Die Zwerge

von Markus Heitz 
4,4 Sterne bei973 Bewertungen
Die Zwerge
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Wow!

Kat_mos avatar

Mein absolutes Lieblings-buch! Ich würde sofort die Fortsetzungen kaufen! Das Buch würde ich wieder lesen.

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Inhaltsangabe zu "Die Zwerge"

»Die Zwerge« sind die meistgekaufte deutschsprachige Fantasyserie unserer Zeit. Über fünf Bände hat Markus Heitz die Abenteuer des einfachen Schmiedegesellen Tungdil erzählt, der zum unsterblichen Helden eines ganzen Volkes wird. Im Kampf gegen dunkle Albae, Verräter in den eigenen Reihen und zwielichtige Magier beweisen Tungdil und seine Verbündeten, dass auch die Kleinen ganz Großes leisten können. Erstmals liegen nun alle fünf Bände in einmaliger Sammlerausstattung vor.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492281010
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.09.2016
Das aktuelle Hörbuch ist bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    VanessaAAs avatar
    VanessaAAvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannende Schilderung einer fantasiereichen Welt
    Ein Ausflug ins Fantasy-Reich ...

    ... war dieses Buch für mich, da Fantasy sonst eigentlich nicht so meine Vorliebe ist. Ich habe es jedoch zu keinem Zeitpunkt bereut. Das Buch ist spannend geschrieben, mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und - nun ja - ausgesprochen fantasievoll. Im Mittelpunkt steht der Zwerg Tungdil, dessen aus Menschensicht herrlich unkonventioneller Charakter ebenso wie der seines Volkes höchst anschaulich geschildert wird und in den "stillen Momenten" des Buches (Zwergenwitze etc.) an Tiefe gewinnt. Auch das Zwergenland und die verschiedenen Mächte werden höchst detailreich beschrieben; durch den Mix verschiedener Erzählstränge geht die Spannung jedoch zu keinem Zeitpunkt verloren. Das Einzige, was mich persönlich ein wenig stört, ist, dass die Elemente der Handlung (kriegführende Trolle und Orks, Vereinigung von Stämmen, verräterische Magier, Schmiede machtvoller Waffen) doch ein wenig arg wie aus dem Fantasy-Baukasten wirken. Das mag aber auch einfach am Genre liegen.
    Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, wenn es auch die Fantasy-Literatur sicher nicht neu erfindet.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und witzig, allerdings mit etwas Luft nach oben.
    Unterhaltsamer Reihenauftakt

    Seit Tungdil denken kann, lebt er unter dem Schutz des Zauberer Lot-Ionan. Er führt ein geruhsames Leben, kann seine zwergische Begabung für das Schmieden zum Beruf machen. Doch eines Tages schickt ihn der Zauberer auf eine Reise, von deren Erfolg bald nichts Geringeres als die Rettung des Geborgenen Landes abhängt. Eine große Aufgabe für einen kleinen Zwerg.

     Natürlich habe ich einige von Tolkiens Büchern gelesen, sodass sich unweigerlich immer mal wieder ein Vergleich einschlich. Elben, Orks, Zwerge, sie alle kennt man aus Mittelerde. Was Heitz aus diesen Figuren gemacht hat, hat mir jedoch wirklich sehr gut gefallen. Die zähen Zwerge der Reisegesellschaft, allen voran Tungdil mochte ich sehr gerne. Sie sind tapfer und halten zusammen, haben aber auch Schwächen und so ihre Streitigkeiten. Sicherlich gibt es für die eine oder andere Figur noch Luft nach oben, aber ich habe auch so schon mit ihnen mitgefiebert. Die Handlung entwickelt sich recht spannend, geschrieben ist sie sehr flüssig. Die Welt der Zwerge könnte noch etwas mehr Details vertragen, vieles wird nur kurz beschrieben, sodass ich noch nicht richtig eingetaucht bin. Trotzdem hat mir dieser Auftaktband so gut gefallen, dass ich neugierig auf die weiteren Bücher bin. Bei Vraccas, ich freue mich auf Tungdils nächstes Abenteuer.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Abwechslungsreich, spannend, komplex und sehr unterhaltsam! Großartiger Auftakt der Zwergen Reihe!
    Abwechslungsreich, spannend, komplex und sehr unterhaltsam!

    Abwechslungsreich, spannend, komplex und sehr unterhaltsam! Großartiger Auftakt der Zwergen Reihe und ein Muss für High Fantasy Fans, denn Markus Heitz hat hier einen grandiosen Auftakt über das Volk der Zwerge geschrieben, die ja bisher meistens eher eine nur für eine unterhaltsame Nebenrolle gut waren.
    Er hat es perfekt geschafft, die typischen Merkmale, die man aus Herr der Ringe und dergleichen kennt, mit neuen und interessanten Details auszuschmücken und damit einen besonders intensiven Blick auf dieses kriegerische Volk zu gewähren.

    Wir befinden uns hier im Geborgenen Land, in dem, umschlossen von einem riesigen Gebirgszug, Menschen, Elben und Zwerge relativ friedlich miteinander leben. Geschützt werden sie durch riesigie Portale in den Bergen, die die vier Zwergenstämme gegen Orks, Oger und andere dunkle Mächte verteidigen. Der Durchbruch hat jedoch alles verändert, denn mit den mysteriösen und magiebegabten Albae kam das Böse in das Geborgene Land und breitet sich sich seither immer weiter aus.

    Natürlich gibt es auch einen besonderen Bösewicht, den es aufzuhalten gilt und eine wichtige Rolle spielt dabei Tungdil, ein Zwerg, der unter Menschen aufwuchs, bei einem der sechs Meistermagier und der ihm einiges beigebracht hat, was für seine Rasse eher untypisch ist. Tungdil wird von ihm auf eine Reise geschickt, die eigentlich keine großen Schwierigkeiten bereit halten sollte, doch natürlich kommt alles anders als geplant. Die Figuren, auf die er trifft bzw. die sich ihm auch anschließen, sind anschaulich, originell und haben alle einen besonderen Kern, der sie auf seine eigene Art besonders hervorhebt. Dadurch prägt man sich jeden von ihnen auch gut ein, auch wenn die Namen etwas gewöhnungsbedürftig sind, aber dafür gibt es auch vorne im Buch ein Namensregister zum Nachschlagen, was ich allerdings nicht benötigt habe.

    Ebenso ist eine Landkarte vorhanden, auf der man dem Weg der Gefährten sehr gut folgen kann. Der Aufbau ist gut gelungen, einmal von der Welt an sich mit all ihren Entwicklungen, Kulturen und auch einer eigenen Zeitrechnung; aber auch vom Verlauf der Handlung. Zuerst geht es noch eher in ruhigerem Tempo voran, wobei es aber ständige Überraschungen und Wendungen gibt, die die Spannung immer mehr aufbauen. Der Stil ist genau im richtigen Maße an das Genre angepasst, relativ einfach und flüssig zu lesen, aber trotzdem die typische Atmosphäre transportiert, die einen als Leser in diese phantastische Welt versetzt. Vor allem die Wortgeplänkel haben mir auch gut gefallen, überhaupt die vielen kleinen Spannungen zwischen den Charakteren und der zwergische Humor, der natürlich nicht fehlen darf.

    Die Zwerge an sich hab ich immer mehr ins Herz geschlossen - denn auch wenn man sich vielleicht erst an ihr kampflustiges und draufgängerisches Wesen gewöhnen muss, sind sie in ihrem Stolz und ihrem Zusammenhalt gegen das Böse ein gutherziges und aufrichtiges Volk, an dessen Seite man sich keine Sorgen zu machen braucht, denn mit ihrer Axt und ihrem Kampfeswillen sind sie so gut wie unschlagbar! Aber auch sie sind nicht vor Verrätern und Intrigen gefeit und so ergeben sich viele widrige Umstände, die sie im Kampf gegen das Böse herausfordern.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich, denn es gab immer wieder zwangsläufige Zufälle, die für die Handlung zwar wichtig waren, die man aber vielleicht noch etwas geschickter und unauffälliger hätte einbauen können. Aber im ganzen hat das nichts an meiner abschließenden Meinung geändert, denn die vielen ausgefallenen Ideen und die verflochtene Weise, in der sich alles zum großen Finale aufbaut, ist super gelungen und hat mich wunderbar unterhalten.
    Das Ende schließt die Handlung ab, aber es gibt schon einen Hinweis auf die nächste Herausforderung und ich freu mich schon sehr auf die Fortsetzung!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Serwens avatar
    Serwenvor 9 Monaten
    Die Zwerge

    Vor Kurzem sah ich ein Interview mit Markus Heitz, in welchem er betonte, seine Motivation zum Schreiben von Büchern sei die Freude daran Geschichten zu erfinden. Und genau das ist leider auch die grösste Schwäche der Zwerge.


    Die Geschichte ist alles in allem gut gelungen. Der Zwergengrosskönig ist alt und liegt im Sterben, weshalb die Zwergenstämme einen Nachfolger suchen. Der einzige Kandidat wird von seinem Berater beeinflusst, dieser trachtet nach einem Krieg mit den Elben.
    Tungdil ist ein Zwerg, wurde aber von einem Magier grossgezogen. Auf einer Reise im Auftrag seines Ziehvaters erfährt er, das alle Magi des Landes, so auch sein Ziehvater, von Nôd'onn verraten und getötet wurden. Dieser hatte sich mit einer dunklen Macht, dem Toten Land, verbündet. Durch eine Schrift seines Magus erfährt Tungdil von einer Waffe, welche den bösen Magus aufhalten könnte, um sie zu schmieden benötigt er allerdings die Hilfe der Zwergenstämme. Darum gibt er sich als Thronanwärter aus um (zumindest vorerst) einen Krieg gegen die Elben zu verhindern und alle guten Mächte des Landes gegen Nôd'onn zu vereinen.
    Der grobe Verlauf der Geschichte ist zwar vorhersehbar, jedoch ist dies bei ziemlich vielen Büchern der Fall und nimmt nicht die Freude an der Lektüre.


    Woran Heitz aber meiner Meinung nach scheitert sind zum einen die kursorischen Beschreibungen einer Szenerie, die (teilweise) etwas überzeichneten Charaktere und sein sehr sehr oberflächliches Universum, in welchem die Geschichte spielt.
    Man stellt fest, Geschichten erfinden, das kann Herr Heitz, die Beschreibungen einer Landschaft oder einer Stadt können da leider nicht wirklich mithalten, einzige Ausnahme bilden hierbei die Hallen der Zwergenstädte. Oft hat der Leser gar keine Ahnung, ob er sich jetzt auf einer Strasse oder auf einem verstecktem Pfad befindet, ob die Zwerge gerade durch eine Wiesenlandschaft, einen Wald oder ein vegetationsloses Ödland marschieren. Man merkt, die Geschichte war dem Autoren einfach wichtiger.
    Mein zweiter Kritikpunkt sind (teilweise) die Personen. So will der eine pausenlos kämpfen und töten, der andere ist regelmässig betrunken oder wäre es gerne während ein dritter bei jeder Gelegenheit betont, welch fürterliche Angst er doch hat. Doch auch das ist noch nicht allzu verheerend.


    Das schlimmste an Die Zwerge ist die oberflächliche Welt, welche der Autor erfunden hat. Am Anfang des Buches findet der Leser etwas, das eine Karte darstellen soll. Diese ist allerdings kaum mehr als eine Skizze. Es gibt eine Gebirgskette, einen See und ein paar Grenzen, die verschiedene Königreiche markieren, das wars. Keine Flüsse, keine grosse und kleine Wälder, nur ein grosser See und eine einzige Stadt. Es kann doch nicht sein, dass mehrere Königreiche nicht mehr als eine einzige Stadt zu bieten haben. Des Weiteren sind fremde Sprachen nur angedeutet und über die Kultur der Völker erfährt man wenig Neues. Auch auf das erfinden neuer Völker wurde verzichtet, so sind die Albae nur eine neue Version der Dunkelelben (das ist allerdings nicht besonders schlimm). Aus der Vergangenheit des Landes erfahren wir praktisch gar nichts, es ist teilweise fast so, als hätte es nie eine Zeit vor dieser Geschichte gegeben.
    Kurz: Die Welt der Zwerge scheint weder glaubwürdige Landschaften noch neuartige Völker und Kulturen und auch keine eigene Geschichte oder eine gut umschriebene Mythologie zu besitzen. Das ist leider keine Welt, in die sich ein Fan von guter High Fantasy wirklich verlieren kann. Da sind andere Autoren einfach um Tausenfaches besser, Tolkien, Martin, Jordan, sogar Paolini.


    DENNOCH habe ich das Buch sehr genossen. Wie gesagt, die grösste Stärke des Autors ist das efinden von Geschichten. Und auch wenn ich mich über die oben genannten Dinge etwas aufgeregt habe, habe ich mich stets darauf gefreut, das Buch weiterlesen zu dürfen. Und ein Buch, welches Freude bereitet hat, ist in meinen Augen keinesfalls eine Zeitverschwendung.
    Deshalb drei Sterne (würde gerne 3.5 geben, geht leider nicht für 4 ist mir doch ein wenig zu viel Negatives aufgefallen).

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Schöner erster Auftakt der Zwergenserie

    Das Buch ist super geschrieben es enthält sehr schöne Wendungen. Ich werde mich nach der Verarbeitung des Geschriebenen an den zweiten Teil machen.
    Eines sei aber gesagt, wenn sich unsere menschlichen Weltmächte eine Scheibe vom Buch abschneiden von dem Schluss des Buches gebe es keine Kriege mehr.


    Liebe Grüße 

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    KristinaTiemannvor einem Jahr
    Kleiner Zwerg ganz groß

    Die Zwerge von Markus Heitz sind der Auftakt zu einer mehrbändigen Fantasy-Reihe, in deren Mittelpunkt - wie der Titel schon sagt - die Zwerge stehen und hier ein ganz besonderer: Tungdil Bolofar späterhin genannt "Goldhand".

    Der Roman ist klassisch angelegt mit einer Reise, auf der in diesem Fall ein unscheinbarer Zwerg mit zunächst undurchsichtiger  Herkunft zum Helden seines Volkes heranwächst. Um das Geborgene Land zu retten, zieht er mit einer Handvoll Freunden aus und schmiedet jene einzigartige Axt, die allein ihren Widersacher, den vom Dämon besessenen Magier Nôd'onn, Herrscher über das Tote Land, bezwingen kann. Es geht gegen Oger und Albae, aber auch  Magier und Elben tummeln sich im Heitz-Universum herum, auch sie eher traditionell gehalten mit nur leichten Abwandlungen.

    Die Sprache ist flüssig, nur erschienen mir einige Beschreibungen recht langatmig, wohingegen der Schluss dann m. M. nach ein bisschen zu kurz geraten ist. Mir hat diese Welt gefallen, auch wenn es kein Tolkien ist, aber der bleibt ja eh unerreicht. Von daher: Daumen hoch!

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    marcel110891s avatar
    marcel110891vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Fantasy, in der Zwerge endlich einmal die Hauptrolle spielen und dieser werden sie auch mehr als gerecht.
    Zwerge erhalten die Hauptrolle

    Einst bewachten die Zwerge den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land mit seinen Menschen und Elben vor den Heeren des Bösen zu beschützen. Verrat bahnt Orks und Ogern den Weg, und das Tote Land breitet sich mit seinen Schrecken aus.

    Der Zwerg Tungdil ist bei dem Magier Lot-Ionan unter Menschen aufgewachsen und kennt die Bräuche seines Volkes nur aus Büchern. Da wird der junge Schmied von seinem väterlichen Freund auf die Reise geschickt. Doch aus dem Botengang wird unverhofft das große Abenteuer. Um die Einheit der fünf Stämme zu bewahren, behauptet der greise Zwergengroßkönig Gundrabur, er sei ein verschollener Königssohn. Und plötzlich steht Tungdil an vorderster Front im Kampf gegen das Böse und muss das Geborgene Land retten.

     

    Die Geschichte

    Die Geschichte rund um Tungdil hat mir sehr gut gefallen. Sie beginnt mit einer harmlosen „Quest“ (engl. Aufgabe), die Tungdil durch das geborgene Land führen wird und sich im Verlauf immer mal wieder ändert. So überrascht die Geschichte mit Wendungen und kleinen Abenteuern, die neben der Hauptgeschichte erzählt werden.
    Etwas schade fand ich jedoch, dass das geborgene Land selbst am Ende des Buches einem als Leser noch sehr unbekannt vorkommt. Dies liegt daran, dass die Geschichte des Landes nur selten vertieft wird und die Erzählung sich auf Tungdils Geschichte konzentriert. Hier hätte ich mir mehr Informationen, Geschichten, Legenden und ähnliches gewünscht.

    Wie es sich für einen anständigen Zwergen-Fantasy-Roman gehört gibt es auch größere und kleinere Schlachten. Diese sind zwar meistens kurzweilig, doch fügen sie sich gut in die Geschichte ein und vermitteln eine ständige Bedrohung, die das geborgene Land heimsucht und welche sich im Verlauf der Geschichte immer weiter ausbreitet und stärker wird.
    Doch auch hier bleiben die Schlachten oberflächlich. Die Geschehnisse werden mir nicht ausführlich genug beschrieben und springen von einer Handlung zur nächsten, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass auch noch eine ganze Armee an der Schlacht beteiligt ist.

    Der Spannungsbogen bleibt dennoch konstant hoch und als Leser will man wissen, wie es auf der Reise von Tungdil weitergeht, da auch nie ein Leerlauf in der Geschichte vorkommt. Durch den ein oder anderen Perspektivwechsel werden spannende Intrigen erzählt und beleuchtet und als Leser fiebert man mit, wenn Tungdil von der Folge einer Intrige eingeholt wird.


    Die Charaktere

    Nicht nur Zwerge gehören zu den Protagonisten in diesem Buch, sondern auch Menschen, Elben, Albe und Magier und noch einige weitere.
    Vor allem die Zwerge, welche natürlich die Haupt-Protagonisten sind, entsprechen meinem Bild von Zwergen: Rau, Kampflustig, Handwerklich begabt und sie lieben die guten, deftigen Speisen und ein gutes Bier darf auch nicht fehlen. Nie habe ich das Gefühl gehabt, dass meine Erwartungen an Zwerge enttäuscht wurden, doch neue Eigenschaften, die ich vorher nicht kannte oder erwartet hätte, tauchten auch keine auf.

    Auch das Zusammenleben mit anderen Völkern, wie zum Beispiel den Menschen und Elben, ist realistisch dargestellt. Die Menschen haben Vorurteile, doch verstehen sich mit den Zwergen ganz gut, welche wiederum ihre Vorurteile gegenüber Menschen haben. Elben sind die verhassten Gegner der Zwerge und auch die Elben stehen eher auf Kriegsfuß mit ihnen.
    Durch die unterschiedlichen Clans der Zwerge verhindert Markus Heitz, dass es nur ein monotones Zwergenvolk gibt. Jeder Clan hat seine speziellen Charakterzüge und Fertigkeiten, wodurch eine gute Mischung entsteht.

     

    Der Schreibstil

    Markus Heitz hat einen angenehmen Schreibstil zum Lesen und beschreibt die Handlungen und Charaktere in ihrem Rahmen angemessen. Doch für mich hätten mehr Beschreibungen der Landschaften und Orte dem Roman gutgetan, da manchmal das Gefühl auftrat, dass Markus Heitz nur schnell einen Übergang finden wollte und dabei ihm die Beschreibung an sich nicht wichtig war.


    Fazit

    Alles in allem kann ich jedem dieses Buch wärmstens empfehlen. Wer Fantasy mag wird hier eine gute und spannende Geschichte finden und wer Zwerge toll findet, so wie ich, wird sich daran erfreuen, dass sie in diesem Buch endlich eine Hauptrolle haben und dieser mehr als gerecht werden. Nur über zu wenig Beschreibungen der Landschaft und Umgebung und den oberflächlichen Schlachten sollte man hinwegsehen können.

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    emilayanas avatar
    emilayanavor 2 Jahren
    Ein deutscher Fantasy Epos

    Genre: High-Fantasy

    Autor: Markus Heitz

    Verlag: Piper

    Preis: 16 €

    Seiten: ca. 630

    ISBN: 978-3492700764

     

    1.     Handlung: Tungdil ist ein Zwerg, doch er ist nicht unter seinem Volk aufgewachsen. Er wuchs bei einem menschlichen Magus auf und wünscht sich nichts anderes als sein Volk kennen zu lernen.  Und er muss verhindern, dass das tote Land weiter vordringt. Doch dazu muss er viele Abenteuer überstehen und viele Gefahren mit seinen Freunden überstehen.

    2.     Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich bemängele im Gegensatz zu vielen anderen die Wortwahl. Allerdings ist er auch nicht herausstechen oder so bildlich wie der von Hennen. Meiner Meinung nach finde ich den Schreibstil nicht schlecht, allerdings auch nicht herausstechend gut. Zudem muss ich sagen, dass mich die Landschaftsbeschreibungen nicht vollkommen überzeugt haben, dafür allerdings die Dialoge. Diese sind häufig sehr witzig gehalten und sind abwechslungsreich.

    3.     Charaktere: Die Charaktere sind interessant und zum Teil auch tiefergehend. Allerdings lernen wir viele auch nur Oberflächlich kennen, was allerdings bei Fantasy-Büchern nicht ungewöhnlich ist. Man lernt auch keine neuen Völker kennen außer die Anti-Elfen, Albae genannt. Diese sind auch durchaus sehr interessant und machen einen großen Teil der Spannung aus. Ansonsten lernen wir die bekannten Fantasy-Völker, die durch den Herr der Ringe etabliert wurden. Dazu gehören Oger, Orks, Elben, Kobolde und natürlich auch Zwerge. Diese wurden nicht wie in vielen anderen Büchern verfremdet, sondern in seinem Ursprung dargestellt. Auch die Zwerge werden als erst zu nehmende Gegner präsentiert und nicht als lustige Sidekicks.

    4.     Umsetzung: Die Umsetzung des Buches habe ich selber als sehr anstrengend empfunden. Für mich hätte das Buch locker 250 Seiten kürzer sein können. Vor allem die Exposition war einfach unglaublich lang und außerdem nicht nötig. Erst ab 400 Seiten setzt die eigentliche Handlung, die man vorher schon vorhergeahnt hatte, erst ein. Das wer auch eines der ärgsten Probleme die dieses buch hat. Die Handlung und das Ende sind extrem hervorsehbar und dadurch wird diesem auch die Spannung genommen. Es ist also kein innovatives Buch, bringt alten Stoff allerdings würdig auf die Seiten.

    5.     Cover: Das Cover ist gut gestaltet und einem Fantasyroman angemessen. Ich finde es sogar sehr gelungen und schön angelehnt an die Elfen oder Orks Romane. Das finde ich sehr schön, da diese Reihen ja auch in einer bestimmten Verbindung zueinander stehen.

    6.     Ende: Das Ende ist wie gesagt sehr vorhersehbar. Es wird über die gesamt Handlung hinweg aufgebaut und dementsprechend auch logisch im Sinne des Buches. Es macht übrigens auch nichts aus, dass ein einziger Zwerg einmal ganz schnell über 50 Orks erschlagen kann.

    7.     Bewertung:

     

    1.     Handlung:          25  / 40

    2.     Schreibstil:        10  / 15

    3.     Charaktere:       14  / 20

    4.     Umsetzung:       4  / 10

    5.     Cover:                 5  / 5

    6.     Ende                    4 / 10

     

                                                         62 / 100

     

    Gesamtwertung:   6.2 P

    Genrewertung:      6.5 P

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    AngiFs avatar
    AngiFvor 2 Jahren
    Fantasy vom Feinsten

    Die Zwerge leben im Geborgenen Land, es ist von Bergen umgeben. Ihre Gebirgspässe bewacht das Volk vor Eindringlingen, Schreckensgestalten wie Orks und Trolle versuchen immer wieder das Reich zu erobern. Tatsächlich schaffen diese es, den Nordpass zu erobern. Die Zwerge benötigen dringend Hilfe, sie naht durch Tungdil, der als Findelkind bei Menschen aufwuchs und bisher nichts über sein eigenes Volk weiß und nicht einmal damit gerechnet hatte, je auf Artverwandte zu stoßen. Tungdil trifft auf einer Reise auf Zwergen-Zwillinge, die ihn einweihen in die Geschehnisse um ihr Volk. Tungdil wird klar, dass er sein Volk unterstützen muss, nun beginnt seine eigentliche Reise, die in ein neues Leben.


    Der Autor Markus Heitz hat mit den Zwergen eine eigene Welt oder besser ein Imperium erschaffen. Herrliche Charaktere mit Wiedererkennungswert verbunden mit einem unverwechselbaren Schreibstil, schöner Sprache und noch dazu in einem angenehmen Tempo verfasst. Die Zwerge beinhalten alles, was man sich als Fantasyleser erhofft, nämlich einen brillanten Plot, skurrile Figuren, einen stark ausgeprägten Spannungsbogen, der sich über das ganze Buch erstreckt, unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte – kurz gesagt das Buch „Die Zwerge“ ist ein Pageturner.


    Nun hat es mich also auch erfasst, das Zwerge-Fieber. Lange habe ich überlegt, ob diese Saga das richtige Lesematerial für mich ist. Doch da ich bereits andere Bücher vom Autoren gelesen und lieben gelernt habe, konnte ich mich nun durchringen. Zur Hilfe kam mir der Piper Verlag, der gerade alle Bände noch einmal neu aufgelegt hat und dies mit wunderbaren Covern und sogar in einem Geschenke-Schuber verfügbar. So habe ich also endlich auch mit der Lektüre gestartet, nachdem alle über diese Reihe reden – und wurde nicht enttäuscht!


    Nur zu gerne vergebe ich diesem ersten Band der bisher 5teiligen Zwerge Reihe fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter, an alle Fantasy Leser, die bisher noch nicht auf die Zwerge getroffen sind. Sie werden spannende und abenteuerliche Lesestunden genießen und nicht genug bekommen können. Nicht umsonst fragen Fans immer wieder nach einer Fortsetzung!

    http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/10/die-zwerge-von-markus-heitz.html

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    BlackTeaBookss avatar
    BlackTeaBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Detailreichtum, intelligente Plot-Twists und starke, liebenswerte Charaktere überzeugen genauso wie die spannenden, actionreichen Momente!
    Wer sich für Fantasy begeistern kann, wird dieses Buch sehr genießen.

    Zugegeben, der Einstieg fiel mir recht schwer. Wie es sich für einen guten Fantasy-Roman gehört, wird dessen Welt anfangs durch Legenden, Mythen und tausend Jahren zurückliegenden Ereignissen vorgestellt; das unterstützen außerdem zwei Karten, die mir im Laufe der Geschichte sehr geholfen haben. Da es nicht sofort mit der eigentlichen Handlung losgeht und ich noch nicht zurück in der 'Fantasy-Stimmung' war, hat mir dementsprechend auf den ersten Seiten etwas Spannung gefehlt. Das ändert sich aber so bald, dass ich diesen Kritikpunkt schon wieder zurück ziehen muss.

    Anders als genial kann ich den Aufbau der Handlung gar nicht beschreiben. Jedes Ereignis ist mit dem 'großen Ganzen' verbunden und die verschiedenen Stränge gehen auf so intelligente Weise ineinander über, dass das Lesen einfach nur Spaß macht. Selbst Plot-Twists werden hin und wieder selbst 'getwistet', so dass man immer wieder überrascht wird. Meine selbst-gestellte Aufgabe, das Buch innerhalb einer Woche zu beenden, habe ich also mit Freude erfüllt!

    Auch die Charaktere kann man nur bewundern, denn sie alle haben ihre ganz eigenen Persönlichkeiten. Ob gut oder böse, man kann ihre Entscheidungen von den verschiedenen Standpunkten aus immer nachvollziehen. Am meisten lernt man natürlich über Tungdil, dessen Entwicklung mich bei jedem Lesen einmal mehr fasziniert. Er ist einfach ein wundervoller Mensch Zwerg, der über sich hinaus wächst (metaphorisch gesehen natürlich) und sich selbst dabei trotzdem treu bleibt. Seine Freundlichkeit und Integrität ziehen sich durch das ganze Buch und machen diese Geschichte so außergewöhnlich.

    FAZIT

    Die Zwerge hatten einen holprigen Start, dafür war aber der Rest der Reise so fantastisch, dass sie mich wieder einmal mitten ins Abenteuer geholt haben. Detailreichtum, intelligente Plot-Twists und starke, liebenswerte Charaktere überzeugen den Leser genauso wie die spannenden, actionreichen Momente. Wer sich für Fantasy begeistern kann, wird dieses Buch sehr genießen. 

    5/5 BlackTeaCups

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Philips avatar
    Hallo zusammen.
    Ich verlose insgesamt drei signierte Ausgaben von Markus Heitz neustem Fantasy-Roman "Die Legenden der Albae: Die vergessenen Schriften". Die Teilnahme ist denkbar einfach.

    Alle Infos zum Gewinnspiel gibt es hier:
    http://philipswelt.blogspot.de/2013/10/gewinnspiel-gewinne-die-koenige-orknacht-oder-die-legenden-der-albae-die-vergessenen-schriften.html

    Ich wünsche euch ganz viel Glück!
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