Tödliche Triplette

von Markus Hoffmann 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Tödliche Triplette
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Ein Krimi-Debüt, das nicht reißerisch ist, sondern mit historischen Fakten, zwei Erzählungen zu einer Geschichte werden lässt ...

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Inhaltsangabe zu "Tödliche Triplette"

Ein unendlich blauer Himmel spannt sich über das Meer und sorgt dafür, dass die Côte d´Azur in dem Licht erscheint, dem sie ihren Na-men zu verdanken hat.
Doch für einen Moment scheint sich all die strahlende Pracht zu ver-dunkeln. An der Staumauer des Städtchens Breil-sur-Roya wird eine grauenvoll verstümmelte Leiche angeschwemmt. Hauptkommissar Paul Julian, Chef der Mordkommission Nizza, leitet die Ermittlungen.
Bereits die Obduktion des Mordopfers sorgt für eine Überraschung. Ein kleines emailliertes Blechschildchen in der Speiseröhre des toten Asiaten führt Kommissar Julian über sechzig Jahre in die Vergangenheit zurück.
Der junge Peppel, Kriegsheimkehrer ohne Heimat, wandert ziellos durch die erbarmungslose Kälte des Hungerwinters 1945/46. Ostpreu-ßen gibt es nicht mehr. Von Schleswig-Holstein führt ihn sein abenteu-erlicher Weg über Hamburg nach Lyon und Marseille, bis in das fran-zösisch koloniale Saigon.
Erst Jahrzehnte später wird – aufgrund der Ermittlungen Kommissar Julians – dieser Weg ein Ende finden.
Frankreich, Deutschland und ein längst vergessenes Indochina ver-schmelzen zu einer Bühne der Zeit, auf der sich die Vernetzung der Schicksale in einem blutigen Konflikt zu entwirren droht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946413806
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:242 Seiten
Verlag:MainBook
Erscheinungsdatum:19.04.2017

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    MissNorgevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi-Debüt, das nicht reißerisch ist, sondern mit historischen Fakten, zwei Erzählungen zu einer Geschichte werden lässt ...
    Die Vergangenheit holt einen immer ein


    Kurz zur Geschichte
    Südfrankreich 2010. In Breil-sur-Roya wird die verstümmelte Leiche eines Asiaten angeschwemmt. Bei der Obduktion findet sich in dessen Speiseröhre ein geheimnisvolles Emaille-Schild. Commissaire Paul Julian, Chef der Mordkommission Nizza, ermittelt. Als auch noch ein alter Mann bei einem Boule-Turnier zu Tode kommt, scheint die Aufklärung des Falls in weite Ferne zu rücken.
    Deutschland 1946. Der junge Peppel und sein Freund Otto müssen aus Hamburg fliehen. Über Lyon und Marseille führt sie ihr abenteuerlicher Weg bis ins koloniale Indochina. Ein spitzfindiges Gespann, mit allen Wassern gewaschen.
    Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf. Paul Julian wird mit den Schrecken der Vergangenheit konfrontiert. Denn Schuld verjährt nie.

    Meine Meinung
    Hier hat der Verleger, Gerd Fischer vom Mainbook Verlag, wieder ein "Schätzchen" an Land ziehen können.
    Ein wunderbarer Debüt-Krimi, der ohne große und übertriebene Action-Szenen auskommt, aber einiges an Spannung zu bieten hat. Allein schon durch die Erzählungen im "Damals" und im "Heute" und wie diese sich annähern um dann zu einer Geschichte zu werden, das hat der Autor Markus Hoffmann excellent hinbekommen. Zu Beginn hatten die verschiedenen Stränge der Geschichte nichts gemeinsam, bis auf die Hinweise mit den Jahreszahlen, ich war sehr neugierig drauf, wie und wo sich die Leben von Peppel und dem toten Asiaten wohl überschneiden würden.
    Zu spüren war beim Lesen auch, durch die gut beobachteten Beschreibungen, das entspannte und relaxte Lebensgefühl der französischen Kultur. Wein, gutes Essen, ruhige Gespräche, genießen, sich einfach mal die Zeit nehmen und dieses auch zu zelebrieren.
    Überaus interessant waren für mich die historischen Fakten und die geschichtlichen Einblicke in die Nachkriegsjahre, die keinesfalls langweilig waren, wie es oftmals so ist, sondern gut recherchiert wurden und zur Spannung einen großen Teil beigetragen haben. Durch das Erwähnen von winzigen Details entsteht ein sehr genaues Bild beim Lesen von Örtlichkeiten, Landschaften und Personen, so das ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Zudem lässt Markus Hoffmann seine Protagonisten gedanklich sehr zur Sprache kommen, so das man noch tiefer in das Geschehene eintauchen konnte. Dadurch wurde der ganzen Geschichte noch mehr Ausdruck und Intensität verliehen, das hat mir sehr gut gefallen.
    Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, wenn ich auch anmerken muss, das die Abschnitte in schräger Schrift, mir etwas zu klein im Druck waren. Zudem bin ich durch die vielen Änderungen der Namen, die zur damaligen Kriegszeit anscheinend nötig waren, ab und an etwas verwirrt worden.
    Mein Fazit:
    Geheimnisvoll, außergewöhnlich und sehr fein geschrieben, ein hervorragender Krimi.

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    heberschs avatar
    heberschvor 8 Monaten

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