Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, da ich selbst vor ein paar Jahren als Nachwirkung einer Operation eine Angststörung entwickelt habe, die von Panikattacken begleitet war. Aus diesem Grund war ich gespannt, wie der Autor Markus Szaszka an das Problem herangeht bzw. welche Handreichungen er in seinem Buch darstellt.
Im ersten Kapitel geht er direkt auf den Leser ein, indem er eine der treffendsten Kapitelüberschriften wählt „ Dir geht´s mies, ich weiß“ – und schon hat er sich auf die Ebene des Lesers gebracht.
Unterstützt wird diese Wirkung dadurch, dass er den Leser duzt und den Leser sofort vertraut erscheinen lässt. Im zweiten Kapitel wird dem Leser dann die Hoffnung an die Hand gegeben, dass es ihm auch wieder besser gehen wird. Erst im dritten und vierten Kapitel stellt der Autor dann sich vor und beschreibt seine eigene Situation und seine eigenen Probleme und Ängste.
In die einzelnen Kapitel streut Szaszka immer wieder Akut-Tipps bzw. Akut-Hinweise ein.
Jeder muss für sich selbst herausfinden, was für ihn passt und was er umsetzen möchte bzw. kann.
Am Ende listet er eine Reihe weiterführender Literatur auf.
Dieses Buch kann bestimmt keine Therapie ersetzen, aber es hilft vielleicht dem Patienten dabei zu erkennen, dass es auch andere Personen gibt, die Panikattacken hatten und diese nun weitestgehend beherrschen. Es ist wichtig, sich den Dingen zu stellen und Schritt für Schritt eine Besserung des eigenen Zustandes zu erreichen.
Gerade für Betroffene ist es ein unwahrscheinlich gutes Gefühl schriftlich vor sich zu sehen, dass es auch anderen Leuten so dreckig gegangen ist.
Manche Gefühle können Verwandte, Freunde nicht nachvollziehen – und da spendet dann solch ein Buch Trost und man fühlt sich verstanden. Aus diesem Grund ist dieses Buch auch für Personen zu empfehlen, die einen Menschen mit Angststörung bzw. Panikattacken in ihrer Umgebung haben, um diese ein Stückchen mehr zu verstehen.
Der Schreibstil ist sehr locker gehalten, regt aber auch zum Nachdenken an.
Ein persönlicher Ratgeber für Personen mit bzw. Angehörige von Personen mit Panikattacken