Alle Bücher von Markus Herrmann

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Neue Rezensionen zu Markus Herrmann

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Friedrich Nietzsche war ein wahrhaftiger Querdenker, im Gegensatz zu den Pseudoquerdenkern von heute, die zwar so tun als ob sie welche wären, aber meist nur Coronaleugner sind und nicht wenige kruden Verschwörungstheorien anhängen. So kann man das Wort "Querdenker" auch in Verruf bringen. 

Friedrich Nietzsche jedenfalls war hochintelligent, mißverstanden und ein Provokateur. Jedenfalls in den Augen der Kirche. Kein Wunder, beginnt sein wohl berühmtestes Zitat mit: "Gott ist tot ... " ( Es gibt ja den Witz: Nietzsche- Gott ist tot ... Gott - Du aber jetzt auch, Friedrich! Und Karel leider auch! ). 

Fräulein Sibylle von Rathingen ( zwar fiktiv, aber an Resa von Schirnhofer inspiriert ) möchte dieses Unikum und Faszinosum von Philosophen kennenlernen. Sie selber gehört auch zur Gattung "Homo Philosophicus". Sils-Maria ist jener Punkt in Zeit und Raum, an welchem sie immer wieder aufeinandertreffen. Sich sogar fruchtbar austauschen ( bitte keine zweideutigen Gedanken nun! ). Sie lernt von ihm, er aber ebenso von ihr. 

Fundiert hat Markus Herrmann reale Historie und einen echten Hauptprotagonisten in einer genau recherierten, fiktiven Geschichte in Prosa eingebunden. Es ist im besten Sinne detailverliebt und äußerst gelungen wie eine sehr scharf aufgelöste Photographie. Die neben der Fiktion vorhandene Authentizität und viel Erzählfreude sprüht aus diesem Buch wie ein warmer Sommernieselregen. 

Aus der Ichperspektive Sibylles wird Philosophie lesegerecht den nach Worten haschenden Bibliomanen nahegebracht. Wer mit Nietzsche bisher nicht viel anzufangen wußte, wird durch dieses Buch aufs Angenehmste getriggert, mehr über und von ihm erfahren zu wollen. 

Es ist kurzweilig, aber sehr tiefgründig, mit dem Gaststar Melancholia, nicht geschwätzig und sehr pointiert - erstklassiger Lesestoff, mit einem kurzen erläuterndem Nachwort sowie einem Literaturverzeichnis.

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M

Inhalt: Das junge Fräulein von Rathingen ist fasziniert, als sie von diesem Nietzsche hört. „Gott ist tot und wir haben ihn umgebracht und die Kirchen sind nur noch Grabmäler Gottes“, so sagt er. Seine Aussagen erzürnen die Kirchenoberen, auch Pastoren sind beunruhigt, er provoziert die Gesellschaft. Diesen interessanten Mann möchte Fräulein von Rathingen treffen. Sie muss ihn überzeugen, dass er sich irrt, ist sie doch selbst Philosophin. Sils-Maria wird der Ort ihrer Zusammenkünfte werden. Eine faszinierende Freundschaft entsteht. Mit viel Detailfreude und historisch fundiert lässt Markus Herrmann den großen Philosophen zu Wort kommen. Eine fesselnde Hommage an Friedrich Nietzsche. 

Das Buch fand ich sehr interessant. Es hat mich über vieles Nachdenken lassen. Durch die Sprache und den Schreibstil konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Den historischen Hintergrund finde ich wirklich gut gelungen. Und auch die Protagonisten waren sehr glaubwürdig gestaltet, wie ich finde. Das Buch war auf jeden Fall sehr interessant, und es hat mir viel Spaß gemacht, es zu lesen.

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Rezension zu "Die flammenden Briefe" von Markus Herrmann

Voltaire und sein Verhältnis zur Kirche
65_buchliebhabervor einem Jahr

Der Roman erzählt die Geschichte vom französische Schriftsteller Voltaire und sein gespaltenes Verhältnis zur katholischen Kirche. Es werden viele historische Tatsachen sehr detailliert beschrieben. Vieles davon war mir noch nicht bekannt. Allerdings werden sie auch häufig wiederholt. Die Verknüpfung von Historie und Fiktion ist mir an vielen Stellen zu holprig.

Der Autor verfügt über ein großes Fachwissen, dass in diesen Roman einfließt. Jedoch wirkt dies an mehreren Stellen mehr wie ein Sachbuch denn wie ein Roman. So bleiben beispielsweise die Hauptdarsteller auf Distanz; es ist schwierig, sich in sie hinein zu versetzen.

Mir hat der Schreibstil überhaupt nicht gefallen. Die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler lenken von einem flüssigen Lesen ab. Ebenso die vielen, über mehrere Zeilen gehenden Schachtelsätze machen häufig das Lesen anstrengend. Die Dialoge zu verschiedenen kirchlichen Themen sind trotzdem durchaus interessant. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt, Voltaires Konterfei und angedeutet im Hintergrund die viel erwähnte Marquise Madame du Châtelet.

Das Thema fand ich interessant, leider hat mir die Umsetzung nur bedingt gefallen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Meine Sommer mit Nietzsche - Die Erinnerungen der Sibylle von Rathingen an ihre Begegnungen mit dem Philosophen - Historischer Roman

 

Mein Ziel ist, die Meinung von Leserinnen und Lesern zu dem Buch "Meine Sommer mit Nietzsche" zu erfahren. MIr ist wichtig, was sie darüber denken. Damit erhalte ich Erfahrungswerte, die ich bei weiteren Buchprojekten verwenden kann. Besser werden ist immer möglich. Es geht in der Lesrunde darum, Bezug zu nehmen auf die Inhalte des Buches und die Aussagen des Autors und des Protagonisten.

Liebe Freundiinnen und Freunde historischer Romane,

Es freut mich, daß Ihr Euch für die Teilnahme an der Leserunde für "Meine Sommer mit Nietzsche" entschieden habt. Ich hoffe auf aufrichtige und mutige Kommentare zu den einzelnen Abschnitten. Dabei könnten folgende Kriterien zur Sprache kommen: Historischer Hintergrund, Zeichnung der Charaktere, Glaubwürdigkeit der Handlung und sprachliche Gestaltung. Natürlich habt Ihr aber auch bei anderen Themen freie Hand bei Euren Rezensionen. Ich wünsche Euch viel Freude bei der Lejktüre und bei Euren Kommentaren.


Viele Grüße

Markus Herrmann


24 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Die flammenden BriefeI
Liebe Fans historischer Romane,

willkommen zur Leserunde zu »Die flammenden Briefe« von Markus Herrmann.

In seinem historischen Roman lässt der Autor das Zeitalter Voltaires, eines der einflussreichsten Denker der Aufklärung, lebendig werden:

Um seiner drohenden Verhaftung in Paris zu entgehen, flieht der Schriftsteller und Aufklärer Voltaire im Jahr 1739 in das 250 Kilometer entfernte Schloss Cirey. Dort verfasst er auch eines seiner berühmten Schauspiele, die Tragödie »Mohammed«, die er dem amtierenden Papst Benedikt XIV. widmet. Es kommt zu einem Austausch von Briefen mit Komplimenten.

Um Einfluss auf Voltaires Haltung zur Kirche zu nehmen, schickt ein Kardinal zwei Geheimagenten aus Rom nach Frankreich. Diese sollen im Schloss als Dienstboten anheuern. Bald wird Kritik an diesem Plan aus dem Vatikan laut. Der Papst und sein Kardinal geraten unter Druck, während die Geheimagenten ein gutes Auskommen mit dem Freigeist pflegen. Doch kann es so weitergehen oder wird das Ganze auffliegen und was wird dann mit Voltaire und den Geheimagenten passieren?

67 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Als die Sonne weinteI
Liebe Freunde von authentisch-historischen Romanen,

wer hat Lust an dieser Leserunde mitzumachen? Verlost werden 10 Bücher über den berühmten Astronomen und Forscher Galileo Galilei und die Entdeckung der Sonnenflecken.

Es ist das 17. Jahrhundert. Galileo Galilei, Christoph Scheiner und andere Astronomen richten ihre Fernrohre auf den Sternenhimmel, um dessen Geheimnisse zu entschlüsseln. Immer leistungsfähigere Fernrohre werden entwickelt. Große Veränderungen im Weltbild und Entdeckungen mit weitreichenden Folgen künden sich an. Bald sollte Galileis heliozentrisches Weltbild hohe Wellen schlagen. Derweil geraten Christoph Scheiner und Galileo Galilei in Streit miteinander, wer nun zuerst die sogenannten Sonnenflecken entdeckt hat. Verschiedene Vermittlungsversuche, auch zwischen Galilei und der Kirche scheitern. Bald wird Scheiner Galileis ärgster Kontrahent, bis sich die Situation zuspitzt, als das Heilige Offizium den Prozess gegen Galilei eröffnet ...

Eine Leseprobe zu dem Buch findet ihr hier.

Markus Herrmann ist ein bekannter Autor von historischen Romanen. Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte und Theologie an den Universitäten Regensburg und Eichstätt und an der Hochschule Benediktbeuern war er tätig als Journalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter. Zurzeit ist er Mitarbeiter in der Bibliothek des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt und bestens vertraut mit der Materie, kann er hier doch den Spuren Scheiners nachforschen, der in Ingolstadt zu Anfang des 17. Jahrhunderts als Professor für Astronomie wirkte und vom Turm der Heilig-Kreuz-Kirche die Sonnenflecken entdeckte.
Der Autor wird selber an der Leserunde teilnehmen und steht für alle Fragen rund ums Thema zur Verfügung

Bei der Leserunde werden 10 Bücher verlost. Wer mitmachen möchte darf sich gerne bis zum 12. Dezember melden und die folgende Frage beantworten:

Stell dir vor, du bist Galilei und würdest solche Entdeckungen mit solch weitreichenden Folgen machen. Würdest du sie für dich behalten oder hättest du den Mut, damit an die Öffentlichkeit zu treten?
73 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  Mone_Svor 4 Jahren

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