Markus Thiele Dreizehn Tage am Meer

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Inhaltsangabe zu „Dreizehn Tage am Meer“ von Markus Thiele

Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Frau in den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen. Und ein Ereignis, das zwanzig Jahre zurückliegt. Dies ist der Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit – einer Reise, die von den Beteiligten bisher gemieden wurde. Aus Furcht vor der Gegenwart. Jan Graf, 47-jähriger Sportpilot, mehrfach geschieden und kinderlos, hat wegen eines Herzfehlers seine Fluglizenz verloren. Kurzerhand verkauft er seine Cessnas sowie den Rest seiner Shuttleservicefirma, und reist auf die Île d’Ouessant, jene französische Atlantikinsel, auf der er vor zwanzig Jahren Manon zurückließ – die einzige Frau, die er jemals liebte. Kaum angekommen, schreibt er seinem zwei Jahre älteren Bruder Christian Haller, einem verheirateten Grundschullehrer und Vater eines Sohnes - der erste Kontakt zwischen den Männern seit zwei Jahrzehnten. Als Christian den Brief erhält, steht sein Entschluss fest: Er nimmt das nächste Flugzeug. Der Text blendet immer wieder in die Vergangenheit. Die Ferien von damals endeten in einer Tragödie, die Familien zerstörte und die Liebe zweier Menschen zueinander unmöglich machte. Vor der rauen Kulisse der bretonischen Insel, deren Klima so unberechenbar ist, wie die menschliche Seele, prallen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Die Zeit alleine kann keine Wunden heilen. Dennoch stellen sich alle Beteiligten nur eine Frage: Kann es einen Neuanfang geben?

Dreizehn Tage, die die Welt für einige Menschen für immer verändern können. Ein berührender Roman

— Katzenpersonal_Kleeblatt
Katzenpersonal_Kleeblatt

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  • Dreizehn Tage, die alles verändern

    Dreizehn Tage am Meer
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    22. May 2013 um 09:08

    Es schlägt wie eine Bombe ein, als Christian seiner Frau Sandrine mitteilt, dass er einen Brief von seinem Bruder Jan bekommen hat, dass dieser sich auf der Insel Île d’Ouessant aufhält und dass er selbst gedenkt, ebenfalls nach 20 Jahren dorthin zu fliegen. 20 Jahre haben sie sich nicht gesehen und keinen Kontakt gehalten, nachdem auf genau der Insel ein Unglück passierte, dass das Leben der Beteiligten nachhaltig veränderte. Ein wunderbarer Roman, in dem es um die Beziehung zweier Brüder geht und ihrer Familien. Als sie sich das letzte Mal vor 20 Jahren trafen, wollten sie gemeinsam auf der Insel Urlaub machen. Auf der Insel, auf der Sandrine geboren wurde und auf der noch ihre Schwester Manon lebte mit ihrem Verlobten. Das damalige Treffen endete mit einem Unglück, das zu einem 20-jährigen Schweigen der Brüder führte. Nun ist Jan krank, er hat seine Shuttleservicefirma aufgegeben und verkauft und kehrte nun auf die Insel zurück, um die Frau wiederzusehen, die er trotz mehrerer Ehen nie vergessen konnte. Wird es ihm gelingen, die Vergangenheit gemeinsam aufzuarbeiten? Der Autor, der hiermit seinen Debütroman vorlegt, schreibt mit leisen, einfachen Worten, die berühren. Der Roman beginnt in der Gegenwart, als Jan auf dem Weg ist, die Insel anzufliegen. Mittels Rückblenden erfährt der Leser die Details aus der Vergangenheit, die letztendlich auch dazu führten, dass das Unglück geschah. Als Leser ist man am Puls des Geschehens und sieht, wie die Geschehnisse auf das Unglück zurasen. Neid und Eifersucht, Liebe und vor allem Traditionen, die nicht gebrochen werden können, geben den Ausschlag. Das alles aufzuarbeiten hat sich Jan vorgenommen und er schreibt seinem Bruder einen Brief. Er rechnet nicht damit, dass von Christian eine Reaktion darauf erfolgt und ist sehr überrascht, als dieser ein paar Tage später vor der Tür steht. Die beiden haben sich sehr viel zu sagen und nutzen die Gelegenheit, das Vergangene zu analysieren und aufzuarbeiten. Es wird ein schmerzlicher Trip in die Vergangenheit. Zu Beginn des Buches hatte ich ein paar leichte Anlaufprobleme, in die Geschichte hineinzufinden, was sich aber schnell gelegt hatte. Recht schnell war die Neugierde da und das Bedürfnis zu erfahren, was genau denn vor 20 Jahren passiert ist. Erstaunlich, dass all die Beteiligten über die Jahre die Vergangenheit ruhen ließen, vieles wäre anders gelaufen, wenn sie früher darüber gesprochen hätten. Jeder der damals Beteiligten war bis in die Gegenwart mit diesem einen Ereignis verknüpft und jeder für sich musste es verarbeiten. Aber wird es eine Annäherung auch für die Zukunft geben? Ein Roman, den ich sehr gern weiterempfehle.

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  • Besticht durch leise Töne

    Dreizehn Tage am Meer
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    07. May 2013 um 00:41

    Anfangs wusste ich nicht genau was mich erwartet. Laut Inhaltsangabe konnte es ein Schicksalsroman, eine Liebes- oder Lebensgeschichte werden, doch ich musste bald erkennen, dass es eine gute Mischung aus allem ist, die mich fesselte und nachhaltig zum Nachdenken anregte. Der Roman hat es dabei garnicht nötig besonders spannend oder anderweitig reißerisch zu sein. Er glänzt durch die leisen Töne, die zumeist in Form von Gedankengängen eines in die Jahre gekommenen Mannes (Jan Graf) angeschlagen werden. Irgendwie war er mir in seiner etwas introvertierten Art sehr sympathisch. Obwohl er scheinbar ein klares Ziel vor Augen hat, wirkt er manchmal verunsichert und gehemmt. Warum das so ist wurde mir langsam im Verlauf des Romans klar, denn seine Vergangenheit wird Stück für Stück in eingefügten Rückblenden aufgearbeitet. Mit der Zeit setzte sich somit ein lückenloses Bild zusammen, welches mich klarer sehen und verstehen lies. Der Autor machte es mir durch seinen Schreibstil wunderbar leicht der Geschichte zu folgen. Seine Stärken lagen dabei in der sehr bildhaften Darstellungen der Umgebung und Personen. Stück für Stück bauten sich die einzelnen Szenarien in meinem Kopf auf, und das Zusammenspiel der Hauptfiguren passte sich sehr gekonnt ein. Zurück bleiben gleich mehrere Erkenntnisse. Das Handeln des Einzelnen beeinflusst i.d.R. nicht nur dessen Leben, sondern es werden zwangsläufig auch andere Personen tangiert, mal mehr, mal weniger stark. Das Buch beinhaltet für mich zudem eine Aufforderung mehr miteinander und weniger übereinander zu reden. Außerdem zeigt die Geschichte sehr deutlich, dass man die Vergangenheit zwar nicht ändern kann, dass sie aber nicht zwingend die Zukunft bestimmen muss. Trotz dieses Resümees hebt der Autor keineswegs den „pädagogischem Zeigefinger“. Er hat lediglich einen wunderbaren Roman geschaffen, welcher durch nachdenkliche, nachhaltige Töne besticht.

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  • Eine Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist.

    Dreizehn Tage am Meer
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    03. May 2013 um 16:27

    Inhalt: Ausnahmsweise möchte ich die Inhaltsangabe mit einem Zitat aus dem Klappentext beginnen. Zitat aus dem Klappentext des Buches: Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Frau in den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen. Und ein Ereignis, das zwanzig Jahre zurückliegt. Dies ist der Auftakt zu einer Reise in die Vergangenheit – einer Reise, die von den Beteiligten bisher gemieden wurde. Aus Furcht vor der Gegenwart. Dieses Zitat beschreibt den Inhalt des Buches meiner Meinung nach sehr gut. Jan Graf, wurde aus gesundheitlichen Gründen seine Pilotenlizenz entzogen. Nach drei gescheiterten Ehen und ohne zu wissen, wie es nun (ohne die Fliegerei) mit seinem Leben weiter gehen soll, macht er sich auf den Weg zurück an den Ort, an dem vor 20 Jahren so vieles geschehen ist. Dort hat er die einzige Liebe seines Lebens, Manon, zurückgelassen. Aber dort hatte er auch das letzte Mal Kontakt zu seinem Bruder. Meine Meinung: Dieses Buch wurde mir vom Oldigor-Verlag mit den Worten „Lies‘ das mal – das ist ein schönes, aber völlig anderes Buch.“ Und diese Aussage kann ich nur bestätigen. Anfangs ist es mir schwer gefallen einen Einstieg zu finden. Es beginnt in der Gegenwart und schildert Jan’s Reise und erzählt aus dem gegenwärtigen Leben von Jan’s Bruder Christian. Dann wechselt es in die Vergangenheit und erzählt die Geschichte, die sich vor zwanzig Jahren zugetragen hat. Und die dazu geführt hat, dass die beiden Brüder seit dem keinen Kontakt mehr hatten. Im Grunde geht es um sechs Personen. Jan, seinen Bruder Christian, deren beiden Frauen und Manon und ihren Verlobten. Die Geschichte wechselt immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, aber nachdem ich das erst mal richtig begriffen hatte und auch mit den vielen Namen und deren Zusammenhänge vertraut war, war es wirklich ein schönes Buch. Das „Anders-sein“ dieses Buches liegt darin, dass es nicht nur ein Roman ist, sondern tiefer geht. Es geht um so vieles. Eifersucht, Liebe, Verzeihen, Verstehen. Es ist gar nicht so leicht das zu beschreiben. Man wird angeregt darüber nachzudenken: Was ist wirkliche Liebe? Gibt es die eine wahre Liebe, die man nie vergessen kann? Wie frei ist der Mensch mit seinen eigenen Entscheidungen wirklich? Und weit lässt er sich von seiner Umgebung beeinflussen? Wenn man dieses Buch weglegt, spukt es noch eine ganze Weile im Kopf herum. Mir ging es jedenfalls so. Der Autor hat einen ganz besonderen Schreibstil. Es ist leicht zu lesen und doch sehr tiefgründig. Manche Stellen habe ich mehrfach gelesen, nicht weil ich sie nicht verstanden habe, sondern weil ich das Gefühl hatte, ich muss das einfach nochmal lesen. Mein Fazit: Ein sehr schönes ruhiges Buch, welches sich ganz tief eingräbt. Ein Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, welcher den Leser die ganze Zeit auf die Zukunft hoffen lässt. Und eine Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist.

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  • Lesemarathon zum Welttag des Buches! (27.&28.04.)

    litschi

    litschi

    Hallo ihr Lieben! Der Welttag des Buches ist der Feiertag für alle Bücherfreunde und solche, die es werden wollen. Um die Welt mit ihrer Begeisterung für Bücher anzustecken, haben sich die Bloggerinnen Dagmar und Christina eine ganz besondere Aktion überlegt: „Blogger schenken Lesefreude!“. Sie haben etliche Blogger zusammengetrommelt, die am Welttag des Buches (23.04.) Bücher verschenken wollen. Mehr Informationen gibts im passenden Streamthema. Wir finden: eine tolle Idee! Und die perfekte Möglichkeit sich noch einmal mit Büchern zu versorgen vor unserem großen Lesemarathon, den wir am Wochende nach dem Welttag des Buches starten!  Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind was ihr so lest, haben wir uns auch ein paar Aufgaben ausgedacht, die ihr lösen könnt. Wir starten am Samstag, dem 27.04. um 09 Uhr und posten hier alle 2 Stunden eine neue Aufgabe. Reinschauen lohnt sich also :) Enden wird der Lesemarathon nach 24 Stunden, also am Sonntag, dem 28.04. um 09 Uhr.  Unter allen Teilnehmern, verlosen wir ein tolles Buchpaket! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Was werdet ihr so lesen? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt? Warum nehmt ihr teil und wart ihr bereits dabei? :) Aufgabenübersicht: 1. Aufgabe - 9 Uhr: Welches Buch liest du denn gerade und wie gefällt dir das Cover?  2. Aufgabe - 11 Uhr: Aus welchem Genre stammt das Buch, das du gerade liest? Liest du öfter Bücher aus diesem Genre? Wenn ja, was reizt dich besonders daran? Hast du vielleicht sogar besondere Empfehlungen aus diesem Genre für uns?  3. Aufgabe - 13 Uhr: Wir sind unheimlich neugierig… verrate uns doch bitte den 3. Satz auf deiner aktuellen Seite. 4. Aufgabe -15 Uhr: Hast du dich schon mal gefragt wie viele Leute eigentlich gerade das Gleiche lesen wie du? Schau gleich mal auf LovelyBooks nach und berichte uns!  5. Aufgabe - 17 Uhr:  Wo befindest du dich? An welchem Ort spielt das Buch, das du gerade liest? 6. Aufgabe - 19 Uhr:  Schreibe eine Kurzmeinung zu dem Buch, das du gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Wir sind gespannt, wie du dein aktuelles Buch findest! 7. Aufgabe - 21 Uhr: Beschreibe den Protagonisten/die Protagonistin deines Buches in drei Worten. 8. Aufgabe - 23 Uhr: Wir lieben gute Rezensionen! Belohne eine gute Rezension zu dem Buch das zu gerade liest oder zuletzt gelesen hast. Das kannst du tun, indem du auf die Rezension und dann rechts auf das ♥ klickst. 9. Aufgabe - 01 Uhr: An alle Nachtleseeulen: verratet uns doch die besten Tipps und Tricks zum Wachbleiben. Wie haltet ihr euch wach, wenn euch die Augen schon zu fallen, ihr aber unbedingt weiterlesen wollt? 10. Aufgabe - 3 Uhr: Hast du eigentlich Gemeinsamkeiten mit einer Person aus dem Buch? Gibt es eine Figur mit der du dich identifizieren kannst? Welche ist das und wieso? 11. Aufgabe - 5 Uhr: Stell dir vor das Buch würde verfilmt werden. Wie müsste die Person sein, die die Hauptrolle spielt? Hast du einen konkreten Schauspieler vor Augen? Was hältst du generell von Buchverfilmungen? 12. Aufgabe - 7 Uhr: Es ist doch immer wieder toll Leser mit einem ähnlichem Buchgeschmack zu finden und sich auszutauschen. Auf LovelyBooks werden dir auf der eingeloggten Startseite in der rechten Leiste etwas weiter unten User mit ähnlichem Buchgeschmack angezeigt. Wie wäre es, wenn du einem von ihnen eine Buchempfehlung oder einfach nur einen netten Gruß an die Pinnwand postest? 13. Aufgabe - 9 Uhr: Wie viele Seiten hast du insgesamt gelesen? Wie hat dir der Lesemarathon gefallen? -- FAQs: a) Muss man wirklich 24h durchlesen?  Nein, natürlich nicht, jeder beteiligt sich in dem für ihn möglichen Rahmen. Das können auch nur 3-4 Stunden am Samstag sein, jeder liest eben wann, wie und wo er Zeit hat. Es geht hierbei um den Austausch und das Lesen zu zelebrieren. b) Braucht man einen Blog, um mitmachen zu können?  Anfangs war das so, dies wollen wir aber ändern. Darum kann man sich nun auch über LovelyBooks und Twitter beteiligen. Selbstverständlich kann man auf einem Blog in größeren Beiträgen länger berichten, Bilder von den Büchern etc. einbauen, aber wir wollen soviele Teilnehmer wie möglich erreichen bzw. zum Lesen bringen - egal auf welcher Website. c) Wie kann ich mich beteiligen?  Grundsätzlich kann jeder mitmachen, spontan einsteigen & kommentieren. Einfach mit der Kommentarfunktion hier posten und los geht's!

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  • Grandios

    Dreizehn Tage am Meer
    SammyFrey

    SammyFrey

    22. March 2013 um 11:47

    Ich bin in letzter Zeit nicht so oft ins Schwärmen gekommen bei einem Buch. Hier ist/war das anders. Der Roman "Dreizehn Tage am Meer" ist grandios. Tolle und authentische Figuren, die vielleicht nicht immer sympathisch, dennoch aber immer fesselnd sind. Spannender Erzählaufbau - durch Rückblenden und Gegenwart im Wechsel und durch unterschiedliche Perspektivträger. Dazu beeindruckende Kulissenzeichnung und ein Plot, der mich nur so weitergezogen hat. Kurzum: SEHR lesenswert!

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  • Rezension zu "Dreizehn Tage am Meer" von Markus Thiele

    Dreizehn Tage am Meer
    Fabella

    Fabella

    13. March 2013 um 18:40

    Inhalt: Es begann so leicht, lief ins Vergessen. Der Zufall brachte es zurück, intensivierte es und ließ es dann durch eine Tragödie vernichten. Manon kann sich nicht anders entscheiden. Muss sich den Zwängen beugen, zuviel würde verloren gehen. Und doch versucht sie sich loszureißen von dem, was von ihr erwartet wird. Doch das Schicksal meint es anders. Und es verändert nicht nur ihr Leben, sondern das von sechs Personen. Und doch, selbst zwanzig Jahre später, scheint es immer noch nicht abgeschlossen. Und so beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Meine Meinung: Es ist ein Buch, das - für mich - absolut schwer in Worte zu fassen ist. Sicherlich hätte ich ganz normal einen Inhalt schreiben können, der das wiederspiegelt, was im Buch erzählt wird. Doch eigentlich ist das nicht die Hauptgeschichte. Diese liegt irgendwo zwischen den Zeilen. Versteckt und dennoch klar vermittelt es eine Botschaft. Zumindest mir. Oder vielleicht wirft es einfach auch nur Fragen auf? Kann man vergessen, was einst war? Warum wiegen die Tragödien schwerer als die Liebe? Kann man einen Schritt rückwärts gehen, um dann zwei vorwärts zu kommen, oder sollte man die Vergangenheit ruhen lassen? Doch es gibt so viel mehr wiederzufinden als die einzige Liebe. Vertrauen, Hoffnung und vielleicht auch Erkenntnis? Ich hatte am Anfang ziemlich viele Schwierigkeiten, in das Buch zu gelangen. Es hat so ein bisschen diesen typisch französischen Flair, den so viele lieben, mit dem ich aber zeitlebens einfach nichts anfangen konnte. Weder die Bücher, noch die Filme, noch die Sprache berühren mich wirklich. Und ich hatte Anfangs Schwierigkeiten die Personen auseinander zu halten. Die Zeiten. Brauchte immer wieder einen Moment des Verharren um zu begreifen, bei wem und wo ich mich befand. Bis mir klar wurde, dass dieses Buch einfach nicht so zu lesen ist, wie jedes andere. Eigentlich muss man zwischen den Zeilen lesen, zumindest fühlte es sich für mich so an. Und dann konnte ich mich auch fallen lassen und wurde mitgezogen in diese Geschichte, die mir selbst so viele Fragen aufwirft. Ist es tatsächlich so? Diese eine Liebe, die einen nicht loslässt? Oder ist es nur diese Erinnerung, die einem etwas perfektes vorspielt, was man nicht näher erlebte, was den Alltag nicht überleben musste, sondern sich nur für Momente, für Sekunden in seinem schönsten Licht präsentierte? Der Autor schreibt dazu: "Liebe - Was ist das schon? Ein Hafen in sürmischer See. Schultern, auf denen man ohne schlechtes Gewissen Ballast ablädt. Geborgenheit, Vertrautheit..." ... und ... "Die wahre Liebe kommt auf leisen Sohlen und bleibt für immer. Die falsche aber, die erkennst Du am Schlagen der Hacken beim Gehen." ... ist das so? Rückblickend hat mich dieses Buch berührt und fasziniert. Es ist leicht und doch dabei so eindringlich. Es zeigt das Leben von sechs Menschen, drei Paaren und doch von allen zusammen, denn irgendwie sind alle miteinander verbunden. Es zeigt eine Vergangenheit, eine Gegenwart und lässt auf eine Zukunft hoffen. Und das macht es vom Beginn bis zum Ende, immer wieder wechselnd. Der Autor hat einen sehr eigenen Stil, mit dem man sich erst einmal anfreunden muss. Er wirkt leicht und zart und ist doch so eindringlich, dass man das Gefühl hat die Stimme einem Orkan gleich zu spüren. Es gibt so viele Stellen, die ich im Buch angestrichen habe, die ich gern zitieren möchte, doch damit würde ich fast das halbe Buch zitieren und Euch die Freude nehmen, es selbst zu entdecken. Versucht es! Fazit: Es ist ein Buch, das sich nicht in ein paar Worte quetschen lässt. Die Geschichte von sechs Menschen. Von einer Vergangenheit, einer Gegenwart, einer Zukunft. Von der verlorenen, einzigen Liebe. Und eine Geschichte, die zwischen den Zeilen steht und uns zum Nachdenken bringt. Tipp: Es gibt auch einen Buchtrailer, der wirklich wundervoll ist!

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