Des Teufels Gebetbuch

von Markus Heitz 
4,2 Sterne bei152 Bewertungen
Des Teufels Gebetbuch
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Positiv (119):
Schnaggas avatar

Spannend und teilweise brutal. Für mich aber nicht schlimm. Ein paar Seiten weniger hätte der Geschichte gut getan. Dennoch zu empfehlen.

Kritisch (8):
A

Rückblenden erhielten Motivation noch aufrecht. Aber dann wars einfach zu langweilig. Die Brutalität macht's nicht besser. Ich bin raus.

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Inhaltsangabe zu "Des Teufels Gebetbuch"

Dark Fantasy trifft auf komplexe Thriller-Spannung: Markus Heitz' Urban-Mystery-Bestseller ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

Der Spiegel-Bestseller um ein teuflisches Kartenspiel jetzt im Taschenbuch.

"Fein austarierte Mischung raffinierter Horror-Elemente, historischer Verweise und rasanter Action-Szenen. Bis zum spektakulären Showdown peitscht Markus Heitz seine Leser durch ein aufwühlendes Abenteuer."
Kölner Stadt-Anzeiger

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517802
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:672 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.03.2017 bei Audible GmbH erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Yurelias avatar
    Yureliavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Ex-Spieler und eine Ärztin auf den Spuren eines rätselhaften Kartenspiels, das Tod und Verderben bringt. Sehr zu empfehlen!
    [Rezension] Markus Heitz: »Des Teufels Gebetbuch«

    Letztes Jahr habe ich dieses Buch direkt nach der Lesung von Markus Heitz erworben und es mir auch von ihm gleich signieren lassen. Die Lesung hat mich total begeistert und dazu geführt, dass mich das Buch sofort in den Bann schlug.
    Nun endlich habe ich es durchgelesen. Dank Leseflaute hat es leider ewig gedauert. Ich möchte hier betonen, dass das aber nicht am Buch lag, sondern weil ich einfach zu viel um die Ohren hatte und dann oft lieber Serien angeschaut habe oder so kaputt ins Bett fiel, dass ich sofort einschlief.
    Das Buch hat mich von der ersten Zeile gefesselt, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen, wenn ich denn mal zum Lesen kam.
    Die Geschichte beginnt zur Zeit der Gegenwart mit einem Prolog, welcher an sich schon geheimnisvoll-spannend geschrieben ist. Nach dem Prolog wechselt die Geschichte nach Leipzig im Januar 1768.
    Diese zwei Erzählstränge sind ganz typisch für Markus Heitz. Beide haben irgendwie miteinander zu tun, aber anfangs kann man nicht mal erahnen, wie. Aber am Ende weiß man das natürlich.
    In diesem Buch geht es im Erzählstrang der Vergangenheit um die Geschichte der Entstehung des einen, besonderen Kartenspiels um das es hier geht; im Erzählstrang der Gegenwart geht es um die Auswirkungen desselben Kartenspiels zu unserer Zeit.
    Allein, dass es zwei Erzählstränge gibt, einmal Vergangenheit und einmal Gegenwart, macht das Buch so spannend. Fasziniert hat mich, dass der Autor den jungen Johann Wolfgang von Goethe auftauchen lässt. Nun habe ich Lust, eines Tages mal Goethes  »Faust« zu lesen.
    Übrigens ist jedes neue Kapitel mit einer Ortsangabe versehen und einem Zitat passend zur Thematik "Kartenspiel". Das finde ich wirklich klasse und einige Zitate haben den Weg in mein Zitate-Büchlein gefunden. :D
    Dieses Buch ist so überraschend wie spannend. Ich tappte eigentlich die ganze Zeit ziemlich im Dunkeln. Während ich normalerweise immer ein wenig einer Geschichte während des Lesens erahnen kann, konnte ich das hier einfach mal so überhaupt gar nicht.
    Es werden verschiedene Figuren eingeführt und viele haben auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun. Nur die Karten verbinden diese Figuren.
    Während Hyun mir sofort sympathisch war und mich vom ersten Moment an faszinierte, war ich bei Tadeus lange Zeit sehr skeptisch und der Pfad der Lügen, den er zunächst einschlug, gefiel mir überhaupt nicht. Allerdings gewann er meine Sympathie als er von diesem Pfad zurückkehrte und man merken konnte, dass er sich positiv weiterentwickelt hatte. Er beweist im Laufe der Geschichte Charakterstärke.
    Als schade empfand ich es, dass die Mambo nur eine kleine Rolle spielte. Ich frage mich immer noch, wie sie das Kartenspiel vernichten wollte...
    Ebenfalls schade fand ich, dass der Vergangenheit-Erzählstrang eine ganze Zeit lang kaum vorkam. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
    Darüber, wie das Kartenspiel letztlich aus dem Verkehr gezogen wird, bin ich auch ein wenig enttäuscht, auch wenn alles andere vermutlich unglaubwürdig rübergekommen wäre. Aber die letztlich gewählte Variante ist nichts Endgültiges und da hatte ich wirklich mehr erwartet. Andererseits hätte das vielleicht nicht gepasst, da Tadeus und Hyun einfach das Wissen fehlte. Und mir gefällt sehr, wie die Geschichte am Ende bei den Beiden auf dem Boot endet. Es hat etwas von Sonnenuntergangsstimmung und Happy End.
    Nach der Geschichte ist das Buch aber noch nicht vorbei. Es gibt noch ein Nachwort und einen Anhang. Das Nachwort beinhaltet die Danksagung des Autors und die Spielregeln des Kartenspiels Supérieur. Außerdem findet man dort eine Auflistung der Supérieur-Gewinner in Avignon aus der Geschichte. Beides sehr interessant.
    Im Anhang werden die wichtigsten historischen Infos zum Kartenspiel im Generellen zusammengefasst, was wirklich sehr lesenswert ist und zum tiefergreifenden Recherchieren einlädt.

    Mein Fazit:
    Ein Ex-Spieler und eine Ärztin auf den Spuren eines rätselhaften Kartenspiels, das Tod und Verderben bringt: des Teufels Gebetbuch. Spannend, interessant, lehrreich. Sehr zu empfehlen!

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    FireheartBookss avatar
    FireheartBooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine düstere, sehr blutrünstige Welt, regiert durch Neid, Missgunst und Habsucht – das ist das Ziel vom teuflischen Gebetbuch.
    "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz

    Eine düstere, sehr blutrünstige Welt, regiert durch Neid, Missgunst und Habsucht – das ist das Ziel vom teuflischen Gebetbuch aka einem Kartenset, hergestellt aus finsterer Magie.

    Als Tadeus Boch nach einem turbulenten Abend in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte kommt, ahnt er noch nicht, welche Folgen diese für ihn haben wird. Er gerät in hohe Gefahr – die Karte gehört zu einem ganzen Set eines verfluchten Kartenspiels und mehrere Leute sind auf der Jagd danach. Zusammen mit der Ärztin Hyun, die besondere vererbte Fähigkeiten hat, macht er sich selbst auf die Suche nach den restlichen Karten und gerät dabei immer mehr in den finsteren Bann seiner Karte. Schaffen es die beiden, die Macht der Karten zu brechen und größeres Unheil zu vermeiden?

    Protagonist dieses Buches ist Tadeus, ein spielsüchtiger, hochverschuldeter Mann, von dem ich nicht wirklich sagen kann, dass er mir sympathisch ist. Selbst ohne den Einfluss der Karten hatte ich den Eindruck, dass er weniger an andere denkt, als an sich selbst. Hyun dagegen, welche mit einem schweren Verlust zu kämpfen hat, versucht alles in ihrer Macht stehende zu tun um anderen zu helfen. Sie ist sehr willensstark, was es den Karten sehr schwer macht sie zu beeinflussen.
    Der wohl faszinierendste Charakter ist meiner Meinung nach Odette. Die alte Frau wirkt auf den ersten Blick freundlich und liebenswert, aber die Auswirkungen der ganzen Karten, die sie restauriert, gehen nicht spurlos an ihr vorbei. Mehr will ich an dieser Stelle nicht sagen, um Spoiler zu vermeiden. Fakt ist allerdings, dass sie mehr als einmal für eine Überraschung sorgt.

    Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, auch wenn zwischendurch etwas die Spannung fehlt – was bei über 600 Seiten aber vertretbar ist. Normal bin ich kein Fan von Kartenspielen, die Geschichte darum konnte mich aber dennoch fesseln. Die Handlung ist gut ausgearbeitet und man erfährt nicht nur die aktuelle Geschichte / Handlung aus der Gegenwart, sondern auch die Hintergründe über die Entstehung der Karten in der Vergangenheit. Mit sowas kann man mich ja immer begeistern.

    Alles in allem kann ich definitiv eine Leseempfehlung für diesen sehr blutigen Thriller aussprechen.

     

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 4 Monaten
    Unterhaltsame Spannung

    Für Thriller sind meine Nerven eigentlich viel zu schwach. Dennoch konnte ich mich dem Sog, den dieser Roman schon vor dem Lesen auf mich ausübte nur schwer entziehen. Seit Jahren begeistert mich Markus Heitz mit seinen Fantasyromanen. Warum also nicht mit einer Geschichte über ein tödliches Kartenspiel, das seinen Ursprung lange vor unserer Zeit findet? 

    Markus Heitz erzählt auf verschiedenen Ebenen. Baut eine komplexe Handlung auf, indem er nicht nur von einer Figur zur anderen springt, sondern auch in der Zeit reist. Vage Andeutungen woher das gefährliche Kartenspiel kommt, bilden ebenso einen hohen Spannungsbogen, wie Handlungen, die mysteriös und geheimnisvoll sind, und erst einige Seiten später Aufklärung finden. Historische Fakten vermischen sich mit fiktiven Handlungen und faszinierenden Ereignissen. Realität und Einbildung werden zu einem Komplex verwoben, der dafür sorgt, dass ich nicht mehr genau weiß, wer nun wirklich das Böse ins Spiel bringt.

    Etwas enttäuscht war ich von den Charakteren und deren Dialoge. Diese fühlten sich für mich oft flach und vorhersehbar an. Fast Phrasenhaft. So, wie ich sie in vielen eher lapidar dahin geworfenen Actionfilmen finde. Da bin ich wirklich anderes von Heitz gewohnt und rasante Handlung und Action reiche Szenen muss ja nicht gleich Qualitätsverlust bedeuten.

    Wenig vorhersehbar ist der Tod. Ihn lässt Heitz gnadenlos walten, nimmt so mancher Figur das Leben und ist in der Art des Abgangs nicht zimperlich. Ich empfinde diese Szenen aber nicht als so blutrünstig, dass LeserInnen mit schwachen Nerven (so wie ich) das Buch nicht auch lesen können, denn alles in allem ist es ein wirklich unterhaltsamer Roman mit einem kleinen Ausflug in die Geschichte.

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    Faltines avatar
    Faltinevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas erschlagend
    Einfach klasse

    Meine Meinung:

    Auch hier gefällt mir die Aufmachung des Buches wieder sehr gut. Ich habe es bisher nur als Taschenbuch gesehen, aber ich bin sicher, dass es auch als Paperback ein Hingucker ist. Auch dieses Mal war wieder jede Menge los, es gab verschiedene Perspektiven und Zeitachsen.


    Die Story hat mich schon auf Grund des Titel neugierig gemacht. Er passt wie die Faust auf Auge und war wieder geladen mit allem von allem: Die Welt, die Markus Heitz hier erschaffen hat, war also, wie gewohnt, unglaublich komplex und vielseitig. Dennoch hatte ich wieder das Problem, dass ich Schwierigkeiten hatte, dem Geschehen zu folgen...es war auch erst mein zweites Buch des Autors :) Vielleicht muss ich da noch etwas rein wachsen ;) Der Schreibstil war wieder genial und fordernd, so wie ich es schon bei Die Klinge des Schicksals kennen gelernt habe.


    Da ich bei meinem ersten Buch von diesem Autor mal komplett falsch mit meinen Vermutungen lag, wer welches Spiel spielt, habe ich dieses Mal etwas gewartet, bis ich mich festgelegt habe :) Auch dieses Mal waren die Charaktere wieder alle so komplex, dass ich das Gefühl hatte, sie könnten real sein. Der Tiefgang fehlt eindeutig nicht.


    Einfach ein Meister seines Fachs! Ich hätte viel früher anfangen sollen, seine Bücher zu lesen. Ein Muss für jeden Fantasy-Fan!


    Vielen Dank an den Verlag für das Buch ♥



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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein faszinierendes Werk!
    Ein faszinierendes Werk!

    Meine Meinung

    Noch nie habe ich etwas von Markus Heitz gelesen – ich wusste aber, dass dieser Autor es gehörig hinter den Ohren hat und Bücher schreibt, die den Leser wortwörtlich vom Sessel hauen. Somit ging ich mit sehr großen Erwartungen an das Buch »Des Teufels Gebetbuch« heran, und – holla die Waldfee – ein Fantasyroman, der es in sich hat!

       Den Aspekt ignorierend, dass ich eigentlich wenig Zeit zum Lesen hatte, begann ich dieses über 600 Seiten dicke Werk, welches den charmanten Titel »Des Teufels Gebetbuch« trägt, und wurde direkt nach den ersten Seiten in diesen »Heitz-Tornado« gesogen, dem ich – bei aller Liebe – nicht mehr entfliehen konnte. Hatte ich ja auch nicht vor, denn der Schreibstil von Markus Heitz, der in seinem doch noch jungen Alter schon einiges auf den Markt gebracht hat, hat mich flugs überzeugt! Flüssig, dynamisch, mit einer kleinen Prise Eleganz und dazu einen großen Löffel Spannung – der Roman beginnt sehr stark, sehr bildgewaltig, und dieses »Bildgewaltige« zieht sich auch stur durch das ganze Buch. Markus Heitz konstruierte eine phantastische und auch sehr komplexe Geschichte über ein Kartenspiel -; eigentlich über ein Kartenset, welches magische Kräfte besitzt und Menschen passiv manipuliert. Um diese Entstehungsgeschichte und die Herkunft des »Teufels Gebetbuch« besser verstehen zu können reisen wir immer wieder zurück in alte Zeiten. Ins Heilige Römische Reich. Und zwar im Jahre 1768. Wir springen immer wieder zurück in dieses Jahrhundert, wo wir im Kurfürstentum Sachsen, bessergesagt in Leipzig, einen jungen Mann kennenlernen, der für einen zwielichtigen Mann ein Blatt anfertigt, welches viele Hundert Jahre später unser Protagonist Tadeus in den Händen hält. Und auch hier darf ich einen wahnsinnig tollen Pluspunkt einbringen: Die Casino-Szenen und das Milieu, in dem Tadeus verkehrt: Casinons! Markus Heitz schrieb fantastische Szenen, die im Casino spielen – Poker, Roulette oder das mehr als fragwürdige Spiel Supérieur, welches in diesem Roman eine große Rolle spielt. Unser Autor hat bildgewaltige Szenen entstehen lassen, die es mir ermöglichten, nach Baden-Baden zu reisen und Tadeus zur Seite zu stehen, ihm zu folgen und mit ihm um sein Leben zu laufen. Eine mörderische Jagd mit Bond-ähnlichen Motiven – eine klasse Atmosphäre! Was mich allerdings im Buch ein wenig gestört hat waren die zahlreichen neueingeführten Personen und Orte. Leider ist es nicht so, dass wir uns auf zwei oder drei Stränge fokussieren, sondern dass immer wieder neue Charaktere und neue Orte, und somit auch neue Stränge eingeführt werden. Zwar bleiben diese meist nicht lange am Leben, trotzdem hat es mich ein wenig gestört, weil ich doch wissen wollte, wie es mit Tadeus und Co. weiterging, und so wurde ich mit etwas uninteressanten Nebenhandlungen abgespeist.

    Fazit

    Auf jeden Fall ein großartiger Roman mit einem bombastischen Schreibstil und einer Story, die es in sich hat! Den zuletzt erwähnten Aspekt ignorierend empfehle ich das Buch wirklich jedem Erdenbewohner und jedem Fan von dramatischen und großen Fantasyromanen mit Thrillerelementen – ganz großes Kino!

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    Eternitys avatar
    Eternityvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine höchstspannende, gefährliche und bestens konzipierte Geschichte über das Kartenspiel
    Eine höchstspannende, gefährliche und bestens konzipierte Geschichte über das Kartenspiel

    Jeder kennt Spielkarten. Ob die Kleinen MauMau spielen oder die Großen komplizierte Spiele wie Rommé, Canasta oder gar Pokerprofis sind, Spielkarten sind heutzutage völlig normal und nichts Besonderes mehr. Die Bilder von Bube, Dame und König sehen immer gleich aus, in mancher Augen vielleicht etwas altbacken.
    Aber woher kommen diese Karten? Woher kommen diese Bilder? Und warum sind diese Bilder seit so langer Zeit immer gleich und werden nicht verändert?
    Diese Fragen können die wenigstens von uns beantworten. Dabei wäre es doch spannend, die Antworten zu erfahren, oder!?


    Markus Heitz hatte diese Fragen wohl auch im Kopf und Antworten gesucht. Diese hat er dann in eine spannende, gefährliche Verfolgungsjagd verstrickt, die sich nicht nur über die ganze Welt zieht, sondern auch durch Jahrhunderte hindurch.
    Die Geschichte ist großartig aufgebaut, wird nie langweilig, die Charaktere sind vielschichtig und ständig verändert eine Wendung den Handlungslauf in eine Richtung, die man nicht erwartet hat.


    Wirklich, wirklich spannend!

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    Tialdas avatar
    Tialdavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein actiongeladener, spannender Thriller mit historischen Parts und einer unheilvollen Prise des Übernatürlichen.
    Actiongeladen und spannend

    Markus Heitz ist ein Phänomen – niemand schreibt so besessen ein Buch nach dem anderen wie er (okay, Hohlbein vielleicht noch, aber dann wirds schon sehr übersichtlich in diesen Reihen). So gut „Mahet“ schreibt, jedes seiner Bücher zu lesen, ist nahezu unmöglich. Doch dann gab es da dieses Buch, das sogar einen eigenen Soundtrack bekommen hat, nämlich „Des Teufels Gebetbuch“. Und ich kann sagen: Zum Glück hab ich mir das nicht entgehen lassen.

    Nach dem Prolog im Heute beginnt die Story mit einer Szenerie zu Zeiten, in denen Goethe in Leipzig studierte, genauer gesagt im Jahr 1768. Wir lernen den Protagonisten dieses Handlungsstrangs kennen, den Kupferstecher und genialen Kartenmacher Bastian Kirchner, der in seinem Fach so gut ist, dass ein mysteriöser Fremder bei ihm ein aufwendiges Kartendeck in Auftrag gibt. Seltsam an der Sache ist, dass Kirchner mit niemandem darüber sprechen darf – auch nicht mit seinem Arbeitgeber oder seiner Frau.

    Der zweite Protagonist der Story steht im Handlungsstrang der heutigen Zeit im Mittelpunkt: Tadeus Boch. Tadeus war früher spielsüchtig und arbeitet als Sicherheitsmann in einem Casino – ironischerweise, um den Karten nicht erneut zu verfallen. Durch eine Zufallsbegegnung mit einem alten Bekannten zieht er nach Feierabend noch weiter und findet sich in einer zwielichtigen Spielgesellschaft wieder. Gespielt wird Supérior, ein lebensgefährliches Spiel. Und obwohl Boch nicht teilnimmt, gerät er in den Besitz einer sehr alten Spielkarte, die so begehrt ist, dass er bald in großer Gefahr schwebt. Zusammen mit Hyan Poe, deren Verlobter bei einem Supériorspiel ums Leben kam, versucht er der Gefahr um die alte Karte auf die Spur zu kommen. Was Boch an dieser Stelle noch nicht weiß: Die Karte ist Teil einer unheilbringenden Sammlung. (Und damit habe ich nicht zu viel verraten – keine Sorge ;-).)

    Obwohl ich vor dicken Büchern immer etwas Respekt habe – es fällt mir schwer, die Zeit für solche Wälzer aufzubringen -, hatte ich das Buch relativ schnell gelesen. Wie die meisten von Heitz’ Büchern ist auch „Das Gebetbuch des Teufels“ so flüssig geschrieben, dass man nur so durchrauscht. Trotz der verschiedenen Handlungsstränge konnte ich immer den Überblick behalten, und im Hinterkopf versuchte ich ständig, das Ganze vor der Auflösung zu durchschauen (vergeblich). Man kann auf jeden Fall von einer großen Portion Lesespaß sprechen.

    Geeignet ist das Buch für diejenigen, die Lust auf eine Mischung aus Historie und Thriller mit übernatürlichen Elementen haben, und außerdem für alle, die Spaß daran hatten, Heitz’ „Totenblick“ zu lesen.

    Fazit:

    Ein actiongeladener, spannender Thriller mit historischen Parts und einer unheilvollen Prise des Übernatürlichen.

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    ThrillingBookss avatar
    ThrillingBooksvor 9 Monaten
    Spielen wir Supérieur, der Einsatz ist ihr Leben.

    Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.
    Dies ist mein erstes Buch von Markus Heitz, und ich wusste nicht, was mich erwartet im Vorhinein. Ich hatte von Freunden immer mal den Tipp bekommen doch mal etwas von ihm zu lesen (Die Zwerge zum Beispiel) hatte bisher aber leider noch nie die Gelegenheit dazu. Die Leserunde bei "Was liest du" war dann die Gelegenheit für mich den Autor kennen zu lernen.
    Der Klappentext hörte sich sehr interessant an für mich. Markus Heitz hat hier ein eigenes Kartenspiel geschaffen um das es sich in dem Buch dreht, Supérieur, ein Spiel um den Tod nach den klassischen Regeln.
    Im 18 Jahrhundert wurde ein Kartenspiel vom Teufel geschaffen, das die ganze Welt ins Chaos stürzen kann, wenn es zusammen ist. Die einzelnen Karten sind über die ganze Welt verteilt und werden von einem Sammler namens Gillot gesucht und zu einer Restauratorin gebracht, die die Karten mit Hilfe von "Energie" wieder herstellt und in den Ursprungszustand bringt, in dem sie gedruckt wurden. Die Jagd nach den Karten geht über die gesamte Welt und ist mit vielen Toten verbunden, die durch die Karten ihr Leben verlieren.
    Markus Heitz schildert in vielen Einzelheiten die verschiedene Stationen der Jagd nach den verlorenen Karten, die teilweise auch sehr hart ausfällt, da die Karten den Besitzer (oder auch Beschützer) im Negativen beeinflussen und ihn Dinge tun lassen, die nicht richtig sind und nur der Karte dienen.
    Die 2 Hauptprotagonisten Huyn und Tadeus versuchen das Kartenspiel zu komplettieren und zu vernichten. Nur spielene beide mit offenen Karten und versuchen Sie dies wirklich? Die Jagd gestaltet sich spannend und wird auf vielen Schauplätzen ausgetragen die blutig enden.
    Markus Heitz hat mich zum Großteil überzeugt mit seinem Buch, es fielen mir nur ein paar Kleinigkeiten auf, die für mich nicht ins Gesamtbild des Buches passen. Bis zum Finale ist es für mich stimmig und wer nun was vorhat wird nicht klar. Das Finale finde ich recht gelungen, erst dann wird klar, wer hinter allem steckt und was geplant ist. Was mit dem Kartenspiel am Ende geschieht finde ich zu kurz geschildert, es ist im Gegensatz zum Rest des Buches recht kurz geschildert und schnell vorbei.
    Im Großen und Ganzen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen wenn man auf "Urban Fantasy" steht und Kartenspielen nicht ganz abgeneigt ist.
    Eine Runde Supérieur werden wir bestimmt auch mal bei Gelegenheit spielen, aber natürlich nicht nach den klassischen Regeln.
    Ich werde bestimmt noch das ein oder andere Buch von Heitz lesen bei Gelegenheit.

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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 10 Monaten
    Bin wie immer begeistert!

    Ich bin mal wieder einfach nur begeistert, wie gut es Markus Heitz versteht, Bücher zu schreiben. Normalerweise lese ich nicht mal gerne Thriller, aber wenn etwas aus Heitz‘ Feder stammt, ist es einfach gut. Gut? Genial! 😍
    „Des Teufels Gebetbuch“ ist ein übernatürlicher Thriller mit jeder Menge historischem Hintergrund und sehr abwechslungsreichen Settings, sowie ordentlich Action und sympathischen (Anti-)Helden.
    Zwar geht es nach gewohnter Heitz-Manier oft ziemlich blutrünstig und brutal zu, was mir manches Mal schon etwas zu viel gewesen ist, einfach, weil es als Schocker nicht mehr notwendig war und ich irgendwann dachte, okay, wir haben kapiert, was die Spielkarten, um die sich alles dreht, Schreckliches anrichten können, aber na ja, das wäre auch schon meine einzige Kritik. 
    Die Spannung war für mich trotz der.über 600 Seiten von Anfang bis Ende vorhanden, woran der unglaublich gute Schreibstil keinen geringen Anteil hat. Man rätselte und fieberte mit und ich persönlich war einfach total fasziniert von der Idee hinter der Geschichte, da das Thema mal etwas völlig anderes und Neues war, wie ich es noch nicht gelesen habe. Dabei mag ich Kartenspiele nicht mal. 🙊
    Auch die Vergangenheitsszenen waren unglaublich stimmig und wirkten sehr authentisch auf mich. Jetzt muss ich nur unbedingt endlich mal Goethes „Faust“ lesen … 😄
    „Des Teufels Gebetbuch“ war definitiv ein typischer (Standalone-)Heitz und ist für Fans ein Muss, eignet sich aber auch als Einstiegs“lektüre“ sehr gut, wenn man noch nichts von ihm gelesen hat. Ich bin ehrlich hin und weg und habe mich nach dem Lesen auch gleich auf den Anhang mit zahlreichen (historischen) Hintergrundinformationen gestürzt. 
    Fazit: Für jeden, der intelligente, umfangreichere Thriller mit übernatürlichem (und historischem) Einschlag mag und nicht zu zimperlich ist, ist dieser Roman eine genauere Betrachtung wert. 😉

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    K
    kritisches_Augevor 10 Monaten
    Jenseits meines Beuteschemas

    Ich lese keine Fantasy- Literatur, schon als Kind mochte ich keine phantastischen Bücher. Die Bücher von Heitz in denen er reales Geschehen mit Fantasy verknüpft sind eine Ausnahme.


    Das Buch stand bei mir ein Dreivierteljahr im Regal und zur Weihnachtszeit griff ich danach, ich fand es paßte dazu. Ich war fasziniert, schon lange erlebte ich es nicht mehr, dass ich mittendrin im Geschehen war, wie als Kind mit heißen Ohren las. Vielleicht liegt dies auch darin, dass ich ein abgebrühter Leser bin der sehr viel las und den wenig noch überraschen kann.


    Die Spannung war teilweise unerträglich und ich muss geschehen, dass ich weiterblätterte wenn Personen in großer Gefahr waren und suchte bis ich sie wieder fand. Es wäre schade um den Zwischenteil gewesen den ich dann nur sehr flüchtig gelesen hätte.


    In dem Buch steckt viel mehr drin als einfache Spannung, z.B. die Frage wie eine außerirdische Intelligenz funktionieren könnte, die Karten sind zwar nicht außerirdisch, aber ihre Handlungsweisen und ihre Boshaftigkeit sind nicht an einen Körper gebunden. Dies faszinierte mich am meisten.


    Und nach ewigen Zeiten war mir abgebrühten Krimileserin wieder einmal etwas unheimlich, mir war fast so, als spüre ich selber den negativen bösartigen Einfluß der Karten und nach dem Lesen der einzelnen Kapitel brauchte ich eine ganz reale Beschäftigung um wieder in die Welt zurückzukehren.

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