einen Werkzeugdiebstahl aufklären. Da wird er aber von einer Angestellten des Juweliers Krassi beauftragt, denselbigen zu suchen. Dies ist immer noch spannender als der Diebstahl, denkt sich Otto und macht sich gleich auf die Suche. Er findet jedoch nur ein verwüstetes Sommerhaus an einem idyllischen See und einen erschossenen Juwelier. Gut kann ja mal passieren. Aber als er kurz darauf noch seinen Hauptverdächtigen des Werkzeugdiebstahls tot auffindet, gerät er ins Visier der Polizei, bei der er eh nicht gut angeschrieben ist. Andererseits kommt er so zu zwei neuen Aufträgen, da ihn der Bruder es Juweliers und die Geliebte des ermordeten Diebs mit der Aufklärung der beiden Mordfälle beauftragen.
Seine Ermittlungen führen ihn zum einen zu einem seltsamen Kramladen (Werkzeugdieb) und zum anderen zu einem Paintballversessenen bzw. einem versoffenen Sohn des Juweliers. Da er auch noch an Liebeskummer leidet, kann er sich zunächst nicht ganz auf die Fälle konzentrieren. So kommt es, dass er etwas naiv agiert und es ihn auch nach Russland verschlägt, wo er zu einem beschissenen Sortiment an Schwierigkeiten gerät.
Auch wenn die Handlung manchmal etwas durchschaubar sein mag, ist der Krimi schon aufgrund des humorvollen Schreibstils und der gelungenen Charakterbeschreibungen von Otto und den Kriminellen lesenswert. Ein etwas anderer skandinavischer Krimi, nicht düster, sondern eher heiter.

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