Markus Huth Ohne Plan durch Kirgisistan

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Inhaltsangabe zu „Ohne Plan durch Kirgisistan“ von Markus Huth

Job weg, Frau weg - dass man vor seinen Problemen nicht weglaufen kann, hält Markus Huth für Unfug. Als ihm ein Freund vorschlägt, nach Kirgisistan zu reisen, willigt er sofort ein. Denn was liegt näher, als bis ans Ende der Welt zu flüchten? Aber Huth hat keine Ahnung, worauf er sich da einlässt. Er wird von einem Taxifahrer verkauft und findet sich in einer Stadt wieder, in der ausschließlich alte deutsche Autos fahren. Er zittert vor dem Taliban, muss beim kirgisischen Volkssport Tischtennis antreten und dann ist da noch das verdammte Pferd. Trotzdem will er am Ende nicht mehr weg. Ein wildes Abenteuer auf der anderen Seite des Planeten, wo Ost und West, Sowjetismus und Moderne sich treffen. Das Buch ist mit atmosphärischen Fotos bebildert, die der Autor auf seinen Reisen durch Kirgisistan gemacht hat.

Leider extrem Klischeehaft ...

— StMoonlight

Toller Reisebericht über ein Land, das vielen leider unbekannt ist.

— LillianMcCarthy

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    Ohne Plan durch Kirgisistan

    StMoonlight

    29. September 2017 um 17:36

    Der Leser erfährt eine Menge über Land und Kultur, sowie über die Geschichte Kirgisistans. Am Ende eines jedes Kapitels gibt Huth eine kirgisische Weisheit von sich. Das interessante daran ist, dass der Autor sich diese selbst ausgedacht hat, eine „Weisheit“ die er aus seinem Urlaub mit nach Hause nimmt. Allerdings sind sie nicht immer wirklich etwas, dass auch der Leser mitnehmen kann: Bsp.: „Die Steigerung von Gastfreundschaft ist Kidnipping“. Die Fotos haben wir gut gefallen, sie lockern alles ein wenig auf und lassen den Bericht ein wenig farblicher erscheinen.  Leider sind die Bilder nur in der Mitte auf einigen nachfolgenden Seiten untergebracht. Es wäre schöner gewesen, wenn die Fotos passend zu den Kapiteln eingebunden worden wären. Das Buch ist in einem lockeren und flüssigen Schreibstil verfasst. Markus Huth schreibt nicht wirklich anspruchsvoll, dafür aber mit einer Menge Humor. Dabei ist er sich auch nicht zu schade sich selbst ein wenig aufs Korn zu nehmen. Für den einen oder anderen Lacher konnte mir dieser Reisebericht durchaus den einen oder anderen Lacher entlocken. Was mich jedoch extrem gestört hat sind die vielen Klischees auf die der Autor, offensichtlich nur allzu gerne, eingegangen ist.  Hier hätte ich mehr „echte“ Berichterstattung, unvoreingenommen, gewünscht.

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  • Toller Reisebericht

    Ohne Plan durch Kirgisistan

    LillianMcCarthy

    07. August 2017 um 17:57

    Ich studiere Geografie im Nebenfach meines Studiums. Mein Schwerpunkt: Anthropogeografie. Kein Wunder also, dass mich fremde Kulturen interessieren und es seit jeher tun. Kirgisistan ist nicht unbedingt ein Land, dessen Geschichte und Kultur uns bekannt ist. Deshalb konnte mich der Autor sofort für sich einnehmen, als mir das Buch zur Rezension anbot. Noch bevor ich richtig mit dem Buch angefangen hatte, fesselten mich direkt die hochwertig abgedruckten Bilder, die Land und Leute perfekt einfangen, und zu denen ich während des Lesens häufiger geblättert habe. Sehr schön ist außerdem die Karte in der Klappbroschur des Buches, die den Leser bildlich mit Markus Huth durch Kirgisistan führt. Neben diesen kleinen Extras konnte mich auch die Reise an sich begeistern. Marku Huth erzählt durchweg sympathisch und humorvoll und die komplett nicht-fiktionale Reise enthält dadurch dennoch einen Spannungsbogen, der von Kapitel zu Kapitel fesseln kann. Dabei erfährt man eine Menge über Land und Kultur, über Kirgisistans Geschichte und darüber, welcher Name für das Land denn nun der richtige ist. Jedes Kapitel schließt mit einer von Huth selbst formulierten kirgisischen Weisheit ab, die er selbst für sich mit nach Hause nimmt. Eine tolle Idee, die auch noch einmal eine extra Seite im Buch hat und auch mir selbst auch eine ganze Menge gegeben hat, obwohl ich Kirgisistan bisher nicht besucht habe. Nicht nur für den Leser hat Markus Huths Reisebericht einen Mehrwert. Auch Markus Huth selbst wächst während seiner Reise über sich hinaus und bekommt eine Gelassenheit, von der ich nur träumen kann und die schwer beeindruckt. Dass die mir so wichtigen Charakterentwicklungen nicht nur in fiktionalen Werken stattfinden sondern auch am Beispiel dieses Buches deutlich werden, überzeugt mich umso mehr. Fazit:  Mit Ohne Plan durch Kirgisistan konnte mich Markus Huth nicht nur für das Genre der Reiseliteratur begeistern. Auch seine Erzählung selbst hat es mir angetan und diese Reise gibt nicht nur ihm sehr viel, sondern auch dem Leser einen tollen Blick auf Land und Kultur und außerdem eine Sammlung wichtiger Lebenstipps, die mich sehr beeindruckt haben. Große Leseempfehlung meinerseits!

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