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Markus ThieleDreizehn Tage am Meer
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Dreizehn Tage am Meer
Dreizehn Tage am Meer
 (10)
Erschienen am 07.03.2013
Markus ThieleHirnStröme
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HirnStröme
HirnStröme
 (0)
Erschienen am 01.01.1992
Markus ThieleVermögensstrafe und Gewinnabschöpfung. Ein Spagat zwischen Verfassungsrecht und effektiver Kriminalpolitk
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Vermögensstrafe und Gewinnabschöpfung. Ein Spagat zwischen Verfassungsrecht und effektiver Kriminalpolitk

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Katzenpersonal_Kleeblatts avatar

Rezension zu "Dreizehn Tage am Meer" von Markus Thiele

Dreizehn Tage, die alles verändern
Katzenpersonal_Kleeblattvor 5 Jahren

Es schlägt wie eine Bombe ein, als Christian seiner Frau Sandrine mitteilt, dass er einen Brief von seinem Bruder Jan bekommen hat, dass dieser sich auf der Insel Île d’Ouessant aufhält und dass er selbst gedenkt, ebenfalls nach 20 Jahren dorthin zu fliegen. 20 Jahre haben sie sich nicht gesehen und keinen Kontakt gehalten, nachdem auf genau der Insel ein Unglück passierte, dass das Leben der Beteiligten nachhaltig veränderte.

Ein wunderbarer Roman, in dem es um die Beziehung zweier Brüder geht und ihrer Familien. Als sie sich das letzte Mal vor 20 Jahren trafen, wollten sie gemeinsam auf der Insel Urlaub machen. Auf der Insel, auf der Sandrine geboren wurde und auf der noch ihre Schwester Manon lebte mit ihrem Verlobten. Das damalige Treffen endete mit einem Unglück, das zu einem 20-jährigen Schweigen der Brüder führte.
Nun ist Jan krank, er hat seine Shuttleservicefirma aufgegeben und verkauft und kehrte nun auf die Insel zurück, um die Frau wiederzusehen, die er trotz mehrerer Ehen nie vergessen konnte. Wird es ihm gelingen, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten?

Der Autor, der hiermit seinen Debütroman vorlegt, schreibt mit leisen, einfachen Worten, die berühren.
Der Roman beginnt in der Gegenwart, als Jan auf dem Weg ist, die Insel anzufliegen.
Mittels Rückblenden erfährt der Leser die Details aus der Vergangenheit, die letztendlich auch dazu führten, dass das Unglück geschah.
Als Leser ist man am Puls des Geschehens und sieht, wie die Geschehnisse auf das Unglück zurasen. Neid und Eifersucht, Liebe und vor allem Traditionen, die nicht gebrochen werden können, geben den Ausschlag.

Das alles aufzuarbeiten hat sich Jan vorgenommen und er schreibt seinem Bruder einen Brief. Er rechnet nicht damit, dass von Christian eine Reaktion darauf erfolgt und ist sehr überrascht, als dieser ein paar Tage später vor der Tür steht. Die beiden haben sich sehr viel zu sagen und nutzen die Gelegenheit, das Vergangene zu analysieren und aufzuarbeiten. Es wird ein schmerzlicher Trip in die Vergangenheit.

Zu Beginn des Buches hatte ich ein paar leichte Anlaufprobleme, in die Geschichte hineinzufinden, was sich aber schnell gelegt hatte. Recht schnell war die Neugierde da und das Bedürfnis zu erfahren, was genau denn vor 20 Jahren passiert ist. Erstaunlich, dass all die Beteiligten über die Jahre die Vergangenheit ruhen ließen, vieles wäre anders gelaufen, wenn sie früher darüber gesprochen hätten.
Jeder der damals Beteiligten war bis in die Gegenwart mit diesem einen Ereignis verknüpft und jeder für sich musste es verarbeiten.
Aber wird es eine Annäherung auch für die Zukunft geben?

Ein Roman, den ich sehr gern weiterempfehle.

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Ichbinswieders avatar

Rezension zu "Dreizehn Tage am Meer" von Markus Thiele

Besticht durch leise Töne
Ichbinswiedervor 5 Jahren

Anfangs wusste ich nicht genau was mich erwartet.
Laut Inhaltsangabe konnte es ein Schicksalsroman, eine Liebes- oder Lebensgeschichte werden, doch ich musste bald erkennen, dass es eine gute Mischung aus allem ist, die mich fesselte und nachhaltig zum Nachdenken anregte.

Der Roman hat es dabei garnicht nötig besonders spannend oder anderweitig reißerisch zu sein. Er glänzt durch die leisen Töne, die zumeist in Form von Gedankengängen eines in die Jahre gekommenen Mannes (Jan Graf) angeschlagen werden. Irgendwie war er mir in seiner etwas introvertierten Art sehr sympathisch. Obwohl er scheinbar ein klares Ziel vor Augen hat, wirkt er manchmal verunsichert und gehemmt. Warum das so ist wurde mir langsam im Verlauf des Romans klar, denn seine Vergangenheit wird Stück für Stück in eingefügten Rückblenden aufgearbeitet. Mit der Zeit setzte sich somit ein lückenloses Bild zusammen, welches mich klarer sehen und verstehen lies.
Der Autor machte es mir durch seinen Schreibstil wunderbar leicht der Geschichte zu folgen. Seine Stärken lagen dabei in der sehr bildhaften Darstellungen der Umgebung und Personen. Stück für Stück bauten sich die einzelnen Szenarien in meinem Kopf auf, und das Zusammenspiel der Hauptfiguren passte sich sehr gekonnt ein.
Zurück bleiben gleich mehrere Erkenntnisse. Das Handeln des Einzelnen beeinflusst i.d.R. nicht nur dessen Leben, sondern es werden zwangsläufig auch andere Personen tangiert, mal mehr, mal weniger stark. Das Buch beinhaltet für mich zudem eine Aufforderung mehr miteinander und weniger übereinander zu reden. Außerdem zeigt die Geschichte sehr deutlich, dass man die Vergangenheit zwar nicht ändern kann, dass sie aber nicht zwingend die Zukunft bestimmen muss.

Trotz dieses Resümees hebt der Autor keineswegs den „pädagogischem Zeigefinger“. Er hat lediglich einen wunderbaren Roman geschaffen, welcher durch nachdenkliche, nachhaltige Töne besticht.

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beate_bedesigns avatar

Rezension zu "Dreizehn Tage am Meer" von Markus Thiele

Eine Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist.
beate_bedesignvor 5 Jahren

Inhalt:
Ausnahmsweise möchte ich die Inhaltsangabe mit einem Zitat aus dem Klappentext beginnen.

Zitat aus dem Klappentext des Buches:
Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Frau in den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen. Und ein Ereignis, das zwanzig Jahre zurückliegt. Dies ist der Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit – einer Reise, die von den Beteiligten bisher gemieden wurde. Aus Furcht vor der Gegenwart.

Dieses Zitat beschreibt den Inhalt des Buches meiner Meinung nach sehr gut. Jan Graf, wurde aus gesundheitlichen Gründen seine Pilotenlizenz entzogen. Nach drei gescheiterten Ehen und ohne zu wissen, wie es nun (ohne die Fliegerei) mit seinem Leben weiter gehen soll, macht er sich auf den Weg zurück an den Ort, an dem vor 20 Jahren so vieles geschehen ist. Dort hat er die einzige Liebe seines Lebens, Manon, zurückgelassen. Aber dort hatte er auch das letzte Mal Kontakt zu seinem Bruder.

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir vom Oldigor-Verlag mit den Worten „Lies‘ das mal – das ist ein schönes, aber völlig anderes Buch.“ Und diese Aussage kann ich nur bestätigen.
Anfangs ist es mir schwer gefallen einen Einstieg zu finden. Es beginnt in der Gegenwart und schildert Jan’s Reise und erzählt aus dem gegenwärtigen Leben von Jan’s Bruder Christian. Dann wechselt es in die Vergangenheit und erzählt die Geschichte, die sich vor zwanzig Jahren zugetragen hat. Und die dazu geführt hat, dass die beiden Brüder seit dem keinen Kontakt mehr hatten. Im Grunde geht es um sechs Personen. Jan, seinen Bruder Christian, deren beiden Frauen und Manon und ihren Verlobten.
Die Geschichte wechselt immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, aber nachdem ich das erst mal richtig begriffen hatte und auch mit den vielen Namen und deren Zusammenhänge vertraut war, war es wirklich ein schönes Buch. Das „Anders-sein“ dieses Buches liegt darin, dass es nicht nur ein Roman ist, sondern tiefer geht. Es geht um so vieles. Eifersucht, Liebe, Verzeihen, Verstehen. Es ist gar nicht so leicht das zu beschreiben. Man wird angeregt darüber nachzudenken:  Was ist wirkliche Liebe? Gibt es die eine wahre Liebe, die man nie vergessen kann? Wie frei ist der Mensch mit seinen eigenen Entscheidungen wirklich? Und weit lässt er sich von seiner Umgebung beeinflussen? Wenn man dieses Buch weglegt, spukt es noch eine ganze Weile im Kopf herum. Mir ging es jedenfalls so.
Der Autor hat einen ganz besonderen Schreibstil. Es ist leicht zu lesen und doch sehr tiefgründig. Manche Stellen habe ich mehrfach gelesen, nicht weil ich sie nicht verstanden habe, sondern weil ich das Gefühl hatte, ich muss das einfach nochmal lesen.

Mein Fazit:
Ein sehr schönes ruhiges Buch, welches sich ganz tief eingräbt. Ein Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, welcher den Leser die ganze Zeit auf die Zukunft hoffen lässt. Und eine Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist.

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