Die Mächte des Feuers

von Markus Heitz 
4,0 Sterne bei238 Bewertungen
Die Mächte des Feuers
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Drachen! Dynamisch, spannend, anfangs verwirrend und am Ende doch so logisch. Für mich ein gelungener Heitz-Roman.

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So ganz konnte mich das Buch nicht packen.

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Inhaltsangabe zu "Die Mächte des Feuers"

Seit Jahrhunderten werden die Geschicke der Welt in Wahrheit von übermächtigen Wesen gelenkt: den Drachen. Sie entfachen politische Konflikte, stürzen Könige und treiben Staaten in den Krieg. Doch nun schlagen die Menschen zurück … Mit seinen »Drachen«-Bestsellern hat Markus Heitz ein unvergessliches Epos um die feuerbewehrten Geschöpfe erschaffen. Erstmals liegen nun alle drei Bände in neuer Ausstattung im Taschenbuch vor – zum Sammeln, Verschenken und als unverzichtbarer Blickfang in jedem Heitz-Regal.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492281065
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:02.11.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.02.2007 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    zickzackvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Drachen! Dynamisch, spannend, anfangs verwirrend und am Ende doch so logisch. Für mich ein gelungener Heitz-Roman.
    Die Mächte des Feuers von Markus Heitz

    Inhalt: Die mächtigsten Lebewesen auf der Erde sind nicht die Menschen sondern Drachen. Allerdings steuern sie die Geschicke der Welt aus dem Hintergrund bis ein schwarzer Drache mit mehreren Köpfen auftaucht und dies mit magischen Artefakten ändern möchte.

    Silene, Großmeisterin bzw. Drachentöterin, möchte Rache am Mord ihrer Brüder nehmen und versucht diesen Drachen aufzuhalten. Dabei mischen sich ein Versicherungsdetektiv Onslow Skelton, ein Hellseher Fürst Zardornov und das Medium Madame Satra mit hinein. Wer ist ein Verbündete, wer Feind?

     

    Ich sage gleich zum Anfang, ich bin begeistert von dem Buch und freue mich schon auf die Vorsetzungen. Obwohl man hier auch durchaus sagen, dass das Buch in sich abgeschlossen ist, nur Möglichkeiten bietet dies weiter fortzuführen. Das ist meistens ziemlich praktisch. Es gibt noch offene Fragen. Allen voran, was es mit den asiatischen Drachen auf sich hat?

    Allein die Tatsache, dass hier Drachen eine Rolle spielen, ist schon richtig cool. Die sind neben Zwergen, Vampiren und Werwölfen meine Lieblingsfantasywesen. Es stört mich dabei auch nicht, dass sie hier die böse Rolle einnehmen, weil diese ihnen eigentlich gut steht. In manch einen Film kennt man sie als die guten Verbündeten, aber hier sind sie nun einmal mehr diejenigen, die wissen, dass sie den Menschen überlegen sind. Obwohl Markus Heitz jetzt auch nicht klassisch in Schwarz und Weiß schreibt. Bei ihm herrscht allerdings mehr schwarz als weiß. Weniger sieht man in den Drachen das Gute, als vielmehr in den Menschen das Schlechte.

     

    Hauptprotagonistin ist wohl Großmeisterin Silena. Ihre Brüder kommen bei einem Einsatz ums Leben und sie sinnt daraufhin auf Rache an den Teufeln, wie sie die Drachen nennt. Der Erzbischof ist anfangs dagegen, da sie erst einmal Nachfahren für die Linie George schaffen soll. Doch Silena setzt sich durch und das zeichnet auch ihren Charakter aus.

    Ich würde sie jetzt nicht als sympathischste Protagonisten aller Zeiten bezeichnen und dennoch konnte ich mich mit ihrer Sicht sehr anfreunden. Sie ist rachsüchtig, ehrgeizig und stur. Versteckt ihre Weiblichkeit hinter einer rauen Schale und zeigt sich als gute Anführerin, die dennoch nicht vor Fehlern gefeit ist. In einem männerdominierenden Beruf muss sie diese Härte wohl auch zeigen. Dennoch ist ihre Schwäche, dass sie sich von Männern beeinflussen lässt, die ihr gefallen, wenn sie sich auch dagegen sträubt und versucht es zu verbergen, hat sie dennoch dort einen Angriffspunkt.

     

    Madame Satra und Fürst Zardonov kann man beim ersten Eindruck als eingebildete Gockel bezeichnen. Madame Satra bleibt ihrem Divaimage auch treu und Zardanov bleibt der Frauenheld, aber beide zeigen Steigerungen in ihrem Charakter, zeigen wirklich was in ihnen steckt, dass sie letzten Endes sogar deutlich interessanter sind als Silena selbst. Ich mag diese beiden skurrilen Persönlichkeiten, obwohl ich am Anfang, als man gar nicht wusste, was diese drei Personen zusammen in der Geschichte zu suchen haben, nicht sagen konnte, wie ich sie einordnen soll.

    Onslow Skelton, der britische Gentleman, bleibt ziemlich blass, obwohl er auch seine Geheimnisse verbirgt und an vielen Stellen zu überraschenden Momenten führen kann. Silena hatte es einmal passend selbst gesagt, der Mann ohne Eigenschaften.

     

    Die wenigen Szenen in denen die Drachen wirklich eine Hauptrolle spielten und dabei sprachen, nicht nur „Kanonenfutter waren, waren seltene, kostbare Schmuckstücke. Sie waren richtig gut, dass ich immer auf solche Szenen hingefiebert habe und gleichzeitig Heitz verflucht habe, dass es nicht mehr davon gab. Letzten Endes war es ein brillanter Schachzug, denn so blieben die Szenen etwas Besonderes.

    Heitz Schreibstil war wie erwartet flüssig, spannend und dynamisch, genauso wie ich es von ihm gewöhnt bin. Ich liebe seinen Schreibstil, da er Umgebungsbeschreibungen genauso eindrücklich hinbekommt wie spannende Kampfszenen. Und natürlich überrascht er einen mit plötzlichen Charaktertoden. Ich war darauf vorbereitet, dass wohl Figuren wieder einmal sterben würden und trotzdem erwischt er mich ständig eiskalt. Die wechselnden Perspektiven sind erfrischend und teilweise auch mitten in einem Abschnitt. Anderen Autoren könnte man da Perspektivenfehler ankreiden, bei Heitz liest es sich so natürlich, dass man (ich) denkt, es muss so sein.

    Auch findet man hier Kapiteltexten, die den eigentlichen Kapiteln bevorstehen. Da sie sehr kurz gehalten sind, sollten sie selbst denjenigen, die so etwas nicht mögen, nicht weiter stören. Ich fand sie interessant. Nicht zwingend notwendig, aber okay. Auch fand man hier die typischen Beschreibungen, wenn der Ort gewechselt hat mit Datum und dergleichen. Das hat mich doch gleich an seine Zwergereihe erinnert.

     

    Ich fand auch die Verschmelzung von Realität und Fantasy sehr gelungen, genauso wie es in einem Urban-Fantasy Werk sein sollte. Die Anspielung auf wirklich lebende Personen und auf Figuren in Romanen, wenn auch ganz subtil, wie zum Beispiel die Bakerstreet und das man als Nachbar einen bekannten Detektiv hat, stimmig. Auch geschichtliche Ereignisse wurden angeschnitten und auch zum Beispiel mit Sagen wie den Drachentötet Siegfried gespielt. Die Menschen glauben, dass es eine Sage ist oder ein Märchen ein Märchen, aber die Drachen behaupten, es wäre die Realität gewesen.

    Auch spürt man das Flair der 20er Jahre, da der Roman 1925 spielt. Die Menschen haben noch mit den Auswirkungen des ersten Weltkriegs zu kämpfen, aber fingen auch langsam die goldenen Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs an, ansonsten würden sich wohl eine Satra oder ein Zardonov nicht durchsetzen.

     

    Neben den Kämpfen zwischen Drachen und den Officium Draconi, was natürlich einen kirchlichen Hintergrund hat, mischten sich auch Drachenfreunde und freie Drachentöter in die Intrigen mit ein. Es scheint an so vielen Stellen der Konflikt zu schwellen. Und immer wieder die Frage, wer ist Freund, wer Feind? Das war bei Markus Heitz noch nie ganz eindeutig und wird natürlich auch erst ganz am Schluss geklärt, wenn sich die vielen losen Enden zu einem Ball zusammenfügen.

     

    Fazit: Ein spannender, dynamischer Urbanfantasyroman für Fans von Drachen sehr geeignet. Auch schafft es Heitz immer wieder mich durch eine emotionale Achterbahn zu treiben. Ich kann nicht anders, als diesem Band fünf Sterne zu geben.

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    MeinLesezeichenBlogvor einem Jahr
    Markus Heitz ist ein wahrer Fantasy-Meister

    Meine Meinung
    Als großer Drachen-Fan war es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis ich diese Reihe lese. Bei mir hat es jetzt tatsächlich etwas länger gedauert, aber dafür habe ich schnell aufgeholt (Band 2 habe ich auch schon gelesen und jetzt fiebere ich Band 3 entgegen). Generell ist es lange her, dass ich einen richtigen Fantasy-Schinken in der Hand hatte. Jetzt habe ich meine Komfortzone überwunden und bin über alle Maßen süchtig und begeistert!

    Die Mischung aus Fantasy und historischen Ereignissen hat mich von Anfang an mitgerissen. Ich brauche keine neuerschaffene Welt, um mich in Fantasy zu verlieren. Ich bin der Meinung, dass es nicht sehr vielen Autoren gelingt, Fantasy und Realität auf eine glaubwürdige und ansprechende Art und Weise verschmelzen zu lassen. Markus Heitz ist dieses Spiel mit der Realität gelungen. Zwischendruch musste ich immer wieder feststellen: Schade, dass es keine Drachen gibt! Andererseits ist diese Tatsache doch irgendwie beruhigend. Zwar sind die Drachen Bösewichte, also blutrünstige Monster, die die Menschen genüsslich verspeisen, schmälert das meine Begeisterung nicht (als großer Fan von der Temeraire-Reihe, war diese Perspektive doch etwas gewöhnungsbedürftig). Auch die Tatsache, dass die Menschen als Marionetten fungieren und es die Drachen sind, die sie sich zunutze machen, ist anders aber doch nicht so abwegig. Obwohl sich die Drachen in diesem Band noch etwas bedeckt und im Hintergrund halten, spürt man ihre Macht. Eigentlich passt das Bild, das der Autor von den Drachen zeichnet, viel besser. Zwar fand ich es am Anfang etwas beunruhigend, dass die Drachen einen hohen Menschenkonsum pflegen, aber zum Glück gibt es die Drachenheiligen und -jäger.

    Auch sprachlich hat mich der Autor überzeugen können. Die Ausdrucksweise ist zeitgemäß bzw. so wie man es für die 20er Jahre erwarten würde. Zudem kommt es einem durch die Beschreibungen so vor als wäre man tatsächlich vor Ort. Als würde man tatsächlich mit Silena durch die Luft düsen und Drachen erledigen. Vor allem die Beschreibungen wie die Drachen kämpfen und morden, empfinde ich als sehr realitätsnah (jaja, haha realitätsnah) bzw. glaubwürdig. Man merkt, dass in jedem Abschnitt sehr viel Liebe zum Detail liegt. Dabei wird es aber zu keinem Zeitpunkt langatmig oder langweilig, ganz im Gegenteil; die Handlung schreitet rasant voran. Die verschiedenen Handlungsstränge, die Mitspieler und Gegenspieler, ihre Intrigen und (inneren und äußeren) Konflikte machen die Geschichte sehr lebendig. Der Autor kennt sich aus mit unerwarteten Wendungen und Cliffhangern. Vor allem bei den letzten 200 Seiten fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl ich leider zugeben muss, dass ich den finalen Kampf als etwas zu hektisch empfunden habe. Erträglich fand ich die zarte Liebesbeziehung, die sich langsam aber sicher entspinnt aber zu keinem Zeitpunkt die Handlung dominiert hat.

    Ich möchte auch noch kurz etwas zum Cover sagen. Das Cover, das man auf der Seite vom Piper Verlag findet (s. o.), ist eine Neugestaltung. Mir persönlich gefällt das alte Cover viel besser. Warum? Ganz einfach: Manchmal sagt ein Bild eben mehr als 1000 Worte. Das Cover passt einfach viel besser zur Geschichte und ist nicht ’nichtssagend‘. Es enthält ein paar versteckte Hinweise. Zudem ist es viel bedrohlicher und gewaltiger, was auch sehr gut zum Ton der Geschichte passt. Wenn ihr den ersten Band gelesen habt, werdet ihr meine Aussage nachvollziehen.

     

    Fazit
    Markus Heitz ist ein wahrer Fantasy-Meister! Empfehlung? Auf jeden Fall. Fangt am besten jetzt sofort damit an. (Eine kleine Anmerkung: Meiner Meinung nach, schlägt die Geschichte eine sehr erwachsenen und reifen Ton an. Die Handlung und die Figuren sind anspruchsvoll und komplex. Ich will Jugendliche nicht davon abraten, das Buch zu lesen, aber ich weiß ehrlich nicht, ob mir das Buch mit 16 oder 17 gefallen hätte.)

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    PMelittaMvor einem Jahr
    Spannend, aber zu oberflächliche Charakterzeichnungen

    Silena ist Großmeisterin des Officium Draconis', einer militärischen Einheit der katholischen Kirche, die aus Drachentötern besteht. Diese sind Nachfahren der Drachenheiligen und sorgen dafür, dass die Drachen, die als Ausgeburten des Teufels angesehen werden, vernichtet werden.

    Als ihre beiden Brüder sterben, bleibt Silena als einzige Nachfahrin Sankt Georgs zurück, und eigentlich wäre ihre Aufgabe nun, für Nachwuchs zu sorgen, damit die Linie nicht ausstirbt. Aber Silena will Rache, Rache für ihre Brüder. Dann werden weitere Drachentöter tot aufgefunden und Drachenartefakte aus Museen gestohlen. Stecken Drachenjäger dahinter, die aus dem Töten von Drachen Gewinn herausschlagen und als kriminell angesehen werden? Oder gar Drachenfreunde, die sich dafür einsetzen, dass Drachen als Götter verehrt werden?

    Dass es eine weitere Macht geben könnte, nämlich die Drachen selbst, die nicht alle Tiere ohne Verstand sind, für die die Menschen sie halten, ahnt zunächst niemand.

    Ich bin ein großer Drachenfan und in meiner Vorstellung sind diese Wesen eher gut als böse, und so hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten mit der Welt, die Markus Heitz hier erschaffen hat, denn dort sind die Drachen alles andere als gut. Nun, der Autor baut seine Geschichte auf der Tatsache auf, dass die katholische Kirche über 80 Drachenheilige kennt, darunter neben dem allseits bekannten Sankt Georg, z. B. auch Maria Magdalena und Ignatius von Loyola (eine Liste findet sich am Ende des Romans). In der Welt des Romans haben diese Heiligen nicht nur tatsächlich Drachen bekämpft, sondern ihre Nachfahren tun dies immer noch – die Drachen konnten einfach nicht gut sein. Ansonsten ist die Welt die unsere, allerdings historisch verändert, da die Drachen (unerkannt von den Menschen) Einfluss nahmen, und z. B. die russische Revolution verhinderten. Der Roman spielt zudem 1925 und hat viel 20er-Jahre-Flair. Diese Welt ist interessant und dem Autor gut gelungen. Gut gefallen haben mir bestimmte Anspielungen, wenn z. B. jemand in der Londoner Baker Street in der Nachbarschaft eines bekannten Detektivs wohnt oder Inspektor Lestrade auftaucht.

    Am besten gefällt mir der Roman immer dann, wenn er aus der Sicht der sogenannten Altvorderen, der alten Drachen, die im Hintergrund agieren, erzählt. Diese Szenen sind leider rar gesät, im Mittelpunkt stehen die Menschen, vor allem Silena. Leider mag ich Silena nicht besonders, sie berührt mich nicht, ich fühle nicht mit ihr, finde sie auch nicht besonders interessant – da sind Markus Heitz schon deutlich bessere Charaktere gelungen. Interessanter sind ihre Mitstreiter/Widersacher, wer was ist, ist nicht immer klar: Grigorij Zadornov, der russische Fürst und Hellseher, Arsènie Sàtra, das französische Medium, Onslow Skelton, britischer Versicherungsagent, Enis Mandrake, Mitglied eines Geheimdienstes, sie alle sorgen für Spannung und manchmal auch für Verwirrung, ihre Charakterisierung bleibt aber oberflächlich.

    Erzählt wird größtenteils spannend aus verschiedenen Perspektiven und mit einigen überraschenden Wendungen. Manchmal hatte ich das Gefühl von Unlogik, vor allem, aber nicht nur, schwarze Drachen mit mehreren Köpfen betreffend, allerdings klärt sich das größtenteils bis zum Ende des Romans. Sehr vermisst habe ich ein Personenverzeichnis mit kurzer Erklärung zum jeweiligen Charakter (inkl. Drachen).

    Der Roman ist schon etwas älter und mittlerweile gibt es zwei Fortsetzungen. Die sind auch nötig, denn am Ende des Romans sind noch nicht alle Fragen geklärt. So spielt er gänzlich im europäischen Raum (inkl. Russland), es gibt aber auch Hinweise auf Drachen in Asien und Nordamerika, die hoffentlich in den Folgebänden aufgegriffen werden.

    Ich habe den Roman gern gelesen, kenne aber bessere des Autors. Daher gibt es von mir „nur“ knappe 4 Sterne.  

    Kommentare: 4
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    FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar
    FreydisNeheleniaRainersdottirvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich spannendes Drachenepos, das locker jeden bekannten Actionfilm und die Marvel-Superhelden inden Schatten stellt.
    Von tollkühnen Drachentötern in Doppeldeckern und einem Aufeinandertreffen der Antihelden

    Stell dir vor, du könntest ein Buch über lesen, in dem tollkühne Helden mit Doppeldeckern Jagd auf Drachen machen, in dem Medien in mondänen Flapper-Kleidern sowohl in die Zukunft, als auch in die Vergangenheit sehen können. Ein Buch, in dem Männer noch Männer sind. Und alles spielt sich in den „Roaring Twenties“ ab, in den goldenen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Gibt´s nicht? Doch, bei Heitz nämlich. Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich, nicht ganz zufällig, auf die Drachen-Trilogie von Markus Heitz gestoßen. Nachdem mich im letzten Sommer bereits Wedora überzeugt hatte, war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich mit der Lektüre dieser ungewöhnlichen Trilogie nichts verkehrt machen kann. Und der erste Teil schlug mich schneller in seinen Bann, als ich Doppeldecker sagen konnte.

    Silena, eine Kampfpilotin des Offizium Draconis, die aus der Blutlinie Georgs, dem weltberühmten Drachentöter, abstammt, verliert ihre Brüder und damit ihre letzten lebenden Verwandten bei einem Flugzeugabsturz im Kampfmanöver. Schnell stellt sich raus, dass dafür nur ein Drache verantwortlich sein kann und so schwört sie dem schuppigen Ungetüm Rache. Onslow Skelton, ein englischer Versicherungsdetektiv, erhält den Auftrag von seinem Arbeitgeber , diverse Gegenstände wiederzubeschaffen, die aus Museen entwendet wurden. Dabei handelt es sich um heilige Artefakte, die sämtlichen Drachentötern der Geschichte Vorteile oder gar Siege im Kampf mit ihren schuppigen Kontrahenten einbrachten. Dafür bittet er den dauerhaft unter Drogen stehenden und ewigen Schürzenjäger Fürst Grigorij Zadornov um Hilfe, der die Gabe besitzt, in die Zukunft zu sehen. Während Skelton und Zadornov, die sich zur selben Zeit im Hotel Adlon aufhalten, wie das Medium Madame Satrá, ein Abkommen treffen, läuft bei dem Medium eine Geisterbeschwörung völlig aus dem Ruder und ihr erscheint ein gigantischer, schwarzer Drache mit 5 Köpfen. Noch wissen Silena, Skelton, Zadornov und Sàtra nicht, dass das Schicksal sie zusammenführt, doch schon bald sind diese vier völlig unterschiedlichen Menschen aufeinander angewiesen. Und das Abenteuer beginnt.

    Heitz ist wahrlich der Meister der fantastischen Fabulierkunst. Durch Zufall darauf gestoßen, dass es die katholische Kirche achtzig Drachenheilige kennt, kam ihm die zündende Idee für diese geniale Geschichte. Wer sie nicht liest, ist selbst dran Schuld, wenn er was verpasst!

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    Jares avatar
    Jarevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und actionreicher Auftakt der Drachentrilogie von Markus Heitz!
    Actionreifer Roman mit wenig Tiefgang!

    Silena, ihres Zeichens Drachenjägerin und Nachfahrin des heiligen Georg, muss einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ihre beiden Brüder werden bei einem Übungsflug getötet. Silena ist vor Schmerz betäubt und will den Tod ihrer Brüder rächen. Hilfe bekommt sie von einem russischen Grafen und einem britischen Versicherungsdetektiv, der den Raub antiker Drachentöterrelikte aufklären soll. Ihre Suche führt sie nach London über Edinburgh bin nach Innsbruck. Dabei kommen sie eine Verschwörung der uralten Drachen auf die Spur. Einer Verschwörung, welche die Vernichtung von ganz Europa bedeuten könnte. Und nicht nur das. Auch Gargoyles werden lebendig und bald droht eine Katastrophe biblischen Ausmaßes.


    „Die Mächte des Feuers“ ist der erste Band der Drachentrilogie von Markus Heitz. Ein Auftakt, der durchaus zu gefallen weiß. Die Romane von Markus Heiz habe ich immer wieder mit Licht und Schatten erlebt. Auch wenn es dem Roman und vor allem den Figuren ein wenig an Tiefgang fehlt, liest sich das Werk ausgesprochen gut und ausgesprochen schnell weg. Packende Actionszenen und der wirklich gut integrierte Schauplatz - das Europa der 20er Jahre - machen aus dem Roman ein spannendes und sehr kurzweiliges Lesevergnügen. 


    Wo andere Romane, wie die einzelnen AERA-Teile, von Markus Heitz immer wieder Längen hatten, und mich nur bedingt begeistern konnten, kann dieses frühere Werk des Autors durchaus überzeugen. Sicher, die Mischung aus Fantasy, Action und einer Priese Lovestory ist nicht wirklich neu. Aber was ist schon noch neu? Vielmehr macht es die Mischung der einzelnen Zutaten. Und die hat Markus Heitz sehr gut ausgewählt und noch besser komponiert. 


    Fazit:

    „Die Mächte des Feuers“ ist der lesenswerte, sehr kurzweilige und actionreiche Auftakt zur Drachentrilogie des bekannten deutschen Fantasyautors Markus Heitz. In Kombination mit dem interessanten Schauplatz, Europa in den 20er Jahren, kommt hier ein Roman, dem auch Fantasymuffel durchaus mit Spaß lesen können. 



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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wie wären die goldenen Zwanziger wohl gewesen, wenn es Drachen gäbe ? Markus Heitz liefert die überzeugende Antwort.
    Fantasy meets Golden Twenties - Markus Heitz lohnt sich immer !

    Rezension zu „die Mächte des Feuers“ von Markus Heitz

    Nachdem ich mir den neuen Roman „Drachengift“ gekauft und dann festgestellt habe, dass es da schon zwei Vorgängerbände gibt ( die Mächte des Feuers / Drachenkaiser ) , habe ich wohl oder übel mit dem ersten Band der Trilogie angefangen J

    Ich bin schon von klein auf ein Drachenfan und konnte daher nicht daran vorbeigehen.

    Zum Inhalt

    Der Roman spielt in den 1920er Jahren quer durch Europa. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied zur echten Vergangenheit, dass es Drachen gab und gibt und diese der größte Feind der Menschheit sind – abgesehen vom Menschen selbst. In diesem Roman sind die Drachen eindeutig sehr böse.

    Die großen und kleinen Kriege zwischen Nationen und Staaten – im Hintergrund waren immer die Drachen die Herren, die die Fäden bei den Monarchen gezogen haben.

    Das Officium der Kirche ist die einzige offiziell anerkannte Gemeinschaft, die die Drachen jagen und töten darf- alle Drachentöter stammen in direkter Linie von den sagenumwobenen Helden wie z.B. dem heiligen Georg und anderen berühmten Drachenbezwingern unserer Märchen und Mythen ab.

    Natürlich gibt es noch andere Gruppen, die Drachen jagen –da diese jedoch von der Kirche nicht anerkannt sind, agieren diese illegal.

    Silena, eine Pilotin des Officiums, muss miterleben, wie ihre beiden Brüder bei einem Luftkampf getötet werden, offensichtlich durch einen Drachenangriff.

    Sie schwört Rache und begibt sich auf die Suche nach den Mördern ihrer Brüder. Doch der „Unfall“ gibt Rätsel auf. Silena gerät an vermeintliche Medien, Hellseher und den Geheimdienst des britischen Empires – und zwischen die Fronten, denn die „Altvorderen“ – die alten, mächtigen Drachen von früher, die sich die Herrschaft über die Kontinente aufgeteilt haben und denen die technischen Fortschritte der Menschen nicht gefallen, sagen den jüngeren Drachen, die versuchen, die Alten zu verdrängen, den Kampf an.

    Das Buch

    Vor jedem Kapitel des Buches sind Auszüge aus diversen Veröffentlichungen abgedruckt, die die verschiedenen Abstammungslinien der Drachentöter des Officiums erklären oder kurze Statements für oder gegen das Officium von wichtigen Persönlichkeiten. Das finde ich eine sehr charmante Idee für den ganzen Roman.

    Die Protagonisten : Silena, die Drachentöterin. Arsènie, das Medium. Gregorij, russischer Fürst, Hellseher und Drogenjunkie sowie Olsen Skelton, ein Versicherungsagent sind sehr lebensecht charakterisiert und beschrieben.

    Ich war beim Lesen anfangs erst zwiegespalten, da ich eigentlich Drachen gerne mag und innerlich nicht akzeptieren konnte, dass diese hier als abgrundtief böse dargestellt werden – zumindest aus Menschensicht, sind die Drachen hier erbarmungslos und grausam, sowohl zu den Menschen als auch untereinander.  Aber wer weiß, was in den Folgebänden noch kommt – man kommt irgendwann auch als Drachenliebhaber damit zurecht.

    Der Autor hat hier auf faszinierende Weise für alle wichtigen Schlachten und Kriege der Vergangenheit neue Hintergründe geschaffen und die Ursache in die Herrschaft der Drachen gedichtet und dieses mit tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen und Orten verwebt.

    Das ist vermutlich auch das, was dieses Buch so anziehend macht – echte Fantasy, eingebunden in Orte, die viele der Leser zumindest teilweise schon selbst gesehen oder besucht haben.

    Von der ersten Seite an befindet man sich mitten im Geschehen, es gibt keine langatmigen Prologe oder Erklärungen, hier finden wir genau das nötige Maß an Detail, ohne zu weitschweifig zu werden.

    Etwas konzentrieren muss man sich schon, um der Handlung folgen zu können, da der Schreibstil –  wie soll ich sagen – stellenweise etwas komplexer ist und man nicht „auf die schnelle“ Drüberlesen sollte, da einem sonst zu viele Details verloren gehen, die dem Roman seinen Schliff geben.

    Ich habe bereits mit Band 2 „Drachenkaiser“ angefangen und werde natürlich weiter berichten – bis jetzt finde ich es wirklich toll und es wird immer spannender, ich kann es also nur empfehlen, auch wenn Band 1 mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel  hat ( auf deutsch als Taschenbuch erschienen im Jahr 2008 )!

     

     

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 3 Jahren
    wahnsinnig spannendes, dramatisches und mitreißendes Buch

    Unglaublich aber wahr: Die Drachen haben mich überrollt und nicht mehr aus ihren Klauen gelassen, bis zur letzten Seite! Ein unglaublich spannendes, fesselndes und bildgewaltiges Werk!!

    Silena ist eine Drachentöterin des alten Geschlechts. Auch ihre Brüder sind Drachentöter im Auftrag der Kirche. Ihre Spezialität ist das Jagen aus der Luft. Sie ist eine hervorragende Pilotin und kann viel Erfolge vorweisen… bis eine Mordserie an Dachentötern die Gesellschaft in Aufruhr versetzt. Was geschieht hinter den Kulissen und was hat es mit den mysteriösen Hellsehern und Medien auf sich? Was haben sie mit den Drachen zu tun?

    Eine atemraubende Jagd beginnt, bei der aus Verbündeten Gegner und aus Gegnern Verbündete werden. Nie ist ganz klar, wer auf welcher Seite steht, einzig Silenas Rache an den Drachen zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte…

    Sehr anschaulich und bildlich beschreibt Markus Heitz die unterschiedlichen Drachen und ihre speziellen Fähigkeiten sowie die besonderen Waffen der Drachentöter. Ich war sofort mitten im Geschehen und konnte mir richtig vorstellen, wie die Drachen über die Städte jagen..

    Die Story ist wahnsinnig rasant, teilweise echt brutal und fesselnd. Witzigerweise ist es beim Lesen gar nicht mehr so paradox, dass es im 19. Jh. Drachen gibt… es wird einfach als “normal” hingenommen und so liest man es dann auch..
    Einfach cool!

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    Sardonyxs avatar
    Sardonyxvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Meine erste Bekanntschaft mit Markus Heitz' Büchern! Und ich bin begeistert, dass Geschichte und Fantasy so gut kombiniert werden können!
    Drachenmächte im Kampf um die Vorherrschaft - Nervenkitzel und Gänsehaut!

    Silena ist Großmeisterin der Drachentöter, des Officium Draconis, im Jahre 1925, zu deren Aufgabe die Bekämpfung der Drachen gehört im Namen der Kirche, welche im Drachen das personifizierte Böse sieht. Die Drachentöter sind das Gegenteil der Drachenjäger, welche rücksichtslos das Drachentöten zum geldbringenden Geschäft machen.Die Drachen beherrschen die Länder der Welt und ihre Vorherrschaft zerreißt mit Klauen den Frieden, nährt Streitigkeiten durch feurige Intrigen und die Drachen sind unbezwingbar mächtig.


    Es ist der Beginn eines sonderbaren Geschehens im grauen Januar 1925, als Silenas zwei Brüder bei einem heimtückischen Flugzeugunfall unter mysteriösen Zuständen sterben. Die Drachen toben, während Silena erzwungen wird, ihren Drachentöterberuf einzustellen, das verlangt Ferdinand Erzbischof Kattla, der das Officium anführt. Inmitten ihrer Verwirrtheit tritt ein Grauen zutage . umgeben von Schnee und Eis wird Großmeisterin Martha ermordet aufgefunden. Viele weitere Morde an Drachentötern zerbrechen Silenas friedlichen Alltag, die in Rachedurst alle Morde rächen möchte, Rache für die Drachen.

    Unheimlicherweise zeigen alle Geschehnisse Parallelen ...

    ... Ihr (Silenas ) Zorn hatte neue Nahrung erhalten und war zu einer unauslöschlichen Flamme geworden, die nach Vergeltung lechzte.

    In ganz Europa mehren sich Überfälle auf kostbare Museenartefakte, die eng mit legendärem oder historischem Drachentöten verbunden sind. Grausame Verwüstunge passiere, die schottische Stadt Edinburgh brennt ab im Flammeninferno eines fünfköpfigen Drachens. Für Silena, die mit allen Mitteln die triftige, verborgene Verschwörung aufdecken will und dabei ihr Leben riskiert, steht fest, dass eine gründliche Bedrohung auf Leben und Tod ein ominöses Ziel verfolgt. Eine gefährliche Schnitzeljadg beginnt, derweil die riskante Suche zu dem legendären Drachenstein führt, der sich Weltenstein nennt. Silena stehen Mitstreiter bei - der eingebildete, hellseherische Fürst Grigorij Zadornov aus Russland, das spiritistische Medium Arsenie Satra und der typisch britische Versicherungsdetektiv Skelton, der in seinem Arm einen Drachenknochenn hat. Aber reicht das für Silena?

    ... Mordanschläge auf Drachentöter. Überfälle auf Museen ( ... ). Dann die erstarkenden Drachenfreunde und der Diebstahl des Luftschiffs. Was kam als Nächstes? ...

    ,,Die Mächte der Feuers" war meine erste Bekanntschaft mit dem Autoren Markus Heitz, der auf dem Fantasy-Buchmarkt sich bereits einen ruhmreichen Namen geschaffen hat. Und die Begegnung verlief sehr gut, abgesehen von beinahe angesengten Buchseiten, da Heitz'sche Drachen sehr realistisch sind!

    Die Protagonistin Silena ist eine Komposition aus Rachedurst, Schwäche und Heldenmut, was sie sehr natürlich erscheinen lässt im Kampf gegen die dunklen Drachenmächte, die als mordlustige Tyrannschaften in diesem Buch auftreten.
    Spannend und voller Rätsel verfolgt der Leser die ausgebildete Drachentöterin, als sie versucht, ihre Liebsten zu rächen und den lange unbekannten Feind zu stürzen. Fast wie eine Weltreise und durch verschiedene Perspektiven blickt der Leser hinter die Kulissen, wenn Ränke im Feuer der Drachen geschmiedet werden - in China, Russland, dem Deutschen Kaiserreich oder im Vereinigten Königreich von Britannien. 

    Heitz' Schreibstil ist an manchen Stellen langsam und wirkt wie sich eine heranpirschende Raubkatze, um Seiten darauf in die Höhe zu schnellen um die Wortstürme auf den gänsehäutigen Leser niederprasseln zu lassen. 
    Ich übertreibe nicht; manche Kapitel wirkten zu Anfang seltsam ,,flach", aber - oho! - in ,,Die Mächt des Feuers" erleben wir danach rasante Jagden! Die Ruhe täuscht oft. Wenn die Drachen ihre Luftkriege austragen, der Wasserspeier zum Leben erwacht und Silena x-mal doch noch mit heiler Haut davonkommt - dann wird das Buch zum Glutofen in den zitternden Händen. 

    Es gibt genügend Passagen, die ich brutal und blutig fand. Doch ein jeder atmet auf, wenn man das Ende erreicht und eine Zugfahrt uns ein glückliches, freudvolles Ende beschert. 

    Zugeben muss man, dass ein Happy-End vorhersehbar ist.
    Markus Heitz hat mich überzeugt. Geschichte und Fantasy verstrickt ergibt gute Bücher mit einer gepfefferten Portion Gänsehaut und überstürzten Geschehnissen, die sich naht- und atemlos aneinander ketten. Das kam mir an besonders hitzigen Stellen zu trubelig vor und in solch einem Fall hilft: Buch zu/ E-Reader aus, Atem holen, ein Glas Wasser gegen die Hitze der schuppigen Ungeheuer - und weiter geht's!

    Als aufregende Unterhaltung der Fantasy-Klasse erweise ich den Mächten des Feuers, die Silenas Welt zerstören wollen, 4 Sterne, frisch geschmiedet aus Drachengold und gehärtet in der Kälte von Schneestürmen.

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    nscho-tschis avatar
    nscho-tschivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Vermischt Fantasy und Wirklichkeit zu einem großen Ganzen. Sehr spannend!!!
    Vermischt Fantasy und Wirklichkeit zu einem grosen Ganzen...

    Die Drachen sind schon seit Anbeginn vieler Jahrhunderte Herrscher und Lenker über die Geschichte der Welt. Die Kirche versucht, dem entgegenzuwirken und bildet die Drachentöter aus. Eine von ihnen ist die Großmeisterin Silena, die sich der Jagt auf die Drachen verschworen hat. Im Jahre 1925 wird sie, als sie versucht, einige Morde aufzuklären, in einen schon uralten Konflikt mit hineingezogen. Ein geflügeltes Monstrum versucht, die Menschheit zu unterjochen und sich zum höchsten Wesen auf der Erde aufzuschwingen. Immer neue Verbündete und geheimnisvolle Gegenspieler treten in Erscheinung, von denen man nicht weiß, was man von ihnen halten soll und erwarten kann...

    Toll!!! Markus Heitz hat es irgendwie geschafft, die Fantasy in unsere Gechichte so mit einzuweben, dass sie gerade zu echt wirkt. Als wären die Drachen Wirklichkeit und wir befänden uns in einem Kampf mit ihnen... Auch finde ich es sehr gut gelungen, wie er die damaligen Zeiten mit einbringt. Mich würden vor allem die doch sehr interessante von Markus Heitz verbesserte Bauweise der Zeppeline mehr interessieren - wer weiß, vielleicht würden wir so noch heute in den großen Luftschiffen durch den Himmel schweben?
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es bringt immerwieder bis zur letzten Seite überraschende und unvorhergesehene Wendungen mit sich (es seid denn, man ist Grigorij <3), was zu einer sehr spannenden Handlung führt. Man wird vor allem zum Ende hin geradezu von den Drachen mitgerissen :). Ein epischer Roman mit einer neuen und tollen Fantasy!!!

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    Talliannas avatar
    Talliannavor 4 Jahren
    Konnte mich nicht mitreißen

    Die Welt wurde von uralten Drachen unter sich aufgeteilt, die seither die Geschicke der Menschen aus dem Verborgenen heraus lenken. Nur selten machen diese Altvorderen auf sich aufmerksam. Doch jüngere Exemplare stillen ihren Hunger des Öfteren an Menschen. Hier schreitet das Officium ein, eine von der Kirche geleitete Spezialeinheit, die die Nachfahren der Heiligen Drachentöter mit einschließt. Silena ist eine von ihnen und kommt mithilfe des Fürsten und Sehers Grigorij der groß angelegten Verschwörung der Drachen auf die Spur, die schließlich die ganze Welt erschüttert…

     Was zunächst sehr spannend klang, hatte es nicht geschafft, mich zu begeistern. Bis zur letzten Seite empfand ich das Buch als langatmig und oberflächlich. Es hat mir wenig Freude gemacht dieses Buch zu lesen und das geschah nur, weil ich ausversehen den zweiten Band schon angefangen hatte (ich wusste nicht, dass es davon noch mehr Bände gibt).

    Die Charaktere hatten keine Tiefe, man erfährt so gut wie nichts über sie. Die Storyline war auf der einen Seite vorhersehbar, auf der anderen wirkte sie konstruiert. Besonders trat dies für mich in Silenas Figur hervor. Ihre Abgrenzung zwischen der „harten Schale“ mit ihrer Rüstung und ihrer Weiblichkeit mit ihrer „seidenen Unterwäsche“ (die auch mal gerne samten wird) lässt wohl jede Frau einfach nur die Augen verdrehen. Ja, diesen Zwiespalt gibt es, aber man muss nicht jedes Mal darauf herumreiten. Bis auf ihre Rachegedanken und die Trauer um ihre toten Brüder hat dieser Charakter keine emotionale Tiefe, man erfährt rein gar nichts über sie, was sie irgendwie sympathisch machen oder den Leser für sie Partei ergreifen lassen würde. Sie bleibt bis zum Schluss eine Fremde. Als es gegen Ende des Buches tatsächlich eine Chance gegeben hätte, ihr diese Tiefe zu geben durch ihre Gefühle wird einfach ausgeblendet und der Leser auf den letzten zwei Seiten vor vollendete Tatsachen gestellt.

    Gleichzeitig bekommt man auch nur die absolut nötigsten Hintergrundinformationen, um einigermaßen zu verstehen, warum auf den letzten Seiten fünf oder sechs Parteien miteinander, nebeneinander und gegeneinander kämpfen und dann wird es doch ziemlich unübersichtlich.

    Fast bereue ich es ein bisschen meine Zeit mit diesem Buch verbracht zu haben, denn für mich war es eine absolute Enttäuschung, auch wenn in mir immer noch die Hoffnung ist, dass die Highfantasy Bücher von Heitz besser sind. Ob ich mich allerdings in nächster Zeit an ein Buch aus einer anderen Reihe von ihm wage, ist mehr als ungewiss.

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