Markus Kompa

 4.6 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Markus Kompa



Markus Kompa ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Autor diverser Sachbücher über Geheimdienste.
In seiner Kanzlei vertritt er bekannte Enthüllungsjournalisten.
Darüber hinaus befasst er sich mit Manipulationen aller Art – vom Trickbetrug bis hin zur politischen Täuschungskunst.
„Das Netzwerk“ ist sein erster Roman, in den viele authentische Begebenheiten eingeflossen sind. Als Netzaktivist bewegte er sich 2010 im Umfeld von WikiLeaks.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Das Netzwerk" von Markus Kompa

Ein bisschen viele Dienste mit drei Buchstaben…
martina_turbanischvor 9 Monaten

Ellen Strachwitz ist die erste Präsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Sie ist cool, effizient und meistert jede schwierige Situation mit Gelassenheit. Als die Bundestagswahlen näher rücken, stellt sie fest, dass etliche ihrer Kollegen ein falsches Spiel treiben. Dazu kommen Lobbyverbände, die  nach Kräften bemüht sind die öffentliche Meinung zu beeinflussen – dafür spannen die auch gezielt die Presse ein. zu allem Überfluss bekommen eine Hackergruppe namens DEANON und ein ehemaliger Elitesoldat einen ganz speziellen Sonderauftrag. Der skrupellose Schattenmann Albrecht macht Ellen zusätzlich das Leben schwer. Aber auch Ellen hat ihre ganz eigenen Pläne…

Der MAD galt vielen als der unheimlichste der drei Dienste, vor allem deshalb, weil in der Öffentlichkeit so gut wie nichts über ihn bekannt war. Das Netzwerk, S. 7

Mein Eindruck:

Ein bisschen viele Dienste mit drei Buchstaben…

Gar nicht so einfach

Auf den ersten Seiten fühlte ich mich ein wenig erschlagen. Zum einen schwirrte mir der Kopf, vor lauter Abkürzungen wie MAD,BSI, BfV, BKA, BND – um nur einige davon zu nennen.  Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten und das Buch nicht genervt wieder zuzuklappen. Aber durchhalten lohnt sich – mit der Zeit gewöhnt man sich an die zig Buchstabenkombinationen.

 

Einfacher wird es nicht

Aber auch wenn man sich daran gewöhnt hat und weiß, was all die 3-Buchstaben-Namen bedeuten wird es nicht einfacher – aber deutlich spannender. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich darüber nachdachte, dass das Gelesene doch nicht wirklich wahr sein kann. Alles Fiktion, oder doch nicht? Mein Vertrauen in Politiker war noch nie so wirklich groß, aber seit diesem Buch ist es noch ein bisschen mehr geschrumpft.

 

Viele bekannte Namen

Dadurch, dass sehr viele aktuell bekannte Namen wie z.B. Edward Snowden immer wieder auftauchen, fällt es irgendwann wirklich schwer, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Dazu kommt, dass Das Netzwerk in einem sehr eigenwilligen Stil geschrieben wurde. Es liest sich oft mehr wie ein Sachbuch, statt wie ein Thriller und trägt damit dazu bei, das man beim Lesen gern vergisst, das es sich um einen solchen handelt.

 

Chatprotokolle

Was mich beim Lesen oft gestört hat, waren die Chatprotokolle, die immer wieder auftauchen. Die Namen waren durchaus lustig und zweideutig wie z.B. Chlorhühnchen, Seniorensauna oder Häkelhirsch – aber trotzdem haben diese Protokolle irgendwie meinen Lesefluss gestört, was sicher auch daran liegen kann, das ich persönlich chatten nicht ausstehen kann.  Nachdem ich Das Netzwerk gelesen habe, habe ich aber gelernt, dass das gar kein Fehler ist, man weiß ja nie, wer mitliest oder am anderen Ende sitzt.

 

Viel gelernt

Bei all den Verwicklungen und durchaus dramatischen Ereignissen habe ich ohnehin viel dazugelernt – über Politik, Geheimdienste, IT-Sicherheit und Terrorismus. Wenn man sich generell für diese Themen interessiert ist  Markus Kompas Buch nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch ausgesprochen lehrreich. Man kann es allerdings nicht so nebenher lesen, denn um den Faden nicht zu verlieren, muss man sich schon auf das Gelesene konzentrieren, aber die Mühe  lohnt sich.

Mein Fazit:

Für politisch interessierte Leser auf jeden Fall ein wirklich spannendes Buch, mit überraschenden Erkenntnissen. Ich fürchte allerding, das es nicht so sehr an Politik interessierte Leser nur schwer begeistern kann, was ich schade finde.

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Rezension zu "Das Netzwerk" von Markus Kompa

Überraschend.. anders.
Rebel_Heartvor 3 Jahren

Ich muss ehrlich gestehen an dieser Stelle, dass ich nur schwer in das Buch gefunden habe. Ich weiß nicht genau, woran es lang, aber anfangs fand ich es wirklich langatmig, konnte mit keinem der Charaktere und der Handlungsweise etwas anfangen.
Es war halt einfach irgendwie.. im Laufe der ersten Seiten sind Informationen auf mich eingeprasselt, mit denen ich so nichs anfangen konnte,
Aber ich habe nicht aufgegeben und wurde am Ende sogar dafür belohnt.
Das Thema ist momentan aktueller denn je und der Autor hat es geschafft, mir im Laufe des Buches, trotz der Startschwierigkeiten, einen Eindruck zu vermitteln, wie es wirklich angelaufen ist oder sein könnte.
Allein die Namen der einzelnen Leakmitglieder haben mir ein Schmunzeln auf die Lippen "zaubern" können.
Man merkt deutlich, dass sich der Autor wirklich mit der Thematik auseinander gesetzt hat, dass er etwas davon versteht, was er schreibt.
Oft hab ich mich selbst gefragt, was davon Fiktion ist und was wirklich hinter den Kulissen passiert ist. Hinter den Kulissen, von denen wir "Normalbürger" nie etwas mitgekommen haben und auch nie etwas mitbekommen werden.

Ich habe zumindest erkannt, dass Thriller nicht gleich Thriller ist. Auch wenn einem ein Buch anfangs eher langatmig erscheint und man es am liebsten in die Ecke werfen würde, lohnt es sich oftmals am Ball zu bleiben.
Ein Thriller muss nicht immer blutig sein, ein Thriller muss nicht immer von der ersten Seite an spannend sein, aber er kann den eigenen Horizont um einiges erweitern.

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K

Rezension zu "Das Netzwerk" von Markus Kompa

Intelligent konstruierte Story und intelligent geschrieben!
kvelvor 4 Jahren

Folgende Autoreninformation ist auf der Umschlaginnenseite abgedruckt:

Markus Kompa ist Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und Autor diverser Sachbücher über Geheimdienste.

In seiner Kanzlei vertritt er bekannte Enthüllungsjournalisten. Darüber hinaus befasst er sich mit Manipulationen aller Art – vom Trickbetrug bis hin zur politischen Täuschungskunst.

„Das Netzwerk“ ist sein erster Roman, in den viele authentische Begebenheiten eingeflossen sind. Als Netzwerkaktivist bewegte er sich 2010 im Umfeld von WikiLeaks.


Meine Meinung:

Ich finde diese Infos zum Autor merkt man sehr deutlich in diesem Roman:
Der Autor kennt sich in so vielen Bereichen / Themen so gut aus – das erfreute mein Leserherz.
Die Story bietet sehr viel Detailwissen über Computer, IT, Technik, Leaks, Vertuschungsaktionen, Politik – einfach super!
Dies ist ein moderner Roman, dessen Aktualität (fast) nicht zu überbieten ist.


Ich denke, es wäre wohl gut, wenn man als Leser eine gewisse Affinität zu folgenden Themen mitbringen würde:
Politik, Einflussnahme, Geheimdienste, Infiltration, Kungelei, Hacking, Terrorismus(-abwehr).


Sprachlich finde ich diesen Roman absolut super geschrieben.


Echt super fand ich die Namen der Leak-Mitglieder:
Seniorensauna, Arno.Nym, Chlorhühnchen, Häkelhirsch.
Genial – ich habe mich königlich amüsiert.


Eine kleine Quintessenz des Romans:
Vor lauter Unterwanderung von Gruppen und Organisationen sind die Geheimdienste quasi unter sich :)


Fazit: Absolut lohnenswert dieses Buch zu lesen!


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