Markus K. Korb Schock!

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Inhaltsangabe zu „Schock!“ von Markus K. Korb

Wenn sich der Geisterkutscher nachts aus dem Sumpf erhebt, Kinder ein namenloses Grauen auf dem eingeschneiten Einsiedlerhof bekämpfen, der Fußballplatzwart von nackten Alien-Frauen bedroht wird und im leerstehenden Hotel merkwürdige Geräusche zu hören sind … … dann ist es an der Zeit für SCHOCK! - 13 schockierende Storys vom Friedhof der Finsternis. Geschrieben von Markus K. Korb in der Tradition der "Horror"-Comicreihe, illustriert in ebensolcher Manier von Christian Krank und erzählt vom Totengräber, dem "Gravedigger". Schaurig, schrecklich, SCHOCK!ierend (Quelle:'E-Buch Text/11.10.2012')

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  • Markus K. Korb & Christian Krank: SCHOCK!

    Schock!

    Elmar Huber

    31. January 2014 um 11:57

    „Im Seitenweg schien es noch finsterer zu sein. Hier neigten sich die Baumwipfel über die Kinder wie tuschelnde Köpfe von Riesen, glotzten Astlöcher wie leere Augenhöhlen, griffen Fingerzweige quer über den Weg, der sich wurmgleich durch den Wald bohrte. Das merkwürdige Geräusch hörten sie schon nach wenigen Metern. Es klang wie das Schreien gemarterter Kreaturen, die in einem chaotischen Chor ihren Schmerz in die Welt hinausbrüllten.“ (C-M-B) Der Schatz des alten Geizkragens Wie Geier versammeln sich die Angehörigen in der Stube des alten … Doch nur derjenige soll den reichhaltigen Diamantenschatz erhalten, dem es möglich ist diesen zu finden. Die Diamanten bleiben jedoch im gesamten Haus unauffindbar. Und auch die letzte Mahlzeit des Verstorbenen gibt Rätsel auf. C-M-B Die letzte Station auf ihrem Weg als Sternsinger ist der abgelegen Kreutner Hof. Das Gehöft scheint verlassen; das Vieh ist ausgehungert und schreit vor prallen Eutern im Stall. Und was hat es mit der Geschichte auf sich, dass der alte Kreutner vor einigen Tagen einen Stern im nahen Wald will abstürzen gesehen haben. Der Scherbennarr Seit frühester Kindheit hat der verkrüppelte Hofnarr die derben Scherze des Königs auf seine Kosten ertragen. Doch nach einem schweren Schicksalsschlag ist es dem König erst wieder möglich zu lachen, indem er den Narren schmerzlich demütigt und entstellt. Akribisch plant der Narr daraufhin seine Rache. Jahrhundertwinter Der ungewöhnlich lange und schwere Winter bringt die Zivilisation nach und nach zum Erliegen. In der weißen Wildnis gilt das Gesetz des Stärkeren. Und nur die Starken überleben. Oder die Einfallsreicheren. Der elektrische Sarg Mit einer ausgeklügelten Konstruktion will Wilhelm verhindern, dass er aufgrund seiner seltenen Krankheit – einer zeitweisen, todesähnlichen Ohnmacht – lebendig begraben wird. Gerade jetzt, wo er die schöne Gina kennen und lieben gelernt hat. Fein justierte Messgeräte sollen sein Erwachen erfassen und nach oben melden, damit er wieder aus seinem Grab befreit werden kann. Doch was, wenn die Personen auf der Erdoberfläche ihn lieber endgültig begraben sehen wollen? Schneechaos Ein Schneesturm sondergleichen tobt über Bayern als der Schneepflugfahrer Wolfgang um fünf Uhr morgens ein verunfalltes Auto im Straßengraben erblickt. Wenigsten die beiden Insassen kann er mitnehmen zu einer nahe gelegenen Jagdhütte, wo sie vor dem Schneechaos geschützt sind. Doch die beiden sind keine Menschen. In der Domäne des Wurms Die alte Kläranlage ist trotz des elterlichen Verbots ein beliebter Spielplatz. Als Mutprobe gilt es, möglichst tief in die engen, alten Betonröhren zu kriechen. Nun ist Josef in die Röhre gekrochen und dort bewegungslos zusammen gebrochen. Andreas klettert hinterher um ihn zu retten. Doch die beiden sind nicht alleine in dem engen Tunnel. Nachts am Schwarzen Loch Das „Schwarze Loch“ ist ein Tümpel im Wald, an dem es spucken soll. Ein jähzorniger und brutaler Bauer soll einst dort auf dem Heimweg samt Kutsche und Pferd versuchen sein und heute noch in Vollmondnächten auftauchen. Grund genug für eine Clique Jungs, die Nacht dort zu verbringen. Sommerschnee Kurz nachdem Fußballplatzwart Horst die ungemein helle Sternschnuppe gesehen hat, taumeln aus dem Gebüsch um das Spielfeld zwei nackte Frauen mit Cowboystiefeln und Cowboyhüten. Fast zu spät bemerkt Horst, dass die seltsamen Besucherinnen nicht von dieser Welt stammen. Nachts an der Hammermühle Michael hat den Schlüssel für das verlassene und heruntergekommene Hotel Hammermühle klar gemacht, um dort mit Anna, seinem Kumpel Gerd und Lena die Nacht zu verbringen. Die unheimliche Atmosphäre und der Alkohol würden die Mädchen schon in ihre Arme treiben. Doch dann entdeckt die Clique einen Toten und die Gewissheit wächst, dass sie in dem Gebäude nicht alleine sind. Operation Sigfriedwall Einem Trupp amerikanischer Soldaten gelingt es, eine geheime Anlage der Nazis einzunehmen, wo angeblich Geheimwaffen entwickelt werden. Tatsächlich wird hier an einer Strahlenwaffe gearbeitet, die das Schicksal jedoch für eine positive Wendung der Menschheitsgeschichte vorgesehen hat. Blackout Zuerst entdeckt die Besatzung des Raumstation ISS einen dunkeln Fleck auf der Außenhaut ihrer Station. Dann werden sie Zeugen, wie auf der Erde nach und nach die Lichter der Städte verlöschen. Sind die Astronauten nun die letzten Überlebenden der Menschheit? Das Geheimnis des Totengräbers Auch der Totengräber selbst, der stets mit den Toten murmelnd über den Friedhof schleicht, hütet ein grausiges Geheimnis. Sportplatzwart Horst weiß davon zu berichten. „Krämpfe schüttelten die Frau. Sie zuckte unkontrolliert mit den Schultern und dem Oberkörper, der aber dennoch aufrecht blieb. Auch ihr Mund war weiterhin zu einem unhörbaren Schrei geöffnet. Sie würgte. Es klang, als würde jemand Scherben im Rachen gurgeln, Und dann tauchten aus der Mundöffnung ein, zwei, drei schwarzbehaarte Beine auf, krallten Sich nach links und rechts und pressten sich gegen die Wangen der Frau, wo sie tiefe Druckstellen schufen.“ (Schneechaos) MEINUNG Markus K. Korb ist wohl der einzige deutsche Horrorliterat, dessen Geschichtensammlungen thematisch geklammert sind. Nach horriblen Städtetrips (GRAUSAME STÄDTE 1 und 2, Blitz Verlag), einer Sammlung Sommer-Horror-Stories (WASSERSCHEU, Atlantis Verlag) und „Geschichten aus dem Umfeld des Krieges“ (DIE ERNTEN DES SCHRECKENS, Atlantis Verlag) hat er sich nun auf eine Quelle seiner Horrorfreude besonnen und den HORROR-Comics aus dem BSV/Williams-Verlag seine literarische Ehrerbietung erwiesen. Nachdem der ursprüngliche Plan, Geschichten zu existierenden Titelbildern der alten HORROR-Hefte zu schreiben, an diversen Hürden (z.B. Rechtelage) scheiterte, hat sich der Schweinfurter Autor den Comiczeichner Christian “KriKra” Krank (TALES OF DEAD EARTH, diverse Buchcover für Voodoo Press) aus seiner Würzburger Nachbarschaft an Bord geholt, der zu jeder von Korbs Geschichten ein Titelbild in einem verheißungsvoll-reißerischen Comiccoverstil gezeichnet hat. Ihre eigene fiktive Horrorserie nannten die beiden Künstler SCHOCK!, für die sie auch gleich – ganz im Stil der HORROR-Comics und deren zahlreichen Verwandten – einen Gastgeber/Erzähler in Gestalt des Totengräbers, des Gravediggers (optisch angelehnt an Schauspieler Marty Feldman), ersonnen haben. Dieser hört während seiner Friedhofsschicht die schrecklichen Geschichten, die die Toten in ihren Gräbern an die Deckel ihrer Särge klopfen und erzählt sie seinem spannungsheischenden Publikum, dem Leser nämlich, weiter. Entsprechend der „Vorlage“ sind die Geschichten in SCHOCK! auch ganz bewusst auf einen wirkungsvollen Knalleffekt hin ausgerichtet ohne sich mit tiefgehender Figurenpsychologie oder sorgsam aufgebauter Atmosphäre zu belasten. Dennoch kann der Autor auch hier seine erklärten klassischen Vorbilder nicht verleugnen, denen er wie gewohnt relativ offen Referenz erweist, ohne plump zu kopieren: DER SCHERBENNARR ist eine unverhohlene Variante von Edgar Allan Poes HOPP FROSCH, und auch DER ELEKTRISCHE SARG geht auf Poes Konto; DAS VORZEITIGE BEGRÄBNIS / DIE SCHEINTOTEN lässt grüßen. JAHRHUNDERTWINTER indes erinnert an Richard Mathesons Endzeit-SF ICH BIN LEGENDE / DER OMEGA-MANN und für NACHTS AN DER HAMMERMÜHLE dürfte William Hope Hodgsons STIMME IN DER NACHT Pate gestanden haben. Durch einen zweite Gruppe Geschichten zieht sich ein loser roter Faden, dergestalt, dass die Erde kurz vor der Invasion durch Außerirdische steht und einige unerschrockene Jedermänner und –frauen dies (unwissentlich!) zu verhindern wissen. So schlagen unter anderem ein Schneepflugfahrer, ein Fußballplatzwart und eine Putzfrau die Vorboten dieser Invasion eher zufällig denn geplant zurück. SCHOCK! ist realisiert wie ein bunt zusammengewürfelter Sammelband dieser fiktiven alten SCHOCK!-Comichefte, in das sich als kleine Zugabe noch ein Heft der (ebenfalls fiktiven) Reihe GRUSELGESCHICHTEN verirrt hat, wo schließlich die grausige Geschichte des Totengräbers höchstselbst erzählt wird (DAS GEHEIMNIS DES TOTENGRÄBERS). Der Spaß an der Sache ging sogar so weit, dass die beiden Macher fiktive Werbung in das Heft genommen haben. Ganz im Stil der nostalgischen „Sea-Monkeys“-Anzeigen ist in SCHOCK! „Instant Cthulhu“ bestellbar. Atlantis Verlagsleiter Guido Latz hat es sogar möglich gemacht, das Heft im A4-Format mit den farbigen Pseudo-Innencovern zu realisieren, so dass hier fast echtes Comicfeeling aufkommt. Dass auch der Satz und das Textlayout gut aussieht, ist dem Münchener Grafiker Mark Freier zu verdanken, mit dem Markus K. Korb schon seit seiner Herausgeberschaft von EDGAR ALLAN POES PHANTASTISCHER BIBLIOTHEK (Blitz-Verlag) zusammen arbeitet. Insgesamt ist SCHOCK! also weit mehr als nur die Summe seiner Teile. Markus K. Korb und Christian Krank haben hier gemeinsam einen außergewöhnlichen Volltreffer – nicht nur für den Trash-Freund – geschaffen, der den VINCENT PREIS 2012 als Beste Anthologie (Platz 1) und den Sonderpreis (Platz 2) als Schönstes Buch 2012 erhalten hat. Außerdem wurde C-M-B als Beste Kurzgeschichte 2012 (Platz 1) ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Schock!" von Markus K. Korb

    Schock!

    Soeren

    23. October 2012 um 21:30

    Über Markus K. Korb brauche ich kein Wort mehr verlieren. Der Mann ist jetzt bereits eine lebende Legende. Ähnlich wird es wohl Christian Krank ergehen, der mit seinen atmosphärisch-dichten Zeichnungen die einzelnen Covermotive immer genau auf den Punkt bringt. Dreizehn Kurzgeschichten erwarten den Leser, die nicht nur von der Aufmachung her hervorragend zu den Horrorcomics und "Gespenstergeschichten"-Hefte der 70er und 80er Jahre passen, sondern auch inhaltlich in genau diese Schublade passen. Manchmal unter die Haut gehend (wie in der Geschichte, der ein Junge im Abflussrohr stecken bleibt), manchmal absurd (ich sage nur "geheime Strahlenkanone der Nazi") aber immer abwechslungsreich. Wobei: Zwei auffällige Dinge haben fast alle Geschichten gemeinsam. Abgesehen von einer Ausnahme werden sämtliche Storys vom Gravedigger (das Pendant zum "Grufti" aus der TV-Serie "Geschichten aus der Gruft") erzählt und erstaunlich oft tauchen böse Außerirdische auf. Letzteres für meinen Geschmack ein bisschen zu viel. Aber davon abgesehen war es eine angenehme Hommage an die Zeit der Gruselcomics, an die auch ich mich gern und lebhaft erinnere.

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