Markus Morgenroth Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!

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Inhaltsangabe zu „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!“ von Markus Morgenroth

Verbraucherschützer sind sich sicher: Wir zappeln schon lange im Netz der Datenhaie. Unternehmen aus aller Welt bewerten jederzeit unsere persönlichen Daten und unser Internet-Verhalten. Sie bestimmen über Wohnung, Kredit, Verträge und Arbeitsplätze. Das, was früher "Schicksal" genannt wurde, ist heute das Ergebnis eines illegalen, aber dreist praktizierten Datenchecks. Der Software-Ingenieur Markus Morgenroth macht auf erschreckende Weise klar, dass wir täglich ausspioniert werden, und zeigt auf, wie wir uns – halbwegs – schützen können. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe enthält neue Rechercheergebnisse über die Macht der Datensammler.

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  • eBook Kommentar zu Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich! von Markus Morgenroth

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Harald Groß

    Harald Groß

    11. August 2015 um 15:41 via eBook 'Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!'

    Ausgezeichnet!
    Es ist schon erschreckend aber sogleich auch faszinierend, was mit den vielen Daten gemacht werden kann.
    Das Buch müßte jede/r lesen, die/der einen PC oder ein Smartphone benutzt.
    Der Preis des Buches ist allerdings recht hoch.

  • Markus Morgenroth - Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    02. May 2015 um 16:53

    Die Datensammler sind immer und überall. Markus Morgenroth erläutert, wo wir sie finden – oder sie uns finden – was sie speichern und wie uns als Verbraucher das ganze zum Verhängnis werden kann. Er geht auf die Diskriminierung auf Basis von pauschalen Datensätzen ein, die Schlüssen, die aus unserem Kaufverhalten gezogen werden, Datensammlung im öffentlichen Raum, dem Umgang mit unseren Gesundheits- und vor allem Krankheitsdaten und den Angewohnheiten (potentieller) Chefs. Auch von der anderen Seite, der der Analysten wird berichtet sowie den allseits beliebten sozialen Netzwerken und ihren versteckten Algorithmen. Alles wird durch anschauliche und erschreckend konkrete Beispiele verdeutlicht und mit zahlreichen Studien und Fakten unterlegt. Zum Abschluss folgen Tipps zum Schutz – und für den Fall, dass es schon zu spät ist. Das meiste, was er zusammenträgt dürfte dem aufmerksamen Nutzer von Handy und Computer und vorsichtigen Verbraucher bereits bekannt sein. Geballt in einem Buch ergibt sich nochmals ein eindringlich warnendes Bild. Auch Details – wie die Tatsache, dass scheinbar die Mehrheit der Deutschen von der Existenz und Arbeit der Schufa nichts weiß – haben durchaus informativen und unterhaltenden Wert. Fazit: ein Must-Read für all diejenigen, die immer noch Payback Karten nutzen, unter Klarnamen im Internet Party-Bilder posten und sich wundern, weshalb sie schlechte Kreditangebote bekommen. Für alle anderen eine Art Erst-Hilfe Auffrischungskurs in Sachen Datensammelei und Überwachung.

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  • zu jeder zeit wichtig, auch wenn das buch schon einige monate auf dem markt ist.

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    07. April 2015 um 19:04

    Wir alle sollten uns immer wieder bewusst machen, dass all unsere Daten, egal wo wir sie hinterlassen, gespeichert sind und damit unter anderem sehr viel Geld verdient wird. Dagegen wehren, viel unternehmen, können wir nicht mehr. In Zeiten von Big Data zu denken, nur weil ich nicht bei Facebook bin oder keine Kreditkarten nutze, wird schon kein Unfug damit getrieben, das kann sich jeder abschminken. Oder zu meinen, ich habe ja nichts zu verbergen. Alle unsere Daten können eingesehen werden, genutzt, benutzt, von Dritten. Datenschutz ist ein schönes Wort, doch darauf verlassen oder berufen kann sich keiner. Auch kein Gesetz schützt vor Datenraub. Wenn etwas machbar ist, wird es getan.  Ob wir beim Arzt waren, welche Diagnosen gestellt wurden, mal eben schnell etwas recherchiert, auch wenn es nicht über bekannte Suchmaschinen läuft, wir uns eine Fahrkarte am Automaten kaufen, ganz egal, alle Daten werden gesammelt, ausgewertet und verkauft. Bestellungen im Internet getätigt? Nur so bekommen wir die passende Werbung zugeschickt. Einmal eine rote Jacke bestellt, schon bekommen wir diesem Farbton entsprechend Werbung für neue Sachen zugesandt.   Vor allem am Arbeitsplatz muss sich jeder/jede bewusst machen, dass alle Datenausgewertet werden KÖNNEN. Neue Geräte für ein schönes Zuhause gekauft? Nicht zuletzt die Diskussion über die netten neuen Fernseher zeigen, was machbar ist. Fitnessarmbänder, die uns angeblich tolle Möglichkeiten bieten, zum Beispiel den täglichen Kalorienverbrauch, oder auch mangelnde Bewegung anzeigt. Was die Zukunft da für uns bereit hält? Heute schon ungesunde Lebensmittel eingekauft und etwa mit Kreditkarte bezahlt? Dann müssen wir uns nicht über Diätangebote wundern, die uns im Briefkasten entgegenflattern. Jeden Tag bewusst mit unseren Daten umgehen, nicht immer alles in elektronischen Geräten preisgeben, was wir nicht wollen, am Arbeitsplatz sich an die Datenschutzregeln unseres Arbeitgebers halten, das ist nur einiges was der Autor Markus Morgenroth in seinem Buch „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich! Die wahre Macht der Datensammler“  beschreibt. Und auch er bezieht sich auf andere Autoren, die bereits einiges zu diesem Thema veröffentlicht haben. Und immer daran denken: Nur weil wir etwas löschen, heißt das noch lange nicht, es ist nicht mehr vorhanden. Daher hat Morgenroth noch einige Tipps am Ende des Buches für uns bereit.  

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  • Leserunde zu "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!" von Markus Morgenroth

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    MMorgenroth

    MMorgenroth

    Liebe Leser, ich lade euch herzlich ein zu einer Leserunde für mein Buch "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!".  In dem Buch geht es um die Daten, die jeder von uns jeden Tag hinterlässt. Dabei geht es nicht nur um Internetnutzer, denn auch ohne die Benutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook, Suchmaschinen wie Google und Onlinehändlern wie Amazon hinterlassen wir jede Menge Daten. Was die meisten nicht ahnen, sind die Dimensionen, die der Handel mit persönlichen Daten mittlerweile angenommen hat. Kaum jemand weiß, auf welche Art und Weise sie ausgewertet werden und welche Risiken und Gefahren darin liegen.  Reflexartig sagen jetzt sicherlich viele: "Ich habe doch nichts zu verbergen". Nachdem du das Buch gelesen hast, wirst du wahrscheinlich anders darüber denken. Und keine Angst, das Buch ist nicht für Informatiker geschrieben. Es enthält unzählige anschauliche Beispiele, die auch Computerlaien klar machen, was mit den eigenen Daten passieren kann, wo und wie sie abgegriffen werden und was wir in der Zukunft zu erwarten haben. Zur Einstimmung ein aktueller Beitrag über das Thema und das Buch vom NDR Kulturjournal: Klappentext: Die Datenspionage der NSA trifft Staaten und Politiker – die Datenschnüffelei unzähliger Unternehmen betrifft uns alle Datenspionage gegen Angestellte ist tägliche Praxis in deutschen Unternehmen. Backgroundchecks bestimmen über Wohnung, Kredit, Job, Liebe.  Ein deutscher Datenanalytiker deckt das ganze Ausmaß der Überwachung und des Datenmissbrauchs auf.  Man braucht keinen Facebook-Account, kein Amazon-Konto, ja nicht einmal einen Internet-Anschluss, um im Netz der Datenhaie zu zappeln. Internationale und nationale Unternehmen schließen aus Adresse, Alter, Geschlecht auf Person und Charakter und vergeben Kredite, Verträge, Arbeitsplätze – oder eben all dies nicht. Aber die meisten von uns hinterlassen täglich Daten im Internet – und diese werden zusätzlich registriert, verknüpft, gedeutet. Wer möchte, dass seine »Klickspur« vom Arbeitgeber analysiert wird? Wer ist sicher, dass dies nicht geschieht? Und was bedeutet diese Spur bei der nächsten Kündigungswelle? Datenschützer sind sich sicher: Alles, was befürchtet wird, ist bereits Realität. Das, was früher einmal »Schicksal« genannt wurde, ist heute allzu oft das diskrete Ergebnis eines illegalen, aber dreist praktizierten Backgroundchecks. Markus Morgenroth macht auf erschreckende Weise klar, was längst an der Tagesordnung ist, und zeigt auf, wie wir uns – halbwegs – schützen können. Über den Autor: Markus Morgenroth, geboren 1977 in Frankfurt am Main, ging nach seiner Ausbildung zum Informatiker in die USA. Dort arbeitete er im Silicon Valley als Software-Ingenieur für eines der international führenden Unternehmen im Bereich der verhaltensbasierten Datenanalyse. 2007 bis 2013 leitete er die europäische Niederlassung dieses Unternehmens. Seit seinem Ausstieg berät Markus Morgenroth Unternehmen zu Fragen rund um den Datenschutz sowie die Chancen und Risiken von Big Data. Der Droemer Verlag stellt freundlicherweise 20 gedruckte Exemplare von "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!" bereit. Wer mitlesen möchte, sich zu über das Thema austauschen will und bereit ist, am Ende eine Rezension auf Lovelybooks und Amazon zu hinterlassen, kann sich gerne hier im Bereich "Bewerbung/Ich möchte mitlesen" bis einschließlich 7. September 2015 bewerben. Bitte schreibt bei der Bewerbung dazu, warum das Buch für euch interessant ist.  Falls es mehr als 20 Interessenten gibt, entscheidet das Los darüber, wer ein Exemplar geschickt bekommt. Die Gewinner werden am 8. September bekannt gegeben.  Und bitte beachten: Wie bereits oben erwähnt, wird vorausgesetzt, dass sich die Gewinner rege an der Diskussion beteiligen und eine abschließende Rezension schreiben. Ich werde versuchen, hier (fast) täglich aktiv zu sein und Fragen zu beantworten.  Ich freue mich auf eure Fragen, euer Feedback und auf eine interessante Diskussion zu diesem wahnsinnig spannenden Thema! Viele Grüße, Markus Morgenroth

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    • 251
  • Rezension: "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!" (M. Morgenroth)

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    16. November 2014 um 21:27

    Zum Inhalt: „Stellen Sie sich vor, Sie unternehmen einen Stadtbummel. Doch Sie sind nicht allein, ein Unbekannter ist Ihnen dicht auf den Fersen. Bei jedem Schritt spüren Sie seinen Atem in Ihrem Nacken. Das ist eine unheimliche Vorstellung? Dieses Bild sollten Sie beim Surfen im Netz stets im Kopf haben.“ In seinem Buch „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!“ klärt uns Markus Morgenroth darüber auf, wie sehr das Internet mittlerweile unser Leben dominiert, uns ausspioniert, ohne dass wir es wissen und wollen, und welche perfiden Mittel heutzutage Datensammlern zur Verfügung stehen. Seine Ausführungen belegt er nicht nur mit Fakten und Zahlen, sondern er schöpft aus seinem reichen Erfahrungsschatz, denn er hat selbst jahrelang als Software-Ingenieur für eines der international führenden Unternehmen im Bereich der verhaltensbasierten Datenanalyse gearbeitet. Mittlerweile berät der Autor Unternehmen zu Fragen rund um das Thema Datenschutz. Meine Meinung: So locker-flockig und flott wie einen Roman liest man das Buch nicht durch, zumindest ich nicht, aber das hatte ich bei einem Sachbuch wie diesem auch erwartet. Ich habe es auch deshalb immer wieder weggelegt und zwischendurch amüsantere Geschichten gelesen, denn die Informationen, die auf mich einprasselten, waren mir manchmal zu viel, und ich musste sie erst einmal sacken lassen. Der Schreibstil ist angenehm und auch für Leser, die sich mit der Materie nicht oder nur wenig auskennen, gut verständlich. Dennoch gab es viele Zahlen und Fakten, die mein IT-resistentes Hirn nicht immer verstehen oder verarbeiten konnte. Es prasseln stellenweise nicht nur viele Zahlen auf den Leser ein, man erfährt auch so ungeheuerliche Dinge, dass man sich manchmal fragt, ob das ein schlechter Scherz sein soll oder ob man bereits in einem schlechten Science Fiction-Film lebt, ohne es mitzukriegen. Da die meisten von uns ja eine grobe Ahnung haben, was Hacker, Internetkriminelle etc. mittlerweile alles anstellen können, hatte ich mich schon auf viele Schocker eingestellt. Aber was man hier auf knapp 270 Seiten erfährt, ist beängstigend. Die Methoden, um an Adressen und Daten heranzukommen und damit ein Verhaltensmuster zu erstellen, fand ich schockierend - was da für hochtechnische Methoden benutzt werden, die die Firmen ein Heidengeld kosten, nur um Adressen und Konsumentenverhalten auszuspionieren, ist schon der Wahnsinn! Ich frage mich auch, ob sich diese horrenden Kosten und der ganze Aufwand wirklich lohnen, um dann doch teilweise sehr ungenaue Profile zu erhalten. Aber scheinbar tun sie das, sonst würden nicht so viele Unternehmen diese Methoden nutzen. Wer jetzt denkt: „Macht nichts, ich meide das Internet, ich nutze keine Kundenkarten, ich halte mich aus dem ganzen Zeug sowieso heraus!“, der wird enttäuscht werden. Big Brother ist auch im „Offline-Alltag“ überall. Vielleicht besitzen Sie ja einen Fernseher, in dem eine Kamera eingebaut ist, die heimlich Informationen über Sie sammelt? Oder ein hochmoderner Mülleimer sammelt über Ihr Smartphone Daten über Sie, während Sie an ihm nichtsahnend vorbeigehen? Ein Idiot hackt sich in Ihr Babyphone ein und schreit Ihr Kind nachts an? Das ist alles längst keine Zukunftsmusik mehr! Zudem haben Sie dann auch schlechte Karten bei der Jobsuche, denn wer gar keine Spuren im Internet hinterlässt, der kann ja nicht ganz koscher sein. Viele Arbeitgeber vertrauen nicht mehr auf den gesunden Menschenverstand, sondern auf teilweise falsch zusammengestückelte Profile, die von Analyseunternehmen für viel Geld verkauft werden. Das Fazit? Wie man's macht, macht man's falsch, und sobald man atmet, wird man ausgewertet. Manche Zahlen lassen einem die Ohren schlackern. Z. B. dass in 2013 in 10 Minuten das gleiche Datenvolumen verbraucht wurde wie bis 2006 insgesamt. Stellenweise wird man mit sehr vielen Zahlen und Statistiken konfrontiert. Ich gebe zu, ich habe manche Fakten einfach nicht verstanden bzw. meine Vorstellungskraft ließ mich hier einfach im Stich. Deshalb fand ich es zeitweise auch anstrengend, das Buch zu lesen. Manche Dinge wiederholten sich meines Erachtens auch öfter mal. Im letzten Kapitel erhält man Tipps, wie man sich wenigstens etwas vor den ganzen Internetspionen schützen kann, wenngleich ein solcher Schutz leider nie vollständig gewährt ist, da die Methoden immer ausgereifter und perfider werden. Einige der Tipps waren mir bereits bekannt (z. B. dass man jährlich kostenlos eine Auskunft über seine Schufa-Einträge einholen kann.), andere wiederum waren auch für mich neu. Abgerundet wird das Ganze mit einem ausführlichen Quellenverzeichnis zur Erläuterung der zahlreichen Fußnoten sowie einer Liste von nützlichen Links, die auf der Verlagsseite auch zukünftig aktuell gehalten werden soll. „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!“ ist ein schockierendes und wachrüttelndes Buch, das jeder mal gelesen haben sollte, der sich auch nur annähernd dafür interessiert, was mit seinen Daten geschieht und wie stark die Technik mittlerweile unser Leben steuert. Denn: „Es gibt in Deutschland nur zwei Arten von Menschen, die, deren Leben das Internet verändert hat, und die, die nicht wissen, dass das Internet ihr Leben verändert hat.“

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  • Datenklau überall....

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    05. November 2014 um 00:35

    Datenspionage ist heutzutage allgegenwärtig, ob auf der Arbeit, beim Shoppen, ja selbst dort, wo man es nicht vermuten würde. Hier wird das ganze Ausmaß dargestellt… Markus Morgenroth hat hier eine Menge Informationen zusammengestellt, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Dass die „üblichen Verdächtigen“ (Facebook, google, payback und Co.) unsere Daten sammeln, gerne auch weiterverkaufen und damit eine Menge Unsinn anstellen, sollte inzwischen jedem bewusst sein. Doch auch wenn man sich gegen social media, Kundensammelkarten und online-Shopping entscheiden hat, ist man vor der permanenten Überwachung nicht sicher. In diesem Buch lernen wir das vollständige Ausmaß kennen: da werden potentielle Arbeitnehmer durchleuchtet, es gibt fragwürdige Datenbanken, die Auskunft über unsere Erkrankungen erteilen können sollen, Apps, Gesundheitsbändchen und Vielerlei mehr. Teils geben wir unsere intimsten Daten freiwillig her, teilweise werden sie uns aus den Rippen getrickst, ein weiterer Teil jedoch stimmt nicht einmal mit der Realität überein. Unfassbare Details ließen mir hier mehr als einmal die Gänsehaut über den Rücken jagen. Auch wenn es ein Sachbuch ist, hat mich im Mittelteil ein wenig der fehlende Lesefluss gestört. Es wurde leider sehr theoretisch und nicht immer leicht verständlich. Später haben sich die Informationen teilweise wiederholt, was mir unnötig erschien. Was mir jedoch wiederum sehr gut gefallen hat, ist die Auflistung am Ende des Buches: Hier hat Morgenroth viele hilfreiche Tipps und Links zusammengestellt, die dem Durchschnittsbürger zum einen sensibilisieren sollen, insbesondere im Umgang mit Passwörtern und ähnlichem. Zum anderen aber kann man viel Nützliches zum Thema Datenschutz erfahren, um nicht auf dem Wissensstand dieses Buches „hängen zu bleiben“. Insgesamt kann ich hier eine Leseempfehlung dahingehend aussprechen, dass man wirklich viel erfährt, das wohl die meisten Leser überraschen sollte. Man darf sich aber nicht an den teilweise etwas langatmigen Darstellungen stören. Daher kann ich hier 3,5 Sterne vergeben, die ich hier jedoch Dank er gut aufgearbeiteten umfangreichen Informationen aufrunden möchte.

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  • Pflichtleküre und unbedingt zu empfehlen!

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    tweedledee

    tweedledee

    20. October 2014 um 15:33

    Nachdem ich das Sachbuch von Markus Morgenroth "Sie kennen dich" Sie haben dich" Sie steuern dich!" gelesen habe, habe ich mich von meiner bisherigen Einstellung "ich habe ja nix zu verbergen" definitiv verabschiedet. Im Datensammeln habe ich bisher keine wirkliche persönliche Bedrohung gesehen. Der Autor zeigt in seinem Buch jedoch Sachverhalte auf, die mich überrascht und schockiert und meine Meinung grundlegend geändert haben. Es ist unvermeidbar sowohl im www als auch im real life Daten zu hinterlassen, die findige Datensammler sammeln, auswerten und weiter verkaufen. Mir war nicht klar, in welchem Ausmaß Unmengen von Daten gesammelt und verknüpft werden. Wenn man dann liest wie aus den gesammelten Daten eine virtuelle Persönlichkeit entsteht, die durch falsche oder fehlerhaft zugeordnete Daten nicht viel mit dem realen Menschen zu tun hat, wird einem Angst und Bange. Z. B. machen immer mehr Firmen von potentiellen neuen Mitarbeiten einen Backgroundcheck, in so einem Fall können falsche Daten fatal sein und dazu führen, dass man erst gar nicht in den Kreis der engeren Bewerber kommt, obwohl man bestens dafür geeignet ist. Und das nur weil man vielleicht in der falschen Gegend wohnt oder für einen Nachbarn Medikamente mitbestellt hat, die über eine Kundenkarte erfasst wurden. Das Buch ist keineswegs trocken, der Autor führt viele interessante Beispiele an und bietet am Ende des Buchs ein detailliertes Quellenverzeichnis. Die Lektüre stimmt nachdenklich und regt dazu an, sein eigenes Verhalten im Umgang mit Daten zu überdenken und zu ändern. Es bietet auch Rat zu den verschiedensten Themen, sei es den Umgang mit Passwörtern, soziale Netzwerke oder wie man möglichst wenig Daten hinterlässt. Für dieses Sachbuch vergebe ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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  • Buchverlosung zu "Zum Frühstück gibt's Apps: Der tägliche Kampf mit der Digitalen Ambivalenz" von Ingo Leipner

    Zum Frühstück gibt's Apps
    IngoLeipner

    IngoLeipner

    Wer will zum Frühstück Apps verspeisen? Für die Leserunde werden 10 Exemplare des Buchs verlost, das ich zusammen mit Gerald Lembke geschrieben habe. Titel:  "Zum Frühstück gibt´s Apps. Der tägliche Kampf mit der Digitalen Ambivalenz". Aktuell erschienen bei "Springer Spektrum". Ein Streifzug durch unser digitalisiertes Leben: Es geht um Like-Wahn, Shopping-Glück, Hardware-Gläubige, Online-Dates und viele andere Seiten der "schönen neuen Welt", die immer mehr ambivalente Gefühle weckt. Eine ordentliche Portion Humor steckt in unserem Buch, das in leichter Sprache schwerwiegende Themen behandelt. Frühstücken Sie mit, indem Sie für die Verlosung den Satz ergänzen: Digitale Ambivalenz ist für mich, dass ... Ich freue mich auf eine lebendige Leserunde! Ingo Leipner

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    • 74
    Grandville

    Grandville

    14. October 2014 um 18:22
  • Die Macht der Daten und die Ohnmacht der Gesellschaft

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Grandville

    Grandville

    08. October 2014 um 21:06

    Das Internet - für die einen die tollste Erfindung der Welt mit Spaß- und Wissensfaktor, für die anderen eine Gelddruckmaschine. Doch wer denkt, er würde mit einer Verweigerung den Datensammlern ein Schnippchen schlagen, der wird nach der Lektüre dieses Buches ziemlich sprachlos da sitzen. Vor kurzem las ich bereits das Buch "Lifelogging" von Stefan Selke und dieses lies mich schon mit einem sehr mumligen Gefühl zurück. Nach der Lektüre von "Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!" musste ich erst mal trocken schlucken und einen Panikanfall unterdrücken. Ich bin Nutzer des Internets und einiger seiner Spielzeuge und kein Technikverweigerer, aber eben kein Experte. Gerade die Otto-Normal-Verbraucher dieser Welt, sollten dieses Buch lesen. Denn vielen ist gar nicht bewusst, was sie tun und was das für Folgen haben könnte bzw. definitiv haben wird oder bereits hat. Das Internet wurde, vereinfacht ausgedrückt, vom amerikanischen Militär "erfunden"... und da wundern wir uns über die Spionagemöglichkeiten der NSA und tun schockiert? Aber weiter zu den Datensammlern aus der Wirtschaft, denn diese bilden den Schwerpunkt in diesem Buch. Der Mensch ist so gläsern, wie er nie sein wollte und eigentlich auch gar nicht sein dürfte. Das schlimme ist: er weiß es nur nicht. Markus Morgenroth, selbst mehre Jahre als Datenanalyst für eine amerikanische Firma tätig gewesen, legt den Finger auf offene Wunden. Von einigen wusste ich bisher nichts, von anderen nur oberflächliche Randinformationen. Ich bin z.B. immer davon ausgegangen, dass meine Daten die von der Verwaltung gespeichert werden "sicher" seien und nur intern für Arbeitsvorgänge genutzt werden. Das meine Daten beim Arzt oder Apotheker der Schweigepflicht unterliegen und höchstens für anonyme Statistiken (wovon einige mit Sicherheit auch sinnvoll sind) genutzt werden. Pustekuchen. Erschreckt hat mich, dass sogar "nicht geschriebene" Sätze (z.B. im letzten Moment doch nicht abgeschickte Facebook-Einträge) gespeichert bzw. überhaupt gelesen werden können. Aber am erschreckensten empfand ich die Entwicklungen in Bezug auf die Berufswelt. Gelernt habe ich, dass ich psychisch Krank bzw. Auffällig bin, weil ich nicht genügend Spuren hinterlassen habe, die man bei einem Bewerberscreening finden könnte. Ebenso fand ich das Kapitel zum Thema Schufa sehr interessant. Ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat:"Menschenverstand, Erfahrung und Kompetenzen sind offenbar unzeitgemäß" (S. 111)- was soll ich sagen? So langsam beginnt man es zu merken. Vom Gesundheitswesen und den zu befürchtenden Auswirkungen (wurde auch in "Lifelogging" darauf hingewiesen) mal ganz zu schweigen. Dieses Buch ist Garant für schlaflose Nächte. Wir alle sollten endlich aufwachen und für unsere Daten kämpfen. Kinder müssen Regeln lernen - auch dem Internet und der Wirtschaft sollten Grenzen aufgezeigt werden. Es ist zum Wohle aller, wenn wir die Datenschützer weniger belächeln und stattdessen mehr Unterstützen, selber mehr nachdenken und nicht mehr jede neue App und jedem neuen Technik-Trend hinterher hecheln. Einen Kühlschrank, der mir sagt, dass meine Milch alle ist und diese dann auch gleich bestellt oder mich warnt, dass ich zu ungesund esse. Damit mir meine Krankenkasse danke meines Fitnessarmband mitteilen kann, dass ich zu ungesund lebe um mir dann die Beiträge zu erhöhen... wollen wir das wirklich? Ständig unter Beobachtung? Und alles nur, weil die App kostenlos und gerade "in" war? Smart Living ist nicht besonders smart. Ein sehr spannend und fesselnd geschriebenes Sachbuch. Ich weiß nicht, ob der Begriff "Pageturner" aus dem belletristischen Bereich eine treffende Bezeichnung für ein Sachbuch ist, aber anders kann ich es nicht beschreiben. Ich konnte einfach nicht mit lesen aufhören. Das Unglaubliche auf der einen Seite konnte mit der nächsten Seite getoppt werden und ich saß mit offenem Mund da und bin aus dem Grübeln nicht mehr hinausgekommen. Ein sehr nachdenklich stimmendes Buch und ich kann es eigentlich allen ans Herz legen. Es lässt sich sehr gut und flüssig lesen und hat mich sehr gefesselt. Es bringt einem dieses sehr komplexe Thema auf eine gut zu lesende Art näher. Am Ende gibt es Verhaltenstipps vom Experten und ein ausführliches Quellenverzeichnis.

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  • Ich werde noch lange über dieses Buch nachdenken, ob ich nun will oder nicht!

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    trollchen

    trollchen

    08. October 2014 um 08:07

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!: Die wahre Macht der Datensammler Ich durfte im Rahmen einer Leserunde das Buch lesen und danke dem Droemer Verlag für das Leseexemplar. Cover: Das Buch ist eine  Hardcoverausgabe, sie ist grün und nur am Buchrücken ist der Titel zu lesen. Das Cover ist sehr praktisch, aber es zieht mich als Leser gleich in seinen Bann, denn es ist trotzdem irgendwie auffällig. Auf schwarz/weiß gepixelten Untergrund ist gelb der Titel des Buches zu lesen. Herausgeber ist Droemer HC (21. August 2014) und das Buch hat 272 Seiten. Kurzinhalt: Datenspionage gegen Angestellte ist tägliche Praxis in deutschen Unternehmen. Backgroundchecks bestimmen über Wohnung, Kredit, Job, Liebe. Ein deutscher Datenanalytiker deckt das ganze Ausmaß der Überwachung und des Datenmissbrauchs auf. Man braucht keinen Facebook-Account, kein Amazon-Konto, ja nicht einmal einen Internet-Anschluss, um im Netz der Datenhaie zu zappeln. Internationale und nationale Unternehmen schließen aus Adresse, Alter, Geschlecht auf Person und Charakter und vergeben Kredite, Verträge, Arbeitsplätze – oder eben all dies nicht. Wer möchte, dass seine »Klickspur« vom Arbeitgeber analysiert wird? Wer ist sicher, dass dies nicht geschieht? Und was bedeutet diese Spur bei der nächsten Kündigungswelle? Datenschützer sind sich sicher: Alles, was befürchtet wird, ist bereits Realität. Das, was früher einmal »Schicksal« genannt wurde, ist heute allzu oft das diskrete Ergebnis eines illegalen, aber dreist praktizierten Backgroundchecks. Markus Morgenroth macht auf erschreckende Weise klar, was längst an der Tagesordnung ist, und zeigt auf, wie wir uns – halbwegs – schützen können. Meine Meinung: Das Buch hat mich dazu gebracht, dass ich noch mehr darüber nachdenke, wem ich meine Daten gebe und was diejenigen damit machen. Gut, das Fernsehen klärt uns zwar ein wenig auf, aber die wahren Hintergründe werden doch meist nicht richtig erwähnt oder mitgeteilt. Vieles wußte ich schon, durch diverse Recherchen und will ich sehr hellhörig bin, was den Datenaustausch betrifft, aber dass es manchmal wirklich schon so weit geht, hätte ich nicht gedacht. Es ist mir auch logisch, dass ich nicht anonym im Netz unterwegs bin oder ein unbeschriebenes Blatt bei den Behörden bin, aber dass es schon zu so einer Art Gläserner Mensch wird, das hätte ich beim besten Willen nicht gedacht. Die Überwachung gibt es schon lange, aber dass sie schon so perfektioniert ist, das ist echt der Wahnsinn! Auf alle Fälle habe ich wiedermal gemerkt, dass man noch besser aufpassen muss, dass man zweimal hinschauen sollte, welche Daten man wem gibt  und wer alles berechtigt ist, sie weiterzugeben. Leider sind die Daten eines jeden bares Geld für jeden Geschäftsmann, denn jeder gibt sie weiter, ob er nun Geld dafür bekommt oder nicht, er hat immer einen Nutzen davon, so ist leider heutzutage. Mein Fazit: Erschütternd, beeindruckend und seht gut recherchiert. Das Buch liest sich sachgerecht und ohne jeden Schnörkel und es hinterlässt dem Leser einen schalen Nachgeschmack! Was gebe ich wie weiter und wieviel weiß ich davon! Ich werde noch lange über dieses Buch nachdenken, ob ich nun will oder nicht! Top, perfekt, 5 Sterne!

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  • Informativ, verständlich, erschreckend

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    06. October 2014 um 22:55

    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch, welches sich intensiv mit dem Thema der Datensammlung sowohl im Internet als auch per Smartphone auseinandersetzt. Es wird gezeigt, was alles so gemacht wird und man erhält Tipps, wie man sein virtuelles Umfeld wenigstens geringfühig sicherer gestalten kann. Insgesamt fand ich das Buch ganz gut. Die Covergestaltung war mit grüner Schrift auf schwarzem Grund sehr schlicht gehalten. Allerdings hat mich das an das von der Farbgestaltung her an Matrix erinnert, was dann irgendwie schon wieder sehr passend war zu dem Konzept des Buches. Der Titel setzt dann noch einen Gruseleffekt oben drauf. "Sie kennen dich". Okay damit kann man noch leben, da sind sie (wer auch immer das sein mag) nicht die Einzigen. "Sie haben dich". Das ist jetzt schon nicht mehr so okay. "Sie steuern dich". Da kam dann eher so der wtf- Gedanke hoch. Das hat dann schon gar nicht mehr behagt und so ging man das Buch gleich mit etwas gemischten Gefühlen an. Allerdings ist es auch ein Titel der zum Kauf animiert, denn er zieht definitiv an. Die Informationen die einem gegeben wurden, waren auf jeden Fall extrem gründlich recherchiert und aufbereitet. Viele Aussagen wurden auch mit Beispielen untermauert und am Ende des Buches gibt es ein ausführliches Quellenverzeichnis, dass zum weiterinformieren einlädt. Sprachlich war es allerdings nicht unbedingt leichte Kost, was weniger am Schreibstil sondern einfach an der sehr spezifischen Materie lag, bei welcher sich Fachbegriffe einfach nicht komplett umgehen liessen. Außerdem war es eine enorm große Vielzahl an Informationen, so dass man das Buch einfach immer mal wieder weglesen musste um das Ganze sacken zu lassen. Am Ende des Buches gab es dann noch Tipps, wie man sich vor den Datensammlern ein wenig besser schützen kann und die Sicherheit für seine verschiedenen Onlinekonten erhöhen kann. Diese waren gut sortiert und es ist für jeden etwas dabei. Je nachdem wie viel Aufwand man dafür betreiben möchte sind mehr oder weniger der Tipps hilfreich. Insgesamt war es ein sehr interessantes Buch und keines Falls so staubtrocken wie viele andere Sachbücher. Für einen Laien, der wenig bewandert in der Materie ist, ist dieses Buch der perfekte Einstieg um sich einen Grundkenntnisstand über die Thematik zu verschaffen und sich für die Sache zu sensibilisieren. Damit sehe ich den Sinn dieses Buches eigentlich voll und ganz erfüllt und vergebe daher 5 von 5 Punkten.

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  • Ein Sachbuch, so wie es sein soll, das alle betrifft und das jeder lesen sollte

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Deengla

    Deengla

    05. October 2014 um 18:50

    Kurzmeinung Ein Sachbuch, was wirklich toll und verständlich zu lesen war, was mich aber auch schockiert hat. Zahlreiche Beispiele, aber auch Tipps sind vorhanden. Unbedingt lesen! Inhalt In Zeiten der NSA, Facebook und geklauten Promi-Nacktfotos sollte man meinen, dass wir alle inzwischen besser Bescheid wissen, wie wir mit unseren persönlichen Daten umgehen sollten. Was die meisten jedoch von uns nicht wissen: welche Daten in welchem Umfang von uns abgegriffen werden können und welche unglaubliche Wirtschaft mit Datenhandel betrieben wird. Wie es jeden von uns betrifft - auch diejenigen, die sich online von sozialen Netzwerken wie Facebook und anderen fernhalten. Denn auch schon der Gang zur Apotheke oder zum Arzt trägt dazu bei, dass Firmen ziemlich viel über uns erfahren, da sie sich unser zweites Ich zusammenbasteln. Dieses Buch erzählt, was tatsächlich schon gang und gebe ist - erschreckend. Meine ausführlichere Meinung Der Autor ist Datenanalytiker und hat mehrere Jahre in den USA gearbeitet, wo der Umgang mit persönlichen Daten vom Gesetz her noch weniger Einschränkungen begegnet als hierzulande. Man erfährt aber auch, was hier schon alles möglich ist. Es werden zahlreiche Beispiele genannt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich - auch wenn es etwas trockenere Hintergründe geht, um Datenanalyse zu verstehen, schafft es der Autor mich als Leser zu fesseln. Es werden die verschiedensten Themen abgehandelt: sei es der Bewerbungsprozess, soziale Online-Netzwerke, Kundenkarten oder auch der Arztbesuch und Versicherungen. Was ich für ganz wichtig erachte: am Ende des Buches gibt es auch konkrete Ratschläge, was man tun kann - auch wenn es erschreckend wenig ist. Besonders faszinierend und schockierend fand ich, wie wichtig der Datenhandel ist und wie viel man über angeblich harmlose Dinge, die man von sich preisgibt, über uns erfährt. Beeindruckend so gleich der Einstieg in das Buch, in dem ein amerikanischer Supermarkt einer jungen Frau (Teenagerin) zur Schwangerschaft gratulierte und gleich mal ein paar Coupons einpackte. Der Vater war erbost und hielt das für ein Versehen, doch tatsächlich war seine Tochter schwanger - was man unter anderem daraus erkennen konnte, dass sie unparfümierte Bodylotion und andere Dinge kaufte. Oder wie Smartphones und kostenloses W-Lan beim Einkaufen ebenfalls Dinge von uns preisgeben. Aber auch, dass schon unsere Postleitzahl dazu beitragen kann, dass uns andere Preisangebote gemacht und wir bei Versicherungen schlechter eingestuft werden. Fazit Dieses Buch ist ein Augenöffner. Es ist ein Buch, was meiner Meinung nach jeder lesen muss, weil es wirklich jeden von uns angeht! Und gerade diejenigen, die meinen, sie haben nichts zu vergeben, werden angesichts der Realität sicherlich ihre Meinung ändern. Ich habe das Buch schon mehrmals weiterempfohlen - für mich eines der besten und wichtigsten Sachbücher, das ich je gelesen habe.

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  • Gruselig ...

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    brenda_wolf

    brenda_wolf

    05. October 2014 um 10:55

    Klappentext: Datenspionage gegen Angestellte ist tägliche Praxis in deutschen Unternehmen. Backgroundchecks bestimmen über Wohnung, Kredit, Job, Liebe. Ein deutscher Datenanalytiker deckt das ganze Ausmaß der Überwachung und des Datenmissbrauchs auf. Man braucht keinen Facebook-Account, kein Amazon-Konto, ja nicht einmal einen Internet-Anschluss, um im Netz der Datenhaie zu zappeln. Internationale und nationale Unternehmen schließen aus Adresse, Alter, Geschlecht auf Person und Charakter und vergeben Kredite, Verträge, Arbeitsplätze – oder eben all dies nicht. Wer möchte, dass seine »Klickspur« vom Arbeitgeber analysiert wird? Wer ist sicher, dass dies nicht geschieht? Und was bedeutet diese Spur bei der nächsten Kündigungswelle? Datenschützer sind sich sicher: Alles, was befürchtet wird, ist bereits Realität. Das, was früher einmal »Schicksal« genannt wurde, ist heute allzu oft das diskrete Ergebnis eines illegalen, aber dreist praktizierten Backgroundchecks. Markus Morgenroth macht auf erschreckende Weise klar, was längst an der Tagesordnung ist, und zeigt auf, wie wir uns – halbwegs – schützen können. Meine Meinung: Ich habe nichts zu verbergen … ein riesiger Trugschluss!!! Wir alle können dem Datensammelwahn nicht entgehen. Oder verzichten Sie auf Rauchmelder, Alarmanlagen und Bewegungssensoren, fahren weder Bahn noch fliegen Sie und zum Arzt gehen Sie auch nicht, benutzen keine Kreditkarten, Kundenkarten, haben kein Bankkonto, und öffentliche Plätze vermeiden Sie wegen der Videoüberwachung. Der Google-Chef Eric Schmidt hat 2010 gesagt: „Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir können mehr oder weniger wissen, was du denkst…. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie nicht wollen, dass irgendjemand etwas darüber erfährt, dann sollten Sie so etwas nicht tun.“ Und mach dir bitte keine Illusionen, über diese wunderbaren Apps, die du dir kostenlos auf dein Smartphone laden kannst. Nichts ist umsonst: „Wenn du nicht dafür zahlst, dann bist du nicht der Kunde. Du bist das Produkt, das verkauft wird.“ Mir hat das Buch die Augen geöffnet. Ich werde jedenfalls im  Umgang mit meinen Daten vorsichtig sein. Obwohl man wie oben geschrieben, dem ganzen Wahnsinn nicht entgehen kann. Man kann sich nur begrenzt schützen. Ein Buch, das jeder lesen sollte.

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  • Vorsicht Datensammler

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    Simi159

    Simi159

    04. October 2014 um 20:14

    Was passiert mit den Daten über mich und mein Verhalten, die ich tagtäglich hinterlasse? Wer jetzt sagt, darüber habe ich die Kontrolle. Ich bin nicht bei Facebook, Twitter und Co, dem zeigt Markus Morgenroth, dass selbst Abstinenz kein Garant für Kontrolle über die eigenen Daten ist, da diese mittlerweile an viel mehr Stellen erhoben und gesammelt werden, als dem Internet. Der Autor zeigt in seinem Buch „Sie kennen Dich! Sie haben Dich! Sie steuern Dich!“ sehr deutlich, dass jeder von uns Datenspuren hinterlässt, nicht nur im Internet. Und dass diese Daten für die unterschiedlichsten Leute sehr interessant sind. Morgenroth ist ein Fachmann, hat er doch als Datenanalyst gearbeitet, er weiß wovon er schreibt. Kennt er doch die technischen Verfahren und Möglichkeiten sehr genau. Meist verschwindet der Mensch bzw. seine Daten werden mit mathematischen Analysemethoden zerlegt und zurück bleibt ein Muster dessen Fehl- und Freistellen durch Annahmen gefüllt werden. Das ist für mich als Leser sehr erschreckend, dachte ich doch, vor der Lektüre des Buches, ich hätte einigermaßen die Kontrolle über die Daten, die über mich gesammelt werden, und was danach damit passiert. Ich hatte nicht gedacht, dass Privatpersonen, „NoNames“, wie ich so überwacht, durchleuchtet und ausspioniert werden. Doch Markus Morgenroth hat mir die Augen geöffnet, denn er zeigt mit leicht verständlicher Sprache die Abgründe der Datensammlermaschinerie. Und gibt im letzen Teil seines Buches Tipps, wie man mit seinen eigenen Daten gut umgeht. Fazit: Markus Morgenroths Schreibstil ist sachlich und eindringlich ohne nur Fakten aneinander zu reihen. Vielmehr fügt er die vielen kleinen Datensammler zu einem großen Bild zusammen, dass dem Leser die Gefahren deutlich mach, selbst, wenn viele Beispiel bisher nur in den USA Anwendung finden. Der Weg über den großen Teich ist nicht weit und die BIGDATA-Sammler stehen auch bei uns schon in den Startlöchern. Ein Buch, das nicht nur informiert, sondern aufklärt , Zusammenhänge vermittelt und dabei locker leicht zu lesen ist ohne langweilig zu werden. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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  • informatives und gut lesbares Buch über Datenmissbrauch

    Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!
    irismaria

    irismaria

    03. October 2014 um 16:51

    „Sie kennen dich! Sie haben dich! Sie steuern dich!“ geschrieben von dem Datenanalytiker Markus Morgenroth ist ein informatives und gut lesbares Buch über Datenmissbrauch. Der Kurztext fasst den Inhalt gut zusammen: „Datenspionage gegen Angestellte ist tägliche Praxis in deutschen Unternehmen. Backgroundchecks bestimmen über Wohnung, Kredit, Job, Liebe. Ein deutscher Datenanalytiker deckt das ganze Ausmaß der Überwachung und des Datenmissbrauchs auf. Man braucht keinen Facebook-Account, kein Amazon-Konto, ja nicht einmal einen Internet-Anschluss, um im Netz der Datenhaie zu zappeln. Internationale und nationale Unternehmen schließen aus Adresse, Alter, Geschlecht auf Person und Charakter und vergeben Kredite, Verträge, Arbeitsplätze – oder eben all dies nicht. Wer möchte, dass seine »Klickspur« vom Arbeitgeber analysiert wird? Wer ist sicher, dass dies nicht geschieht? Und was bedeutet diese Spur bei der nächsten Kündigungswelle? Datenschützer sind sich sicher: Alles, was befürchtet wird, ist bereits Realität. Das, was früher einmal »Schicksal« genannt wurde, ist heute allzu oft das diskrete Ergebnis eines illegalen, aber dreist praktizierten Backgroundchecks. Markus Morgenroth macht auf erschreckende Weise klar, was längst an der Tagesordnung ist, und zeigt auf, wie wir uns – halbwegs – schützen können.“ Einiges über Datenmissbrauch hatte ich schon gehört, aber das Ausmaß wie (vor allem in den USA) Menschen aufgrund von Algorithmen aus Datensammlungen beurteilt werden, war mir nicht bekannt und ich finde es erschreckend. Der Autor belegt an vielen Beispielen, welche Auswirkungen Internetaktivitäten aber auch der Verzicht auf sie für die Menschen haben können und wie fatal sich fehlerhafte Schlüsse auswirken. Das Buch ist ein Sachbuch aber flüssig geschrieben und unterhaltsam zu lesen, es ist auch für Leser geeignet, die wenig Ahnung von der Materie haben. Sehr gut gefallen hat mir der Schluss, in dem der Autor konkrete Tipps gegen Datenspionage gibt.

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