Markus Hengstschläger Die Durchschnittsfalle

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Inhaltsangabe zu „Die Durchschnittsfalle“ von Markus Hengstschläger

„Entweder man hat’s oder man hat’s nicht.“ Stimmt das? Kann man ohne bestimmte genetische Voraussetzungen nicht erfolgreich sein? Oder ist es umgekehrt? Ohne Fleiß kein Preis? In der vielbeschworenen Leistungsgesellschaft ist die Hervorbringung durchschnittlicher Allround-Könner zur obersten Priorität geworden. Aber wer bestimmt überhaupt, was „normal“ ist? Wir kennen die Herausforderungen nicht, die uns die Zukunft stellen wird. Bewältigen können wir sie aber nur, wenn wir jene einzigartigen Talente fördern, die in uns allen schlummern. Es muss die Norm werden, von der Norm abzuweichen. Oder anders ausgedrückt: Wir brauchen Peaks und Freaks!

Als Schülerin kann ich allem nur zustimmen. Ich hoffe, dass Individualität wirklich mehr gefördert wird!

— Icelegs

Ich für meinen Teil hoffe, dass Hengstschläger mit diesem Buch einen Stein ins Rollen gebracht hat.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Die Durchschnittsfalle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. June 2014 um 17:25

    Meine Generation hat im Kindergarten noch das Buch "Das kleine Ich Bin Ich" gelesen. Das kleine Ich Bin Ich geht auf die Suche nach einem, der genauso ist, wie es selbst. Und findet niemanden. Anfangs ist es noch traurig, doch dann kommt es zu der Erkenntnis: "Ich bin ich und du bist du". So entdeckt das kleine Ich Bin Ich, dass jeder einzigartig ist. Wir sind die letzte privilegierte Generation, der es erlaubt war, unsere Individualität auszuleben. Nachfolgende Generationen hatten es schon schwieriger. Die heutige Generation darf es sich überhaupt nicht mehr leisten, aufzufallen. Dass dies vor allem auch damit zusammenhängt, dass sie heutzutage nur noch auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zugeschnitten und verbogen werden, ist offensichtlich. Hier setzt Hengstschläger an. Er selbst war als Teenager ein Punk. Durch diese Erfahrung kann er vielleicht noch besser nachvollziehen, was es heißt, "anders" sein zu wollen. Hengstschläger erklärt anschaulich, warum das "Anderssein" für unsere Zukunft so wichtig ist, warum niemand sagen kann: "Den braucht niemand" oder "Dieses Verhalten braucht keiner". Nämlich: Weil wir nicht wissen, was die Zukunft bringt! Sollten sich in Zukunft beispielsweise die Umweltbedingungen drastisch ändern, sind es vielleicht genau die, die wir jetzt als "Nicht brauchbar" einstufen, die aufgrund einer Genmutation überleben. Die Evolution setzt auf Individualität, um das Überleben einer Spezies zu sichern. Und leistet sich genau aus diesem Grund immer wieder Mutationen. Dasselbe gilt für die Wirtschaft: Sollte in Zukunft ein bisher unbekanntes Problem auftauchen, das der "Durchschnittsmensch" nicht lösen kann, werden die Letzten die Ersten sein. Deshalb ist es von Vorteil, das Team umso individueller zusammenzustellen, je schwieriger die zu lösende Aufgabe erscheint. Nur durch Individualität werden wir in der Lage sein, zukünftige Probleme zu lösen. In der zweiten Hälfte des Buches dringt Hengstschläger mehr in sein eigentliches Feld vor und geht der Frage nach, ob Talente genetischer oder umweltbedingter Natur sind. Er zeigt verschiedene Arten von Talenten auf. Und ist davon überzeugt, dass jeder Mensch talentiert ist, dieses Talent jedoch nur dann zum Vorschein kommt, wenn es gefördert wird. Ganz gegenteilig wird derzeit in unseren Schulen unterrichtet. Das, was der Schüler überdurchschnittlich gut kann, soll er vernachlässigen. Dafür soll er sich mit den Fächern befassen, die er nicht beherrscht. Heraus kommt der perfekte Durchschnittsmensch. Erwähnung findet außerdem eine Studie, die besagt, dass die Wichtigkeit der Förderung von Individualität in der Erziehung bei bildungsnahen Familien viel weiter oben angesiedelt ist, als bei bildungsfernen Schichten. Ich für meinen Teil hoffe, dass Hengstschläger mit diesem Buch einen Stein ins Rollen gebracht hat. Das Ziel sollte sein, sich wieder zu entfernen von dem schwerwiegenden Denkfehler, wir müssten unsere Kinder nach dem Grad der "Angepasstheit" beurteilen. Ein wunderbares Buch für alle, besonders aber für Pädagogen, Menschen in sozialen Berufen und natürlich auch für das zuständige Ministerium, das sich derzeit den Kopf über den desolaten Zustand des Bildungswesens zerbricht.

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  • Rezension zu "Die Durchschnittsfalle" von Markus Hengstschläger

    Die Durchschnittsfalle

    WinfriedStanzick

    31. January 2012 um 10:34

    Ein Buch mit diesem Thema wird in einer Gesellschaft, die sich ganz dem Durchschnitt verschrieben hat und jede Abweichung politisch korrekt sofort bekämpft, mit hoher Wahrscheinlichkeit missverstanden werden. Als undemokratische Rückkehr zur Elite, als Auslese besonders Leistungsstarker. Dabei macht der Autor Markus Hengstschläger nichts anderes, als dass er postuliert: um die noch unbekannten Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, müssen die Menschen die einzigartigen Talente, die in jedem von uns schlummern, erkennen und fördern. Die frühen Sozialisationsinstanzen Elternhaus, Kindergarten und Schule müssen ihnen dabei helfen. Eine weitere Orientierung an dem durchschnittlichen Allround-Könner, der für nichts ein besonderes Talent entwickelt hat, obwohl er es gekonnt hätte und immer nur im Mittelmaß schwimmt, weil das vielleicht leichter scheint, wird uns nicht weiterbringen. Auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis zeigt Markus Hengstschläger verständlich und anschaulich, dass die weitere Orientierung am Durchschnitt in eine Sackgasse führt. Jeder Mensch sollte gefördert werden in dem, was als Talent in ihm ist. Von der Norm abzuweichen mit besonderen Leistungen und Fähigkeiten darf nicht mehr diskreditiert werden. „Frei nach dem Motto: Gene sind nur Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst. Man muss es uns nur lassen!“ Keine Geschichte ist es nicht wert, geschrieben zu werden! Die Norm wird endlich obsolet, wenn es unser aller Ziel ist, von der Norm abzuweichen. Wir brauchen Peaks und Freaks!“

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