Markus Orths Die Tarnkappe

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Inhaltsangabe zu „Die Tarnkappe“ von Markus Orths

Unsichtbar sein - wer wünscht sich das nicht? Unsichtbar sein. Sehen können, ohne selber gesehen zu werden. Dinge tun, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen: Jeder hat sich das schon einmal gewünscht. Simon Bloch, Mitte vierzig, erhält eine solche Chance. Seinen Lebenstraum – Filmkomponist zu werden – hat er längst beerdigt und sich eingenistet in alltäglicher Routine. Da gelangt er vollkommen unerwartet in den Besitz einer seltsamen Kappe. Als er sie aufsetzt, verschwindet er vor seinen eigenen Augen. Blochs Leben gerät aus den Fugen. Zunächst versetzen ihn die neuen Möglichkeiten in einen Rausch. Doch bald werden seine Fragen dringlicher: Wer hat ihm die Tarnkappe zugespielt? Wie funktioniert sie überhaupt? Und: Was macht sie mit ihm?

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  • Wie stark kann die Eigenwahrnehmung von der Fremdwahrnehmung abweichen?

    Das Zimmer
    Nil

    Nil

    08. December 2016 um 10:03

    „Dummen Menschen ist häufig nicht bewusst, dass sie dumm sind. Sie spüren möglicherweise, dass etwas nicht stimmt, vielleicht merken sie auch, dass sich die Dinge nicht so entwickeln, wie sie sich das vorgestellt haben, doch nur wenige von ihnen ziehen den Schluss, dass dies an ihnen selbst liegen könnte." (Seite 43) Nun beziehen wir noch den Fakt ein, dass es Menschen gibt bei denen die Eigenwahrnehmung sehr stark von der Fremdwahrnehmung abweicht und das dieser Gedankengang vom Protagonisten des Romans geäußert wird. Ist er überheblich und arrogant oder hat er die Welt als solches nicht begriffen? Jonas Karlsson hat mit seinem Roman ‚Das Zimmer‘ einen unterhaltsamen Roman vorgelegt, der genau dieses Thema beleuchtet. Wie weit liegen Fremd- und Eigenwahrnehmung auseinander und was macht die eigene Perspektive aus simplen Fakten. Ich finde den Roman sehr gelungen, da er emotionslos eine emotionsaufgeladene Situation wiedergibt und sich auf nur einen Umstand konzentriert: Das Zimmer. Da ist dieser Mitarbeiter, Björn, der gerade die Abteilung gewechselt hat und sich schnellstmöglich einarbeiten möchte um Chef zu werden. In der ersten Zeit entdeckt er ein Zimmer neben den Fahrstühlen und damit beginnt eine große Auseinandersetzung mit den Kollegen in dieser Abteilung. Dieser Roman birgt herrliche Zitate, die uns Björn so lebendig und mit seiner ganzen Weltfremdheit näher bringt: „Er sah mich mit diesem müden, ignoranten, leicht dümmlichen Blick an, den man so häufig bei Menschen antrifft, die es nicht gewöhnt sind, die größeren Zusammenhänge im den kleinen Dingen zu sehen." (S 28) „Einzig und alleine, weil mir vollkommen bewusst ist, dass Intelligenz und Ausstrahlung allen Mittelmäßigen schon immer ein Dorn im Auge gewesen sind."( S 72) Fazit: Kurzweilig & pointiert, gut übersetzt. Ein richtiges gutes Buch! Uneingeschränkt empfehlenswert. Daher unbedingt lesen! PS: Wer "Die Tarnkappe" von Markus Orths mochte, wird auch diesen Roman gut finden!

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  • Leserunde zu "Billy Backe und Mini Murmel" von Markus Orths

    Billy Backe: Billy Backe und Mini Murmel
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    Fantasy, Wortwitz und ein tierischer Held mit Knuddelfaktor! Wir laden zu einem neuen Abenteuer mit "Billy Backe" von Markus Orths ein. Findet gemeinsam heraus was mit Mini Murmel passiert ist & bewerbt Euch direkt zur Leserunde.ab 5 JahrenGanz Walle Wacke ist in heller Aufregung: Am Murmelhügel ist ein Heißluftballon gelandet! An Bord: das kleine Murmeltier Mini Murmel. Warum wurde es weggeschickt? Wo sind seine Eltern? Sofort brechen Billy Backe und seine Freunde Polly Posthörnchen, der Schrönk und Billy the Kid auf, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen - und begegnen Strumpfnasenindianern, Klapperkrokodilen und Fliegenden Orcas LeseprobeMarkus Orths wurde 1969 in Viersen geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg und lebt heute als Autor mit Frau und drei Kindern in Karlsruhe. Im Verlag Schöffling & Co erschien soeben sein zehntes Buch, der Roman Alpha & Omega - Apokalypse für Anfänger (2014). Drei seiner Romane sind in insgesamt sechzehn Sprachen übersetzt worden. Seine Texte wurden u.a. ausgezeichnet mit dem Telekom-Austria-Preis (2008) in Klagenfurt, dem Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld (2009) und dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar (2011). Ich suche für die Leserunde zu "Billy Backe und Mini Murmel" von Markus Orths Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Gerne auch mit Kindern im entsprechendem Lesealter ab 5 Jahren Hierfür werden 10 Bücher zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns auch über Blogger in der Leserunde. Solltet Ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung Eure Blogadresse bei. Bewerbungfrage:  Wie ist Euer Eindruck zur Leseprobe?*** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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  • Rezension zu "Die Tarnkappe" von Markus Orths

    Die Tarnkappe
    Nil

    Nil

    Verschwinden und unsichtbar sein, wer will das nicht ab und an mal? Die Tarnkappe von Markus Orths ist ein bemerkenswerter Roman. Es geht wie der Titel schon verrät um eine Tarnkappe. Diese Tarnkappe fällt Simon Bloch, ein durchschnittlicher Mann Mitte Vierzig, in die Hände durch einen Freund aus Kindertagen, Georg. Simon empfindet zunächst Ekel als er die Kappe betrachtet, speckig und dreckig ist sie. Doch nachdem er sie entsorgt hat, überfällt ihn ein Drang die Kappe aufzusetzen und er beschafft sie sich wieder. Es wird zu einer Sucht für ihn die Tarnkappe aufzusetzen und zu verschwinden, sein Leben verändert sich komplett. Die Geschichte nimmt auch noch eine dramatische Wendung, denn seine Jugend holt ihn ein. Einerseits ein spannender Roman mit einer mitreisenden Geschichte die phantasievoll erzählt wird und andererseits eine dramatische Sicht auf das menschliche Wesen und was ihn und sein Selbstbewußtsein ausmacht. Die Geschichte steht stark im Vordergrund und die philosophischen Abschweifungen sind nahezu perfekt eingebaut. Auch die sprachliche Eleganz mit der Markus Orths uns diesen Roman präsentiert ist grandios. Hier zwei Zitate die mir sehr gefallen und auch einen Einblick in den melancholischen Ton der im Roman herrscht: 'In der größten nähe ist man sich manchmal am fernsten.' und 'Die Wahrheit ist eine menschliche Kategorie, die vollkommen sinnlos ist. Die einzige Kategorie, die zählt, heißt Effektivität.' Mir persönlich war der Autor trotz vieler bemerkenswerter Publikationen vor diesem Werk noch nicht bekannt, aber ich bin außerordentlich froh Markus Orths für mich entdeckt zu haben, dank eines guten Tips einer Freundin. Auch muss ich dem Verlag Schöffling ein Kompliment der Buchgestaltung machen, das Cover passt sehr gut zum Roman und die Seiten sind prima gestaltet, nicht zu viel und nicht zu wenig Text. Prädikat lesenswert!

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  • Rezension zu "Die Tarnkappe" von Markus Orths

    Die Tarnkappe
    Petruscha

    Petruscha

    10. January 2012 um 18:03

    MO ersinnt in seinem Roman, was aus einem Durchschnittsmenschen werden könnte, wenn er denn unsichtbar wäre. Für MO ergibt sich daraus die Frage, ob dieser Mensch dann noch existent sei. Für mich nicht, da Eremiten und Blinde, die weder besonders auf Wahrnehmung bedacht sind oder sich gegenseitig sehen, durchaus existent sind. Sich nur im Dialog wahrzunehmen halte ich für eine Erste-Welt-Marotte. Wird darum ständig und überall über sich selbst gequatscht? Um sich ein wenig mehr lebendig zu fühlen? Zurück zum Roman: Der Protagonist Simon findet sich und alle anderen öde und grau, sieht für keinen Menschen Grund zur Freude am Leben. Er lebt praktischer Weise allein, damit er sich nicht mit jemanden auseinandersetzen muss und MO hat tatsächlich den Uraltkniff des plötzlichen-verwitwet-seins gewählt – au weia! Da wurde ich schon misstrauisch und schaute nach, aus welchem Jahrgang MO stammt – 1969, also ist er gar nicht alt. Neben dem verbitterten Tenor seines Romans fielen mir noch zwei Altherrenklamotten auf: A) die lustvoll nackt schlafende Frau und B) die Frau, die sich ihre Haare stundenlang vor einer Spiegelkommode im Schlafzimmer bürstet. A ist ein Spannermythos und B stammt aus einer Zeit, als Badezimmer noch nicht geläufig, sondern Toiletten und Waschbecken auf dem Gang üblich waren. Das Erzähltempo nimmt leider rasant gegen Ende zu, so dass viele Ideen in kurzen Absätzen abgehandelt wurden. Was die Tarnkappe und ihre Herkunft angeht, war ich nicht zufrieden. Warum werden Kleider, Plomben und Knöpfe mit unsichtbar, sogar Dinge, die eine unsichtbare Hand verbirgt? Warum das Märchenhafte der Tarnkappe zwanghaft technisieren, aber der Tarnkappe einen eigenen Willen zuschreiben? Ich dachte beim Lesen oft den Begriff: Kantinenphilosophie. Da der Roman so beliebt ist, liegt es wohl mal wieder an mir – gut, dass es verschiedene Bücher für verschiedene Menschen gibt! Notiz: in Tommy Jauds Roman "Millionär" arbeitet der Protagonist Simon in einer Beschwerdeagentur. Zufall?

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