Marko Rostek 33 Tage

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Inhaltsangabe zu „33 Tage“ von Marko Rostek

In den 33 Tagen nach dem Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 fielen die verhängnisvollen Entscheidungen, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Tagesgenau und detailliert erzählt Marko Rostek die Stationen der Julikrise 1914; in seiner packenden Zusammenschau der Ereignisse werden dabei sowohl die österreichisch-ungarischen als auch die deutschen, englischen, französischen und russischen Positionen und Entscheidungen beschrieben. Hautnah begleitet der Leser die maßgeblichen Akteure auf ihrem Weg in den Krieg. Die Geschichte dieses letzten Sommers im Frieden ist Spannung pur! Staunend und kopfschüttelnd erlebt der Leser, wie Europa im Juli 1914 sehenden Auges in den Untergang marschiert

Interessantes Buch für Einsteiger

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    33 Tage
    TAndres

    TAndres

    23. May 2016 um 21:45

    In diesem Buch werden die 33 Tage vom Attentat in Sarajevo bis zur Kriegserklärung des Deutschen Reiches an Russland in Romanform erzählt. Jeder Tag wird einzeln, aus Sichten verschiedener Personen erzählt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Berchtold, den Außenminister Österreich-Ungarns.Der Autor hat sich mit diesem Buch an ein schwieriges Thema gewagt, an einen Roman über ein geschichtliches Ereignis. Ich finde, es ist ihm nicht vollständig gelungen. Es ist zwar interessant, in die Gedanken der Personen Einblicken zu können, allerdings kommt das Buch sehr stark als Sachbuch rüber. Es gibt aber vieles an Wissen mit, dass für jemanden, der sich in das Thema erst einliest, sehr nützlich ist. Für jemanden, der sich schon intensiv mit dem Thema beschäftigt hat wie ich, ist das Buch nicht unbedingt etwas. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, dennoch habe ich keinen richtigen Zugang zum Buch gefunden. Es ähnelt meiner Meinung nach doch eher einem Sachbuch als einem Roman.Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, da es für Einsteiger in die Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges zu empfehlen ist.

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  • Minutiöse Hinführung zum „Warum“ des ersten Weltkrieges

    33 Tage
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. February 2014 um 12:39

    Minutiöse Hinführung zum „Warum“ des ersten Weltkrieges War es nicht die Zeit von Völkerverständigung und Friedenswunsch, nicht nur auf Seiten des „einfachen Volkes“? War es nicht die Zeit, in der die Diplomatie als Kunst angesehen wurde? Von einem vereinigten Europa geträumt wurde (wie das Werk Stefan Zweigs und vieler anderer jener Zeit aufzeigt). Auch. Aber es war eben auch die Zeit der Ressentiments, der wirtschaftlichen Interessen, des stark aufkommenden Antisemitismus, des ständigen Säbelrasselns zwischen den Erzfeinden Deutschland und Frankreich, der angespannten Lage an vielen (noch) ruhigen Fronten. Vielen gilt der 28. Juni 1941 als Beginn des ersten Weltkrieges, das Attentat auf Franz Ferdinand und seine Frau. Bis zum Ausbruch kriegerischer Handlungen aber vergingen noch 33 Tage. Voller Säbelrasseln, Hinterzimmer-Diplomatie, Rettungsversuchen, Vorbereitungen und was noch alles teil ganz offen vor aller Augen und teils im Geheimen ablief. In Form eines Romans hat Mark Rostek diese vielfachen, verwinkelten, teils auch gegeneinander stehenden Strömungen aufgenommen und erzählt aus den Perspektiven der Hauptbeteiligten aller Seiten die äußere, vor allem aber innere Geschichte dieser 33 Tage. Sei es der österreichische Botschafter in St. Petersburg, an sich bereits ein Verfechter der „harten Gangart“ (vor allem gegen Serbien), der aufgrund reinen Informationsmangels nicht „beruhigend“ in Russland eingreifen konnte. Ander4s als sein Pendant auf deutscher Seite, Friedrich Pourtales als unbedingter, aber letztlich ohnmächtiger Verfechter einer friedlichen Lösung. Bei allen vordergründigen Vergeltungsreden, im Roman nimmt der Leser intensiv Teil auch daran, dass Serbien für so manche nur ein willkommenes Objekt ganz anderer Interessen war. Wieweit mag es stimmen, dass Kaiser Franz Joseph nicht müde wurde, seine friedliebenden Ideale zu betonen? „Es war mein sehnlicher Wunsch, die Jahre, die Mir durch Gottes Gnade noch beschieden sind, Werken des Friedens zu weihen ….. im Rate der Vorsehung war es anders beschlossen“. Eher wohl „im Rate mancher Generäle und Diplomaten“, wie auf der Basis seiner immensen Fleißarbeit der Recherche Rostek in Roman-Form vor Augen führt. Es dauert sicherlich seine Zeit, bis der Leser sich in all den Personen und Perspektiven zurechtgefunden hat, aber die klare Sprache Rosteks und sein Beharren auf den einzelnen roten Fäden, Motiven und Verbindungen im Roman führen nach dieser ersten Orientierungsphase doch schnell mitten hinein in dieses „sehenden Auges“ (und in Teilen gewollt) in den Krieg zu gehen. Mit allem an grausamen Folgen, was danach Geschichte wurde und ist. Ein sehr gründlich recherchierter, in den Fakten sehr fundierter und im Stil gut zu lesender Roman über die äußeren und inneren Abläufe jener 33 Tage zwischen Attentat und offiziellem Kriegsbeginn.

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