Markus Cremer , Martin Schlierkamp Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte

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Inhaltsangabe zu „Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte“ von Markus Cremer

Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite ... mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel! Der eigensinnige Archibald Leach und die waffenvernarrte Tüftlerin Sarah Goldberg werden in die Machenschaften des skrupellosen Marquis de Mortemarte hineingezogen. Der Schurke verwendet Okkultismus, Voodookult und Ätherkraft, um die Welt mit seinen Monstrositäten ins Chaos zu stürzen. Mit Hilfe skurriler Verbündeter, dubioser Artefakte und Erfindungsgeist versuchen die Abenteurer den drohenden Krieg zu verhindern. Dabei führt ihr Weg sie über vier Kontinente und die eigenen Grenzen hinaus.

Rasanter Steampunk mit skurrilen Einfällen, einem exzentrischen Helden und einer Verfolgungsjagd um den Globus

— veronika_lackerbauer
veronika_lackerbauer

Hier erwartete einem eine abenteuerliche Verfolgungsjagd um die halbe Welt. Ein rasanter Steampunk-Roman der Extraklasse.

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

Ein detailverliebter, komplexer und abenteuerlicher Roman mit vielfältigen, sympathischen, teilweise auch etwas skurrilen Charakteren

— AmaliaZeichnerin
AmaliaZeichnerin

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  • Rasanter Steampunk mit skurrilen Einfällen

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte
    veronika_lackerbauer

    veronika_lackerbauer

    16. September 2017 um 17:21

    Wo soll man da bloß anfangen?Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte ist ein überaus spannender, gut durchdachter Steampunk-Wälzer von 588 Seiten, die sich weglesen wie nichts!Markus Cremer entführt seine Leser darin nicht nur in das - geneigten Lesern eventuell bereits wohlbekannte - shared universe in dem sich auch Erasmus Emmerich und seine Qualmfee herumtreiben, sondern im Anschluss einmal um den ganzen Globus. Immer auf der Fährte des fiesen Marquis und in Begleitung der streitbaren und trotzdem zauberhaften Sarah Goldberg. Beide, Archibald und Sarah, sind ebenso exzentrisch, wie liebevoll und sehr detaillreich ausgestaltete Charaktere und ihre zarte Liebelei ist irgendwie herzallerliebst zwischen dem ganzen Hauen und Stechen. Zimperlich geht Cremer mit seinem literarischen Personal nämlich nicht gerade um.Äußerlich ist das Buch schon ein Hingucker, in den man sich verlieben kann, bevor man überhaupt nur eine Seite gelesen hat. Zusammen mit dem Inhalt bleiben eigentlich nur 5 Sterne.Bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte Abenteuer von Archibald Leach bleibt und die Frage, ob man ihn tatsächlich ARSCH-ibald ausspricht, oder doch Ar-CH-ibald?!

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  • Super Reihenauftakt

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    22. August 2017 um 11:07

    Das Zeitalter der Königin Victoria ist auch das der Industrie, der Erfindungen und der Wissenschaft. Während sich die Monarchen der Welt argwöhnisch belauern, und darauf achten, dass der andere nicht mächtiger wird als man selbst, wie sich an der Königin und Zar Alexander zeigen, die beide auf ihre Weise die Macht weiter in den Händen halten wollen, blüht in England der Fortschritt, aber auch die Exzentrik bei einigen Bürgern und adligen. Archibald Leach ist ein sehr eigenwilliger Gentleman, der unter anderem als Privatermittler arbeitet und mit Hilfe des Unschärfekompass und anderen mysteriösen Errungenschaften so manchem Unheil auf die Spur kommt. An seiner Seite ist Sarah Goldberg, eine Tüftlerin und Erfinderin, die vor allem Spaß daran hat, Waffen zu entwickeln. Als Archibald und Sarah nach Dartmoor gerufen werden, wo ausgerechnet Leachs Onkel Heisenberg einsitzt, kommen sie schrecklichen Verbrechen auf die Spur. Denn ein anderer Insasse, der Marquis de Montemarte, hat die Gelegenheit genutzt, seine okkulten Experimente weiter zu führen und mittels Ätherkraft und Voodoo, Menschen nicht nur unter seinen Willen zu zwingen, sondern auch in Tierwesen zu verwandeln. Die beiden Abenteurer beschließen ihn aufzuhalten und verfolgen zusammen mit sehr skurrilen Verbündeten die Spur des Grauens über vier Kontinente. Sie erleben dabei Piraten in voller Aktion, erfahren, dass der Skavenhandel immer noch kein Ende gefunden hat und lernen auch einen aufrechten edlen Deutschen namens Karl May kennen. MEINE MEINUNG Der Roman ist vor allem eines … ein nettes Spiel mit historischen und literarischen Versatzstücken, eingebettet in eine Welt, die mit all der netten Skurrilität des Steampunk aufwartet und so Erfindungen möglich macht, die es in der Realität nicht gegeben hat. Schon Dartmoor ist ein Zitat an sich, wird doch auch ein gewisser Hund von Baskerville erwähnt. Zugleich hat der Gegenspieler der Helden auch etwas von dem verrückten Gegenspieler Doctor Moreau, auch wenn er den umgekehrten Weg geht und Menschen in Monster verwandelt, Wesen halb Mensch, halb Tier. Die Geschichte ist sehr detailverliebt, die Handlung dadurch eher überschaubar und ohne all zu überraschende Wendungen. Aber in diesem Fall ist auch der Weg mehr das Ziel, denn die Reise der Protagonisten führt sie durch alle möglichen Facetten der Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts, zugleich wandeln sie auf den Spuren der entsprechenden Entdecker, die damals auch erst anfingen die für sie „primitv“ erscheinenden Kulturen zu erforschen. Die Figuren selbst sind interessant gestrickt. Gerade Sarah Goldberg wächst dem Leser sehr ans Herz, weil die selbstbewusste und eigenwillige Frau, die trotz Konventionen ihren weg geht, der heimliche Hauptcharakter der Geschichte ist, das alles ihrer Sicht erzählt wird. Leach dagegen bleibt eher geheimnisvoll und verrät nur wenig über sich selbst, was für eine gewisse Distanz zum Leser sorgt. Die Nebencharaktere punkten wohl eher durch ihre Macken und Besonderheiten als ein ausgefeiltes Profil. Trotz der langgezogenen Handlung, die mit sehr vielen Beschreibungen und Dialogen arbeitet, ist die Geschichte nicht langweilig, was wohl vor allem an Cremers lebhaftem Erzählstil liegt und dem leichten Augenzwinkern. Denn auch der Humor schimmert immer wieder durch, gerade wenn die Helden an ihrer eigenen prüden Moral oder ungewohnten Alltäglichkeiten scheitern. Das sind die Momente, in denen die Handlung sichtlich aufgelockert wird. „Arhibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte“ ist ein unterhaltsamer und trotz seiner Dicke kurzweiliger Abenteuerroman aus einer Welt die Steampunk mit all den Geschichten vermischt, die uns die Autoren des 19. Jahrhunders hinterlassen haben, und zugleich eine atmosphärische Hommage an die Figuren und Motive, die man in der phantastischen Literatur oft gesehen, aber noch nie in einem solch atmosphärischen Zusammenhang erlebt hat. MEINE WERTUNG 4,5 von 5 Monstrositäten

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  • eine abenteuerliche Verfolgungsjagd um die halbe Welt

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    02. July 2017 um 22:50

    Archibald Leach und seine Assistentin Sarah Goldberg werden in einen sehr persönlichen Fall hineingezogen. Archibalds Onkel Heisenberg wird von dem mysteriösen Marquis de Mortemarte unter eine Art Bann gestellt. Außerdem gelingt es ihm den horriblen Unschärfekompass des relativen Bösen von Archibald an sich zu bringen. Diesen benötigt er, um die Ätherkraft zu speichern. Außerdem verwandelt er unschuldige Menschen in Tiermischwesen, um damit alle anzugreifen.Archibald und Sarah verfolgen den Marquis um die halbe Welt und treffen dabei auf die ungewöhnlichsten Leute. Voodoo, Magie und die Kraft des Äthers kreuzen ihren Weg. Und mehr als einmal muss Sarah feststellen, dass sie ihren alten Freund Archibald doch nicht so kennt, wie sie dachte. Und ihm doch viel näher ist, als sie meint.Schon die Kurzgeschichten des Autors um Archibald Leach und seine Assistentin Sarah Goldberg in verschiedenen Anthologien haben mich sehr begeistern können. Gerade Sarah, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat eine sehr schlagfertige Art, die in manchen Situationen auch vonnöten ist.Eigentlich sind Archibald und Sarah Freunde aus Kindheitstagen, siezen sich aber. Dies wohl aus gegenseitigem Respekt heraus. Trotzdem merkt man deutlich, wie vertraut die beiden sind, da sie sich ja schon von Kindesbeinen an kennen. 14 Jahre haben sie sich allerdings nicht gesehen und Sarah weiß auch nicht viel darüber, was Archibald in der Zeit getrieben hat. Nur bruchstückhaft bekommt sie heraus, was er in dieser Zeit erlebte, kann sich aber auch nicht wirklich einen Reim darauf machen. Und so lernt sie ihn quasi aufs Neue kennen.Gleich von Anfang an wird man auf eine wahre Achterbahnfahrt mitgenommen. Sarah und Archibald haben fast keine Verschnaufpause und müssen sich ständig mit den Einfällen des Marquis de Mortemarte herumärgern. Doch sie bleiben am Ball, steht doch eine große Bedrohung für die ganze Menschheit bevor.Die unterschiedlichsten Personen helfen den beiden auf ihrer Suche nach dem Marquis. So landen Archibald und Sarah mal auf einem Piratenschiff, mal in einer Voodooshow, auf seltsamen Inseln oder im bestbewachtesten Gefängnis.Bekannte und neue Figuren tauchen auf. Der Autor hat sehr interessante neue Figuren geschaffen, sich aber auch historisch belegter Persönlichkeiten bedient. Oder einfach mal Charaktere von anderen Autoren übernommen. Dies ergibt einen bunten Mix an den schillerndsten Figuren.Mir persönlich habe die beiden Agentinnen Daphne und Carmille sehr gut gefallen. Mit meist ungewöhnlichen Mitteln und einer sehr sexy Ausstrahlung wurde ihnen jeder Wunsch erfüllt.Aber auch Sarah konnte mich voll und ganz überzeugen. Sie ist nicht zimperlich, hat tolle Ideen und mit ihrem Wissen über Mechanik holt sie sich so manchen Pluspunkt.Der Autor hat die weiblichen Figuren als sehr gleichberechtigt dargestellt, auch wenn es immer wieder Männer gibt, die mit Blicken deutlich zeigen, dass sie dies nicht so sehen. Und doch ist es gerade Sarah, die dann mit schlagfertigen Argumenten jedem den Wind aus den Segeln nimmt und sich so auch den nötigen Respekt schaffen kann.Der Autor hat einen sehr fesselnden Schreibstil und so fliegt man förmlich durch die knapp 600 Seiten und denkt sich am Ende: "Wie? Schon fertig?".Aber es wird schon auf den nächsten Teil verwiesen und so darf man sich auf ein weiteres Abenteuer mit dem sehr sympathischen Gespann Archibald Leach und Sarah Goldberg freuen.Sehr erwähnenswert ist wieder das tolle Cover. Darauf sind - in verschiedenen Brauntönen gehalten - Archibald und Sarah zu sehen, umringt von den Mischwesen, die der Marquis erschaffen hat. Hier wurde viel Liebe in die Details gesteckt, was sich in der Geschichte auch widerspiegelt.Da es sich um das Genre Steampunk handelt, finden sich natürlich auch diverse Dinge wieder. Die Waffen (z. B. Spektralrepertierrevolver, Plasmaflinte), die mysteriösen Gegenstände (z. B. Meister Heisenbergs horribler Unschärfekompass des relativen Bösen), dampfbetriebene Kutschen, Zeppeline - alles wird perfekt in Szene gesetzt.So macht es einfach Spaß, sich in der vom Autoren geschaffenen Welt zu bewegen und Abenteuer zu bestehen.Als kleiner Running-Gag gibt es ein Vorwort von Katharina Fiona Bode, die mit ihrer erschaffenen Figur Erasmus Emmerich einen ebenso verschrobenen Detektiv kreiert hat. Erasmus und Archibald können sich nicht leiden, sind aber jeweils angetan von den Assistentinnen. So erwähnt Katharina Fiona Bode Archibald auch in ihrem Roman (Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé). Dort gibt es ebenfalls ein Vorwort, geschrieben von Markus Cremer aus Sicht von Archibald Leach und Sarah Goldberg.Eigentlich könnte ich noch stundenlang schwärmen. Ich möchte dieses Buch einfach jedem ans Herz legen, der Steampunk, Detektivgeschichten und Fantasy mag. Die Mischung ist in meinen Augen einfach genial.Fazit:Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd um die halbe Welt mit einem außergewöhnlichen Team.

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  • Abenteuerliche Steampunk-Geschichte mit interessanten Charakteren und übernatürlichen Elementen

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte
    AmaliaZeichnerin

    AmaliaZeichnerin

    13. June 2017 um 09:08

    Klappentext: Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite ... mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel! Der eigensinnige Archibald Leach und die waffenvernarrte Tüftlerin Sarah Goldberg werden in die Machenschaften des skrupellosen Marquis de Mortemarte hineingezogen. Der Schurke verwendet Okkultismus, Voodookult und Ätherkraft, um die Welt mit seinen Monstrositäten ins Chaos zu stürzen. Mit Hilfe skurriler Verbündeter, dubioser Artefakte und Erfindungsgeist versuchen die Abenteurer den drohenden Krieg zu verhindern. Dabei führt ihr Weg sie über vier Kontinente und die eigenen Grenzen hinaus. Eigene Meinung: Markus Cremer hat in diesem Roman auf rund 580 Seiten einen sehr komplexen Plot geschaffen mit viel Liebe zum Detail, was sich nicht nur in zahlreichen steampunkigen Erfindungen zeigt, sondern auch dem historischen Hintergrund bis hin zu interessanten Begegnungen mit realen historischen Persönlichkeiten, die hier natürlich fiktionalisiert sind. Außerdem gibt es hier mehrere Geheimorganisationen, die jeweils ganz eigene Interessen verfolgen. Archibald Leach und Sarah Goldberg begegnen darüber hinaus auch einigen Luftschiff-Piraten. Der Roman besticht auch durch eine Vielzahl an detailliert ausgearbeiteten Nebenfiguren, die aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen stammen. Und auch andere Minderheiten sind vertreten, außerdem hat die Protagonistin ein Handicap – was ihr teilweise Probleme beschert, sie aber nicht daran hindert, sich als wahre Heldin zu erweisen. Eine Jahreszahl taucht übrigens nirgends auf, doch der amerikanische Bürgerkrieg wird erwähnt, welcher offensichtlich bereits einige Jahre zurück liegt. Der Stil des Autors ist trotz der Komplexität und der Detail-Fülle flüssig zu lesen, außerdem sind die einzelnen Kapitel angenehm kurz. Jedes Kapitel wird eingeleitet von einem kurzen „Vorwort“ von Sarah Goldberg, aus deren Sicht die Handlung größtenteils erzählt wird. Diese Vorworte dienen dazu, die Handlung zu kommentieren, einiges daraus zusammenzufassen und man erhält hier zusätzlich zum eigentlichen Text einen weiteren Einblick in Sarahs Gedanken- und Gefühlswelt. Darüber hinaus werden einige Kapitel aus der Sicht des Antagonisten geschildert. Der Roman erinnert an klassische Abenteuergeschichten, die um ein okkult-übernatürliches Element bereichert werden. Wer da an Indiana Jones denkt, liegt nicht falsch – auch das Buchcover-Motiv von Illustrator Martin Schlierkamp scheint von einem der entsprechenden Filmplakate ein wenig inspiriert zu sein. Allerdings ist der Held Archibald Leach ein ganz eigener Charakter, der zum einen exzentrische Ansichten pflegt, zum anderen häufig etwas „verplant“ wirkt. Da macht das Motto des Romans Sinn: „Jeder exzentrische Held braucht eine starke Frau an seiner Seite … mit geladenem Schusseisen und ohne Skrupel“. Denn Sarah Goldberg ist tatsächlich eine pragmatische, starke Ergänzung für Leach, die sehr praktisch denkt. Die Freundschaft der beiden wird vom Autor mit einem feinen Humor gezeichnet, und man darf sich fragen, ob sie eigentlich noch mehr verbindet als der gemeinsame Kampf gegen die Monstrositäten des Marquis… Den Roman kann man als in sich abgeschlossen lesen, allerdings wird auch deutlich, dass hier eine Fortsetzung geplant ist, an der Markus Cremer bereits arbeitet. Bisherige Abenteuer von Archibald Leach und Sarah Goldberg sind als Kurzgeschichten in mehreren Steampunk-Anthologien zu finden (eine genaue Auflistung findet man im Buch). Es ist aber zum Verständnis des Romans nicht notwendig, alle diese Kurzgeschichten zu kennen. Das Vorwort zum Roman befasst sich mit einem anderen Charakter: Katharina Fiona Bode hat hier etwas über ihren Helden Erasmus Emmerich geschrieben, natürlich mit direktem Bezug zum Roman, so wie Markus Cremer wiederum für ihren Roman „Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé“ ein Vorwort mit Szenen um Archibald Leach verfasst hat. Also kann man hier von einem „Shared universe“ sprechen. Am Rande sei noch erwähnt: Wem der Name Archibald Leach bekannt vorkommt – so heißt auch einer der Hauptcharaktere in der britischen Komödie „Ein Fisch namens Wanda“ aus dem Jahr 1988. Mein Fazit: Ein detailverliebter, komplexer Steampunk-Roman mit vielfältigen, sympathischen, teilweise auch etwas skurrilen Charakteren, die allerhand turbulente und bisweilen unheimliche Abenteuer erleben. Bitte mehr davon!

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  • Lesemuss! Einfach phantastisch

    Archibald Leach und die Monstrositäten des Marquis de Mortemarte
    GrueneRonja

    GrueneRonja

    28. May 2017 um 19:31

    „Um mein Ziel zu erreichten bin ich unglücklicherweise gezwungen, einige wenige Tiere dem Wohl von Millionen zu opfern. Eine leichte Wahl. Die Waage wird sich am Ende zu meinen Gunsten neigen.“ (S.528) Ich habe Archibald Leach und Sarah Goldberg in der Anthologie Steampunk1851 kennen gelernt und freue mich daher sehr über dieses Buch. Und auch, dass mein Held Erasmus Emmerich, wenigstens namentlich auftaucht, lässt mein Herz höher schlagen. Da eine Rezension nicht einfach nur aus einem Wort bestehen sollte, und ein Befehlston vielleicht missverstanden wird, versuche ich meine Begeisterung in mehr als ein Wort zu fassen. Aber jetzt mal ehrlich, jeder der Steampunk mag, oder exzentrische Charaktere, oder starke Frauen, Voodoo oder Weltreisen, sollte dieses Buch lesen. SOFORT! Archibald Leach ist ein sehr exzentrischer Charakter, der nicht nur seine Geheimnisse hat, sondern auch sehr liebenswürdig sein kann. Auf seine ganz eigene Art. Er ist besessen von seinem Unschärfekompass des relativen Bösen, und der Ätherkraft. Dies bringt seine Partnerin Sarah Goldberg ziemlich auf die Palme. Für sie ist das meschugge, sie ist da sehr abgeklärt. Während Archibald Leach ohne großes Zutun jeder Maschine den Tod bringen kann, ist Sarah mechanisch begabt, und tüftelt gerne in ihrer Werkstatt an so einigen Dingen, die das Leben erleichtern. Die beiden ergänzen sich also perfekt. Und auf der Reise durch die Welt, dem Marquis de Mortemarte auf der Spur, lernen sie sich nicht nur besser kennen, sondern auch mehr zu schätzen. Während Sarah zugeben muss, dass es mehr in der Welt gibt als Maschinen und Menschen, wird Archibald irgendwie umgänglicher. Oder sie versteht ihn einfach nur besser. Die Kapitel sind mit Vorworten von Sarah Goldberg versehen, die der ganzen Geschichte ihren Charme gibt. Sie bilden auch die Übergänge zwischen den Kapiteln, und man lernt die beiden Protagonisten sehr gut kennen. Neben diesen beiden gibt es natürlich noch so manche Parteien, die in dem Spiel ebenfalls mitmischen. Während der Marquis an einen meschuggen Bösewicht erinnert, sind die Frauen alle auf ihre ganz eigen Art stark. Ich möchte da nicht vorgreifen, aber so manche hat es mir angetan ;) Das Setting ist perfekt. Die Reise mit Zeppelinen, die Waffen, alles mit Dampf betrieben, das lässt ein Steampunk-Herz höher schlagen. Aber auch die Magie, Voodoo und der Äther bringen die gewisse Abwechslung, denn eine Welt besteht nicht immer nur aus dem, was man sieht. Ich habe diesem Buch lange entgegengefiebert und bin absolut begeistert, falls das noch nicht klar war. Und das Ende ist so herrlich! Ich hab so gelacht, ich wurde in der Bahn komisch angeschaut! An einem so heißen Tag, zwischen schwitzenden Menschen gibt es nichts zu lachen! Hier also eine ganz klare Leseempfehlung! ;)

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