Markus Gabriel Warum es die Welt nicht gibt

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Inhaltsangabe zu „Warum es die Welt nicht gibt“ von Markus Gabriel

Die Welt gibt es nicht. Aber das bedeutet nicht, dass es überhaupt nichts gibt. Mit Freude an geistreichen Gedankenspielen, Sprachwitz und Mut zur Provokation legt der Philosoph Markus Gabriel dar, dass es zwar nichts gibt, was es nicht gibt – die Welt aber unvollständig ist. Wobei noch längst nicht alles gut ist, nur weil es alles gibt. Und Humor hilft durchaus dabei, sich mit den Abgründen des menschlichen Seins auseinanderzusetzen.

Nicht lesenswert. Ein einziges blabla, das teilweise auch noch unsinnig ist.

— KiwiCake
KiwiCake

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    Warum es die Welt nicht gibt
    BettinaR87

    BettinaR87

    Denkt man an das Fachgebiet der Philosophie, hat man unweigerlich die antiken Verfechter dieser Disziplin vor seinem inneren Auge, die ohne Ende schwadronieren. Dass es auch viel unterhaltsamer geht, verständlicher und was pinke Einhörner damit zu tun haben, zeigt Deutschlands jüngster Philosophieprofessor. Der Titel besagt schon das Wichtigste: Die Welt? Gibt es nicht. Wer jetzt aber frohlockend meint, dann gäbe es auch keine Matheklausur am Ende des Semesters, muss enttäuscht werden. Die gibt es wohl, genauso wie pinke Einhörner und wo wir schon mal dabei sind: die grünen Männchen auf dem Mars erst recht. Aber dein Weltbild und mein Weltbild? Sind natürlich völliger Quatsch! Bunte Bilder in grauer Theorie Des Rätsels Lösung findet man im Buch mehrfach erklärt und soll an dieser Stelle keineswegs verraten werden. So viel aber sei gesagt: Worum es grundsätzlich geht, sind philosophische Konzepte rund um beispielsweise den Konstruktivismus bis hin zum „neuen Realismus“. So hebt der Autor seinen Monolog von der spaßigen Philosophie auf ein durchaus anspruchsvolles Niveau. Genau das macht den Nutzwert des Buchs aus – die hohe Theorie gemischt mit verständlichen und witzigen Beispielen. Weg mit dem Alten! Trotzdem ist es keine ganz einfache Gedankenübung, auf die sich der Leser einlässt. Die Basis bildet seine Auffassung, dass die naturwissenschaftlich untersuchbaren Gegenstände längst nicht das einzige sein können, die existieren. So weit, so gut – das ist nicht neu. Doch was ist mit den Realitäten, die wir uns vorstellen und damit auch generieren? Damit nimmt er direkt andere Konstrukte wie den Neurokonstruktivismus aufs Korn und entwickelt im weiteren Verlauf gar seine eigene Denkschule: den neuen Realismus. Der Titel des Buchs lässt den potenziellen Leser umgehend stutzen. Das ist natürlich ganz bewusst so gestaltet worden und auch nicht ganz so neu: Die Philosophie befindet sich im Aufwind und damit die Schriften, die das Ganze einigermaßen verständlich rüberbringen. Mit dem Niveau des Monologs können Einsteiger aber nur bedingt mithalten. Daher sei eine kleinere Vorbildung auf dem Gebiet der Philosophie durchaus empfohlen. Insgesamt ein unterhaltsames, informatives und lehrreiches Lesevergnügen! Trotz Matheklausur am nächsten Tag.

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  • Erstaunliches von Deutschlands jüngstem Professor für Philosophie

    Warum es die Welt nicht gibt
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. August 2013 um 13:06

      „Worin befinden wir uns?“, das ist die Ausgangs- und Grundfrage, die Markus Gabriel in seinem erfrischenden und dennoch sehr fundierten und tiefgreifenden Buch stellt. Oder, frei nach Douglas Adams: „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“, was ist das eigentlich, alles zusammen betrachtet? Eher „Nichts“, zusammen betrachtet, um es vorweg zu sagen. Denn „die Welt“ gibt es nicht. Was Gabriel nicht nur „irgendwie“ behauptet, sondern luzide nachzuweisen versteht. Mit erstaunlichen Erkenntnissen und Etappen auf dem Weg des „neuen Realismus“.   Denn trotz diese lockeren Einsteigs und der ausgeprägten Fähigkeit Gabriels, sehr verständlich und flüssig sich auszudrücken, von Beginn an sei gesagt, dass hier kein philosophisches Leichtgewicht ein paar anregende Lebensweisheiten von sich gibt, sondern das Buch durchaus einer gründlichen Reflektion und der Bereitschaft, sich konzentriert mit den Gedanken Gabriela auseinander zu setzen bedarf. Denn schon der „ganz einfache“ Anfang mit dem „ganz einfachen Grundsatz“, „dass es die Welt nicht gibt“ zeigt auf, dass hier Abstraktionsvermögen gefragt sein wird, mithin die völlig selbstverständlichen Grundlagen des alltäglichen Denkens und Handelns gründlich durchgeschüttelt werden. Vor allem, da dieser Grundsatz, „dass es die Welt nicht gibt“ mit einschließt, „dass es alles andere gibt“. Und zwar subjektiv und objektiv. Aber mit Unterschieden zwischen beiden.   Es gibt also „alles“ aber eines nicht, nämlich „die Welt“. Soweit so klar?   Mitnichten. Aber bald. Denn in der Entfaltung eines „neuen Realismus“ geht Gabriel sehr nachvollziehbar und bestens argumentiert die erkenntnistheoretischen Wege der letzen Jahrzehnte nach und führt den Leser immer wieder an die Wände, in die Sackgasen und in die gedankliche Unmöglichkeit dessen, was der  einzelne Mensch „Die Welt“ nennt.   Das aber wäre nicht unbedingt neu, die vielleicht Behauptung einer reinen Subjektivität. Interessant aber wird, wie Gabriel Wahrnehmung und wahrzunehmendes oder wahrgenommenes Objekt gleichsetzt und beides untrennbar ist, die „objektive Realität“ als „wahrgenommene Wirklichkeit“ und die Wahrnehmung dieser Wirklichkeit an sich. Wobei immer noch deutlich mitschwingt, dass dies eben alles auch vom Standpunkt des jeweiligen Betrachters hochgradig beeinflusst wird, dass es nicht „die eine Welt“ gibt, auf die sich alle, zumindest theoretisch, als „über allem stehende objektive Wirklichkeit“ berufen würden, sondern es gibt eine nicht zu beziffernde Menge an „kleinen Welten“.   Rasant geht Gabriel auf diesem, seinem Weg dabei Teile der Philosophie- und Religionsgeschichte ab, erläutert ebenso die nicht entscheidende Qualität der „Elementarteilchen“, wie er Konstruktivismus, Naturalismus und Monismus soweit es geht verständlich in ihren Problematiken aufzeigt. Da ist das Beispiel vom grünen Apfel mit der Wespe und dem Delphin durchaus hilfreich, um zu zeigen, dass rein subjektiv konstruktivistischer Ansatz nicht funktioniert. Wie überhaupt Gabriel ebenso ein Talent dafür besitzt, Sachverhalte und abstrakte Gedankengebäude immer wieder an verständlichen Beispielen vor Augen zu führen.   „Sinnfeldontologie“ ist dabei die praktische Seite der Lösung, die Gabriel im Sinn hat. Alles das, was der Mensch erkennt, erscheint in „Sinnfeldern“. Erkenntnisfelder, in denen der Mensch „sehr viele Tatsachen“ genauso erkennt, wie sie sind. Bis eben auf das „große Ganze, die Welt“. Aber alles andere, worauf der Mensch blickt, ist sowohl in der Art real, wie er schaut, als auch real in dem, worauf er schaut. Wenn auch mit je verschiedenen Interpretationen (Dieses Kapitel im Buch, „Das Buch der Welt“ ist ans ich eine gute Darstellung der Grundgedanken Gabriels).   Ein hoch interessantes Buch, mit Wissen, Sprit und Witz anschaulich geschrieben und dennoch weit von dem entfernt, was man „populärwissenschaftlich“ nennen könnte. Und eine echte Herausforderung an den Leser, die sich auf jeder Seite lohnt.

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