Marko Leino In der Falle

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Inhaltsangabe zu „In der Falle“ von Marko Leino

Eigentlich wollte Vesa Levola nichts mit den Drogengeschäften seines Vaters zu tun haben. Doch als dieser seine Geschäftspartner von der russischen Mafia hintergeht, landen beide in einer Falle. Die Erpresser zwingen Vesa, mit dem Revolver auf den Kopf des Vaters zu zielen. Nach dessen Tod haben sie mit dem Sohn leichtes Spiel. Marko Leinos schwarzer Kriminalroman erzählt vom Milieu der Kleinkriminellen in Finnland und von der Jagd nach dem großen Geld. Doch wie schlau es Leinos fragwürdige Helden auch anstellen, es gibt immer einen, der noch skrupelloser ist. Wer in diesem Roman nicht in der Falle sitzt, hat es bloß noch nicht gemerkt. Spannend, blutig, böse und dabei oft unglaublich komisch!

Puh, ein ziemlich düsteres Buch, das dem Klischee des nordischen, melancholischen Thrillers voll entspricht. Kriminelle Verwicklungen bei allen möglichen Leuten, die eigentlich gar nicht so handeln möchten. Wie in einem Spinnennetz, in dem alles kleben bleibt .... Spannend ist es, aber die versprochenen Komik blieb mir verborgen.

— sunlight
sunlight

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  • Rezension zu "In der Falle" von Marko Leino

    In der Falle
    DarkReader

    DarkReader

    01. May 2012 um 23:48

    Böse, blutig, bestens! Nachdem mich das eher mittelmäßige Cover etwas enttäuschte, war ich vom Inhalt des Buches begeistert. Was für eine Story, was für Charaktere und was für ein flüssiger Schreibstil. Wieder einmal habe ich 2 Tage lang alles andere vernachlässigt, weil mich der Leseteufel fest am Haken hatte mit diesem Buch. Einmal angefangen, kann man schwerlich wieder aufhören, denn es fesselt den Leser von Anfang an. Mit der agekündigten Komik allerdings hatte ich so meine Probleme, obwohl ich ein sehr fröhlicher Mensch bin, denn man muss schon einen sehr schwarzen Humor haben, wenn man bei diesem Buch wirklich lachen will. Doch alles andere war stimmig, spannend, nachdenklich machend und fesselnd. Bisher kannte ich solch schwarzen Humor allenfalls von englischen Autoren, doch hier muss ich sagen: Hut ab vor dem Autor, er kann es genau so gut, wenn nicht gar besser. Zur Story möchte ich in dieser Rezi nichts verraten, es wäre zu schade, denn dieses Buch sollte jeder selbst lesen. Viel Spaß dabei, von mir gibts satte 5 Sterne und ein Häkchen am Namen des Autors: den merk ich mir!

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  • Rezension zu "In der Falle" von Marko Leino

    In der Falle
    Pashtun Valley Leader Commander

    Pashtun Valley Leader Commander

    30. April 2012 um 13:55

    Finnland, das liegt doch irgendo am Polarkreis. ie stellen Gummistiefel und Handy her. Ach s, den Russen haben die dann auch noch 41 richtig einen auf die Nase gegeben....1000 Tausend Seen, ein Tangofestival an Mittsommer, Mücken und Krimi geht dass so zusammen? YES THEY CAN! Kein grosser lauter Kracher.Kein Arne Dahl mässiges schwach anfangen und stark nachlassen.... Dieser Krimi hat den Blues.... Was Kaurismääki für das europäische Kino, das scheint Herr Leino für die Krimiliteratur zu werden. Genau gezeichnete haraktere, gefangen in Ihrer Umgebung , gebrochene Biographien kleine Verbrechen.... es ist wie eine Schiffstaufe.... Schrottplätze, Schwarzarbeit, Dilletanten am Rande der Legailtät.... am Ende entpuppt, sich das, was als kleines Kammerpiel begann als grosses Kino mit einer zusammengebrochenen Sowjetunion im Hintergrund, Tonnen von Heroin die irgendwie auf den europäischen Markt sollen. Die ermittelnden Polizisten haben einerseits etwas etwas von Mister Bean an sich, lösen aber in ihrer Naivität ein globales Problem. Völllig unerwartet mittendrin Grundfragen der Philosophie, Dosojewski on he Rocks sozusagen... Wer sich bei Jean Claude Izzo mag, dem sei dieser Titel empfohlen. Serie Noir am 63. Breitengrad. Mehr davon!

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  • Rezension zu "In der Falle" von Marko Leino

    In der Falle
    Stefan83

    Stefan83

    12. April 2012 um 12:43

    Ich bin ganz ehrlich. Wäre mir das Buch nicht als Leseexemplar in die Hände gefallen, das völlig nichtssagende Cover sowie der unbekannte Autor hätten mich wohl vom Kauf abgehalten. So kann ich von Glück sagen, in den Genuss von "In der Falle" gekommen zu sein. Und ein Genuss war die Lektüre wirklich, wenngleich auch ein ziemlich herber. Zwar wird bei jedem neuen Skandinavier im Krimi-Genre mittlerweile der Vergleich mit Stieg Larsson bemüht - hier drängt sich dieser allerdings geradezu auf. Leino hat ein beeindruckendes, knallhartes und beifällig lakonisches Stück Kriminalliteratur auf Papier gebracht, das, getragen von gleich einem ganzen Haufen von Figuren, die Schrecken des osteuropäischen Drogenproblems auf brutale, aber auch schweißtreibend spannende Weise deutlich macht. Der Autor schont niemanden, am allerwenigsten den Leser, der hier allzu oft umsonst bangt. Auf der Suche nach einem Lichtstreif am Horizont, wird man stattdessen kontinuierlich weiter in die Finsternis geschickt, wird die Dimension der Verbrechen ein bisschen größer. Die Story ist von Wendungen nur so gespickt, hier verrät jeder jeden, darf sich niemand sicher fühlen. Wer am Ende "In der Falle" zappelt, bleibt bis zur letzten Seite im Dunkeln, die man nur äußerst ungern umblättern will. Mir bleibt nur zu sagen: Wow, impressive, most impressive.

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  • Rezension zu "In der Falle" von Marko Leino

    In der Falle
    Jungkunz_die_Buchhandlung

    Jungkunz_die_Buchhandlung

    28. February 2012 um 21:43

    IN DER FALLE sitzt der Leser hier bereits nach der ersten Seite. Mit bemerkenswerter Sogwirkung entfaltet der Autor sein Panoptikum (klein)kirmineller Gestalten und ihrer Pläne. Daß hier nichts gut ausgeht, legt der Titel durchaus nahe. Und doch greift der Roman die großen oder auch kleinen Empathiereserven seiner Leser ab, verstrickt uns ins Geschehen und läßt uns beherzt Partei ergreifen. Ob dieser Roman als Krimi durchgehen kann, sei einmal dahin gestellt. Auf jeden Fall geht es blutig, brutal und heimtückisch zu, doch will sich partout die Gerechtigkeit nicht wieder herstellen lassen, denn fraglich ist, ob es Gerechtigkeit in Leinos Universum jemals gab. Und hier sind wir doch noch einmal bei dem Thema: Krimi oder nicht? Im Grunde konfrontiert Marko Leino seine Leser mit einem bitterbös' verzerrten Widerspiegelung unserer Gesellschaft. Es tut dabei auch nichts zur Sache, dass sich das Geschehen in Finnland abspielt. Auch bei uns gibt es all die cleveren Kriminellen (ob groß- oder kleinkriminell). Und auch bei uns gibt es immer den nächstgrößeren Schlauberger. Leinos Verdienst in diesem Roman liegt in der Hauptsache darin, seine Leser mit kümmerlichen Gestalten zu konfrontieren und dabei stets erzählerische Souveränität zu wahren. Postskriptum: Die im Klappentext erwähnte Komik ist vermutlich eine Sache des Temperamentes.

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