Markus Denkler Frischwärts und unkaputtbar

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Inhaltsangabe zu „Frischwärts und unkaputtbar“ von Markus Denkler

Sätze wie „Sie macht nicht mit, weil: sie ist total sauer!“ und „Ich hol dich dann gegen 4 ab. Obwohl: das geht ja gar nicht, ich hab ja schon was vor“ sind inzwischen fast schon die Regel. Immer häufiger erhält man in letzter Zeit Einladungen mit folgendem Wortlaut: „Wollen wir heute ein lecker Bierchen trinken gehen?“ oder „lass uns doch mal ein lecker Eis essen!“ Den Deutschen liegt ihre Sprache am Herzen. Spätestens seit der Neuregelung der Rechtschreibung haben Vertreter aus Politik und Wissenschaft zu spüren bekommen, wie emotional die Deutschen über den Zustand ‚ihrer‘ Sprache streiten können. Der Versuch, die Diskussion um eine sprachwissenschaftliche Perspektive zu bereichern, bietet also viel Zündstoff. In einer Vortrags- und Diskussionssreihe 2007 in Münster, an der Vertreter aus Schule, Wissenschaft und Medien teilnahmen, wurde lebhaft über Anglizismen, den Sprachgebrauch in den Medien, sprachhistorische Einsichten und insbesondere schulische Konsequenzen gestritten. Wie flexibel können und müssen wir auf diese oft als „Sprachverlotterung“ bezeichneten Veränderungen reagieren? Vergleicht man die unterschiedlichen Auflagen der Duden-Grammatiken fällt auf: Was in den 50er Jahren noch kompromisslos als falsch klassifiziert wurde, wird heute toleriert. Lehrerinnen und Lehrer müssen auf diesen Einstellungswandel reagieren, da nicht mehr pauschal auf „richtiges“ oder „falsches“ Deutsch verwiesen werden kann. Neue Wege im Umgang mit unserer Sprache sind gefragt. Dieser Band gibt dazu wichtige Anregungen. Die Beiträge: Markus Denkler/Dorothee Meer: Die ‚Verlotterung‘ der deutschen Sprache? / Elvira Topalovic/Stefan Elspaß: Die deutsche Sprache ein Irrgarten? Ein linguistischer Wegweiser durch die Zwiebelfisch-Kolumnen / Andreas Bittner/Klaus-Michael Köpcke: Sprachwandel- oder Verlotterungsprozesse – Versuch einer Versachlichung / Reinhard Fiehler: Gesprochene Sprache – chaotisch und regellos? / Susanne Günthner: weil – es ist zu spät. Geht die Nebensatzstellung im Deutschen verloren? / Benjamin Stoltenburg: lecka pilsken trinken! Deutsche Adjektive in der Umgangssprache: das Ende der Endungen? / Wolfgang Imo: Wenn mündliche Syntax zum schriftlichen Standard wird: Konsequenzen für den Normbegriff im Deutschunterricht / Christa Dürscheid: Welchen Stellenwert hat Jugendsprache im Unterricht? / Christina Noack: Wenn der Hont auf dem Faarat Kuren hohlt: Junge Sprachexperten auf dem Weg zur Schrift / Ludger Hoffmann: Wozu wir Grammatik brauchen

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