Markus Heitz Des Teufels Gebetbuch

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Inhaltsangabe zu „Des Teufels Gebetbuch“ von Markus Heitz

Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich das Ende nicht sooooo gelungen fand. Aber: tolle Recherche, spannend, super Charaktere.

— birarnol

Wahrhaft fesselnd bis zur letzten Seite, superspannend und sehr inspirierend. Ein Meister seines Fachs!

— DramaturgiaBlog

Sehr vielseitiges Werk über fanatische Sammler, mystische Karten, russische Oligarchen und Goethes Faust...

— Warin

Zwar eine spannende und interessante Geschichte, aber noch einmal lesen? Eher nicht.

— Universum_der_Woerter

Spannung vom Anfang bis zum Ende - empfehlenswert!

— secretworldofbooks

In einer Woche durchgelesen: rasant, spannend, klassisch Markus Heitz und doch voller Überraschungen! Supériéur muss ich bald spielen ;)

— AnnMan

Genial. Böse. Wieder sehr überzeugend. Was soll ich mehr sagen?

— nscho-tschi

Spannend und blutig bis zum bitteren Ende. Leicht zu lesen aber auch nicht platt. Wann kommt der 2. Teil? 😂😂

— Julia_Ries

Bestes Buch welches ich je gelesen habe. Spannend von Anfang bis Ende.

— schokomausixd

Abgebrochen. Vorhersehbar, zusammengestoppelt, flacher Spannungsbogen, stilistisch unerfreulich

— thursdaynext

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  • Spannender Thriller mit einem Hauch Fantasy

    Des Teufels Gebetbuch

    Warin

    02. October 2017 um 11:43

    Nachdem ich mit dem Lesen erst einmal begonnen hatte, konnte ich nicht mehr nachvollziehen, warum "Des Teufels Gebetbuch" so lange auf meinem SUB lag und ich habe den Roman zügig durchgelesen.Ob fanatische Sammler, "trockene" Spieler, rachsüchtige russische Oligarchen, Heitz schafft hier einen Mix, der eines Bonds würdig ist, ohne abgekupfert oder gar klischeehaft zu wirken. Dabei hält er den Spannungsfaden bei seinem wilden Ritt durch die Welt der Karten stets aufrecht. Wie ausführlich er zu dem Thema Karten recherchiert hat, lässt der umfangreiche Anhang erahnen...Gut gefallen haben mir auch die Rückblenden in die Zeit Goethes in Leipzig, der Zeit, in der "Des Teufels Gebetbuch" entstand, die sich harmonisch in den Roman einfügen, ohne peinlich zu wirken.Tadeus Boch ist wahrlich kein Sympathieträger und verhält sich, getrieben von Sucht und Verblendung durch "seine" Karte, zeitweilig unmöglich, dennoch bleibt die Bindung zum Leser bestehen, was schon eine hohe Erzählkunst darstellt. Bisweilen ist der Roman brutal und blutig, aber Gewalt steht hier nicht zum Selbstzweck, sondern verleiht der Handlung Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft.Und in all dieser Grausamkeit ist noch Zeit für herzige Details, wie den Kuchen backenden Aufpasser von Madame Odette. Dafür gibt es diesmal keinen Sex, in der Vergangenheit oft von mir an Heitz'schen Werken kritisiert, hat er mir dieses mal fast ein wenig gefehlt, doch die Ähnlichkeit der Heldin mit der Tochter des Heldens stand derartigen Anwandlungen wohl im Wege. À propos: Wenn ich was zu mäkeln suchen müsste, dann wäre es, dass Miss Poe zu oft und zu gleich äußerlich beschrieben wurde, den Begriff "Asia-Augen" fand ich auch gewöhnungsbedürftig. Aber das sind nur Kleinigkeiten.Witzig finde ich, dass die Helden der Heitz'schen Romane gemeinsam mit dem Autor zu altern scheinen und die Gebrechen zuzunehmen scheinen. Ein Schelm, wer autobiographische Züge dahinter vermutet, wahrscheinlich ist es nur zunehmende Lebenserfahrung des Autors ;-)Am Ende sind alle Handlungsfäden verknüpft und der Roman wird auf gleichbleibend hohen Niveau gut zu Ende gebracht, von Heitz' bisherigen Thrillern gefällt mir dieser klar am besten.

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  • Die spannende Geschichte des Teufels Gebetbuch

    Des Teufels Gebetbuch

    Universum_der_Woerter

    09. September 2017 um 18:59

    Ich bin ein wenig hin und hergerissen, was die Bewertung dieses Buches angeht.Was ich positiv und sehr interessant finde, ist das der Autor aus der Historie des Kartenspiels so eine spannende und mystisch düstere Geschichte geschrieben hat. Meine Befürchtung zunächst war, dass das gesamte Buch nur an Spieltischen und sämtlichen Casinos der Welt abspielen würde und habe deshalb etwas gezögert es zu lesen.Dem war Gott sei Dank nicht so. Denn die Geschichte spielte an vielen verschiedenen Orten ab somit ich jetzt zum weiteren Punkt komme, welcher mir nicht so gut gefallen hatte.Der Roman ist flüssig zu lesen was mich doch zwischendurch gestört hatte, war dass man oft in verschieden Orten innerhalb eines Kapitels war. Zudem kamen am Anfang immer wieder neue Charaktere dazu die man sich merken musste, da sie später im Buch wieder auftauchten. Es gab eine Stelle, da hatte ich weniger Lust es weiter zulesen. Es war mit den Hauptcharakteren so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihnen weiter geht, doch dann war der Abschnitt zu Ende und es ging mit einem anderem Charakter weiter der mich zu diesem Zeipunkt gar nicht interessierte. Leider puffte da meine Lesesucht ein wenig ab.Andereseits fand ich gut, das es Kapitel in der Vergangenheit gab. In der Zeit in der das Kartenspiel entstand. Für mich war es das interressantest und hätte für meinen Geschmack noch etwas mehr sein können. Keine Frage, Spannung war da. Doch in der zweiten Hälfte des Buches wurde die Handlung meiner Meinung nach immer merkwürdiger. Plöztlich war da ein Voodoo-Priester der die Kotnrolle verlor und zum "Monster" wurde. Die Karten "riefen" "schwache Menschen" oder sogar Tiere zu ihrem Schutz. Leider haben mich da viele Sachen dann nicht mehr überzeugt. Ich denke einfach, dass es vermutlich nicht ganz meine Thematik war. Wenn mich jemand fragen würde, ob derjenige das Buch lesen soll, weil er das schon länger im Auge hat würde ich sagen, dass es eine spannende Geschichte ist welche sich Hauptsächlich um das Thema Kartenspiel dreht, es sehr spannend und flüssig zu lesen ist aber ich es gleichzeit ein wenig merkwürdig von den Handlungen finde. Ich kann es niemanden ans Herz legen aber auch nicht jemanden davon abhalten. Ich weiß nur, dass ich es nicht noch einmal lesen werde.

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  • Rezension: " Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz

    Des Teufels Gebetbuch

    secretworldofbooks

    06. August 2017 um 12:06

    Inhaltsangabe:Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.Meinung:Am Anfang dachte ich bloß " was für ein Welzer " aber dieses Jahr habe ich irgendwie ein Faible für dicke Schmöker. Und hiermit wurde ich absolut nicht enttäuscht. Obwohl ich gar keine Ahnung von Kartenspielen habe wagte ich mich an dieses Werk heran, da ich die Gestaltung des Einbandes faszinierend fand. Der Schreibstil ist klar und einfach zu lesen, perfekt um in die Geschichte einzutauchen. Und diese hat es in sich. Gefallen hat mir auch der Wechsel von einem Zeitstrang in die Vergangenheit,dort wo das Kartendeck hergestellt wird und in die Gegenwart, was dieses Kartenspiel auslöst. Zu finden gibt es auch reichlich Hintergrundwissen um Karten. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Perfekt!

    Des Teufels Gebetbuch

    AnnMey

    20. July 2017 um 15:31

    Ich habe das Buch des Teufels Gebetbuch innerhalb weniger Tage gelesen weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Eine Jagd, nach den einzelnen Karten eines Spiels, welches als komplettes Kartenspiel den Untergang der Welt bedeuten könnte.

  • Absolut WOW, I love it

    Des Teufels Gebetbuch

    Kenda

    20. July 2017 um 07:22

    Erste Worte:Surrend wickelte sich das nasse Drahtseil auf die Trommel, die Kraft des Motors zog die Beute aus der Tiefe des Meeres.„Des Teufels Gebetbuch“ ist unglaublich flüssig geschrieben, dazu äußerst spannend und mitreißend mich hat das Buch einfach nur gefesselt. Bislang kannte ich noch keinen Roman von Markus Heitz aber das wird sich nun mit Sicherheit ändern. Toller Schreibstil.Ich mag die Protagonisten sehr gern besonders Tadeus gefällt mir sehr gut. Er war mir einfach auf Anhieb sehr sympathisch.Aber auch die anderen Protagonisten sind sehr gelungen und gut ausgearbeitet. Besonders gefällt mir auch das man gerade zu einem eine Beziehung aufgebaut hat und man sich nie sicher sein kann ob er nicht in der nächsten Szene stirbt.Die Szenen sind gut ausgearbeitet und unglaublich spannend. Die überraschenden Wendungen und die Erlebnisse der einzelnen sind gut dargestellt und ich konnte mich gut hinein denken. Das Cover und der Klappentext gefallen mir unheimlich gut und haben mich schnell angesprochen, da konnte ich einfach nicht widerstehen.Obwohl es gar nicht mein Genre ist hat mich der Klappentext nicht mehr losgelassen und ich musste es einfach lesen. Ich habe „Des Teufels Gebetbuch“ relativ schnell gelesen, ohne viele Unterbrechungen und am liebsten sogar in einem Rutsch. Es ist sehr flüssig und fesselnd geschrieben, ich durfte richtig mitfiebern und „Des Teufels Gebetbuch“ ist ein wahrer Pageturner der mich absolut begeistert hat.Die Protagonisten sind sehr interessant und auch die Szenen, die überraschenden Wendungen und Erlebnisse sind gut ausgearbeitet und wissen zu überzeugen.MEIN FAZIT:„Des Teufels Gebetbuch“ ist eigentlich so gar nicht mein Genre aber vielleicht ändert sich das ja noch denn „Des Teufels Gebetbuch“ hat mich absolut umgehauen. Es ist unglaublich flüssig geschrieben und ich habe mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich finde es absolut empfehlenswert und wenn Ihr schon bei dem Klappentext merkt das es was für Euch ist dann traut Euch auch wenn es eigentlich nicht Eurem Beuteschema entspricht.

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  • Spannender Roman um die Historie des Kartenspiels

    Des Teufels Gebetbuch

    AndreaSchrader

    13. July 2017 um 13:02

    Abgesehen von den Zwergen kannte ich bisher keine Bücher von Heitz - die Albae habe ich mal angelesen, aber nicht weiter verfolgt. "Des Teufels Gebetbuch" fand den Weg in unser Bücherregal, weil mein Mann es gern lesen wollte - und da es nun schon mal da stand, griff ich auch danach. Eine Entscheidung, die nicht bereut habe.Die Fantasy ist subtil eingewoben in ein Buch, das einen einiges über die Geschichte der Spielkarten näher bringt. Es gibt zwei Erzählebenen - eine zu der Zeit, in der Bastian Kirchner das sogenannte Gebetbuch des Teufels anfertigt, ein Kartenspiel, in das ein böser Fluch eingewoben ist, sodass es jedem, der es besitzt, Verderben bringt. Kirchner fertigt das Kartenspiel auf Wunsch eines geheimnisvollen Mannes, Martin Dietrich, an, den meist ein schwarzer Pudel begleitet. Wiederum recht subtil webt Heitz hier zum Schluss ein, wie Goethe (ja, genau der Goethe, er hat eine Nebenrolle in dem Buch) dadurch auf seine Idee für die Geschichte rund um Faust kam.Die zweite Erzählebene spielt in der Gegenwart und zeigt die Jagd nach den Karten. Durch einen illegalen Spielerring, in dem Superior nach historischen Regeln (wer das Pik-Ass zieht, muss sterben) gespielt wird, geraten ein älterer, ehemaliger Spielsüchtiger und eine Ärztin in den Bann der Karten. Sie versuchen, sie zu finden und zu vernichten und jetten dafür um die ganze Welt, legen sich mit Mafia, Killern und Verrückten an. Diese Ebene ist sehr blutig und grausam, was durch das Kartenspiel, das seine Opfer verlangt, erklärt wird. Teilweise war es mir ein wenig zuviel des Guten, aber es passte in die allgemeine Stimmung des Buchs. Das Ende wiederum war ein wenig unbefriedigend, es schien mir etwas zu leicht gegangen zu sein. Andererseits musste aber Heitz auch irgendwie zu einem Ende kommen und da war das von ihm gewählte sicherlich das beste.

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  • Ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit kleineren Abstrichen

    Des Teufels Gebetbuch

    Philip

    11. July 2017 um 10:18

    Endlich ist es für mich wieder einmal an der Zeit gewesen, zu einem Roman eines meiner liebsten deutschen Autoren zu greifen. Die Rede ist von Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz, erschienen bei Droemer Knaur. Wie ich selbst überraschend festgestellt habe, ist dieser Mystery-Thriller tatsächlich mein aller erster Thriller des Autors, welchen ich gelesen habe. Bisher habe ich vor allem zu seinen Fantasyromenen Die Zwerge, Ulldart oder Albae gegriffen und es bis dato erfolgreich geschafft, um die Thriller einen Bogen zu machen. Da ich die Romane von Markus Heitz aber stets sehr zu schätzen wusste, mir die Marketing-Kampagne rund um das Buch wahnsinnig gut gefallen hat (ich war immerhin in einer Vorentscheidungsrunde für das finale Kartenspiel in Baden-Baden mit dabei) und ich auch endlich einmal einen Thriller von Markus lesen wollte, hab ich mich kurzerhand entschieden, dem Roman des Teufels Gebetbuch eine Chance zu geben, auch wenn das nicht mein primärer Lesegeschmack ist. Mit Des Teufels Gebetbuch hat Markus Heitz einen faszinierenden und sehr interessanten Bereich thematisiert, den ich so bisher noch in keinem Roman gelesen habe. Im Mittelpunkt des Buches steht nämlich ein Kartenspiel, das sogenannte Supérieur, eine Abwandlung des allseits bekannten und beliebten Poker. Markus Heitz hat sich dabei die Frage gestellt, wie Kartenspiele sich entwickelt haben und wo diese überhaupt hergekommen sind. Dabei hat es der Autor sehr geschickt konstruiert und zwei unterschiedliche Zeitepochen in diesen Roman eingewoben. So erlebt man einerseits die Entstehung des einen besonderen Kartenspiels, um welches es in diesem Roman geht, hauptnah mit, da man der Handlung ins Leipzig des 18. Jahrhunderts folgt. Andererseits ist man aber auch in der Gegenwart unterwegs, wo sich die zahlreichen sehr vielschichtigen Protagonisten mit den Auswirkungen dieses Kartenspiels auseinandersetzen müssen. Man reist dabei nahezu quer um den Globus, von Baden Baden bis in den Dschungel Brasiliens. Dabei lernt man nicht nur zahlreiche sehr interessante Fakten zum Kartenspiel kennen, sondern macht auch die Bekanntschaft mit vielen sehr interessanten Persönlichkeiten. Der Protagonist Tadeus Boch hat mir dabei glaube ich am besten gefallen. Als ehemaliger Glückspielsüchtiger ist er hoch verschuldet und steckt bis über beide Ohren in der Privatinsolvenz. Seine Schulden muss er noch für mehrere Jahre abbezahlen und das in einem Job, welcher gefährlicher nicht für ihn sein könnte. Er ist nämlich als Sicherheitsmitglied in einem Casino in Baden Baden beschäftigt, wo er tagtäglich mit seiner Suchtproblematik konfrontiert wird. Durch einen unglücklichen Zufall wird er in die Handlung hineingezogen undmuss schnell Bekanntschaft mit gefährlichen Kontrahenten und einem magischen, sehr gefährlichen und teilweise sogar tödlichen Kartenspiel machen. Wie hängt dabei alles zusammen, wieso kann ein Kartenspiel magisch sein und was hat es mit den zahlreichen Rückblenden nach Leipzig auf sich? Ein wahnsinnig gut konstruiertes Setting verspricht dabei ausgesprochen unterhaltsame Lesestunden. Meiner Meinung nach glänzt Des Teufels Gebetbuch vor allem durch einen sehr gut ausgearbeiteten Weltentwurf. Die Story ist sehr komplex ausgearbeitet und gepaart mit zahlreichen historischen Fakten, was die Geschichte alles in allem sehr abwechslungsreich gestaltet hat. So hat man nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern kann auch noch was lernen. Außerdem tragen die vielen unterschiedlichen Charaktere ihre ganz individuelle Note zur Handlung bei, wodurch diese sehr vielseitig wird und man sich auf viele verschiedene Situationen einstellen kann. Diese Variabilität kam in meinen Augen der Geschichte sehr zu Gute. Trotz der zahlreichen Perspektiv- und Ortwechsel hat es Markus Heitz nichtsdestotrotz geschafft, den Leser nicht unnötig zu verwirren und führt einen ans Finale, welches noch einmal sehr zu unterhalten wusste. Allerdings konnte ich leider dem roten Faden der Handlung nicht immer folgen. Es war teilweise verwirrend und die Spannung war leider, auch aufgrund des immensen Umfangs des Werkes, nicht kontinuierlich vorhanden, weshalb es zeitweise Abschnitte gab, wo ich mich eher durchkämpfen musste. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass ich das Buch hauptsächlich als Hörbuch gehört habe und mich der Erzähler absolut nicht von sich überzeugen konnte. Er hat für mein empfinden eine zu monotone Stimme, konnte die Charaktere nicht richtig voneinander trennen und er hat es zudem nicht richtig geschafft, eine Spannung in die Geschichte zu bringen. Hier hätte mir definitiv mehr pepp deutlich besser gefallen. Vermutlich liegt es auch primär am Hörbuch (hab dieses sogar zwei Mal gehört), dass mir Des Teufels Gebetbuch nicht so gut gefallen hat, wie es mir hätte gefallen können. Es ist mir gefühlt zu viel auf der Strecke geblieben (trotz ungekürztem Hörbuch), was ich für ein uneingeschränktes Gefallen des Werkes benötigt hätte. Des Teufels Gebetbuch ist bei weitem kein schlechtes Buch. Die konstruierte Welt, die Charaktere und die tolle Recherche machen dieses Buch zu etwas besonderem, doch leider ist mir für insgesamt etwas zu viel auf der Strecke geblieben, damit ich das Buch ohne faden Beigeschmack uneingeschränkt empfehlen könnte. Es ist nicht schlecht, aber leider auch nicht wahnsinnig gut. Nichtsdestotrotz ein solider Mystery-Thriller mit kleineren Abstrichen. Fazit zu Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz Ein gut konstruierter, clever durchdachter Thriller mit abwechslungsreichen Charakteren und einer genialen Marketingkampagne rund um das Buch sowie das Kartenspiel Supérieur. Leider bleibt für meinen Geschmack aber viel Spannung auf der Strecke. Ein unterhaltsamer Mystery-Thriller mit kleineren Abstrichen, welche m.E. vor allem durch das Hörbuch zustande gekommen sind.

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    • 2
  • Ein grandioses Werk, das mich von Anfang bis Ende überzeugt hat

    Des Teufels Gebetbuch

    aly53

    09. July 2017 um 01:50

    Ich hab keine Ahnung wie es Markus Heitz macht, aber jedes Mal wenn ich eins seiner Bücher zur Hand nehme die nun wirklich eigentlich immer dicke Wälzer sind. Aber ich habe jedes Mal das Gefühl , es wäre ein Buch mit 300-400 Seiten. Auch auf dieses habe ich mich wirklich sehr gefreut. Mir hat die hohe Seitenanzahl durchaus Angst gemacht, aber ich war wieder so schnell durch, das es kaum zu glauben war. Bereits die ersten Seiten haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Der Autor baut hier eine sehr düstere und unheilvolle Atmosphäre auf und als Leser fragt man sich automatisch, was an Karten so beängstigend sein soll. Nun ja, das bringt er mit jeder Zeile immer mehr zum Ausdruck. Aber nicht nur das ich es wirklich sehr beängstigend fand, ich hatte auch das Gefühl eine gewisse Beklemmung zu spüren. Das Buch selbst ist sehr komplex aufgebaut und so erfährt man nicht nur eine Sichtweise. Was am Anfang vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist, da man sich immer erst reinfühlen muss. Mir gelang es jedoch spielend leicht. Er hat es geschafft das ich die Charaktere wirklich ins Herz geschlossen habe und zwar jeden einzelnen. Sie sind mit einer angemessenen Tiefe ausgestattet und sind mir einfach ans Herz gewachsen. Sie waren facettenreich, ausdrucksstark und ich habe sie einfach gefühlt. Ihre Aura, ihre Präsenz. Sie sind sehr verschieden und gerade das macht sie auch besonders. Weil sie sich niemals gleichen und gerade in ihren Charktereigenschaften brillieren. Darum hat es mich wirklich anfangs auch in die Tiefe gezogen, als ich ihrem Verlauf gefolgt bin. Teilweise hat es mich wirklich traurig und stellenweise sogar wütend gemacht. Ich konnte teilweise dieses Suchtverhalten und stellenweise den Wahnsinn gut nachvollziehen. Es war nie leicht irgendwie loszulassen und doch hat man daraus auch irgendwie Stärke und Kraft gefunden. Besonders präsent sind dabei natürlich Hyun und Tadeus, die eine gewaltige Entwicklung hingelegt haben. Alle beide gingen mir besonders ans Herz. Ihr Hintergrund und auch was sie sind, ging mir nahe und hat mich auch so schnell nicht losgelassen. Wie der Klappentext schon verrät geht es um ein Kartenspiel und ich hatte wirklich bedenken, ob mir dies auch gefallen würde. Der Autor hat jedoch so eine einnnehmende, besondere und bildgewaltige Art zu schreiben, das ich völlig gebannt und wie im Rausch war. Dabei beschränkt er sich nicht auf nur einen Handlungsort. man bereits die ganze Welt und wird teil auch mit historischen Fakten betraut. Eine Mischung , die wirklich verdammt gut ist und so einiges auch heraufbeschwört. Ganz besonders hat mich die Thematik fasziniert, die ja sonst eigentlich weniger erörtert und noch weniger Grauen hervorruft. Doch mit sehr geheimnisvollen, mysteriösen und erschreckenden Elementen schafft es der Autor damit auf ganzer Linie zu überzeugen. Aber nicht nur das, man hat das Gefühl, selbst ein Teil des Ganzen sein zu wollen. Man taucht ein , in die Vergangenheit und erfährt eine Geschichte, die nicht nur mehr über die Hintergründe erzählt, sie bringt auch deutlich Verzweiflung und Ängste zum Ausdruck. In der Gegenwart ist es nicht weniger beängstigend. Man begleitet Tadeus auf der Suche nach dem Ursprung. Aber nicht nur seine "Ermittlungen" haben mich immens gefordert. Es war auch das Gefühl, das sich alles verselbständigt hat und das ultimativ Böse an die Oberfläche zerrte. Es hat mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt und es war einfach nur explosiv und voll von böser, aber auch guter Magie. Eine schier gnadenlose Jagd entbrannte, die diabolisch, dramatisch und abgründig zugleich ist. Ich hätte nie gedacht, das es mich so begeistern könnte, aber ich war hin und weg. Besonders die Wendungen haben mir unglaublich gut gefallen. Es gab einige Dinge die hätte ich so nie erwartet, wurden jedoch sehr gut platziert und zum Ausdruck gebracht. Mich hat es enorm fasziniert und es gab auch einige Stellen, die mich schmunzeln ließen, was das Ganze aufgelockert hat. Mir hat das Dahinter keine Ruhe gelassen, ich musste dem Ursprung auf den Grund gehen und was man da entdeckt, bringt das Weltbild ins wanken. Entsetzen und Sprachlosigkeit geben sich die Hand. Ich war wie im Sog und konnte gar nicht glauben, was ganze in mir selbst ausgelöst hat und wie ich das ganze empfand. Die Macht, die Austrahlung - Ein Gefühl das man schwerlich beschreiben kann, man muss es einfach fühlen und erleben. Ein Pageturner der Extraklasse , enorm explosiv und actionreich und dabei auch mit sehr vielen Details bestückt, so das man sich wirklich alles sehr gut vorstellen kann. Besonders hilfreich fand ich am Ende auch das Nachwort, das man auf jeden Fall lesen sollte. Dieses Buch ist einfach Adrenalin pur. Man fiebert und zittert mit, es zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Man ist gefesselt, will immer mehr. Man ist wütend, verzweifelt und doch liebt man es mit jeder Zeile mehr. Ein grandioses Werk, das mich von Anfang bis Ende überzeugt hat.

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    • 2
  • Toller Schreibstil, aber die Story war nicht meins

    Des Teufels Gebetbuch

    Blacksally

    04. July 2017 um 10:04

    CoverMir gefällt das Cover richtig gut, vor allem weil es kein glattes Cover ist, sondern grifffest ist und natürlich so aussieht wie eine der Karten um die es im Buch geht. ProtagonistenTadeus Boch ist ein ehemaliger Spieler, er hat viele Schulden dadurch und arbeitet diese ab. Eher durch Zufall gelangt er an eine Karte des verfluchten Decks und wir somit in einen Strudel aus Morden, Angst und Intrigen gestoßen. Ich mochte ihn von all den Protagonisten am Liebsten, er erschien mir noch am klarsten vom Kopf her, obwohl auch er den Einfluss der Karten gespürt hat. Ich hab einen guten Draht zu ihm entwickelt und hab mich immer gefreut, wenn ein Kapitel mit ihm dran war. Hyun ist im Buch die meiste Zeit mit Tadeus unterwegs. Sie hat durch das Kartenspiel ihren Verlobten verloren und will herausfinden wie das geschehen konnte. Sie sucht einen Schuldigen, bei dem sie ihre Wut auslassen kann. Ich konnte sie sehr gut verstehen, ich würde, glaube ich, auch durchdrehen wenn mein Mann plötzlich verstirbt und ich weiß nicht warum. Auch sie war mir sympathisch, auch wenn sie zu Anfangs vielleicht etwas wahnsinnig wirkt.SchreibstilDer Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist einnehmend und man kommt sofort gut mit dem Geschehen zurecht. Jedoch musste ich für das Buch einen zweiten Anlauf wagen, denn erstmal hat es mir nicht so behagt. Es liegt keinesfalls am Schreibstil, ich denke eher das mich das allgemeine Thema eher abschreckt. Ich bin nicht jemand der gerne mit Karten spielt und allgemein auch nicht so Interesse dran habe. Dennoch wollte ich es wagen und dieses Buch lesen. Ich bin trotzdem nicht ganz warm mit der Geschichte geworden, obwohl ich das Buch bis zum Schluss gelesen habe. Die Spannung jedoch war grandios, es war zu keinem Zeitpunkt langweilig im Buch, man springt von der Vergangenheit (als die Karten gemacht wurden) und der heutigen Zeit hin und her, es gibt viele Protagonisten, aber trotzdem kommt man nicht durcheinander. Auch wenn mich diese Geschichte nicht ganz überzeugen konnte, so konnte mich der Autor dennoch überzeugen das dies nicht mein letztes Buch von ihm war. AutorMarkus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg.EinzelbewertungenSchreibstil 4/5Charaktere 4/5Spannung 5/5Ende 4/5Cover 4/5FazitAuch wenn mich die Thematik des Buches nicht ganz packen konnte, bin ich vom Schreibstil des Autors begeistert und freue mich schon auf das nächste Buch von Markus Heitz.

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  • Eine packende Geschichte zum munteren Wegknuspern

    Des Teufels Gebetbuch

    sapperlot

    27. June 2017 um 11:04

    Fantasy ist nicht mein bevorzugtes Lesegenre und dennoch ist mir Markus Heitz als Schriftsteller bekannt ohne das ich bisher einen Roman von ihm gelesen hätte. Dieses Buch ist dennoch bei mir eingezogen und ich habe es als vergnügliche Lektüre in den vergangenen warmen Junitagen gelesen und ich kann nicht verhehlen, dass mir die Geschichten in der Geschichte vergnügliche und spannende Lesesunden beschert haben.Im Bereich der Phantastik darf man als geerdeter Leser, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, die Logik getrost etwas beiseite lassen weil vieles was unvernünftig erscheint in diesem Genre möglich und erlaubt ist. Also habe ich mich einfach in die Handlung fallen lassen und mich schnurstracks auf den vorgezeichneten Gedankenweg des Autors begeben. Ich muss zugeben, es ist höchst unterhaltsam was ich da zu lesen bekam. Im Zentrum steht ein verwunschenes Kartenspiel mit magischen Kräften gefertigt im Zeitalter der Aufklärung als ein gewisser Goethe in Leipzig studierte. Das fein ziselierte Blatt trachtet nach Lebensenergie und die Karten sind über den gesamten Erdball verstreut und ein halbes Dutzend Sammler versuchen sich als Jäger und wollen das diabolische Spiel wieder komplettieren. Dabei müssen sie ab und zu ein ebenso einfaches wie tödliches Glücksspiel spielen dass an russisch Roulette erinnert.Mehr muss man über den Inhalt nicht verlieren, da die Geschichte in Geografie und der Zeitachse hin und her, vor und zurück springt. Als Leser ist man aber jederzeit gedanklich auf der Höhe und kann die verschiedenen Handlungsfäden samt Personen problemlos unterscheiden und sich merken. Dieser Umstand verdient ein Lob an den Autoren und das Lektorat. Wobei es dem Verfasser zupass kommt, dass in dieser Geschichte viel gestorben wird. Wirklich viel …Wenn ich zwei Kritikpunkte erwähnen darf, dann das Markus Heitz ausschweifend erzählt und auf den 628 Seiten die ein oder andere Szene hätte kürzen oder weggelassen können ohne dass es der Gesamthandlung an etwas gemangelt hätte. Auch die Feinzeichnung einiger Protagonisten finde ich nicht 100 %ig gelungen. Manche sind etwas gar plakativ und die Motive hinter ihrem Handeln und Tun hätte man besser erläutern können. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung und diese muss niemand mit mir teilen. Das ausgezeichnete und informative Nachwort ist wiederum eine separate Erwähnung wert.Fazit: Eine packende und höchst unterhaltsame Geschichte zum munteren Wegknuspern die den "ich will unbedingt weiterlesen" Drang weckt. Ich sollte mehr Fantasy lesen ... oder mehr von Markus Heitz. Was sich ja nicht gegenseitig ausschliesst ... ;-)

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  • Einfach nur geil...

    Des Teufels Gebetbuch

    unclethom

    22. June 2017 um 13:32

    Unsere Bücherregale sind gut gefüllt mit Büchern des Autoren. Doch bisher war der Autor bis auf wenige Ausnahmen meiner Frau vorbehalten.Doch dieses Buch wollte ich lange nach dem letzten Roman den ich von Markus Heitz gelesen habe endlich auch unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, das Buch ist großes Kino und konnte mich von der ersten bis zur Letzten Seite begeistern.Markus Heitz ist es sehr schnell gelungen mein Kopfkino zum Rattern zu bringen und so schien es als würde in meinem Kopf ein farbenfroher Film ablaufen.Nichts war wie es schien und doch war vieles so wie man es erwartet hat. So einfach? Nicht ganz, dank einiger sehr geschickter Wendungen gelang es dem Autor mich immer wieder aufs Neue zu überraschen.Die Figuren sind durchweg fein gezeichnet und man könnte fast meinen dass sie real wären. Doch was ist in dieser Story schon real? Vieles Reale erschien irreal. Und manches Irreale erschien real. Die Grenzen sind hier wohl sehr bewusst fließend gehalten und es ist nicht leicht das reale vom irrealen zu unterscheiden.Durch die Leichtigkeit der Schreibweise kommt man als Leser sehr leicht in die Story hinein und wird auf allen fast 700 Seiten gefesselt und erst mit der letzten Seite wieder losgelassen.Ich gestehe ich bin nicht der klassische Fantasyleser, doch mit diesem Buch gelang es Markus Heitz mich für das Thema Fantasy anzufixen, auch wenn es vermutlich nicht viele vergleichbare Bücher geben dürfte.Die Spannung die dieses Buch bietet macht es vermutlich auch für Thriller oder Historien Fans interessant.Für mich ist das eine glasklare Kauf- und Leseempfehlung, sowie die volle Punktzahl. 5 von 5 Lesesternen

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  • Das Kartenspiel der etwas anderen Art

    Des Teufels Gebetbuch

    Faancy

    20. June 2017 um 20:24

    Tadeus Boch versucht ein neues Leben zu beginnen und seine Spielsucht hinter sich zu lassen. Als Konfrontationstherapie arbeitet er in einem Spielkasino. Das ständige Widerstehen des Drangs soll ihn stärker machen. Seine Strategie funktioniert gut, bis zu diesem einen Augenblick, als er plötzlich auf diese eine besondere Karte trifft, die ihn in seinen Bann zieht. Ehe er sich versieht, befindet er sich schon mitten im Schlamassel und merkt bald, dass es bei diesem Spiel um Leben oder Tod geht. Als Leser begleiten wird Tadeus Boch bei der Suche nach Antworten. Was hat es mit dem Kartenspiel auf sich? Welche Mächte sind hier im Spiel? Markus Heitz erzählt die Geschichte um des Teufels Gebetbuch, in dem er verschiedene Charaktere und ihre Verbindung zum Kartenspiel erzählt. Dabei springt er ab und zu in die Vergangenheit, um die Entstehung zu beleuchten. Wirken die einzelnen Schicksale zunächst völlig zusammenhangslos, setzt sich das Puzzle langsam aber sicher zusammen. Am Ende passt alles so perfekt zusammen. Markus Heitz beweist an dieser Stelle sein eindrucksvolles Talent zu Schreiben. Plot holes konnte ich nicht ausfindig machen. Die Geschichte war von vorne bis hinten schlüssig. Die Charaktere waren teilweise sehr skurril, ihre Taten unvorhersehbar. Nie konnte man wissen, wem man wirklich trauen kann. Genau wie der Protagonist Tadeus, war ich ständig skeptisch und traute dem Ganzen nicht. Die Geschichte war insgesamt interessant. Ich wollte gerne wissen, wie es weitergeht. Allerdings war es mir an einigen Passagen zu langatmig. Die 600+ haben sich sehr gezogen. Ich bewundere den Autor für seine Begabung solch ein Konstrukt zu bauen, aber für meinen Geschmack hätte es ein paar Personen weniger geben können. Die Handlung gibt zwar viel her, sodass die vielen Seiten durchaus berechtigt sind. Allerdings bin ich der Meinung, dass man es auch hätte etwas kürzer fassen können. Was mir dazu noch ein bisschen gefehlt hat, war noch ein bisschen mehr Grusel. Der Klappentext schien so düster und mystisch, was der Inhalt dann allerdings nur bedingt ergab. Das war doch sehr schade. Nichtsdestotrotz war es spannend herauszufinden, warum das Kartenspiel so eine Wirkung auf die Menschen hat und ob Tadeus und seine Begleiterin dem Rätsel auf die Spur kommen. Das Ende könnte für sich stehen. Ich bin mir aber sicher, dass Markus Heitz noch weitere Ideen hätte, für Folgebände. "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz ist durchaus ein solider Fantasyroman, der eine Thematik beinhaltet, die zur Abwechslung mal nicht abgedroschen ist. Die Idee ist neu - zumindest für mich - und hat im Großen und Ganzen Spaß gemacht zu lesen. Manchmal war es leider etwas trocken, sodass ich mich ein wenig durchkämpfen musste. Dieser Schinken ist absolut keine leichte Kost. Man muss sich als Leser schon ein bisschen anstrengen, um den Überblick zu behalten. Wer aber genau das sucht und sich von 600 Seiten nicht abschrecken lässt, kann getrost zu diesem Buch greifen. Eine beeindruckende Leistung von Markus Heitz. 

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  • Faszinierend und spannend – eine gelungene Mischung von Mystery- und Thrillerelementen!

    Des Teufels Gebetbuch

    Mira20

    16. June 2017 um 21:09

    Normalerweise haben es Mysterythriller recht schwer, mir zu gefallen. Oft sind die Bücher einfach zu unrealistisch und schwierige Wendungen erhalten einfach einen Touch Mystery – und schon geht alles!Da hat es sich Markus Heitz bei diesem Thriller nicht einfach gemacht. Von Beginn an, fühlt man sein Interesse und die immensen Recherchearbeiten, die dem Roman viel Authentizität geben. Der tolle Schreibstil des Autors hat das Buch für mich zu einem richtigen Highlight gemacht.Ein altes Kartenspiel, das auf der ganzen Welt verstreut wurde, und das von Sammler gesucht, für das immense Summen ausgegeben und für deren Besitz auch mit dem Leben bezahlt wird, ist kurz vor seiner Vereinigung. Aber was steckt hinter der Kraft des Kartendecks und was geschieht, wenn alle Karten zu einem Spiel zusammenfinden? Interessant hat der Autor Historisches, Legendäres und Aktuelles in einen Thriller verpackt. Historisches hat er akribisch recherchiert, Legendäres selber erfunden, und alles zusammengeführt in einen actionreichen Thriller, der seinen Schwerpunkt in unserer Zeit hat.Der Autor übertreibt dabei auch nicht mit den Mysterythemen. So bleibt das Buch auch für den Thrillerleser spannend.Zwei Protagonisten und viele Widersacher aber auch Nebenfiguren lassen das Buch zwischendurch etwas zur Herausforderung werden. Da ich selber nicht besonders bewandert im Kartenspiel bin, hatte ich die Karten auch nicht immer vor meinem inneren Auge. Der Autor hat sich aber schon die Prägnantesten herausgepickt.Sehr gut gefallen hat mir das wohl dosierte Einstreuen des Mysteriösen – dem Bösen in den Karten. Das Böse erhält so ein Eigenleben und treibt die Romanfiguren zu Unmenschlichem an. Durch das Einbinden der Spielsucht und der Faszination des Spieles an und für sich, bleibt das Buch recht realistisch. Denn lassen wir das Wispern der Karten weg, würden sich die Menschen im Buch wohl aus Sammel- und Geldgier ähnlich verhalten.Mich hat das Buch toll unterhalten und ich habe auch einiges über die Geschichte des Kartenspiels gelernt. Allerdings ist das Buch brutal und blutig. Als Leser sollte man also eher actionreiche und blutige Thriller mögen.

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    • 2
  • Was wäre wenn...

    Des Teufels Gebetbuch

    Solara300

    15. June 2017 um 12:55

    Kurzbeschreibung In dieser unheimlichen Geschichte gelangt ein ehemaliger Spieler Namens Tadeus Boch in Baden Baden an eine Mysteriöse Spielkarte, die sein ganzes Leben auf einen Schlag verändert. Dabei scheint es nicht nur, als sei diese Spielkarte einzigartig, sondern auch etwas ganz besonderes, die Frage ist nur in welche Richtung besonders. Tadeus muss nämlich relativ schnell erkennen, dass es ein Fluch zu sein scheint diese Karte zu besitzen, so wie ihm seit dem Beistz,  nach dem Leben getrachtet wird. Ein Spiel um sein Leben beginnt, in der die Zeit nur so rinnt. Cover Das Cover ist absolut passend und ein gelungener Eyecatcher mit Spielkarte vorne darauf. passend dazu das etwas Düstere und geheimnisvolle Cover das sich wie der Totenkopf so durch das Kartenblatt zu brennen scheint. Die Blutspritzer am Rand deuten darauf hin dass es hier blutig zur Sache gehen könnte und das Ganze mit dem Titel ist mysteriös Dunkel und voller Geheimnisse. Schreibstil Der Autor Markus Heitz hat einen bildhaften Schreibstil den ich hier bewundern konnte, kombiniert mit einer wirklich sehr gelungenen Geschichte über mysteriöse Vorgänge in Vergangenheit wie auch in der Gegenwart und unglaublichen Wendungen der Geschehnisse. Denn immer wenn man denkt das genau das passieren wird, gibt es eine Wendung der Ereignisse und man liest das Buch von Anfang bis Ende mit einer Spannung das ich nur begeistert schwärmen kann. 😍💖 Holt es euch. Ich liebe die Art wie er das Ganze zu Papier gebracht, mir Gänsehaut beschert und wiederum dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte.💖 Meinung Was wäre wenn... Genau diese Frage könnte sich Tadeus Boch stellen. Denn mit seinen fünfzig Jahren hat er schon eine Menge erlebt. Er war Reich, verheiratet und auf Drogen und wegen seiner Sucht und dem extremen Lebensstil ist ihm nichts mehr geblieben, außer ihm selbst, maß angefertigte Schuhe, eine kleine Wohnung, und der Traum eines Tages Schuldenfrei zu sein und sein Leben wieder richtig zu leben. Denn im Moment versucht er mit Willensstärke und Disziplin nie wieder in Versuchung zu geraten. Zuviel hat ihn dieses leben damals gekostet unter anderem eine Scheidung und das allein sein. Seine Tochter hört er nur ab und zu da sie immer unterwegs ist mit ihren Freunden und ansonsten lebt er allein. Sein Job versucht er mit den alten Fähigkeiten die er noch selbst vom Spielen kennt wett zu machen in dem er in einem Casino arbeitet als Sicherheitsbeauftragter. Er ist Super in seinem Job, allerdings begeht er an einem Abend einen Fehler, der alles verändern sollte. Aber erstmal von vorne, denn bevor wir zu Tadeus wider kommen, gehen wir erstmal ins Jahr 1768 zurück wo ein gewisser Bastian Stock wunderbare Kupersticharbeiten erschaffen konnte, unter anderem auch ein ganz besonderes Kartenspiel das von einem sehr mysteriösen Mann in Auftrag gegeben wurde.  Dieser Mann kann ich euch sagen heißt mit namen Dietrich und hat immer seinen noch seltsameren Hund dabei, beide strahlen etwas Böses aus und ich hatte beim Lesen immer das Gefühl wie Bastian oder sein Freund Goethe liebend gerne vor denen einfach wegzurennen. Einfach gruselig die zwei. Aber Bastian lässt sich mit Dietrich auf ein Geschäft ein und der Weg beginnt. Denn eben eine dieser besonderen Karten gelangt durch viele Umwege ins hier und Jetzt und dabei ist es das Spiel Supérieurdas dies erst ermöglicht und dem ganzen einen gewissen Reiz gibt. Denn durch eine gewisse Spiel variante die nicht üblich ist, wird dem Spieler Enrico übel mitgespielt und so kommt seine Verlobte dem ganzen erst auf die Spur. Warum ich euch das erzähle? Genau diese Verlobte namens Florence wird Teil eines Spieles sein, in dem nicht nur sie, sondern auch Tadeus und die mysteriösen Karten eine gewichtige Rolle spielen werden. Denn jeder Sammler und begeisterter Spieler ist scharf auf die Karte, die aus Zufall in Tadeus Obhut gelang. Nun ist er erstmal auf der Flucht und versucht sich seinen nächsten Schritt auszudenken. Denn die Gefahren lauern überall. Und die Jagd auf die restlichen Karten und dem Geheimnis von des Teufels Gebetbuch nehmen seinen Lauf. Ich liebe es wie der Autor die Personen erschaffen hat und man sich mitten drin vorkommt in der Welt der Spieler und des Kartenspiels selbst. Fazit  Absolut empfehlenswert und ein sehr gelungener Urban Mystery Thriller!!! Mysteriöse Vorkommnisse die bis ins hier und jetzt reichen. 5 von 5 Sternen

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  • Spannend, düster und sehr interessant

    Des Teufels Gebetbuch

    _Vanessa_

    11. June 2017 um 19:44

    Der Ex-Spieler Tadeus Boch arbeitet in Baden-Baden in einem Kasino als Sicherheitskraft. Eines Abends gelangt er dort unerwartet in den Besitz einer alten und wunderschön gestalteten Spielkarte, einer Pik-Neun um genau zu sein. Kurz darauf gerät er in einen Strudel mysteriöser Ereignisse, im Zentrum immer diese Karte. Was hat es mit ihr auf sich? Gibt es noch mehr davon? Ist sie wirklich verflucht? Langsam kommt Tadeus auf die Spur des Geheimnis und bringt damit sein Leben in größte Gefahr, denn nicht nur er interessiert sich für diese mysteriöse Karte..Meine Meinung:Im letzten Jahr habe ich mein erstes Buch von Markus Heitz gelesen, "Wedora", womit er mich sehr von sich überzeugen konnte. Danach wollte ich unbedingt mehr von ihm lesen, seine älteren Werke habe ich natürlich schon auf dem Schirm, aber "Des Teufels Gebetbuch" wollte mein zweites Buch des Autors werden. Die Geschichte hat mich direkt angesprochen, schon die Inhaltsangabe konnte mich in ihren Bann ziehen und ich musste einfach wissen, was es mit dieser Karte und ihrem Fluch auf sich hat.Schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und die sich aufbauende düstere Atmosphäre hat mich gefangen gehalten. Markus Heitz Schreibstil las sich flüssig und sehr angenehm.Er erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und auch aus verschiedenen Zeiten, was mir sehr gut gefiel und mich gleich noch mehr an das Buch fesselte, da ich natürlich immer wissen wollte, was als Nächstes geschieht.Dementsprechend kann man sich nun vielleicht auch vorstellen, dass neben Tadeus einige Figuren im Buch eine größere Rolle spielen. Da ich einen halben Roman schreiben müsste, wenn ich auf jeden einzeln eingehe, habe ich mich dazu entschieden, es allgemein zu halten. Mich konnten die meisten Figuren von sich überzeugen, manche fand ich nicht ganz glaubwürdig, andere hätten für meinen Geschmack mehr Farbe vertragen können, doch im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich keinen Charakter schlecht oder vollkommen unglaubwürdig dargestellt fand.Wie weiter oben schon geschrieben, konnte mich das Buch schnell in seinen Bann ziehen und in der Geschichte gefangen nehmen. Diese ist wirklich sehr interessant und hochspannend, es gibt kaum eine ruhige Minute und so hatte ich das Gefühl, dass ich die knapp 630 Seiten (Gut 670 mit Nachwort, in dem man mehr über die Hintergründe des Buches und die Karten erfährt - sehr zu empfehlen, das ebenfalls zu lesen, war echt interessant!) innerhalb von kurzer Zeit verschlungen hatte. Der Handlungsverlauf bot dabei nicht nur eine Überraschung und war an keiner Stelle vorhersehbar. Das Ende des Buches schließt die Geschichte gut ab und lässt nichts offen.Fazit:"Des Teufels Gebetbuch" ist ein hochinteressantes, spannendes und düsteres Buch um eine uralte Karte und einen Fluch, den diese mit sich bringt. Mich konnte das Buch schnell in seinen Bann ziehen und sehr von sich überzeugen!

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