Markus Heitz Totenblick

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Inhaltsangabe zu „Totenblick“ von Markus Heitz

„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …

Mein 1.Heitz und ich bin entflammt. Klasse Stil, nimmt achterbahnmässig Fahrt auf und der Thrill ist fast konstant gut. Chapeau Herr Heitz!

— Cridilla

Markus Heizt überzeugt auch voll und ganz mit einem Thriller

— Ungorandir

Bisschen übertrieben, aber trotzdem spannend und unterhaltsam geschrieben.

— Arachn0phobiA

Auch als Thriller-Autor kann Markus Heitz überzeugen!

— Pergamentfalter

Zwar spannend, aber auch ziemlich übertrieben!

— Karin_Kehrer

Wieder ein großartiges Buch von Heitz!

— LauraNewman

Super

— Hamster50

Ein spannendes Buch aus dem Knauer Verlag !

— Buchbinder

Eine verschenkte Idee und zu viele, zu flache Charaktere. Die interessantesten werden vom Bösewicht allesamt hinweggerafft. Schade.

— darkchylde

Ein Thriller ganz ohne übernatürliches, ungewohnt von Heitz, aber sehr lesenswert.

— DirtyCrow

Stöbern in Krimi & Thriller

Bruderlüge

Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.

Caillean79

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Eine gut ausgedachte Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen.

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  • Auch als Thriller-Autor kann Markus Heitz überzeugen!

    Totenblick

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 21:05

    Nachdem ich bereits "Oneiros - Tödlicher Fluch" von Markus Heitz gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich auch um sein neuestes Werk keinen Bogen machen werde. Dass ich es dann auch noch als Rezensionsexemplar vom Knaur.-Verlag bekam, hat sich natürlich angeboten. Nun lese ich nicht allzu oft Thriller und kann daher keinen Vergleich zu anderen Werken dieses Genres ziehen, doch ich muss sagen, dass Markus Heitz mit diesem Buch eindeutig meinen Geschmack getroffen hat. Der Leser begleitet während der Geschichte die unterschiedlichsten Charaktere: Mit dabei sind natürlich erst einmal der ADHS-geplagte Hauptkommissar Peter Rhode und sein Freund, Personal Trainer und Ex-Bikergang-Mitglied Ares Löwenstein, die beiden Hauptcharaktere von "Totenblick". Daneben erhält man auch Einblick in die Sicht der beiden Kommissare Anke Schwedt und Lackmann. Ebenfalls mit von der Partie ist "Oneiros"-Protagonist und Bestatter Konstantin Korff vom Ars Moriendi. Des Weiteren erlebt man einen Teil der Geschichte aus der Sicht künftiger Opfer - meistens kurz vor ihrem Ableben - und, was mir sehr gut gefallen hat, auch aus der Perspektive des Mörders. Zwar fiel es mir schwer, seinen Ansichten zu folgen, doch "seine" Abschnitte trugen deutlich ihren Teil dazu bei, diese Geschichte facettenreich darzustellen. Insgesamt begegnet man in diesem Werk den unterschiedlichsten Charakteren mit einer oftmals wunderbar ausgefeilten Persönlichkeit. Ob es nun das ADHS oder der Alkoholismus ist, der einen Charakter besonders werden lässt, ob es seine Vergangenheit, seine Fähigkeiten oder sein Verhalten ist - jede Person erhielt von Markus Heitz ihre charakteristischen Besonderheiten, die sie zu tollen Persönlichkeiten werden ließ. Die Handlung selbst wechselt immer wieder zwischen ruhigerem Freizeitleben der Ermittler, Mordfällen, in denen Markus Heitz nicht mal vor dem Tod lieb gewonnener Charaktere zurückschreckt, und der Jagd nach dem Täter. Bereits in "Oneiros" bewies Markus Heitz mit der Thematisierung der Kryonik, dass er seinen Werken durch den Einbau ungewöhnlicher Techniken einen besonderen Touch verliehen kann. Das ist ihm auch in "Totenblick" gelungen. Welche Technik genau er dieses Mal thematisiert? Nun, dazu müsst ihr das Buch schon selbst lesen, aber einen Tipp möchte ich euch geben: Das Cover mit dem undeutlichen Bild eines Gesichts in der Pupille repräsentiert es sehr gut. Wobei ich auch schon beim nächsten Punkt bin: Der Gestaltung. Ich habe noch nie ein Buch mit einem derart genialen Einband gesehen. Normalerweise hat ein Buch zwei Deckel und einen Rücken. Darauf beschränkt sich "Totenblick" jedoch nicht. Vielmehr hat das Buch einen "Rund-Umschlag", wenn man es so nennen kann. Die Seiten selbst sieht man nämlich nur an der Ober- und Unterseite des Buches, nicht aber an der rechten Seite. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Wer es in Händen hält, wird wissen, was ich meine. Neben der üblichen Autorenbiografie befindet sich auf der Innenseite des Covers zudem ein kurzes Interview mit Markus Heitz, ein Foto von ihm sowie ein "Autogramm" und auf der anderen Seite dieses besonderen Umschlages ist ein Ausschnitt aus dem "Warnschreiben" des Täters abgedruckt. Wie gesagt, gesehen habe ich ein Buch mit solch einem Umschlag noch nie, aber er gefällt mir definitiv! Etwas enttäuscht war ich vom Rückentext, der damals von seiner Art her zwar wunderbar zu "Oneiros" passte, jetzt aber eher wie eine Kopie wirkt. Die Sprache in "Totenblick" ist eher einfach gehalten und stellenweise versetzt mit einer Mischung aus Humor und Ironie. Ein wenig negativ kann ich lediglich die ab und an etwas sehr umgangssprachliche Ausdrucksweise anführen, doch auch die hat mich nicht wirklich gestört. Abgesehen von einigen ungewöhnlichen Äußerungen Konstantin Korffs und dem alternativen Epilog, hat Markus Heitz dieses Mal auch vollständig auf übersinnliche Elemente verzichtet, doch ich muss selbst sagen, hätte ich "Oneiros" nicht schon gelesen, hätten spätestens diese Andeutungen mein Interesse geweckt. Fazit "Totenblick" ist Markus Heitz' erster Exkurs in das Genre Thriller und ich muss sagen, es ist meiner Ansicht nach eindeutig gelungen. Ich konnte fast keine Minuspunkte entdecken und so gesellt sich "Totenblick" zu jenen Büchern, die ich mit einem klaren "JA!" weiterempfehlen kann. Dass Markus Heitz im Nachwort von einem Wiedersehen mit den Leipziger Kommissaren und Konstantin Korff spricht, lässt meine Hoffnung auf eine Fortsetzung von "Oneiros", wie sie damals im Nachwort erwähnt wurde, wieder wachsen.

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  • Krass!

    Totenblick

    Naike

    23. January 2017 um 19:20

    Oh Mann, das war wieder was! Irre Geschichte mit tollen Charakteren und zwei alten Bekannten. <3 Ich fühle mich jetzt genötigt, noch einmal Oneiros anzuhören, damit ich es bis zum Erscheinen von Markus' neuem Buch im März irgendwie aushalte. Wäh!
    Okay, das war jetzt keine Rezension, aber ich wollte es mal gesagt haben.^^

  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • Hüte dich vor dem Totenblick!

    Totenblick

    Karin_Kehrer

    18. August 2016 um 20:01

    Die Wahrheit liegt stets im Auge des Betrachters. Doch hüte dich vor dem Totenblick. Erfasst er dich, gibt’s kein Zurück!Ein Serienkiller treibt in Leipzig sein Unwesen. Er benützt seine Opfer dazu, akribisch genau berühmte Gemälde oder Fotos nachzustellen. Die Sonderkommission unter der Leitung des ADHS-geplagten Kommissars Peter Rhode ist heillos überfordert, denn der Mörder macht seine Drohung wahr: Jeder, der den Toten in die Augen blickt, stirbt ebenfalls. Erst Ares Leon Löwenstein, dem Personal Trainer mit der zweifelhaften Vergangenheit, gelingt es, dem Rätsel des „Totenblicks“ auf die Spur zu kommen. Ein Thriller mit einem Hauch Übernatürlichem. So ganz kann der Autor nicht verhehlen, dass er hauptsächlich Horror- und Fantasy-Bestseller verfasst.Die Geschichte des wahnsinnigen Mörders, der sich der Mission verschreibt, Gemälde und Fotos mit Leichen nachzustellen, konnte mich aber nicht gänzlich überzeugen.Zum einen liegt das an der Vielzahl der Figuren und Morde, manche von ihnen dermaßen bizarr, dass sie an „Final Destination“ erinnern. Irgendwann habe ich aufgehört, die Opfer zu zählen und gegen Ende der Geschichte nimmt man die Toten nur mehr am Rande wahr. Die Opfer laufen teilweise dermaßen blind in Gefahr und Tod, dass man nur den Kopf schütteln kann. Der Mörder scheint leichtes Spiel zu haben, denn die Polizei ist einfach nur hilflos – kein Wunder, wird doch beinahe eine ganze Abteilung Beamter ausgerottet!Ares Leon Löwenstein, der Hüne mit dem klingenden Namen und der dunklen Vergangenheit, ist an sich eine interessante Figur, über weite Strecken der Handlung trägt er aber wenig zum Geschehen bei. Seine einzige Sexszene ist einfach nur unterirdisch und wie Ares‘ Genital nach einem Tauchgang im eisigen Kanal aussieht, kann man sich auch ohne mehrfache Erwähnung vorstellen. Der an ADHS erkrankte Kommissar, der ständig Namen vergisst oder verwechselt, soll eine Spur Humor in das Geschehen bringen, der Witz läuft sich aber irgendwann buchstäblich tot.  Gegen Ende verändert sich seltsamerweise der Charakter des Mörders, was für mich nicht ganz nachvollziehbar war. So wirkt das Ende ein wenig konstruiert.Interessant dagegen das Thema Optographie – Bilder, die auf der Netzhaut Toter eingeprägt sind – das mir neu war. Man erfährt auch so einiges über Leipzig, eine Stadt, die viele Facetten hat. Für das übernatürliche Element sorgt der Bestatter Konstantin Korff – leider bleibt er sehr im Hintergrund. Im Übrigen sollte man „Oneiros“ gelesen haben, um diese Figur und das Ende von „Totenblick“ verstehen zu können. Die Aufmachung des Buches ist nicht alltäglich und gefällt mir gut.Fazit: Ein zwar spannender Thriller mit viel Fantasie, der aber ein bisschen zu dick aufgetragen ist.

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  • Hütet euch vor dem Totenblick!

    Totenblick

    Wortmagie

    28. October 2015 um 09:29

    Ich bin ein Fan von Markus Heitz. Er ist der meistvertretene Autor in meinem Bücherregal und das will bei all den Reihen, die ich mehr oder weniger konsequent verfolge, schon etwas heißen. Trotzdem habe ich so meine Probleme mit seinen Büchern, weswegen meine letzte Reise mit ihm ein Weilchen her ist. Ich finde seine Ideen toll, liebe seine Vorstellungskraft und fühle mich in der Atmosphäre seiner Geschichten äußerst wohl. Doch seine Spannungsbögen sind für meinen Geschmack ab und zu ein wenig lasch. Daher haben seine Bücher Längen, durch die ich mich durchkämpfen muss. Er ist einer dieser Autor_innen, auf die ich wirklich Lust haben muss, damit ich die zähen Passagen in Kauf nehme. Dieser Zeitpunkt war Ende letzten Monats gekommen – mein Bauch entschied, dass es Zeit für „Totenblick“ war. Leichen, die wie große Werke der Kunst inszeniert sind. Eine Botschaft: „Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“. Leipzig wird von einem Serienmörder heimgesucht, der Angst und Schrecken säht. Nicht nur unter der Bevölkerung, sondern auch unter den Ermittlern, denn wer den Toten in die Augen sieht, muss kurz darauf selbst sterben. Der Aberglaube des Totenblicks zieht sich wie ein Geschwür durch die Behörden, gegen das Kriminalhauptkommissar Peter Rhode parallel zur Jagd auf den Mörder ankämpfen muss. Er ist auf die Hilfe seines alten Freundes Ares Löwenstein angewiesen. Auf seine Hilfe – und auf seine Kontakte aus seiner dunklen Vergangenheit bei einem Biker-Club. Doch schon bald geraten Rhode und Löwenstein selbst ins Visier des Mörders. Werden auch sie Opfer des Totenblicks? „Totenblick“ ist Markus Heitz‘ erster Roman ohne übernatürliche und/oder futuristische Elemente. Dieses kleine Experiment mit einem anderen Genre ist für ihn eine naheliegende Entwicklung. Thriller schreibt er seit vielen Jahren, nur eben immer samt Vampiren, Werwölfen und anderen Supras. Ich wusste vor der Lektüre nicht, dass es dieses Mal realistisch zugeht und Heitz seiner Geschichte nur einen Hauch Mystik verlieh. Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte es gewusst. „Totenblick“ ist ein solider Thriller, doch ich habe beim Lesen die ganze Zeit vergebens auf das Übernatürliche gewartet. Ein Teil meiner Erwartungen wurde dadurch enttäuscht. Natürlich bin ich daran selbst schuld, das ist mir bewusst und ich mache es Markus Heitz nicht zum Vorwurf. Meinen Lesespaß beeinträchtigte es allerdings schon ein wenig, was schade ist, da ich erstaunlich gut mit dem Spannungsbogen zurechtkam. Den Fall des mordenden Ästheten fand ich fesselnd und insgesamt sehr originell. Ich konnte das Rätsel seiner Identität nicht aufdecken, was meiner Meinung nach ja immer ein Qualitätsmerkmal ist. Stattdessen habe ich Kommissar Rhode und Personal Trainer Löwenstein bei ihrer Jagd auf den Mörder zugesehen. Die beiden Protagonisten sind genau so sympathisch, wie ich es von Markus Heitz erwartet habe. Ihr Facettenreichtum bewies mir ein weiteres Mal, dass er es liebt, vollständige Lebensläufe für seine Figuren zu basteln, die stets einen interessanten, verruchten Charme haben. Ares Löwenstein war vor seiner Zeit als Fitnesscoach Mitglied eines Biker-Clubs und auch Peter Rhodes Weste ist nicht blütenweiß. Ich mochte das, weil mich die beiden dadurch immer wieder überrascht haben, trotz des Gefühls, sie gut zu kennen und einschätzen zu können. Ihre Ausdrucksweise ließ mich allerdings ab und zu stutzen. Manchmal legte ihnen Heitz Formulierungen in den Mund, die ich einfach befremdlich fand. Wer nennt seine feste Freundin bitte „Kirsche“? Auch denke ich, dass Heitz absolut kein Händchen für erotische Szenen hat, denn diese erschienen mir übertrieben körperlich. Selbstverständlich ist Sex etwas Körperliches, aber ich empfinde die emotionale Erfahrung der involvierten Charaktere als wesentlich wichtiger. Von seinen Beschreibungen war ich nicht überzeugt, da sie… mechanisch wirkten. Ich hätte darauf verzichten können und mir dafür etwas ausführlichere Informationen zur Technik der Optographie gewünscht, die bei der Aufklärung der Morde eine Rolle spielt. Diesen Part der Ermittlungsarbeit fand ich überaus spannend – in meinem Herz lebt eben ein kleiner Nerd, der sich für außergewöhnliche wissenschaftliche Methoden begeistern kann. Mir persönlich kam darüber hinaus das psychologische Trauma des Mörders zu kurz. Wer solche Morde begeht, muss ernsthaft krank sein; ich hätte gern einen detaillierten Einblick in seine Wahrnehmung der Realität bekommen. Wann und wie hat sich in seinem Kopf ein Schalter umgelegt, sodass das Töten anderer Menschen zu einem für ihn akzeptablen Ausdruck seiner Persönlichkeit wurde? Mit „Totenblick“ beweist Markus Heitz, dass er das Übernatürliche nicht zwingend braucht, um einen guten, spannenden Thriller zu schreiben. Das Buch fügt sich überraschend homogen in sein bisheriges Werk ein; es treten sogar ein paar alte Bekannte auf. Außerdem ist es eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Stadt Leipzig. Mir gefällt Herr Heitz als Chronist dunkler Paranormalität zwar definitiv besser, ich könnte mir jedoch trotz dessen vorstellen, einen weiteren realistischen Thriller aus seiner Feder zu lesen, sollte er diese Linie weiterverfolgen. Dieses Mal mit dem Wissen, was mich erwartet. ;) Ich kann euch „Totenblick“ auf jeden Fall empfehlen. Wenn ihr Markus Heitz mögt oder ihn kennenlernen möchtet, ohne kopfüber in seine Fantasy-Romane hineinzuspringen, ist dieser Thriller genau das Richtige für euch. Er trägt seine unverwechselbare Handschrift, ist originell und überzeugt mit sympathischen, lebendigen Charakteren. Aber gebt gut Acht und hütet euch vor dem Totenblick, denn erfasst er euch, gibt’s kein zurück!

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  • Ohne Zwerg, Vampir und Werwolf, aber genauso gut

    Totenblick

    Hannasbuecherwelt

    13. August 2015 um 13:21

    Dies ist das erste Buch von Markus Heitz, den ich übrigens für seine Bücher liebe, in dem kein Zwerg, Vampir oder Werwolf mitspielt. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn man merkt in "Totenblick", dass seine Leipziger Welt auch gut ohne sie auskommt. Von der ersten Seite an war das Buch spannend, auch wenn oft gerade die Person starb, aus deren Augen die Geschichte gerade erzählt wurde. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt, da es einfach keine Seiten ohne wirklichen Inhalt gibt. Ich mag Markus Heitz' Schreibstil sehr gerne, denn er schreibt nicht um den heißen Brei herum. Besonders schön an seinen Büchern ist, dass man meistens schon den einen oder anderen Charakter kennt, hier Korff, den Bestatter. Da fühlt man sich gleich heimisch :) Ich mag diesen Thriller sehr gerne, trotz der kaltblütigen Morde. Es freut mich besonders von Markus Heitz mal was anderes zu lesen als Fantasy http://hannasbuecherwelt.blogspot.de/  

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  • Ein gelungener erster Schritt

    Totenblick

    Wolf1988

    26. July 2015 um 20:29

    Markus Heitz erster Schritt in die Welt der Thriller ist kein Reinfall. Ich fand das Buch ziemlich spannend und legte es nur selten aus den Händen. Ich fand das Ende nur ziemlich kurz gehalten. Seine Schreibweise ist manchmal sehr gewöhnungsbedürftig, aber das macht ja wohl den Charme des Autors aus, zumal es ja auch nicht Realitätsfern ist, wenn manchmal paar Beleidigungen durch den Raum gleiten. Die Liebesszene in dem Roman fand ich aber dennoch sehr Plump. Ich selber habe noch keine Erotikromane gelesen, aber ich glaube das solche Ausdrücke wie Schw**z oder P***y in diesen nicht vorkommen. Dennoch macht es der Geschichte keinen Abbruch und wer es zu doof findet, kann es auch überlesen, da es zu der Handlung nicht beiträgt. Was ich besonders schön finde ist das er die Stadt Leipzig sehr Detailliert beschreibt. Man merkt das der Autor sich dort sehr gerne aufhält. Auch was die Realitätsnahe Beschreibung der Waffen und deren Handhabung angeht ist nichts zu bemängeln. Man merkt das der Autor beim Bund war. Schon in seinen anderen Büchern sind seine Lieblingswaffen die von Heckler & Koch. Wahrscheinlich nicht so wichtig, aber da ich auch beim Bund war, muss ich in anderen Büchern einfach über die Szenen wo Handfeuerwaffen vorkommen, meistens den Kopf schütteln. Alte Berufskrankheit glaube ich ;-) Wer auf einen Thriller Lust hat, der nicht sofort durchschaubar ist und einen ganz kleinen Touch vom übernatürlichen hat, sollte sich dieses Buch kaufen.

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  • Nicht neu aber Spannend !

    Totenblick

    Buchbinder

    19. July 2015 um 21:39

    Ein ADHS kranker Kommissar, eine scharfe Kollegin, ein Personal Trainer der mal Gangster und Biker war und ein Wahnsinniger der Menschen tötet um Kunstwerke zu kreieren und das alles in Leipzig !   Die Geschichte ist etwas zäh zu beginn doch bekommt sie Fahrt als der vermeintliche Hauptdarsteller als Kunstwerk endet. Das Ende überrascht durch seine Tatsachen Politik und durch ein schweres Schicksal. Dennoch ein geniale Geschichte. Markus Heitz , eher aus Mystery und Fantasy bekannt übt sich hier im Thriller und macht seine Sache gut !

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  • Markus Heitz - Totenblick

    Totenblick

    Buchbinder

    15. July 2015 um 22:27

    https://www.youtube.com/watch?v=nZZ46K-IfXk

  • "Look in the mirror and tell me what you see. Is there something you remember or anything you feel?"

    Totenblick

    teufelsweiblein

    05. July 2015 um 14:54

    Inhalt "Die Bilder Sie sind Vorlagen für die grausam inszentierten Tatorte des Mörders.  Der Ermittler Er liefert sich miot dem Täter einen Wettlauf gegen die Zeit. Der Totenblick Wer von ihm erfasst wird, muss sterben." (Quelle: Klappentext) Meinung Da mein Freund in letzter Zeit Markus Heitz gelesen hat und immer meinte, dass seine Bücher wirklich gut wären (und seine Bücher mich in der Bücherei grusligerweise verfolgt zu haben scheinen), habe ich mich spontan entschlossen etwas von ihm zu lesen. Zu "Totenblick", Marcus Heitz' erstem Thriller, habe ich aer tatsächlich rein zufällig im Buchhandel gegriffen und kann jetzt schon sagen, dass ich es absolut nicht bereut habe. Der Roman startet unvermittelt mit einem bereits geendeten Konzert von Solitary Experiments (<3) und man wird direkt in die Geschehnisse geworfen. Der Schreibstil war anfänglich für mich recht gewöhnungsbedürftig, was wohl einfach daran liegt, dass ich so einer Art des Schreibens bis dato noch nie begegnet bin. Markus Heitz beschreibt die Orte, die für den Roman, der übrigens in Leipzig spielt, wichtig sind, sehr genau. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, empfand ich diese Aufbauart durchaus angenehm. Sie intensivierte die Stimmung und machte das ganze noch realer (was absolut gruselig war, wirklich). Die Charaktere sind in meinen Augen durch die Bank weg großartig. (Tatsächlich habe ich auch von einigen geträumt, was mir noch nie passiert ist.) Es kommt echt selten vor, dass das passiert. Natürlich stechen einige heraus wie zum Beispiel der Bestatter Konstantin Korff oder auch Ares Löwenstein, der heutige Fitnesstrainer und frühere Biker bei den zwielichtigen Heaven's Demons.  Aber allen voran ist es der Mörder, der mich ein bisschen zittrig zurückließ. Er stellt anfangs Gemälde berühmter Maler nach, betrachtet das Töten und das Aufbahren der Leichen als eine Kunst und ist einfach nur komplett wahnsinnig, was jedoch nicht unbedingt verwunderlich ist, wenn man letztendlich seine Vorgeschichte und -erlebnisse kennt. Fazit Dieser Thriller ist wahrscheinlich einer der besten, wenn nicht sogar der beste, den ich bisher gelesen habe. Ein markanter Handlungsstrang, wunderbar ausstaffierte Charaktere und genug atmosphäreschaffende Grausamkeit ergeben eine tolle, lesenswerte Mischung, der dieses Meinungsdingsi hier gar nicht gerecht wird. Also lest "Totenblick" lieber selbst und lasst euch in die Untiefen diese Thrillers ziehen.

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  • Buchverlosung zu "Totenblick" von Markus Heitz

    Totenblick

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. April 2015 um 19:05

    Hallo ihr Lieben,

    bei uns gibt es im Rahmen der Aktion "Blogger schenken Lesefreude"  oben genanntes Buch zu gewinnen:

    http://www.booknerds.de/2015/04/blogger-schenken-lesefreude-und-booknerds-de-ebenso-unser-grosses-gewinnspiel/

    Außerdem liegen auf dem Gewinntisch noch 19 weitere Bücher!

    Viel Glück!

    P.S.: Bitte ausschließlich auf booknerds.de kommentieren, nicht hier.

  • eBook Kommentar zu Totenblick von Markus Heitz

    Totenblick

    Friedhelm Zimmer

    via eBook 'Totenblick'

    Ein ausgezeichneter Roman.

    • 2
  • Markus Heitz kann auch anders...:)

    Totenblick

    Madlenchen

    Markus Heitz ist vor allem für seine Fantasy-Bücher um Zwerge und Albae bekannt. Viele haben ihn auch genau deswegen in der Luft zerrissen bei diesem Buch oder seinen anderen "Thrillern". Aber sind wir doch mal ehrlich: Sein Schreibstil ist trotzdem klasse. Die Spannung ist und bleibt bis zum Schluss erhalten, und die Protagonisten überzeugen. Alles voran Kommissar Rhode. Ich fand seine Figur so toll und unperfekt, dass er mir richtig ans Herz gewachsen ist. Der Killer, der eine wirklich seltsame Art des Mordes bzw. der Ausstellung seiner Opfer hat, hat mich ebenfalls nicht in Ruhe gelassen. Ich wollte immer wieder wissen was er sich denn nun als nächstes einfallen lässt. Das Katz und Maus - Spiel mit der Polizei hat es umso spannender gemacht. Ares Löwenstein ist...*hach*...Ich weiss gar nicht was ich sagen soll. Seine Statur und sein böser - Junge - Image ist ja schon irgendwie verdammt sexy. :-D Mir war er an manchen Stellen jedoch ein bisschen ZU perfekt. Wie schon oben erwähnt habe ich am Schreibstil von Herrn Heitz nichts auszusetzen. Einzig allein der Start ins Buch ging etwas zähflüssig. Ebenfalls nicht gefallen hat mir die "Mordlust" unseres Autors. Ich habe das schon bei "Die Zwerge" bemerkt, aber dort gibt es wesentlich mehr Charaktere. Da ist es bei "Totenblick" doch schon eher aufgefallen wenn einer das zeitliche gesegnet hat. Ein Pluspunkt bekommt das Buch von mir wegen den kurzen Auftritten von Konstantin Korff. Meinem Lieblingsbestatter aus "Oneiros". :-D Alles in allem finde ich "Totenblick" ein wirklich gelungenes Buch, dass viele schöne und spannende Lesestunden bringt. :-) Jedoch ist es nicht das beste Buch von Markus Heitz und bekommt daher auch nur 4 Sterne. Er kann es doch eigentlich noch einen ticken spannender, gruseliger und fesselnder. ;-)

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    • 2

    Arun

    03. September 2014 um 11:55
  • Schwach und Ideenlos

    Totenblick

    MichaelSterzik

    Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden … Kritik „Totenblick“ von Markus Heitz der sich bisher sehr wohl in Genre Fantasy einen Namen gemacht hat, nicht zuletzt mit den brillanten Titeln wie: „Ritus“ und „Sanctus“, hat nun mit seinem zweiten Thriller „Totenblick“ einen Ausflug ins Genre Thriller unternommen. Auch in dem vorliegenden Band taucht wie schon in „Oneiros“ der mystische und geheimnisvolle Bestatter Korff auf. Dieser immer mal wieder kurze Gastauftritt des Charakters in der Handlung, gehört dann auch zu dem eher stärkeren Part innerhalb einer konfusen, völlig überzogenen Handlung. Damit haben wir auch in dieser Kritik den alles entscheidenden „toten“ Punkt erreicht. Ohne mystische Elemente ist dieser Thriller eher im unteren Durchschnitt anzusiedeln. Markus Heitz katapultiert den Leser in eine Welt des Grauens und des Horrors und spart weder an brutalen Details noch an ausufernden Klischees. Eine subtile, tiefgründige und aufbauende Spannung ist hier nicht zu finden. Der Autor bedient sich dem langweiligen Katz-und-Maus-Spiel und vergibt damit die einzigartige Chance, den wirklich interessanten Charakteren ein Podium zu bieten. Dabei hätte dieser Roman doch so viel Potenzial gehabt, wenn der Autor sich die Mühe gemacht hätte, so starke Charaktere ins rechte Licht zu rücken. Die unterschiedlichen Perspektiven seiner Charaktere bringen die Geschichte auch nicht weiter voran. Voller Lücken und fehlender Rückschlüsse driftet die Handlung immer weiter ab und zerschellt schließlich an den Klippen banaler Horrorelemente. Die Schlüsselworte der Handlung lassen sich schnell zitieren: “Blut, Angst, Grauen, Schmerz...und fertig ist die Geschichte. Die Idee von einem „Totenblick“ ist verwirrend und weckt eine Erwartungshaltung, die der Autor überhaupt und ansatzweise nicht erreicht. Dabei hilft es auch nicht, wenn der Autor den einen oder anderen Charakter über die Klinge springen lässt. Ein wirklich geistiges Duell zwischen Jäger und gejagten findet nicht statt. Zum Ende hin bekommt dann Kommissar Zufall noch die Gelegenheit für ein paar Auftritte und schließlich ist man nur froh, wenn man das Nachwort des Autors endlich erreicht hat. Fazit „Totenblick“ von Markus Heitz ist der schwächste Thriller, dass schwächste Buch, was ich bisher von ihn gelesen habe. Markus Heitz sollte bei dem Stil bleiben, mit dem er „Groß“ geworden ist. Sicherlich gibt es in der Literatur Kombinationen in denen Thriller und Mystik fabelhaft eingefasst sind, doch hier geht es nur um den liebelosen Serienmörder, mit traumatischen Erfahrungen und einer künstlerischen Ader für sein altes Ego. Warum so einfallslos? Warum nicht ein Thriller mit mystischen Elementen? Der „Tot“ steht im gut – das ist bezogen auf den Bestatter Korff und dessen Verbindung zum Schnitter – zum Sensenmann – zum Gevatter – so viele Ideen und Möglichkeiten und kaum eine wurde hier verwertet. Schade. Herr Heitz: Bleiben Sie sich treu, und lassen Sie Ihre Leser wieder teilhaben an Charakteren, die mit dem „Tod“ spielen und zwischen den Welten agieren. Michael Sterzik

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    • 4

    KruemelGizmo

    25. July 2014 um 18:41
  • "Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters"

    Totenblick

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    TOTENBLICK ist Markus Heitz‘ erster Thriller. Nachdem er sich lange im Bereich der Phantastik rund um Vampire, Dämonen und Werwölfe bewegt hat, entschloss er sich einen klassischen Thriller zu schreiben. Die Idee zu „Totenblick“ entstand dank einer Reportage über den Mythos des letzten Blicks, ein Mythos, der für die Protagonisten dieses Buches zur Realität wird. „Du hast in das Auge des Todes gesehen und den Totenblick empfangen. Denkst du, es ginge schadlos an dir vorüber?“ (S. 47) Das sind die Worte, die der Entführer zu seinem Opfer spricht. Er trägt eine Maske, „beklebt mit vielen Einzelbildern und ein übergroßes Auge formend“. Das erste Opfer: Armin Wolke, ein bekannter Leipziger Musiker. Gefesselt sitzt er in einem dunklen Raum und zittert vor Angst und Kälte. Während sein Entführer den Raum vorbereitet, erwacht in Armin der Überlebensinstinkt und er versucht, sich zu befreien… Als Kriminalhauptkommissar Peter Rhode am Tatort erscheint, liegt Armin in einer Badewanne und trägt einen Turban, aus dem einzelne Locken heraushängen. Das Klebeband um seinen Hals erklärt: „Der Mörder hat den Kopf also abgetrennt und wieder drauf gesetzt.“ (S. 53) Wer bereits hier Ekel und Gänsehaut verspürt, sollte nicht mehr weiterlesen. Denn Heitz‘ bietet so manche schaurige Situation, Bilder, die nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen sind, sobald sie sich darin verfangen haben. „Bilder“ erstellt auch der Mörder. Eins nach dem anderen, wie ein Künstler, der sich in seinen Werken immer wieder übertrumpfen will, und jeden tötet, der sein Verfahren, die Opfer als Kunstwerkt darzustellen, nachahmt. Ihn aufzuhalten scheint schier unmöglich. Denn Hinweise finden sich an den Tatorten keine, außer der Nachricht: „Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters“. Doch was hat es damit auf sich? Und wie können die Ermittler den Serienmörder aufhalten? Die Zeit ist knapp und die Zahl der Toten steigt unaufhörlich… Alexa

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    • 2

    NiWa

    25. July 2014 um 18:29
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