"Von der Buchidee zum Verlagsvertrag" von Markus Miksch ist ein kleines Büchlein, zu dem der Titel nicht ganz zu passen scheint. Meiner Ansicht nach setzen die Erläuterungen nicht schon bei der Buchidee an, sondern erst wenn die Rohfassung des Manuskripts mehr oder weniger steht. Das ist ja nun auch nicht gerade verkehrt. Ich konnte mir auf jeden Fall ein paar nützliche Tipps herauspicken, die ich nun umsetzen möchte. Glücklicherweise steht meine erste Rohfassung tatsächlich schon, weshalb ich keine Unterstützung bei einer Buchidee brauchte. Wenn ich dieses Buch nun allerdings erworben hätte, um mir Tipps mit meiner Buchidee zu holen, wäre ich vermutlich enttäuscht worden.
Nach dem einleitenden Vorwort erfahren wir erst mal nicht viel Neues: Das Kapitel "Ein hart umkämpfter Markt" beschreibt die Situation, dass es mehr Manuskripte als Verlage gibt, die es drucken wollen/können. Darauf aufbauend allerdings werden dann ein paar Ansätze genannt, wie man sich eventuell doch am Markt positionieren kann - auch wenn ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass das sicher die meisten sowieso versuchen und wissen. Welchen Teil man als Leseprobe verwenden soll, fand ich allerdings hilfreich.
Kapitel zwei "Belletristik und Sachbuch" fand ich recht nützlich. Das Schreiben wird als Handwerk erläutert und da habe ich mich wirklich angesprochen gefühlt. Ich selbst habe zu Beginn meines Schreibprozesses viel zu viel drauflos geschrieben und beim Schreiben gemerkt, dass mich das nicht weit bringt. Es gibt nicht umsonst Strukturen. Kapitel drei und vier beschäftigen sich mit dem perfekten Exposé.
Abschließend gibt es noch Werbung zum Verlag sowie ein Beispielexposé im Anhang.
Zusammenfassend kann man sagen: Es gibt ganz gute Tipps, allerdings zu wenig Inhalt für 11,95 Euro. Das Büchlein ist in einer halben Stunde ausgelesen, wovon etwa fünf Minuten für Werbung lesen draufgehen.





