Wédora - Schatten und Tod

von Markus Heitz 
4,3 Sterne bei48 Bewertungen
Wédora - Schatten und Tod
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Ich liebe Bücher von Markus Heitz ♡

Kagalis avatar

Nicht ganz so gut wie sein Vorgänger, da viele Fragen offen bleiben und manche Handlungsstränge etwas vorschnell und einfach gelöst wurden.

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Inhaltsangabe zu "Wédora - Schatten und Tod"

Das Dark Fantasy-Meisterwerk aus der Feder von SPIEGEL-Bestseller-Autor Markus Heitz führt die Leser zurück in die ebenso geheimnisvolle wie tödliche Wüstenmetropole Wédōra

In der schwer befestigten Wüstenstadt Wédōra warten gefährliche Herausforderungen auf die Freunde Liothan und Tomeija: Als Tomeija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen wird, kann sie nicht ahnen, dass sie bald auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen vorgehen muss – denn Liothan macht sich unterdessen in Wédōras Unterwelt einen Namen. Dann rüsten zwei benachbarte Königreiche zum Krieg, der auch die neutrale Wüstenmetropole bedroht. Die Freunde werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt, der Wédōras Ende bedeuten könnte.

'Ein Muss für Fantasy-Fans.' Börsenblatt

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517819
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:656 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.12.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Philipvor 4 Monaten
    Wédora - Schatten und Tod

    Mit Wédora – Schatten und Tod kommt der zweite und vermutlich auch letzte Teil von Markus Heitz Wédora Romanreihe in die Buchläden und wie man den deutschen Bestsellerautor kennt, ist auch dieser Band wirklich umfanreich und mit 656 Seiten auch noch einmal knapp 50 Seiten dicker als Band 1. Zum Glück ist die Lektüre des ersten Romans Wédora – Staub und Blut bei mir noch nicht so lange her, da ich ansonsten Probleme gehabt hätte, mich an alles in einem ausreichenden Ausmaß zu erinnern. Zwar hat Markus Heitz am Anfang des Romans einen kurzen und sehr hilfreichen Rückblick eingearbeitet, wodurch man sich die wichtigsten Ereignisse des Auftaktromans noch einmal in Erinnerung rufen kann. Für ein gutes Verständnis empfehle ich nichtsdestotrotz aber die komplette Lektüre des ersten Romans!

    Wédora – Schatten und Tod setzt quasi direkt an den Ereignissen des ersten Teils der Reihe an und greift die bisherigen Ereignisse auf. Die beiden Protagonisten Tomeija und Liothan sind aufgrund ihrer Heldentaten im Roman Staub und Blut reich belohnt worden und gehören von nun an der Oberschicht der Wüsten- und Handelsmetropole Wédora an. Außerdem haben sie eine prächtige Villa, die ein zentraler Schauplatz in Teil 1 gewesen ist, ebenfalls als Belohnung geschenkt. So haben beide also die besten Voraussetzungen, um ein luxoriöses Leben in der Metropole zu fristen und ihren Bestimmungen nachzugehen. Liothan ist magisch veranlagt und vermag es, die Kraft der drei Monde zu nutzen. Er will seine Kenntnisse ausbauen und versucht durch die Lektüre unzähliger Werke zu einem der mächtigsten Saldûn, eine Art Magier, zu werden. Währenddessen hat Tomeija die Ausbildung zu einer Hohepriesterin Driochors aufgenommen und versucht ihre Vergangenheit als Geetzeshüterin in der alten Welt endlich hinter sich zu lassen. Doch kommt es natürlich anders als es soll und der trügerische Frieden, in denen sich beide wägen, wird schneller gestört, als ihnen lieb sein kann. Tomeija wird in ihre alte Rolle von höchster Stelle berufen, als sie einen mysteriösen Todesfall in der Festung Sandwacht untersuchen soll, während sich Liothan bei seiner Recherche eher langweilt und sich auf eine Erkundungstour unter der Stadt begibt und dabei eine riesige Bedrohung der Stadt aufdeckt. Wird beiden Protagonisten auch dieses Mal wieder die Rettung der Wüstenstadt Wédora gelingen?


    Der Einstieg in die Fortsetzung der Wédora Saga ist mir zum Glück recht leicht gefallen. Dies leigt zum einen an der kurzen aber dennoch sehr guten Zusammenfassung des vorangegangenen Teils direkt am Anfang dieser Fortsetzung und zum anderen an der Tatsache, dass ich Band 1 erst vor Kurzem beendet hatte. Beste Voraussetzungen also zum Wiedereinstieg. Nicht zum ersten Mal führt Heitz hier im Prolog einige neue Charaktere ein, um sie direkt wieder das zeitliche segnen zu lassen. Sinn und Zweck ist einfach die Einführung eines neuen Feindes. Dies mag ein gutes Mittel sein, doch ist es schon irgendwie schade um die Figuren. Aber auf diese “Redshirts“, kommt es in der Geschichte sowieso nicht an, denn die Handlung konzentriert sich, wie bereits Roman eins, auf die Protagonisten Liothan und Tomeija, welche nach den turbulenten Ereignissen nun erst einmal einw enig zur Ruhe kommen, auch wenn die Ruhe nicht lange hält. Obwohl beide bereits in Buch eins eine starke Entwicklung durchgemacht haben, stehen beide in Wédora – Schatten und Tod nicht still und könnens ich auch hier noch weiterentwickeln. Fest in der Wüstenstadt angekommen, integreiren sie sich immer mehr in das tägliche Geschehen der Metropole und fangen an, ihre Positionen zu verbessern und zu intrigieren, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Auch gegenüber der anderen Person sind sie nicht immer ehrlich, obwohl trotzdem ihre stärksten Charakterzüge überwiegen und Liothan beispielsweise von seinem inneren Motiv, eine Art Robin Hood zu sein, angetrieben wird und so sein Handeln bestimmt wird. Auch die Interaktion mit anderen Figuren, ob menschlich oder phantastisch, gefällt mir ausgesprochen gut.

    Was mir in dieser Fortsetzung besonders positiv aufgefallen ist, ist der Umstand, dass Markus Heitz allem etwas mehr Raum zur Entwicklung gegeben hat. Während in anderen Besprechungen dies teilweise als zu langatmig und kontraproduktiv für die Spannung deklariert worden ist, fand ich dies gerade gut, um nicht so überstürzt von einem Ort zum nächsten zu hasten. So wurde etwas entschleunigt und man konnte einige Entwicklungen besser nachvollziehen. In Staub und Blut war mir das teilweise doch zu hektisch und man geriet nur allzu schnell in eine Kampfszene.

    Darüber hinaus hat mir auch der Plot der zweiten Geschichte sehr gut gefallen. Die Handlung ist liebevoll und detailliert ausgearbeitet und man lernt zudem noch weitere Bereiche der skizzierten Welt besser kennen, indem man an der Seite der Protagonisten durch die Welt reist. Vor allem die Katakomben sowie Sandwacht fand ich sehr spannende Settings, die die Handlung stimmig ergänzt und die vorhandene Welt sinnvoll erweitert haben. So steht der Plot der ersten Geschichte in nichts nach. Er ist abwechslungs- und actionreich geschrieben und durch neue Szenarien kam noch einmal frischer Wind in die Saga. Allerdings fand ich den Handlungsstrang in der alten Heimat von Tomeija und Liothan absolut überflüssig. Er hat keinerlei Auswirkungen auf die eigentliche Handlung, welche in Wédora spielt. Zwar führt dies am Ende zu einer versöhnlichen Entwicklung, die das eventuell enttäuschende Ende des ersten Bandes etwas relativiert. Hätte man aber in meinen Augen auch streichen können. Der Handlungsstrang in Wédora war in meinen Augen spannend genug.

    Zudem kann ich das Hörbuch absolut empfehlen. Uve Teschner hat einee sehr abwechslungsreiche und faszinierende Stimme, die noch das gewisse Extra in die Geschichte gezaubert hat und dazu führt, dass ich dieses Hörbuch nicht zum letzten Mal gehört habe!

    Auch wenn es im Schlusswort hieß, dass es voraussichtlich die letzte Geschichte aus Wédora gewesen ist, so wünsche ich mir dennoch in naher Zukunft ein weiteres Abenteuer von Heitz in der Wüste. Man merkt dieser Welt die Rollenspielgrundlage an, da sie liebe- und detailvoll ausgearbeitet ist. Ein bis auf Kleinigkeiten spannendes Abenteuer in der Wüste und wieder ein sehr empfehlenswertes Fantasyepos aus der Feder von Markus Heitz. Lesenswert!

    Fazit zu Wédora – Schatten und Tod von Markus Heitz

    Eine spannende und sehr abwechslungsreiche Fortsetzung des Wédora-Epos von Markus Heitz. Unterhaltsam und mit viel Liebe fürs Detail. Lesenswert und für Fantasyfans eine klare Empfehlung!

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    _Vanessa_s avatar
    _Vanessa_vor 5 Monaten
    Wunderbare Fortsetzung

    Mit "Wedora: Staub und Blut" habe ich vor ungefähr eineinhalb Jahren mein erstes Buch vom bekannten deutschen Fantasy-Autor Markus Heitz gelesen, mit dem er mich sehr überzeugen konnte. Als dann "Wedora: Schatten und Tod" angekündigt wurde, habe ich mich sehr auf mehr aus dieser Welt gefreut und hätte das Buch auch am liebsten direkt zum Erscheinungstermin gelesen. Durch einige Umstände kam ich aber leider erst jetzt, ungefähr 5 Monate später, dazu. Meine Vorfreude aufs Buch hat diese Wartezeit aber nicht gemindert und ich war unheimlich gespannt, wie es mit Liothan, Tomeija und Co. weitergehen wird.

    Am Anfang des Buches ist mir eins sofort positiv aufgefallen: Es gibt eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus dem ersten Band. Ein absoluter Pluspunkt für mich und ich wünsche mir, dass es so etwas öfter gibt! Als Vielleser habe ich gerne mal nicht mehr jedes kleine Detail im Kopf, vor allem nicht, wenn zwischen zwei Bänden ein Jahr oder mehr vergeht. So spare ich mir einen reRead (auch wenn ich den in diesem Fall gerne in Kauf genommen hätte!!) und komme trotzdem gut in die Geschichte hinein.

    Problemlos konnte ich so in "Wedora: Schatten und Tod" eintauchen. Markus Heitz Schreibstil las sich unheimlich toll, sehr angenehm und flüssig. Schnell konnte ich die gut 650 Seiten lesen und hatte dabei die ganze Zeit über nicht das Gefühl, dass es tatsächlich so viel zu lesen war. Das habe ich dank des Schreibstils und der Geschichte vollkommen ausgeblendet.

    Erzählt wird aus vielen verschiedenen Perspektiven und es gibt einige Handlungsstränge. Es ist eine sehr komplexe Geschichte, die dabei aber nicht kompliziert oder schwer zu verstehen ist. Ich hatte überhaupt keine Schwierigkeiten die einzelnen Teile der Geschichte auseinanderzuhalten oder nach einem Wechsel der Perspektive in einen anderen Strang einzutauchen. Es gab dem Buch viel Spannung, die Kapitel endeten oft mit einem Cliffhanger und es ging mit einem anderen Handlungsstrang an einem anderen Ort weiter, wodurch ich die einzelnen Kapitel schon fast in mich aufgesogen habe, da ich immer wissen wollte, wie es mit den verschiedenen Figuren oder sogar den verschiedenen Welten weitergehen wird.

    "Wedora: Schatten und Tod" spielt nämlich wieder in 2 verschiedenen Welten. Zum einen in der Welt der großen Wüstenstadt Wedora, die Titelgeber der Reihe ist, und zum anderen in Liothans und Tomeijas Heimat. Beide Welten stecken voller Magie und besonders die Wüstenwelt, die auch den größten Raum der Handlung einnimmt, finde ich sehr faszinierend und ich muss gestehen, dass ich diese gerne selbst besuchen würde. Gefiel mir sehr, sehr gut.

    Die Charaktere, auf einzelne Figuren werde ich bei der Vielzahl nicht eingehen, gefielen mir ebenfalls sehr gut. Allesamt sind sie sehr glaubwürdig und überzeugend dargestellt. Egal ob Haupt oder Nebenfigur, ich habe überhaupt nichts zu meckern.

    Auch am Handlungsverlauf habe ich überhaupt nichts zu meckern. Es gab nicht einen Moment, an dem ich mich gelangweilt habe oder wo ich etwas nicht nachvollziehen konnte. "Wedora: Schatten und Tod" ist einfach von der ersten bis zur letzten Seite sehr interessant, konnte mich packen und in seine magischen Welten ziehen. Am liebsten hätte ich das Buch ohne große Pausen in einem durch gelesen, doch das ging leider nicht. Es ist unvorhersehbar und steckt voller Spannung und voller Dinge, die es zu erkunden und aufzuklären gilt.

    Fazit:
    "Wedora: Schatten und Tod" ist eine wunderbare Fortsetzung der magischen Geschichte rund um die große Wüstenstadt, die seinem Vorgänger in nichts nachsteht und mich sehr überzeugen konnte. Ich kann wirklich absolut nichts Negatives über das Buch sagen und hatte viel Spaß damit, kann ich nur empfehlen!


    Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen. In dieser habe ich die Inhaltsangabe vom Verlag verwendet und ich verzichte darauf, diese hier einzufügen.

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    Kagalis avatar
    Kagalivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht ganz so gut wie sein Vorgänger, da viele Fragen offen bleiben und manche Handlungsstränge etwas vorschnell und einfach gelöst wurden.
    Viele Fragen bleiben offen

    Nachdem mir mein erster Ausflug nach Wédora so gut gefallen hatte, griff ich direkt zum Nachfolger und freute mich auf ein weiteres Abenteuer mit Liothan und Tomeija in dieser geheimnisumwobenen Wüstenstadt.

    Meine Meinung:

    alte Stärken, neue Schwächen
    Das Buch setzt ein paar Wochen nach den Ereignissen des Vorgängers an. Für alle die nicht wie ich die beiden Teile direkt hintereinander lesen, gibt es zu Beginn eine kurze „Was bisher geschah“ Zusammenfassung der Geschehnisse im ersten Band, dadurch ist praktisch jeder wieder sofort in der Geschichte angekommen, toll.
    Wie auch zuvor lebt die Geschichte vor allem durch die beiden symphytischen Charaktere Tomeija und Liothan, die beide wieder in ihren ganz eigenen Problemen und Ereignisse verstrickt werden und doch immer wieder zusammentreffen. Die Beiden sind ganz klar wieder die große Stärke dieses Buches und auch die atmosphärische Schilderung von Wédora kann sich wieder sehen lassen.
    Leider tauchen dieses Mal innerhalb der Handlung für mich ein paar Schwächen auf. Es gab ein paar Passagen die mich nicht so fesselten und die ich mehr überflog und auch einige Nebencharaktere konnten mich nicht überzeugen.

    Zu viele Köche verderben den Brei

    Das lag vor allem an der „Ausfaserung“ der Geschichte. Jeder kennt den Spruch „Zu viele Köche verderben den Brei“, in diesem Fall zu viele Handlungsstränge. Viele dieser losen Fäden wurden ja bereits im ersten Band eröffnet, doch anstatt sie nun zufrieden stellend zusammen zu führen und zu lösen, bleiben viele nur wage erklärt. Ich hatte das Gefühl, der Autor wollte zu viel auf einmal erzählen und manche Handlungsstränge blieben dabei auf der Strecke. So wurden die Ereignisse in Walfor auf eine, wie ich finde, höchst unbefriedigende Art und Weise auf nicht mal 20 Seiten aufgelöst und auch an vielen anderen Stellen blieben für mich Fragen offen bez. war die Auflösung oft zu schnell und zu einfach. Da der Autor in seinem Nachwort aber explizit gesagt hat, dass er jetzt Wédora verlassen und sich anderen Abenteuer widmen möchte muss ich davon ausgehen, dass diese offenen Fragen niemals mehr beantwortet werden, schade.
    Unter diesem verzweigten Handlungskonstrukt litten leider auch einige Nebencharaktere und ihre Geschichten, die für mich sehr blass blieben wie z.B Irian und seine Geister. Wer sind die Geister wirklich? Wie kam es, dass Irian mit ihnen kommunizierte? Was ist das Geheimnis von Sandwacht? Fragen über Fragen, die alle offenblieben und es wohl auch bleiben werden.

    Fazit:

    Auch wenn der zweite Band von Wédora wieder mit toller Atmosphäre und symphytischen Hauptcharakteren punkten kann, konnte er mich nicht so mitreißen wie sein Vorgänger, was in erster Linie an der Vielzahl von offenen oder nur ungenau und vorschnell gelösten Handlungsstränge liegt.

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    Serkalows avatar
    Serkalowvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Steht dem ersten Band in nichts nach!
    Furioses Fantasyfeuerwerk.

    Der Heitz, der hat’s schon echt drauf. Ideen hat er ohne Ende. Schreiben kann er auch. Ich finde dennoch nicht alle Bücher von ihm gut, was allerdings nie an seinem Können liegt, sondern dass ich mit dem einen oder anderen Setting, Sujet oder Figuren nicht kann.

    »Staub und Blut« hieß der erste Teil, der mich ja bereits restlos begeisterte, und nun ist mit »Schatten und Tod« der zweite gelesen. Kurz: Er steht Band 1 in nichts nach.

    Bis auf den Handlungsstrang in der Heimat der beiden Protagonisten, schien mit »Staub und Blut« die Geschichte ja erst einmal gut zu Ende gebracht zu sein. Hier lag in meinen Augen die größte Hürde. Würde Heitz es schaffen, mich auch beim zweiten Mal zu packen?

    Ja.

    Denn gerade die wenigen Kapitel, die in der Herkunftsregion von Liothan und Tomeija spielen, entfalten einen Sog, dass ich es nicht anders als genial bezeichnen kann. Keiner der beiden, verspürte am Ende des ersten Teiles noch das Bedürfnis nach der Rückkehr und dennoch gelingt es Heitz tatsächlich in dem Strang, der ohne die Hauptfiguren läuft, ein derartige Spannung zu erzeugen ... ich hätte das Buch allein deswegen gelesen, um nur hier zu erfahren wie es weiter geht.

    Aber Heitz ist nun mal Heitz und so hatte er mich auch ruckzuck mit dem »Wédora« Strang wieder an den E ... Haaren.
    Das Feuerwerk an Ideen, Intrigen, Kämpfen, Verwicklungen, Entwicklungen, Kreaturen, Personen und Umgebung, dass Markus Heitz hier abschießt, ist absolut beeindruckend. Es gibt sogar so etwas wie Autos und Spielautomaten, riesige Schiffsmaschinen, die einen Kanal in die Wüste bauen und es funktioniert.

    Auch der zweite Band hat alles, was ein gutes Fantasy-Buch haben sollte. Originelle, in sich stimmige Ideen, einen Haufen schillernder Figuren, Kämpfe, sogar eine finale Schlacht (die vielleicht hätte ein wenig epischer sein können), überraschende Wendungen und Konflikte, ja und sogar ein ganz klein wenig Romantik.


    Also auch hier: Verdammt großes Popcorn-Kino im Buchform!

    Fünf Sterne.

    Was meint Ihr? Gefiel Euch Band 1 besser?

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    K
    Kvothe_Sohn_des_Arlidenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich hatte Angst, er wäre nicht so gut wie der erste, gut, dass ich das Risiko einging... ich wurde nicht enttäuscht!
    Eine Forsetzung, die das hohe Level des ersten Bandes, hält und das ohne Frage!


    Inhaltsangabe findet ihr oben.


    Als ich den ersten Teil las war ich entzückt und begeistert und fürchtete, dass der zweite Teil nur schlechter sein könnte und wollte ihn mir nicht kaufen, Gott sei Dank hielt ich nicht an diesem Entschluss fest, denn es war ein Fest!


    Wenn man sich dem Buch analytisch nähern zu versucht, scheitert man, denn Wedora ist Wahnsinn also hier eine leicht wahnsinnige Rezension.


    Die Sprache:
    ich gestehe, dass es mir oft so scheint, dass Übersetzungen das verlieren, was das Buch auszeichnet, nur den wenigsten Übersetzern gelingt der Transport der Atmosphäre. Dieses Buch ist von einem deutschen Muttersprachler, der mit der Sprache ausgezeichnet umzugehen weiß. Es gelingt dem Autor viele Themen sehr subtil zu transportieren, so geschieht die Vermittlung von Gefühlen nur sehr unterschwellig, aber wenn man es sich selbst erlaubt, zu spüren: spürt man die Wüste, die alles und jeden in diesem Land umschließt, so dass alles Wüste ist und erlaubt man sich zu spüren, fühlt man die Wüste und ihr schlagendes Herz: Wedora.


    Die Handlung:
    ist...... vielschichtig. abwechslungsreich. wunderschön. verworren. unterhaltsam. wunderschön. grausam. kriegerisch. wunderschön. ereignisreich. zusammenhängend. wunderschön.
    Warum ich dieses Buch als wunderschön bezeichne, ist leicht zu sagen. Dieses Buch ist ausgewogen. Die Handlung ist wunderbar konzipiert, ungeheuer facettenreich, stimmig, alles hängt zusammen. Es ist wunderschön zu sehen, wie sich alle Stränge verweben, trennen, verweben, oder sind sie doch gerade getrennt?
    Denn diese Verwirrung, die man als Leser spürt gehört auch dazu, denn wir sind in Wedora und Wedora ist Wahnsinn. Und es hilft starke Charaktere zu haben, die ein Sicherheitsnetz darstellen, so dass man nicht im Sand ertrinkt. 


    Die Charaktere:
    Man mag glauben, dass der Fokus des Buches nicht auf der individuellen Entwicklung oder auf Dialogen liegt. Vordergründig scheint es, als würden die Charakter/die Emotionen nur eine untergeordnete Rolle spielen, aber wenn man genau hinsieht, sind diese Thematiken sehr subtil aber ständig präsent, denn das was dieses Buch so auszeichnet ist: dass die Handlung die Charaktere umschließt, so dass sie ein Teil von ihr sind, andererseits umschließen die Charaktere die Handlung, so dass sie ein Teil von ihnen ist und die Summe dieser Teile ist Wedora. 
    Was ich zu sagen versuche ist, dass dieses Buch einen perfekten Einklang zwischen Handlung und Charakteren erzeugt. Was mich so mit diesem Buch in Verbindung treten lies, ist, dass die Charaktere und die Handlung eins sind, nämlich Wedora. 




    Diese Rezension ist weniger wahnsinnig ausgefallen als ich dachte.


    Aber noch kurz einige zusammenfassende Worte:


    Ich bin froh, dass es keinen dritten Teil gibt, denn diese Geschichte, die der Autor zu erzählen hatte, ist perfekt erzählt, aber ich würde mich gerne wieder in diese Stadt entführen lassen. Jederzeit.


    Dieses Buch ist Fantasy auf ungeheuer hohem Niveau.


    Das was diese beiden Bücher in Kombination so besonders macht, ist, dass es mehr ist als ein Buch, es ist eine Geschichte, die jeder für sich selbst weitererzählt, denn es setzt einen Samen und Wedora beginnt im Leser zu sprießen.


    Besucht man einmal Wedora, verlässt man es bestenfalls verändert oder man verlässt es gar nicht mehr, denn man will es nicht. So oder so: Wedora bleibt, Wedora überlebt, denn Wedora ist Wedora.
    Und dies ist die beste Begründung, um dieses Buch zu lesen, denn es ist Wedora! 

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    Solara300s avatar
    Solara300vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Geheimnisse, Intrigen und Kämpfe und der alles Entscheidenden Frage nach dem Ausgang stellen sich hier unseren Freunden.
    Eine Magische Reise geht weiter ...

    Kurzbeschreibung

    In der Wüstenstadt Wédora erwarten unsere Freunde unterschiedliche Aufgaben.  Sei es Liothan oder bei Tomeija.  Dabei sind sie von ihren alten Berufen in der Wüstenstadt nicht sehr weit entfernt.  Liothan weiß sich in der Unterwelt zu bewegen, während Tomeija sich höheren Diensten widmet. Dabei kommen beide hinter Intrigen die den Untergang oder den Sieg bedeuten können. Eine Zeit des Lernens beginnt für beide, denn hier ist es anders, als noch in ihrer eigentlichen Heimat Walfor. 

    Cover

    Das Cover gefällt mir wieder sehr gut und passt wie der erste stimmig ins Bild.  Man sieht wie ich finde, die karge Wildnis, in der ein Zugang steht der alles beinhalten kann, sei es Magie und vieles mehr.


    Schreibstil

    Der Autor  Markus Heitz hat einen flüssigen Schreibstil, der einen gleich wieder mitnimmt in die Machenschaften rund um Liothan und Tomeija und Wédora. Dabei gefallen mir diese Handlungsstränge sehr gut und man muss sich zwar konzentrieren, aber man wird belohnt mit den verschiedensten Charakteristika, die unsere beiden hier treffen. Dabei achtet der Autor darauf, dass sich auch die Protas aus Band eins weiter entwickeln und man gebannt ihren Abenteuern folgt.  

    Meinung

    Eine Magische Reise geht weiter ...
    Liothan und Tomeija leben ja seit ihrer Magischen Reise in Wédora und versuchen sich dort zurechtzufinden.  Den seit ihrer Ankunft hat sich einiges verändert und auch das Liothan wieder sein Leben aufnimmt, und immer noch ein Halunke mit Herz ist, macht seine Persönlichkeit aus, das weiß auch Tomeija die froh ist das sich alles zum Guten zu wenden scheint. 
    Leider gibt es aber auch Unmut um sie herum und viele spielen ein falsches Spiel.  Deshalb muss Tomeij als neueste Gesetzeshüterin einen Mord aufklären der ihr alles abverlangt und sie an ihre Grenzen bringt.
    Liothan versucht sich derweil in der Kunst der Magie zu unterrichten, allerdings stößt er nicht nur auf Magie, sondern auf Kreaturen die schon lange darauf warten zuzuschlagen. Liothan hat alle Hände voll zu tun eine Deal auszuhandeln der nicht nur mehr Zeit ins Spiel bringt, sondern für einen Plan alle zu retten,
    Dabei geht auch in ihrem alten Land etwas vor sich das mit Durus anfing und wie es scheint noch nicht geendet hat. 

    Fazit

    Eine absolut gelungen Fortsetzung! 💖 Geheimnisse, Intrigen und Kämpfe und der alles Entscheidenden Frage nach dem Ausgang stellen sich hier unseren Freunden. 

    Die Reihe
    - Wédora – Staub und Blut: Roman (Die Sandmeer-Chroniken, Band 1) - Wédora - Schatten und Tod: Roman (Die Sandmeer-Chroniken, Band 2) 


    5 von 5 Sternen 

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 9 Monaten
    Spannender als Band 1 (4,5 Sterne)

    Achtung: da Band 2 einer Dilogie gibt es Spoiler zum Inhalt des ersten Bandes!

    Nachdem die Freunde Liothan und Tomeija durch den Witgo Durus von Walfor in die Wüstenstadt Wedora gebannt wurden, gelang es ihnen, hier Fuß zu fassen. Während Tomeija vom geheimnisvollen Herrscher Wedoras zur obersten Gesetzeshüterin ernannt wird, beginnt Liothan sich in seiner prunkvollen Stadtvilla zu langweilen. Doch dann fällt ihm ein, dass es genau unter dieser Villa geheime Gänge gibt und er diese noch nicht erforscht hat. Dabei trifft er auf Gestalten der Unterwelt, mit denen er sich verbündet. Als wäre das noch nicht genug, beginnen auch noch benachbarte Reiche gegen Wedora in den Krieg zu ziehen und plötzlich gehören die Beiden zu den wichtigsten Personen in Wedora.
    Meine Meinung:
    Bereits der erste Band der Wedora Dilogie konnte mich mit seinem ungewöhnlichen und spannenden Setting begeistern. Genau so geht es auch mit dem zweiten Band weiter, doch hier zieht der Autor Markus Heitz auch noch recht deutlich mit an der Spannungsschraube. Der Schreibstil konnte mich auch dieses Mal wieder fesseln, denn Heitz schafft es, seine fantasievollen Welten mit dem passenden Maß an Details lebendig und vorstellbar werden zu lassen. Dabei schreibt er noch flüssig und mitreißend und versetzt den Leser regelrecht mitten ins Geschehen. Aber auch hier braucht der Leser durchaus ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit beim Lesen, denn es gibt hier, zwar zum Teil bekannte Namen aus Band 1, eine Menge Begriffe, die völlig neu sind.
    Wie gerade schon erwähnt, wird es hier deutlich spannender, aber auch noch einmal mehr brutaler, denn es kommt hier immer wieder zu Kämpfen, bei denen auch nicht vor blutigen Details Halt gemacht wird. Hier gibt es nur wenige Momente, die den Leser zu Atem kommen lassen und immer wieder wird man mitten in die Ereignisse versetzt. Das hat mir hier durchaus sehr gut gefallen, sorgte dies immer wieder für Tempo und Abwechslung.
    Die Stadt Wedora konnte mich schon im Vorgänger faszinieren, doch hier haben unsere Protagonisten neben der fremden Welt auch noch zusätzlich mit dem berühmt berüchtigten Sturm, dem Kara Buran zu kämpfen. Das macht die Atmosphäre zusätzlich düsterer und fremder und man kann sich schnell vorstellen, wie dies auf die in Wedora lebenden Menschen wirkt.
    Erzählt wird hier wieder durch den Erzähler in der dritten Person, dieser wechselt zwischen den Ereignissen in Walfor und Wedora und in Wedora selber noch einmal zwischen den Protagonisten Liothan und Tomeija. Diese sind hier wieder einmal mehr auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes anzutreffen und unter anderem auch dadurch wieder voneinander getrennt.
    In Band zwei treffen wir auf alte Bekannte, wie unsere beiden Protagonisten Liothan und Tomeija, aber auch weitere Charaktere, die man bereits aus Band eins kannte. Tomeija ist weiterhin die beeindruckende Kämpferin, die mit sehr viel Köpfchen agiert und sich nicht so schnell in die Irre führen lässt. Kein Wunder also, dass der Herrscher Wedoras sie zu seiner obersten Gesetzeshüterin ernannt hat. Aber ein bisschen mehr hat es mir wieder Liothan angetan, der mit seiner, teilweise schon sehr leichtsinnigen Art, mich einfach noch mehr begeistern konnte. Zusammen sind die Beiden die richtige Mischung, um für Action und Abwechslung zu sorgen.
    Neben diesen Beiden gibt es eine ganze Menge weiterer Figuren, von denen mir z. B. Atha in Walfor noch sehr gut gefallen hat. Sie gehört zu einem Söldnertrupp und ist eigentlich eine Witga, allerdings mit nur geringen Fähigkeiten und trotzdem hat sie ganz viel Herz und Wille, mit dem sie mich beeindrucken konnte. Natürlich erschafft Heitz auch eine ganze Menge fantasievoller Gestalten, die den Leser noch zusätzlich Spannung bieten und alles noch einmal mehr aussergewöhnlich wirken lassen.
    Mein Fazit:
    Alles in allem fand ich den zweiten Band noch einmal etwas spannender als sein Vorgänger, was allerdings auch damit zusammenhängt, dass ich einiges bereits aus dem ersten Teil kannte. Ein toller Schreibstil und vor allem die beiden Protagonisten konnten mich hier wieder einmal begeistern. Wer den ersten Teil der Dilogie mochte, kommt auch nicht drumherum, den zweiten Band zu lesen. Leser, die Dark Fantasy mögen, sollten hier unbedingt einmal hineinschnuppern.

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    derMichis avatar
    derMichivor 10 Monaten
    so finster die Wüste

    Nachdem Band 1 ja eine ganz runde Sache war, hat der Nachfolger nun einige Erwartungen zu erfüllen. Zu den bekannten Charakteren findet man leicht wieder Zugang, auch wenn Liothan aufgrund seines Schicksals am Ende des Vorgängers unbewusst zusätzlich einige tragische Züge hat. Nach einem kurzen Rückblick stürzt sich Heitz in die Handlung, die gleich an die zuletzt in Walfor, der alten Heimat der beiden Helden, stattfindenden Ereignisse anknüpft. Dort zeigt sich, warum der Verlag das Buch als "Dark Fantasy" bewirbt, denn die Kreaturen die Walfor heimsuchen sind wahrlich nicht von schlechten Eltern.

    Das kann anderswo leicht so wirken, als sollten immer kreativer erdachte Grausamkeiten Löcher in der Geschichte stopfen, tatsächlich erweitern eher die unblutigeren Momente dieses Handlungsfadens das Buch um einige sinnvolle Aspekte. Der offensive Horror wäre dafür nicht unbedingt nötig gewesen. Endgültig aufgelöst wird alles erst mit einem etwas überraschenden Ende, an das viele Leser zwischenzeitlich nicht mehr geglaubt haben dürften.

    Aber auch in Wédōra selbst geht es weiter. Tomeija darf endlich ihre detektivischen Fähigkeiten so richtig nutzen, während Liothan im wahrsten Sinne des Wortes die Unterwelt der Stadt erkundet. Die unterschiedlichen Abenteuer der beiden Freunde deuten einen bevorstehenden Machtwechsel in der Stadt an, ganz so komplex und politisch intrigant wie in manch anderem Fantasyepos à la "Das Lied von Eis und Feuer" wird es aber selbst in den besten Momenten nicht.

    Schön ist, dass man hier die Welt außerhalb und innerhalb Wédōras besser kennenlernt und mehr über die Wurzeln der fiktiven Wüstenmetropole erfährt. Da wären die etwas berechnet wirkenden Cliffhanger am Ende der meisten Kapitel gar nicht unbedingt nötig, denn diese Welt hat an sich schon viel zu bieten, um selbst erfahrenen Fantasykennern ein interessantes Worldbuilding zu bescheren - Zitate aus erfundenen Werken inklusive.

    Da liegt dann auch die größte Stärke des Romans. In gefährlichen Situationen tauchen zu oft mysteriöse Fremde oder andere überraschende Situationen auf. Gefährliche Konsequenzen müssen eher die Nebenfiguren fürchten, denn selbst wenn es für Liothan und Tomeija manchmal brenzlig wird, so richtig viel müssen die beiden nicht aushalten. So ist schon relativ früh trotz aller Gefahren klar, dass es die beiden schon irgendwie schaffen werden.

    Wer damit leben kann, der bekommt in diesem Band einige interessante neue Aspekte über Markus Heitz' neueste Zweitschöpfung geboten, die Abenteuer unterhalten dazu meistens ganz anständig. Das Ende ist schlüssig, lässt wie so oft aber noch eine winzige Hintertür in Richtung möglicher Fortsetzungen offen. Glaubt man dem Nachwort, wird bis dahin noch allerhand Zeit vergehen.

    Seitenzahl: 656
    Format: 13,4 x 20,9 cm, Klappenbroschur
    Verlag: Knaur

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    Faancys avatar
    Faancyvor einem Jahr
    Viel spannender als Teil 1

    Ungefähr ein Jahr ist es nun her, dass wir Tomeija und Liothan auf ihrer unfreiwilligen Reise in die Wüstenstadt Wédora begleitet haben. Nun geht ihr Abenteuer weiter, denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende gewesen. 
    Tomeija, die zur höchsten Gesetzeshüterin gemacht wird, soll innerhalb der Mauern den Verbrechern auf die Spur kommen. Während Liothan an seinen Saldunfähigkeiten übt, um die Kräfte der drei Monde vollkommen nutzen zu können. Doch schnell stößt Liothan auf ein Geheimnis, dass ihn in größte Schwierigkeiten bringt. Zunächst gehen die Freunde getrennte Wege und sehen sich kaum noch, bis sich ihre Wege plötzlich zufälligerweise kreuzen und sie scheinbar gegeneinander angehen müssen. Das bleibt allerdings nicht das einzige Problem, denn vor den Mauern Wédoras bahnt sich ein Machtkampf an, denn nicht alle Wüstenvölker sind zufrieden mit der Macht, der großen Wüstenstadt. Es herrscht Chaos innerhalb und außerhalb der Mauern und alles scheint miteinander zusammenzuhängen. 

    Die Atmosphäre vom ersten Teil, war direkt mit der ersten Seite spürbar. Ich brauchte nicht lange, um mich wieder einzufinden. Die Ereignisse aus "Staub und Blut" waren mir nicht mehr ganz in Erinnerung geblieben, was jedoch nicht gestört hat. Markus Heitz verwendet an den richtigen Stellen kleine Wiederholungen, die allerdings nur angerissen werden. Das reicht völlig aus, um wieder Bescheid zu wissen, worum es ging. Aber auch wenn es diese Wiederholungen nicht gegeben hätte, dann hätte man "Schatten und Tod" gut lesen können. Es wird nicht allzu viel Bezug zur vergangenen Geschichte genommen. Im Gegenteil, es baut sich etwas Neues und viel Größeres auf. 
    Wieder gibt es verschiedene Perspektiven aus denen die Geschehnisse erzählt werden und auch Einblicke in die alte Heimatstadt Walfor gibt es. Diese Passagen, muss ich ehrlich zugeben, hätte ich nicht gebraucht. Sie haben mich aus der Geschichte herausgerissen und waren im Endeffekt irgendwie irrelevant. Im Gegenteil dazu, gefiel mir diesmal aber besonders gut, dass Tomeija und Liothan scheinbar wieder gegeneinander arbeiten müssen. Die beiden Handlungsstränge waren so spannend und interessant, weil man als Leser weiß, worauf es hinauslaufen wird, aber die beiden Protagonisten nicht. Das war sehr aufregend gestaltet. Besonders Tomeijas Perspektive erinnerte Anfangs an einen Fantasy-Krimi. Somit nimmt die Geschichte direkt Fahrt auf. 
    Im Gegensatz zum ersten Teil waren mir die Charaktere auch nicht mehr egal. Ich hatte hier direkt eine Bindung zu ihnen, die mir vorher gefehlt hatte. Was vielleicht auch daran lag, dass ihre Handlungen diesmal viel realistischer waren. Sie kommen zwar auch hier oft mit einem blauen Auge davon, aber es wirkt nicht mehr so übertrieben, als wären sie aus Stahl und man könnte ihnen nichts anhaben. 
    Manchmal erinnerte mich das Buch ein kleines bisschen an Game of Thrones, weil jeder die Macht haben will und sich gegenseitig bekämpfen. Später ändert sich das natürlich wieder, aber so zwischenzeitlich waren da winzige Parallelen. 
    Leider zog sich die Geschichte im letzten Drittel ein wenig.  Gerade auch aufgrund der Ausschnitte aus Walfor. Die Schlacht am Ende war mir auch zu unspektakulär und zu langatmig. Manche Stellen waren super spannend, nur die Zwischenszenen waren mir zu zäh. Somit habe ich am Ende meinen eigenen kleinen Kampf mit Wédora geführt. 

    Alles in Allem hat mir "Schatten und Tod" um einiges besser gefallen, als der Vorgänger. Die Charaktere waren mir viel sympathischer und die verschiedenen Handlungsstränge, die irgendwie mit einander verbunden waren, bauten genau das richtige Maß an Spannung auf. Nichtsdestotrotz war mir die Geschichte ein wenig zu lang, besonders am Ende zog es sich hin und wieder. Es wurden Dinge aufgegriffen, die nur bedingt relevant waren. Allerdings wurden auch alle offenen Fragen beantwortet. Ich hatte nach Beenden des Buches nicht das Gefühl, als würde etwas fehlen. Abschließend kann ich sagen, wem der erste Teil gefallen hat, der wird diesen Folgeband wohl lieben. 

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    Buchfeelingvor einem Jahr
    rasant, abwechslungsreich, fantastisch, brutal und sooo spannend

    Schon von der ersten Seite an taucht der Leser in diese geheimnisvollen Welten ein, wird umfangen von wütender, böser Magie, von Tod und Verderben. In Wédōra tobt nach wie vor der heftige Sandsturm und macht das Leben nicht leichter. Doch auf Liothan und Tomeija warten ganz eigene Aufgaben.

    Tomeija erhält, neben ihrer Ausbildung zur Priesterin, die Aufgabe vom Herrscher, sich um ungeklärte Morde zu kümmern. Da sie dies schon in ihrer Heimat tat, freut sie sich auf diese Aufgabe und tritt sie mit Stolz und Selbstbewußtsein an.

    Liothan hingegen ist mit dem Studium zu seiner Magie nicht ausgelastet, nicht zufrieden und langweilt sich. Und so fasst er den Entschluß, dass ein paar kleine Raubzüge seine Laune heben könnten. Doch natürlich schlittert er auch hier wieder in ein gefährliches Abenteuer, was so nicht absehbar war…

    Und schon bald stößt Liothan auf einen gefährlichen Gegner, der ihn erpresst und zur Mitarbeit an einem Aufstand zwingt. Dies gibt ihm aber auch die Gelegenheit, an seiner Magie zu arbeiten, denn jetzt hat Liothan ein ganz anderes Ziel.

    Und Tomeija gerät unbewußt wieder einmal als Gegenspieler an Liothan… doch dieses Mal wird alles ganz anders. Es entbrandet ein Kampf mächtiger Gegner, der ganz Wédōra vernichten wird. Den beiden Freunden muß es gelingen, die Gegner gegeneinander auszuspielen und den mächtigen Feind dabei aufzuhalten.

    Dieses Abenteuer hat mir wieder ausserordentlich gut gefallen… es ist rasant, abwechslungsreich, fantastisch, brutal und sooo spannend.

    Und das Ende? Hat es der Autor besser hin bekommen? Ich sag nur soviel, es ist ein Happy End der ganz besonderen Art, dass so niemals vorhersehbar war und mich sehr begeistert hat!!

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