Collector

von Markus Heitz 
3,8 Sterne bei153 Bewertungen
Collector
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Wolf1988s avatar

Leichte, aber sehr spannende Kost, die ich an einem einzigen Sonntag durchgelesen habe.

Evens avatar

Space Opera at its best

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Inhaltsangabe zu "Collector"

Ein atemberaubendes Zukunftsabenteuer in Cinemascope Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen und große, multinationale Konzerne treiben mit Macht und viel Geld die Eroberung der Galaxis voran – bis man auf eine geheimnisvolle außerirdische Spezies trifft: die Collectors. Eine Spezies, der selbst die härteste Spezialeinheit der Konzerne, die Justifiers, scheinbar machtlos gegenübersteht…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453527386
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:864 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:09.05.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.05.2010 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    BlueNas avatar
    BlueNavor 4 Jahren
    Gibt es noch Rettung für die Menschheit?

    Kris Schmidt-Kneen ist Frachter Pilot auf der Erde und unterwegs zu einem vermeintlich normalen Auftrag. Doch kaum bei den angegebenen Koordinaten angekommen, stellt Kris fest, dass nichts an dem Auftrag normal ist: Er soll für einen Konzern einen außerirdischen Antrieb mit seinem Antigrav-Truck zu einem noch unbekannten Ort schaffen. Trotz Bewachung wird Kris angegriffen und samt Truck und Alien Antrieb ins Weltall entführt. Hier lauert nämlich ein weiterer Wirtschaftskonzern darauf, den Alien Antrieb in die Finger zu bekommen um seine unlauteren Ziele zu verfolgen. Währenddessen nimmt eine hochentwickelte außerirdische Rasse, die Collectors, immer mehr von Menschen besiedelte Planeten „in Obhut“ und schottet sie vom Rest des Universums ab. Kris wird mitten in eine Krise geschleudert, mit der er nichts zu tun haben will und in die sogar seine kleine Tochter Soraya hineingezogen wird.

    Markus Heitz bezeichnet seine „Justifiers“-Reihe als eine Space-Opera und das ist es auch. Es gibt Aliens, Betahumanoiden, Roboter, große Raumschiffe und Weltraumschlachten, also alles was das Sci-Fi-Herz begehrt und das ist es auch, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Ich lese leider viel zu selten Science-Fiction, sondern schaue viel mehr Filme und TV-Serien aus diesem Genre, trotzdem bin ich immer wieder begeistert, wenn ich ein Sci-Fi-Buch zwischen die Finger bekomme. Zwischendurch verliert sich „Collector“ zwar in Nebenhandlungssträngen und wird dadurch ein wenig langatmig, doch dies hat mich nicht groß gestört, denn schließlich legt das Buch den Grundstein einer gesamten Reihe und führt das Universum sozusagen ein.

    Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut und ich lese seine Bücher immer wieder gerne. Er schreibt flüssig, aber auch häufig mit einem ironischen Unterton, der den Geschichten immer dieses gewisse Etwas verleiht, die sie so interessant für mich machen. Heitz schafft es, mich mitten in den Weltraum zu katapultieren, mich auf fremden Planeten Abenteuer erleben zu lassen und außerirdische Rassen so zu beschreiben, als würde ein Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Inklusive stimmungsvoller Hintergrundmusik! Manchmal schweift die Story ein wenig ab, der rote Faden zerfasert, aber ich habe es immer geschafft, wieder in die Spur zu kommen, so dass dies zu keinem großen Problem wurde.

    Durch die Vielzahl an Charakteren bleiben einige von Ihnen auf der Strecke, doch die Hauptprotagonisten Kris Schmidt-Kneen und Faye Durrick werden gut skizziert und ich konnte eine emotionale Bindung zu den Beiden aufbauen. Gerne wäre ich noch gerne tiefer in die Psyche von Fayes Schwester Nuria Suede, die von einem Driver in Besitz genommen wurde, und dem Chemical „23“, der über starke psionische Fähigkeiten verfügt und so ein Raumschiff steuern kann.

    Das Cover der Klappbroschur ist schlicht gehalten. Ganz in schwarz gibt es einen leuchtend gelben Fleck, der, wenn man genau hinschaut, einen Ausblick auf das Weltall bietet und den Buchtitel beinhaltet. Der Name des Autors ist in großen weißen Lettern darüber platziert. Ich mag die Gestaltung!

    Fazit: „Collector“ von Markus Heitz ist der spannende Auftakt einer Space-Opera, dem weitere „Justifiers“-Romane von verschiedenen deutschen Fantasy- und Sci-Fi-Autoren nachfolgen. Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich freue mich auf alle weiteren „Justifers“-Bücher! Somit vergebe ich gute vier von fünf Sternen!

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    KillerNr2s avatar
    KillerNr2vor 5 Jahren
    Oje. Das war nichts, Herr Heitz.

    Wer nach einem Blick auf die riesige Publikationsliste von Markus Heitz schaut und sich dann denkt, daß bei diesem Ausstoss auch eine Menge weniger gelungener Werke dabei sein muss, der sieht sich hier bestätigt.

    Daß die SF-Ideen nicht sonderlich neu sind: Geschenkt. Daß die Charaktere flach und blass bleiben: Es ist halt technikfixierte SF, da stören Menschen nur.

    Aber daß alle paar Absätze dicke Schnitzer stehengeblieben sind, die ein Lektor ausbügeln müsste, das stört den Lesefluss doch ungemein. Und die zahllosen englischen Namen und Begriffe stören auch (einmal wird jemand mit "Derrick, Sie Pussy!" angeschrien; das war dann wenigstens lustig, denn bei Derrick denke ich an Augenringe).

    Ein Beispiel dafür, dass Heitz nicht mal einfachste Physik beherrscht, wenn eine seiner Figuren im Raumanzug durchs Weltall treibt und ihre Visierscheibe zerspringt:
    "... gegen die Macht des Vakuums kam er nicht an".
    Es ist in Wirklichkeit der Luftdruck im Innern des Anzugs, gegen den er nicht ankommt, als er seine gesplitterte Visierscheibe mit den Händen festhalten will.
    Und ein Stück weiter:
    "Eisige Luftleere strömte in den Raumanzug und beendete das Leben des Ground Commanders binnen Sekunden."
    Von dem englischen Dienstgrad (?) mal abgesehen - es ist die Luft, die aus dem Anzug hinaus-, und nicht etwa Vakuum, das hinein-strömt. Vakuum ist per definitionem NICHTS, wie soll das strömen können?

    Neben Physik, die er nicht kann, ist auch Deutsch nicht Markus Heitzens Ding.
    "Air Marshal ... Tannman ... saß vor der Sternenkarte, die an die Wand geworfen wurde."
    Die werfen da Karten durch die Gegend?! Gar Sternenkarten? Heitz meint wohl "die an die Wand projiziert wurde" oder auch "deren Bild an die Wand geworfen wurde". Solche sprachlichen Schlampereien finden sich praktisch auf jeder Seite:
    "Kris holte mit klopfendem Herzen mehrmals tief Luft ..."
    Soso, der atmet mit seinem Herz?! Sehr fortschrittlich.

    Immerhin müssen wenigstens die Schokoriegel der Heitz'schen Zukunft was ganz Besonderes sein: "Kris nahm sich einen Schokoriegel von der Aböage und öffnete die Verpackung mit einer Hand ..." Schon mal probiert?

    Nein, Markus Heitz, das war leider nichts.

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    Jeamis avatar
    Jeamivor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Rasante SfFi-Geschichte mit einem Hauch von Sozialkritik. Ohne das Liebesgedöns wären es 5-Sterne gewesen!
    Rasantes SiFi-Abenteuer

    Die Menschheit steht vor der Ausrottung. Rasant, schnell, mit interessanten Ansätzen und einem Hauch von Sozialkritik. Lediglich das Liebesgedöns zwischen Kris und Faye hätte sich der Autor sparen können - muß das immer sein? Auch blieb der Schluss (mit Hinblick auf eine Fortsetzung?) ziemlich waage. Das mag ich persönlich gar nicht.

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    M
    maltervor 6 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Worum es geht
    Steht in den zahlreichen anderen Rezensionen.

    Was mir gefällt
    Collector spielt in einer ausgereiften und durchdachten Zukunftsvision. Bündnisse, Konzerne und Institutionen heben sich durch ihre einzigartigen Merkmale voneinander ab. Die Charaktere sind originär, gut beschrieben und handeln glaubwürdig. Die Handlung beginnt spannend, mysteriös und vielschichtig.

    Was mir nicht gefällt
    Im Verlauf des Buches häufen sich für mich die Widersprüche. Was zu Beginn unmöglich schien, wird zur Routine. Gegen Ende hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Charaktere mehr durch Zufall weitergetrieben den, als durch eigene Handlungen. Besonders im Finale des Buches werden mehr Fragen aufgeworfen, als geklärt. Manche Erklärung scheint zudem als Notlösung, um die verfahrene Situation aufzuheben, auf einige wenige brennende Fragen gibt es keine befriedigenden Antworten.

    Wie es sich ließt
    Handwerklich ist das Buch tadellos. Von dem überreichen Angebot an Anglizismen abgesehen, hat sich Collector gut und einfach lesen lassen. Spannung ist gegeben, es dauert jedoch einige Seiten, bis das Buch richtig Fahrt ausnimmt. Dabei knickt der Spannungsbogen leider öfters ein. Zahlreiche Ideen geben Lust weiterzulesen.

    Persönliches Fazit
    Collector von Markus Heitz ist gute Hausmannkost. Die Geschichte startet originell und mystisch, wird im Verlauf des Buches aber immer linearer und endet erklärungsschwach. Nichts, was man unbedingt gelesen haben muss, es schadet aber auch nicht.

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    Webbees avatar
    Webbeevor 6 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Wir schreiben das Jahr 3017. Die Menschheit ist längst ins Universum gezogen und hat sich ferne Welten und fremde Technologien zu Eigen gemacht. Eine unbekannte Rasse „ahumaner“ Lebewesen taucht auf einem von Menschen besiedelten Planeten auf und stuft die Menschheit als „schützenswerte und bedrohte Rasse“ ein. Von da an, sind Milliarden von Menschen dazu auserkoren, von den Ahumanen behütet zu werden – auch gegen ihren Willen. Niemand weiß, von welcher Motivation sie getrieben sind, was ihre Pläne sind und niemand versteht ihre „Sprache“.
    Die von ihnen okkupierten und fortan „behüteten“ Welten sind abgeschnitten von jeglicher Kommunikation nach außen und ein Entkommen ist für niemanden möglich. Somit weiß niemand, was auf diesen besetzten Welten passiert, was aus den Menschen oder auch all den anderen Wesen dort wird.
    Angst macht sich breit – davor, dass die Collectors, wie sie mittlerweile genannt werden, bald vor der nächsten Menschwelt auftauchen würden. Denn mögen die Menschen eine Obhut höherer Wesen durchaus zu schätzen wissen, so gibt es letztendlich doch wertvollere Dinge – Freiheit und Selbstbestimmung.
    25 Jahre nach dem Erstkontakt beginnt der organisierte Widerstand. Eine Gruppe Justifiers (von einem Konzert gesponserte Söldnertruppe) macht sich auf die Mission, mehr über die Collectors und deren Machenschaften herauszufinden, um sie dann bekämpfen zu können.
    Das hört sich zunächst, wie ein klassischer, spannender Science-Fiction Stoff an, doch es steckt mehr dahinter. Nicht nur, dass Markus Heitz seine Geschichte „Space Fiction“ nennt, es ist im Grunde eine gesellschaftskritische Zukunftsvision mit Elementen eines Wirtschafts- oder Polit-Thrillers á la Frank Schätzing und dennoch ein rasantes Weltraumabenteuer.
    Mit Collector hat Markus Heitz einen sehr guten Einstieg geschaffen, in seine sicherlich weiterzuführende Space-Fiction-Ära. Die Möglichkeit von Fortsetzungen, hat er sich mit dem Ende des Buches in viele Richtungen offen gehalten.

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    Philips avatar
    Philipvor 6 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Meine Meinung:
    Geschichte/Handlung:
    Die Handlung in Collector kommt nur sehr langsam in Fahrt. Anfangs zieht sich die ganze Geschichte meiner Meinung nach viel zu sehr in die Länge ohne dass etwas Nennenswertes passiert. Nachdem die Charaktere alle eingeführt waren und die eigentliche Story so langsam beginnt wird der Roman aber Zusehens besser was zum Ende hin, ohne zu viel verraten zu wollen, in einem sehr netten Finale gipfelt. Trotzdem ist die Geschichte und das Vorhaben der Collector zu vorhersehbar wodurch die Spannung trotz guter Erzählweise etwas darunter leidet.
    Charaktere:
    Am Anfang des Romans werden meines Erachtens sehr viele Charaktere eingeführt die mehr oder weniger wichtig für die spätere Handlung sind. Dies ist vor allem anfangs sehr langatmig und eher uninteressant. Erst später lernt man dann die wichtigen Charakterzüge der Hauptcharaktere richtig kennen. Hier hätte man sich etwas kürzer fassen können.
    Cover & Titel:
    Ein eher schlicht gehaltenes Cover welches andeutungsweise eine Galaxie darstellen soll aber ohne große Liebe zum Detail. Ein rein schwarzes Cover wäre wohl auch nicht viel langweiliger gewesen. Der Titel ist auch ebenfalls nicht der Beste. Zwar handelt es sich bei „Collector“ um die feindliche Rasse, um die es im Roman geht, trotzdem kann man als Leihe ohne den Roman zu kennen, nichts damit anfangen was nicht unbedingt zum Kaufen anregt.

    Fazit:
    Ein eher durchwachsener Science-Fiction Roman von Markus Heitz welcher schwach beginnt, sich aber zum Ende hin steigern kann. Fans von Science Fiction Romanen werden zum Ende des Romans mit einer schönen Raumschlacht beglückt und wer die Zwerge Romane von Heitz kennt, wird ein nettes Easteregg auf Seite 597 finden wo es um einen immer wieder angedeuteten Zwergen und Ork Witz geht ;-)
    Insgesamt ist Collector ein Roman den man mal gelesen haben kann aber nicht unbedingt zur „Must-read“ Lektüre gehört. Trotzdem Freue ich mich auf die Fortsetzung COLLECTOR II - Code: Vade Retro.

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    ralluss avatar
    rallusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Ein Popcornbuch!
    Würde es diesen Begriff noch nicht geben, müsste man ihn erfinden. Nachdem ich den Buchdeckel aufklappte kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus.
    Die Packung Popcorn lag dann neben mir (natürlich mit Salz) und dann tauchte ich in den Wilden Westen des Jahres 3042 ein.
    Etliche Raumfregatten, 10 Kilometer große Bigger Raumschiffe, bis zu Unkenntlichkeit veränderte Hybridwesen, durch Anzüge gestählte Soldaten, geklonte Beta-Tierwesen, knallige Helden mit ihren Sporen, blubbernde, blutspritzende Geisteswesen, Mikrowellenmagnetlaser und nebenbei wird die Welt gerettet.
    Wusste gar nicht dass es Perry Rhodan Schreiber noch gibt, hier werden ja so viele Science Fiction Klischees verarbeitet, dass man das Buch gar nicht Ernst nehmen kann.
    Fortsetzung? Ja bitte!
    Logik und Verstand ausschalten, Schlachtruf ausstossen und in den Weltraum zum Kampf reiten!

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    carnotiss avatar
    carnotisvor 8 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Collector von Markus Heitz

    Zum Buch:

    Die Story beginnt im Jahr 3042. Die Menschheit hat es geschafft - durch internationale Kartelle - diverse Galaxien zu beherschen. Nach und nach wird die Dominanz der meschlichen Rasse gebrochen, die Collectoren vereinnahmen Planeten, die zuvor von Menschen beherrscht wurden.
    Natürlich kommt es daraufhin zu Konflikten, galaktische menschengeführte Flotten liefern sich erbitterte Gefechte mit der neuen Gefahr aus dem All.
    Einer der Protagonisten, Kris (natürlich ein Mensch und Deutscher) soll einen bei Ausgrabungungen gefunden Hyperantrieb mit seinem Frachter an einen anderen Ort im Weltall bringen, wird aber aufgerieben, verliert nicht nur seine Fracht, sonern auch seine welt(all)weite Reputation und wird fortan gejagt.
    Sein Vater, schwerst angeschlagen durch Zeit-Raum Sprünge hat die Fähigkeit, mit anderen Wesen zu kommunizieren, eine Fähigkeit, die Kris auch kennen lernen wird.
    Wir lernen die Tirani (vierbeinige Humanoide), Chimären (Laborwesen mit menschlichem und tierischem Erbgut) und vor allem die durch die "Church of Stars" entstellten Menschen kennen, deren Biomasse durch Metall ausgetauscht wurde.
    Collectors und Menschen liefern sich einen heftigen Schlagabtausch am Ende des Buches, gottlob sind weder Sie, noch ich am Ende dabei, oder wollen Sie noch tausend Jahre leben?

    Fazit:

    Insgesamt sehr lesenswert. Der Autor schaftt es, Sci-Fi mal aus einer etwas anderen Perspektive erleben zu lassen. Als Geisteswissenschaftler und Germanist ist seine Sicht der Zukunft wohltuend anders als die der Techniker.
    Interessant fand ich seine Hinweise auf körperliche Störungen, die das Leben im Weltall und vor allem während der Sprünge mit Hyperantrieben verursacht. Ein Mensch ist eben Zweibeiner und wurde für Geschwindigkeiten konzipiert, die Zweibeiner erreichen.
    Heitz beschreibt die Menschheit nicht als die finale Entwicklung der Evolution. Es gibt dort draußen durchaus Wesen, die uns nicht nur das Wasser reichen können, sondern auch technisch und logistisch überlegen sind. Die Collectoren sind beispielsweise in der Lage, die Menopause einer älteren Frau zu stoppen und ihnen ungeahnte Fruchtbarkeit zu geben.

    Markus Heitz bekommt von mir vier von fünf möglichen Sternen.

    Der Autor:

    Markus Heitz, bekannt durch seine Romane "Die Zerge", "Ritus" und andere Titel wurde 1971 in Homburg geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte an der Universität des Saarlandes und gilt heute als einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands.

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    Zhunamis avatar
    Zhunamivor 8 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Dieses Buch wurde mir vor Kurzem bei einer Lesung von Markus Heitz hier in Ilmenau vorgestellt. Ich war begeistert von dieser Lesung, da Heitz offenbar nicht nur ein guter Autor, sondern auch ein guter Entertainer ist. Die Ausschnitte, die aus dem Buch vorgelesen wurden, haben Lust auf mehr gemacht, und so ließ ich mir die dort erstandene Ausgabe auch direkt signieren. Gelesen habe ich sie dann auch relativ zügig. Wie alle Heitz-Bücher sieht auch dieser Roman sehr umfassend aus, liest sich aber aufgrund dicker Seiten, großer Schrift und vieler Seiten, auf denen nur die Kapitelüberschrift prangt, sehr schnell. Laut Heitz eigener Aussage, wird dieser Roman nicht dem Genre "Science Fiction", sondern der Kategorie "Space Fiction" zugeordnet, die in ihrer Definition noch relativ neu ist. Normalerweise bin ich kein großer SF-Fan, und ich schätze, auch dieses Buch wird daran nicht viel ändern, aber es war dennoch eine schöne Abwechslung. Die zum Teil vorhersehbare Handlung spielt irgendwo in unserem Universum - wo genau, das kann ich nicht mal definieren, denn die Protagonisten bewegen sich innerhalb des Buches so schnell von Planet zu Planet und durch verschiedene Galaxien, dass man zum Teil den Überblick verliert - oder wie in meinem Fall - ihn gar nicht erst bekommt. DIe Charaktere sind sehr vielschichtig gestaltet und treffen über alle möglichen Umwege aufeinander. Es geht um nichts Geringeres als die Rettung der Freiheit des Menschen, wobei natürlich fraglich ist - inwiefern ist der Mensch frei, inwiefern will er es sein - und hat er es eigentlich verdient? Diesbezüglich erlebt der Leser im Buch noch die eine oder andere Überraschung. Begeistert war ich auch von Heitz Mensch-Tier-Parallelen, die im Buch gelegentlich auftauchen, meines Erachtens nach aber noch hätten vertieft werden können. Ich vergebe vorsichtige 4 Sterne für das Buch, da ich 3 zu wenig finde, dafür hat es mich dann doch zu gut unterhalten. 5 Sterne gibt es von mir nur für absolute Meisterwerke, und darunter kann ich "Collector" leider nicht zählen, auch wenn es mir gefallen hat.

    Kommentare: 1
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    Nazurkas avatar
    Nazurkavor 8 Jahren
    Rezension zu "Collector" von Markus Heitz

    Collector – Markus Heitz

    Ein Science-Fiction Roman, der mehr verspricht, als er hergibt.

    Collector

    Klappentext:

    "Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ... "

    Zum Autor:

    Markus Heitz wurde am 10. Oktober 1971 in Homburg, Deutschland, geboren und ist ein deutscher Fantasy-, Horror- und Sciences-Fiction Autor.

    (Aus: wikipedia.de, 29.07.2010, 16.10 Uhr)

    Zum Roman:

    Wir schreiben das Jahr 3042. Die Welt der Menschen hat sich auf ein breites Spektrum des Unsiversums ausgedehnt, mit einer außergewöhnlichen Technologie, mit der sie in der Lage sind, zwischen verschiedenen Systemen mithilfe von Kurz-und Langstreckenflügen zu springen, die sie jedoch nur in Ansätzen verstehen. Doch bald treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies, die "Collectors", die den Menschen helfen wollen. Dieses Angebot können sie nicht ablehnen, und bald schon merken sie: dies wird katastrophale Folgen nach sich ziehen.

    Fazit:

    In einer Welt mit unteschiedlichen Planeten, den unterschiedlichsten Rassen - vom Menschen bis hin zum Beta-Humanoiden, oder auch zu außerirdischen, wie z.B. den "Collectors" herrscht nicht nur Faszination - sondern auch große Verwirrung.

    Eine Vielzahl an Characteren, sowie einer Menge Konzerne, Spezies und Planeten und System durchfluten diesen Roman. Als Leser muss man sich deshalb erstmal einen Überblick über die Personenkonstellation verschaffen, sowie sich erstmal zurecht finden. Nach einigen Seiten wird der Leser schon in das Schicksal zweier Charaktere eingebunden: Kris Schmidt-Kneen, "Kutscher" auf der Erde, sowie auch Faye Durrick, die eigentlich nur versucht, vor ihrer von einem Co-Driver besetzten Schwester Nuria zu flüchten.

    Kein Wunder, dass sich beide Schicksale miteinander verknüpfen, als beide bei der Justifer-Einheit landen und einen gefährlichen Auftrag unter Leitung von Nuria Faye ausführen sollen. Verrat ist natürlich genauso gründlich gesiebt, wie eine "Liebesgeschichte" im Weltraum, wenn es um Leben und Tod geht.

    Leider muss man hierzu sagen, dass sich für den Leser nicht alles so toll entwickelt hat, wie für die einzelnen Charaktere des Romans.
    Diese weisen nämlich leider keine allzu große Charaktervielfalt auf, bis auf Anatol Lyssander, der am Interim Syndrom leidet und einen völlig verrückten und neuen (im positiven Sinne) Eindruck auf den Leser macht und so auch durch diesen Charakter Spannung im Roman aufrechterhalten wird.
    Kris Schmidt-Keen, sowie auch Faye Durrick entwickeln sich zu schnell, ohne viel Hintergrund oder Begründung. Die Wandlung einzelner Charakterzüge sowie Handlungen bleiben für den Leser ein Rätsel. Man hat eher das Gefühl, neu aufgelegte Stereotypen zu erleben, die aber kaum was neues zu bieten haben.

    Der nicht sehr originelle Plot ist allerdings auch von einigen guten Ideen und Ansätzen geprägt, die teils auch im Roman rauskommen und der Leser wieder einem Spannungsmoment unterworfen ist, dem er sich nicht entziehen kann.

    Die totale Katastrophe allerdings strebt eher dem Ende entgegen: Keine Aufklärung verschiedener Details, keine großen Schlussfolgerungen, Erklärungen oder sonstiges. Warum einige Details, von denen man dachte, die müssten doch wichtig werden, nicht mehr genannt werden und gute Nebencharaktere, die den Roman ebenfalls im Laufen gelassen haben, einfach nebenbei beseitigt werden, ist sicherlich ein Rätsel für viele Leser. Faszination, Spannung und auch Charakterunterhaltung schlägt hier um in Frustration und Enttäuschung. Da hätte Heitz definitiv mehr rausholen können, doch es scheint, wie so oft bei vielen Romanen, dass dem Schriftsteller die Lust oder auch die Ideen ausgehen, um das zu Ende zu bringen, was sie eigentlich gut begonnen haben.

    Das Cover wirkt durchaus einladend, allerdings ist dies für das Preis-Leistungsverhältnis dann doch nur noch ein schwacher Trost, wenn man 14,95 € für ein Buch ausgibt, das einen nicht wirklich gänzlich überzeugen konnte.
    3/5 Sternen.

    Autor: Markus Heitz
    Einzelband
    Verlag: HEYNE < ; Taschenbuch
    Genrè: Sience-Fiction/Space-Fiction
    Preis: 14,95 €

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Lerchies avatar
    Hallo Markus Heitz, ich hoffe, ich bin nicht zu spät, war heute den ganzen Tag nicht zu Hause. Heute Ist das Buch Collector von Ihnen bei mir eingetroffen, war eine der GewinnerInnen. Ich habe mich richtig doll darüber gefreut. Nun möchte ich gerne wissen. ob es irgendetwas gibt, das sie zu diesem Buch inspiriert hat, denn soviel ich weiß war es doch Ihr erster SF-Roman? Ich freue mich schon sehr aufs Lesen!
    Zum Thema

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