Markus Spieker

 4,4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Übermorgenland, Jesus. Eine Weltgeschichte. und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Markus Spieker

Dr. phil Markus Spieker wurde 1970 geboren und studiere in Gießen und Los Angeles. Er ist ein bekannter Historiker, Fernsehredakteur im ARD-Hauptstadtstudio und Autor des Bestsellers "Mehrwert-Glaube in heftigen Zeiten", eben so von "Faithbook - Ein Journalist sucht den Himmel". Spieker lebt mittlerweile in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Rock Me, Dostojewski! (ISBN: 9783038482246)

Rock Me, Dostojewski!

Neu erschienen am 01.10.2021 als Hardcover bei Fontis.

Alle Bücher von Markus Spieker

Cover des Buches Übermorgenland (ISBN: 9783038481645)

Übermorgenland

 (14)
Erschienen am 07.02.2019
Cover des Buches Jesus. Eine Weltgeschichte. (ISBN: 9783038481881)

Jesus. Eine Weltgeschichte.

 (8)
Erschienen am 11.09.2020
Cover des Buches Faithbook (ISBN: 9783775153478)

Faithbook

 (2)
Erschienen am 16.09.2011
Cover des Buches Gott macht glücklich (ISBN: 9783775155045)

Gott macht glücklich

 (1)
Erschienen am 21.08.2013
Cover des Buches Mehrwert (ISBN: 9783501051825)

Mehrwert

 (1)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Rock Me, Dostojewski! (ISBN: 9783038482246)

Rock Me, Dostojewski!

 (0)
Erschienen am 01.10.2021

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Markus Spieker

Cover des Buches Jesus. Eine Weltgeschichte. (ISBN: 9783038481881)Michael4319s avatar

Rezension zu "Jesus. Eine Weltgeschichte." von Markus Spieker

Monumentale Aufarbeitung
Michael4319vor 4 Monaten

Das Buch „Jesus“ von Markus Spieker umfasst um die 1000 Seiten. Und diese haben es in sich.

Er beginnt nicht direkt beim Christus, sondern erläutert auch die historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit. So gibt es immer wieder Verweise auf Literaten und Philosophen der damaligen Zeit, die das Buch umso kurzweiliger gestalten.

Spieker hält sich dabei streng an die Bibel, was mir sehr gefallen hat. Wenn man die Bibel selbst etwas studiert, kann man die Verweise aber auch das große Ganze um ein vielfaches besser verstehen.

Das Buch ist allen zu empfehlen, die sich für Jesus, Religionen oder Geschichte im Allgemeinen interessieren. Spieker schafft es, alle diese Themen in ein modernes Gewand zu packen und so den Leser eine vergangene Zeit hautnah erleben zu lassen.

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Cover des Buches Jesus. Eine Weltgeschichte. (ISBN: 9783038481881)frenx1s avatar

Rezension zu "Jesus. Eine Weltgeschichte." von Markus Spieker

Spiekers neues Jesus-Buch
frenx1vor 8 Monaten

Weniger wäre mehr gewesen – das ist mein Fazit nach der Lektüre der  Jesus-Biographie „Jesus. Eine Weltgeschichte“ von Markus Spieker. Das 1000-seitige Werk nimmt für sich in Anspruch, das Leben und Wirken Jesu „von der Steinzeit bis ins digitale Zeitalter“ darzustellen. 

In drei Teile hat Spieker selbst sein Werk eingeteilt. Zunächst behandelt er die Zeit bis zu Jesu Geburt mit dem Schwerpunkt auf der biblischen Geschichte. Danach folgt der Blick auf Jesu Leben, wonach schließlich Jesu Wirkungsgeschichte bis in unsere Zeit beleuchtet wird. 

Das klingt nach sehr viel Fleißarbeit – und das ist es zum Teil auch. Einzelne Kapitel lesen sich wie zusammengefasste Lexikonartikel – und es ergeht einem auch wie beim Lesen von Lexikonartikel: Das meiste vergisst man schnell wieder. Aber neben diesen intensiven Wissensblocks gibt es immer wieder auch Kapitel, in denen Spieker sich freischreibt und zeigt, dass in ihm auch ein guter Journalist steckt, der Interesse wecken kann. 

Freilich macht er dies zum Teil auch mit sehr fragwürdigen Mitteln. Generell tat ich mich mit dem gelinde gesagt lockeren Schreibstil des Buches  schwer. Anfangs fand ich das Flapsige seiner Sprache eher erfrischend, aber durchgängig ist es mir doch zu viel geworden. Manches wirkt ja doch eher wie eine Slapstickeinlage – z.B. wenn Esther als Beauty Queen bezeichnet wird oder wenn Spieker von Johannes‘ Preview bevorstehender Katstrophen spricht. 

Der zweite Weg, den Spieker wählt, um Interesse zu wecken, besteht darin, dass er sich in Personen hineinversetzt, ihre Gedanken weiß – und nicht nur die. So weiß Spieker ganz genau, was Jesus bei seiner Taufe für Kleidung getragen hat. Stellenweise kommt einem Spieker vor wie ein Waschweib, das frei von der Leber weg plaudert und wild spekuliert – zum Beispiel darüber, wie Jesus ausgesehen hat. Ziemlich irritiert war ich darüber, wie Spieker vom vermuteten Aussehen Jesu darauf kommt, dass Jesus aufgrund seiner Kleidung das fleischgewordene sanfte Säuseln Gottes, das ja Elia am Horeb gehört hat, sei. 

Dass Spieker in seinem Buch keine Quellenangaben liefert – oft nennt er nicht einmal die Bibelstellen, auf die er sich bezieht – verwundert da nicht. Sehr störend ist dies bei den Stellen, wo Spieker kein „vielleicht“ einbaut. Dass bei Judas‘ und Pilatus‘ Beweggründen die Phantasie Spiekers zum Tragen kommt, wundert nicht . Aber hier wäre wichtig gewesen, dass deutlich gemacht wird, wo das Wissen aus biblischen Texten aufhört und wo Spiekers Spekulationen beginnen.

Durch all die belanglosen Aspekte, die Spieker einbaut, zerfleddert das Ganze oft. Man sehnt sich nach einer übergeordneten Linie, einem roten Faden, der einem über all die Belanglosigkeiten hinweghilft. Die leitenden inhaltlichen Aussagen muss man als Leser bei Spieker aber zumeist selbst suchen. 

Es gibt bei Spieker aber auch die Kapitel, die man einfach so runterlesen kann, in denen man klare Fragestellungen erkennen kann. So bei dem Kapitel zu Ezechiel, wo eine der Leitfragen ist, weshalb es im Judentum die Aufforderung gab, das Buch erst im Erwachsenenalter zu lesen. Ebenso bei dem Kapitel zur Hochzeit von Kanaan mit seinen Ausführungen zu alttestamentlichen Bezügen. Sehr eindrücklich sind auch Spiekers Ausführungen zum Umgang mit Sklaven im Römischen Reich. 

Oft genug aber erzählt Spieker zwar viel nach, die Deutungen der Gleichnisse und Wunder Jesu sind aber eher knapp. Hier hätte ich mir gewünscht, dass eine klarere Linie sichtbar wird, dass man als Leser mehr geführt wird. So hatte ich den Eindruck, dass einfach querbeet erzählt wird, was Jesus gepredigt und getan hat. Erst bei den radikaleren Gleichnissen erfolgt dann die Zuordnung in die Passionszeit. Weniger wäre hier mehr gewesen.  Denn leider ist Spieker kein guter Erzähler. Er hat nicht das Talent, Geschichte auf eine spannende Weise lebendig werden zu lassen. Sein schreibendes Talent zeigt sich erst dann, wenn er sich selbst am Anfang eines Kapitels eine Frage stellt. Seine Sachkundigkeit zeigt sich in vielen Kapiteln, wo Spieker auf die historische Umwelt eingeht. 

Eine Stärke des Buches ist das intensive Einbeziehen der historischen Umwelt Jesu als Erklärungsfolie. So viel über die Umwelt Jesu habe ich in keinem anderen Jesus-Buch erfahren. Allerdings wirkt das Sittengemälde des Römischen Reiches, das Spieker zeichnet, doch sehr drastisch. Skeptisch gestimmt hat mich die unkritische Nennung von Sueton – der war ja eher ein Klatschpressen-Autor,  quasi die Bildzeitung des Kaiserhofs. Ebenso unkritisch geht Spieker zum Teil mit historischen Funden um. So spekuliert er über das Jakobus-Ossuar, obwohl es in er Fachwelt längst als Fälschung erkannt worden ist. Dafür kann Spieker mit dem, was ihm nicht in den Kram passt, auch äußerst kritisch umgehen. So macht er das Thomas-Evangelium anhand einer einzelnen Stelle komplett unglaubwürdig – meines Erachtens zu unrecht. Auch hat Spieker im letzten Teil des Buches so gar keine Schwierigkeiten, bei den Personen, die ihm nicht in den Kram passen, auf ihr zweifelhaftes Privatleben (Schürzenjäger, Selbstmord, Bigamist, …) einzugehen – als ob dies etwas mit deren Meinung zu tun hätte! 

Dass Spiekers Jesus-Buch einen evangelikalen Einschlag hat, leugnet der Autor nicht. An manchen Stellen tritt die evangelikale Provenienz deutlicher hervor als an anderen. So zieht Spieker bei Ps 22 gar nicht in Betracht, dass die Verfasser der Evangelien darauf Bezug nehmen, sondern sagt, dass der Psalm wirke als ob David Jesu Schicksal am Kreuz vorausgehen habe. Im Gegensatz zu anderen evangelikalen Autoren reduziert Spieker jedoch das Alte Testament nicht nur auf das (überwundene) Gesetz. 

Weniger gemäßigt zeigt sich Spieker an anderen Stellen seines Buches. So ist Spiekers Darstellung der Erfolge des Christentums in der Mission gelinde gesagt einseitig. Ja, er sieht sie als Erfolgsgeschichte an. Er versteigt sich zudem zu der Aussage, dass das Christentum letztlich aufgrund der Mission als einzige Religion von sich behaupten könne, eine Weltreligion zu sein. 

An manchen Stellen bedient sich Spieker zudem was das Christentum angeht einer sehr einfachen Schwarz-Weiß-Sicht. Er hebt das Christentum ab von der Folie der Umwelt. So stellt Spieker ausführlich dar, dass Augustinus an einer Befreiungsaktion für Sklaven aktiv war (auch wenn er „nur“ befreite Sklaven versorgte), verschweigt aber zugleich, dass Augustinus – so sehr er argumentierte, dass die Sklaverei aus der Sünde entstanden sei – sich selbst eben nicht für die Befreiung von Sklaven ausgesprochen hat, sondern sich vielmehr für die Beibehaltung der Sklaverei aussprach – mit Verweis auf Paulus. Darauf, dass die Sklaverei auch christlich begründet wurde, geht Spieker erst später kurz in seinem Buch ein. Ganz offensichtlich wird dies bei der Darstellung von Las Casas. Hier ist im Buch nur von seinen „Gegnern“ die Rede. Aber wer waren die denn? Es waren doch genauso Christen! Für Spieker sind sie es mit einem einfachen Kniff nicht mehr – denn sie bezögen sich in ihrer Argumentation ja auf Aristoteles und der war ein griechischer, ein heidnischer Autor. Mission accomplished. 

Spiekers evangelikale Seite tritt auch bei dem Kapitel zum Hedonismus deutlich zutage. So bringt er im Kapitel „Hedonismus“ Abseitiges wie Sadismus, Satanismus und die Rolling Stones als Beleg für das neue Lustprinzip in der Gesellschaft. Spieker erkennt einen „Triumpf des Hedonismus“. Als ob einzelne Personen die Gesellschaft prägen würden! Hätte man nicht, um die Macht des Hedonismus in unserer Zeit zu beleuchten, auf das globalisierte Wirtschaftssystem, auf die Börse und ihre Verirrungen usw. usf. schauen müssen, oder auch auf ein Beispiel wie den Massentourismus? 

Spannend zu lesen ist hingegen das Kapitel „Saubermänner – Die Vertreibung der Freude“, in dem sich Spieker über die Lustfeindlichkeit mancher Kirchenväter wundert. Auch das Urteil, dass Askese bei Hieronymus nur dazu führe, dass sein Ehrgeiz sich hin zu frommem Stolz verlagere.

Auch die sehr ausführliche Darstellung von sozialem Engagements im Laufe der Kirchengeschichte birgt einige interessante Aspekte und vor allem Persönlichkeiten. Hier gelingt es Spieker überzeugend darzustellen, dass gerade die soziale Aktivität und die Wahrnehmung sozialer Probleme zu großen Teilen die Attraktivität des Christentums ausmachte. Nichtsdestotrotz weiß ich nicht, was ich von Spiekers These, wir seien heute gar nicht so weit vom alten Rom entfernt (S.929), halten soll.

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Cover des Buches Jesus. Eine Weltgeschichte. (ISBN: 9783038481881)SiColliers avatar

Rezension zu "Jesus. Eine Weltgeschichte." von Markus Spieker

Akribisch recherchiert von allem etwas
SiColliervor 9 Monaten

Am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Entscheidung darüber, wer im christlich geprägten Abendland den Ton angab, gefallen - zugunsten der Glaubensskeptiker.
Das bedeutete aber auch, dass die Botschaft von Jesus wieder das wurde, was sie bereits zu dessen Lebzeiten gewesen war: ein „Ärgernis“.
(Seite 715)


Meine Meinung

Auf der Buchrückseite liest man: „Tausend Seiten, akribisch recherchiert, leidenschaftlich formuliert.“ Dem kann ich so zustimmen, wenngleich darin auch einer meiner Kritikpunkte umschrieben ist. Spieker bietet in der Tat eine akribisch recherchierte Erzählung - immer wieder schimmert sein großes Wissen um Details wie Gesamtzusammenhänge auf. „Leidenschaftlich formuliert“ liest sich das Buch für mich allerdings in eher lockerer, teilweise „schnodderiger“ Sprache, und das hat mir des Öfteren Probleme bereitet. Denn damit stimmen für mich Form und Inhalt nicht überein, was für mich zu Lasten der Glaubwürdigkeit geht. Mag aber sein, daß ich nicht zur eigentlichen Zielgruppe des Buches gehöre, denn wenn ich über ein ernstes Thema ein (Sach-)Buch lese, erwarte ich auch eine ernste Sprache.

 

Das Buch ist (soll sein?) eine umfassende Geschichte von allem, was mit Jesus zusammenhängt. Das ist für mich das Plus - aber auch das große Minus dieses Buches. Es ist zu viel, wirkt zu überfrachtet, und scheint mir bisweilen etwas oberflächlich zu bleiben (möglicherweise wegen des Schreibstils? - s. o.). Manchmal beschlich mich das Gefühl, daß es etwas gewollt und auf Biegen und Brechen so interpretiert war. Eben von Allem ein Bißchen und Nichts richtig in die Tiefe. Hier wäre weniger mehr gewesen. Oder das Buch in drei Bände aufteilen - und die dann entsprechend umfangreich und vollständig. 

 

Das ganze Buch über faszinierte mich, wie genau der Autor weiß, was damals alles genau passiert ist. Man meint, er ist selbst dabei gewesen. Manches Mal habe ich mich gefragt, woher der Autor das alles weiß bzw. wissen will. Mehr und mehr vermisse ich genauere Quellenangaben, denn genau das ist ein weiterer Kritikpunkt: er gibt keinerlei genaue Quellen an. Zwar findet sich im Anhang ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis, doch wenn der Autor im Text zitiert, gibt es keine Angaben. Nicht mal die Bibelstellen hat er bezeichnet. Im Anhang erklärt der Autor, daß er bewußt auf Anmerkungen verzichtet hat, weil das keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern in erster Linie eine „persönliche Würdigung des Erlösers“ ist (vgl. S. 969). Kann man so sehen, aber für mich leidet darunter die Glaubwürdigkeit. So schreibt er beispielsweise auf Seite 612 lapidar: „Entgegen manchen Vorstellungen versteckten und versammelten sich die Christen nicht in Katakomben. Die unterirdischen Gräberstätten waren ausschließlich dafür da, die Verstorbenen zu begraben.“ Die Christen hätten sich in Wohnungen oder in der freien Natur und irgendwann in größeren Räumen getroffen, und immer „inoffiziell“. Das widerspricht allem, was ich bisher über diese Zeit des Urchristentums gehört und gelesen habe, da hätte ich dann doch gerne eine etwas genauere Quellenangabe, ein „bewußtes Verzichten auf Anmerkungen“ reicht mir da nicht, um dem Autor Glauben zu schenken. Oder kurz zuvor, S. 579: „Johannes setzt nämlich den Tod von Petrus voraus.“ Wieso setzt das Johannesevangelium den Tod des Petrus voraus? Der Autor gibt keinerlei Begründung hierfür an.

 

Interessant fand ich die Ausführungen des Autors zur Geschichte und Entwicklung des Islam; unterschwellig weist er damit auch auf eine Unterschätzung und zu große „Anbiederung“ in der heutigen Zeit nebst den daraus erwachsenden Gefahren hin (vgl. S. 819ff). Im Zusammenhang mit dem Islam gibt der Autor übrigens eines der stärksten Argumente für Jesus, indem er Blaise Pascal zitiert: „Jeder Mensch kann tun, was Mohammed getan hat. Denn er hat keine Wunder getan, und er ist nicht vorausgesagt worden. Kein Mensch kann tun, was Jesus Christus getan hat.“ (S. 710)

 

Das Buch ist jedoch keine „Jubelorgie“ über Jesus bzw. seine Nachfolger und Anhänger; sehr deutlich spricht er auch die negativen Auswüchse (bis in unsere Tage) im Laufe der Geschichte seit Jesu Tod und Auferstehung an. „Betiebsblindheit“ kann man ihm keinesfalls vorwerfen. Eine Untersuchung, inwiefern christliche Überlieferung und Lehren durch die Erfahrungen der ersten Jahrhunderte geprägt und bestimmt sind, wäre hier in diesem Buch zwar zu weit führend, aber hochinteressant.

 

Insgesamt gesehen habe ich mich mit dem Buch etwas schwer getan, nicht zuletzt wegen des Schreibstils, der auf Dauer so gar nicht der meine war. Davon abgesehen bietet der Autor eine immense Fülle an Wissen und Informationen sowie genau das, was der Titel besagt: im Hinblick auf Jesus von Nazareth eine Weltgeschichte von den frühen Zeiten der Menschen bis in unsere Tage. Was über ihn vorausgesagt wurde, wie er lebte und diese Prophezeiungen erfüllte bis hin zu den Folgen, die sein Handeln in der Welt im Laufe der Jahrhunderte zeitigte. Dabei vermag der Autor aufzuzeigen, daß auf den ersten Blick ungünstige Dinge oder Entscheidungen Jesu (zum Beispiel ist keiner der Apostel Priester oder Gelehrter) auf lange Sicht gesehen die (einzig) richtigen waren.

 

Das Buch ist eine Interpretation der Bibel wie der (Welt-)Geschichte auf Jesus hin. Man kann das bis zu einem gewissen Grade sicherlich subjektiv nennen. Doch was ist, wenn diese „Interpretation“ die Wahrheit ist und Jesus in der Tat auch objektiv der Dreh- und Angelpunkt der (Welt-)Geschichte ist? Die Konsequenzen wären weitreichend und absolut. Vermutlich auch oder gerade deswegen wird immer wieder versucht, die Wahrheit zum Mythos zu stilisieren. Am Ende wird jedoch die Wahrheit siegen.

 

Hier fällt mir dann das Schlußwort eines ganz anderen Buches ein, das hier aber genau so exakt paßt wie dort:

Ich kann nur noch einmal wiederholen: Wenn das Manuskript echt ist, sollten wir alle über unser Leben nachdenken.
Und zwar sorgfältig.
“*

Genau dazu fordert uns auch hier der Autor auf.

 

Mein Fazit

Die Weltgeschichte interpretiert im Hinblick auf Leben und Wirken Jesu. Trotz einiger, teils (für mich) starker Kritikpunkte bin ich froh, das Buch gelesen zu haben, wenngleich ich (vor allem wegen dieser Punkte) recht lange dafür gebraucht habe. Spieker bietet einen umfangreichen Überblick über sein Thema und nicht nur durch die Literaturliste genügend Hinweise zum eigenen weiteren Studium des Themas.

Bewertung 3,5, aufgerundet = 4

 

* zitiert aus: Richard Matheson „Das Ende ist nur der Anfang“ (Originaltitel „What Dreams May Come“), Goldmann Verlag München 1998, Seite 311

https://www.lovelybooks.de/autor/Richard-Matheson/Das-Ende-ist-nur-der-Anfang-Hinter-dem-Horizont-143489110-w/rezension/1229322665/

 

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Gespräche aus der Community

Dostojewski rüttelt auf. Seine Tiefe und Schärfte lässt viele heutige Autoren flach und brav aussehen. Zum 200. Geburtstag des großen Schriftstellers schreiben Markus Spieker & David Bühne diese Biografie und Anthologie, um genau dem Motto zu folgen, das Dostojewski sich als 17-Jähriger gegeben hatte: «Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muss es enträtseln.»                    

Dos-to-jew-ski! Zum 200. Geburtstag erscheint das große Buch zum großen Schriftsteller. Als Würdigung. Und als Wachmacher. Denn Dostojewski rüttelt auf, durch seine Werke genauso wie durch den faszinierenden Werdegang: vom Sohn eines Armenarztes, Literatur-Wunderkind, Revolutionär und Zwangsarbeiter in Sibirien – zum Medienunternehmer, Blogger (tatsächlich!) und schließlich gefeierten Nationaldichter. Ganz zu schweigen von seiner Zockerei, seinen Liebesverrücktheiten und vielen Krankheiten.

Ist Dostojewski von gestern? Von wegen! Seine Tiefe und Schärfe lässt viele heutige Autoren flach und brav aussehen. Hochaktuell sind seine Warnungen vor einem Hyper-Individualismus und den Folgen der Abkehr von Gott. Höchste Zeit, ihn ganz frisch zu entdecken: als Erzähler, Seelenforscher, Weisheitslehrer.

Auf der Grundlage der neuesten Dostojewski-Forschung werden seine Lebensstationen vorgestellt. Dabei kommt er auch ausführlich selbst zu Wort: in einem «Best of» seiner Bücher, Zeitschriften, Briefe und Notizen. Dieser einzigartige Mix aus Biografie und Anthologie steht unter dem Motto, das Dostojewski sich als 17-Jähriger gegeben hatte: «Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muss es enträtseln.» 



Infos zu den Autoren:

Markus Spieker leitete von 2015 bis 2018 das ARD-Studio Südasien. Vorher arbeitete er zwölf Jahre lang als Fernsehkorrespondent im ARD- Hauptstadtstudio. Der promovierte Historiker studierte in Gießen und Los Angeles. Er hat zahlreiche Bücher verfasst, zuletzt die Bestseller «Übermorgenland: Eine Weltvorhersage» und «Jesus: Eine Weltgeschichte». Seine Arbeit zeugt von Glaubwürdigkeit und guter Recherche – ob in der aktuellen Tagesschau-Berichterstattung über Afghanistan oder in seinem neuen Buch «Rock Me, Dostojewski!» Er wurde 1970 in Duisburg geboren. Heute lebt er mit seiner Frau Tabitha Bühne bei Leipzig. 


Dr. David Bühne, geboren 1984, lebt in Köln. Der Sportwissenschaftler und Literaturkenner ist ein Freund der gesunden Härte: Muay-Thai-Kampfsport, Borussia Mönchengladbach, Metal-Music und Dostojewski. Dessen Bücher liest er in Dauerschleife, seit ihm vor zwanzig Jahren das 1000-seitige Weltliteratur-Epos «Der Idiot» die Sinne betört hat.


42 BeiträgeVerlosung beendet

Eine monumentale Weltgeschichte-genial erzählt auf 1000 Seiten

Zusammenhänge, wie wir sie noch nie gelesen haben

Liebe Leser,

Die Leserunde beginnt mit Erhalt des Buches. Wir sind gespannt, auf eure Leseeindrücke und Rezensionen. Danke für eine breite Streuung eurer Rezensionen. Bitte beachtet: Das Buch hat um die 1000 Seiten . Bewerbt euch nur, wenn ihr ausreichend Zeit zum Lesen habt.


Und darum geht es:

Sieben Jahre hat Markus Spieker an seinem monumentalen Jesus-Buch gearbeitet. Nun legt er eine Christus-Biografie vor, wie es noch keine gab. Auf über 1.000 Seiten erzählt er die Geschichte von Jesus als welthistorisches Epos: von den Anfängen der Zivilisation bis hin zur Corona-Krise. Den Schwerpunkt der Darstellung bildet das Leben des Messias bis zur Passion und Auferstehung sowie die Ausbreitung des Evangeliums im 1. Jahrhundert. Markus Spieker berücksichtigt nicht nur die aktuellste Fachliteratur, er bettet die Ereignisse in Judäa und Galiläa auch ein in ihren antiken Kontext von Ägypten bis Persien, von den germanischen Wäldern bis zum arabischen Meer. Dabei wirft er ein ganz neues Licht auf viele biblische Berichte. Einen breiten Raum nimmt der historische Vorlauf ein. Spieker spannt den Bogen von Gilgamesch bis zu Cicero, von Abraham bis zu den Makkabäern.  

Schließlich wird detailliert beschrieben, welche Auswirkungen das Leben von Jesus auf die Weltgeschichte hatte, auf die sozialen Verhältnisse, auf Kunst und Wissenschaft. Es werden aber auch die Gegenkräfte geschildert: von der Verfolgung durch Nero, über das Aufkommen des Islam und die Selbstzerfleischung in den Konfessionskriegen bis hin zur schleichenden Entchristlichung des Abendlandes im 21. Jahrhundert. Am Ende aber überwiegt das Staunen über Jesus, sein Erlösungswerk und sein Vermächtnis. Wer den Schatz des christlichen Glaubens neu entdecken will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Markus Spieker ist promovierter Historiker, Journalist und Autor zahlreicher Bücher, zuletzt «Übermorgenland: Eine Weltvorhersage». Von 2015 bis 2018 leitete er das ARD-Studio Südasien. Heute arbeitet er als Chefreporter beim Mitteldeutschen Rundfunk.

186 BeiträgeVerlosung beendet

Spieker präsentiert zwanzig Top Trends der Weltentwicklung, darunter einige überraschende: Trotz aller Schwierigkeiten wird die Sicherheitslage insgesamt besser, nimmt das Bildungsniveau weltweit zu...... Eine rasante Zukunftsschau, die nicht auf Theorien beruht, sondern auf Erste-Hand-Begegnungen rund um die Welt.

Liebe Leser,

Wir freuen uns über euer Interesse an dieser Lektüre von Markus Spieker. Die Leserunde startet nach Erhalt der Printausgabe. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr gerade Zeit und Interesse an einer zeitnahen Leserunde habt. Wir sind gespannt, auf eure Leseeindrücke und Rezensionen.


https://www.fontis-shop.de/Uebermorgenland?sourceRef=int%3Asuggest&userInput=%C3%BCbermorgenland


Die Welt ändert sich. Und nirgendwo so radikal wie in Asien. Als Leiter des ARD-Studios Neu Delhi hat Markus Spieker vier Jahre von den Frontlinien des Wandels berichtet: in einem Gebiet rund um Indien, in dem fast zwei Milliarden Menschen leben. Er ist durch Afghanistan gereist, durch Rohingya-Flüchtlingscamps gelaufen, hat sich aber auch in den Hightech-Metropolen Shanghai, Singapur und Seoul umgesehen. Jetzt kommt er zurück mit einer schlechten Nachricht: Wir werden im Weltvergleich immer weniger, immer älter, immer bedeutungsloser. Vor allem viele Führungskräfte sind von gestern, gefangen im Irrglauben, dass das Beste der 80er und 90er auch das Beste von heute ist. «Die Eliten und Institutionen von heute gründen sich auf die Ideen von gestern und sind deshalb unfähig, die Probleme von morgen in den Griff zu kriegen», schreibt Spieker. Doch er hat auch eine gute Nachricht: Wir können wieder Spitze werden, krisenfester und glücklicher. Wenn wir die Nabelschau beenden, unsere schrulligen Multikulti- und Gender-Debatten ad acta legen und uns stattdessen den globalen Herausforderungen stellen.

Spieker präsentiert zwanzig Top Trends der Weltentwicklung, darunter einige überraschende: Trotz aller Schwierigkeiten wird die Sicherheitslage insgesamt besser, nimmt das Bildungsniveau weltweit zu. Nichts boomt so sehr wie die Religionen, allen voran das Christentum. In einer Zeit, in der sich alles ändert, zählt das Bleibende und ist Tradition der neue Fortschritt. - Eine rasante Zukunftsschau, die nicht auf Theorien beruht, sondern auf Erste-Hand-Begegnungen rund um die Welt.


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