Markus L. Stettler Der Blutende Planet

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Inhaltsangabe zu „Der Blutende Planet“ von Markus L. Stettler

Eine abenteuerliche Weltraum-Legende über drei leidenschaftliche junge Individuen, die um ihr Überleben und die Freiheit ihrer gesamten Zivilisation kämpfen.

Intelligente Maschinen sind die größte Bedrohung für die Freiheit der Menschheit. Deshalb darf im Jahr 402 nach den Maschinenkriegen keine mehr im zivilisierten Universum existieren! Doch die Machtgier der großen Organisationen beschneidet die Freiheit der Menschen auf andere Weise. Kinder werden zwangsrekrutiert, Fabrikarbeiter wie Gefangene gehalten und die Wissenschaftsreligion engt das Denken der Mönche auf realitätsferne Mantras ein.

Zudem kündigt sich ein Krieg zwischen den zwei grossen Organisationen, den Bewaffneten Weltraumdiensten und dem Wirtschaftskonsortium, an und ein Attentat lässt die Friedensverhandlungen scheitern.

Das gesamte zivilisierte Universum ist bedroht.Angesichts dieser Katastrophe brechen drei mutige junge Individuen aus ihren autoritären Strukturen aus:

Der zweiundzwanzigjährige Kapitän Leos Kan will den bei dem Attentat ums Leben gekommenen General Muster rächen. Dann wird er jedoch selbst für den Tod seines Mentors verantwortlich gemacht und von seinen eigenen Soldaten gejagt.

Die jugendliche Rebellin NR, eine Straßenwaise auf dem Planeten Gasa, unternimmt alles, um die Bewohner vor dem machtgierigen Administrator und seiner Leibwache zu beschützen. Mit dem Attentat auf die Friedensverhandlungen überschreitet sie jedoch eine tödliche Grenze.

Der hochbegabte Novize Franzin Berzelius würde alles tun, um endlich als Mönch und Wissenschaftler anerkannt zu werden. Nachdem sein Vater bei dem Attentat schwer verletzt wird, will er die Hintergründe des Konflikts zwischen den großen Organisationen untersuchen und gerät dabei in den Sog von dunklen und mysteriösen Kräften, die selbst seine Vorstellungskraft sprengen.

DieVierteEnergie.com

Sci-Fi zum Verschlingen.

— Doromara

Da weiß jemand wirklich, was er tut. Warum nur ist das Buch schon zu Ende?

— evilschnuck

Ein toller Auftakt - mehr davon!!!

— Charlea

Ein wundervoller Science-Fiction Roman mit leidenschaftlichen Charakteren in einer dystopischen Welt

— Romanfresser

Spektakuläres Weltraumepos, das durch einen einzigartigen Schreibstil und vielseitigen Charakteren vor atemberaubender Kulisse besticht.

— louella2209

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  • Drei Schicksale - Verschwörungen und Hinterlist

    Der Blutende Planet

    Doromara

    Der blutende Planetvon Markus L. StettlerDer Planet Gasa wird nur noch wegen seiner Graumateriefabrik kolonisiert. Das Wirtschaftskonsortium unterdrückt dort die Arbeiter. Diese wissen nicht, dass in der Raumstation über ihren Köpfen über Krieg und Friede verhandelt wird. Ein Attentat beendet die Verhandlungen und drei Menschen, die sich sonst nie begegnet wären, werden plötzlich zu Verbündeten.Markus L. Stettler versteht es, die unterschiedlichen Denkweisen der Protagonisten darzustellen und die drei Handlungsstränge geschickt miteinander zu verbinden. Eine ganz neue Welt eröffnet sich vor dem Auge der Lesenden, die doch irgendwie bekannt ist. Die rasmanische Nacktschnecke liess mich schaudern und erst recht die Raunackenwaran.Selbst auf die Psyche von nebensächliche Nebenfiguren, wie Nachtklubbesitzer und Schmugglerinnen wird eingegangen, so dass die Geschichte immer mehr zu einem grossen Gemälde anwächst. Gerne hätte ich am Schluss des Buches etwas mehr Auflösung gehabt, so muss ich wohl oder übel auf Band 2 warten. Zum Glück gibt es noch „Das rote Haus der Agra Kann“, in dem eine der Vorgeschichten erzählt wird.

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    • 3

    Doromara

    01. June 2016 um 07:57
  • Leserunde zu "Der Blutende Planet: Die Vierte Energie - Buch I: Volume 1" von Markus L. Stettler

    Der Blutende Planet

    MarkusLStettler

    Ich möchte euch einladen, an der Leserunde zu meinem ersten Roman dem Science Fiction-Abenteuer Der Blutende Planet teilzunehmen. Zum Inhalt: Das gesamte zivilisierte Universum ist bedroht. Denn ein Krieg zwischen den zwei grossen Organisationen, den Bewaffneten Weltraumdiensten und dem Wirtschaftskonsortium, steht kurz davor auszubrechen. Dann lässt ein Attentat die Friedensverhandlungen scheitern. Angesichts dieser Katastrophe brechen drei mutige junge Individuen aus ihren autoritären Strukturen aus: Der zweiundzwanzigjährige Kapitän Leos Kan will den bei dem Attentat ums Leben gekommenen General Muster rächen. Dann wird er jedoch selbst für den Tod seines Mentors verantwortlich gemacht und von seinen eigenen Soldaten gejagt.  Die jugendliche Rebellin NR, eine Straßenwaise, unternimmt alles, um die Bewohner ihres Heimatplaneten vor dem machtgierigen Administrator und seiner Leibwache zu beschützen. Mit dem Attentat auf die Friedensverhandlungen überschreitet sie jedoch eine tödliche Grenze. Der hochbegabte Novize Franzin Berzelius würde alles tun, um endlich als Mönch und Wissenschaftler anerkannt zu werden. Nachdem sein Vater bei dem Attentat schwer verletzt wird, will er die Hintergründe des Konflikts zwischen den großen Organisationen untersuchen und gerät dabei in den Sog von dunklen und mysteriösen Kräften, die selbst seine Vorstellungskraft sprengen. Mehr Informationen findet ihr unter DieVierteEnergie.com. Eine Leseprobe findet ihr bei Amazon.de. Bewerbung: Ihr könnt euch im Unterthema Bewerbungen bis am 31.08.2015 melden, wenn ihr Interesse habt, euch mit mir über den Roman auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. Dazu verlose ich 14 Exemplare von Der Blutende Planet - 7 Taschenbücher und 7 E-Books. Und hier ist noch der Buchtrailer: Unter MarkusLStettler.com findet ihr mehr Informationen über mich.

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    • 98
  • Spannend, rasant, philosophisch: Ein toller Auftakt der Weltraumlegende "Die Vierte Energie"

    Der Blutende Planet

    loralee

    Hallihallo, was für ein Straßenfeger! Der erste Teil der Weltraumlegende „Die Vierte Energie“ warf mich in eine komplett fremde Welt. Und ich will unbedingt mehr davon. Detailreich und bildhaft beschrieben, baute sich diese Welt schnell vor meinem inneren Auge auf. Ich fieberte mit und knabberte an meinen Fingernägeln, als der unausweichliche Krieg ausbrach und Raumschiffe ineinander krachten. Hier wird eine äußerst komplexe Welt aufgebaut und mit Action nicht gespart. Ein sehr spannender Science Fiction. Der Roman ist detailreich in der Beschreibung der Planetensysteme, der Kolonien und der Bewohner des Sonnensystems Gasa. Auch die Raumschiffe, Materialien und Waffensysteme kann ich mir bildhaft vorstellen. Und schließlich die Figuren: schillernd, fröhlich, liebend, zweifelnd, meditierend, pragmatisch, böse - alles dabei. Und zwar in fast jedem Einzelnen von ihnen. Natürlich gibt es Gut und Böse, aber so einfach ist es auch wieder nicht. Generationenkonflikte, soziale Ungleichheit und Fremdenhass haben großen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaften. Sie sind eben menschlich. Zeitverschiebungen, Traumdeutungen, verschwimmende Grenzen zwischen Realität und Irrealem machen diesen Roman nochmal doppelt spannend und fast schon verwirrend. Das mühevoll nach dem „großen Maschinenkrieg“ aufgebaute Gleichgewicht zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und bewaffnetem Schutz gerät aus dem Gleichgewicht, als dieses Gesellschaftssystem rigoroser umgesetzt werden muss, um weiter stabil bleiben zu können. Zum Beispiel werden Kinder schon früh von den Eltern getrennt und jeweils in eine der drei Bereiche gepresst. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. In diesen unruhigen Zeiten wagen es drei junge Leute sich für Selbstbestimmung und Freiheit einzusetzen. Die Eskalation lässt nicht lange auf sich warten. Kämpfe im Raum, in der Luft und am Boden bestimmen in den letzten zwei Dritteln des Romans die Handlung. Dabei wechselt der Autor zwischen den einzelnen Schauplätzen und den jeweiligen Perspektiven der Helden – der Rebellin ND, des Offiziers Leons und des Novizen Franzin. Durch die ausführliche Beschreibung des Systems im ersten Drittel des Romans behält die Handlung durchgehend Tiefe und es bleibt spannend bis zum Schluss. Ein Cliffhanger bleibt nicht aus. Kein fieser, aber ausreichend, um unbedingt weiter lesen zu wollen. Dieses Buch hat es in sich. Im rasanten Tempo werde ich durch die Handlung gepeitscht. Zwischendurch bleibt etwas Zeit zum Luft holen in den etwas skurrilen philosophischen Abschnitten, nur um gleich wieder bei Höchstgeschwindigkeit weiter zu rasen. Für meinen Geschmack nehmen die Kämpfe im letzten Drittel etwas zu viel Raum ein. Dennoch empfehle ich ohne zu zögern, diesen ersten Band der Weltraumlegende allen Freund*innen des Science Fiction.

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    • 3
  • Ein super spannendes Buch!

    Der Blutende Planet

    evilschnuck

    Ich habe soeben das Buch, das mir als freies Leseexemplar zur Verfügung gestellt wurde, ausgelesen und möchte an dieser Stelle wirklich eine Lanze für das Buch brechen. Ich habe schon diverse Science-fiction Romane gelesen, daher muss es schon etwas besonderes sein, um mich zu beeindrucken – ich bin beeindruckt! Ich werde in meiner Rezension einige Dinge aus dem Buch verraten, daher hier eine Spoilerwarnung! Obwohl das Buch knappe 600 Seiten hat und es ein etwas größeres Format aufweist, konnte ich es einfach nicht aus den Händen lassen und habe, wann immer ich dazu gekommen bin, gelesen und gelesen und habe es am Ende überhaupt nicht fassen können, dass es nicht sofort weitergeht. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Schreibe des Autors. Ich kam schon nach den ersten Seiten ins Geschehen rein und war auch bis zum Ende gefesselt. Es gab keine langen Momente und die Handlung an sich wirkte weder konstruiert noch unlogisch. Irgendwie hat wirklich alles gepasst und ich habe die Zeit mit dem Buch einfach nur genossen. Zum Inhalt sei an dieser Stelle nur soviel erwähnt, dass es drei Hauptcharaktere gibt: Eine Frau namens NR (sie kennt ihren wahren Namen nicht), Leos Kan und Franzin. Sie leben in einer Welt nach den sogenannten Maschinenkriegen und versuchen, die Vernichtung ihrer gesamten Zivilisation zu verhindern. Intrigen, dubiose Machenschaften von Einzelnen und der geheime Unbekannte im Dunkeln machen diese Aufgabe sehr schwer, so dass der Leser bis zum Ende gefesselt ist. Selten habe ich ein Science Fiction Buch gelesen wie dieses, die Charaktere entwickeln sich zu starken Persönlichkeiten und handeln nach ihrem Instinkt. Diese Entwicklung habe ich vor allem bei Franzin bemerkt, welchen ich zu Beginn des Buches am schwächsten eingeschätzt habe – weit gefehlt! Ist er am Anfang noch unter dem Pantoffel seines Vaters zu finden, weist er ihn am Ende des Buches sogar in seine Schranken – das hat mir wirklich sehr imponiert. Aber eigentlich muss ich sagen, dass ich alle drei Protagonisten toll fand und sie mir auch bildlich sehr gut vorstellen kann. Mir ist es sogar in der S-Bahn passiert, dass ich einen Mann gesehen habe, der mich an Leos Kan erinnert hat. Ich habe den ganzen Tag gebraucht, um zu realisieren, dass er mich an Leos erinnert und nicht an eine real existierende Person. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch aus beruflichen Gründen zwar erst vor wenigen Tagen richtig angefangen habe zu lesen, es aber in kürzester Zeit beendet hatte, so dass ich jetzt das Gefühl habe, dass mir etwas fehlt. Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen.

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    • 2
  • Ein toller Auftakt einer neuen Sci-Fi-Reihe. Mehr davon!!!

    Der Blutende Planet

    Charlea

    27. October 2015 um 22:31

    Umschlaggestaltung/Cover/Klappentext Das Cover des Buches ist ebenso wie das Format ungewöhnlich und fällt daher sofort ins Auge. Mit seinen über 550 Seiten und dem etwas größeren Format ist es schon außergewöhnlich und hatte mein Interesse sofort geweckt, als ich es das erste Mal in den Händen gehalten habe. Auch der Klappentext verrät nicht zu viel vom Inhalt, weckt aber auch keinen falschen Eindruck – also in meinen Augen wurde hier alles richtig gemacht. Inhalt Erzählt wird die Geschichte in drei Handlungssträngen, in denen die drei Hauptcharaktere eingeführt werden. Leos Kan dient als Führungsoffizier bei den Bewaffneten Diensten und hat dank seiner ominösen Mutter Agra Kan ein Leben voller Drill, Vorsicht und Kampf hinter sich. NR, eine junge Frau ohne Namen, lebt im Schwarzlichtviertel, in welchem die Rebellen den Aufstand planen. Im dritten Handlungsstrang wird der junge Novize der Wissenschaftsreligion Franzin Berzellius eingeführt, der in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte. Schnell wird dem Leser klar, dass die politischen Verhältnisse auf dem Planeten Gasa angespannt sind. Zu Beginn erfahren wir, dass es eine Zeit der Maschinenkriege gegeben hat, in deren Folge sehr viele Menschen ihr Leben verloren haben. Um die Menschen in Zukunft besser zu schützen, wurden die Bewaffneten Dienste, das Planetenkonsortium und die Wissenschaftsreligion gegründet, doch der Machtkampf Einzelner hat das Verhältnis unter den drei Großen Parteien schwer belastet, so dass Friedensverhandlungen auf Gasa notwendig erscheinen. Auf den Friedensverhandlungen kommt es zu einem Attentat auf die Teilnehmer der Verhandlungsrunde, in dessen Folge nicht nur die Friedensverhandlungen als gescheitert erklärt werden, sondern ein Kampf um das Überleben der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht. Plötzlich wird allen klar, dass nicht der Konflikt zwischen den verschiedenen Parteien der Menschen Ursache der angespannten Situation ist, sondern andere ihre Fäden geschickt gesponnen haben. Hier wird auch das erste Mal von der Vierten Energie gesprochen, die Titelgeber der Reihe von Markus L. Stettler ist. Geschickt und flüssig werden die drei Rahmengeschichten zu einer gebündelt,so dass am Ende nur das Geschick aller drei Protagonisten gefragt wird, um ihre Vernichtung zu verhindern. Wertung Ich habe mich in meiner Beschreibung der Geschehnisse bewusst zurück gehalten, da ich anderen den Lesegenuss nicht verderben möchte. Daher nur soviel: Ich mochte Leos Kan von der ersten Seite an und auch die Beschreibung seiner Mutter hat mich sehr neugierig auf die Kurzgeschichte gemacht, die ich mir auch in den nächsten Tagen durchlesen werde. Aber es blieb nicht bei Leos – Franzin und NR haben in keinster Weise gelangweilt, auch ihre Anteile am Roman waren groß und ich hatte große Freude zu erleben, wie die drei Leben miteinander verzahnt wurden. Die Schreibe des Autors ist sehr lebendig, die Beschreibungen der Geschehnisse sind sehr anschaulich, so dass ich jetzt noch bestimmte Situationen vor Augen habe, als hätte ich sie in einem Film gesehen. Auch die Charakterzeichnung hat mir sehr gut gefallen, sie werfen Schatten, haben eine Vergangenheit und man fiebert mit allen dreien mit. Ich habe noch nicht allzu viele Science Fiction Romane gelesen, da ich immer das Gefühl hatte, mit technischen Details erschlagen zu werden. Oft habe ich dann schon gedacht, dass ich, wenn ich wissen möchte, wie und warum ein Schiff fliegt, ein Sachbuch kaufen kann und keinen Roman. Daher war dieses Buch eine wirklich erfrischende Erfahrung, die Lust auf mehr macht. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Sprache. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass hier jemand wirklich Herzblut in die Geschichte einfließen lassen hat, so dass mir manche Wortkreationen so gut gefallen haben, dass ich sie wahrscheinlich unwillkürlich in meinen Wortschatz übernehmen werde. Hoffentlich lässt der zweite Teil nicht allzu lange auf sich warten – ich werde ihn auf jeden Fall lesen sobald er rauskommt, da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Kurzum – ich gebe sehr gerne die volle Punktzahl für den Roman und spreche eine absolute Kaufempfehlung aus für alle Fans von Science Fiction, Abenteuer, Intrigen, Kampfsituationen, Weltraumschlachten, aber auch für Fans von einfach gut erzählten Geschichten, in denen das Zwischenmenschliche nicht zu kurz kommt, aber einen auch nicht Seiten lang langweilt. Dieses Buch ist nämlich nicht deswegen so lang, weil der Autor sich in unsinnigen Wiederholungen verstrickt, sondern einfach viel zu erzählen hat.

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  • Dystopie oder Science-Fiction? Ein toller Roman!

    Der Blutende Planet

    Romanfresser

    Vor einiger Zeit hatte ich mal angekündigt, demnächst auch mal Bücher zu lesen, die nicht von großen Verlagen beworben werden, sondern von Kleinverlagen oder Selbstverlegern auf den Markt gebracht werden, welchen dann naturgemäß wenig Aufmerksamkeit zukommt. Markus L. Stettler kontaktierte und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, sein Buch zu besprechen und schickte mir dieses dann auch prompt aus der Schweiz zur Rezension zu. Vielen Dank dafür! Der blutende Planet ist der erste große Roman in dieser Serie, es gibt bereits eine Novelle, die als Prequel dient und frei verfügbar ist; für den Dezember ist ein zweiter Band angekündigt. Wie der Titel nahelegt, handelt es sich um eine Science-Fiction-Saga, die sich mit nichts geringerem, als der großen Frage nach Selbstbestimmtheit befasst: In einer anderen Welt wurde nach den großen Kriegen eine neue Gesellschaftsordnung eingeführt. Um Kriege zu verhindern gibt es eine klare Trennung zwischen der arbeitenden und produzierenden Kaste, den Kriegern und der Wissenschaftsreligion. Im zweiten Lebensjahr werden die Kinder mittels DNA-Analyse einer Gruppe zugewiesen. Widerständler gibt es kaum, Geheimnisse jedoch umso mehr. Drei Individuen, Leos, ein Offizier mit besonderem Hintergrund, Franzin, ein junger, querdenkender Mönch und eine nicht registrierte Rebellin begehren zunächst unbewusst gegen diese Gesellschaft auf und decken nach und nach die Geheimnisse und Lügen auf, auf denen die Welt basiert. Dabei kommt es nicht nur zum Konflikt zwischen den Parteien untereinander und gegen geheime Hintermänner, sondern auch ganz persönliche Schicksale spielen eine Rolle. Wer ist wirklich Leos Familie, wer ist diese nicht registrierte Rebellin – und wie kann der junge Mönch, der in Unmündigkeit aufwuchs, sein Wissen für die Welt nutzen? Wir tauchen schließlich in einen offenen Krieg ein, in dem ein ganzer Planet, der zur Energiegewinnung genutzt wird, gesprengt werden soll, um an ein uraltes Geheimnis zu kommen, welches nur noch in Märchen thematisiert wird. Doch davon weiß niemand, nur ein geheimnisvoller Unbekannter, welcher mit einer geheimen und inoffiziellen Gruppierung die Geschicke lenkt, weiß was passiert. Als dann auch noch der alte, fast vergessene Adel eingreift, ändert sich alles und die Grundlagen für eine gesamte Revolution des Universums werden gelegt. Ich will es ganz am Anfang sagen: Das Buch ist lang. Es ist gar nicht mal die Zahl von 550 Seiten, es sind eher die ziemlich großen und eng bedruckten Seiten. Ad-hoc geschätzt würde ich vermuten, dass es in einem ‚klassischen‘ Taschenbuchformat sicherlich 700-800 Seiten umfassen würde. Das passt allerdings sehr gut zu der Geschichte, denn sie trägt sich über diese 550 Seiten wirklich gut. Wir haben es hier mit einem klassischen Science-Fiction-Roman zu tun. Es hat nichts von einer Space Opera, es ist keine bloße Weltraumgeschichte, sondern ganz im Zeichen der frühen Science-Fiction-Romane ist eine Art Dystopie miteingewoben, die zunächst in der Gesellschaftsordnung und Charakterzeichnung den Lehrbuchmerkmalen entspricht, diese aber nicht einfach nur übernimmt, sondern noch weiterverarbeitet und in einen modernen Science-Fiction-Roman überführt. Die Charaktere und deren Entwicklung gefallen mir ausgesprochen gut. Die ersten paar Seiten ist es noch etwas schwierig, hineinzufinden, aber wenn man die vier Handlungsstränge dann erstmal kennengelernt hat und auseinanderhalten kann, fühlt man sich sehr schnell wohl in der Geschichte, die nicht nur ziemlich gut zusammenhängt und deren Stränge gut zusammen finden, sondern deren Charaktere stets noch eine unerwartete Vergangenheit in sich tragen. Durch die gute Länge der Geschichte bekommen sie auch die Chance, richtig aufzugehen und sich zu entwickeln. Um nicht zu viel zu verraten, will ich an dieser Stelle nur erwähnen, dass keiner der Charaktere so eindimensional ist, wie sie auf den ersten Seiten noch scheinen mögen. Und um noch einmal auf die Geschichte an sich einzugehen: Es sind klassische Motive der Science-Fiction dabei, keine Frage. Raumstationen, Raumschlachten, Attentate, Kämpfe auf den Planeten, groß inszenierte Einzelkämpfe, groß inszenierte Schlachten, modernste Technik trifft auf antiquierte Werte und Märchen werden zu Wahrheiten. Die Geschichte um die vier Energien und die etwas vage Vergangenheit dieser Welt gefällt mir ausgesprochen gut, das Konzept einer Wissenschaftsreligion finde ich auf verschiedenen Ebenen sehr gelungen und die ganzen Absprachen von geheimen Organisationen ist quasi symptomatisch für unsere Zeit. Ich denke, mein Punkt wird deutlich: In diesem Roman steckt für jeden etwas. Etwas Gesellschaftskritik, etwas Dystopie, etwas Science-Fiction und eine sehr harmonische Mischung aus allem. Insgesamt bin ich von diesem Buch – meinem ersten Kontakt mit einem Independent Schriftsteller – sehr angetan. Ich freue mich wirklich darauf, einen kommenden zweiten Band zu lesen und hatte unglaublich viel Spaß dabei, den Charakteren durch ihre persönliche Wandlung und durch den eng gewobenen Plot zu folgen. Und die typischen Ängste, die man bei Indie-Autoren hat („fehlendes Lektorat, doofer Satz, schlechte Geschichten, weil sonst wären sie ja bei einem großen Verlag erschienen“) waren allesamt unberechtigt. Es ist ein wirklich tolles Buch, für das ich gerne 4,5/5 Sternen gebe und dann auch lieber noch auf 5 Sterne aufrunde.  Und ganz ehrlich: Für den günstigen Preis von 3,99€ für das eBook solltet ihr dieses Buch auch alle lesen – zumindest wenn ihr glaubt, es könnte euch interessieren.

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    • 2
  • Spannender Auftakt eines SciFi-Epos

    Der Blutende Planet

    Shunya

    12. October 2015 um 17:09

    Eine abenteuerliche Weltraum-Legende über drei leidenschaftliche junge Individuen, die um ihr Überleben und die Freiheit ihrer gesamten Zivilisation kämpfen. Intelligente Maschinen sind die größte Bedrohung für die Freiheit der Menschheit. Deshalb darf im Jahr 402 nach den Maschinenkriegen keine mehr im zivilisierten Universum existieren! Doch die Machtgier der großen Organisationen beschneidet die Freiheit der Menschen auf andere Weise. Kinder werden zwangsrekrutiert, Fabrikarbeiter wie Gefangene gehalten und die Wissenschaftsreligion engt das Denken der Mönche auf realitätsferne Mantras ein. Zudem kündigt sich ein Krieg zwischen den zwei grossen Organisationen, den Bewaffneten Weltraumdiensten und dem Wirtschaftskonsortium, an und ein Attentat lässt die Friedensverhandlungen scheitern. Das gesamte zivilisierte Universum ist bedroht. Angesichts dieser Katastrophe brechen drei mutige junge Individuen aus ihren autoritären Strukturen aus: Der zweiundzwanzigjährige Kapitän Leos Kan will den bei dem Attentat ums Leben gekommenen General Muster rächen. Dann wird er jedoch selbst für den Tod seines Mentors verantwortlich gemacht und von seinen eigenen Soldaten gejagt. Die jugendliche Rebellin NR, eine Straßenwaise auf dem Planeten Gasa, unternimmt alles, um die Bewohner vor dem machtgierigen Administrator und seiner Leibwache zu beschützen. Mit dem Attentat auf die Friedensverhandlungen überschreitet sie jedoch eine tödliche Grenze. Der hochbegabte Novize Franzin Berzelius würde alles tun, um endlich als Mönch und Wissenschaftler anerkannt zu werden. Nachdem sein Vater bei dem Attentat schwer verletzt wird, will er die Hintergründe des Konflikts zwischen den großen Organisationen untersuchen und gerät dabei in den Sog von dunklen und mysteriösen Kräften, die selbst seine Vorstellungskraft sprengen. Ich muss zugeben, dass mich die Aufmachung des Buches zuerst ein wenig ernüchtert hat. Es ist ungefähr so groß wie ein A5-Blatt und der Platz auf einer Seite würde wohl für 2 Buchseiten reichen. Gefühlt gelesen hat es sich also beinahe wie ein 1000-Seiten Wälzer und es war leider auch ein klein unhandlich, dennoch muss ich sagen, dass mich das Buch total in seinen Bann gerissen hat. Denn die 560 Seiten starke Geschichte ist sehr dicht, tiefgründig und vielschichtig erzählt worden und ein toller Auftakt für ein SciFi-Epos. Zudem gefällt mir auch das Cover im Speedpaintingstil sehr gut. Ich lese eher selten SciFi-Bücher, aber trotzdem habe ich hier gut reingefunden und als ich erst mal in der Handlung drin war hat es mich wirklich mitgerissen. Man wird beim Lesen auch nicht mit allerlei Fachbegriffen überhäuft, so dass ich selbst als Laie keine Verständnisprobleme hatte. Die Figuren waren mir allesamt sehr sympathisch. Leos ist eine Figur, die genau weiß was er will und durch jahrelanges Training auch Führungsqualitäten aufweisen kann. In der Geschichte hat er mehrere Male bewiesen was in ihm steckt. Bei NR war es hingegen immer ein hin und her. Ich mochte sie anfangs und fand es aufregend wofür sie mit den Rebellen gekämpft hat, aber ab und an ist das Interesse an dieser Figur doch ein wenig gesunken. Teilweise lag das wohl auch daran, dass sich wohl angedeutet eine Liebesgeschichte entwickelt hat auf die ich bei diesem Buch nicht so scharf war. Zum Ende hin gab es aber eine erneute Kehrtwendung, die NRs Leben noch einmal gewaltig auf den Kopf stellt. Franzin ist mein Favorit der drei Helden. Er ist ein wissbegieriger junger Mönch, der vieles infrage stellt und eine sehr sympathische Figur ist. Ich fand es aufregend die Geschichte aus seiner Sicht mitzuerleben, weil er anfangs genauso im Dunkeln tappt wie der Leser. Nebenfiguren wie Zin Wrigg, Helena Atwood, Rickie und insbesondere Agra Kan haben sich ebenfalls beim Lesen klammheimlich als Favoriten entpuppt. Besonders Agra Kan hat mich fasziniert, weil sie so schwer durchschaubar und immer für eine Überraschung gut war. Das Setting hat mir sehr gefallen. Gasa konnte man sich bildlich nachvollziehbar vorstellen, da der Autor auch nicht mit Details und Informationen gegeizt hat und auch aus Sicht der vielen Figuren im Buch konnte man sich ein Gesamtbild vor dem inneren Auge erschaffen. Auch die Standesunterschiede, die Waffen, Raumschiffe und das Leben auf Gasa wurden anschaulich in Szene gesetzt. Das Ende hat mir gut gefallen und es gibt eine toll umgesetzte Weltraumschlacht, die durch viele Perspektivwechsel interessant zu verfolgen war. Das eigentliche relativ offene Ende lässt Spekulationen zu wie es weitergehen könnte und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch die Zwischenspiele in der Geschichte in Märchenform fand ich toll umgesetzt und lockern die Handlung ein wenig auf. Was mich gestört hat waren eher kinkerlitzchen wie die erwähnte mögliche Liebesgeschichte, bei der man wohl erst im zweiten Band erfährt was daraus wird sowie eine Szene zwischen NR und Leos im Lager der Rebellen, die mir ein wenig zu überhastet erschien und die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte etwa ab Mitte des Buches und eben das unhandliche Format der Ausgabe. Ansonsten fand ich die Geschichte sehr gelungen und denke sie hat viel Potenzial für eine längere Buchreihe. Ich bin gespannt wie es weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung. Trotz Aufmachung des Buches sollte man sich nicht abschrecken lassen. Die Handlung ist faszinierend, liest sich dank vieler Perspektivwechsel flüssig und der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist auch für Leser geeignet, die sich nicht sonderlich mit SciFi auskennen, aber dennoch actionreiche Handlungen mit vielschichtigen Figuren mögen.

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  • Spannungsgeladenes Weltraum-Epos

    Der Blutende Planet

    louella2209

    08. October 2015 um 13:25

    Inhalt und Charaktere: Die drei größten Organisationen, Bewaffnete Dienste, Planetenkonsortium und Wissenschaftsreligionen, sollen eigentlich, seit den schrecklichen Maschinenkriegen, für Recht und Ordnung sorgen. Seit ihrer Gründung, leben sie aber in ständigem Konkurrenzkampf und ein ungerechtes System, lässt die Einwohner des Planeten Gasa aufbegehren. Die sogenannten Freiheitskämpfer wollen den Administrator von Gasa endgültig vernichten und die Unterdrückung abschaffen. Während den Friedensverhandlungen der drei Organisationen verübt eine junge Rebellin ein blutiges Attentat. Dadurch löst sie eine unsichtbare Bedrohung aus, die nur darauf wartet zuzuschlagen und die Zivilsation des Planeten, sowie die gesamte Menschheit zu zerstören. Bei eben diesen Friedensverhandlungen treffen auch die wichtigsten Figuren dieses Romans aufeinander. Da wäre Leos Kan,als Kapitän eines Reptils dient er zunächst den Bewaffneten Diensten. Seine Kindheit ist sehr ungewöhnlich. Der Vater ein Klon, der aber früh stirbt und Leos kaum noch Erinnerungen an ihn hat, wächst er bei Agra Kan auf. Zu ihr hat er ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Agra Kan hat ihrem Sohn auf sehr spezielle Art und Weise den Weg bei den Bewaffneten Diensten geebnet. Sie selbst ist eine rachsüchtige Tötungsmaschine ohne Skrupel. Leos wahre Identität bleibt vorerst im Verborgenen. Das gleiche Schicksal trägt NR, die junge Rebellin, die für das Attentat verantwortlich ist. Als Waise wächst sie auf den Straßen von Gasa auf und ist die meiste Zeit auf sich allein gestellt. Sie ist sehr zielstrebig in dem was sie macht und ihr Mut ist fast grenzenlos. Dann wäre da noch der junge Novize Franzin, der so gerne Wissenschaftler werden will. Anders als Leos und NR wächst Franzin recht wohlbehütet auf, lernt sehr viel von seinem Vater, steht aber unter seine Fittiche, so das er sich noch nicht so recht entfalten konnte. Er ist sehr wissbegierig und verfügt über eine außergewöhnliche analytische Gabe. Seine Zuflucht ist die Meditation, mit ihr kann er in andere Sphären eintauchen. Im Verlauf der Handlung beeindruckt er mit seiner Entschlossenheit und seinen Mut. Er handelt nie kopflos und versucht immer den Überblick zu behalten. Meine Meinung: Dieser Roman hat alles was einen guten Science Fiction-Roman ausmacht. Fantastische Welten, die man kaum erfassen kann, trotzdem erwachen sie vor dem inneren Auge zum Leben. Gigantische Kulissen mit politischen Verschwörungen und Intrigen, Weltraumschlachten und facettenreiche Charaktere. Es gibt viele Schauplätze und auch Nebenfiguren. Hier ist nichts "Schwarz oder Weiß", "Gut oder Böse", es gibt immer wieder Überraschungen und manche Entwicklung hätte man so nie vorausgesehen. Ich habe lange nicht mehr eine solch anspruchsvolle und innovative Science Fiction gelesen. Der Autor zeigte sich sehr kreativ und detailreich bei der Erschaffung dieses Romans. Es lässt sich auch nicht einfach so weglesen, zumindest ging es mir so. Man muss sich Zeit nehmen in diese Welt einzutauchen und die Impressionen verarbeiten. 5 Sterne von mir. Ich bin froh dieses außergewöhnliche Buch entdeckt zu haben und empfehle es hiermit jedem weiter, der mit außergewöhnlichen Weltraumabenteuern und etwas unkonventionellen Protagonisten etwas anfangen kann. ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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