Markus Beckedahl

 3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Die digitale Gesellschaft, Überwachtes Netz und weiteren Büchern.
Markus Beckedahl

Lebenslauf von Markus Beckedahl

Markus Beckedahl wurde 1976 geboren und bloggt seit 2005 unter "netzpolitik.org" über Fragen der Informationsgesellschaft. Er ist Mitorganisator der re:publica-Konferenz, gründete u.a. die Internetagentur newthinking communications, tritt für die Podcasting-Reihe ›Moritz und die digitale Welt‹ der Landeszentrale für politische Bildung NRW als Experte auf und ist als Sachverständiger für die Grünen in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft.

Alle Bücher von Markus Beckedahl

Markus BeckedahlDie digitale Gesellschaft
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Die digitale Gesellschaft
Die digitale Gesellschaft
 (5)
Erschienen am 01.06.2012
Markus BeckedahlÜberwachtes Netz
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Überwachtes Netz
Überwachtes Netz
 (1)
Erschienen am 06.12.2013
Markus BeckedahlDie digitale Gesellschaft: Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage
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Die digitale Gesellschaft: Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage
Markus BeckedahlErste Freeski-Sprünge – Lernen und Lehren: Methodik und Didaktik des Freestyle Skiings
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Erste Freeski-Sprünge – Lernen und Lehren: Methodik und Didaktik des Freestyle Skiings
Markus BeckedahlJahrbuch Netzpolitik 2013
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Jahrbuch Netzpolitik 2013
Jahrbuch Netzpolitik 2013
 (0)
Erschienen am 12.09.2014
Markus BeckedahlJahrbuch Netzpolitik 2012 - Von A wie ACTA bis Z wie Zensur
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Jahrbuch Netzpolitik 2012 - Von A wie ACTA bis Z wie Zensur

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Rezension zu "Die digitale Gesellschaft" von Markus Beckedahl

Rezension zu "Die digitale Gesellschaft" von Markus Beckedahl
Admiralvor 6 Jahren

Einleitung
Die beiden Autoren dieses Buch wollen dem Leser klar machen, dass die Digitalisierung der heutigen Zeit und das Internet allgemein etwas völlig Neues sind und unsere Gesellschaften vor gänzlich neue Herausforderungen stellen.

Zusammenfassung
In äußerst kurzen und prägnanten Kapiteln erklären sie hier unter 7 großen Hauptthemen ihre Anliegen.
1. unter "Menschen und Maschinen",
soll dargestellt werden, wie eigentlich die Interaktion rund um das Netz aussieht. Wer alles beteiligt ist und in welcher Form.
2. unter "Freiheit und Sicherheit",
die bereits uralte Frage des Gleichgewichts zwischen Freiheit und Sicherheit, die sich selbstverständlich auch bezüglich des Internets stellt. Vergangene gescheiterte und durchgesetzt Maßnahmen finden sich hier ein. Beispielsweise die Stoppschild-Aktion von von der Leyen und der Bundestrojaner. Recht anschaulich werden auch gewisse Schlagworte unter dem neuen digitalen Aspekt beleuchtet, sei es nun Datenschutz, künftiger Datenschutz, Jegendschutz, Politik und Rechtsstaatlichkeit. Auch sehr interessant: die Erörterung der Gefahr von Plattformen wie Facebook bezüglich der persönlichen Daten.
3. unter "Wissen und Macht",
als 2 Hauptpunkte das Urheberrecht und der neue umfassende Zugang zu Wissen. Und vor allem wie mit beiden im Genauen umzugehen ist. Bei ersterem der Versuch dem Leser klar zu machen, dass Urheberrecht prinzipiell eine sehr vernünftige Sache ist, aber derzeit noch sehr unpassend durchgeführt wird.
4. unter "Wirtschaft als globales Netz im Netz",
die kommende und bereits einsetzende massive Änderungen der Arbeitswelt und das nur natürliche Engagement und Interesse vin Wirtschaftsverbänden im Netz.
5. unter "Neue und alte Öffentlichkeit",
der erodierende Journalismus, die durchsetzungskräftigen Möglichkeiten digitaler, öffentlicher Kampagnen und die Unmöglichkeit unpopuläre Informationen wieder aus dem Internet entfernen zu können.
6. unter "Gemeinsam in die Gesellschaft von morgen ?",
scheint mir der Versuch zu sein, ein Bewusstsein beim Leser dafür zu schaffen, dass die Digitalisierung bewusster und öffentlichkeitsnäher gestaltet und gelenkt werden sollte, als es das bisher ist.
7. unter "Warum Netzpolitik alle etwas angeht",
erklärt sich aus meiner Sicht von selbst. Die Autoren versuchen den Bezug des Netzes zu bestimmten Gruppierungen zu illustrieren.

Fazit
Joa. Ich habs gelesen.
Und bin mir nicht so sicher, was ich davon halten soll. Einerseits sind gewisse Aspekte gut herausgearbeitet, sehr verständlich und absolut verständlich präsentiert. Es lenkte meine Gedanken, zu Recht wie ich nun verstehe, auch auf die digitale Schiene, die ich bisher oftmals vernachlässigte. Klar ist nun, dass dort Dinge am Laufen sind, die tatsächlich die Zukunft zu großen Teilen mitbeeinflussen können.
Aber warum dann eine solch schlechte Bewertung ? Auch wenn das Buch im Großen und Ganzen aufschlussreich und klar formuliert ist, gibt es mehrere, kleinere Punkte, die mein Vertrauen in die Autoren beeinträchtigten. Beispielsweise die massive Fokussierung auf die digitale Welt. Oft hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wollten mir die Autoren vermitteln, dass, wenn wir dieses Problem bewältigen, es keine anderen mehr gäbe. Die Digitalisierung sei Dreh- und Angelpunkt des Weltgeschehens. Vielleicht sollte es so nicht rüberkommen, aber so kam es mir oft vor. Was natürlich völlig absurd ist. Dann unüberlegte und gänzlich irrationale Forderung an die Zukunft, wie die Universität als zentrale Bildungseinrichtung komplett abzuschaffen und es auf das Netz zu verlagern. Mein erster Gedankengang lautete wie folgt: "........" (entsetzte Sprachlosigkeit), gefolgt von einem gedanklichen "WHAT THE FUCK ?!" (ich bitte wegen der Wortwahl um Verzeihung). Nur weil es MÖGLICH ist, heißt es noch lange nicht, dass es umgesetzt werden muss. Was ich dem Netz keinesfalls streitig mache, ist das wunderbare und sehr hohe Potenzial, das es bietet, die universitäre Ausbildung deutlich zu verbessern. Aber ersetzen ? Ich bitte euch. Mit diesem System waren wir Deutschen mehr als ein ganzes Jahrhundert die Bildungselite der ganzen Welt. Nur weil es momentan nicht gut ist, sollte es vielleicht wieder verbessert und (mit dem Netz) angereichert und nicht gänzlich ersetzt werden.
Was mich zusätzlich störte war die pure Unwissenschaftlichkeit des Buches. Ausdrücke wie "Das ist dumm", gehören nicht in Bücher, die intellektuell und vertrauenswürdig sein wollen. Und was die Autoren in einem Kapitel schön formulierten, war ihr Verständnis des sinnvollen Sinns von Fussnoten. Verwenden selbst aber keine.Vermutlich, weil "alles, was sie sagen zu jeder Zeit im Internet nachprüfbar ist". Solch ich das für eine Ausrede dafür halten, dass sie sich mehr Arbeit ersparen wollten ? Fussnoten sind eine hervorragende Möglichkeit, um dem Leser die direkte Möglichkeit zu bieten, die Gedankengänge, Quellen, Schlussfolgerungen des Autors nachzuvollziehen und eventuell für sich selbst andere Schlüsse ziehen zu können. Nur weil theoretisch alles im Netz nachprüfbar ist, soll das noch lange nicht als Ausrede dienen, dieses sinnvolle System der Fussnoten völlig über Bord zu werfen.

Bei Aussagen wie diese stellten sich mir wahrlich die Nackenhaare auf.

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