Markus Breitscheidel Abgezockt und totgepflegt

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Inhaltsangabe zu „Abgezockt und totgepflegt“ von Markus Breitscheidel

Dahinsiechende Bewohner, ausgebeutete Arbeitskräfte, fragwürdig verwendete öffentliche und private Gelder – das, was Markus Breitscheidel während seiner Tätigkeit in verschiedenen Alters- und Pflegeheimen erlebte, sprengte nicht selten die Grenze der Menschenwürde und Rechtschaffenheit. Sein Buch ist ein erschütterndes Protokoll der katastrophalen Zustände in unserem Pflegesystem.

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  • „Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen“.

    Abgezockt und totgepflegt

    abuelita

    11. January 2015 um 14:55

    Markus Breitscheidel berichtet in dieser erschütternden Reportage von seinen Beobachtungen, die er während eines Jahres als schlecht bezahlter Altenpfleger in deutschen Pflegeheimen hat machen müssen. Sein Buch macht deutlich, dass wir nicht nur, wie uns zurzeit von anderer Seite andauernd vorgehalten wird, eine kinder-, sondern mehr noch eine zutiefst altenfeindliche Gesellschaft sind. Was Breitscheidel in bester Wallraff'scher Manier recherchiert hat, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was man sich ohnehin schon ausgemalt haben mag über die, das wissen wir ja längst, nicht gerade paradiesischen Zustände in deutschen Altenpflegeheimen. Hilflose Alte werden von häufig unzureichend qualifizierten Pflegekräften "im Akkord abgearbeitet" und nicht selten mit Medikamenten ruhig gestellt, weil man sich anders nicht mehr zu helfen weiß. Bei der Lektüre wird einem angst und bange, was einem wohl selbst womöglich im Alter erwarten mag, wenn man in die Lage kommen sollte auf die Pflege in einem Altenheim angewiesen zu sein. Der kursive Text stammt von amazon. Mich hat dieses Buch – und andere mit diesen Themen – hauptsächlich deshalb interessiert, weil ich Pflege als Angehörige erlebte, in Heimen und auch im mobilen Dienst. Glücklicherweise  mit anderen, besseren Zuständen. Unglücklicherweise allerdings im Laufe der Zeit auch mit Dingen, die der Autor hier sehr treffend beschreibt…… das allerdings betraf in dem Sinn nie die Pflegekräfte, sondern nur: die Leitung wurde gewechselt, ein neuer Chef kam, Pflegekonzepte wurden verändert….und dergleichen mehr. Letztendlich haben wir dann die Konsequenzen gezogen u. einen Angehörigen zu Hause gepflegt….. Menschen, die in der Pflege arbeiten, sind oft bald am Ende, wissen nicht mehr, wie sie ihren Beruf – den sie ja aus einem bestimmten Grund gewählt haben (zumindest die meisten davon!) noch vernünftig und menschlich ausüben können UND gleichzeitig die Forderungen, die „von oben“ an sie gestellt werden, erfüllen können oder sollen. Ich habe die größte Hochachtung vor allen Pflegekräften, denn es ist Schwerstarbeit täglich und es ein wohl auch immer ein Abwägen, wie lange ein Mensch in so einem – dazu noch schlecht bezahlten – Beruf ausharren kann. Im Hinblick auf das eigene fortschreitende Alter wird es einem auch wirklich ganz anders, wenn man den Bericht des Autors liest. Sicher ist es nicht immer und überall so, aber was heisst das schon? Es ist ZUVIEL, wenn es irgendwo so ist! Und dass Maßnahmen wie „ruhigstellen“ nötig sein sollen, erschliesst sich mir nicht – wie gesagt, da wird mir angst und bange und ich bin seit längerem dabei, für mich, für uns andere Ziele anzustreben. Nur ist das alles nicht ganz so einfach…… Ich kann dieses Buch nur empfehlen – es geht UNS ALLE an und nur gemeinsam kann etwas geändert werden. Die Politik, die die Augen vor all dem verschliesst, die Wohlfahrtsverbände, die Ärztelobby…….es geht immer nur ums Geld…..und das kann und darf nicht so weitergehen.

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  • Rezension zu "Abgezockt und totgepflegt" von Markus Breitscheidel

    Abgezockt und totgepflegt

    Mariesche

    10. January 2009 um 20:23

    Unglaublich erschreckend! Aber wenn ich mir denke, was z.T. bei uns auf Station abgeht, find ich das echt realistisch! Sehr empfehlenswert!

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