Wédora – Staub und Blut

von Markus Heitz 
4,4 Sterne bei162 Bewertungen
Wédora – Staub und Blut
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lesemaus1981s avatar

Faszinierende Stadt

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Wédora überzeugt durch eine spannende Handlung, einer ausgereiften, nicht zu komplizierten Welt und sympathischen Charakteren.

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Inhaltsangabe zu "Wédora – Staub und Blut"

Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen - Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz' Dark-Fantasy-Bestseller "Wédōra - Staub und Blut".

Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517796
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.10.2017
Teil 1 der Reihe "Wédora"

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    Philipvor 3 Monaten
    Wédora - Staub und Blut

    Endlich gibt es von einem meiner liebsten Fantasyautoren neues aus dem Bereich Fantasy. Nachdem die letzten Bücher (AERA und Des Teufels Gebetbuch) eher im Bereich (Mystery-)Thriller angesiedelt gewesen sind, kehrt der deutsche Autor zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert uns den Auftakt einer neuen High Fantasy Saga, erschienen im Hause Knaur. Im Mittelpunkt der neuen Reihe und des ersten Buchs mit dem Titel Wédora – Staub und Blut, steht die Millionenmetropole Wédora, welche ein uneinnehmbares Bollwerk in der Wüste ist. Die Stadt Wédora basiert dabei auf einer Rollenspielidee des Autors, welche Markus Heitz zusammen mit einigen Freunden vor etlichen Jahren entwickelt hat.

    Neben der Stadt Wédora geht es vor allem auch um das Protagonistenduo Liothan und Tomeija, welche trotz ihrer Unterschiede doch vom Charakter her sehr ähnlich sind. Tomeija ist eine pflichtbewusste Gesetzeshüterin, während sich Liothan selbst als eine Art Robin Hood versteht. Beide stehen sie für das Gute ein, doch stehen ihre Methoden im Konflikt zu den Wertvorstellungen des jeweils anderen. Bei einem Beutezug Liothans kommt ihm Tomeija auf die Schliche. Doch statt die Konsequenzen seines Einbruchs zu befürchten, geraten die beiden Protagonisten in erhebliche Gefahr, da sie an einen Kontrahenten stoßen, dem sie nicht gewachsen sind. Kurzerhand werden beide in verbannt und landen in einer ihnen völlig unbekannten Welt, welche von der Stadt Wédora beherrscht wird. Auf sich allein gestellt müssen sich beide Charaktere in einer völlig fremden Umgebung behaupten, wobei sie auf die Hilfe des jeweils anderen angewiesen sind.

    Gleich zu Beginn des Auftaktromans in die neue Fantasyreihe gelingt es Markus Heitz, mich voll in seinen Bann der Geschichte zu ziehen. Das Protagonistenduo Liothan und Tomeija ist meiner Meinung nach sehr toll konstruiert. Beide haben sie ihre Eigenheiten, ergänzen sich aber, sobald es darauf ankommt, meistens ganz gut, trotz anfänglicher Stolpersteinchen. Sie können beide recht zickig sein und haben definitiv ihren eigenen Kopf, sind nichtsdestotrotz realistisch und können ihren Stolz überwinden und sich im Verlauf der Handlung weiterentwickeln. Die Beweggründe der Protagonisten sind plausibel und durch die gelungene Schilderung empfindet man schnell Empathie, wodurch mir die Schicksale beider Personen sehr nahe gehen. Anders verhält es sich hingegen beim großen Kontrahenten Dûrus, wessen Motive auch nach dem Ende der Lektüre für mich noch nicht ganz plausibel und nachvollziehbar gewesen sind. Zudem sind einige Protagonisten für mich zu grob skizziert, sie sind mir zu einseitig gezeichnet und überzeugen dadurch nicht mit einer besonders vielfältigen Charaktergestaltung (beispielsweise Kasûl). Ein etwas ausschweifender Chaakterentwurf mit mehreren Persönlichkeitsfassetten hätten mir durchaus gefallen, selbst wenn diese Person nur am Rande in Erscheinung tritt. Mich hätte es hier schon interessiert, wieso er so selbstlos seine Hilfe anbietet und was ihn diesbezüglich motiviert hat. Dies aber nur als kleine Anmerkung.

    Neben der alles in allem doch toll konstruierten Charakterwelt konnte bei mir aber vor allem die Handlung und das Setting punkten. Zwar habe ich teilweise ein wenig Humor vermisst und einige Längen musste man zwischendurch auch überbrücken, aber nichtsdestotrotz hat mir dieses erfrischend neue Setting wahnsinnig gut gefallen. Markus Heitz hat mit seinem sehr detaillierten und ausführlichen Schreibstil dafür gesorgt, dass ich mich gut in die jeweilige Welt hineinversetzen konnte, egal, ob es jetzt gerade nach Walfor oder eben nach Wédora selbst ging. Beide Welten unterschieden sich grundlegend voneinander und durch die liebevollen Schilderungen war eine Trennung stets problemlos möglich. Dabei hat es mir vor allem Wédora mit seinem ganz eigenen Charme angetan. Zwar ist das Klima alles andere als lebenswert, aber durch die ganz individuellen Eigenschaften der Metropole mitten in der Wüste wurde ein plausibles Bild skizziert, wodurch ich sogar den Wunsch verspürt habe, der arabisch angehauchten Stadt einen Besuch abzustatten. Zumindest abseits der Sturmsaison.

    Die Stadt Wédora ist voller Mythen und Geheimnisse und diese zu erkunden und dem Geheimnis, den Gefahren und der Bedeutung der Stadt auf die Schliche zu kommen, hat mir sehr großen Spaß bereitet. Man wollte als Leser nicht nur immer neue Teile der Wüstenmetropole entdecken, sondern vor allem auch der sich immer weiter zuspitzenden und ausweitenden Handlung folgen. Die Geschichte ist dabei sehr spannend, unterhaltsam und vor allem durch viele Überraschungen und Cliffhanger unterhaltsam, wodurch nur gelegentlich langeweile aufkam, da es teilweise doch etwas länger gedauert hat. Aber die Charakterkonstrukte, die Beziehungen und Intrigen innerhalb der Stadt und die unterschwellige Gefahr, derer sich Wédora stellen muss, machen diesen Auftaktroman zu einem sehr zu empfehlenden Fantasyroman. Zwar ist nicht alles perfekt, aber ich war sehr gerne in der Metropole unterwegs und ich freue mich sehr darauf, die kommenden Abenteuer in der Fortsetzung zu erleben. Eine Leseempfehlung für Markus Heitz und Fantasy-Fans!

    Fazit zu Wédora – Staub und Blut von Markus Heitz

    Sehr unterhaltsamer Auftakt in eine neue Fantasy-Saga. Komplexes Worldbuilding, verzweigte Handlungsstränge und vielseitige Charaktere. Ich freue mich auf Teil 2.

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    Kagalis avatar
    Kagalivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Wédora überzeugt durch eine spannende Handlung, einer ausgereiften, nicht zu komplizierten Welt und sympathischen Charakteren.
    Besonders gut für Fantasy Einsteiger

    Markus Heitz ist eine Größe in der deutschen Fantasy Landschaft und sicherlich jedem Fantasyleser ein Begriff. Ich selbst habe ehrlich gesagt noch nichts von ihm gelesen, da ich kein großer Elfen/Trolle/Zwerge etc. Fan bin. Die Wüstenwelt rund um Wédora klang jedoch sehr verlockend und so stürzte ich mich in mein erstes Heitz Abenteuer.

    Meine Meinung:


    Wédora durch fremde Augen erleben
    Gleich der Prolog hielt eine große Überraschung parat, denn die Geschichte startete nicht in der Wüstenstadt Wédora oder deren Umgebung, sondern in dem von tiefen Wäldern und sanften Hügeln geprägtem Königreich Telonia. Erst durch einen unglückseligen Umstand landen die beiden Helden Liothan und Tolmeija in der unerbittlichen Wüste. Das hatte ich so nicht erwartet und auch nicht aus dem Klapptext herausgelesen, aber dadurch ergaben sich wundervolle Möglichkeiten. Denn dadurch, dass die Freunde fremd in dieser Welt sind, erlebt man die Wüstenstadt an ihrer Seite aus einer ganz anderen Perspektive.
    Ich habe schon einige Fantasyromane mit Wüstensetting gelesen, aber immer waren die Protagonisten bisher selbst Einwohner dieser Welten und an den Eigenarten und Gegebenheiten im ewigen Sand angepasst. Nun haben wir zwei Protagonisten die eigentlich tiefe und kühle Wälder gewohnt sind und zum ersten mal die Wüste und den Trubel einer Handelsmetropole erleben. Stück für Stück und mit spürbar viel Liebe für den Weltenentwurf seitens des Autors, entdeckt man so gemeinsam mit Liothan und Tomeija die Wunder, aber auch die Gefahren Wédoras. Mir persönlich hat es großen Spaß gemacht eine orientalisch angehauchte Stadt mal so zu erleben.

    Ein ungleiches Paar
    Das Ganze wäre natürlich nur halb so unterhaltsam gewesen, wenn die beiden Protagonisten nicht so symphytisch gewesen wären. Tatsächlich war dies einer der wenigen Büchern, wo ich keine bestimmte Perspektive bevorzugte und die Kapitel aus Tomeijas Sicht ebenso spannend fand wie die aus Liothans Sicht. Von den interessanten Stadtgeschichtlichen Einschüben ganz zu schweigen.
    Unsere beiden Helden sind schon ein seltsames Paar. Er ein selbsternannter Robin Hood, sie eine Gesetzeshüterin mit einigen Geheimnissen. So ungleich sie auch sind, verbindet sie doch eine jahrelange Freundschaft die man als Leser auch spürt und mir sind sowohl der herzensgute, wenn auch etwas übermütige Liothan, als auch die pragmatische, vernünftige Tomeija sehr ans Herz gewachsen.

    Ein konstantes Spannungslevel
    Was die Handlung angeht, kann ich auch nicht groß klagen. Zwar gestaltet sich die ersten 100 Seiten noch etwas langsamer, aber danach ist der Spannungslevel auf einem konstanten Niveau. Markus Heitz überzeugt dabei mit einem sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der auch vor brutalerer Szenen nicht zurückschreckt. Da fließen schon mal Blut und Gedärme und besonders eine Szene im “Knochenmeer“ hat e sin sich. Aber hey, Tod und Kampf sind nun mal selten sexy und mich persönlich hat das überhaupt nicht gestört.
    Das Ende kam dann auf der einen Seite sehr abrupt, auf der anderen Seite war es eine sehr einfallsreiche und clevere Idee, sie mir so noch nicht untergekommen sind. Viele Handlungsstränge und Fäden bleiben jedoch offen und machen mich sehr neugierig auf den Nachfolger.

    Fazit:

    Mein erster Markus Heitz, aber mit Sicherheit nicht mein letzter. Wédora überzeugt durch eine spannende Handlung, einer ausgereiften, nicht zu komplizierten Welt und sympathischen Charakteren und ist damit auch besonders für Fantasy Einsteiger zu empfehlen.

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    HarleyQuinnQueenofGothams avatar
    HarleyQuinnQueenofGothamvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Am Anfang etwas schleppend - dann aber sehr spannend und mit interessanter Atmosphäre.
    "Wédora" von Markus Heitz

    Der Roman "Wédora" von Markus Heitz handelt von einer phänomenalen Stadt mitten im heißen, tödlichen Nichts der Wüste, von ihren Bewohnern und denen, die lieber niemals von der Stadt erfahren hätten; nämlich Liothan und Tomeija, die eigentlich weit entfernt von der Wüste in Walfor, einem Ort in Telonia leben. Durch eine List eines Zauberers (in Telonia werden diese nur "Witgo" genannt) werden sie jedoch in die sonderbare Stadt gebracht und lernen dort so einige Wunder kennen.

    "Wédora - Staub und Blut" ist der Auftakt der "Sandmeer-Chroniken", die momentan aus zwei Büchern entsteht. Der erste Teil wurde Anfang August 2016 im Knaur-Verlag veröffentlicht, der zweite ebenso Ende August 2017. 

    Als leichte Lektüre mit gelegentlichen Schüben, helfen die Sprachen, die den einzelnen erfundenen Handlungsorten sorgfältig zugeteilt wurden, sich an Orte zu träumen, die solch phantastische Eigenschaften aufweisen, dass es sonst schwer fallen würde, sich eine solche Welt auszumalen. Stellenweise stört es aber ein wenig, im beigefügten "Wörterbuch" nachzublättern, was bestimmte Begriffe bedeuten. Da die Anzahl der Begriffe aber angemessen ist, stellt dies kein Manko dar. Neben den eingefügten Begriffen scheint die Wortwahl des Autors sehr leicht und gut verständlich, ohne einen sonderlich komplizierten Satzbau. 
    Eine weitere Eigenschaft des Romans ist sein Detailreichtum. So gibt es neben den bereits erwähnten Begriffen zwischen den Kapiteln Aufzeichnungen von Bewohnern der Wüstenstadt oder Wüstenreisenden, die von den Stämmen außerhalb von Wédora erzählen, wie zum Beispiel das Volk des Sandmeeres, bei denen es sich nicht einmal um Menschen, sondern um Wesen handelt, die teilweise aus Sand bestehen und sich auch von ihm ernähren. Darüber hinaus werden verschiedene Gottheiten der Wüstenstadt beschrieben, die im Laufe der Geschichte sogar den Hauptfiguren auf ihrem Weg helfen. Desweiteren findet man im Roman auch ausführliche Beschreibungen von Zaubern, die sowohl in Wédora als auch in Walfor von den Witgo ausgeübt werden. 
    Ein weiterer Teil des Werkes ist die Ironie zwischen den beiden Hauptcharakteren, die als "Scirgerefa", eine Art Ordnungshüterin und Dieb ihr Geld in Walfor verdienen. Im Laufe der Handlung vertieft sich die Freundschaft zwischen den beiden aber immer mehr; eine Romanze sucht man im Roman aber vergeblich, wenn man einmal von den kurzen Beschreibungen der Frau von Liothan; dem Dieb absieht. 

    Alles in allem ein Werk, dass man eher als Gesamtpaket ansehen sollte und mit vielen unterschiedlichen Aspekten verschiedener Genre aufwartet und dabei bewusst auf Romanzen verzichtet, denn die Handlung kommt auch ohne Annäherungen zwischen den Charakteren bestens aus und ist trotz oder vielleicht gerade wegen den vielen Details spannend; sodass sie den Leser nicht recht loslässt und ihn einlädt, sich im Geiste auch nach Wédora zu begeben. 
    Ein Buch für alle, die von etwas anderem träumen.

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    Serkalows avatar
    Serkalowvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Großes Popcorn-Kino im Buchform!
    Großes Popcorn-Kino im Buchform!

    Ich werde ja nicht müde, zu betonen, dass Markus Heitz definitiv zu den Autoren gehört, die ihr Handwerk verstehen. Auch wenn mich sein letztes (bzw. das zuletzt von mir gelesene) Werk (Link) nicht überzeugen konnte.
    Was allerdings nicht an Hr. Heitz Schreibe lag, so dass ich immer wieder gerne zu einem Buch des Autors greife.

    »Wédora« versprach einiges an Innovation was zumindest das Setting anbelangt und da mir wieder nach »klassischer« – aber eben nicht ausgelatschter – Fantasy war, kam mir der Zweiteiler gerade recht.

    Bereits der Prolog haute mich um. Eine derart raffinierte Exposition ist mir bisher selten untergekommen. Wir lernen in einem kurzen Dialog die beiden Protagonisten kennen. Hier zeigt Heitz, dass er ein Meister des »Show dont tell« ist. In dieser kurzen Szene erfahren wir alles, was wir über die beiden Hauptfiguren wissen müssen.
    Wenige Seiten später werden die beiden durch einen Sturm (»Zauberer von OZ« lässt grüßen), nein durch einen magischen Sturm in eine ihnen völlig unbekannte Gegend geworfen und ...

    Hier liefert Heitz den nächsten Beweis seines Könnens ab. Er schreibt im Nachwort selbst, dass die Idee zu der Stadt Wédora beinahe zwanzig Jahre alt ist und aus Rollenspielzeiten stammt. Da er aber hier kein komplexes Regelwerk zu einer faszinierend erfrischenden Fantasywelt in einem Wüstensetting abliefert, geht er auch hier meisterhaft den Weg des »Show dont tell«.

    In dem er Liothan und Tomeija in diese, völlig fremde, Welt wirft, müssen die beiden Protas sich Wédora und seine Gesetzmäßigkeiten ebenso erarbeiten, wie der Leser.
    Die Erkundung ist immer wieder mit unverhofften Begegnungen und Enthüllungen gespickt. Irrtümer bleiben nicht aus, so dass sich beide ständig in den Intrigen zwischen den vielfältigen Parteien dieser Welt wiederfinden.
    Dies bedeutet vor allem, dass Leser und Figuren gleichermaßen, nicht vor Überraschungen gefeit sind. Was für den Bücherwurm allerdings Spannung bedeutet und vor allem weitaus ungefährlicher ist.

    Im parallel weiter laufenden Erzählstrang aus der Heimat der beiden, macht Heitz dem Leser klar, dass eine Rückkehr dahin für die beiden wohl unmöglich oder zumindest sinnlos sein wird. Hier zeigt der Autor ganz besonders seine düstere Seite.

    Überhaupt mag es Heitz offenbar Action-lastig, was mich bei »Des Teufels Gebetsbuch« gestört hat. In »Wédora« passt es, zumal Heitz auch wirklich gut choreographierte Kampfszenen schreiben kann.

    So gelingt es ihm, durch die ständig neuen Erkenntnisse und die Vielzahl an kleinen und größeren Scharmützeln, beinahe jedes Kapitel mit einem Cliffhanger enden zu lassen, so dass es schwerfällt, das Buch aus der Hand zu legen.

    Zusätzlich hat er den Gentleman-Räuber Liothan und die gerechtigkeitsliebende Ordnungshüterin Tomeija mit dunklen Geheimnissen, Ecken und Kanten ausgestattet, die sie neben den äußeren Gefahren auch noch zwingen, sich ständig mit den inneren Dämonen auseinanderzusetzen.

    Das Ende? Bei »Wédora« handelt es sich um einen Zweiteiler, doch lässt uns »Staub und Blut« mit einem runden Schluss zurück, der mich zwar auf den zweiten Teil warten lässt aber nicht voller Ungeduld.

    So ist »Wédroa – Staub und Blut« im Grunde nur eins. Verdammt großes Popcorn-Kino im Buchform!

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    benfis avatar
    benfivor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Wüste - eine Stadt ... Wedora ist ziemlich faszinierend, dort verliert man sich gerne!
    Gestrandet im der verruchten Wüstenstadt Wedora

    KURZBESCHREIBUNG:

    Als Liothan und Tomeija, die beiden Freunde aus Kindheitstagen, sich bei dem Kaufmann Dûrus auf verschiedenen Seiten gegenüberstehen, der eigensinnige Mann sich jedoch von den Beiden seiner Geheimnisse gelüftet fühlt, zaubert er den Halunken und die Gesetzeshüterin mithilfe seiner magischen Fähigkeiten in eine andere Welt. Soeben den Gefahren der umliegenden Wüste entkommen, gelangen Liothan und Tomeija nach Wedora, die zentrale Handelsstadt zwischen über einem Dutzend unterschiedlicher Ländern. Doch Wedora ist nicht einfach irgendeine Stadt; sie ist ein Schmelztiegel an Interessenkonflikten jeglicher Art mit einer eigen Ordnung, welche der allmächtige Dârèmo, dem Herrscher der Stadt auferlegt hat. Seine Impulsivität lässt Liothan alsbald in den Kerker wandern, während Tomeija soeben entkommen kann. Allerdings scheint es nur ein Gleiten vom Regen in die Traufe, landet sie schließlich in den Diensten von Chucus, einem Theaterbesitzer und Beschützer nach Mafia-Art. Geplagt von diesen Neuerungen ahnen die beiden Gestrandeten nicht, dass der Handelsstadt eine sehr schwere Zeit gegenübersteht; droht nicht nur ein großer Wirbelsturm, sondern auch eine Attacke vom Volk des Sandmeeres, welche den Boden der Stadt wieder zurück erobern will! Die Hoffnung der Beiden sinkt mit jedem Tag in Wedora, die Gefahr des Todes steigt jedoch...



    KOMMENTAR:

    Mit dem Roman 'Wedora - Staub und Blut' ist der deutsche Autor Markus Heitz erneut in seinem starken Genre der Fantasy. Dieses Mal hält er für den Leser eine mehr als interessante Stadt bereit, welche für seine Hauptprotagonisten Liothan und Tomeija eine fast unüberwindbare Herausforderung zu sein scheint. Sicherlich mag der ein oder andere nun denken: was kann an einer Stadt wie Wedora nun über 600 Seiten lang interessant sein? Nun ja, Herr Heitz hat sich sehr viele Gedanken gemacht und diese Stadt nicht nur in verschiedenste Bereiche eingeteilt, sondern ihr eine wunderbare Historie verpasst, welche alleine schon wert zu Lesen ist! Treibend ist hierbei natürlich, dass die T'Kashrâ, dem Sandvolk genau unter Wedora ihre heiligen Stätten wissen und ihnen somit dieser Moloch ein Dorn im Auge ist. Dazu noch weitere Gefahren natürlicher Art wie Drogen, Glücksspiel und zwielichtige Gestalten - und schon kann man durch Wedora sehr viele Seiten füllen. Zumal der Autor mit den beiden Hauptprotagonisten zwei grundsätzlich verschiedene Charaktere geschaffen hat, welche einzeln schon sehr reizvoll in Szene gesetzt werden. Besonders das mystische um die Ordnungshüterin Tomeija passt in diesen Fantasy-Roman wie die Faust auf's Auge. Zum Glück ist meine Befürchtung aus dem Vorfeld, hier eine Kopie von 'Dune', dem Wüstenplaneten vorgesetzt zu bekommen, absolut unbegründet gewesen - Wedora ist eigenständig und steht für sich. Für mich persönlich zeigte sich außerdem, dass es scheinbar einfacher ist, wenn der Roman schon in Deutsch geschrieben wurde und mit den für das Genre berüchtigten Neugestaltungen von allen alltäglichen Dingen - beginnend bei einem neuen Namen zum Beispiel für die Jahre, Monate und Tage - versehen wurde. Diese nimmt man praktisch im 'Vorbeilesen' auf und adaptiert sie im Wortgebrauch. Das ist bei übersetzten Werken (zumindest bei mir) oftmals nicht der Fall und das regelmäßige Nachschlagen in dem Anhang unterbricht den Lesefluss zumeist etwas störend. Dazu ist die Handlung wie ein Rollenspiel aufgebaut - immerhin kommt die Grundidee zum Roman aus solch einem. Die Protagonisten werden immer wieder in neue Situationen hinein gesteckt. Das hält das Spannungslevel ziemlich hoch. 'Wedora - Staub und Blut' ist ein ziemlich guter Fantasy-Roman, der nur wenige Längen aufweist und den Leser bestens unterhält. Den Daumen klar nach oben!
    8,9 Sterne

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    K
    Kvothe_Sohn_des_Arlidenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Fantastisch! Jede Facette ein Genuss
    Dieses Buch begeistert!


    Inhaltsangabe seht ihr oben!


    Diesem Buch werde ich mich nun total analytisch annähern, bevor ich meine Meinung erläutere!


    Die Handlung:
    WOW! Komplex! Fantastisch durchdacht! Facettenreich! Fünffache Verwicklungen! Ich war die ganze Zeit gespannt, wann der im Klappentext erwähnte Krieg total ausbricht. Die Seiten wurden weniger und weniger und meine Spannung stieg ins Unermessliche. Die Handlung ist mit so viel Tiefe gestaltet und ebenso die Charaktere. 


    Die Charaktere:
    Die beiden Hauptcharaktere sind großartig gezeichnet. Beide eigentlich sehr einfach aufgebaut - sie haben ihre Werte und vertreten diese bedingungslos. Was sie einerseits ungeheuer sympathisch macht, aber auch ein großes Spannungspotential innerhalb ihrer Freundschaft birgt. Ihre Freundschaft gefällt mir sehr, wobei ich sagen muss, dass ich es total genieße, dass sich vorerst keine Liebesgeschichte entwickelt. Obwohl die Charaktere von ihren Denkweisen einfach sind (sprich: sehr konsequent) fehlt ihnen in keinem Moment Tiefe und Interessantheit. Man WILL diese Personen kennenlernen, man WILL die Welt durch ihre Augen sehen.


    Die Sprache:
    Ein Satz: gefiel mir sehr gut und obwohl recht viele Gewaltszenen beschrieben werden, erscheinen sie mir nicht als zu heischend beschrieben. 


    Das Ende:
    Das Ende bekommt eine eigene Überschrift was auf die Besonderheit hinweist. Während der ganzen Geschichte gibt es ein Hauptthema und man glaubt als Leser sehr schnell zu wissen wie dieses sich lösen wird und fürchtet sich vor dieser Lösung. ABER: die Lösung ist schlichtweg genial! Ich habe dieses Ende geliebt. Ich verehre die Handlung und die Art wie sie zu Ende gebracht wurde in einem Ausmaß, so dass ich nicht sagen kann, ob ich das zweite Buch lesen kann, denn es kann nicht mit dieser Handlung und diesem Ende mithalten. Es kann nur schlechter werden! Und wenn ich dann schließlich aufgebe und das Buch doch lese und sollte es noch besser sein, weiß ich nicht wie ich damit werde umgehen können.


    Meine Meinung:
    Ich bin sehr angetan! Dieses Buch hat einerseits zu mit gesprochen als dass ich mich mit dieser Welt und diesen Figuren verbunden fühlte, andererseits hat es mich gepackt und nach Wedora gezogen, das man eigentlich nicht so schnell wieder verlassen will, weil man spürt, dass man selbst irgendwie vielleicht auch dorthin gehört. 


    Für Fantasy-Fans und alle die es werden wollen, sprich: alle: lest es. liebt es. lebt es. und was auch immer aber bitte: lest! Es ist zu eurem eigenen Besten.


    P.S.: und ernsthaft: dieses Ende!
    P.P.S.: soviel zu "analytisch"

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Genialer Weltenaufbau
    Ein Setting, das begeistern konnte

    Liothan ist Holzfäller in Walfor, welches zum Königreich Telonia gehört. Doch neben diesem Beruf geht er noch einem zweiten nach: er ist ein Dieb. Ausgerechnet seine beste Freundin Tomeija seit Kindertagen ist hier die Scirgerefa, die Ordnungshüterin des Ortes. Diese warnt Liothan noch davor, bei einem der reichsten Kaufmänner der Gegend, Durus, einzusteigen, doch Liothan hört nicht auf sie. Es kommt wie es kommen muss und Liothan wird ertappt, als Tomeija ihm zur Hilfe eilt, geschieht allerdings etwas, womit sie nicht gerechnet hatten. Denn Durus scheint ein Witgo, ein Magier, zu sein und unversehens landen Tomeija und Liothan irgendwo mitten in einer Wüste und werden Zeugen eines Überfalls auf eine Karawane. Wo sind sie hier gestrandet? Was hat es mit der riesigen Stadt Wedora, die mitten in der Wüste liegt auf sich? Und vor allem: werden sie wieder zurück nach Hause gelangen?
    Meine Meinung:
     Ich muss sagen, dass allein schon meine Inhaltsangaben nur minimal spiegelt, wie umfangreich und ausgeklügelt die Geschichte und auch die Welt rund um die Protagonisten und die Stadt Wedora ist. Denn schon nach der Ankunft in dieser Stadt überschlagen sich die Ereignisse und das immer wieder, ich bin hier durchaus beeindruckt, was Markus Heitz da für eine gigantische Welt erschaffen hat.
    Schon das Cover zog immer wieder meine Blicke auf sich und es spiegelt hier die Wüstenstadt perfekt wieder. Man spürt beinahe die brennende Sonne und der Brunnen ist ebenfalls sehr wichtig für diese Geschichte, denn Wasser in der Wüste ist ein hohes Gut und hier nochmal ganz besonders.

    Markus Heitz hat einen ganz besonderen Schreibstil, er ist durchaus flüssig zu lesen und dabei schafft er es mit leichten Worten eine völlig neue Welt zu schaffen und dabei klingt alles so, als gäbe es dies tatsächlich. Er beschreibt Orte und Ereignisse, als wäre er persönlich dabei gewesen und genau das macht auch für mich die Besonderheit dieses Fantasybuches aus.
    Das Worldbuilding hat mich absolut fasziniert, High Fantasy in der Wüste und die Stadt mit seinen Eigenarten und Besonderheiten werden klar bei der gedanklichen Vorstellung. Zu größten Teilen versank ich hier in der Stadt, doch eins gab es, ich musste mich hier durchaus konzentrieren, damit ich nicht irgendetwas wichtiges überlas. Also eine sehr ausgeklügelte und absolut durchdachte, faszinierende Welt, die aber auch volle Aufmerksamkeit fordert. Aber genau das macht eine gute Fantasygeschichte ja auch aus.
    Spannend und actiongeladen geht es hier beinahe permanent zu, immer wieder gelangen die Protagonisten in Situationen, die den Kampf fordern. Die Stadt ist voller Geheimnisse und Intrigen und Liothan und Tomeija geraten immer wieder in irgendwelche Hinterhalte oder Situationen in denen sie nicht nur ihr eigenes Leben verteidigen müssen. Doch es gibt auch Passagen zwischendurch, die zum Erläutern dienen, die notwendig sind, mich aber immer wieder mit den Gedanken abschweifen ließen, die Personen in die Geschichte einführten, mich aber nicht ganz so fesseln konnten, wie die Momente, die hier Knall auf Fall kommen.
    Die Atmosphäre der Geschichte ist geradezu greifbar, man spürt fast die brennende Sonne, die staubige Luft und die sandigen Wege der Wüstenstadt.
    Die Geschichte wird durch einen dritte Person Erzähler wiedergegeben. Dieser lässt den Leser bei allen Ereignissen teilhaben und man bekommt auch durch Einblendungen, was in der Heimat von Liothan und Tomeija vor sich geht, mehr mit, als die beiden Protgonisten. Wer aufmerksam bleibt, hat hier einen perfekten Überblick, allerdings noch lange nicht den Durchblick, denn es gibt hier so vieles, was geheimnisvoll ist und von dem man nicht ahnt, wohin es führt. Es bleiben also noch eine ganze Menge Fragen für den zweiten Band offen. Zwischendurch bekommt der Leser zwischen den beiden unterschiedlichen Handlungsschauplätzen auch noch Auszüge aus fremden Büchern, die die Geschichte der Stadt erläutern und auch dieses macht immens neugierig.
    Die Protagonisten sind zwei absolut interessante Persönlichkeiten und waren mir durchweg sympathisch. Sie sind kampfstark, loyal, absolut smart und einfallsreich und haben das Herz am rechten Fleck. Sie geraten hier mitten hinein in die Intrigen und Kämpfe der Stadt und setzen sich ein. Tomeija trägt ein Geheimnis mit sich herum, aber auch hinter Liothan steckt noch einiges mehr, auf das man hier im ersten Band nur Blicke werfen kann. Ich schätze, dass auch da noch einige geschehen wird. Die Nebencharaktere sind zahlreich, aber auch diese sind durchdacht und nur selten das, was man auf den ersten Blick sieht. Viele sorgen für Überraschungen und treiben dadurch die Handlung immer mehr voran.
    Mein Fazit:
    Eine spannende Fantasygeschichte, die mich zum allergrößten Teil fesseln konnte, dabei gibt es eine Menge Kampf und ebenfalls eine Menge Geheimnisse. Viele Fragen bleiben ungeklärt, werden aber mit Sicherheit im zweiten Band noch aufgelöst. Ein Worldbuilding, das mich mit seiner Andersartigkeit und seiner durchdachten Art neugierig machte und fesseln konnte. Es gab nur kleinere Momente, die mich aus dem Lesefluss rissen, gerade dann, wenn sich mehrere neue Personen ins Geschehen mischten. Trotzdem ist es eine gelungene Geschichte, die ich gerne weiterempfehle und auf dessen Fortsetzung, die schon bereit liegt, ich mich freue.

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    Zyrins avatar
    Zyrinvor 9 Monaten
    Gelungene Erzählung in einer gelungenen Welt

    Trotz der Warnung seiner besten Freundin Tomeija steigt Liothan, der letzte Räuber in der Baronie Walfor, bei einem ziemlich unbeliebten, aber sehr reichen Kaufmann ein. Der Raubzug endet allerdings für ihn und seine Freundin, die ihm als Gesetzeshüterin auf den Fersen folgte, zwar nicht tödlich, dafür aber mit einer Reise, die sie weiter von der Heimat wegbringt, als sie je für möglich gehalten haben. Obwohl alle Einwohner behaupten, dass noch nie ein Gestrandeter – so werden Leute genannt, die man in der Wüste findet – nachhause zurückgekehrt sei, geben beide nicht auf und suchen nach einem fähigen Hexer. 
    Auf über 600 Seiten erzählt Markus Heitz drei ineinander verwobene Geschichten. Zwei davon handeln in Wédora. Für jede Figur hat sich der Autor eine eigene, vollkommen unterschiedliche Geschichte ausgedachtBei Heitz merkt man recht schnell, dass er ein begeisterter Rollenspieler war/ist. Die Stadt Wédora ist hervorragend konstruiert. Hier steckt unglaublich viel Arbeit im Weltenbau, Sprache, Geschichte der Orte, Religion, Gesetze und Tiere, Feinde und Fehden, Magie, Lebensmittel und Versorgungswege – an alles hat der Autor gedacht und somit in diesem Roman eine Welt geschaffen, in die man als Leser hervorragend eintauchen kann. Hier und da hätte man sich als Leser mehr Informationen gewünscht. Dafür gibt es mit viel Liebe zum Detail gestaltete Auszüge aus den Stadt-Chroniken, die jedes Kapitel beenden. Meist sind es zwei Buchseiten, die losgelöst von der Handlung dem Leser über Geschichte, Politik oder Besonderheiten Wédoras berichten.

    Eigene Meinung
    Mich haben, neben den Hauptfiguren, die vielen anderen Charaktere begeistert, die der Geschichte unglaublich viel Leben eingehaucht haben. Hier möchte man als Leser gerne mehr erfahren, doch dann wäre das Buch wohl über 1.000 Seiten lang geworden. Geschadet hätte dies nicht.Nach Abercrombie bin ich froh, dass ich Heitz eine Chance gegeben habe. Wieder ein Fantasy-Roman, der ohne schnulzige Liebesgeschichte auskommt und trotzdem eine geniale Story erzählt. Sowas gefällt!

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    Kendras avatar
    Kendravor 10 Monaten
    umfangreiches Abenteuer

    Wédora : Staub und Blut ist der 1. Teil der Sandmeer Chroniken von Markus Heitz und entführt nicht nur die beiden Hauptpersonen in eine neue ferne Welt in der Wüste, sondern auch den Leser^^ 

    Denn Tomeija , die Ordnungshüterin (Scirgerefa) und ihr guter Freund Liothan, Holzfäller und Dieb (eine Art Robin Hood Verschnitt) werden von dem Hexer und Bösewicht Durus versehentlich in die Welt Wédora gezaubert. Dort angekommen müssen sie sich erstmal in der Wüste zurechtfinden um in die Wüstenstadt zu gelangen. Hier müssen sich die beiden Gestrandeten nicht nur mit der neuen Welt vertraut machen, denn die Stadt ist in verschiedene unterschiedliche Stadtviertel unterteilt, außerdem gibt es einige verfeindete Völker die in der Wüste leben und der Stadt nicht wohlgesonnen sind. Doch bevor die Freunde die Möglichkeit haben einen Witgo (Hexer) zu finden, der sie wieder in ihre Heimat zurück zaubern kann, werden die beiden durch einen kleinen Zwischenfall voneinander getrennt. Jeder auf sich alleine gestellt,  muss bald seine ganz eigenen Abenteuer überstehen und jeder von ihnen entdeckt eine ganz besondere Verbundenheit gegenüber diesem Ort.

    Doch was es mit Tomeija Fluch und ihren Bezug zum Gott Driochor auf sich hat , müsst ihr selbst lesen – ebenso wie Liothan ganz ungeahnte Fähigkeiten zu entwickeln scheint…

    Eins jedoch verbindet die beiden immerzu, denn sie versuchen der Stadt zu helfen, denn bedrohliche Situationen lauert auf sie. Nicht nur dass der gefährliche Wirbelsturm Kara Buran über die Stadt toben wird…., auch eine tödliche Droge ist im Umlauf, ganz zu schweigen von den Verschwörern die nicht nur Außerhalb der Stadt auf die Chance warten den mysteriösen Herrscher Darémo von seinem Thron  zu stürzen.

    Doch kann das ungleiche Duo wirklich Einfluss auf das Geschehen nehmen? Und werden sie einen Weg zurück in ihre Heimat Walfor finden? Tja das werde ich euch natürlich nicht auf die Nase binden….da müsst ihr schon selbst den beschwerlichen Weg in die Wüstenstadt antreten.^^

    Jedoch muss ich noch eins anmerken, alle Fragen werdet ihr im ersten Teil natürlich nicht beantwortet bekommen, denn der Nachfolger wird sicherlich noch einige ungelöste Fragen aufdecken…..hoffe ich doch^^ Denn ich bin auch gespannt, was es mit den unscheinbar wirkenden Echsen auf sich hat…die allem Anschein nach einen ganz besonderen Plan zu haben scheinen… Außerdem frage ich mich wer hinter dem unsichtbaren Herrscher zu stecken scheint, und ob Tomeija die Vergessenen im Verwesungsturm retten kann….Natürlich gibt es noch gefühlte weitere 100 Fragen die es im weiteren Band zu lösen gibt^

     

    Mein persönliches Fazit:

    Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas Zeit brauchte um in die Welt abtauchen zu können und mich komplett in ihr fallen zu lassen. Ab und an hat sich auch im weiteren Verlauf einige Abschnitte für meinen Geschmack etwas in die Länge gezogen. Hier wurde manchmal ein wenig zu viel geschildert und auch viel Hintergrundwissen beschrieben, dass mich eigentlich (in diesem Moment) noch nicht wirklich interessiert hat…..ebenso wie die Chroniken der Stadt….^^ Auch wurde den verschiedenen Wesen und Völker die rund um die Wüste vertreten sind, zuviel Schreibzeit gewidmet. Hier muss ich gestehen, habe ich immer ein wenig gedanklich abgeschaltet und bin dann erst wieder richtig in die Geschichte zurückgetaucht, als man wieder bei den beiden Protagonisten und ihren Abenteuern angelangt war^^  Doch letztendlich waren die „spannenden und interessanten“ Momente mehr als die etwas „schwächeren“ , daher haben sie nicht viel von meiner Begeisterung wegnehmen können.  Ganz viele Pluspunkte konnte für mich überraschenderweise der etwas andere Schluss des 1. Bands einheimsen, der für viele andere Leser (wie ich schon bei anderen Rezensionen gelesen habe) nicht so sehr auf Begeisterung traf. Doch ich fand ihn genial^^ hihi

    Besonders hilfreich fand ich das Glossar am Anfang des Buches. Hier kann man noch mal die einzelnen Begriffe und auch Personen nachschlagen, die man während des Buches antrifft.

    Ein wirklich sehr umfangreiches Abenteuer, das hier den Leser erwartet und so einiges an Überraschungen auf Lager hat, die sicherlich noch im weiteren Verlauf  dieser Sandmeer Chronik für einige „Aha“ Erlebnisse sorgen werden. Potential dafür hat es allemal, da in diesem Band schon einige tolle Grundsteine und kleine Würfel ins Spiel gebracht wurden, die in der Fortsetzung sicherlich noch zum Purzeln gebracht werden.

    Auch bin ich gespannt wie sich die beiden Helden noch im weiteren Verlauf persönlich weiterentwickeln werden, da sie sicherlich beides noch Großes leisten werden…. Doch werden wirklich alle von ihnen mit ihren neuen „Gaben“ umgehen können, ohne auf die dunkle Seite zu wechseln….denn wie verführerisch dies sein kann, sah man gut an dem Bösewicht der Geschichte….

    Nun denn… lassen wir uns weiterhin überraschen und uns vom Zauber von und in Wédora hinwegtragen in eine tolle Lesezeit!  J



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    Kendas avatar
    Kendavor 10 Monaten
    Super Idee aber konnte mich nicht packen

    Erste Worte:
    Ich bin hier, um Brennholz für den Winter zu ordern. Acht Klafter. Trocken


    „Wédora – Staub und Blut“ liest sich flüssig. Von Markus Heitz kannte ich bislang nur „Des Teufels Gebetbuch“ und das hatte mich ganz schlicht und einfach umgehauen. Ihm ist es hier leider nicht gelungen mich zu packen. Ich kam eher schlecht in die Geschichte hinein und sie konnte mich auch nicht richtig fesseln. Ich hatte große Erwartungen, vielleicht zu große. Für mich war das Leseerlebnis eher neutral zu sehen, da ich durchaus die Idee mag aber die Umsetzung und ich einfach nicht zu einander finden konnten.

    Die Protagonisten sind abwechslungsreich und spannend erdacht. Die Handlungen und Denkweisen sind stimmig und gut nachvollziehbar. Ich konnte mit beiden, Liothan und Tomeija nicht so richtig warm werden. Ich fand sie durchaus beide sympathisch aber der Funke sprang einfach nicht über. Beide haben interessante Züge die ich mag und auch bewundere. Und Liothan hat eine große Klappe die ihn in Schwierigkeiten bringt. Das macht ihn aber auch irgendwie normal.

    Die Szenen sind gut durchdacht und auch sehr gut beschrieben das ich durchaus schnell ein gutes Bild vor Augen hatte und mir die Geschehnisse gut vorstellen konnte. Ich fand den Verlauf eher etwas schleppend und konnte mich nicht richtig einfinden. Die Idee zu „Wédora – Staub und Blut“ fand ich sehr gelungen, die Umsetzung, handwerklich gelungen, mich konnte sie aber nicht umhauen. Ich bin es anders von ihm gewohnt.

    Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag die Anordnung der Elemente und das Motiv im Allgemeinen, zusammen mit dem Klappentext konnte es mich schnell überzeugen.


    MEIN FAZIT:
    Zwischen „Wédora – Staub und Blut“ und mir sprang der Funke einfach nicht über. Die Idee gefällt mir und die Umsetzung ist handwerklich auch gelungen aber Es hat mich einfach nicht geflashed. Mit den Protagonisten wurde ich leider nicht war und ich konnte mich auch nicht richtig in die Geschichte einfinden. Riskiert aber einen Blick, vielleicht packt Euch „Wédora – Staub und Blut“ ja eher.

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