Markus J. Beyer Lamantin

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Inhaltsangabe zu „Lamantin“ von Markus J. Beyer

Lamantin – Aufbruch ins Ungewisse Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen.

Mit Mut und Empathie zum Erfolg – ein schönes Fazit für ein schönes, lesenswertes Buch.

— Briggs
Briggs

Unglaublich tolles Abenteuer für Kinder, Jugendliche und Erwachsene❤️

— Mina1705
Mina1705

Eine Reise quer durch Europa mit einem Lamantin im Gepäck

— KerstinMC
KerstinMC

Manchmal müssen wir Dinge tun, die für uns selbst unendlich wichtig sind, auch wenn es die Menschen, die uns lieben, nicht verstehen können

— GabiR
GabiR

Eine abenteuerliche Reise zweier verschiedener Menschen zur Rettung eines ungewöhnlichen Wesens

— TeleTabi1
TeleTabi1

" Die Wünsche eines Menschen dürfen nicht über dem Wohl solch eines Geschöfes stehen!" Sehr schön gesagt.

— chrikri
chrikri

Sehr spannende , Emotionale Geschichte, leider etwas zu viel Fremdwörter.

— Krabbe2502
Krabbe2502

Berührende Geschichte!!!

— kingofmusic
kingofmusic

Die Sprache ist teilweise etwas zu komplizerit für jüngere Leser, aber für Jugendliche ist es ein schönes und abenteuerlichs Lesevergnügen.

— CorniHolmes
CorniHolmes

Ein spannender Roman, Ende 19. Jahrhundert, für technik-und abenteuerbegeisterte Leser von jung bis alt.

— claudi-1963
claudi-1963

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  • Leserunde zu "Lamantin" von Markus J. Beyer

    Lamantin
    familia_Verlag_fehu

    familia_Verlag_fehu

    Lamantin - Aufbruch ins UngewisseHallo, ihr fleißigen Leser,wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben, verlosen wir unter dem Treat "Buchverlosung" bei Lamantin 10 Exemplare für diese Leserunde! Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, kommentiert bitte im Verlosungstreat und nicht hier, damit uns keiner von euch verloren geht :)Die Verlosung endet nächste Woche am 11. Januar und wird sofort vom Beginn der Leserunde am 16. Januar abgelöst (schließlich müssen wir vorher noch die Adressen der Gewinner bekommen und diese im Gegenzug die Bücher)Wir freuen uns auf spannenden Austausch!!

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  • Mit Mut und Empathie zum Erfolg einer wichtigen Unternehmung

    Lamantin
    Briggs

    Briggs

    19. August 2017 um 12:11

    Ein wundervolles Buch, das in der Vergangenheit spielt – etwa zur Zeit der Erfindung des ersten Lastwagens - für Kinder etwa ab 10 Jahren, das viele Themen des Lebens aufgreift:die Neugier (Reise in ferne Länder) die Magie (Ist Undine vielleicht wirklich ein verwunschenes Meermädchen?) das Misstrauen (der manchmal sympathische und manchmal beunruhigende Fremde: kann man ihm trauen?) die Beharrlichkeit (was kann ein gelähmter Junge erreichen?) Und während mit Spannung und Liebe zum Detail die Rettung der Undine erzählt wird, verheddert sich der Autor keinesfalls in diesen so wichtigen Bereichen,denn sie alle gehören zur Kindheit und zum Großwerden dazu. Gekonnte Wechsel zwischen Abenteuer und Ruhephasen macheen die Erzählung zu einem angenehmen, gemeinsamen Leseerlebnis. Dass auch die Sprache der Zeit angepasst ist, macht die Geschichte besonders rund. Mit Mut und Empathie zum Erfolg – ein schönes Fazit für ein schönes, lesenswertes Buch.

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  • Ein Abenteuer für Jung und Alt

    Lamantin
    Mina1705

    Mina1705

    21. April 2017 um 10:53

    Inhalt:Lamantin – Aufbruch ins Ungewisse Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen.Meinung:Thilo ist ein unfassbar toller Charakter. Der Junge im Rollstuhl, mit dem man unbedingt Mitleid haben möchte, es aber einfach nicht kann, weil er so viel Lebensfreude und Begeisterung ausstrahlt. Er ist unheimlich wissbegierig und interessiert sich in seinem Alter nur für Abenteuer und liest viele Geschichten darüber. Als dann eines Tages im Naturalienkabinett ein ungewöhnliches Meereswesen ausgestellt wird, ist seine Abenteuerlust entbrannt. Er baut eine Verbindung zu dem Tier auf und merkt, wie traurig es in der Gefangenschaft zu sein scheint. Gemeinsam mit Paul beschließen sie, das Tier zurück in die Freiheit zu bringen. Und damit beginnt eine unglaubliche Reise quer durch Europa. "Manche Dinge sollten ein Geheimnis bleiben, sonst verlieren sie ihren Wert." Trotz seiner Einschränkung ist Thilo derjenige, der immer wieder sehr viel Mut, Geschick und Intelligenz beweist. Während der Reise wächst er buchstäblich über sich hinaus, was mich als stiller Beobachter sehr stolz gemacht hat. Paul und Thilo begegnen auf ihrer Reise vielen tollen Menschen, aber auch den Detektiven, die ihnen um jeden Preis einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Wie sie die Detektive jedes Mal wieder an der Nase herumführen, ist wunderbar geschrieben.Das Ganze spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Man taucht sofort in die altertümliche Atmosphäre ein, wenn zB der Laternenanzünder durch die Straßen Stuttgarts streift und überall die Lichter anmacht. Heutzutage mit Elektrizität kaum noch vorstellbar. Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht, weshalb ich besonders toll finde, dass die Geschichte nicht in der hochmodernen Zeit von heute spielt. Am meisten begeistern konnte mich der Autor damit, dass er nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch wahre Geschichte und bekannte Persönlichkeiten mit einfließen lässt. Hier spielt zum Beispiel Herr Gottlieb Daimler und das erste motorisierte Auto („Phönix“) eine große Rolle, genauso wie Herr Maybach, der Abenteurer und Entdecker Marco Polo und Humboldt. Für Kinder finde ich das eine super Sache als unterschwelliger Lerneffekt.Der Schreibstil hat es mir sehr angetan. Der Autor schreibt unheimlich schön, bildgewaltig und wordgewandt.Fazit:Auch als Erwachsene konnte mich das Abenteuer von Thilo und Paul komplett mitreißen. Ich bin ein großer Fan von Meereswesen und Fabelwesen wie Meerjungfrauen, daher musste ich es einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Man kann noch viel von Thilo lernen und sich von seiner unbändigen Lebensfreude eine Scheibe abschneiden. Kinder sollten das Buch wohl besser mit einem Erwachsenen lesen, da doch häufiger Fremdwörter bzw veraltete Wörter auftauchen, die sie nicht verstehen können. Aber im Großen und Ganzen eine tolle Geschichte für Jung und Alt.

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  • Eine tolle Geschichte für Kinder und Erwachsene

    Lamantin
    KerstinMC

    KerstinMC

    12. April 2017 um 11:58

    Das Cover zeigt einen Jungen in einem alten Rollstuhl. Er schaut nach oben zu einem jungen Mann der neben ihm steht. Beide stehen irgendwo am Wasser, im Hintergrund sind Berge zu erkennen. Gerade noch ins Bild ragt eine Schwanzflosse von einem Wesen, vermutlich dem Lamantin. Über dem Titel ist eine art Kutsche abgebildet, die sich als Phönix später im Buch entpuppen wird. Für mich ist alles wichtige aus dem Buch auf dem Cover zu sehen. Und bringt so Bild und Text sehr gut zusammen. Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland und teilen Europas. Zu der Zeit wurden gerade die ersten Automobile entwickelt und waren etwas besonderes auf den Straßen. Im Naturalienkabinett wurde alles ausgestellt, was man auf der Welt gerade neues entdeckte. Besonders unbekannte Wesen zogen neue Besucher an. Dieses Wesen, im späteren verlauf von Thilo als Undine getauft ist der Kern der Geschichte. Undine ist ein Lebewesen aus dem Ozean und wird lebendig in einem Aquarium im Naturalienkabinett ausgestellt. Thilo liebt mit seinen zwölf Jahren das Museum. Als querschnittsgelähmter Junge im Rollstuhl träumt er davon die Welt zu entdecken. So ist er von dem Meermädchen (Undine) total fasziniert. Stundenlang sitzt er an ihrem Käfig und hört ihrem Gesang zu. Als er ihre Traurigkeit bemerkt will er sie unbedingt retten. Zusammen mit Paul schmiedet er einen Plan. Die drei stürzen sich in ein waghalsiges Abenteuer. Die Geschichte ließ mich abtauchen in eine andere Welt. Vor meinem Auge erschienen die Straßen von Stuttgart voller Kutschen und einfacher Fuhrwerke. Ein Automobile war fast noch nicht zu sehen. Mit den Augen von Thilo habe ich versucht mir das Meermädchen vorzustellen. Immer wieder wechselte für mich das Bild von einer Meerjungfrau zu einer Robbe. Ich kann nicht genau sagen warum, aber die Beschreibungen ließen auf vieles hindeuten. Manchmal denke ich, ich hätte gerne in dieser Zeit der Entdeckungen gelebt. Allerdings nur mit den heutigen Sanitären Möglichkeiten. Markus J. Beyer gelingt es mich von der Geschichte mitreißen zu lassen. Er schildert sehr detailliert den Weg, den die drei nehmen. Fasziniert war ich von den Abendteuern der drei und dem starken Willen von Thilo. Er machte das beste aus seinem Leben im Rollstuhl und wollte deshalb nicht bemitleidet werden. Ihm war seine Selbstständigkeit sehr wichtig. Ich finde die Idee sehr gut mit diesem Buch die Kinder von heute in eine andere Welt mit zunehmen. In die Welt ihrer Vorfahren. Ich bin schon ganz gespannt, was meine Neffen zu dem Buch sagen werden. Ich bin überzeugt, dass sie genauso fasziniert sein werden wie ich. Denn auch sie sind kleine Entdecker. Also wenn du noch ein schönes Geschenk brauchst für einen Jungen oder Mädchen ab 10 Jahren machst du mit diesem Buch nichts verkehrt. Es eignet sich zum Lesen und zum Vorlesen gleichermaßen. Und auch als Erwachsener lädt es ein zum Schmunzeln. Vielen Dank an den familia Verlag für das Rezensionsexemplar

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  • Der Leser reist ans Ende des 19. Jahrhunderts.

    Lamantin
    GabiR

    GabiR

    19. February 2017 um 10:34

    ..... den Beginn der motorisierten Fahrzeuge, des elektrischen Lichts, des Ausbaus der Eisenbahn und er wird teilweise staunen, wie es damals war. Gerade Jugendliche, für die dieses Buch hauptsächlich geschrieben wurde, werden große Augen machen, dauerte doch eine Reise mit einem der ersten Motor-Lastwagen von Stuttgart nach Venedig mit entsprechenden Pausen knapp drei Wochen und bei der Überquerung der Alpen war gar noch die Hilfe eines Ochsen nötig, um das Gefährt zu ziehen. Das alles wissen der 12 jährige Thilo und Paul nicht, als sie aufbrechen, um Undine, ein Meerwesen, das in einem Aquarium im Naturalienkabinett gefangen gehalten wird, in ihre Heimat zurück zu bringen. Das ist natürlich nicht ganz rechtens, sodass sie nicht unbehelligt bleiben auf ihrer Reise. Noch dazu ist Thilo keine große Hilfe, sitzt er doch wegen eines Unfalles mit einer Kutsche im Rollstuhl, den sein Vater, der Schreiner ist, selbst erfunden und gebaut hat. Entsprechend sperrig und unhandlich ist das *rollende Ding*, sodass er es schweren Herzens irgendwann doch zurücklässt. Dies alles und noch viel mehr hat Markus spannend erzählt und die angesprochenen Teenager (ab 10 Jahren) können viel lernen, nicht nur über den Fortschritt, den die Zeit bis heute gemacht hat, sondern auch über menschliche Grenzen, Zuversicht, Hilfe für andere und (Selbst-)Vertrauen. Ich habe das Buch *zwischendurch* gelesen, immer dann, wenn für wenige Seiten Zeit war (und das war dann immer mindestens ein Kapitel) und vergas trotzdem jedes Mal alles um mich herum, denn der Autor hat eine fesselnde Schreibweise, die weder langweilt noch zu sehr aufputscht, auch wenn manche Krimielemente vorkommen. Ein ganz tolles Jugendbuch, fünf Chaospunkte von mir und noch ein Zitat, das ich mir markiert hatte: Celestina (sie lernen Paul und Thilo unterwegs kennen) sagt zu Thilo: >>Manchmal müssen wir Dinge tun, die für uns selbst unendlich wichtig sind, auch wenn es die Menschen, die uns lieben, nicht verstehen können. Aber es ist wichtig für unsere Seele - damit sie sich aus den niederen Gefilden der Angst aufrichtet und gesund und stark durchs Leben wandeln kann.<<

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  • Thilo - ein sensibler Junge

    Lamantin
    TeleTabi1

    TeleTabi1

    08. February 2017 um 18:41

    Schon beim in die Hand nehmen, hatte ich ein gutes Gefühl. Das Buch ist sehr wertig mit tollen dicken Seiten und liegt sehr schön in der Hand. Das Cover, vorwiegend in blau und grün gehalten deutet auf Meer, Himmel und viel Natur hin. Die beiden unterschiedlichen Gestalten scheinen große Gegensätze zu sein, die nicht immer einer Meinung sind. Das Buch beschreibt eine abenteuerliche Reise zweier junger Menschen – sehr verschieden und doch mit einem gemeinsamen Ziel - einer davon mit Handicap. Sie nehmen viele Strapazen auf sich um ein ungewöhnliches Meerestier aus der Gefangenschaft zu befreien. Ein schönes Buch, das in einem sehr schönen, beschreibenden Stil die Geschichte erzählt und Spannung aufbaut. Ich hatte immer das Gefühl mitten in der Geschichte dabei zu sein. Ich musste an gefährlichen Stellen oft den Atem anhalten und war froh, wenn sich zwischendurch manche Situation dann wieder gelöst hat und ich wieder durchatmen konnte. Der Autor versteht es die spannende Geschichte sehr liebevoll und warmherzig zu präsentieren. Liebe, Freundschaft, Technikwissen des 19.Jahrhunderts und der Umgang mit einer Behinderung werden hier trefflich miteinander verwoben. Wohlgemerkt gibt hier ein gehandicapter Mensch anderen Lebewesen Hilfe und nicht umgekehrt. Ein gelungenes Buch das ich gerne weiter empfehle

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  • "Lamantin. Aufbruch ins Ungewisse" von Markus J. Beyer

    Lamantin
    Jacynthe

    Jacynthe

    07. February 2017 um 12:27

    Inhalt Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen. (Quelle) Meine Meinung Dieses Buch wurde mir Ende letzten Jahres vom Familia-Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. Ich lese Jugendbücher für diese Altersgruppe (ab 10 Jahren) eher selten, doch dieses hier hat mich aufgrund verschiedener Punkte angesprochen und schließlich auch überzeugt. Der erste Punkt, der bereits mit dem Cover ins Auge springt, ist Diversität. Thilo ist nach einem Unfall gelähmt und sitzt im Rollstuhl, dennoch kann er Abenteuer erleben und ein Held sein. Eine wichtige Botschaft für Kinder dieser Altersgruppe, die sie sowohl auf sich selbst und eventuelle Handicaps als auch auf Menschen in ihrer Umgebung übertragen können. Der zweite Punkt ist die Tierschutzthematik und die Problematik der "artgerechten Tierhaltung", die den jungen Lesern in diesem Buch nahegebracht wird. Ist es richtig, ein wildes Tier nur zum Vernügen oder wegen der Profitgier der Menschen aus ihrem natürlichen Umfeld zu reißen? Wie geht es den Tieren, wenn sie eingesperrt sind? Thilo kommt zu dem Schluss, dass es der Seekuh Undine in ihrem Aquarium alles andere als gut geht und er fasst den waghalsigen Entschluss, sie zu befreien. Hier kommen weitere spannende Punkte ins Spiel: Naturwissenschaft, Forschung und (historische) Technik. Gemeinsam mit Thilo erfahren wir mehr über Darwins Lehren und Marco Polos Entdeckungen. Wir lesen von den ersten Automobilen und Gottlieb Daimler, und sogar Politik und Geographie werden angeschnitten, wenn wir Thilo auf seiner Reise von Stuttgart über die Alpen bis nach Italien begleiten und erfahren, wie es sein kann, dass die Alpen einmal unter Wasser standen. Zudem ist das Ganze keine entspannte Kaffeefahrt, sondern ein gefährliches Unterfangen, bei dem nicht nur das Leben Undines auf dem Spiel steht. Denn der Käufer von Undine will sein Hab und Gut natürlich zurück und hetzt Thilo und seinen Freunden skrupellose Detektive auf den Hals... Insgesamt dominieren in diesem Buch zwar die männlichen Figuren, was schade ist, doch Beyer hat versucht, mit einer wichtigen Schlüsselfigur zumindest ein wenig geschlechtliches Gleichgewicht in die Geschichte zu bringen. Die adlige Dame Celestina pfeifft auf Konventionen. Sie studierte Meereszoologie, "und das zu einer Zeit, als das Studieren für Frauen noch sehr schwierig, an manchen Universitäten sogar unmöglich war." (S. 176). Sie baute einen Saal ihres Anwesens zu einem Aquarium um, und sie besitzt einen Heißluftballon, der eine wesentliche Rolle in der Rettung Undines spielt. Trotz des geschlechtlichen Ungleichgewichts halte ich das Buch sowohl für Jungen als auch für Mädchen geeignet, denn Thilo ist eine eher neutrale Heldenfigur und nicht mit stereotypen Merkmalen belastet. Außerdem vertritt Celestina, wie bereits gesagt, ein starkes und unabhängiges Frauenbild. Es ist zudem unglaublich, wie viel Wissen so nebenbei in dieses kleine Buch gepackt worden ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es junge Leser dazu animiert, sich mit dem einen oder anderen Thema näher zu befassen, oder dass der ein oder andere nach der Lektüre Zoologe, Forscher oder Abenteurer werden möchte. Ich vergebe 4 von 5 Wolken und hoffe, dass dieses Buch noch viele Kinder und vielleicht sogar Erwachsene begeistern wird. Ein großes Dankeschön an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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  • Klare Empfehlung

    Lamantin
    chrikri

    chrikri

    03. February 2017 um 13:39

    Es ist die Geschichte eines intiligenten, wissbegierigen aber gelähmten Jungen. Er begibt sich für eine Rettungsaktion eines seltsamen Tieres auf eine Reise voller Abenteuer. Dabei lernt er nicht nur viele Menschen kennen, sondern muss lernen zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Auch wird er lernen das man auch mit, oder trotz Behinderungen viel erreichen kann. Neben Abenteuer bekommt der junge Leser auch gewisse Werte vermittelt, wird ein wenig in die Geschichte des Automobils eingeführt und ein Hauch von Nostlgie machen es zu einem besonderen Lese Erlebnis. Mir fehlte eine gezeichnete Streckenkarte im Buch, damit der junge Leser sich ungefähr vorstellen kann, was für eine Strecke hinter sich gelassen wurde. Auch bin ich mir nicht ganz sicher ob der 10 jährige Leser sich gewisse Dinge , von den er nie was gehört hat weil man heute so nicht mehr redet, vorstellen kann.  Ich persönlich bin schon ein wenig älter und musste so manches googlen, was meinen Lesefluss hin und wieder gestört hat. Aber ansonsten find ich es als empfehlenswert. Flüssiger Schreibstil, Charaktere, egal ob gut oder böse, sind realistisch beschrieben. Werte die vermittelt werden können sind leicht zu finden. Wobei ich aber die Altersempfehlung doch auch auf 12 Jahre setzen würde.  

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  • Wärst du glücklich in Gefangenschaft?

    Lamantin
    LEXI

    LEXI

    20. January 2017 um 17:10

    „Die Wünsche eines Menschen dürfen nicht über dem Wohl solch eines Geschöpfes stehen“.Das Werbeplakat eines Naturalienkabinetts preist eine Weltsensation an und macht den zwölfjährigen Jungen Dietrich Schreiber (Thilo) auf eine neue Attraktion aufmerksam. Im Inneren dieses Kabinetts trifft er auf ein riesengroßes, sehr seltenes Tier der Gattung „Lamantin“ – ein Geschöpf mit warmherzigen, traurigen Augen, zu dem er sich seltsam hingezogen fühlt. Bei seinen wiederholten Besuchen merkt der Junge nur allzu gut, dass dieses Lamantin-Mädchen immer apathischer und unglücklicher in seinem Gefängnis wird. Als begeisterter Leser der Bücher Alexander von Humboldts und angespornt von seinem großen Forschungsdrang beschließt Thilo, das Tier aus seinem Gefängnis zu befreien und ihm den Weg in die Freiheit des Meeres zu ebnen. Gemeinsam mit dem technikbegeisterten Assistenten der Konservatoren namens Paul Broxter schmiedet Thilo einen wagemutigen Plan, und nach anfänglichem Widerstreben nimmt Paul ihn schließlich mit auf die abenteuerliche Reise.Markus J. Beyer hat in diesem Roman die Geschichte eines intelligenten, wissbegierigen und das Abenteuer liebenden gelähmten Jungen mit der Rettungsaktion einer seltene Tiergattung verknüpft und durch die Person des hartnäckigen Detektivs Sigmar Salmen einen hohen Spannungsfaktor eingebracht. Die handelnden Personen sind liebevoll gezeichnet, deren Motivationen anschaulich dargestellt. Dem sympathischen Thilo und seinem Helfer Paul stehen bei dieser waghalsigen Rettungsaktion sympathische Nebenfiguren zur Seite. Die Contessa Celestina fand ich erfrischend und einfallsreich, mein Favorit war jedoch der Schweizer Schmied namens Eisenauge mit seinem ruppigen Äußeren und dem butterweichen Kern. Der wundervolle Schreibstil in der kurzen Leseprobe in Kombination mit dem Klappentext war der Anlass dafür, mich für die Lektüre dieses Buches zu entscheiden. Dieser kurze Ausschnitt auf der Verlagsseite hat nicht zu viel versprochen: sowohl der Inhalt, als auch das sprachliche Niveau dieses Buches haben mich vollends für „Lamantin“ eingenommen. Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes jede Seite davon genossen und bin Thilo und Paul auf ihrer Flucht mit angehaltenem Atem gefolgt. Der mysteriöse Fremde, den ich bis zum letzten Abschnitt des Buches nicht einzuschätzen vermochte, trug neben dem hartnäckigen Detektiv sehr viel zu einem durchgehend hohen Spannungsniveau bei. Der Autor vermittelt in seinem Buch auch wichtige Werte in Form von Dialogen, wie zum Beispiel: „Manchmal müssen wir Dinge tun, die für uns selbst unendlich wichtig sind, auch wenn es die Menschen, die uns lieben, nicht verstehen können. Aber es ist wichtig für unsere Seele – damit sie sich aus den niederen Gefilden der Angst aufrichtet und gesund und stark durchs Leben wandeln kann.“Durch die neumodische Erfindung der Benzinkutsche namens „Phönix“ und ihren Einsatz bei dieser Rettungsaktion erfährt man als Leser einiges über den großen Erfinder, Motoren- und Automobilbauer Gottfried Daimler.Das auf mich überaus harmonisch wirkende Coverfoto war zunächst der Grund, weshalb ich mir dieses Buch näher angesehen habe. Die Farbgebung, die Gestaltung und die einnehmend dargestellten Figuren haben mir auf den ersten Blick gefallen. Das eigentümliche Gefährt ganz oben - über dem Buchtitel - finde ich pfiffig und originell. Ich möchte zudem auf die hohe Qualität dieses Buches hinweisen. Das aufwändige Innenleben ist bemerkenswert. Das Papier der ersten Buchinnenseiten ist von einer Stärke und Haptik, wie man sie selten bei Büchern sieht, die angenehme Schriftgröße stellt einen weiteren Pluspunkt dar. Das Einzige, das mich in diesem Buch ein wenig irritierte, war die permanent wechselnde Schriftgröße. Nach Passagen mit „normaler Schriftgröße“ kam es das gesamte Buch hindurch immer wieder vor, dass einige Zeilen in kleiner Schrift eingeschoben wurden.Fazit: „Lamantin“ stellte für mich einen wunderbaren Ausflug an der Seite eines bemerkenswerten Jungen dar. Das Buch versprach Abenteuer, vermittelte Werte und glänzte mit einem hohen Sprachniveau– ein Faktor, der für mich wirklich bedeutend ist und den man heutzutage nicht mehr allzu oft findet. Ich würde mir wünschen, dass Markus J. Beyer diesen Schreibstil beibehält und uns noch mit vielen weiteren Büchern dieser Art höchsten Lesegenuss bereitet. Für mich war diese Lektüre ein absolutes Lese-Highlight, das ich uneingeschränkt weiter empfehle.Ich möchte mich zudem ganz herzlich beim Verlag bedanken, der mich durch eine Informations-E-Mail auf dieses wundervolle Jugendbuch aufmerksam gemacht hat und mir im Zuge einer Buchverlosung bei Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, das mir ein ganz besonderes Lesevergnügen bereitet hat.

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    • 2
  • Lamantin - eine Geschichte im 19 Jahrhundert über Freundschaft, Entdecker , Liebe zu Tieren

    Lamantin
    Krabbe2502

    Krabbe2502

    19. January 2017 um 12:05

    Danksagung Wir danken dem Verlag ,das wir ( meine Nichte und Ich ) bei der Leserunde dabei sein durften und haben das Buch verschlungen. Zum InhaltDie Geschichte spielt im 19 Jahrhundert Der 12 Jährige Thilo sitzt im Rollstuhl nach einem schweren Unfall. Er ist ein Lebhafter , Wissbegieriger Junge der sich mit seinem Schicksal zu arrangieren scheint. Da er daran nichts ändern kann.  Er träumt ein großer Entdecker zu werden. Das er aber seine größte Entdeckung im Naturalienkabinett macht , hätte er nicht gedacht. Dort ist er fasziniert ihn ein seltsames Wesen mit einem plätschernden Gesang. Es entsteht eine tiefe Bindung zwischen den beiden. Er gibt dem seltsamen Wesen den Namen Undine. Er merkt das dass Tier traurig ist und es ihm nicht gut geht. So wächst in Ihm der Plan ,das Tier zu retten. Dazu brauch er seinen besten Freund Paul, der ein Technikfreak ist und ihm hilft eine Rettungsaktion zu starten um Undine zu retten. Eine Aufregende Reise beginnt. Fazit Fangen wir beim Buch aufbau an. Die größe und das Cover finde ich sehr schön gemacht und gut durch dacht. Da man sich so schon ein kleine Eindruck von der Geschichte machen kann. Auch das Material vom Buchumschlag passt sehr gut. Die Schrift ist für das Alter auch sehr gut gewählt. Was leider nicht so schön war oder etwas schwierig war, ist der Satzbau- einige Sätze zu lang und das es für 10 Jährige etwas schwierig ist ,sie zu verstehen. Dann das es viele "Fremdwörter" gab, die man erst mit Google suchen musste . Ich habe es mit meiner 10 Jährigen Nichte gelesen und sie fand es immer schade aus der Geschichte "aus zu steigen " um nach einem Wort nach zu schlagen. Aber das ist auch der einzige Minuspunkt daher. Das Buch vermittelt aber viel Wissen über die Zeit im 19 Jahrhundert und der Autor hat es sehr gut beschrieben und dargestellt so das man es sich lebhaft vorstellen konnte. Weiterhin greift das Buch viele Themen an , wie Freundschaft, Umgang mit Tieren, Technik , Entdecker und Leben mit einer Behinderung . Und das man nicht so schnell aufgeben darf. Das hat mich sehr gerührt und mit genommen.So wie auch meine 10 Jährige Nichte.  Die Geschichte ist vom Aufbau sehr spannend , so das man das Buch nicht aus der Hand legen mag . Der Autor versteht es die Leser in seinen Bann zu ziehen durch seinen Warmherzigen und tollen Schreibstil . Etwas schade war das er am Ende nicht noch erzählt hat , wie es ihm bei seinen Eltern ergangen ist , die sich bestimmt riesen Sorgen gemacht haben.Aber das wird sicherlich auch einen Grund haben und so können die Leser die Geschichte jeder für sich , weiter leben lassen. ;) Ein tolles Buch ,was ich sicher weiter empfehlen werde und auch verschenken werde. 

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  • Berührende Geschichte

    Lamantin
    kingofmusic

    kingofmusic

    19. January 2017 um 11:13

    „Manchmal müssen wir Dinge tun, die für uns selbst unendlich wichtig sind, auch wenn es die Menschen, die uns lieben, nicht verstehen  können. Aber es ist wichtig für unsere Seele – damit sie sich aus den niederen Gefilden der Angst aufrichtet und gesund und stark durchs Leben wandeln kann.“ (S. 176) An erster Stelle dieser Rezension möchte ich dem familia-Verlag aus Leipzig für die Einladung zur Leserunde von „Lamantin – Eine Reise ins Ungewisse“ von Markus J. Beyer bedanken; ohne euch hätte ich dieses wundervolle Jugendbuch verpasst!!! Es ist wirklich selten, dass ich ein Buch innerhalb eines Wochenendes „verschlinge“. Zum einen liegt es sicherlich an der (auch für ältere Semester wie mich *g*) Lese- und Augenfreundlichen Schrift, zum anderen aber auch an der Geschichte selbst, die uns in eine Zeit „entführt“, in der Lärm machende Kutschen ohne Pferd das Straßenbild in den Städten verändern und Laternen noch mit Hand angezündet werden. Der im Rollstuhl sitzende Thilo ist ein wissbegieriger und belesener Knabe, der vor allem eins will: seinem „Vorbild“ Alexander von Humboldt nacheifern und Abenteuer erleben. Und so macht er sich eines Tages mit seinem Freund Paul, einer Transportbox und dem legendären, von Gottlieb Daimler konstruierten „Phönix“ von Stuttgart auf den Weg nach Venedig, um ein sog. „Lamantin“ (zu Deutsch und eher unromantisch ausgedrückt: Seekuh) von ihrer tiefen Traurigkeit zu befreien und vor dem sicheren Tod zu bewahren. Ob sie es schaffen, welche Schwierigkeiten und Überraschungen ihnen unterwegs begegnen und ob Thilo zeigen kann, was trotz seiner körperlichen Einschränkung in ihm steckt – all das wird in diesem wunderbaren Buch mit einer poetischen, fast schon lyrischen Sprache erzählt. Verbessern kann man dieses Buch lediglich mit einem Glossar, dass die historischen und für die Lese- und Zielgruppe dieser Geschichte nicht geläufigen Begriffe wie Bowler oder Rotunde erläutert sowie das empfohlene Lesealter von 10 auf 12 erhöhen. Das ist aber „jammern“ auf höchstem Niveau und kann an meinem Gesamteindruck für dieses tolle Buch nicht das Geringste ändern. Also, allen „junggebliebenen“ Erwachsenen und jungen Entdeckern, die eine spannende Reise unternehmen wollen sei diese Geschichte wärmstens ans Herz gelegt.

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    • 3
  • Eine abenteuerliche Reise

    Lamantin
    CorniHolmes

    CorniHolmes

    18. January 2017 um 16:21

    Nach einem schweren Unfall sitzt der zwölfjährige Thilo im Rollstuhl. Obwohl er sehr unglücklich darüber ist, hat er nicht seine Begeisterung an dem Erforschen und Entdecken verloren. Er interessiert sich sehr für die Wissenschaft und ist Feuer und Flamme, als er erfährt, dass in dem Naturialenkabinett in seiner Heimatstadt ein seltsames Meereswesen ausgestellt wird. Es handelt sich um einen Lamantin, eine Art Seekuh. Jeden Tag besucht Thilo dieses geheimnisvolle Wesen und schon bald entsteht eine tiefe Verbindung zwischen den beiden. Thilo und sein Freund Paul, der in dem Musuem arbeitet, geben dem Lamantin den Namen Undine. Nachdem ein geheimnisvoller Mann in dem Museum auftaucht, der Thilo verdeutlicht, wie gefangen sich Undine doch fühlen muss, beschließt Thilo Undine zu befreien und sie zum Mittelmeer zurückzubringen. Sein Freund Paul hilft ihm dabei und zusammen treten sie eine abenteuerliche Reise an, bei der ihnen immer wieder von Widersachern Steine in dem Weg gelegt werden...Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Dies wird schon nach den ersten Seiten deutlich, da in den Straßen die Laternen noch per Hand angezündet werden und Kutschen durch die Straßen fahren. Mir war das vorher gar nicht bewusst gewesen, dass das Buch in dieser Zeit spielt und war daher ziemlich überrascht. Aber schlecht fand ich es nicht, es war sogar richtig interessant, da man in diesem Buch doch vieles lernt. Man erfährt, was zu dieser Zeit gerade neu entwickelt wurde und wie weit die Technik gerade war. Besonders interessant fand ich die Beschreibung der Phönix, eine Art Vorläufer des Automobils. Man sieht es übrigens auch vorne in klein auf dem Cover.Die Handlung ist spannend und sehr actionreich. Thilo ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er ist ein lieber Junge und ich habe ihn immer wieder für seine cleveren Einfälle und auch seinen Mut bewundert.Man fiebert der Geschichte bis zum Ende hin mit. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und angenehm, allerdings habe ich ihn als deutlich zu schwer für Kinder empfunden. Es treten doch recht viele Fremdwörter auf, wo selbst ich, als Erwachsene, nicht genau wusste, was damit gemeint ist. Ich würde dieses Buch daher nicht als Kinderbuch bezeichnen, sondern als Jugendbuch. Daher finde ich die Angabe des Verlages, ab 10 Jahre, auch nicht so ganz sinnvoll. Ich würde das Buch eher ab 12 Jahren empfehlen.Ein paar Kleinigkeiten waren mir bis zum Ende hin nicht ganz schlüssig. Aber ich hatte dennoch großen Spaß beim Lesen und würde das Buch trotz kleiner Makel weiter empfehlen. Das Buch ist unterhaltsam und auch lehrreich und hält einen bis zum Ende in Atem. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine Karte vorne im Buch, auf der man die Reise von Thilo, Paul und Undine mitverfolgen kann. Es werden doch recht viele Städte und Orte genannt, und nicht bei allen wusste ich nun genau, wo die liegen. Auch Illustrationen wären schön gewesen. Aber so kann sich der Leser ganz ohne Einflüsse sein eigenes Bild von allem machen und das ist ja etwas Schönes.Fazit: Trotz der teilweise zu komplizierten Sprache und dem zu schwierigem Satzbau, finde ich das Buch sehr gut. Für Leser ab 12 Jahren kann ich es nur empfehlen. Eine wirklich nette und abenteuerliche Geschichte, bei der man auch etwas lernen kann. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne!

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  • Free Lamantin - Die Reise zur Freiheit

    Lamantin
    claudi-1963

    claudi-1963

    18. January 2017 um 12:35

    "Meerjungfrau, o Meerjungfrau, du gehörst ins Meer! Ins Perlengrün, ins Funkelblau des Ozeans so sehr." (Ausschnitt aus Thilos Gedicht) "Weltsensation! Echtes lebendes Exemplar!" das liest Thilo auf der Banderole über einem Plakat. Thilo, eigentlich heißt er ja Dietrich, aber den Namen mochte er nicht, ist ein zwölfjähriger Junge, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, den sein Vater für ihn gebaut hatte. Was war das, diese Weltsensation, dieses Wunder der Meere wie es an der Litfaßsäule stand? Im Naturalienkabinett in Stuttgart gibt es eine Ausstellung über Odysseus, aber was war das Wunder? Dafür schleust sich Thilo heimlich ins Kabinett und sieht das Wunder, ein Tier, ein seltsames Wesen, das einen eigenartigen Gesang von sich gibt. Gleichzeitig sieht er aber auch die traurigen Augen und merkt das es diesem Wesen nicht gut geht, wenn ihm nicht schnell was einfällt, wird das Wesen sterben. Zwischen den beiden entsteht eine Verbindung, Thilo tauft das Wesen auf den Namen Undine und schmiedet einen Rettungsplan. Er weiht seinen technikbegeisterten Freund Paul ein, zusammen setzen sie den Plan um und begeben sich auf eine waghalsige, abenteuerliche Reise von Stuttgart nach Venedig. Doch was sie nicht ahnen, es sind noch andere auf ihrer Fährte und wollen Undine. Meine Meinung: Das Cover mit dem Jungen im Rollstuhl hatte mich magisch angezogen, deshalb wollte ich dieses Buch gerne lesen. Es gibt wenig Bücher die dieses Thema aufgreifen, wenn dann geht es eher darum, das behinderte Personen Hilfe brauchen und nicht wie hier, das die behinderte Person jemandem hilft. Dieses Buch vermittelt viel Wissen über die Technik am Ende des 19 Jh., so wie Themen über Entdecker, Freundschaft, Liebe zu Tieren und Leben mit einer Behinderung. Mit viel Liebe zum Detail hat der Autor hier eine warmherzige, liebevolle aber auch spannende Geschichte verfasst, die nicht nur für junge Leser interessant sein dürfte. Der Blick zurück in die damalige Zeit, ist ein wunderbares Leseerlebnis, das der Autor gut recherchiert hat. Ich selbst halte das Lesealter ab 10 Jahre zu früh für diese Geschichte, da mitunter eine alte Wortwahl verwendet wird, die selbst mir Schwierigkeiten bereitet hat. Dafür wäre ein Glossar am Anhang sicher gut gewesen, was jedoch leider fehlte. Darum empfehle ich dieses Buch erst ab 12 Jahre oder zum Vorlesen auch für Jüngere, jedoch sollte man dann die Begriffe erst nachschauen. Darum gebe ich diesem Buch nur gute 4 von 5 Sterne, kann es nur weiterempfehlen.

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  • Buchverlosung zu "Lamantin" von Markus J. Beyer

    Lamantin
    familia_Verlag_fehu

    familia_Verlag_fehu

    Liebe Leser,endlich ist der familia-fehu Verlag richtig aktiv bei Lovelybooks! Wir beginnen bald mit einer Promotion unseres 2016 erschienenen Jugendbuches "Lamantin-Aufbruch ins Ungewisse" von Markus J. Beyer. Dazu verlosen 10 Exemplare an die potenziellen Teilnehmer dieser Leserunde!Hier eine kleine Inhaltsangabe LamantinAufbruch ins Ungewisse Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen. Hardcover Format: 195 x 131 mm Seiten: 248Preis: 12,95 EURO (D)ISBN: 978-3-943987-78-2 familia Verlag Leipzig 2016

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    • 50
  • Undines Weg in die Freiheit!!!!

    Lamantin
    Lesemama1970

    Lesemama1970

    03. January 2017 um 21:20

    Lamantin: Aufbruch ins Ungewisse ist im September 2016 von Markus J. Beyer beim familia Verlag erschienen.Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, da der Verlag nach Bloggern gesucht hat. Mich hat der Klappentext sehr angesprochen, weshalb ich mich gemeldet habe.Klappentext:Lamantin – Aufbruch ins UngewisseDer zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden.Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine.Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt.Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen.Meine Meinung:Ich wäre in der Buchhandlung an diesem tollen Buch vorbei gelaufen. Mit fehlt der wow Effekt bei dem Cover.Thilo ist ein bemerkenswerter Junge. Ich bin total begeistert von seiner Willensstärke.Ich konnte das Buch nach dem ich mit lesen begonnen hatte nicht wieder auf die Seite legen.Die Rettung von Undine und der weite Weg bis zu ihrer Freiheit sind so toll beschrieben.Die einzelnen Stationen und Situationen haben mich richtig gefesselt.Die Freundschaften zwischen den einzelnen Charakteren sind sehr intensiv. Nicht nur zwischen den menschlichen. Undine und Thilo haben zum Schluss der Reise eine besondere Verbindung.Verfolgungsjagden, Spannung, Dramatik und echte Freundschaft spielen in diesem Buch eine große Rolle.Technikbegeisterte Kinder werden an diesem Buch sicher ihre Freude haben. Auch für Entdecker und Abenteurer ist dieses Buch bestens geeignet.Nicht nur für Kinder ab 10 Jahren ist dieses Buch passend. Wenn die Eltern jüngeren Kindern dieses Buch vorlesen, und evtl. nicht bekannte Begriffe den Kindern erklären, finde ich das Buch auch für jüngere Leser geeignet.Von mir eine klare kauf- und lese Empfehlung.

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