Marko Martin

 4,2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Schlafende Hunde, Die letzten Tage von Hongkong und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marko Martin

Marko Martin, geb. 1970, verließ im Mai 1989 als Kriegsdienstverweigerer die DDR und lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Mit Das Haus in Habana stand er auf der Shortlist des Essayistikpreises der Leipziger Buchmesse.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Meinen Apfelstrudel sollten Sie sich nicht entgehen lassen (ISBN: 9783963116957)

Meinen Apfelstrudel sollten Sie sich nicht entgehen lassen

Neu erschienen am 01.12.2022 als Taschenbuch bei Mitteldeutscher Verlag.

Alle Bücher von Marko Martin

Cover des Buches Schlafende Hunde (ISBN: 9783821862255)

Schlafende Hunde

 (4)
Erschienen am 22.09.2009
Cover des Buches Die letzten Tage von Hongkong (ISBN: 9783608505238)

Die letzten Tage von Hongkong

 (3)
Erschienen am 18.09.2021
Cover des Buches Sommer 1990 (ISBN: 9783421058430)

Sommer 1990

 (1)
Erschienen am 01.08.2004
Cover des Buches Sonderzone (ISBN: 9783866740334)

Sonderzone

 (1)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Die Nacht von San Salvador. Ein Fahrtenbuch (ISBN: 9783847703457)

Die Nacht von San Salvador. Ein Fahrtenbuch

 (1)
Erschienen am 16.09.2013
Cover des Buches Nelson Mandela. 100 Seiten (ISBN: 9783150204573)

Nelson Mandela. 100 Seiten

 (1)
Erschienen am 16.03.2018

Neue Rezensionen zu Marko Martin

Cover des Buches Die letzten Tage von Hongkong (ISBN: 9783608505238)
HEIDIZs avatar

Rezension zu "Die letzten Tage von Hongkong" von Marko Martin

Ein tolles Buch - rundherum gelungen und lesenswert
HEIDIZvor 9 Monaten

Kommenden Mittwoch findet im Rahmen der Lesereihe "C.Strecker präsentiert" in Mühlhausen in der Stadtbibliothek eine Lesung statt, auf die ich mich sehr freue.

 

Marko Martin wird aus seinen Buch "Die letzten Tage von Hongkong" lesen. Der Abend findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

 

"Der zweifache Tod der Freiheit" - hört sich spannend an - ist es auch ...

Wir befinden uns in den Jahren 2019 und 2020. Marko Martin, der Autor, kehrt mit seinem Partner zurück nach Hongkong. Dass sie Zeugen historischer Ereignisse werden würden, ahnen sie noch nicht. Es finden zeitgleich die letzten Proteste der Demokratiebewegung statt und es folgen Verhaftungswellen - außerdem drängen Nachrichten an die Öffentlichkeit von einem Virus namens "Sars-Cov-2. Ist dies der Anfang vom Ende des freien Hongkong?

 

Leseprobe aus dem Beginn der Handlung:

==============================

 

Juli 2020, Penas Blancas,

Grenzübergang Costa Rica-Nicaragua

 

Enrique ist zunehmend verzweifelt. Immer wieder läuft er zwischen den metallicgrauen Containerhäuschen der Grenzposten hin und her, seine schwarzen Stoffhosen staubig, das kurzärmelige Hemd verschwitzt, ein Plastikschirm als Virenschutz vor sein Gesicht geschnallt ...

 

Mich hat dieses Buch fasziniert, es ist lebendig geschrieben, man kann sich gleich von Beginn an in die Handlung eindenken. Das Handeln und Fühlen der Charaktere wird glaubwürdig dargestellt und die Szenen bildhaft fesselnd beschrieben. Man kann sich vor Augen führen, wie die Charaktere mit den Situationen umgehen - der Autor schreibt eindrucksvoll, fesselnd und kurzweilig unterhaltsam, nimmt die aktuelle gesellschaftliche politische Lage der Zeit und baut seine Handlung darum. Hat mich beeindruckt.

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Cover des Buches Die letzten Tage von Hongkong (ISBN: 9783608505238)
B

Rezension zu "Die letzten Tage von Hongkong" von Marko Martin

Marko Martin - Die letzten Tage von Hongkong
birgitdvor einem Jahr


Zwischen den Jahren ist Marko Martin mit seinem Partner in Hongkong. Am Neujahrstag nimmt er an den Protesten der Demokratiebewegung teil. Es werden die Letzten sein. Gleichzeitig machen Nachrichten von einem neuartigen Virus die Runde. Das intime Porträt einer Stadt, die in wenigen Tagen alle Freiheit verliert. Was kann Literatur dagegen setzen? Vielleicht ihr Insistieren auf Gedächtnis und die Freiräume unzensierter Reflexion. Marko Martin hat die »Sonderzone« oft besucht. Manche seiner Bekannten sind vorsichtiger geworden, stiller. Andere sind angepasster, wieder andere schon im Gefängnis. Doch zwischen den Jahren ist Hongkong noch frei. Zumindest in Teilen. Zusammen mit seinem Partner zieht Martin durch die faszinierende Stadt. Die Angst ist spürbar, egal ob bei Museumsangestellten oder im hedonistischen Nachtleben. Als sie am 1. Januar 2020 an der Demonstration für den Erhalt der Bürgerrechte teilnehmen, ahnen sie ebenso wenig wie der prominente Aktivist Joshua Wong, dass es vorerst die letzte sein wird

Meinung
Ich habe das Buch mit dem gleichen Entsetzen gelesen, wie ich die Bilder der Demonstranten im Fernsehen verfolgt habe.
Dieser Spruch von Joshua Wong 2020 passt so gut dazu
"Nirgendwo sonst auf der Welt wird der Kampf zwischen freiem Willen und Autoritarismus deutlicher als hier.. Denn Hongkong von heute ist das, was übrigbleibt von der Welt von morgen."
Erst war es Hongkong, jetzt ist Taiwan an der Reihe.
Die "unabhängigen" Staaten in Afrika sind über kurz oder etwas länger total an China verschuldet..
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes.
Es macht zu Beginn auf das Virus: Sars-Cov-2 aufmerksam.
Es zeigt uns auch wo China hinwill.
Jeder sollte es lesen, vielleicht würde es ein wenig bewirken
Von mir bekommt es eine ganz dicke Empfehlung


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Cover des Buches Tel Aviv: Schatzkästchen und Nussschale, darin die ganze Welt (ISBN: 9783737407618)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Tel Aviv: Schatzkästchen und Nussschale, darin die ganze Welt" von Marko Martin

Seelenstriptease einer Stadt
aus-erlesenvor 2 Jahren

Liest man nur die Kapitelüberschriften, könnte man meinen, dass es sich hierbei um einen ganz normalen Urlaubsbericht handelt, den jeder, der gern reist und der eigenen Sprache mächtig für sich und Freunde (zum Vorzeigen) verfasst hat. Doch schon nach wenigen Zeilen merkt man, dass man hier keinen vorzeigbaren Reisebericht in den Händen hält, sondern eine Reiseberichtoffenbarung! 

Marko Martin bereist Tel Aviv nicht als partysüchtiger badeschlappiger Hipster im coolen Look. Er will die Seele der Stadt einfangen. Will sie nicht einsperren und am Nasenring in der Arena herumführen. Nein, er will (und er schafft es auch!) den Leser die Stadt spüren lassen. 

Tel Aviv stand lange im Schatten Jerusalems. Israel war Jerusalem, und Jerusalem war Israel. Zumindest touristisch gesehen. Ein bisschen Bethlehem zur Weihnachtszeit. Aber das war‘s auch schon. Seit einigen Jahren sind Tel Aviv und Jerusalem gemeinsam auf Besucherjagd im Dschungel des Tourismusmarketings. Twin Cities, so wie St. Paul und Minneapolis in Minnesota. Doch, was einen dort genau erwartet schafft kein noch so hochglanzgestalteter Werbeprospekt. Marko Martin schafft es scheinbar spielend leicht.

Er kommt wie ein ganz normaler Tourist in Tel Aviv an. Er übernachtet im Hotel, in Absteigen. Genießt die Küche in Restaurants, spricht mit Kollegen und erholt sich am Strand. Wie im Prospekt. Doch die Menschen, die er trifft, sind keine Fotomodels, deren sehnlichster Wunsch Weltfrieden und Tierschutz ist. Es sind Menschen, die wie in keinem anderen Land der Welt die Geschichte ihres Landes kennen. Ihnen ist die Geschichte ihres Landes, ihres Volkes in Fleisch und Blut übergegangen. Die aktuelle Situation mit der allgegenwärtigen Gefahr ist nicht wegzudenken. Juden und Araber gemeinsam sind immer noch ein seltenes Bild. Politik ist so präsent wie andernorts Billigkaufhausketten. 

Die Stadt pulsiert wie New York. Dennoch hat jeder ein Auge auf den Anderen geworfen. Was isst er, was kauft er? Die Schlussfolgerungen sind meist schon zum Volkssport verkommen. In Tel Aviv trifft sich die Welt. Sie lebt hier zusammen. Friedlich. Ausbremser dieses Friedens gibt es wie anderorts auch. Nur, dass eben hier die Kameras 24 Stunden auf die Stadt gerichtet sind. 

Marko Martins Buch ist kein Reisebericht, der die unbekannten Hotspots ins Spotlight führt. Keine Handhabe für verlorene Seelen in der viel zu großen Stadt. Er reißt den Brustkorb der israelischen Hauptstadt auf und zeigt das Herz einer Stadt, die das staubige Gewand der Gewalt ablegt und zu einer blühenden Oase heranwächst. 


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