Markus Spieker

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Übermorgenland, Faithbook und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Markus Spieker

Dr. phil Markus Spieker wurde 1970 geboren und studiere in Gießen und Los Angeles. Er ist ein bekannter Historiker, Fernsehredakteur im ARD-Hauptstadtstudio und Autor des Bestsellers "Mehrwert-Glaube in heftigen Zeiten", eben so von "Faithbook - Ein Journalist sucht den Himmel". Spieker lebt mittlerweile in Berlin.

Alle Bücher von Markus Spieker

Cover des Buches Übermorgenland (ISBN:9783038481645)

Übermorgenland

 (4)
Erschienen am 07.02.2019
Cover des Buches Faithbook (ISBN:9783775153478)

Faithbook

 (2)
Erschienen am 16.09.2011
Cover des Buches Gott macht glücklich (ISBN:9783775155045)

Gott macht glücklich

 (1)
Erschienen am 21.08.2013
Cover des Buches Mehrwert (ISBN:9783501051825)

Mehrwert

 (1)
Erschienen am 01.07.2008
Cover des Buches Mono - Die Lust auf Treue (ISBN:9783629022813)

Mono - Die Lust auf Treue

 (0)
Erschienen am 09.02.2011

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Rezension zu "Übermorgenland" von Markus Spieker

Blick eines Insiders
irismariavor 17 Tagen

„Übermorgenland“ lautet der Titel des Buches von Markus Spieker und dieser Begriff hat mich neugierig gemacht. Der Autor ist Historiker und Journalist und leitete das ARD-Studio in Südasien. Er berichtet von seinen Erfahrungen dort und wie seiner Meinung nach die Entwicklung in Asien vom Morgenland zum „Übermorgenland“ wird, nämlich dass dort sehr viel passiert, was auch für uns in Europa in Zukunft wichtig werden wird. Es geht um Entwicklungen im technologischen Bereich aber auch die steigende Rolle von Religion und Nationalbewusstsein in den Ländern Indien, Afghanistan und anderen in Südostasien. Der Autor schreibt aus einer christlichen Perspektive und lässt das immer wieder einfließen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist interessant und unterhaltsam zu lesen und gibt auf jeden Fall viel Stoff zum Nachdenken. Ein bisschen schade finde ich, dass die Entwicklungen in China nur am Rande erwähnt werden denn dieses Land ist meiner Meinung nach auf jeden Fall auch ein diskussionswürdiges „Übermorgenland“.

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Rezension zu "Übermorgenland" von Markus Spieker

Ein brisantes und hochaktuelles Buch
Traeumerin109vor 3 Monaten

Gesternland, Morgenland, Übermorgenland – vieles von dem, was Markus Spieker schreibt, hat Hand und Fuß und sollte den Leser nachdenklich stimmen. Jahrelang konnte er hautnah beobachten, worüber wir nur aus der Ferne sprechen: Das oft von oben herab behandelte, zumindest nicht ganz ernst genommene Morgenland, Asien. Ja, es gibt dort viele arme und ärmste Länder. Aber können wir wirklich noch stolz darauf sein, ein in jeder Hinsicht überlegenes Land zu sein? Der Autor sagt nein, und er führt ausführlich aus, warum. Es geht um Werte und Traditionen, um Mythen, Nachrichtenberichterstattung und den Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit.

Ein Buch, welches zunächst mit einem sehr schönen, ansprechenden Cover daherkommt. Auch der Inhalt hinkt nicht wesentlich hinterher: Markus Spieker betrachtet unsere Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven und geht dabei sehr strukturiert vor. Er unterscheidet in drei Teilen Gesternland, Morgenland und Übermorgenland: Warum wir die Welt nicht mehr verstehen, wie sie sich entwickelt und wie wir uns dagegen wappnen können. Vor allem die Prognosen im mittleren Teil fand ich sehr spannend und aussagekräftig: So wird unsere Welt laut Spieker sinnloser, härter, wütender, künstlicher, weiblicher und vieles andere – was bedeutet das für uns? Er schreibt dabei sehr differenziert über die immer komplizierter werdende Welt, was beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Davor habe ich großen Respekt. Er schreibt aus erster Hand, was er gesehen und erlebt hat, räumt mit weitverbreiteten Missverständnissen auf und musste auch viele eigene Überzeugungen revidieren.

Wie so oft, gilt auch für dieses Buch: Einigem konnte ich mich anschließen, anderem nicht. Die Schwerpunkte des Autors sind nicht immer hundertprozentig meine, aber das ist ja nie der Fall. Das Buch fand ich trotzdem sehr facettenreich und spannend, und dabei hochaktuell. Es ist ein großes Gesamtbild, was er versucht zu zeichnen; wie globale Entwicklungen einander bedingen. Was machen Religionen mit Gesellschaften? Welche Zukunft wollen wir? Markus Spieker greift Fragen auf, die keineswegs lebensfern sind, auch wenn sie so groß erscheinen. Auch vor brandheißen Themen wie Künstlicher Intelligenz und der weitverbreiteten Angst vor dem Islam schreckt er nicht zurück.

Fazit: Der Autor betrachtet die unterschiedlichsten Entwicklungen, und so steckt in diesem Buch sehr, sehr viel drin. Ein großer Pluspunkt ist in meinen Augen, dass er wichtige Fragen anspricht, aber selbst zugibt, keine Ideen oder Lösungen parat zu haben. Denn die sind bei weitem nicht so einfach, wie es uns oft weisgemacht wird. Aber dennoch müssen wir uns den Fragen stellen, und dieses Buch ist ein guter Start dafür.  Ich kann es nur weiterempfehlen!

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Rezension zu "Übermorgenland" von Markus Spieker

Wird das Morgenland unser Übermorgenland bestimmen?
strickleserlvor 5 Monaten

Der 1970 geborene Autor Markus Spieker ist Historiker und Journalist. Er verbringt vier Jahre als Auslandskorrespondent der ARD in Asien, von 2014 bis 2018. Von seinem Wohnort in der indischen Großstadt Neu-Delhi aus, reist er in verschiedene asiatische Länder; Pakistan, Afghanistan, Nepal Bangladesch und andere. Er berichtet über Krisen und menschliche Schicksale. Eine Menge faszinierende Geschichten warteten anschließend darauf erzählt zu werden. 

Aber etwas Anderes bewegt den Autor noch mehr. Die Welt befindet sich im Wandel. Drei bedeutende Trends verändern die Welt im Sturm; die Globalisierung, die Digitalisierung und die Individualisierung. Und während in der Vergangenheit zuerst Europa und anschließend Amerika eine wichtige Rolle im Weltgeschehen spielte, wird die Zukunft, nach Meinung des Autors, vor allem von Asien geprägt werden.

Das Buch gliedert sich in drei Teilen, wobei der zweite Teil am Umfangreichsten ist. Der erste Teil, „Gesternland“, ist ein Abschied vom Gestern. Andere Länder überholen Deutschland, wenn es um die Fortschrittlichkeit geht. Unsere Weltanschauung beruht oft nicht auf Tatsachen, sondern auf Meinungen, die auch stark von der einseitigen Berichterstattung der Medien geprägt sind. Wie zukunftsfähig sind wir Deutsche da noch?

Im zweiten Teil fragt der Autor, wohin unsere sich Welt bewegt. Anhand von zwanzig Thesen zeigt er auf, welchen Herausforderungen wir uns heute stellen müssen. Er schreibt über den Fluch und Segen der Technik und fragt sich, ob künstliche Intelligenz uns eines Tages ersetzen wird. Er wundert sich, dass niemand Kinder und Jugendliche vor der allgegenwärtigen Pornographie schützt. Die Welt wird auch religiöser, und doch werden in vielen Ländern Christen verfolgt. Die Welt wird wütender, gleichzeitig aber auch sicherer.

Der dritte Teil verspricht viel: „Übermorgenland: Wie wir besser, krisenfester und unsterblich werden“. Markus Spieker bietet zehn Ratschläge, um die im letzten Teil genannte Herausforderungen zu begegnen. Dabei spielen Tradition und Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Aber auch der Glaube macht einen großen Unterschied. Das wird vor allem an Beispielen von Christen deutlich, die durch ihren aufopferungsvollen Einsatz Leben verändern. 

Markus Spieker bekennt von Anfang an offen, dass er bei seiner Betrachtung des Weltgeschehens voreingenommen ist. Er ist überzeugter Christ. Immer wieder betont er die Stärke des christlichen Glaubens, wobei ihm bewusst ist, dass es auch Schattenseiten in der Geschichte des Christentums gegeben hat. Aber als Historiker entkräftet er auch die Mythe über die friedlichen Eroberungszüge des Islams.

Die Sprache ist flott und bildhaft, aber auch anspruchsvoll. Er ist belesen, und verweist immer wieder auf passende Aussagen von Dichtern und Philosophen. Aktuelle Ereignisse werden oft mit einem spöttischen Unterton betrachtet. Vieles wird, bei der Fülle der Themen, nur kurz angerissen, was das Buch für einen breiten Leserkreis interessant macht. Das Buch bietet viel Stoff zum Nachdenken, aber nicht viele Lösungen für unser Übermorgenland. Hoffnung bietet vor allem der Glaube, wie der Autor am Ende des Buchs erklärt.

Die größte Stärke dieses Buchs sind vermutlich die vielen anschaulichen Erlebnisberichte aus Spiekers Zeit als Auslandskorrespondent, die seine Thesen untermalen. So erfährt der Leser beispielsweise von Schulen an ungewöhnlichen Orten in Afghanistan, dem gefährlichen Beruf des Honigsammlers in Nepal, oder den Gräueltaten, die den Rohingyas in Bangladesch angetan wurden. Aber auch von Menschen, die auf beeindruckende Weise ihren christlichen Glauben leben, ist die Rede, zum Beispiel von Ruth Pfau, die sich in Karachi um Leprakranke sorgte, oder der bleibenden Veränderung in Indien durch Missionare, die Bildung und Werte mitbrachten.

Fazit: Eine rasante Schau auf gegenwärtige Entwicklungen, mit einigen Ratschlägen für die Zukunft. Besonders zu empfehlen für alle, die sich für das Tagesgeschehen und Zukunftsprognosen interessieren. Durch die vielfältigen Berichte über Begegnungen in der Ferne, ist dieses Buch aber auch für alle anderen lesenswert. 

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