Max

von Markus Orths 
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Max
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kassandra1010s avatar

Während all dieser kunstschaffenden Jahre wird er begleitet von mutigen und großartigen Frauen, die Max zu einem großartigen Künstler machen

J

Sieht aus wie eine Roman-Biografie. Ist ein wunderbarer Text von beeindruckender Sprachlichkeit, der spüren lässt, wie Kunst entsteht

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Inhaltsangabe zu "Max"

Das Panorama einer wahnwitzigen Zeit. Und mittendrin: Max Ernst. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor dem wilhelminischen Vater, später vor dem Nationalsozialismus. Er sucht die eine Frau, die er lieben kann. In Deutschland, im wilden Paris der Zwanzigerjahre, im Exil in den USA. Viele seiner Freunde und Frauen sind berühmte Menschen dieser Zeit: Pablo Picasso, André Breton, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim. Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahrhundert und einen seiner großen Künstler. Markus Orths erzählt so lebendig und ansteckend, dass man in jeder Zeile die Leidenschaft spürt, mit der dieser Roman geschrieben wurde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446256491
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:21.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 29.08.2017 bei Audiobuch erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Während all dieser kunstschaffenden Jahre wird er begleitet von mutigen und großartigen Frauen, die Max zu einem großartigen Künstler machen
    Ein Leben für die Kunst!

    Mit Markus Orths gehen wir als Leser auf eine wunderbare Reise. Max Ernst, ein Künstler, der die Freiheit über alles in der Welt liebte und schon in der Kindheit gegen sein Elternhaus rebellierte, wächst und gedeiht 1920 in Paris. Als verarmter, zwischen Wahnsinn und Kunstsinn schwankender junger Künstler trifft er auf Gleichgesinnte.

    Als der Krieg ausbricht und Hitler in Paris einmarschiert, ist Max schon auf der Flucht. Doch auch er wird von den Franzosen interniert, flieht mit mehr Glück als Verstand nach Portugal in sein finales Exil nach Amerika.

    Während all dieser kunstschaffenden Jahre wird er begleitet von mutigen und großartigen Frauen, die Max erst zu dem großartigen Künstler machten, die er immer zu hoffen wagte.

    Begleitet von seiner ersten Frau Lou, über eine dramatische Galapaul hinweg zu Marie-Berthe, die ihn so einiges lehrte. Mit Leonora findet er eine Gleichgesinnte und in Peggy findet er seine Rettung aus dem Exil, aber nur Dorothea hält ihn so lange am Leben.

    Orths Einblick in Max Ernst so kompliziertes und künstlerisches Leben ist nicht einfach, begleitet von Flucht, Verfolgung und dem inneren Drang, Kunst zu erschaffen, gelingt es ihm aber exzellent, ein eigenes und offenes Bild von dem Menschen Max Ernst zu zeichnen.

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    Linatosts avatar
    Linatostvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Zum Ende hin doch etwas enttäuschend...
    Thema verfehlt

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich bin vor kurzem nach Brühl gezogen und brannte darauf dieses Buch zu lesen. Das Leben von Max Ernst hat mich auch gerade durch das Buch doch im Großen und Ganzen sehr begeistert. Es beeindruckt mich immer wenn Menschen ihren eigenen Weg gehen egal welche Steine so im Weg liegen. Aber leider hatte ich zu ¾ des Buches das Gefühl, dass dieses Buch nicht wirklich von Max Ernst handelt sondern von den Frauen, die ihm in seinem Leben so begegnet sind L Schade!

    Die Kapitel des Buches sind mit den Vornamen der Frauen, die nach Meinung des Autors besonders prägend für die Lebensabschnitte von Max Ernst waren, betitelt. Und so fingen die Kapitel schon meist mit der Geburt und Familiengeschichte der jeweiligen Frauen an. Leider ist der Schwenk zu Max dann er unglücklich oder gar nicht gekommen. Oft war Max immer nur eine Randfigur die auch im Leben der Frau vorkam. Max wurde für mich nicht richtig greifbar.

    Sprachlich war das Buch für mich überragend! Oft benutzte der Autor zusammengesetzte Wörter wie Galamax um die enge Verbindung der beiden Personen zu verdeutlichen. Für mich und meinen Geschmack hat das absolut funktioniert.

    Trotz allem habe ich dem Buch 4 Sterne gegeben, da ich wirklich sehr gut unterhalten wurde und es nicht schlecht bewerten wollte nur weil mal wieder die Klappentexte nicht so glücklich ausgefallen sind.

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    Julia_Eismannvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Sieht aus wie eine Roman-Biografie. Ist ein wunderbarer Text von beeindruckender Sprachlichkeit, der spüren lässt, wie Kunst entsteht
    Starke Sprache, spannende Geschichte

    Es sind die wunderbaren Perlen in der Belletristik: Spannende Geschichten, gleichzeitig eine Sprache, die dazu verleitet, laut zu lesen. Wie großartig, die Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern auf diese Weise zu bebildern und zu vertonen gleichzeitig. Es ist als ob der Leser mitgenommen würde in die Gedankenwelten der Künstler und auf diese Weise verstehen lernt, was sie antreibt zu den Werken, die entstehen in einer Zeit, in der so vieles drängt und wichtiger erscheint als die Kunst - und gleichzeitig nie irgendetwas so sehr wichtig sein kann wie sie
    Großartig geschrieben, wunderbar gemacht. Applaus für dieses Buch!

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    Federfees avatar
    Federfeevor 8 Monaten
    Mitreißend erzählt: das unglaubliche und verrückte Leben des Dadamax

    5,5 von 5 Sternen ;-)

    Eine Romanbiografie über das dramatische Leben des Surrealisten Max Ernst, verbunden mit den sechs wichtigsten Frauen seines Lebens

    Für mich ist das eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe, ein Highlight. Es ist eine Biografie, ein Roman, eine Kunst- und Zeitgeschichte und das alles kurzweilig, aber anspruchsvoll erzählt.

    "Mein Vagabundieren, meine Unruhe", so nennt es Max Ernst selbst. Er vagabundierte in seinen Beziehungen, er vagabundierte durch die reale Welt und die der Kunst. Das lag aber nicht nur an ihm, sondern auch an den Zeiten: Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Mitbegründer von DADA und Surrealismus, Leben in Deutschland, Frankreich, den USA, Internierung und Flucht. Das war ein so außergewöhnliches, abenteuerliches und reich gefülltes Leben wie man es kaum erfinden könnte.

    Im Rahmen seiner Lebensgeschichte von der Geburt bis zum Tode lernen wir die wichtigsten Frauen kennen (es gab noch viele andere …) und sehen Max auch durch ihre Augen:

    die Kölner Jüdin Luise (Lou) Straus (erste Ehefrau), die ménage-à-trois in Paris mit seinem Seelenfreund Paul Éluard und dessen Frau Gala (später Dalís Frau und Muse), die zweite Ehefrau Marie-Berthe Aurenche, die leidenschaftliche Liebe zwischen ihm und der jungen Engländerin Leonora Carrington, Peggy Guggenheim, die reiche Kunstsammlerin, Ehefrau Nr. 3 und dann endlich die Malerin Dorothea Tanning, seine vierte Ehefrau, bei der er zur Ruhe kommt und mit der er bis zu seinem Tode lebt.

    Es geht aber nicht nur um Frauen, sondern wir lernen auch eine Menge über die Geschichte der damaligen Zeit, über Dada und den Surrealismus, über Maltechniken und das alles in einer teilweise außergewöhnlichen Sprache, der jeweiligen Person angepasst, mal expressionistisch, mal wie ein dadaistisches Wortspiel.

    "Meine kreative Kraft ging in die Sprache, die Ausgestaltung der Szenen, Monologe, Dialoge, erfundene Briefe, in die Dramaturgie und die Perspektivenwechsel etc." (der Autor Markus Orths in einem Interview)

    Ganz nebenbei lernt man durch wenige verständliche Sätze das Wesentliche einer Kunstrichtung oder etwas über Kunst überhaupt:

    "Doch ein Bild eröffnet nicht das, was zu sehen ist, sondern das, was nicht zu sehen ist." (Orths 40)

    "Der Realismus verdeckt unter Umständen mehr, als er enthüllt. Er richtet den Blick auf das Bekannte und lullt uns ein." (Orths 534)


    Erwähnt werden muss noch, dass die Fakten stimmen, denn es gab ein Fachlektorat des wissenschaftlichen Leiters des Max Ernst Museums Brühl, so dass die Richtigkeit von Daten, Titeln, Orten und Ausstellungen garantiert ist.

    Leider gibt es keine Fotos, aber das hätte den (finanziellen) Rahmen des Buches sicher gesprengt. Zum Glück kann jeder im Internet eine Menge dazu finden. Orths Buch verlockt geradezu, sich näher mit Max Ernst und dem Surrealismus zu beschäftigen.

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    TanyBees avatar
    TanyBeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Das Leben von Max Ernst als Roman erzählt. Aber auch ein Buch über die starken Frauen in seinem Leben. Große Empfehlung!
    Max und die Frauen

    Max- Das ist der Künstler Max Ernst, 1891 geboren, Mitgründer des Dada, später Surrealist. Dieser Roman erzählt seine Lebensgeschichte, aber nicht als nüchternes Sachenbuch, sondern als Roman, mit Emotionen und Leidenschaft. Doch der Autor Markus Orths erzählt nicht nur das Leben von Max Ernst. Die 6 Abschnitte des Buches sind überschrieben mit Frauennamen und stehen für die 6 Frauen, die in Max Ernsts Leben eine große Rolle gespielt haben. Der Leser erfährt viel über das Leben dieser Frauen, denn die meisten waren selbst erfolgreich und bekannt, ob als Künstlerin, Journalistin, Muse oder Mäzenin.

     

    Überhaupt kann man fast jeden Namen, der im Buch vorkommt, bei Wikipedia eingeben und erhält einen langen Artikel. Denn viele von Max Ernst Freunden waren auch Künstler. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich neue Kunstrichtungen entwickeln oder wie künstlerische Gruppen sich entzweien. Viele der Namen wie Hans Arp oder Leonora Carrington sagten wir vorher wenig oder gar nichts und es war sehr spannend sie kennen zu lernen und über sie zu recherchieren.

     

    Max Ernst hatte ein unangepasstes Leben. Er gab nicht viel auf die Konventionen der Zeit. Für ihn wichtig waren die Liebe und die Kunst. Aber er hat auch zwei Weltkriege miterlebt.

     

    Besonders faszinierend finde ich, wie man durch diesen Roman einen ganz anderen Zugang zu seinen Bildern erhält. Oft habe ich Lesepausen eingelegt und mit am PC die erwähnten Bilder angeschaut. Und wenn ich vorher im Museum vielleicht schnell daran vorbeigegangen wäre, so sehe ich nun viel mehr darin.

     

    Interessant ist auch, wie der Autor seine Sprache an die jeweiligen Umstände anpasst und sie somit noch greifbarer macht. Ich bewundere Markus Orths für seine Vielfältigkeit, denn wir haben auch zwei Kinderbücher von ihm im Regal stehen, die wir sehr lieben. (Billy Backe! Große Empfehlung!)

     

    Max ist ein tolles Buch. Spannend und leidenschaftlich erzählt und gleichzeitig lernt man so viel. Nicht nur ein Buch über Max Ernst, sondern auch eines über starke Frauen und ihr Leben. Über Dada und Surrealismus. Über die Emigration von Künstlern im zweiten Weltkrieg. Eine klare Leseempfehlung!

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    Inkasbuechers avatar
    Inkasbuechervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unbedingte Leseempfehlung
    Das Meer in uns - Das Leben des Max Ernst

    Spätestens mit den Worten aus dem Prolog: „Das Meer in uns“, hat mich dieses Buch gefangen.

    Es handelt vom Leben des Künstlers Max Ernst, oder  besser gesagt,  von den Frauen, die Max Ernst durch sein Leben begleitet haben. Es handelt  auch von der Zeit der ersten Hälfte den zwanzigsten Jahrhunderts mit den aufregenden Umwälzungen in Kunst, Gesellschaft, Politik, den beiden großen Kriegen und den Gräueltaten des dritten Reichs. Das Leben des Max Ernst, das hier furios erzählt wird, ist ein Spiegel der Zeit, in der er lebte. Der Leser fühlt die Kraft der Kunst, die aus ihm strömt, die Nöte und Ängste, die ihn umfangen aber auch das Rauschhafte, das insbesondere in der Zeit zwischen den Weltkriegen um sich greift.  Das Leben des Max Ernst ist eine Parabel für seine Zeit.

    Die Erzählsprache ist besonderes zu Beginn des Buches von einer starken Symbolik geprägt, deren Akzeptanz vom jeweiligen Geschmack des Lesers abhängig ist. Dorothea, seine letzte Frau, kommt vielleicht etwas zu kurz. Dies mag daran liegen, dass von da ab das Leben des Max Ernst, aber auch das gesellschaftliche Leben, zumindest in den westlichen Staaten, in ruhigeren Bahnen verläuft, als zu Beginn des Jahrhunderts. Auch wenn der Autor an ein oder zwei Stellen seine erzählerische Freiheit in meinen Augen in unglaubwürdiger Art ausweitet, ich beziehe mich hier auf die Begegnung mit Ian Flemming, ist das Buch überaus lesenswert. Es ist lehrreich und begeisternd. Wer zuvor einen persönlichen Mangel im Verständnis des Dadaismus beklagt haben mag, wird sich nach der Lektüre dieses Buchs sicher besser fühlen. So leicht habe zumindest ich noch nie den Zugang zu einer fremden Materie gefunden. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir!

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    kalligraphins avatar
    kalligraphinvor 9 Monaten
    Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert

    "Max. Du bist anders. Anders als wir. Von Anfang an anders. Ich weiß nicht, ob das gut ist oder schlecht." (34)

    Max Ernst - Dadaist, Surrealist, Künstler. Wer sich ohne Expertise und mit dem naiven Anspruch, dass Kunst gefallen sollte, seinen Werken nähert, mag ähnlich empfunden haben wie ich. Irritiert, nicht gerade begeistert, fast gelangweilt. Mir fehlte der Zugang.
    Als ich nun den Roman "Max" las, erhoffte ich mir, mich Max Ernst und seiner Kunst nähern zu können. Und ich glaube, es ist gelungen...
    Vielleicht bin ich aber auch schlicht und ergreifend der schriftstellerischen Kunst Markus Orths' erlegen. Denn dieser Roman ist ein Kunstwerk für sich - und gleichzeitig eine geniale Hommage an Max Ernst und den Surrealismus.

    "Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert."
    Die Geschichte hangelt sich anhand seiner Liebesbeziehungen durch das Leben von Max Ernst: Da waren die tüchtige Lou, die Muse Gala, die gefallsüchtige Marie-Berthe, die düstere Leonora, die reiche Peggy und die "Wolke Vier"-Frau Dorothea. Wir lernen diese Frauen kennen und durch sie auch Max.

    Dieser Roman ist ein Ausnahmeroman. Ich wüsste ihn mit keinem anderen zu vergleichen. Er ist unfassbar intensiv und kunstvoll geschrieben.
    Die Geschichte hat mich mitgerissen. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) habe ich selten ein Buch so langsam gelesen wie dieses.

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    Hortensia13s avatar
    Hortensia13vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Speziell geschriebene, aber interessante Biografie über den Künstler Max Ernst
    Ausflug ins Dada

    Max Ernst ist Künstler und sucht seinen Schaffensweg und eine Frau, die es mit ihm ausgält. In Deutschland, im wilden Paris der Zwanzigerjahre, im Exil in den USA. Als Mitgründer des Dadaismus und später als Surrealist trifft er auf seinem Weg viele Berühmtheiten: Pablo Picasso, André Breton, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim. 
    Der Autor entfaltet dem Leser die Persönlichkeit Max Ernst auch aus sich seiner sechs wichtigsten Frauen und Weggefährten aus seinem Leben. Der Schreibstil ist dabei genauso künstlerisch wie der Inhalt. Teils skurril poetisch mit einem Hauch Philosophie hat der Autor diese Biografie gestaltet, was diese Lektüre eigenartig, aber auch interessant macht.

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    Sabine_Hartmannvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Kraftvoll und spannend erzählt
    Kraftvoll

    Sechs Frauen bestimmen das Leben von Max Ernst – oder bestimmt er ihres? Jedenfalls hat Markus Orths das Leben des genialen Malers und Bildhauers, das er in seinem Roman erzählt, nach ihnen gegliedert. Es dauert lange, bis Max seine „Stimme“ und die endgültige Frau als Begleiterin findet. Doch den Weg dahin beschreibt Orths mit Verve und Leidenschaft, anhand zahlreicher Episoden, die Verständnis erzeugen, gleichzeitig aber auch Fragen stellen, denn es hätte alles auch ganz anders ausgehen können, wenn die Zeitumstände andere gewesen wären.

    So entsteht aus den zahlreichen Puzzlesteinen ein spannendes Bild der Entwicklung Max Ernsts, aber auch der Zeitgeschichte.

    Man taucht in das Buch ein treibt bis zum Ende, einziger Wermutstropfen, das Ende kommt – und das ein bisschen ruckartig. Gerne hätte man mehr erfahren über Ernsts letzte Station.

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    Aischavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wortgewaltige Schilderung des Jahrhunderkünstlers Max Ernst, fulminant und fesselnd, wie sein Leben und sein Werk.
    außergewöhnliche Künstlerbiografie über einen außergewöhnlichen Künstler

    Ein Roman über Max Ernst, ein Buch über einen Künstler, über seine Frauen, über die Leidenschaft, über Liebe, Verzweiflung und immer wieder: über Kunst.

    Markus Orths ist ein außergewöhliches Buch gelungen, in ganz eigener Sprache nähert er sich dem Ausnahmetalent Max Ernst an. Die Geschichte, obgleich nicht immer einfach zu lesen, zieht von der ersten Seite an in ihren Bann. Der Protagonist ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, sein "Verschleiß" an Frauen ist enorm, die Rolle als Ehemann und Familienvater definiert er sehr individuell. Manche Frau zerbricht an ihm, er ist ein Getriebener.

    Dabei rauscht der Roman förmlich durch die Jahrzehnte, der Leser erlebt den Irr-Witz des Dadaismus, den Irrsinn beider Weltkriege sowie Verfolgung und Flucht vor den Nationalsozialisten aus Sicht von Ernst und seinen Frauen. Die Geschichte ist voller Ecken und Kanten, immer fesselnd, aber durchaus auch schwere Kost. Über manches Sprachbild bin ich gestolpert, einige Dialoge oder Handlungen blieben auch nach wiederholtem Lesen unverständlich.

    Doch das ist gut so. Der Roman erzeugt große Emotionen, er fordert auf zu eigenen Interpretationen, er amüsiert, verwirrt, macht betroffen, stellt große Fragen. All das soll Kunst. "Max" ist ein Buch über einen Künstler, mit dem Markus Orths selbst ein Kunstwerk gelungen ist. Sehr zu empfehlen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hanser_Verlags avatar
    Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert

    Liebe LovelyBooks-Leserinnern und -Leser,

    wir laden euch herzlich ein zu einer gemeinsamen Leserunde zu „Max“, von Markus Orths.
    Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahrhundert und einen seiner großen Künstler: Max Ernst.
    Max kämpft. Max flieht, Max sucht. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor den Menschen, die ihn nicht verstehen. Er sucht die eine Frau, die er wirklich lieben kann. 


    Zum Inhalt des Buches

    Dieses Buch entwirft das Panorama einer wahnwitzigen Zeit. Und mittendrin: Max, Max Ernst. Von seiner Rebellion gegen den wilhelminischen Vater über das Treiben durch das wilde Paris der zwanziger Jahre bis zu seinem entbehrungsreichen Leben auf der Flucht und im amerikanischen Exil.

    Viele seiner Frauen und Freunde sind berühmte Menschen dieser zeit: Leonora Carrington. Peggy Guggenheim, Pablo Picasso, André Breton. Sie alle sind getrieben von ihrer Verzweiflung, ihrem Rausch, ihrer Lust. Das ist so lebendig wie ansteckend erzählt – in jeder Zeile spürt man die Leidenschaft, mit der dieser Roman geschrieben wurde.  


    Eine Leseprobe findet ihr hier >


    Oder ihr lasst euch ein Stück vom Autor selbst vorlesen: 



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    Mehr zu den Hintergründen des Romans erfahrt ihr außerdem in diesen "5 Fragen an Markus Orths" >

    Markus Orths wird übrigens selbst an der Leserunde teilnehmen und gerne alle eure Fragen zu seinem Roman beantworten.

    Für die Leserunde stellen wir 20 Leseexemplare zur Verfügung, die wir unter allen verlosen, die sich über „Max“ austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.

    Bitte bewerbt euch bis zum 9. November über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und verfasst einen kurzen Eindruck zur Leseprobe: Wie hat sie euch gefallen? Warum möchtet ihr gerne weiterlesen.

    Wir freuen uns auf eure Antworten und drücken die Daumen!  

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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert – Markus Orths erzählt von einer wahnwitzigen Zeit und einem großen Künstler: Max Ernst.

    "Wer dieses Buch zur Hand nimmt, hatte vielleicht nicht vor, sich jemals so ausführlich mit dem Leben des Malers Max Ernst zu beschäftigen, und tut es dann doch, weil man von der ersten Seite an dem Stil des Autors verfällt. Markus Orths erzählt mit großer Leidenschaft und Sachverstand – und aus einer verlockenden Perspektive: Er beschreibt das Jahrhundertleben des Malers aus der Sicht der Frauen, mit denen er zusammenlebte." Brigitte Woman, 02/2018
    "'Max' ist nicht nur faszinierend zu lesen, sondern bietet auch viele Infos, da es Orths gelingt, ein Panorama einer Kunstszene im Aufbruch zu zeichnen." Süddeutsche Zeitung, 30.11.17
    "Ein echtes Lesevergnügen: Vielfarbig, kunstgeschichtlich versiert und doch fantasievoll weitergesponnen. Raffiniert lässt Orths in Beschreibungen und Dialogen die Sprechweise der Dadaisten oder Surrealisten einfließen … Ein wunderbarer Roman." Jörg Schieke, MDR Kultur, 07.11.17
    "Ein toll recherchierter biografischer Roman, der vor Kunst(-geschichten), Aufbruchstimmung, Lebensgier, Sex, Liebe und, ja, Wahnsinn strotzt – und das alles vor dem Hintergrund des Ersten und Zweiten Weltkriegs." Silvia Feist, emotion, 11/2017
    "Erzähltechnisch meisterhaft schildert Orths in Rück- und Vorblicken die Lebenswege der sehr verschiedenen Frauengestalten an der Seite des 'Maniacs' und 'Womanizers', über den es einmal treffend heißt, er habe wie eine 'Droge' insbesondere auf Frauen gewirkt." Werner Jung, Junge Welt, 10.10.17
    "Orths gelingt es, ein ungemein lebendiges Bild des 20. Jahrhunderts zu entwerfen und das künstlerische Schaffen und Streben von Max Ernst darin zu verankern - geschrieben in einem Stil, der richtig Freude macht zu lesen." Fresko, 3/2017
    "Markus Orths bedient sich einer bilderstarken, sinnlichen Sprache und jongliert gekonnt mit historischen Fakten und gut Erfundenem … In jeder Zeile spürt man, wie fasziniert der Autor von seinem Stoff ist … Eine gewinnbringende Lektüre." Joachim Feldmann, Der Freitag, 06.09.17
    "Markus Orths hat gründlich recherchiert, und es ist ihm gut gelungen, biografische Fakten in erzählerische Form zu bringen, und so ein gleichermaßen informatives und unterhaltsames Lebensbild zu zeichnen." Cornelia Müller, WDR5, 31.08.17
    "Markus Orths gelingt, was herkömmliche historische Romane im Stil von Lion Feuchtwanger oder Stefan Zweig ausgezeichnet hat: In den Geist einer vergangenen Epoche hineinzuschlüpfen, ohne Fußnoten und Belege zu bemühen, was eine unverstellte Rezeption atmosphärisch möglich macht." Gudrun Braunsperger, Ö1 Ex libris, 27.08.17

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