Markus A. Will Die Stunde des Adlers (Thriller)

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Inhaltsangabe zu „Die Stunde des Adlers (Thriller)“ von Markus A. Will

Es scheint, als habe Hanns-Hermann von Hartenstein verloren: Laster um Laster verlassen in der 'Stunde des Adlers' schwer beladene und gesicherte Fahrzeuge den geheimen Atombunker der Deutschen Bundesbank. Jahrzehntelang tief im Wald verborgen, rollt die neue D-Mark hinaus ins Land. Gerade einmal 14 Tage davor: Von Hartenstein und die Spitze der neuen Bundesregierung verhandeln im Geheimen über die Zukunft des Euro. Doch statt nüchterner Diskussionen steht urplötzlich nur noch eine Frage im Vordergrund: Wie bekommen die Deutschen schnellstmöglich ihre geliebte D-Mark wieder? Der Währungskrieg zwischen Euro und D-Mark beginnt, Währungsmanager und Euro-Verfechter von Hartenstein hat denkbar schlechte Karten. Die deutsche Bevölkerung steht nämlich klar auf der Seite der neuen Bundesregierung, geführt von der 'Deutsche Mark Partei': Seit 2010 hatten die Deutschen ihr Gold aus Angst vor dem Zerfall des Euro im Garten vergraben, Land gekauft und beackert, Geld in echte Waren getauscht. Die Alten fürchteten um ihre Rente, die Jungen um ihre Zukunft. Nach dem Willen der Partei soll die Wiedereinführung der D-Mark endlich die Rettung bringen. Für von Hartenstein beginnt ein schier aussichtsloser Kampf um die Zukunft Deutschlands, denn seine Gegner schrecken im Währungskrieg auch nicht vor Mord zurück. Die spannende Antwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn die D-Mark wiederkommt?

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  • Auch das noch: High Noon in der Bundesbank!

    Die Stunde des Adlers (Thriller)

    R_Manthey

    17. July 2015 um 15:17

    Eines muss man dem Autor lassen: Er vermarktet über den Titel sein Werk so, dass wohl die meisten potentiellen Käufer genau das Gegenteil von dem erwarten, was sie dann wirklich erhalten. Das Buch will vorgeblich "die spannende Antwort auf die Frage: Was passiert eigentlich, wenn die D-Mark wiederkommt?" geben. Tatsächlich könnte man den Text gut verfilmen, denn er ist wie ein Drehbuch geschrieben. Herauskommen würde dabei ein C-Movie mit abenteuerlichen Wendungen und einer ziemlich an den Haaren herbeigezogenen Geschichte, die obendrein noch in die offizielle Angstpropaganda passt. Die Ausgangssituation dabei ist einfach: In Deutschland regiert eine plötzlich auf der Bildfläche erschienene "Deutsche Mark Partei", deren Ziel es ist, die alte Währung parallel zum Euro einzuführen. Die Bundesbank, die in diesem Szenario zum glühenden Befürworter des Euro gemacht wird, lässt sich zunächst überrumpeln. Laster mit der neuen alten Währung rollen bereits aus den Bunkern. Doch dann geht es in der Phantasie des Autors heiß her. Die Schurken aus der neuen Partei schrecken vor nichts zurück, um den Euro zu vernichten, der endlich die lang ersehnt europäische Eintracht und Wohlstand für alle brachte. Ihre intellektuelle Anführerin, im Buch mit dem Zaunpfahl winkend als "schwarze Pest" bezeichnet, verfügt über einen irgendwie aus dem Boden gestampften genialen Nachrichtendienst, der einfach alles weiß und kaltblütig vor nichts zurückschreckt. Und weil dieses Buch schließlich ein Thriller sein will, kommt es selbstverständlich auch noch zu Mord und Totschlag. Die angekündigte Antwort auf die Eingangsfrage liefert das Buch natürlich nicht. Weder werden wirtschaftliche Zusammenhänge diskutiert, noch die Folgen eines solchen Schritts ernsthaft geschildert. Vielmehr geht es nur darum, Vertreter solcher Gedankengänge zu kriminalisieren und Schreckensszenarien aufzubauen. Immerhin aber erfährt der Leser, dass er in einem solchen Szenario für einen Euro wohl nicht seine 1,95 D-Mark wiederbekommen würde, sondern wesentlich weniger. Für diese wohl eintreffende Prophezeiung gibt es einen Bonusstern. Irgendwie weiß man bei diesem Buch nicht, ob man lachen oder den Kopf schütteln soll.

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  • Zum Glück nur Fiktion

    Die Stunde des Adlers (Thriller)

    gst

    23. May 2013 um 22:51

    Ich muss ganz ehrlich gestehen: Im Buchladen wäre ich an diesem Titel vorbei gelaufen – weil mir das Cover nicht gefällt. Es wirkt auf mich langweilig, obwohl es zum Inhalt des Buches hervorragend passt. Damit will ich nicht sagen, dass dieser Inhalt langweilig ist. Ganz und gar nicht! Vielleicht ist die Bezeichnung  „Thriller“ hierfür etwas zu hoch gegriffen, trotz der Morde und der sich steigernden Spannung. Auf der anderen Seite ist die Szenerie schon aufregend: hier wird beschrieben, wie sich die DMP (Deutsche Mark Partei – auch die „Markigen“ genannt) für die Wiedereinführung der Mark stark macht. Das geht natürlich nicht ohne Intrigen ab: Da hält eine 30jährige Finanzsekretärin die Strippen in der Hand und ist davon überzeugt, dass das Volk keine Ahnung hat, was es will. Um keine zu großen Verluste in Kauf nehmen zu müssen, vergräbt die Frau des Präsidenten der Deutschen Bundesbank Gold im Garten, während er zusammen mit einem geschätzten Kollegen verzweifelt versucht, die Währungsumstellung zu verhindern. Der weißhaarige Bundeskanzler tut, was seine Finanzsekretärin ihm geheißt, ohne im Geringsten zu ahnen, auf was er sich da eingelassen hat. An einigen Stellen flammt der Humor des Autors auf, so dass beim Lesen auch die Heiterkeit nicht zu kurz kommt. Man merkt auf jeden Fall, dass sich der Autor im Bankensektor auskennt. Ganz im Gegensatz zu mir: ich habe nicht alles verstanden, um was es hier ging. Doch das hat mich weniger gestört, wie die Nüchternheit dieses Buches. In meinen Augen fehlt dem Roman Atmosphäre. Die vielen Dialoge zeigen zwar, worum es geht, bauen aber zu wenig Raum für die Handlung auf. So wirkt der Inhalt ähnlich farblos wie das Cover. Dass ich trotzdem drei Sterne gebe, liegt an der durchaus interessanten Thematik dieses Wirtschaftskrimis. Denn wo sonst kann man als „Normalsterblicher“ erfahren, wie es zwischen Politikern zugeht, wenn die Wähler nicht zuhören können …

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  • Wenn die Erwartungen zu hoch sind...

    Die Stunde des Adlers (Thriller)

    HeikeM

    22. April 2013 um 09:40

    ... macht sich schnell Enttäuschung breit. So erging es mir mit "Die Stunde des Adlers". Die Romanhandlung ist in nächster Zukunft angelegt und baut auf den aktuellen Problemen in der EURO-Zone auf. Bei der Neuwahl scheitern die etablierten Parteien, den Wahlsieg trägt die junge D-Mark-Partei (DMP) davon, deren ehrgeiziges und einziges Ziel ist es, den EURO abzuschaffen und die DM in Deutschland binnen 14 Tagen wieder einzuführen. Für mich hörte sich dieser Plot hochinteressant, aktuell, brisant und vielversprechend an. Der Prolog ließ mich noch hoffen, aber dann wurde das Lesen zunehmend anstrengend. Eine Plattitüde jagte die andere, die "schwarze Pest" ließ Assoziationen zu anderen farblich gebundenen Parteien der Vergangenheit aufkommen. Die ganze Geschichte erschien sehr eintönig, da die Positionen um Gut und Böse klar verteilt waren, der Autor eindeutig seine Position bezog und auch keine große Spannung in die Handlung brachte. Das Buch hatte Längen, nicht nur in der Handlung, auch ein "geschicktes" Seiten-Layout ließ den Roman länger erscheinen als er wirklich war. Alles erschien mir sehr gewollt und bemüht. Dabei fand ich die Idee, die der Autor in seinem Thriller verarbeitet ausgezeichnet, nur die Umsetzung mit den im doppeldeutigen Sinne markigen Sprüchen war leider für meine Begriffe zu populistisch geprägt. Auch sprachlich kam "Die Stunde des Adlers" nicht über solides Mittelmaß hinaus. Einzig die fachlich geprägten Abschnitte über die sich aus einer Wiedereinführung der D-Mark ergebenden Probleme fand ich gelungen und glaubwürdig. Da konnte Markus A. Will mit Sicherheit seinen beruflicher Background gut nutzen, was dem Roman guttat.

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