Markus Feldenkirchen Was zusammengehört

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Inhaltsangabe zu „Was zusammengehört“ von Markus Feldenkirchen

«Das soll ein Erstling sein? Bitte nachmachen!» (Sten Nadolny) Was geschieht, wenn man nach zwanzig Jahren feststellt, dass die Liebe von damals bis heute unerreicht geblieben ist? Und dass man seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat? Ein Brief legt in Sekunden frei, was Benjamin verdrängt hatte. Er sieht sich ins Jahr 1989 zurückversetzt – als die Mauer fiel und er in Irland sein Herz an die geheimnisvolle Victoria verlor. Inzwischen ist Benjamin Banker und lebt ein völlig anderes Leben – eines, das ihm plötzlich leer vorkommt. Den ungeöffneten Brief in der Tasche, bricht er nach Irland auf. Die Geschichte einer großen Liebe zwischen gestern und heute. Feinfühlig, humorvoll, herzergreifend.

Berührendes und schönes Buch

— Mrslaw
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  • Ein Roman fürs Herz

    Was zusammengehört
    Mrslaw

    Mrslaw

    29. September 2016 um 13:05

    Das Buch ist eine Liebesgeschichte – aber eine Liebesgeschichte die verpackt ist in die Geschichte rund um den Fall der deutschen Mauer, das Leben und die Probleme der Menschen in Irland und die Midlife-Krise eines Bankers Anfang 40 und die Finanzkrise. Benjamin erhält einen Brief aus Irland den er ungeöffnet lässt, aber erschüttert von der Tatsache, dass ihm nach 20 Jahren dieser Brief erreicht, reist er nach Irland. Langsam erinnert er sich an seine Jugend und an seine Jugendliebe, den Brief zu öffnen wagt er allerdings erst ganz am Schluss. Die Liebesgeschichte bietet den Rahmen des Buches, wird aber beiläufig und nebenbei erzählt. Es ist keine Schnulze und kein typischer Frauenroman, sondern eine spannende und einfühlsame Geschichte über das Erwachsen werden und über eine verpasste Liebe. Eine unbedingte Leseempfehlung, ein spannendes und zugleich anrührendes Buch das sich flüssig liest und bis zur letzen Seite spannend ist.

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    sanrafael

    sanrafael

    06. November 2012 um 08:30

    Tolles Buch das nachwirkt!

  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    schokoloko29

    schokoloko29

    10. June 2012 um 13:36

    Leider hat mich der Protagonist und die Geschichte überhaupt nicht berührt und ich habe das Buch nach 60 Seiten abgebrochen. Echt schade ich habe mir soviel davon versprochen ....

  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. January 2012 um 17:42

    Schon lange habe ich keinen so mitreißenden, keinen so schönen, gleichzeitig aktuellen und sprachlich anspruchsvollen Liebesroman mehr gelesen wie dieses kleine Buch des Journalisten Markus Feldenkirchen. Er erzählt die Geschichte der Beziehung eines jungen Mannes und einer jungen Frau auf dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung 1989 und der irischen Finanzkrise 2009. Während zu Hause in Deutschland die Mauer fällt, befindet sich der ich-erzählende Protagonist des Romans, Benjamin, mit seiner Schulklasse aus Bergisch-Gladbach und einem nach wie vor studentenbewegten Lehrer, den die Nachrichten aus der Heimat sehr bewegen und der darüber permanent vor seinen Schülern doziert, in Killarney auf einem Schüleraustausch. Dort lernt er Victoria kennen, ein Mädchen aus einem strengen katholischen Elternhaus und verliebt sich in sie. Nach der Rückkehr bleiben sie weiter im Briefkontakt, aber dann bricht er plötzlich ab. Benjamin bricht das Herz, aber er will es nicht fühlen, sondern stürzt sich in sein Studium, später seine Arbeit als Banker, ist nirgendwo zu Hause, am wenigstens bei sich selbst. Lieben kann er seitdem nicht mehr und hat flüchtige und wenig beständige Beziehungen, die ihn nicht erfüllen. Als er, mitten in der Finanzkrise 2009, einen Brief erhält, bleibt ihm bei Anschauen des Absenders fast das Herz stehen. Es ist die alte Adresse… So beginnt der Roman, der nun in der Folge seinen Leser in Atem hält, weil auf der einen Seite da die Geschichte einer Liebe erzählt wird, von zwei Menschen, die eigentlich zusammengehören, die aber getrennt wurden von einem harten Schicksal. Auf der anderen Seite eilt man atemlos durch dieses wunderschöne Buch, weil bis zur letzten Seite nicht klar ist, was in dem Brief steht, es bleibt bis zuletzt dunkel, was mit Victoria geschehen ist. Erst als Benjamin wegen der Finanzkrise nach Irland reisen muss, um dort bei einer der Tochterbanken nach dem Rechten zu sehen, öffnet er vor Ort den Brief… Ein Roman, der eine faszinierende, vollkommen unkitschige Liebesgeschichte erzählt. Ein Roman, der als Hintergrund die deutsche Vereinigung 1989/90 und die Finanzkrise 2009 gewählt hat. Ein Roman, der auch erzählt, von der Macht der katholischen Kirche in Irland, die 1989 noch ungebrochen war und viele Menschen zerbrochen hat. Markus Feldenkirchen spielt immer wieder mit Heinrich Bölls „Irischem Tagebuch“ und zeigt ein völlig anderes Bild von Irland, einem Land, das schon immer die Fantasien deutscher Leser beflügelt hat. „Was zusammengehört“ ist ein Roman, der gleichzeitig bewegt und unterhält und zwischen den Zeilen immer wieder vermittelt, auf was es eigentlich ankommt in unserem kurzen Leben, und was wir so oft in der Hektik unseres Lebens übersehen: Es ist die Liebe, in der wir ganz wir selbst sind, es ist die Liebe, in der wir spüren, was der Sinn des Lebens ist. Ein wunderbares Buch eines begnadeten Erzählers. Man darf gespannt auf sein nächstes warten.

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. July 2011 um 15:21

    Ich habe mir dieses Buch aufgrund der vielen guten Rezensionen gekauft. Leider hat mich dieses Buch nicht mitgerissen, ich fand es ziemlich langweilig und habe es nach 130 Seiten weggelegt. Die Personen haben mich einfach nicht berührt. Vielleicht nehme ich es noch einmal in die Hand um es weiter zu lesen.

  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Steinborg

    Steinborg

    10. June 2011 um 17:14

    Ein Erstling-aber was für einer! "Was zusammengehört" ist Markus Feldenkirchens erster Roman. Manchem mag er als Spiegel-Journalist schon bekannt sein. Nicht immer begeistern Einen Romane von Journalisten. Was sie meist sicher beherrschen, ist eine flotte Schreibe! Das ist auch bei Feldenkirchen der Fall. Der Stil ist flüssig und gut, er verfügt aber darüber hinaus über einen großen Schatz an passenden Vergleichen und wenig abgenutzten Bildern! Die Story an sich ist einfach gestrickt. Benjamin, und da geht die Sache los, ist ausgerechnet Banker und befindet sich der Krise wegen viel auf Reisen. Er hat ein immer noch fast leeres, weil selten genutztes Appartement in Frankfurt und reist mit der "richtigen" Koffermarke um die Welt. Er jongliert mit zwei Frauen herum, von denen er beide wohl nicht so richtig liebt. Ein Brief aus Irland erreicht ihn, vermutlich von seiner ehemaligen ersten großen Liebe, Victoria. Rückblickend wird erzählt, wie sich beide anläßlich eines Schüleraustausches 1989 kennenlernen. Beiden Handlungsfäden, der Vergangenheit und der Gegenwart ist einiges abzugewinnen. Der irgendwie zwischen Konsum und Krise verlorene Banker auf der Suche, auch der zwischen Fussball und Kohl-Jugend pubertierende Schüler sind mit Liebe und Genauigkeit dagestellt. Die frühe Liebe in Irland, die man ruhig "groß" nennen darf, ist wunderschön, wenn auch fast schon zu schön. Ein wenig dick aufgetragen ist für mich die ständige Verknüpfung zur jeweiligen Gegenwart. Aktuell spricht die Kanzlerin zum Tag der deutschen Einheit, während in der Vergangenheit gerade die Mauer fällt. 68er Lehrer und das gebrochene Weltbild ohne den real existierenden Sozialismus, ständig BirneKohl und TuttiFrutti auf RTL; es scheint, Feldenkirchen habe unbedingt alles, was die 80er Jahre ausmacht nach vielen Vorgängern in diesen Roman packen wollen. Man muss allerdings zugeben, er tut das virtuos. Dass der Brief, der seine Gegenwart ins Wanken bringt, dann ausgerechnet von der Mutter Victorias stammt und ihn aufklärt, dass er mit ihrer Tochter ein Kind hat, von dem er nichts weiß, ist ein etwas arg plattes Ende. Im Ganzen gibt es hier eigentlich wenig Überraschendes. Die Story ist nicht sonderlich ausgefallen. Die Charaktere sind, was sie sind. Das Zeitgeschichtliche dürfte den meisten noch vertraut sein und stimmt somit nachprüfbar. Dass Irland 1989 ein wenig archaisch und sehr sehr fromm erscheint, wird auch nicht wirklich überraschen, man schluckt sogar Victorias ultrareligiösen Vater als Hemmschuh zum großen Glück, aber, was mich den Roman wirklich gerne hat lesen lassen, ist die (es klingt komisch) große Routine für einen Erstling! Man verschwindet sofort in dieser Geschichte und folgt dem einen, uralten Antrieb: Wie geht diese Geschichte aus?! Das ist doch schon was! Außerdem gefällt mir Feldenkirchens Sprache, die unaufgeregt zwischen großer Klasse und reiner Unterhaltung pendelt. Ein guter, nicht anspruchsloser Unterhaltungsroman, bei dem man vieles hätte falscher machen können aber nur relativ wenig besser!

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Lucretia

    Lucretia

    24. April 2011 um 22:37

    Meine persönliche Meinung: Markus Feldenkirchen beschreibt gekonnt und mit sehr schönen Bildern die Wiedervereinigung einer Liebe sowie die Wiedervereinigung Deutschlands, die zu dem Zeitpunkt stattfindet als der Protagonist der Geschichte: Benjamin bei einem Schüleraustausch in Irland auf seine große Liebe Victoria trifft. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es neben der „Liebe“ auch viele politische Themen aufgreift( wie z.B.die Osteraufstände in Irland, der Volksaufstand in der DDR, der Fall der Mauer, die Wiedervereinigung Deutschlands,das Annähern zwischen Ost und West,Irland und der streng katholische Einfluss , die Finanzkrise…) die parallel zur Geschichte laufen, ohne diese dadurch zu zerstören. Mir gefällt die Art und Weise wie Markus Feldenkirchen schreibt, man konnte das Buch ziemlich zügig lesen, da es sehr flüssig geschrieben ist, besonders gefallen hat mir auch die poetische Ader der Liebesbriefe, die sehr schön doch nicht zu kitschig geschrieben wurden. Interessant fand ich auch den wiederkehrenden Bezug auf Heinrich Bölls Werke:“ Ansichten eines Clowns“ und das “ Irische Tagebuch“. Insgesamt kann ich dieses Erstlingswerk von Markus Feldenkirchen nur weiterempfehlen!!! Ein wirklich sehr schöner Liebesroman, der nicht zu kitschig ist und nebenbei noch politische Themen aufgreift. Einfach wunderbar, sollte man gelesen haben, es ist ein wirklich schöner Zeitvertreib :-)

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    DieRaberin

    DieRaberin

    26. February 2011 um 14:17

    Eine wunderschöne, packende Liebesgeschichte zwischen Irland und Deutschland zur Zeit des Mauerfalls. Ich war einfach nur traurig, als es zu Ende war. Seit langem mal wieder ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat.

  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    squirrel03

    squirrel03

    26. January 2011 um 13:42

    Markus Feldenkirchen hat mit "Was zusammengehört" einen tollen Debütroman vorgelegt. Protagonist dieses Romans ist Benjamin, ein berüflich sehr erfolgreicher 36-Jähriger. Sein Privatleben mit Freundin und Geliebter ist für ihn wenig erfüllend. Ausgangspunkt seiner sinnsuchenden Überlegungen ist ein Brief seiner Jugendliebe Victoria aus Irland nach fast 20 Jahren. Markus Feldenkirchen wechselt von der Gegenwart abwechselnd in die Vergangenheit zu der Klassenfahrt nach Irland, als Benjamin Victoria kennenlernte. Kapitelweise erfährt der Leser um die anfänglichen schüchternen Annäherungsversuche hin zu ihren ersten gemeinsam verbrachten Stunden, ihren geheimsten Wünschen und Sehnsüchten bis zu den Schwierigkeiten, die ihre zarte Liebe mit sich bringt.Da diese Klassenfahrt zum Zeitpunkt des Mauerfalls 1989 statt findet, werden wir Leser auch mit den Eindrücken eines 16-jährigen konfrontiert, den dieser historische Moment eigentlich gar nicht interessiert.Begleitet wird ihr" Schicksal" von Heinrich Bölls Roman "Ansichten eines Clowns". Als Gegenpol erleben wir Benjamins Pragmatismus in einer Berufsbranche, die scheinbar jeglichen Anstand und jedes Maß um des Profit Willens verloren hat. Indem wir Leser erst auf den letzten Seiten erfahren, was in dem Brief steht, schafft es der Autor einen derart hohen Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Das Ende ist ebenso überraschend wie auch in logischer Konsequenz von Heinrich Bölls.

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Herzallerliebst

    Herzallerliebst

    16. November 2010 um 10:20

    Dies ist eine Liebesgeschichte so ganz nach meinem Geschmack, intensiv, mitreißend und modern, lakonisch erzählt, und mit einem Spannungsbogen versehen, der mich schier um den Verstand gebracht hat vor Ungeduld. Am Ende ist man einfach nur traurig - dass es schon vorbei ist.

  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Hannes-Moelder

    Hannes-Moelder

    16. November 2010 um 00:23

    Dies war mein erstes Buch aus dem Kein&Aber-Verlag, obwohl ich schon viel Gutes über ihn gehört hatte. Eine Freundin hat es mir geschenkt, weil sie behauptet, dass ich, ebenso wie der Protagonist in "Was zusammengehört", bis heute (mit 37) nicht über meine erste Liebe hinweggekommen sei. Das stimmt zwar nicht, aber das Buch hat mich trotzdem umgehauen. Es hat mich von der ersten Seite an tief in sich hineingezogen. ich habe schon lange nicht mehr eine solch intensive Liebesgeschichte erzählt bekommen und zugleich so viel lachen und schmunzeln müssen. Wunderbar gefühlvoll, herrlich komisch. Ein echtes Geschenk!

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    damentennis

    damentennis

    17. October 2010 um 13:46

    auf seite 274 sagte ich erstmals laut, obwohl ich doch ganz allein in meinem lesekämmerlein saß: "man, hör doch auf mit dem quatsch." gemeint war der autor. gemeint war der leser. ein unsinniger satz zu einem unsinnigen buch. ich war erschrocken über mich selber, denn erst kurz vor ende des buches kam ich auf die doch sehr naheliegnde idee, den titel einer übergeordneten idee zuzuordnen. ich glaubte nun fest daran, dass der autor z.b. in einem interview mit einer fachzeitschrift für literatur oder auf der verlags-homepage diurchaus sagen könnte, der titel sei metaphorisch: nicht nur die liebe der zwei protagonisten, nein, auch die wiedervereinigung und das geteilte irland sind mit "was zusammengehört" gemeint. augenzwinkern. und was von derartigen metapher-ideen zu halten ist, sage ich jetzt mal nicht. wiedervereinigungsromae und irlandproblematik, das ist wie ein besuch einer oberstufenklasse bei einem konzert von den scorpions und u2, mit anschließender feedbackrunde im klassenraum. dabei sieht das buch doch wunderschön aus, hat einen prima titel und lockt so leser wie z.b. mich in die gemeine falle. gut geht es los, mit einem brief, dann geht es aber bergab. rapide. ganz schnell. und konsequent! irland, katholische kirche, heinrich böll, alt-achtunsechziger, globalisierung, klassenfahrt, fußball, familentragödie, wiedervereinigung. das alles wird hintereinander wegerzählt, als habe der autor die auflage bekommen, in seinem erstling gleich alle relevanten themen der welt abzuhandeln, und das auch auch noch umfassend, erklärend und gleichberechtigt. es gruselt mich. es gruselt mich auch jetzt noch, wenn ich zurückblättere, an eine stelle, die mich sicherlich bis in meinen schlaf verfolgen wird. "ich fühle mich dann wie in einem gemälde von caspar david friedrich, ein einer dieser menschen, die versonnen hinaus aufs meer blicken, wo gerade der mond auf- oder untergeht. es ist nicht schwer, in diesen zustand zarter traurigkeit zu gelangen und die schwere süße der erinnerung zu schmeckeh. alles, was man braucht, ist ein wenig vergangenheit, eine liebe und eine prise fantasie. das gewesene liegt da wie ein gabentisch, von dem man sich bedienen kann und auf dem man alles so verändern darf, wie es einem gefältt. nichts ist mir köstlicher als die wehmut und ihre schwester, die melancholie." ja, so steht das da tatsächlich. das sind gedanken von der hauptfigur benjamin, dem investmentbänker ohne berufsenthusiasmus. welche der obrige formulierungen nun die schlimmste ist - die prise fantasie, die zarte traurigkeit oder doch die schwere süße süße erinnerung -, das zählt zu den grundsätzlich unbeanwortbaren fragen der welt. davon wirft das buch genug auf. und macht es damit wahrscheinlich zur perfekten lektüre für den deutschunterricht in der oberstufe.

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  • Rezension zu "Was zusammengehört" von Markus Feldenkirchen

    Was zusammengehört
    Melaka

    Melaka

    12. October 2010 um 18:05

    Der Autor beschreibt viele Anekdoten und Begebenheiten aus seiner Jugend ( deswegen Zielgruppe Männer Mitte 30) und parallel dazu zeitgeschichtliche Ereignisse (z.B. Deutsche Einheit). Die Handlung springt zwischen Gegenwart und seiner damaligen Studeinreise nach Irland, wo er sein Große Liebe kennen lernte. Als er nach vielen Jahren wieder von ihr hört, ergibt sich für den Protagonisten die Frage, ob sein Leben so wie es ist, gut ist oder ob er damals etwas hätte ändern können/sollen. Die Stimmung ist zum Schmunzeln-Melancholisch.

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