Markus Lanz Grönland

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Inhaltsangabe zu „Grönland“ von Markus Lanz

Er ist einer der beliebtesten Fernsehmoderatoren Deutschlands, fast jeder kennt sein Gesicht. Doch die wenigsten ahnen, wohin es Markus Lanz seit Jahren immer wieder zieht: nach Grönland, in eines der extremsten Länder unserer Erde. Selbst in den Dolomiten aufgewachsen, scheute Lanz nicht die Strapazen, die derartige Expeditionen mit sich bringen. Er lebte mit den Eskimos im nördlichsten Dorf der Welt. Von dort ging er mit ihnen tagelang mit Schlittenhunden über das zugefrorene Meer auf die Jagd. Er übernachtete in Biwaks, erlebte einen lebensbedrohlichen Schneesturm, staunte über das Polarlicht. Und immer wieder hielt er die großartige Szenerie auf Bildern fest: die Menschen bei ihrer archaischen Arbeit, Eisberge in nahezu unwirklichem Licht, aber auch Kinder, die im Schnee tollen, Männer, die ihre Hunde füttern, Fischer in ihren Booten. Vermutlich gibt es wenige Menschen, die Grönland so ursprünglich erlebt und fotografiert haben wie Markus Lanz - eine Welt, die es so vermutlich nicht mehr lange geben wird.

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    Grönland

    R_Manthey

    29. June 2015 um 11:24

    Das, so schreibt Markus Lanz, ist die Lebenseinstellung derjenigen Bewohner Grönlands, die heute noch im Einklang mit der Natur leben, so, wie es einst auch ihre Vorfahren taten. Solche Menschen hat der Autor auf seinen Reisen in die Kälte besucht und mit ihnen gelebt, jedenfalls soweit sie es zuließen. Entstanden ist danach dieses wunderbare Buch. Auf ungewöhnlich eindringliche Weise gelingt es Lanz, das Lebensgefühl seiner Gastgeber und die gesamte Stimmung während seiner Besuche zu vermitteln. Schon nach den ersten paar Seiten habe ich mich gefragt, wie er das anstellt. Die Antwort ist einfach: Lanz ist völlig unverstellt, wie ein großer Junge, voller Neugier und Abenteuerlust. Und er findet offenbar in Grönland, was ihm an seinem Wohnort in Deutschland fehlt: Ruhe und Einsamkeit in Schnee und Kälte, wie er es aus seiner Kindheit in Südtirol kennt. Irgendwo im Text steht, dass man auf Grönland manchmal glaubt, man wäre taub geworden, weil es dort so unglaublich still ist. Und schließlich wollten die Menschen, mit denen Lanz auf Grönland zusammen war, nicht Zeit sparen, wie gehetzte Mitteleuropäer, sondern Zeit haben. Ein Jäger, so berichtet der Autor, steht manchmal zwei Stunden bei 40 Grad unter Null mit entsichertem Gewehr, aber völlig regungslos, vor einem Eisloch und wartet, dass eine Robbe auftaucht. Einen solchen Zustand halten wir nicht einmal ein paar Minuten aus. Auf Grönland kann man kein Vegetarier sein, wenn man auf sich gestellt überleben will. Man muss jagen. Der Text lehrt uns auch in dieser Beziehung, dass wir Grönland und das Leben auf dieser eisigen Insel mit den Augen der Grönländer sehen sollten und nicht durch die Brille unserer kulturellen Voreingenommenheit. Wenn man auf Grönland lebt, wird man für uns unvorstellbare Naturgewalten ertragen müssen. Auch davon berichtet das Buch. Die Kälte beißt enorm, und die Stürme toben gewaltig, weil ihnen kein Widerstand entgegengebracht wird. Aus der Kargheit der grönländischen Natur kann kein menschliches Dasein im Überfluss erwachsen. Das Leben dort erscheint aus unserer Sicht vielleicht primitiv und ärmlich. Doch die Grönländer, bei denen Lanz weilte, sehen das offenbar ganz anders. Das Buch ist ganz einfach und direkt aufgebaut. Lanz schildert seine Begegnungen mit Menschen bei seinen Reisen durch Ost-, Nord- und Westgrönland. Den sehr gut geschriebenen, wunderbar direkten und ehrlichen Text ergänzen überraschend gute Fotografien des Autors. Zusammen mit dem Text bekommt man dadurch beim Lesen einen - jedenfalls für mich nicht unbedingt zu erwartenden - intensiven Zugang zu den Erlebnissen des Autors, dem man sich kaum entziehen kann. So etwas gelingt nur einem Autor, der sich ein Buch aus seiner Seele geschrieben hat. Der Text endet mit folgenden Worten eines Inuit-Jägers: "Alle wahre Weisheit findet man nur fern von den Menschen, draußen in der großen Einsamkeit." Fazit. Ein sehr intensives Buch, das ich so nicht erwartet hatte. Neben dem unverstellten, direkten und menschlich sehr warmen Text erwarten den Leser sehr viele unglaublich schöne Fotos, die nicht nur sehr genau zum Text passen, sondern auch die fast kindliche Offenheit des Autors und seine Liebe zu Grönland und seinen Bewohnern zeigen.

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  • Grönland

    Grönland

    HeikeM

    22. April 2013 um 13:09

    Markus Lanz war mir bisher lediglich als TV-Moderator ein Begriff. Mit dem Buch "Grönland. Meine Reisen ans Ende der Welt" lernte ich eine ganz andere Seite von ihm kennen, die des Journalisten und Fotografen. Seit Jahren reiste Markus Lanz nach Grönland und hat im ewigen Eis inzwischen Freunde gefunden. Aber was zog ihn immer wieder zu diesem für den Außenstehenden nicht unbedingt einladend wirkenden Teil der Erde, der sich für Lanz zu einer Art Sehnsuchtsland entwickelt hat? Das waren vor allem die Menschen, die, wie er sagte, bei -20°C erst auftauen und der Kälte und den Schneestürmen mit Herzenswärme begegneten. Und es war die Erkenntnis, dass man, wenn man auf diese Menschen traf, auf alles vorbereitet sein musste, auf große Herzlichkeit und tiefe Ablehnung, auf große Offenheit und tiefes Misstrauen. Markus Lanz, der Medienprofi mit dem immer vollen Terminkalender, lernte die Kultur des Schweigens, des Verharrens und des Vertrauens als Gegenpol zu seinem hektischen Alltag schätzen und lieben. Aber ihm ist auch die Natur ans Herz gewachsen, die in diesem Stückchen Erde zerbrechlicher scheint als anderswo. Der Klimawandel und mit ihm das zurückgehende Eis bedrohen die Lebensgrundlage der Inuit und der Ivi ebenso wie die von der Europäischen Union vorgegebenen Fangquoten. Aber auch Alkohol und Drogen sind bis in die Eiswüste vorgedrungen und stellen mit ihren unausweichlichen Folgen ein großes Problem für die Einwohner dar. Neben dem beeindruckenden Text waren es vor allem die wunderschönen Fotos, die mich so berührten. Einmalig erscheinende Stimmungsbilder stehen neben einzigartigen Tierfotografien, Aufnahmen von Naturphänomenen und Porträts. In diesen Fotos erkennt man die enge Verbundenheit des Fotografen Lanz mit Grönland. Fotos, die oft mehr aussagen, als es Worte vermögen. Fotos, die einfach nur schön sind und in denen man versinken möchte. Viele entstanden bei Expeditionen und der Jagd mit den einheimischen Jägern, deren Vertrauen er nach und nach erwarb, weil er mit ihnen lebte und gemeinsam mit ihnen schwierige, manchmal auch lebensbedrohliche Situationen meisterte. Nur deshalb durfte er an ihren Ritualen teilhaben und von ihnen so nahe kommen wie kaum ein anderer. Man glaubt Markus Lanz seine Liebe zu Land und Leuten, die er nicht zuletzt auch dadurch bewies, dass sein Sohn ihn auf den letzten Reisen ans Ende der Welt begleiten durfte. Dieser Bildband fasziniert durch seine wunderbaren Fotografien und besticht durch sehr menschliche und trotzdem sachliche Beschreibungen des Sehnsuchtslands Grönland. Markus Lanz sieht dabei aber nicht durch die rosarote Touristenbrille. Er richtet sein Augenmerk auch auf die Folgen der Klimaerwärmung und die bei weitem nicht nur positiven Einflüsse der westlichen Zivilisation auf die Inuit und Ivi. Er hat Sorge, dass es diese Welt, so wie er sie noch kennen lernen durfte, nicht mehr lange geben wird.

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  • Rezension zu "Grönland" von Markus Lanz

    Grönland

    michael_lehmann-pape

    21. December 2010 um 11:21

    Hochwertig bebildert und eindrücklich beschrieben Der breiteren Öffentlichkeit ist Markus Lanz, Fernsehmann mit italienischen Wurzeln, vor allem als Moderator, u.a. als „Nachfolger“ von Johannes B. Kerner im ZDF, bekannt. Dass der smarte Moderator von Haus aus Kommunikationswirt ist und zudem bereits mit der Biographie Horst Lichters ein erstes Buch erstellt und veröffentlicht hat, ist vielleicht nicht ganz so bekannt. Vollends aber der Kenntnis entzog sich bisher, welch hochwertiger Fotograf sich in ihm verbirgt, der nicht nur technisch einwandfreie Fotografien zu erstellen vermag, sondern vor den Blick für eine intensive und dichte Atmosphäre besitzt. Dies ist nun in seinem neuesten Werk zu betrachten. Seine Reisen nach Grönland, quasi ans Ende der Welt, hat er nun, reich bebildert und mit einer Vielzahl lesenwerter Texte versehen, auf gut 300 Seiten vorgelegt. Wobei ihm das Kunststück gelungen ist, tatsächlich die Atmosphäre, die Geschichte, die Mythen Grönlands durch die Seiten und Bilder hindurch scheinen und mitschwingen zu lassen. Gut gewählt für seinen Ansatz ist hierbei das Motto des Dramatikers Jean Giono, dass man sich in die Welt der vielen Teile zu versenken hat, um diese zu verstehen und in nüchtern wissenschaftlicher Art und Weise nie erfassen wird, was die Seele eines Landes ausmacht. Diesem Ansatz des „sich Hineingebens“ folgen bereits die ersten, sehr unterschiedlich gewählten und doch jeweils einen bestimmten Blickwinkel, eine konkrete Atmosphäre festhaltenden Fotos. Sei es wie das Eisbärenpaar, mit konzentriertem, aber auch leicht ermattendem Gesichtsausdruck, fast eine Zustandsbeschreibung des urtümlichen Grönlands darstellt, sei es der intensive, farblich ganz anders als dem Westeuropäer gewohnte Sonnenuntergang über Eisbergen, sei es das ausdrucksstarke Porträt eines Inuit. Mit solchen Bildern eingestimmt gelingt es Lanz bereits zu Beginn, den Leser bestens auf eine Reise in fast unbekannte Gefilde einzuladen. Den auch im weiteren Verlauf weiterhin großformatigen und hochwertigen Fotografien korrespondieren die Texte, in denen Lanz sich den Legenden, der Geschichte, den geographischen Besonderheiten und immer wieder vor allem den Menschen und der urtümlichen Lebensweise Grönlands annähert. Nach einem allgemeinen Blick auf die Gesamtheit des Landes teilt sich das Buch in konkretere Betrachtungen Nord-, Ost und Westgrönlands auf, bevor der Band durch ein Interview mit Markus Lanz und einen Blick auf die direkte Nachbarschaft Grönlands, die Arktis, abgeschlossen wird. Das tragende Element des Buches ist ganz gewiss das Bildmaterial, das in hervorragender Weise Eindrücke in die Landschaft, die Flora und Fauna, die Menschen, die Lebensweise gibt, immer wieder aber vor allem die ganz besondere Atmosphäre dieses Landes am Ende der Welt vermittelt. Lanz selbst formuliert, dass die Arktis im Wesentlichen ein Gefühl ist und Gefühle vermittelt, an jedem Ort andere Gefühle und dadurch eine hohe Faszination auf den Besucher ausübt. Eine Faszination, der Lanz spürbar verfallen ist und die gelungen sich dem Leser ebenfalls mitteilt. Im textlichen Bereich ergänzt Lanz, spürt der Atmosphäre nach, lässt die alten Legenden und Mythen, die verwitterten Gesichter, die besonderen Landschaften und das ganz eigene Licht Grönlands lebendig werden. Ein Bildband mit erheblichem Tiefgang, der eine ganz andere Seite des Fernsehmannes zeigt, vor allem aber das fremdartige Ende der Welt nahe und intensiv vor Augen führt. Ganz hervorragend.

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