Markus Niebios Kopflos im Kofferraum

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Inhaltsangabe zu „Kopflos im Kofferraum“ von Markus Niebios

Intelligent, Schrill, Wild, durchgeknallt! Eine irre Mischung aus 'Kluftinger' und 'Kreutzer kommt' mit einem Schuss 'Tatortreiniger'! Wer seine Detektei Mystica nennt und einen Leichenwagen als Dienstgefährt benutzt, legt es darauf an, die Kundschaft aus schrägen Vögeln zu rekrutieren. Dass sich Borg und Romanov bei ihrer Suche nach einem seltenen Krebs allerdings mit Sargdesignern, Kryptozoologen und einem Hippie-Medium herumschlagen müssen, geht selbst ihnen ein bisschen zu weit. Als Borg ein Mord angehängt wird, und sein Nachfolger als Leiter der Mordkommission alles daran setzt, ihn hinter Gitter zu bringen, beginnt eine fulminante Jagd nach Antworten. Warum nagelt jemand einen türkischen Totengräber an ein Hakenkreuz? Was verheimlicht das Bestattungsunternehmen? Wie oft kann man lebendig begraben werden, ohne den Verstand zu verlieren? Wer serviert wem vom Aussterben bedrohte Tiere und wie kommt der Kopf des Klienten in den Kühlschrank der Detektei? Von der Polizei und zwei Killern durch halb Dortmund gehetzt, finden Borg und Romanov heraus, dass es dem Vorsitzenden einer rechtsradikalen Bürgerinitiative um weit mehr geht, als den Bau eines Minaretts zu verhindern.

Erstklassig und hoffentlich mit Fortsetzungswillen!

— kassandra1010

Rasanter Krimi, der vollkommen durchgeknallt und voller Anspielungen durch die Handlung rast.

— Thaliomee

Unvorhersehbar, ein bisschen gaga, ein bisschen derb, etwas Krimi, etwas Satire - nichts für (zu) schwache Gemüter!

— orfe1975

Zu keinem Zeitpunkt hat mich diese Geschichte unterhalten - eher das Gegenteil war der Fall

— Lesezeichen16

etwas wirr und den Humor sucht man vergeblich.

— Archimedes

Mal eine andere Art Krimi, die dem Leser mit deftigem Humor das Lächeln ins Gesicht treibt.

— Diana182

Die Personen sind wirklich genial skuril und die Handlung bleibt lange undurchsichtig und verwickelt. Ein Krimi abseits des Mainstream.

— hasirasi2

Absurder geht es gar nicht mehr. Das Buch hat mich leider überhaupt nicht erreicht und angesprochen.

— Julia2610

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  • Buchverlosung zu "Kopflos im Kofferraum" von Markus Niebios

    Kopflos im Kofferraum

    Yoyomaus

    25. November 2015 um 07:41

    Da Weihnachten vor der Tür steht, verlose ich auf meinem kleinen Buchblog folgendes Büchlein. Einfach den Beitrag des betreffenden Türchens, was euch interessiert liken und ihr landet automatisch im Lostopf. Der Gewinner wird dann auf der Blogseite bekannt gegeben und auch dort kontaktiert.  Schaut doch einfach mal vorbei, es gibt noch viele weitere Türchen zu entdecken ;-) https://www.facebook.com/B%C3%BCchereule-1091776744184265/

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  • Leserunde zu "Kopflos im Kofferraum" von Markus Niebios

    Kopflos im Kofferraum

    KBV_Verlag

    Liebe Krimifreunde, wir möchten zu dem Kriminalroman "Kopflos im Kofferraum oder der Argwohn des Krustentiers im ansteigenden Wasserbad" von Markus Niebios eine Leserunde starten, an der der Autor teilnimmt. Eine irre Mischung aus »Kluftinger« und »Kreutzer« , mit einem Schuss »Tatortreiniger«! Inhalt: Wer seine Detektei Mystica nennt und einen Leichenwagen als Dienstgefährt benutzt, muss sich nicht wundern, dass die Kundschaft aus schrägen Vögeln besteht. Dass sich Borg und Romanov bei ihrer Suche nach einem seltenen Krebs allerdings mit Sargdesignern, Kryptozoologen und einem Hippie-Medium herumschlagen müssen, geht selbst ihnen ein bisschen zu weit. Für die Detektive beginnt eine fulminante Jagd nach Antworten: Warum nagelt jemand einen türkischen Totengräber an ein Hakenkreuz? Wie oft kann man lebendig begraben werden, ohne den Verstand zu verlieren? Wer serviert wem vom Aussterben bedrohte Tiere, und wie kommt der Kopf des Klienten in den Kühlschrank der Detektei? »… komplett gaga, monströs wie das Leben, wunderbar!« (Gisbert Haefs) Jeder, der das Buch hat, kann an der Leserunde teilnehmen. Für diejenigen, die gerne teilnehmen möchten, aber kein Buch haben, verlosen wir 10 Exemplare "Kopflos im Kofferraum". Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 02.09.2015 um Mitternacht. Diejenigen, die ein Buch in dieser Buchverlosung gewinnen verpflichten sich zur Teilnahme an der Leserunde inkl. Verfassen einer Rezension. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

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  • Willkommen im Club der Skurrilitäten!

    Kopflos im Kofferraum

    kassandra1010

    17. November 2015 um 19:57

    Wie Gisbert Haefs schon sagt, monströs wie das Leben. Was haben zwei verarmte Detektive, ein gekreuzigter Türke und eine Hellseherin gemeinsam? Ganz einfach, verdammt viele Leichen im Keller. Als die Detektei Mystika den Auftrag erhält, einen seltenen Krebs wiederzufinden, stolpern die beiden quasi über Leichen. Ein Ausflug ins Irrenhaus bringt im wahrsten Sinn des Wortes „Licht ins Dunkel“ und die mitwirkende Hellseherin übertrifft die Erwartungshaltung.   Ein rundum gelungener Krimi, der gespickt mit Skurrilitäten, gefährlichen Ermittlungen und wiederverwertetem Holz einem schon mal auf den Magen schlagen kann. Erstklassig und hoffentlich mit Fortsetzungswillen!

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  • Kopflos Irrfahrt durch Dortmund

    Kopflos im Kofferraum

    Thaliomee

    10. October 2015 um 16:52

    Eigentlich sagt das Cover dieses Buches viel über den Inhalt aus. Eine bunte Sammlung von Absurditäten, die mehr oder weniger zusammengewürfelt wirken. Auch die Geschichte wirkt (zumindest anfangs) so abstrus und vollgepackt, dass man sich beim Lesen gut konzentrieren muss um nicht das Gefühl zu haben, vollkommen den Faden zu verlieren. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Borg (zunächst ohne Vornamen), der einmal Polizist war, nun aber eine Detektei mit dem merkwürdigen Namen Mystica besitzt. Miteigentümer Romanov, der sich weigert ein Handy oder Computer zu nutzen, wirkt nicht weniger skurril. Beide scheinen zunächst absonderlich und kauzig zu sein, im Laufe des Buches erfährt man jedoch, warum die beiden so sind wie sie sind. Dabei wird ziemlich dick aufgetragen, jede Vorgeschichte für sich ist ein absoluter Albtraum. Die Geschichte um eine unbekannte Tierart, mehrere Tote und eine Hand voll Verdächtige tritt dabei fast in den Hintergrund. Zwar ist alles gut durchdacht und am Ende gibt es ein paar Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, aber eigentlich hatte ich mit so einigem nicht gerechnet. In diesem Buch gibt es wahnsinnig viel: Viel Humor, viele Figuren, viele brenzlige Situationen und unzählige Anspielungen. Vermutlich habe ich nur einen Bruchteil davon erkannt. Daneben wird es aber auch blutig und dramatisch, schließlich gibt es Tote, die an den unterschiedlichsten Orten auftauchen. Noch zu erwähnen ist, dass dieser Krimi in Dortmund spielt, was sehr gut herausgearbeitet wurde. Tatsächlich kann ich mir keinen anderen Ort vorstellen, als das Ruhrgebiet, in dem dieses Feuerwerk der Situationskomik angesiedelt sein könnte. Ein Buch bei dem mir das Lesen schwer gefallen ist, ich habe oft zurückgeblättert, weil so viel passiert ist. Es war anstrengend, ich hatte permanent Angst etwas zu verpassen und Borg nicht mehr folgen zu können. Mein Fazit: Dieses Buch muss man selbst lesen um es zu beurteilen. Und selbst dann ist es schwer. Wer auf durchgeknallte Typen steht und jeden Lacher mitnimmt, dem könnte es gefallen. Konzentriertes Lesen und starke Nerven sind angebracht!

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  • Ein satirischer Krimi - Nichts für den entspannten Feierabend

    Kopflos im Kofferraum

    orfe1975

    10. October 2015 um 15:45

    Cover und Titel: Auf dem Cover ist eine Clownsbrille, ein  Sarg und ein Krebs abgebildet. Dies in Kombination mit dem Titel und dem etwas schrägen Schriftbild lässt eher an eine Satire als einen Krimi denken. Es ist eine bunte Collage aus Elementen, die man im Roman später wiederfindet, viel Spaß beim Suchen :-) Inhalt: Die Geschichte wird aus Sicht des Ex-Polizisten Borg erzählt, der zusammen mit seinem Partner Romanov eine Detektei namens Mystica gegründet hat. Aufgrund ihrer dem Leser  am Anfang noch nicht bekannten Vergangenheit handeln beide nicht unbedingt immer rational nachvollziehbar. Man könnte auch sagen, sie sind manchmal etwas durchgeknallt. Als die beiden den Auftrag erhalten, einen seltenen Krebs wieder zu beschaffen, geraten sie bald in einen Strudel von Abenteuern mit einigen Leichen, bei dem man nie genau weiß, wem man trauen kann und wer welche Rolle spielt. Mein Eindruck: Besonders am Anfang fand ich die Handlung alles in allem zu viel: zu schräg, irgendwie surreal und die beiden Ermittler zu sehr durchgeknallt. Obwohl ich eigentlich schwarzen und zuweilen schrägen Humor mag, kam es mir besonders zu Beginn alles zu geballt vor. Es schien fast zwanghaft, dass jeder Satz komisch sein oder eine Anspielung enthalten muss.Später bin ich dann damit besser im Roman zurechtgekommen.Dennoch stehe ich dem Buch irgendwie zwiegespalten gegenüber. Besonders gefallen haben mir die ganzen Anspielungen auf die Welt von Star Trek, Star Wars, Herr der Ringe aber auch aktuelles Tagesgeschehen sowie die kleinen Zaubertricks von Romanov. Auch gefiel mir, wie sich die menschlichen Beziehungen zwischen Borg und Romanov sowie zwischen Borg und der späteren Mitmischerin Lorelei entwickeln. Gut fand ich auch, dass man das Ende wirklich nicht vorhersehen konnte, es wurden immer wieder Überraschungen eingebaut und ich musste zwischendurch auch mal zurückblättern, um zu sortieren, wie es zur aktuellen Situation kam und wer da wie mit wem zusammenhängt. Grundsätzlich ist das nichts Schlechtes, es zeigt nur, dass man das Buch sehr aufmerksam lesen muss und es nich nicht unbedingt als gemütliche Feierabendlektüre eignet. Auf der einen Seite war zeitweise die Handlung eher "beschaulich", so dass ich ihr gut folgen konnte, auf der anderen Seite überschlugen sich wieder die Ereignisse, so dass ich dann zeitweise den Durchblick verloren, ihn zum Schluss glücklicherweise aber wiedergefunden habe. Im harten Kontrast zu dem ganzen Humor stehen allerdings die mir stellenweise zu detailliert dargestellen Situationen rund um die Ermordungen und Borgs und Romanovs Vergangenheitserlebnissen. Das war mir im Verhältnis zu brutal für diesen Roman. Bei solchen Büchern habe ich immer das Problem, mich zu fragen, ob das Werk an sich nicht so toll war oder ob ich einfach die Genialität dahinter nicht erfasst habe... Alles in allem ist das Buch aber unterhaltsam, spannend, bis zum Schluss nicht vorhersehbar, stellenweise amüsant, stellenweise aber auch brutal - aber auf alle Fälle ist es nicht anspruchslos! Der Fall ist schon recht komplex gestrickt und man sollte aufmerksam lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Das Gleiche gilt, um die teils doch recht genial versteckten Hinweise und Anspielungen zu verstehen. Fazit: --------- Unvorhersehbar, ein bisschen gaga, ein bisschen derb, etwas Krimi, etwas Satire - nichts für (zu) schwache Gemüter!

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  • Kopflos im Kofferraum - war leider nicht mein Fall

    Kopflos im Kofferraum

    Lesezeichen16

    22. September 2015 um 13:39

    Klappentext Wer seine Detektei Mystica nennt und einen Leichenwagen als Dienstgefährt benutzt, legt es darauf an, die Kundschaft aus schrägen Vögeln zu rekrutieren. Dass sich Borg und Romanov bei ihrer Suche nach einem seltenen Krebs allerdings mit Sargdesignern, Kryptozoologen und einem Hippie-Medium herumschlagen müssen, geht selbst ihnen ein bisschen zu weit. Als Borg ein Mord angehängt wird, und sein Nachfolger als Leiter der Mordkommission alles daran setzt, ihn hinter Gitter zu bringen, beginnt eine fulminante Jagd nach Antworten. Warum nagelt jemand einen türkischen Totengräber an ein Hakenkreuz? Was verheimlicht das Bestattungsunternehmen? Wie oft kann man lebendig begraben werden, ohne den Verstand zu verlieren? Wer serviert wem vom Aussterben bedrohte Tiere und wie kommt der Kopf des Klienten in den Kühlschrank der Detektei? Kopflos im Kofferraum oder der Argwohn des Krustentieres im ansteigenden Wasser ist der erste Krimiroman von Markus Niebios. Schon beim Lesen der ersten Seites diesen Buches hatte ich Schwierigkeiten in diese Geschichte rein zu finden und das sollte leider auch so bleiben. Zu keinem Zeitpunkt fand ich in diese Geschichte rein oder fühlte mich gut unterhalten. Das Ermittlerduo Borg und Ramonov können nicht unterschiedlicher sein und da ist das Chaos schon vorprogrammiert. Ein chaotisches Duo, dass verspricht doch schon lockere und witzige Sprüche und den ein oder anderen Lacher. Einige Sachen waren auch unterhaltsam und lustig, was zum Schmunzeln anregte. Das war leider auch schon alles... Die ganze Geschichte war mir ein wenig zu skurril und an den Haaren herbei gezogen und somit nicht nachvollziehbar. Zuviel Handlungen und zu viele Personen mischten sich ins Geschehen ein und das war mehr als nur verwirrend. Vieles musste ich sogar zweimal lesen um es zu verstehen oder man blieb ratlos daneben stehen. Es gab durchaus mal das ein oder andere Kapitel, das einen begeistern konnte und somit kam Hoffnung auf, dass dieses Buch besser werden würde. Leider war dem nicht so…. Ich habe mich durch 180 Seiten dieses Romans gequält und dann beschlossen diesen zu beenden. Schade, denn ich hatte hier einen witzigen und humorvollen Krimiroman erwartet, der leider hinter all meinen Erwartungen geblieben ist.

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  • Kopflos trifft es am besten!

    Kopflos im Kofferraum

    Archimedes

    18. September 2015 um 15:37

    "Kopflos im Kofferraum" oder der Argwohn des Krustentiers im ansteigenden Wasserbad, von Markus Niebios, erschienen im KBV Verlag. Dem Detektivbüro, mit dem sonderbaren Namen " Mystika" wird ein noch sonderlicher Auftrag erteilt, einen Kryptiden zu finden. Auftragsgeber ist ein Kryptozoologe mit Namens Nessinger. Borg und Romanov übernehmen den Fall, mehr aus Geldmangel als aus Interesse, auf ihre Art. Immer wieder wird Borg mit seiner schrecklichen Vergangenheit konfrontiert, er wurde als kleines Kind entführt und lebendig begraben, nur durch ein Wunder überlebte er, trug aber nicht nur seelische Wunden sondern auch körperliche davon. Auch bei diesem Auftrag gerät er wieder und wieder in Gefahr und wird nicht nur einmal in Lebensgefahr geraten. Als dann auch noch das Medium Lorelei und Herr Hocheaux auf dem Bildschirm erscheinen, wird es ganz seltsam. Das Bestattungsinstitut " Todeskino" scheint der Schlüssel zu allem zu sein. Die Ermittlung führt sie auch in einen Zoo, sie wollen dort den Zoomitarbeiter Baschek ein paar Fragen stellen, als sie dann 2 Tigern Auge in Auge gegenüber stehen. Durch eine Leiche im Türkenviertel kommt  Kommissar Talbold  den Privatdetektiven in die Quere, für Borg kein Unbekannter. Als dann noch der Kopf von Nessinger im Kühlschrank von den beiden Detektiven von Talbold und seinem Kollegen entdeckt wird, eigentlich wars die Katze Poe, wird nun sie verdächtigt. Die Lösung aber steht auf einem Sack " DOSAFA", den hatten Borg und Romanov schon bei dem toten Türken gesehen und nun bei Domenico in seiner Pizzeria Romantica. Ja, das ist die Lösung des Falles und bringt endlich Aufklärung in dem Entführungsfall des kleinen Jungen, der er damals war. Fazit: Die Geschichte wird immer skurriler! Alles etwas sehr weit hergeholt. Der Autor Markus Niebios verfügt wirklich über ausreichend Fantasie, am Humor muss er aber noch arbeiten. Kann man wirklich so oft lebendig begraben werden? Mir war es dann doch an allem zu viel, zu absonderlich, zu eigenwillig, zu schrill, zu seltsam, zu abgedreht- ja abgedreht passt am besten zu diesem Krimi.  

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  • Rauschhaft im Revier oder der Angstschweiß des Sargschläfers unter sich auftürmender Erde

    Kopflos im Kofferraum

    Aspasia

    17. September 2015 um 16:58

    Ein Graf Zahl gleicher Rasputin mit namentlicher Verbindung zur letzten russischen Zarenfamilie und der magischer Bühnenpräsenz eines Houdini,  und der sich, nach dem ihm das einmaligem Entgleiten eines Holzscheitel-Instruments die liebreizende Assistentin geraubt hat, mit der kleineren Bühne einer Dortmunder Detektivagentur zufrieden gibt. Romanov betreut zusammen mit seinem Partner, und ehemaligen Mitpatienten auf der Traumstation der örtlichen Nervenheilanstalt, Borg, dem durch ein klaustrophobisches Kindheitserlebnis das Riechorgan und die innere Ruhe abgängig ist, Kriminalfälle aller Art. Dieses begnadete Duo der Gegensätzlichkeiten, wie einst Danny Wilde und Lord Sinclair, lösen ihre Fälle mit Romanovs Oscar verdächtigem Taschenspielertricks und Borgs MacGyver Fähigkeiten und Polizeidiennsterfahrungen. Wobei die meisten Kunden mit Anzeigen der Art entlaufender Edelkatzen, vagabundierender Wellensittiche oder streunender Shih Tzus an ihre Detektei, mit dem klangvollen Namen Mystica, herantreten. Da ein solches Klientel zwar aller Ehren wert, aber nicht unbedingt einkommenserhöhend wirkt, sind die beiden privaten Streiter für das Gute geldtechnisch so unterversorgt, dass einige Mietzahlungen für die Agenturzentrale, Borgs Privatwohnung, ausstehen.  Dies führt zur penetranten Belagerung durch eine Else Kling Reinkarnation mit Namen Zenker. Jene ältere Dame, Hausmeisterin laut Vertrag, ist stets in bekanntermaßen groß geblümter Arbeitskleidung, knielang, ärmellos mit mittlerer Knopfleiste zu schließen und gerne Kopftuch aus nicht-religiösen Gründen Hausflur anzutreffen. Sie mit Berufung zu höherem, der totalen Kontrolle aller Bewohner, bewacht mit Argusaugen die Wohnungstür der säumigen Schuldner wie einst Kerberos den Hades. Deshalb können die beiden Anti-Helden des Romans es gar nicht fassen, dass der broilerbraune, Goldkettchen auf Brusttoupet tragende Neukunde, Nessinger im roten Mercedes vorfährt und sie auf ein Kryptotierchen nebst seines abgetauchten Anbieters Herrn Gülnaz ansetzt. Das sie sich dafür mit ihrem Dienstfahrzeug, einem Leichenwagen, in einen Teil Dortmunds wagen müssen, der "Ein weißer Fleck auf der Karte des Bo-Frost Mannes." ist, kann die beiden Verwegenen nicht Schrecken. In der vorrangig türkisch und mit Fremden schon gar nicht kommunizierenden Nachbarschaft erweisen sich die angetroffenen Gesprächspartner als eher semi-kooperativ. Doch die zwei Kämpfer für Gerechtigkeit geben nicht auf, komme was, Designerbeerdigungsinstitute, Tigeraußengehege, menschlich verzierte Hakenkreuze, oder wer, ein meergrünäugiges Medium im Körper einer Woodstockbraut, Minarettlobbyisten und Hitlers Schäferhund, da wolle. Natürlich gibt es auch Genre gerecht Mord und fast-Totschlag, Verfolgungsfahrten und -jagden, Einbrüche und Ausbrüche, Abhör- und Ablenkungsmanöver, Entführungen und minimalst-Verführungen, um ein Wort des Erzählers umzuwandeln, all die Krimizutaten “köcheln in einem Hochdruckkochtopf” dem der Leser den Deckel wegnimmt.  Auch wenn Romanov zwischenzeitlich “...röchelt wie das Beatmungsgerät von Darth Vader.” und der Kühlschrankinhalt ihn Villeroy und Boch buchstabieren lässt oder Borg Erfahrungen macht, ”... die den Höllenwächtern der Schockstarre die Gedärme auf links krempelt." und er sich unwillentlich ein kleines bisschen verliebt, ihren Auftrag erledigen die Mystica Detektive ganz exoterisch, also allgemein verständlich, auch noch. Dieser Roman ist das famose Potpourri eines surrealen Gedankenfeuerwerkers, das jeden LSD Trip auf einer Langzeitachterbahnfahrt wie eine läppische Aspirinüberdosierung aussehen lässt. Hier muss keiner mehr zu Timothy Leary beten, einfach das Buch lesen, mehr Rausch geht nicht!

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  • Kopflos im Kofferraum

    Kopflos im Kofferraum

    Diana182

    15. September 2015 um 15:33

    Ein interessantes Cover, was ins Auge fällt. Man weiß anhand des Titels schon, was den Leser in der Geschichte erwarten könnte. Auch die lustige Kurzbeschreibung regt zum Lesen an, ohne allzu viel zu verraten. Auf jeden Fall wird man dieser Lektüre einen zweiten Blick schenken wollen. Zumal Krimis ja selten lustig schräg klingen. Los geht die Geschichte mit einem Besuch in der Detektei Mystica, welche von Borg und Romanov betrieben wird. Die beiden Akteure werden herrlich schräg beschrieben und ich hatte gleich die sympathisch, tollpatschige „Adamsfamiliy“ vor Augen. Aber auch die ernsten Lebensgeschichten der beiden Ermittler werden nach und nach erklärt. Aber eines wird sofort klar. Auch wenn die beiden Hauptfiguren wirken, wie frisch aus der Geisterbahn entflohen – Unterschätzen sollte man sie nicht! Borg, ehem. Polizist, löst den Fall mit Scharfsinn und guter Beobachtungsgabe und ist der Polizei in manchen Situationen einen Schritt voraus. Die Geschichte ist insgesamt gut durchdacht, teils sehr verzweigt, aber dennoch plausibel und nachvollziehbar. Ist die Geschichte noch so lustig, schafft der Autor es dennoch Spannung aufzubauen. Das Ende war für mich nicht Vorhersehbar und sorgte für die eine oder andere Überraschung. Aber dennoch schwirrt mir eine Frage im Kopf herum: Aber was wird aus Borg und Lorelei? Fans von deftigem Humor kommen hier ganz auf ihre Kosten. Und auch eine Vielzahl von Metaphern sorgt für ein ordentliches Kopfkino. Auch das herrliche „Klischeedenken“ trieb mir das ein oder andere Lächeln ins Gesicht. Der Autor scheint mir ein „Freund“ von „fleißigen“ Verwaltungsmitarbeitern zu sein. Diese sollten das Buch wohl nur in ihrer „Dienstpause“ lesen, wenn sie einen Sinn für Humor vorweisen können.

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  • Ein Krimi abseits des Mainstream

    Kopflos im Kofferraum

    hasirasi2

    13. September 2015 um 20:32

    Das Buch hat es ja ganz schön in sich, dabei fängt es so harmlos an. Borg und sein Partner Romanov haben eine Detektei namens „Mystica“, die sich auf das Wiederfinden von Haustieren spezialisiert hat. Ihr neuer Klient ist irgendwie komisch, undurchsichtig. Sie sollen für ihn den Verkäufer eines bisher unbekannten Meereslebewesens finden, der nicht zum verabredeten Termin erschienen ist.   Leider ist der gesuchte Verkäufer tot und die Spur führt ausgerechnet zu „Mystica“. Dies ruft Bors alten Gegenspieler Talbot, den Leiter der Mordkommission, auf den Plan. Borg war früher sein Vorgesetzter bei der Polizei, das hat ihm Talbot bis heute nicht verziehen.   Die Detektive und auch die anderen Protagonisten sind herrlich schräg. Borg und Romanov fahren einen alten Leichenwagen mit hohem Wiedererkennungswert. Außerdem war Romanov früher Zauberer und unterhält die Klienten mit Taschenspielertricks. Auch aus der einen oder anderen brenzligen Situation können sie sich nur mit Hilfe seiner sehr speziellen Kenntnisse befreien. Die Personenbeschreibungen sind wirklich genial, selbst der kleinste Statist fällt irgendwie aus der Rolle und ist skurril.   Die Handlung bleibt lange undurchsichtig und verwickelt, sodass man keine Chance hat, den Fall vor dem Ende selber zu lösen. Einige Szenen sind dabei regelrecht filmreif.   Leider dreht sich das Buch mit dem letzten Drittel zu sehr und lebt dann ausschließlich von der rohen Brutalität der Taten. Das finde ich sehr schade, denn die Morde am Anfang waren auch „gut“ ohne so überdeutlich beschrieben zu werden. Auch die wirklichen Hintermänner des Ganzen hatte ich überhaupt nicht auf der Platte.   Als sehr positiv möchte ich den unglaublich eloquenten intelligenten Schreibstil und Humor des Autors erwähnen. Er spielt mit der Sprache und malt regelrecht mit Worten, dass erwarte ich eher bei einer Novelle als bei einem Krimi, aber ich finde es wundervoll und es hat mich nachhaltig beeindruckt.   Hinzu kommt, dass das Buch sehr gesellschaftskritisch ist. Die Handlung ist immer hart am aktuellen Tagesgeschehen: es geht um Neonazis, Moscheen und Ausländerpolitik, aber auf locker leichte Art und ohne erhobenen Zeigefinger oder Wertung.   Auch das Cover ist außergewöhnlich, aber die Schrift ist zu Beginn etwas schwer zu Lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich im Buchladen sofort erkennen würde, dass es ein Krimi ist (es könnte auch was Satirisches sein). Aber dadurch fällt es auf jeden Fall auf und man fühlt sich animiert, es in die Hand zu nehmen – und spätestens dann habt ihr mich, denn die Haptik ist genial.

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  • Absurder Krimi

    Kopflos im Kofferraum

    Julia2610

    13. September 2015 um 17:10

    Klappentext Wer seine Detektei Mystica nennt und einen Leichenwagen als Dienstgefährt benutzt, legt es darauf an, die Kundschaft aus schrägen Vögeln zu rekrutieren. Dass sich Borg und Romanov bei ihrer Suche nach einem seltenen Krebs allerdings mit Sargdesignern, Kryptozoologen und einem Hippie-Medium herumschlagen müssen, geht selbst ihnen ein bisschen zu weit. Als Borg ein Mord angehängt wird, und sein Nachfolger als Leiter der Mordkommission alles daran setzt, ihn hinter Gitter zu bringen, beginnt eine fulminante Jagd nach Antworten. Warum nagelt jemand einen türkischen Totengräber an ein Hakenkreuz? Was verheimlicht das Bestattungsunternehmen? Wie oft kann man lebendig begraben werden, ohne den Verstand zu verlieren? Wer serviert wem vom Aussterben bedrohte Tiere und wie kommt der Kopf des Klienten in den Kühlschrank der Detektei? Meine Meinung Ich bin überhaupt nicht in das Buch reingekommen. Obwohl Borg und Romanov zwei chaotische Personen sind und mich durch ihre lockere Art und lustige Sprüche erreichen sollten, schaffen sie es nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es noch kommen wird, denn eigentlich muss man die beiden doch mögen.  Normalerweise finde ich diese Art von Humor großartig. Trocken und ein wenig schwarz ist eigentlich eine perfekte Kombination, die ich wirklich lustig finde. Aber bei einigen Sprüchen bleibt es dann bei einem kleinen Schmunzeln, weil manche sind so drüber, dass ich sie einfach nicht witzig finde. Aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass das Buch eventuell eher für Männer ist? Mein Mann hat den Klappentext gelesen und auch schon mal ein paar Seiten und war begeistert. Für ihn ist es auf jeden Fall etwas. Zudem lernt man im Laufe des Buches so viele verschieden Personen kennen, dass man schon ziemlich durcheinanderkommt, wenn man nicht konzentriert liest. Nachdem mich der Anfang nicht überzeugt hat, hat sich das im Mittelteil ein wenig geändert und die Lösung des Falls hat Fahrt aufgenommen und ich habe gerne weitergelesen, weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Ich hatte Hoffnung, dass es bis zum Ende so weitergeht, aber leider Fehlanzeige.  Es ist alles ein wenig an den Haaren herbeigezogen, sehr abstrus und skurril und so langsam "quäle" ich mich wirklich ein wenig durch das Buch...Das Ende war dann nur noch brutal und die Auslösung des Falls war für mich auch nicht überzeugend. Ich war ehrlich gesagt froh war, dass es "nur" 288 Seiten hat und nicht noch mehr. Normalerweise mag ich Bücher mit dieser Art von Humor, aber er kam nicht bei mir an und das Buch konnte mich nicht überzeugen - schade. 

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