Markus Spiegelhalder Paris

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Inhaltsangabe zu „Paris“ von Markus Spiegelhalder

Viele kennen Paris, die Stadt der Reiseziele, Mitte und Herz Frankreichs. Aus der Feder dieses Autors ist kein Hotel- und Reiseführer "Paris in drei Tagen abzuhaken" hervorgegangen. Sondern ein höchst lesbares, informationsreiches und besinnliches Werk. Eine Kulturgeschichte darüber, wie das Herz Frankreichs entstand, fortwährend umgestaltet und weiter entwickelt worden ist. Vor und zu seinem Paris-Polyglott sollte jeder Parisreisende dieses Buch gelesen haben.

Ein wunderbarer Spaziergang durch eine atemberaubende Stadt.

— MickyParis
MickyParis

Viel mehr als ein schnöder Reiseführer.

— Durga108
Durga108

ein sehr schönes Buch, dass einem mehr über die populäre Stadt Paris verrät.

— Czolt
Czolt

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  • Der Reiseführer für alle die Paris von einer anderen Seite kennen lernen wollen.

    Paris
    MickyParis

    MickyParis

    20. August 2017 um 20:56

    " Man lernt beim Lesen dieses Buches, die Stadt von einer ganz neuen Seite kennen." Kurzes vorne weg: Man begibt sich auf eine Reise, wie Paris zu dem wurde, was sie heute ist und dabei bereist an nicht die sonst so üblichen Sehenswürdigkeiten wie den Louvre, Eifelturm, Norte Dame oder Versaillé. Das erste vorne weg, ich werde hier nicht einfach den Inhalt wiedergeben, so wie ich es sonst immer mache, sondern ich werde mich daran versuchen, die Reise, die ich erlebt habe, in Worte zu fassen und euch daran teilhaben zu lassen. Die etwas andere Story Wir fangen an mit einen Überblick über die Stadt z.B. Hotel, Preise, Café, Sehenswürdigkeiten und der Leser bekommt einen ersten Einblick, wie dieses Buch ist- nämlich kein gewöhnlicher Reiseführer. Dann gehen wir sofort in das Zeitalter der römischen Lutetia hinein. Nachdem wir die römische Lutetia hinter uns gelassen haben, sehen wir uns die Stadt im Mittelalter an. " Wo Großes entstand, da ist der Weg steinig" (Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 45) Man erfährt, wie die Stadt zu dem wurde, was sie heute ist. Wie sie sich gegen die Kirche durchgesetzt hat und wer ihre Bauten geprägt hat. Weiterhin entdecken wir auf unsere Reise, wie die Universität entstanden ist und wie sich erste Handelsleute niederließen, welche sich später zu Handelskammern entwickelten. Und bei all diesen Informationen denkt man, man ist selbst dabei, wie die Stadt in Umschwung gerät, wie sich die Bürger auf den Straßen bewegen und wie neue Brücken enstehen. Einfach nur toll!!! "Diesen enormen, ansteigenden Weg, hatte unsere Stadt zurückgelegt, es war ein schwerer Weg, ein Weg auf dem Hintergrund der Not und der Entwicklung zur Eigenständigkeit Frankreichs, dessen Kapitale Paris mittlerweile war" (Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 58) Nachdem wir erfahren haben, das Paris eigenständig ist, geht unsere Reise weiter und wir lernen Bauwerke kennen, wie sie entstanden sind und dessen Architekten. Unter anderem auch eins, welches so berühmt ist, dass es sogar in einem Musical verfilmt wurde... Die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Auch hier findet der Autor liebevolle Wort wie "... eine Architektur in überwältigender Einfachheit erschaffen, ein Gebilde, das gerade von der südlichen Seite her gesehen, über den linken Seinearm blickend, durch sein standhaft mächtiges Erscheinungsbild beeindruckt...." (Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 60). Und nachdem wir die Kriege hinter uns gelassen haben, nimmt uns der Autor durch seine wundervolle, bildhafte Sprache mit, in die Zeit der Renaissance. Hier lernen wir den florentinischen Einfluss der kennen und erfahren weiter, wie sich die Architektur der Stadt entwickelt hat. Vor allem Frankreichs Lieblingskönig Heinrich der IV wollte, " aus der Stadt ein Wunder machen" (Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 85). Bei all dieser Geschichte wandern wir auch durch Straßen und erleben so hautnah, warum hier ein Haus aus der Renaissance steht, während zwei Straßen weiter das Haus Elemente des Absolutismus aufweist. Während letzter Epoche herrschte die Einstellung: " Was nicht von seiner Ausstrahlung erfasst wird, seinen Glanz nicht reflektiert, existiert nicht." ( Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 105). Nachdem wir uns der Spurensuche weiter begeben, erfahren wir, wer alles in dieser Zeitspanne gelebt hat und was sich in der Handwerkerzunft alles verändert hat. Und dann bestreiten wir auch schon den Weg in die Revolution. Nachdem wir dieses Zeitalter hinter uns gelassen haben- und wir dankbar darüber sind, dass wir nicht persönlich dabei waren, sondern zu Hause mit einem kühlen Getränk die Sonne genießen konnten- , gehen wir auch gestärkt in die Revolution über. Und dann ist alles vorbei und wir finden uns im grün wieder.  " im Inneren des weitläufigen Gevierts diese gelassene Oase der Ruhe und Entspannung anzutreffen: geradlinige Baureihen und Wege, Rasenflächen, Blumen, ein Springbrunnen im Zentrum der Anlage, im Rahmen der ruhigen Architektur mit ihren Arkaden und die wenigen Menschen, die hier keine Eile haben- das alles hinterlässt den Eindruck des Dahindämmerns, der Abgeschiedenheit." (Zitat: Paris- Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten v. Markus Spiegelhalder, S. 155). Und dann sind wir auch fast mit dem Autor am Ende anbelangt und Paris wendet sich dem Fortschritt zu. Der Bau der Metro, der Straßenlaternen, die umliegenden Dörfer, die angeschlossen werden an der Stadt und der Bau der Kanalisation, sind die letzen Projekte, die wir kennen lernen und an denen wir teilhaben. Und eh man sich versieht, sind wir im Hier und Jetzt und die Reise ist vorbei, obwohl man doch gerade im Gedanken das Theater verlassen hat und anschließend über den Boulevard geschlendert ist, um in eine kleinen Café Halt zu machen und sich auszuruhen und die Stadt im Glanz der Lichter zu bewundern. Meine Meinung und Empfehlung Ich persönlich konnte sehr schön abtauchen und meine Seele auf die Reise schicken. Ich habe mir bildhaft vorgestellt, dass ich bei diesem Spaziergang  dabei bin und den Weg gerade mitlaufe ( Wobei ich das auch bei einer Wegesstrecke bereits getan habe). Jedes Kapitel behandelt eine andere Strecke und der Autor schafft es uns mitzunehmen ohne uns dabei zu verlieren, PS. wir verlaufen uns auch kein einziges Mal. Am Ende eines Kapitels lässt er alles Revue passieren und wir wissen ganz genau, wo wir waren ( kleiner Tipp: mit Google Maps lässt es sich besser nachlaufen) Es ist ein sehr schönes Buch, sehr anschaulich und es lädt zum träumen ein. Auch wenn ich daraufhinweise, dass es sehr anspruchsvoll ist und die Lektüre die ganze Aufmerksamkeit verlangt, empfehle ich es jeden, der Paris von einer ganz anderen Seite kennen lernen möchte. Es ist eben kein Buch mit den Standartseheswürdigkeiten.

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  • Der andere Reiseführer

    Paris
    Durga108

    Durga108

    11. August 2017 um 23:46

    Obwohl ich schon mehrmals in Paris war, habe ich dank "Paris - Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten" viel Neues über die Stadt gelernt und werde bei der nächsten Reise mit anderen Augen durch die Metropole gehen. Des Weiteren hat mich Markus Spiegelhalder schon nach wenigen Zeilen mit einer ganz besonderen und angenehmen Sprache positiv überrascht. Wer einen Reiseführer à la Lonely Planet oder Reise Know how erwartet, sollte nicht zu diesem Buch greifen; es handelt sich jedoch auch nicht um einen Kunstreiseführer.  Spiegelhalder beschreibt die Szenen sehr persönlich und exakt mit vielen Straßennahmen, Plätzen, Parks, als ob der Autor vollkommen heimisch ist, täglich durch die Straßen flaniert und der Leser ihn auf diesen Spaziergängen begleitet. Wer dabei gut zurecht kommen will, sollte sich Kartenmaterial bereit legen oder Google Maps öffnen. Das führt außerdem dazu, sich einen noch besseren Überblick über die wunderbare Stadt zu verschaffen. Das Buch beschreibt jedoch nicht die schönsten Spaziergänge, sondern bringt uns  Paris in vielen Aspekten näher, sei es die Geschichte, die div. Baustile und Architektur, Soziologie und Kultur, beginnend mit dem römischen Lutetia über das Mittelalter und die Renaissance bis zur Neuzeit. Und auf allen Seiten schwingt eine große Begeisterung und Liebe mit.  Eine kleine Anmerkung habe ich jedoch: Mir gefallen die Fotos überhaupt nicht, es mag evtl. an der Belichtung oder an der Bearbeitung liegen, sie wirken dunkel und düster. Ich wünsche mir keine Schönwetter-Fotos, aber eine bessere Belichtung bzw. Qualität. Inhaltlich bin ich jedoch mit der Lektüre wunschlos glücklich. Das Buch eignet sich sicherlich nicht als Reiseführer für einen kurzen Städtetrip in die französiche Hauptstadt, jedoch für all jene, die die Stadt lieben, mehr über sie wissen wollen, für alle Kultur- und Geschichtsinteressierten.

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  • Paris - historische und kulturelle Metropole

    Paris
    Dreamworx

    Dreamworx

    11. August 2017 um 19:03

    Die Metropole und französische Hauptstadt Paris ist die Stadt der Liebe, der Kultur und des Laissez-faire. Es besteht nicht nur aus dem Eifelturm, dem Louvre und Sacre Coeur, sondern setzt sich aus vielen verschiedenen Arrondissements mit ihren Prachtboulevards und kleinen Gassen zusammen, jeder einzelne ist eine kleine Stadt für sich, in der es vieles zu entdecken und zu bestaunen gibt. Markus Spiegelhalder führt den Leser mit seinem Buch „Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ durch eine Stadt der Jahrhunderte, zeigt die Veränderungen auf und erzählt deren Kulturgeschichte. Er lässt den Leser an der Entstehung und Entwicklung teilhaben, lässt eine Zeitreise durch verschiedene Kriegsphasen zu, wobei vor allem die Französische Revolution einige Spuren in der Stadt hinterlassen hat. Sei es die Architektur, die verschiedenen Gesellschaftsstrukturen oder auch die verschiedenen Königshäupter, die diese Stadt als Regenten ihren Stempel aufgedrückt haben, alle finden in diesem Buch ihren Platz. Paris ist mir nicht fremd, durfte ich mich doch für einige Jahre Bürgerin der französischen Hauptstadt nennen und die Metropole lieben lernen. Ich habe die Katakomben unter der Stadt besucht, die Straßen durchstreift und die Museen belagert. Eigentlich könnte man sagen, dass ich die Stadt recht gut kenne. Durch die Lektüre dieses Buches habe ich jedoch einige neue Geschichten über Paris erfahren, die meinem nächsten bald anstehenden Besuch der Stadt einen anderen Blickwinkel geben. Vielen Dank für ein sehr informatives und auch gefühlvolles Buch über eine Stadt, die weltoffen und warmherzig ist, die schöne, aber auch dunklere Seiten hat. Doch sie bleibt immer liebenswert und einzigartig – so wie dieses Buch! Absolute Leseempfehlung!  

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  • Auch wenn man schon in Paris war, sieht man es danach total anders

    Paris
    Czolt

    Czolt

    10. August 2017 um 20:25

    Ich war schon mal in Paris und habe mich schon immer für die Geschichte dieser Stadt interessiert.Ein gutes, umfangreiches Buch über Paris, was einen durch die Straßen dieser Kulturstadt begleitet und einem die Hintergründe und Geschichten über diese erzählt. Es war tiefgründig und sehr informativ. Das Buch war bunt bebildert was einem das Bild von Paris vor den Augen noch mal verschärfte. Nach einer Weile konnte man bereits eine gewisse Bindung zu der Stadt fühlen und das nächste mal wenn ich in Paris bin, werde ich es warscheinlich mit anderen Augen sehen. Auch als Reiseführer nicht unbedingt schlecht. Es wäre bestimmt cool mit dem Buch an die verschiedenen Orte zu gehen von denen es handelt und sich dort noch mal alles durch den Kopf gehen zu lassen. Als Nachschlagewerk oder Biografie könnte man das Buch auch sehen, da es ja auch sehr viele Informationen über Paris bereithält. Für neugierige die sich auch für die geschichte von Paris interessieren ist dieses Buch wirklich sehr empfehlenswert.

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  • Die Biographie einer Stadt

    Paris
    Xynovia

    Xynovia

    10. August 2017 um 07:29

    Im Provinz-Verlag erschienen im Jahr 2016 ist das Buch „Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ von Markus Spiegelhalder. Klappentext: Viele kennen Paris, die Stadt der Reiseziele, Mitte und Herz Frankreichs. Aus der Feder dieses Autors ist kein Hotel- und Reiseführer "Paris in drei Tagen abzuhaken" hervorgegangen. Sondern ein höchst lesbares, informationsreiches und besinnliches Werk. Eine Kulturgeschichte darüber, wie das Herz Frankreichs entstand, fortwährend umgestaltet und weiter entwickelt worden ist. Vor und zu seinem Paris-Polyglott sollte jeder Parisreisende dieses Buch gelesen haben. Meine Meinung: Paris ist eine Stadt die mich bisher nicht als Reiseziel interessierte, aber der Klappentext des Buches „ Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ machte mich sehr neugierig. Da ich vielseitig interessiert bin freute ich mich darauf dieses Buch zu lesen. Alleine das Cover ist schon außergewöhnlich für ein Buch welches über eine Stadt handelt. Mich persönlich aber sprach es an, denn das Foto darauf ist ganz anders, als ich mir Paris vorstelle. Kein Trubel, sondern Ruhe, Charme und Besinnlichkeit strahlt es für mich aus. Geschrieben ist das Buch sehr wundervoll und es erinnerte mich nicht an einen Lehr- bzw. Fachtext. Vielmehr ist es zwar eine sachliche Sprache die vom Autor gewählt wurde, aber beim Lesen spürt man die Verbundenheit zwischen ihm und der Stadt unterschwellig. Ich persönlich mag das sehr gern. Das Buch kann man sowohl als Nachschlagewerk nutzen, aber vielmehr die Gesamtheit des Werkes ist es was es für mich so besonders macht. Es ist nicht nur ein einfaches Kennenlernen , sondern ein Aufzeigen des Besonderen, eine Biographie einer Stadt. Wie ich anfangs schon erwähnt habe hat mich Paris nie als Reiseziel interessiert, Markus Spiegelhalter hat durch das Aufzeigen des Facettenreichtums Paris dieses geändert. Das Geschriebene wird ergänzt durch Fotos und Karten. Ich empfand mich dadurch nicht nur als Leser sondern als Besucher. Die Bilder sind qualitativ hochwertig und unterstreichen aus meiner Sicht den Text hervorragend. Die Mischung ist genau optimal, nach meinem Empfinden. Am Ende des Buches gibt es eine Zeittafel, in der die „Biographie“ der Stadt noch einmal übersichtlich zusammengefasst ist. Mir gefiel dieses Buch wirklich sehr gut, mein einziger Kritikpunkt ist das dieses Buch leider zu kurz ist. Meiner Meinung nach hätte es noch umfassender sein können. Ich vergebe für dieses Werk 5 Sterne.

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  • Von der Entfaltung einer Weltstadt

    Paris
    Ulenflucht

    Ulenflucht

    05. August 2017 um 18:01

    „Paris ist die Stadt, wo nichts aufhört, wo das Vergangene dauernd mitlebt. Paris ist immer zugleich Gegenwart und Erinnerung“, schrieb Franz Hessel einst und Markus Spiegelhalder hat sich auf den Weg gemacht, das zu beweisen. Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten baut diese Weltstadt vor den Augen des Lesers auf, Schicht für Schicht, von der Antike zur Moderne und ist damit eine äußerst interessante Paris-Biografie. Sie ist ein feines Nachschlagewerk, das man jedoch ebenfalls als Ganzes lesen und entdecken kann. So ist es zwar nützlich und spannend, den Aufbau von Beginn an zu verfolgen, dennoch liegt die Stärke des Buches darin, dem Leser jede spontane Frage, die er in Bezug auf Paris haben kann, verständlich und wortgewandt zu beantworten. Was bedeutet die Seine für die französische Hauptstadt? Welche Spuren hat die Revolution von 1789 hinterlassen? Welche Geschichte erzählt Notre-Dame? Dieses Buch bleibt keine Antwort schuldig. Antworten, die passenderweise eingebettet sind in die Betrachtungen des Flaneurs, des Entdeckers, der am Ende jeder Besucher ist. Diese Perspektive ist es auch, die dieses Buch besonders macht. So scheint durch den Text eine frische Neugierde hindurch, die manchem Wissenschaftler abhanden gekommen sein mag. An keiner Stelle wirkt es belehrend oder wie ein Fachtext, sodass man auch getrost Fehler in den Zitierregeln außer Acht lassen kann. Einem Fachtext fehlt das, was ein Essay wie dieses im Überfluss bietet: Inspiration. Der kundige Paris-Besucher und Kultur-Interessierte findet in diesem Porträt Denkanstöße und willkommene Anreize zum Abschweifen. Baudelaire kommt einem in den Sinn, dem Meister des Flanierens, der dem Flüchtigen das Ewige entreißen wollte. Ebenso Zola mit seinen Betrachtungen zum Leben im Zweiten Kaiserreich, welches die Grundsteine für das moderne Paris und dem Aufstieg zur Welthauptstadt zugleich legte. Leider kommen sowohl Baudelaire als auch Zola nicht oder nur am Rande vor in Markus Spiegelhalders Paris-Porträt, was äußert schade ist. Als Schwäche muss man herausstellen, dass die umfassenden Betrachtungen nach Haussmanns Umgestaltung enden. Jener Baron mag zwar der Letzte gewesen sein, der das Stadtbild von Paris architektonisch verändert hat, aber er war nicht der Letzte, der es prägte. Die Menschen der Belle Epoque mit ihren Erfindungen und ihrem Reichtum, dem Fortschrittsstreben und schließlich auch der Revolution der Fortbewegung, kommen nicht vor. Zuletzt vermisst man auch eine zumindest kleine Würdigung der Künstler, welche die Café-Kultur perfektionierten, die Paris noch heute so gerne zeigt. Sartre und Beauvoir beispielsweise, die hier unbeachtet bleiben genauso wie jenes von Maupassant noch so verspottete und nun von allen geliebte Wahrzeichen: Der Eiffelturm wird nur am Rande erwähnt. Markus Spiegelhalder Vorhaben, sich dem „Riesengebilde Paris“ zu nähern, ist durchaus gelungen und strebt an, umfassend zu sein. Der einzige Vorwurf, den der Leser dem Autor machen kann, ist es, dieses Vorhaben nicht bis zum Schluss umgesetzt zu haben: Dieses schöne und lesenswerte Buch ist zu kurz.

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  • Leserunde zu "Paris" von Markus Spiegelhalder

    Paris
    spiegelhalder11

    spiegelhalder11

    Mein Buch „Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ ist weder ein Roman noch nur ein Reiseführer oder Sachbuch - und doch ist es von allen etwas. Es behandelt die Kulturgeschichte der Stadt Paris, die sich aus vielfachen Ursachen entfaltet: aus der abendländischen Geistesgeschichte beispielweise, der griechischen Philosophie vermischt mit dem frühmittelalterlichen Christentum eines Augustinus, später mit demjenigen von  Thomas von Aquin. Dies und viele andere Strömungen finden in dieser einzigartigen Kulturstadt Frankreichs  ihren Niederschlag. Der Inhalt, das Werden der Stadt, entfaltet sich demzufolge aus den gesamt-abendländischen Wurzeln, aus den Fundamenten, wenn man so will. Das riecht nach Dürre und Trockenheit. Die lebendige Darstellung jedoch, die gehobene literarische Sprache gemahnt dann letztendlich doch wieder andeutungsweise an einen Roman. Sie lässt den Leser lesen, lässt ihn im Fluss der Sprache wie der vielschichtigen Inhalte. Anspruch im Einklang mit  leichter Fasslichkeit, dies sind, meine ich als Autor, die Kennzeichen des  Buches. Entstanden ist es aus meinen zahllosen Aufenthalten in der französischen Metropole seit 1978. Lesend, durch das Stadtgebiet schweifend, denkend und nicht zuletzt malend habe ich mir in all den Jahren die Stadt erobert. Hintergrund für die Neigung zu Paris mag das ganz allgemeine kulturelle Bewusstsein der Familie sein, in der ich Kindheit und Jugend zubrachte. Erste Jahre in Bernau im Schwarzwald. Danach Umzug nach Freiburg und Besuch des dortigen Kepler-Gymnasiums. Dem Studium der Mathematik und Musik folgte eine langjährige Lehrtätigkeit. Während der beruflichen Anspannung blieben die ursprünglichen, besser gesagt, die eigentlichen Interessen, stets lebendig.  Nach der Pensionierung entstand das Buch.  

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    • 75
    Durga108

    Durga108

    02. August 2017 um 09:25