Markus Orths Max

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Inhaltsangabe zu „Max“ von Markus Orths

Das Panorama einer wahnwitzigen Zeit. Und mittendrin: Max Ernst. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor dem wilhelminischen Vater, später vor dem Nationalsozialismus. Er sucht die eine Frau, die er lieben kann. In Deutschland, im wilden Paris der Zwanzigerjahre, im Exil in den USA. Viele seiner Freunde und Frauen sind berühmte Menschen dieser Zeit: Pablo Picasso, André Breton, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim. Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahrhundert und einen seiner großen Künstler. Markus Orths erzählt so lebendig und ansteckend, dass man in jeder Zeile die Leidenschaft spürt, mit der dieser Roman geschrieben wurde.

Das Leben von Max Ernst als Roman erzählt. Aber auch ein Buch über die starken Frauen in seinem Leben. Große Empfehlung!

— TanyBee

Außergewöhnliches Werk über das dramatisch-bunte Leben von Max Ernst und seinen Frauen. Jeder Abschnitt bewegt, jeder Satz ist ein Genuss!

— oromis23

Eine unbedingte Leseempfehlung

— Inkasbuecher

Zum Ende hin doch etwas enttäuschend...

— Linatost

Speziell geschriebene, aber interessante Biografie über den Künstler Max Ernst

— Hortensia13

Kraftvoll und spannend erzählt

— Sabine_Hartmann

Diese Romanbiographie über Max Ernsts Leben und Lieben hat mich in seinen Bann gezogen. Erschütternd und berührend!

— PaulaAbigail

Dieses Buch ist ein einzigartiges Kunstwerk in Sprache, Dramaturgie, Figuren und Handlung! Neues Lieblingsbuch!

— Siri_quergetipptblog

Ein Hoch auf den großartigen Maler Max Ernst und ein weiteres auf Markus Orths, der ihm mit diesem Roman ein einzigartiges Denkmal setzte!

— TochterAlice

Mehr als 5 Sterne! Viel mehr! "Max" muss jeder lesen, der sich nur einen Hauch für Moderne Kunst interessiert. Ganz großer Roman!

— wandablue

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  • Max und die Frauen

    Max

    TanyBee

    15. January 2018 um 09:09

    Max- Das ist der Künstler Max Ernst, 1891 geboren, Mitgründer des Dada, später Surrealist. Dieser Roman erzählt seine Lebensgeschichte, aber nicht als nüchternes Sachenbuch, sondern als Roman, mit Emotionen und Leidenschaft. Doch der Autor Markus Orths erzählt nicht nur das Leben von Max Ernst. Die 6 Abschnitte des Buches sind überschrieben mit Frauennamen und stehen für die 6 Frauen, die in Max Ernsts Leben eine große Rolle gespielt haben. Der Leser erfährt viel über das Leben dieser Frauen, denn die meisten waren selbst erfolgreich und bekannt, ob als Künstlerin, Journalistin, Muse oder Mäzenin.   Überhaupt kann man fast jeden Namen, der im Buch vorkommt, bei Wikipedia eingeben und erhält einen langen Artikel. Denn viele von Max Ernst Freunden waren auch Künstler. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich neue Kunstrichtungen entwickeln oder wie künstlerische Gruppen sich entzweien. Viele der Namen wie Hans Arp oder Leonora Carrington sagten wir vorher wenig oder gar nichts und es war sehr spannend sie kennen zu lernen und über sie zu recherchieren.   Max Ernst hatte ein unangepasstes Leben. Er gab nicht viel auf die Konventionen der Zeit. Für ihn wichtig waren die Liebe und die Kunst. Aber er hat auch zwei Weltkriege miterlebt.   Besonders faszinierend finde ich, wie man durch diesen Roman einen ganz anderen Zugang zu seinen Bildern erhält. Oft habe ich Lesepausen eingelegt und mit am PC die erwähnten Bilder angeschaut. Und wenn ich vorher im Museum vielleicht schnell daran vorbeigegangen wäre, so sehe ich nun viel mehr darin.   Interessant ist auch, wie der Autor seine Sprache an die jeweiligen Umstände anpasst und sie somit noch greifbarer macht. Ich bewundere Markus Orths für seine Vielfältigkeit, denn wir haben auch zwei Kinderbücher von ihm im Regal stehen, die wir sehr lieben. (Billy Backe! Große Empfehlung!)   Max ist ein tolles Buch. Spannend und leidenschaftlich erzählt und gleichzeitig lernt man so viel. Nicht nur ein Buch über Max Ernst, sondern auch eines über starke Frauen und ihr Leben. Über Dada und Surrealismus. Über die Emigration von Künstlern im zweiten Weltkrieg. Eine klare Leseempfehlung!

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  • Das Meer in uns - Das Leben des Max Ernst

    Max

    Inkasbuecher

    05. January 2018 um 12:50

    Spätestens mit den Worten aus dem Prolog: „Das Meer in uns“, hat mich dieses Buch gefangen. Es handelt vom Leben des Künstlers Max Ernst, oder  besser gesagt,  von den Frauen, die Max Ernst durch sein Leben begleitet haben. Es handelt  auch von der Zeit der ersten Hälfte den zwanzigsten Jahrhunderts mit den aufregenden Umwälzungen in Kunst, Gesellschaft, Politik, den beiden großen Kriegen und den Gräueltaten des dritten Reichs. Das Leben des Max Ernst, das hier furios erzählt wird, ist ein Spiegel der Zeit, in der er lebte. Der Leser fühlt die Kraft der Kunst, die aus ihm strömt, die Nöte und Ängste, die ihn umfangen aber auch das Rauschhafte, das insbesondere in der Zeit zwischen den Weltkriegen um sich greift.  Das Leben des Max Ernst ist eine Parabel für seine Zeit. Die Erzählsprache ist besonderes zu Beginn des Buches von einer starken Symbolik geprägt, deren Akzeptanz vom jeweiligen Geschmack des Lesers abhängig ist. Dorothea, seine letzte Frau, kommt vielleicht etwas zu kurz. Dies mag daran liegen, dass von da ab das Leben des Max Ernst, aber auch das gesellschaftliche Leben, zumindest in den westlichen Staaten, in ruhigeren Bahnen verläuft, als zu Beginn des Jahrhunderts. Auch wenn der Autor an ein oder zwei Stellen seine erzählerische Freiheit in meinen Augen in unglaubwürdiger Art ausweitet, ich beziehe mich hier auf die Begegnung mit Ian Flemming, ist das Buch überaus lesenswert. Es ist lehrreich und begeisternd. Wer zuvor einen persönlichen Mangel im Verständnis des Dadaismus beklagt haben mag, wird sich nach der Lektüre dieses Buchs sicher besser fühlen. So leicht habe zumindest ich noch nie den Zugang zu einer fremden Materie gefunden. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir!

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  • Verlosung der Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams 2017

    Was man von hier aus sehen kann

    Daniliesing

    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana LekyEin Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.„Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max RhodeDieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy MontgomeryEr kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. DickEin Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie ThomasSelten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es. Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier BourdeautEine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie GarberStephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja LundeAngestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki MurakamiIch habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor TowlesEinen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay KristoffEin Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson GiolitoEndlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy NelsonSo wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay KristoffMeine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo AgualusaEin Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. TackFür Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John BoyneDieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 17 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und verratet uns folgendes:Mal angenommen, ihr dieses Jahr nur ein einiziges Buch zu Weihnachten verschenken, das für euch ein echtes Highlight war. Für welches Buch würdet ihr euch entscheiden und wieso?Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 3. Januar 2018 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!

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    • 903
  • Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert

    Max

    kalligraphin

    14. December 2017 um 23:35

    "Max. Du bist anders. Anders als wir. Von Anfang an anders. Ich weiß nicht, ob das gut ist oder schlecht." (34)Max Ernst - Dadaist, Surrealist, Künstler. Wer sich ohne Expertise und mit dem naiven Anspruch, dass Kunst gefallen sollte, seinen Werken nähert, mag ähnlich empfunden haben wie ich. Irritiert, nicht gerade begeistert, fast gelangweilt. Mir fehlte der Zugang.Als ich nun den Roman "Max" las, erhoffte ich mir, mich Max Ernst und seiner Kunst nähern zu können. Und ich glaube, es ist gelungen... Vielleicht bin ich aber auch schlicht und ergreifend der schriftstellerischen Kunst Markus Orths' erlegen. Denn dieser Roman ist ein Kunstwerk für sich - und gleichzeitig eine geniale Hommage an Max Ernst und den Surrealismus."Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert."Die Geschichte hangelt sich anhand seiner Liebesbeziehungen durch das Leben von Max Ernst: Da waren die tüchtige Lou, die Muse Gala, die gefallsüchtige Marie-Berthe, die düstere Leonora, die reiche Peggy und die "Wolke Vier"-Frau Dorothea. Wir lernen diese Frauen kennen und durch sie auch Max.Dieser Roman ist ein Ausnahmeroman. Ich wüsste ihn mit keinem anderen zu vergleichen. Er ist unfassbar intensiv und kunstvoll geschrieben.Die Geschichte hat mich mitgerissen. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) habe ich selten ein Buch so langsam gelesen wie dieses.

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  • Leserunde zu "Max" von Markus Orths

    Max

    Hanser_Verlag

    Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert Liebe LovelyBooks-Leserinnern und -Leser,wir laden euch herzlich ein zu einer gemeinsamen Leserunde zu „Max“, von Markus Orths. Im Spiegel von sechs Frauenleben entfaltet sich ein Roman über das 20. Jahrhundert und einen seiner großen Künstler: Max Ernst. Max kämpft. Max flieht, Max sucht. Er kämpft gegen die Verrücktheit einer Welt, die aus den Fugen gerät. Er flieht vor den Menschen, die ihn nicht verstehen. Er sucht die eine Frau, die er wirklich lieben kann.  Zum Inhalt des Buches Dieses Buch entwirft das Panorama einer wahnwitzigen Zeit. Und mittendrin: Max, Max Ernst. Von seiner Rebellion gegen den wilhelminischen Vater über das Treiben durch das wilde Paris der zwanziger Jahre bis zu seinem entbehrungsreichen Leben auf der Flucht und im amerikanischen Exil. Viele seiner Frauen und Freunde sind berühmte Menschen dieser zeit: Leonora Carrington. Peggy Guggenheim, Pablo Picasso, André Breton. Sie alle sind getrieben von ihrer Verzweiflung, ihrem Rausch, ihrer Lust. Das ist so lebendig wie ansteckend erzählt – in jeder Zeile spürt man die Leidenschaft, mit der dieser Roman geschrieben wurde.   Eine Leseprobe findet ihr hier > Oder ihr lasst euch ein Stück vom Autor selbst vorlesen:  Mehr zu den Hintergründen des Romans erfahrt ihr außerdem in diesen "5 Fragen an Markus Orths" >Markus Orths wird übrigens selbst an der Leserunde teilnehmen und gerne alle eure Fragen zu seinem Roman beantworten. Für die Leserunde stellen wir 20 Leseexemplare zur Verfügung, die wir unter allen verlosen, die sich über „Max“ austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Bitte bewerbt euch bis zum 9. November über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und verfasst einen kurzen Eindruck zur Leseprobe: Wie hat sie euch gefallen? Warum möchtet ihr gerne weiterlesen. Wir freuen uns auf eure Antworten und drücken die Daumen!  

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    • 507
  • Ausflug ins Dada

    Max

    Hortensia13

    09. December 2017 um 13:25

    Max Ernst ist Künstler und sucht seinen Schaffensweg und eine Frau, die es mit ihm ausgält. In Deutschland, im wilden Paris der Zwanzigerjahre, im Exil in den USA. Als Mitgründer des Dadaismus und später als Surrealist trifft er auf seinem Weg viele Berühmtheiten: Pablo Picasso, André Breton, Leonora Carrington, Peggy Guggenheim. Der Autor entfaltet dem Leser die Persönlichkeit Max Ernst auch aus sich seiner sechs wichtigsten Frauen und Weggefährten aus seinem Leben. Der Schreibstil ist dabei genauso künstlerisch wie der Inhalt. Teils skurril poetisch mit einem Hauch Philosophie hat der Autor diese Biografie gestaltet, was diese Lektüre eigenartig, aber auch interessant macht.

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  • Kraftvoll

    Max

    Sabine_Hartmann

    08. December 2017 um 10:56

    Sechs Frauen bestimmen das Leben von Max Ernst – oder bestimmt er ihres? Jedenfalls hat Markus Orths das Leben des genialen Malers und Bildhauers, das er in seinem Roman erzählt, nach ihnen gegliedert. Es dauert lange, bis Max seine „Stimme“ und die endgültige Frau als Begleiterin findet. Doch den Weg dahin beschreibt Orths mit Verve und Leidenschaft, anhand zahlreicher Episoden, die Verständnis erzeugen, gleichzeitig aber auch Fragen stellen, denn es hätte alles auch ganz anders ausgehen können, wenn die Zeitumstände andere gewesen wären. So entsteht aus den zahlreichen Puzzlesteinen ein spannendes Bild der Entwicklung Max Ernsts, aber auch der Zeitgeschichte. Man taucht in das Buch ein treibt bis zum Ende, einziger Wermutstropfen, das Ende kommt – und das ein bisschen ruckartig. Gerne hätte man mehr erfahren über Ernsts letzte Station.

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  • außergewöhnliche Künstlerbiografie über einen außergewöhnlichen Künstler

    Max

    Aischa

    08. December 2017 um 10:46

    Ein Roman über Max Ernst, ein Buch über einen Künstler, über seine Frauen, über die Leidenschaft, über Liebe, Verzweiflung und immer wieder: über Kunst. Markus Orths ist ein außergewöhliches Buch gelungen, in ganz eigener Sprache nähert er sich dem Ausnahmetalent Max Ernst an. Die Geschichte, obgleich nicht immer einfach zu lesen, zieht von der ersten Seite an in ihren Bann. Der Protagonist ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, sein "Verschleiß" an Frauen ist enorm, die Rolle als Ehemann und Familienvater definiert er sehr individuell. Manche Frau zerbricht an ihm, er ist ein Getriebener. Dabei rauscht der Roman förmlich durch die Jahrzehnte, der Leser erlebt den Irr-Witz des Dadaismus, den Irrsinn beider Weltkriege sowie Verfolgung und Flucht vor den Nationalsozialisten aus Sicht von Ernst und seinen Frauen. Die Geschichte ist voller Ecken und Kanten, immer fesselnd, aber durchaus auch schwere Kost. Über manches Sprachbild bin ich gestolpert, einige Dialoge oder Handlungen blieben auch nach wiederholtem Lesen unverständlich. Doch das ist gut so. Der Roman erzeugt große Emotionen, er fordert auf zu eigenen Interpretationen, er amüsiert, verwirrt, macht betroffen, stellt große Fragen. All das soll Kunst. "Max" ist ein Buch über einen Künstler, mit dem Markus Orths selbst ein Kunstwerk gelungen ist. Sehr zu empfehlen!

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  • Ein grandioses Buch

    Max

    heinoko

    04. December 2017 um 11:52

    „Ich male Bilder, die es nicht gibt, Bilder, wie ich sie aber sehen möchte.“ Leonor Fini Max Orth malt im vorliegenden Buch eines dieser Bilder, die es so nicht gibt, die man aber als Leser so gerne sehen möchte, voyeuristisch angehaucht vielleicht, zu erlesendes Wissen erhoffend. Der Autor öffnet mit diesem Buch ein Fenster, er zeigt einen Ausschnitt der Welt in einer ausufernden Zeit rund um Max Ernst,aber eben nur einen Ausschnitt, bewusst durch die Begegnungen mit sechs ausgewählten Frauen diesem gewählten Ausschnitt einen Rahmen gebend. Sechs Frauen, sehr junge, exzentrische Frauen, die von Max Ernst ausgesaugt werden teilweise bis zur völligen Zerstörung, bis zum Verfall der eigenen Persönlichkeit.  Die eigensinnige und eigenwillige surrealistische Malerin Leonor Fini, die allen Dogmen ablehnend gegenüberstand, begegnete Max Ernst ca. 1937 in Paris und war eine seiner unzähligen Affären, widersetzte sich jedoch aufgrund ihrer Stärke und Selbstbezogenheit erfolgreich dem Sog der Selbstaufgabe und fand bis auf eine winzige Erwähnung keinen Eingang in das Buch. Wir erleben Max Ernst im Buch nur ganz selten „Auge in Auge“. Wir müssen ihn uns aus den verschiedenen Prismen der sechs Frauen zusammensetzen, und unser Blick auf Max Ernst wird zusätzlich gefärbt von unserem persönlichen Denken, unseren Erfahrungen, unseren moralischen Urteilen. Markus Orth lässt uns die Freiheit,unser eigenes Bild von Max Ernst entstehen zu lassen. Das mag irritieren, da wir gewohnt sind, Festgefügtes zu konsumieren und es als „Wissen“ abzuspeichern. Und genau hier liegt eine der grandiosen Seiten des Buches: Wir vermeinen, nach der Lektüre des Buches mehr über Max Ernst zu wissen, sind aber vielleicht doch nur durch Spiegelbilder verführt worden, unsere eigene Moralvorstellungen anzuschauen. Max Ernst bleibt unfassbar genial, unfassbar groß, unfassbar narzisstisch, unfassbar eben. Der Autor schreibt an einer Stelle über Bilder von Geisteskranken, dass sich die Werke jeglicher Beurteilung entzogen, „man war vor den Kopf, vor die Seele gestoßen.“ Genauso fühlte ich mich stellenweise beim Lesen dieses unglaublichen Buches: vor den Kopf, vor die Seele gestoßen. Und manchmal steht der Autor selbst dawie der im Buch beschriebene Soldat, der aus dem Schützengraben klettert, einen Stock aufhebt und die um ihn herum fliegenden Granaten dirigiert, wobei der Autor nicht Granaten, sondern Wörter, Wortbilder dirigiert. Geduld braucht der Leser, denn die teils verstörende Sprache, in der über Max und andere erzähltwird, fordert Aufmerksamkeit, Nachspüren, Nachfühlen. Und genau in dieser Sprache liegt die weitere Genialität des Buches. Ein wahnwitziges Leben, eine wahnwitzige Zeit, ein wahnwitziger Künstler – und ein Autor, der eine unglaubliche Fähigkeit besitzt, all diesen Wahnwitz in atemlose Sätze, in surreale Wortbilder, in expressionistische Bildsprache zu packen, sodass nichtnur der Maler Max Ernst in seiner Besessenheit, in vielen Facetten seiner narzisstischen Persönlichkeit vorstellbar sind, sondern auch ein Zeitgemälde entsteht, das plastischer nicht sein könnte. Bei Öffnen des Buches springt uns eine aus den Fugen geratene Welt entgegen, die zu verstehen uns der Autor hilft. Die Welt der Künstler in ihrem Sich-selbst-Genügen, im Abheben in surreales Handeln und Denken. Immer wieder wurde ich beim Lesen auch an ElseLasker-Schüler und ihre intensive expressionistische Sprache erinnert. Vielleicht macht es Sinn, dieses Buch (mindestens) zweimal zu lesen, beim ersten Lesen Seite um Seite zu „trinken“, einzutauchen und sich bedingungslos dem Rausch der Sprache hinzugeben. Beim zweiten Lesen mag die Sorgfalt dazu kommen, das Genießen, das Wahrnehmen der vielen Details und Schattierungen. Und auch dannhaben wir, dessen bin ich sicher, noch lange nicht alle Facetten dieses genialen, grandiosen Buches erfasst…

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  • Ein Kunstwerk über einen Künstler

    Max

    Siri_quergetipptblog

    03. December 2017 um 08:36

    Inhalt: Dieser Roman handelt vom Künstler Max Ernst, seinem Leben und seinen Frauen. Das Buch ist in sechs Abschnitte plus Vorwort unterteilt, von denen jedes einer Frau gewidmet ist, welche eine tragende Rolle in seinem Leben spielte. Die Leser begleiten Max von der Kindheit bis ans Sterbebett, sehen ihn im Krieg und gehen mit ihm auf die Flucht. Nicht nur das: Auch über seine Frauen und schillernden Freunde wird geschrieben, wie etwa Leonora Carrington, Peggy Guggenheim und Paul Éluard. Sprache und Stil: Autor Markus Orths hat die Sprache wahrhaft künstlerisch arrangiert. Die Figuren, Dialoge und Briefe sind grandios. Die Leser sehen Max nicht nur aus der auktorialen Perspektive, sondern einen Großteil des Buches aus den Augen anderer. Die Dramaturgie ist ebenfalls gelungen.Bewertung: „Max“ ist mein neues Lieblingsbuch. Ich finde die Dramaturgie ganz wunderbar aufgezogen und liebe die Sprache, die Markus Orths so passend eingesetzt hat. Er versteht es, unpassende Vergleiche anzustellen, die doch ganz wunderbar zusammenpassen. Er mixt Oberflächlichkeit und Tiefe und das genau im richten Maß. Ich mochte Max, hasste Max, liebte Max als Figur im Roman. In diesem Buch gibt es verrückte Menschen, tragische Schicksale und inspirierende Kunst in einem. Eine klare Leseempfehlung an alle Bücherwürmer und Nichtwürmer, egal ob Kunstkenner oder nicht!

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  • Aller Anfang ist Köln

    Max

    TochterAlice

    02. December 2017 um 16:25

    Naja, fast, denn Max Ernst, der große Künstler des 20. Jahrhunderts, kommt eigentlich aus Brühl, das aber nur einen Katzensprung von der Domstadt entfernt ist. Und dorthin zieht es ihn auch mit seiner ersten Frau, Mit seiner ersten Ehefrau (von insgesamt vier!) der Kunsthistorikerin Louise Straus-Ernst, lebt er dort und wird zu einer der Gallionsfiguren der Kölner Dadaismus-Bewegung, bis es ihn fortzieht - fort von der Familie, hin zur nächsten Frau.Markus Orths kleidet das Leben des Künstlers in einen Roman und hangelt sich dabei an den Frauen im Leben Max Ernsts entlang - an sechs ausgewählten, denn es waren einige mehr, die sich für eine Zeit zu Max gesellten. Auf diese oder jene Art und Weise. Die dichterische Freiheit gepaart mit historischen Fakten zu präsentieren ist nicht leicht - Markus Orths meistert diese Herausforderung mit Bravour, spannend schreibt er und mitreißend, vermag die Charaktere, die ja "in Echt" existiert haben, in wenigen Sätzen darzustellen. Und neben den sechs Frauen Lou, Gala, Marie-Berthe, Leonora, Peggy und Dorothea sind dies noch eine Menge anderer Gestalten, Weggefährten Ernsts in der ein oder anderen Phase seines Lebens oder auch - wie Paul Elouard, Hans Arp oder Marcel Duchamp - mehr oder weniger lebenslang.Der Roman liest sich fast wie ein Umschlag der Geschehnisse in Westeuropa in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert - danach wird es um Max Ernst merklich stiller - es ist tollkühn, was Markus Orths hier wagt. Und mit Bravour meistert.Ein Meisterwerk also, eines, das ich in vollen Zügen genossen habe, nicht nur, weil ich Max Ernst als Sohn (naja, fast - siehe oben) meiner Heimatstadt Köln schon lange kenne und schätze, das Max-Ernst-Museum in Brühl oft besucht, seine Bilder im Kölner Museum Ludwig oft gesehen habe, teilweise von Kindesbeinen an.Ein Meisterwerk also, das einem (Maler-)Meister gewidmet ist und dem ich viele, viele Leser gönne! So sollte eine literarische Biographie geschrieben sein, aber ich kann mir vorstellen, dass das nur die Wenigsten schaffen. Das ist auch gut so - wenn es zu viele Meisterwerke auf der Welt gibt, relativieren sie sich!Aber so: Ein Hoch auf den großartigen Maler Max Ernst und ein weiteres auf den Autor Markus Orths, der ihm mit diesem Roman ein einzigartiges Denkmal geschaffen hat!

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  • Max Ernst, ein Leben wie ein Roman

    Max

    Petris

    02. December 2017 um 10:17

    Der erste Eindruck:Zur Zeit steht bei mir die Musik im Vordergrund. Dementsprechend wenig Zeit verbringe ich auf Lovelybooks. Doch ab und zu werfe ich doch einen Blick hinein und beantworte Nachrichten. Bei einer dieser Gelegenheiten stach mir ein Cover ins Auge. MAX, mit großen Lettern in Blau, Grün und Rot, grobe Pinselstriche. Vom Autor hatte ich noch nie gehört. Die Neugierde war geweckt.Der zweite Eindruck:Ich klickte auf das Buch und die Ankündigung der Leserunde. Max Ernst war der Max des Titels, sein Leben bzw. sechs seiner Frauen und Geliebten. Zur Bewerbung musste man die Leseprobe lesen. Etwas, was ich gar nicht mag, doch das Buch reizte mich, so begann ich zu lesen. Und war fasziniert. Diesen Roman musste ich einfach haben!Die Geschichte:Max Ernst hatte ein Leben, wie man es nicht spannender erfinden könnte. Er begegnete den großen Künstler*innen seiner Zeit, er lebte in Deutschland, Frankreich und den USA. Im 1. Weltkrieg war er als Soldat, im 2. floh er vor den Nazis, die seine Kunst als entartet bezeichneten.Er muss ein unglaublich faszinierender Mensch gewesen sein, der die Frauen mit Leichtigkeit verführte. „Du bist und bleibst eine Droge, Max. Man kommt nur schwer von dir los. Obwohl man weiß: Wenn man dich eingeworfen hat, folgt immer ein Kater.“ S. 512Wie einzigartig seine Kunst ist, hat die Geschichte bewiesen, die ihn zu einem der großen Maler des 20. Jahrhunderts gekürt hat.Hier wird sein Leben allerdings über bzw. durch sechs seiner Frauen erzählt. Lou, die Jugendliebe, mit der er eine Kriegsehe eingeht, Agala, deren Kapitel mit Galapaul betitelt wird, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Paul für Max wichtig war, Marie-Berthe, die junge Französin, Leonora Carrington, selber erfolgreiche Malerin, vielleicht die Frau, die ihm am meisten ebenbürtig war, Peggy Guggenheim, die exzentrische Kunstsammlerin, durch die er in die USA fliehen kann. Und schließlich Dorothea. Sie ist die Frau bei der er ankommt, die ihm die Partnerin wird, bei der er bleiben und zur Ruhe kommen kann.Die Sprache:Markus Orths Sprache hat mich schon in der Leseprobe begeistert. Passend zum Thema der Maler und Künstler malt er mit Worten bunte Farben auf die Seiten. Ich mochte seine Sprachbilder und wunderschönen poetischen Konstruktionen.Fazit:Ein Roman ganz nach meinem Geschmack. Ich fand das Thema spannend, Rhythmus und Aufbau waren für mich stimmig und rissen mich mit, sprachlich hatte mich der Autor schon mit den ersten Zeilen begeistert und obwohl ich gerade wenig Lesezeit habe, war das Buch viel zu schnell ausgelesen.Von mir gibt es eine begeisterte Empfehlung, ich weiß auch schon, wen ich zu Weihnachten damit beglücken darf und werde es auch sonst weiterempfehlen. Mein Exemplar lasse ich mir dann im Jänner bei der Lesung in Passau signieren.

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    • 2
  • Originell und großartig

    Max

    sursulapitschi

    01. December 2017 um 20:51

    „Jede Idee, die sich nicht innerhalb von drei Sekunden zeigt, ist von der Zensur des Verstandes verseucht und somit zu verwerfen.“Das habe ich durch dieses Buch gelernt, wie so vieles andere auch, und werde es beherzigen. Max Ernst, ein berühmter Künstler, ein Ausnahmemensch, ein Eigenbrötler, Egozentriker, Frauenheld, Freigeist, Surrealist. Wer war der Mann und wie denkt so jemand? Das zeigt dieses Buch eindrucksvoll. Es beginnt in seiner Jugend und erzählt tatsächlich sein ganzes Leben, sowie das der Frauen, die für ihn wichtig waren, dabei sind Gala Éluard (spätere Dalí), Peggy Guggenheim oder Dorothea Tanning.Man entdeckt mit ihm gemeinsam den Dadaismus, eine schwer zugängliche Kunstrichtung, aber man kann tatsächlich verstehen, was diese Künstler an- und umtreibt im Köln der 20er Jahre.In den 30ern treffen sich Surrealisten in Paris im Cafe de Flore, und dann versprengt der Zweite Weltkrieg diesen Künstlerclub, weil er mutmaßlich entartete Kunst verbreitet.Markus Orths schreibt wunderbar, plastisch, poetisch, originell. Das Lesen ist ein Spaß. Zwischenzeitlich gibt es auch nahezu stichwortartige Passagen, Impressionen, die witzig sind und dabei so atmosphärisch. Man beschäftigt sich wohl nicht mit Dadaisten, ohne dass es Spuren hinterlässt. Oder schreibt er immer so? Ich muss noch ein Buch von ihm lesen.Gleichzeitig schafft er es, auf ganz eigene Art Gefühle zu vermitteln. Ich habe noch nie so nachvollziehbar und anrührend gelesen, wie jemand verrückt wird.Dieses Buch ist genial. Man taucht ein in das Leben eines Künstlers, lernt viel über den Menschen sein Schaffen, aber auch über zahlreiche schillernde Zeitgenossen, die seinen Weg kreuzten. Wo sich Künstler und Poeten tummeln, kursieren auch unendlich viele kluge Gedanken, auch die nimmt man mit, freut sich und staunt. Und dann erzählt es noch vom Zweiten Weltkrieg, von Verfolgungen, Internierungen und Flucht, aus einer ganz ungewohnten Sicht. Erschütternd und großartig.„Max“ ist ein tolles, ungewöhnliches Buch, klug, anrührend und auch komisch, und gehört zu meinen diesjährigen Lesehighlights.

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    • 7
  • Dem Künstler ein Kunstwerk gewidmet

    Max

    wandablue

    01. December 2017 um 19:39

    Dem Künstler ein Kunstwerk gewidmet.Markus Orths ist ein exzellenter Autor. Ein guter Beobachter. Selber ein Künstler. Ich mag die Perspektive, die er seinem Roman über Max Ernst gegeben hat. „Meisterhaft“ ist das Wort, das ich am häufigsten brauche beim Lesen, aber ich bin auch „überfüttert“ durch Orths Stil, der einfach zu üppig als eigene Kunst in die Erzählung wuchert, so dass ich fluche und das Buch weglege, nur, um im nächsten Kapitel wieder eingesogen zu sein, gerade von diesem Stil, der dann wieder phanömenal-meisterhaft hinpasst. Im einzelnen: Max Ernst (1891 bis 1976) ist ein Ausnahmekünstler. Von Anfang an. Es dauert nicht lange, da löst er sich von den Konventionen, die sein religiöses Elternhaus ihm auferlegen. Natürlich hat seine Abkehr Konsequenzen. Wie alle großen Künstler lebt Max Ernst hingebungsvoll für seine Kunst, die jede Energie, die er zur Verfügung hat, frißt. Was an Emotionalität übrig bleibt, schenkt er den Frauen, mit denen er zusammenlebt, aber es ist ein Wechselspiel der Emotionen, er frißt und saugt auch die ihren auf. Er schöpft aus der Kraft seiner Imagination und aus dem Eros, der Lust, die er hemmungslos auslebt, auch auf Kosten anderer. Er ist wie eine Spinne, die ihre Opfer zufällig auswählt, sich an ihnen gütlich tut und sie dann fortwirft, wenn sie ausgesogen sind, nicht mehr funktionieren, nicht mehr tauglich sind. Dazu passt, dass Maxens Frauen jünger sind als er, sie werden immer jünger, blutjung sogar; obwohl selber exaltiert und überspannt, sind sie doch lebensunerfahren und lassen sich von Max prägen und zerstören. Anhand von sechs unterschiedlich langen Abschnitten, anhand von sechs Frauenbildern, porträtiert der Autor den Maler Max Ernst. Wie in einem Spiegel sieht der Leser den Mann und Maler Max, leicht verzerrt durch die Augen seiner Liebschaften. Selten sehen wir den Menschen Max Ernst direkt. Um so mehr erfahren wir über die Frauen, die mit Max Ernst lebten, ihm regelrecht verfielen, über Lou, Gala, Berthe-Marie, Leonora, Peggy, die ein bisschen aus dem Rahmen fällt und schließlich Deborah. Es ist eine Zeit des Aufbruchs, die Wirren der Zeit bedingen, ermöglichen und erzwingen die Abkehr vom Gegenständlichen, vom Normalen. Der Dadaismus, der Surrealismus brechen Krusten auf, die Kunst, die Kunstszene, alles verändert sich. Max Ernst hat ein aufregendes, großes Leben gelebt, eines, das er sich vielleicht nicht ausgesucht hätte, hätte er wählen können. Denn wer will zwei Weltkriege hautnah miterleben, wovon einer ihm erbitterter nach dem Leben trachtet als der andere. Schließlich, inzwischen ausgewandert, geflüchtet, ausgebürgert, in seinem sechsten Lebensjahrzehnt findet er doch noch ein Ausruhen vom ständigen Getriebensein, dem echten wie dem vermeintlichen, findet er ein tragfähiges Zuhause, wie könnte es anders sein, in den Armen einer Frau. Markus Orths hat einen einzigartigen, wunderbaren, ergreifenden, exzellenten und ausgefeilten biografischen Roman geschrieben, eingebettet in die Zeitgeschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts. „Max“ ist keine reine Biografie, es ist einiges erfunden, dennoch ist „Max“ ein „wahrer Roman“, der einem die Tränen in die Augen treibt, der einen nicht loslässt, sobald man ihn zur Hand genommen hat, dessen eigenwilliger Stil ihn selbst zu einem Kunstwerk macht. Exzellent und meisterhaft sind Worte, die ihn kennzeichnen!Orths größtes Verdienst sind die Szenen, in denen es um „verrückte Kunst“ geht. Denn ehrlich, wer kann die kraftvollen Werke des Dadaismus und Surrealismus wirklich „schön“ finden? Markus Orths kann einem nahebringen, was es damit auf sich hat. Und so bekommt man einen Zugang zu den Verrückten, den Künstlern, und den Verrücktheiten, den Kunstwerken. Moderne Kunst kann man verstehen! Diejenigen Leser, die nicht ganz zuhause sind im Kunstgeschehen des 20. Jahrhunderts, werden manchmal nicht zwischen Erfundenem und Geschehenem unterscheiden können: das ist die Kritik, denn ganz ohne Kritik geht es nun einmal nicht. Fazit: Roman über die Kunst, der selber Kunst ist: ein Kunstwerk dem Künstler Max Ernst gewidmet, eine biografische Nachzeichnung ohne Kinkerlitzchen, Kitsch und Karikatur. „Max“ von Markus Orths muss man gelesen haben! Mein Lesehighlight 2017. Kategorie: Biografischer Roman Verlag: Carl Hanser, 2017

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    • 4
  • Ein kunstvoller Roman für einen Künstler

    Max

    once-upon-a-time

    28. November 2017 um 21:13

    „Ein Maler ist verloren, wenn er sich findet.“ (S. 566)„Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert“, damit wird der Roman „Max“ von Markus Orths beworben: Ein Roman, der sich am Leben das Malers Max Ernst orientiert, und auf diese Weise wie nebenbei den Verlauf beinahe eines Jahrhunderts Geschichte und Weltgeschehen erzählt, und in dem der Leser eine beeindruckende Mischung diverser hochrangiger Künstler kennenlernen darf.„Wie kann eine Gruppe von Menschen, die nach Spontaneität und Überraschung strebt, kontrolliert werden? [...] Als wolle man das Meer in ein Einweckglas gießen.“ (S. 191)Ein echter Hingucker, wie es sich für einen Roman über einen Maler gehört, ist das farbenfroher Cover, das zugleich irgendwie auch durch eine gewisse Schlichtheit besticht: Obwohl die Farben nämlich kräftig sind, ist das Bild klar und nicht überladen. Das gefällt!Diese Attribute kann ich fast genau so auf den Text übertragen. Die Sprache, die zu den Dingen gehört, die mir bei einem Roman am wichtigsten sind, konnte mich hier fast immer echt überzeugen. Sie setzt das um, was Max sein Leben lang angestrebt zu haben scheint: einen intensiven, impulsiven Rausch – so jedenfalls empfand ich das Lesen. Einzig die kurzen, abgehackten Sätze vermittelten mir hin und wieder das Gefühl, es wäre ein kleines bisschen ZU bewusst künstlerisch formuliert.Was mir richtig gut gefallen hat: Die Änderungen, die die Atmosphäre erlebt, sobald jemand anderes die Szene betritt. Mal intensiv, mal urkomisch, mal leidenschaftlich, mal stürmisch: Im selben Maße wie die Charaktere der Frauen, die für Max‘ Leben eine Rolle spielten, wechselt sich auch das Lesegefühl. Das ist ziemlich cool.Wirklich spannend war es, dass die historische Entwicklung des zwanzigsten Jahrhunderts nicht nur direkten Einfluss auf Max und sein Leben nahm, sondern auf diese Weise auch maßgeblich in den Roman einfloss. Besonders die Kriege dieser Zeit und der Schrecken der Naziherrschaft haben mich beeindruckt und mitgenommen, aber auf eine denkbar gute Weise„Veränderung ist kein Flächenbrand, sondern das Aufflammen eines Streichholzes.“ (S. 285)„[...] sie lachten aus Erleichterung, sie lachten, weil sie sonst nur hätten weinen können, sie lachten, weil es die letzte Möglichkeit war, der Verrücktheit der Welt die Stirn zu bieten.“ (S. 390)Es ist eine interessante Entscheidung, die Geschichte eines Malers mit Fokus auf die Frauen zu erzählen, die eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt haben. Dabei bekommen wir vieles nur gespiegelt mit und erfahren nicht direkt etwas über Max; stattdessen erfahren wir etwas über die Wirkung, die er auf seine Mitmenschen hat, über die Art und Weise, wie seine Frauen mit ihm und wie er mit seinen Frauen umgeht, und lernen ihn auf diese Weise kennen. Bei einem Menschen, der bekannt dafür war, nur wenig zu sprechen, bekommt diese Idee noch eine ganz andere Tiefe.Natürlich kann einem bei einer solchen Fülle an wichtigen Figuren nicht jede einzelne zusagen, doch in der Gesamtheit konnten sie mich definitiv überzeugen. Alle Charaktere haben eine besondere Note, im Speziellen natürlich die Frauen selbst, und alle handeln glaubwürdig und (im Rahmen ihres Charakters) nachvollziehbar, auch wenn man selbst es vielleicht nicht nachvollziehen kann.„Ein Schluckauf, dachte sie, das ist das Glück: kommt und geht einfach so.“ (S. 78) (Lou zu sich selbst)„Eine Optimistin heute ist blind oder naiv.“ (S. 439) (Peggy über Lou)Insgesamt ist „Max“ ein Roman, der mich gut unterhalten konnte, auch wenn sich für mich zwischendurch einige Momente einschlichen, in denen mir ein kleines bisschen die Motivation zum Weiterlesen fehlte. Diese Momente waren allerdings ausgesprochen selten, deutlich häufiger konnten mich die Präzision und das Künstlerische der Sprache, die Besonderheiten der verschiedenen Figuren und die beeindruckende Genauigkeit der historischen Darstellung packen.

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