Markus Heitkamp

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autorenbild von Markus Heitkamp (©Markus Heitkamp)

Lebenslauf von Markus Heitkamp

Der Autor Markus Heitkamp, von Freunden liebevoll „Grummel“ genannt, ist Jahrgang 1969 und wuchs in Datteln am Rande des Ruhrgebietes auf. Das Lesen von Büchern und das Schreiben und Erfinden von eigenen Geschichten wurde, sehr zum Leidwesen seiner Eltern, bereits im frühen Kindesalter sein stetiger Wegbegleiter. Wenn er nicht in seinem Brotjob als IT-Consultant arbeitet oder schreibt, verbringt er viel Zeit mit seiner Frau und seinen drei Söhnen in einem kleinen Haus inmitten von Nirgendwo in Niedersachsen. Mit seinem schriftstellerischen Schaffen trat er im Jahr 2012 erstmalig an das Licht der Öffentlichkeit. Mittlerweile ist er nicht nur als Autor von Horror-, SciFi- und Fantasy-Kurzgeschichten tätig, sondern auch als Herausgeber und Lektor und zu guter Letzt verfasst er unter einem Pseudonym erotische und homoerotische Erzählungen. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit ist er als ehrenamtliches Vorstandmitglied im Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) e. V. aktiv. Für seine Kurzgeschichte "Housten hat Probleme" wurde er mit dem Deutschen Phantastik Preis (2018) ausgezeichnet. 

Alle Bücher von Markus Heitkamp

Cover des Buches German Kaiju (ISBN: 9783945230381)

German Kaiju

 (4)
Erschienen am 18.03.2019
Cover des Buches Basement Tales Vol. 7 (ISBN: 9783947652136)

Basement Tales Vol. 7

 (1)
Erschienen am 15.03.2020

Neue Rezensionen zu Markus Heitkamp

Neu

Rezension zu "Basement Tales Vol. 7" von Markus Heitkamp

Sehr unterschiedliche, unheimlich spannende Geschichten
Lottchenvor 4 Monaten

Ich war sehr gespannt, wie die AutorInnen mit dem Thema ‘Anhalter’ umgehen würden, und habe mich sehr über das Ergebnis gefreut. Gerade habe ich Band 7 der ‚Basement Tales‘ zu Ende gelesen und ich kann es warm weiterempfehlen. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, aber alle unheimlich spannend.

Es fängt an mit ‚Kindermund‘ von Markus Heitkamp. Ein Mann nimmt eine Familie mit, die ihr Reisebus verpasst hat, damit sie ihn vielleicht noch einholen können. Aber schon schnell merkt man, dass die Atmosphäre zwischen den Familienmitgliedern nicht so harmonisch ist. Ich fand den Text genial. Er ist gut geschrieben und lustig. Man fiebert mit und hat Spaß an dem was passiert.

Danach folgt ‚Der Anhalter‘ von Simona Turini. Eine richtig böse Geistergeschichte. Eine Ich-Protagonistin erzählt von ihrem Leben, ihrer nicht so schöne Kindheit und ihrer Fähigkeit Geister zu sehen. Von Anfang bis Ende habe ich mitgefiebert, obwohl ich schon ziemlich früh eine Ahnung hatte, wie das Ganze enden würde. Trotzdem bleibt es die ganze Geschichte über spannend und man kann einfach nicht mit lesen aufhören.

‚Der Anhalter‘ von Uwe Voehl ist ein kurzer, aber kräftiger Text. Mir hat er sehr gefallen. Eigentlich total brutal, aber trotzdem so unschuldig erzählt.

Über ‚Der Bibliothekar‘ von Jens Gehres habe ich mich voll gefreut. Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Ölproduktion wurde vernichtet und das Mitnehmen von Anhalter ist zu Pflicht geworden. Eines Morgens wird Meike von einem Autofahrer mitgenommen, sie kommen in einem Gespräch und Meike merkt, dass etwas nicht stimmt. Die Geschichte wird immer spannender und vor allem die Liebe zum gedruckten Buch und die Gefahren der Digitalisierung werden hier sehr schön thematisiert. 

Die letzte Geschichte ‚Vor Anhaltern wird gewarnt‘ von Christopher Tauber ist ziemlich bitterböse. Ich, als Leserin, wusste lange nicht, in welche Richtung sie sich entwickeln würde. Wir begegnen einen Mann, der für seine Arbeit neue Autos zu den Kunden fährt. Unterwegs trifft er auf einen jungen Mann, der einen Unfall hatte, und verspricht ihm, ihn nach Hause zu bringen. Ab dann wird es abgefahren. Man fühlt, wie die Spannung stetig steigt, bis das richtig fiese Ende kommt. Es hat mich ein wenig Gänsehaut besorgt. Ich fand es grandios.

Das ganze Heft hat mir wieder sehr gut gefallen. Fünf richtig spannende Geschichten, die das eine Thema auf viele verschiedene Weisen aufgefasst und ausgearbeitet haben. Absolut empfehlenswert.

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Rezension zu "German Kaiju" von Markus Heitkamp

Anders als erwartet
Fuchsiahvor 10 Monaten

Die Erwartungen wurden erfüllt und doch irgendwie nicht. Viele der Geschichten haben einen bitteren Nachgeschmack auf der Zunge, geben einem mehr, als bloße Unterhaltung, zeigen mit dem Finger auf manche Probleme in der Gesellschaft und kombinieren es doch irgendwie mit Humor, um den Ganzen die Schärfe zu nehmen. Es gab keine Geschichte, die sich nicht hat flüssig lesen lassen, die mich nicht vom Stil her hätte überzeugen können. Denn die Mischung ist unfassbar gut. Allerdings, und das muss ich an der Stelle wirklich zugeben, habe ich nicht immer alles ganz verstehen können. Manche Begriffe kannte ich einfach nicht, manche Zusammenhänge erschlossen sich mir nicht direkt oder es wurde zeitweise zu technisch. Und manche Thematik konnte mich schlichtweg nicht abholen, wodurch ich die Stories dann auch einfach “überblättert” habe (hab ich natürlich jetzt nicht laut gesagt). Aber wisst ihr was? Das ist okay.

Ich habe insgesamt schnell gemerkt, dass die Thematik leider wirklich gar nicht so meines ist. Ja. Ich habe Godzilla geliebt, aber das ist kein Indiz dafür, dass ich die Art von Geschichte auch mag.
Vermutlich braucht man eine generelle Affinität zu den Monstern und zu dem Kajiu, die wohl nicht besitze. Dafür glaube ich, dass dieses Buch definitiv für jeden etwas ist, der Kurzgeschichten und Monster mag. Ich bin dort tatsächlich mehr der Gamer, der einfach mit full damage draufhauen würde und darauf hofft, ein Gruppenevent daraus zu machen.

Trotz allem muss ich sagen, dass ich gut unterhalten wurde. Filme, Ideen und Anregungen wurden nicht einfach nur kopiert, sondern in etwas komplett eigenes verwandelt. So konnte ich Bekanntes mit etwas Neuem verknüpfen. So wurde vor allem aktionreich gearbeitet, was mich wohl wirklich abgeholt hätte, wenn es meine Thematik gewesen wäre. Die Stimmung der alten Streifen wurde auch eingefangen, irgendwie. Denn ich hatte trotz allem das Gefühl, aus jeder einzelnen Kurzgeschichte einen eigenen Film drehen zu können.

Fazit: Insgesamt kann ich nur sagen, dass jeder einzelne Autor wirklich viel Zeit ins seine Story investiert hat und man merkt, dass jeder wirklich viel Spaß daran hatte. Selbst wenn ich nicht vollends begeistert war, was ich wirklich mehr auf die Thematik schiebe und die hohen Erwartungen durch “Schnittergarn”, muss ich dies einfach anerkennen. Und wie oben schon erwähnt, ist dieses Buch in meinen Augen für jeden etwas, der Geschichten um Monster wie Godzilla mag und/oder eine Affinität zu ihnen besitzt. Man muss diese Art von Geschichte einfach mögen. Ebenso wie die Art der Erzählweise.

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Rezension zu "German Kaiju" von Markus Heitkamp

Zerstören – Fressen – Erobern
Gwynnyvor einem Jahr

Krasse und vielfältige Monster, allumfassende und totale Vernichtung, kreischende und um ihr Leben rennende Menschen – und das alles in good old Germany!

FAKTEN
Die Anthologie „German Kaiju“ wurde von Markus Heitkamp herausgegeben und beim Leseratten Verlag im März 2019 veröffentlicht. Es ist als eBook und Print erhältlich. Welche Autoren an dieser Anthologie mitgewirkt haben, erfahrt Ihr weiter unten, wenn ich zu jeder Kurzgeschichte etwas schreibe 😉

KURZMEINUNG
Trashig geniale Stories, die mit erstaunlicher Tiefe aufwarten können!

KLAPPENTEXT
Zerstören – Fressen – Erobern
Elf Autoren entführen Sie in die Welt der Riesenmonster, wo sich verrückte Wissenschaftler abnormer Monstrositäten bedienen, außerirdische Aggressoren mit Hilfe von Giganten nach der Herrschaft streben und sich Mutter Erde mit brachialer Gewalt gegen die Ausbeutung durch den Menschen zur Wehr setzt. Seien Sie dabei, wenn Deutschland in Schutt und Asche gelegt wird und nichts und niemand den Aufmarsch der German Kaiju aufhalten kann.
Eine Hommage an den klassischen japanischen Monsterfilm.


SCHREIBSTILE
Obwohl für jede Story die gleiche Grundthematik vorliegt – nämlich schreckliche Monster, die töten, erobern oder sich rächen wollen … oder alles zusammen – könnten die Geschichten nicht verschiedener sein.
Wir haben hier ein gekonntes Sammelsurium von Geschichten, die in ihrer Fülle weder nerven noch langweilen. Sie haben mehr als gut unterhalten können. Ich habe so oft schallend gelacht, war sicher nicht immer angebracht, aber ich habe auch bei Titanic gelacht und laut durch den Saal gebrüllt, dass die Tür locker für zwei Personen gereicht hätte ^^ Hier wurde also ein Teil meines Humors sehr schön bedient.
Was mich jedoch am Ende wirklich begeistern konnte, war, dass die Geschichten alle einen Hintergrund haben. Sie haben eine Message, teilen viel zwischen den Zeilen mit. Und so kann man, wenn man gewillt ist, ins Grübeln kommen. Ein Geniestreich. Denn man kann sich auch herrlich einfach von der Umsetzung begeistern lassen. Monster Trash? Sicher. Lesenswert? Auf jeden Fall! Genial? Aber hallo!
Nach den ersten der Geschichten hatte ich Sorge, ob mich das Büchlein auf diesem echt hohen Niveau halten kann. Mir wurde schon versichert, dass dem so wäre. Und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht. Jedes einzelne Werk war gekonnt in Szene gesetzt. Ich mochte jedes auf seine Art und Weise. Und ich finde es bei Anthologien sehr erfrischend, dass die Stile so unterschiedlich sind. Davon lebt eine solche Sammlung, wenn Ihr mich fragt.
Die Einleitung und Erklärungen, das Vorwort des Herausgebers – das alles konnte punkten. Man wird nicht einfach in die Thematik geschmissen – Im Gegenteil, man wird eigentlich deutlich gewarnt. ^^ Ich habe es natürlich trotzdem, oder erst recht, nicht sein lassen können. Ich bin schwer begeistert!

ÜBERSICHT DER EINZELNEN GESCHICHTEN MIT ZITATEN UND KURZEN GEDANKEN
Hier gibt es kleine Zitate aus jeder Geschichte, die ich selbst aus den einzelnen Texten ausgewählt habe.
Und einen Gedanken, der mir am Ende der jeweiligen Story durch den Kopf ging.


Nakama, der Schrecken vom Mond - Von Thomas Heidemann
Zitat
In dieser Situation tat Tobias das, was jeder Mann mit gesundem Menschenverstand tun würde: Er zückte sein Handy, startete eine Videoaufnahme und marschierte auf die Feuer zu.
Mein Gedanke/ Eindruck
Nationalsozialismus ist eine niemals aussterbende Seuche – doch wie weit geht ihr Wahn?


Chaodoru: Das Grauen aus der Tiefe – Von Wolfgang Schroeder
Zitat
Monster, dachte sie instinktiv, als die Kreatur in ihrer ganzen grotesken Hässlichkeit in die Höhe schoss.
Mein Gedanke/ Eindruck
Der BER – verschieben wir die Eröffnung auf … nie!?


Der Keim – Von Tom Daut
Wann lohnte es sich wohl, es auszuschalten? Vielleicht zu den Nachrichten am Mittag? Über seine Grübeleien, wann und wie […] sein Ziel in Duisburg erreichen würde, und ob er vielleicht seinen Bruder warnen sollte, nickte Markward ein.
Mein Gedanke/ Eindruck
Wehe uns, sollte die Natur wirklich mal auf Abwehr gehen …


Symbiogenese – Von Thorsten Scheib
Zählt man Eins und Eins zusammen, ergibt das … HEILIGE SCH***!
Mein Gedanke/ Eindruck
Weniger Monster, als eine mögliche Alternative der Natur.


Frankensteins Raketenmonster im Blutrausch - Von Thomas Williams
Zitat
»Ich habe schon immer gewusst, dass mit der Stadt was nicht stimmt.«
Mein Gedanke/ Eindruck
Mit einer genialen Portion Humor mitten ins Monstergetümmel!


Hansebiker gegen Mutant X – Von Hanna Nolden & Markus Heitkamp
Zitat
Wahrscheinlich musste einfach einer aufs Klo und als er so aus dem Fenster seines Raumschiffs schaute, sah er die blaue Kugel und entschied, dass es ein guter Ort zum Schei***en wäre.
Mein Gedanke/ Eindruck
Wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe …


Flammen über Karlsruhe – Von Simona Turini
Zitat
Jetzt rannten alle. Das sollte ich wohl besser auch endlich tun, mich in Sicherheit bringen vor dem gigantischen Wesen, das gerade vollkommen unvermittelt die Pflasterung des Marktplatzes durchbrochen hatte.
Mein Gedanke/ Eindruck
So viel zu der Legende um ein gewisses heiliges Relikt – Schreibt die Geschichtsbücher um xD


Saibotoru greift an – Von Finley »Gun« McKinley
Zitat
»Die Konstanzer können froh sein, dass ihre Besucher von nun an nicht mehr von einer Nut*** begrüßt werden«, sagte er schließlich. »Aber ich fürchte, das sehen nicht alle so.«
Mein Gedanke/ Eindruck
Wehe den Wehen der Forschung …


Die Großen Alten – Von Markus Kastenholz
Zitat
Der letzte übrig gebliebene dunkle Gott war … NEIN! Schade, aber sein Name ist mit den uns bekannten Schriftzeichen nicht auszudrücken. Selbst Lautschrift würde hier kläglich versagen. Sein Name klingt wie das Platzen einer italienischen Tomate, die man aus exakt 8,7654321 Metern Höhe auf eine Waschbetonplatte fallen lässt. Nennen wir unseren dunklen Gott deshalb einfach Plitsch-Platsch.
Mein Gedanke/ Eindruck
Absolut megagenialer Humor, ich bin aus dem Lachen kaum noch herausgekommen ^^


MEIN FAZIT
Intelligenter Monster-Trash, der am laufenden Band Filme in meinem Kopf abspielen lässt. Pure Vernichtung, Vendetta, Zerstörung und Chaos – das alles mitten in Deutschland- zum Teil sogar in heimatlichen Gefilden, nahe Duisburg und Umgebung^^. Neben geistreichen Ideen, genialem Humor und den verschiedensten Monstrositäten können diese Geschichten aber noch viel mehr. Für den, der zwischen den Zeilen lesen mag, warten sie mit Stoff zum Nachdenken auf. Diese Anthologie hat mir echt Spaß gemacht und mich sehr gut unterhalten!

MEINE BEWERTUNG
Höchstwertung!
Hier gibt es 5 von 5 goldenen Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 26.05.2019 

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Markus Heitkamp wurde am 29. April 1969 in Waltrop (Deutschland) geboren.

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