Markus Vahlefeld

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von MACHT HOCH DIE TÜR, Mal eben kurz die Welt retten und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Mal eben kurz die Welt retten (ISBN: 9783945794890)

Mal eben kurz die Welt retten

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Erschienen am 10.10.2017
Cover des Buches MACHT HOCH DIE TÜR (ISBN: 9783746767666)

MACHT HOCH DIE TÜR

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Erschienen am 05.10.2018
Cover des Buches Mal eben kurz die Welt retten (ISBN: 9783954715862)

Mal eben kurz die Welt retten

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Erschienen am 22.09.2017

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Cover des Buches MACHT HOCH DIE TÜR (ISBN: 9783746767666)R_Mantheys avatar

Rezension zu "MACHT HOCH DIE TÜR" von Markus Vahlefeld

"Alternativlosigkeit ist der Tod des Politischen"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Weiter heißt es in diesem Buch: "Sie verwandelt die Demokratie in eine Gesinnungsdemokratie, in der es nicht mehr um Kompromisse geht, sondern nur noch um Inbrunst und Treueschwüre." Verkündete Alternativlosigkeit ist ein Markenzeichen von Angela Merkel. Dass jetzt ihre eigene Partei das Fehlen politischer Debatten beklagt, wirkt in diesem Zusammenhang wie ein schlechter Scherz. Im Untertitel suggeriert dieses Buch, eine Auseinandersetzung mit dem "System Merkel", das Deutschland gespalten hätte.

Ich möchte nicht verschweigen, dass ich ein ziemlich zwiespältiges Gefühl zu diesem langen Text entwickelt habe. Auf der einen Seite enthält er viele kluge Gedanken. Und auf der anderen genau das Gegenteil. Mir fiel das Lesen nicht immer leicht. Man kann die Probleme bereits am Cover deutlich machen. Was soll dieses Bild von Hieronymus Bosch dem Leser sagen? Und was der Titel, der eigentlich der eines alten Kirchenliedes ist? Wenn man die angebliche Geschichte dieses Liedes kennt, dann kann man sich etwas dabei denken. Wenn nicht, hat man Pech gehabt. Und Frau Merkel hat die Türe nicht hoch gemacht. Sie war schon oben und hätte zugemacht werden sollen. Das geht alles ein wenig durcheinander. Und leider ist es im Inneren dieses Buches nicht anders.

Worin das System Merkel nun eigentlich besteht, hat sich mir beim Lesen nicht erschlossen. Der Autor vermischt ein System zur Machterhaltung dieser Kanzlerin mit der kulturmarxistischen Grundstrategie, der Merkel bewusst oder unbewusst folgt. Ob das nicht schon verworren genug ist, kommen dazu noch einige Fehlinterpretationen von Ereignissen. Während der Autor manchmal wirklich zum Kern der Dinge vordringt, irrlichtert er an anderen Stellen seitenlang umher, um tagespolitische Geschehnisse der jüngsten Zeit zu diskutieren.

Beispielsweise die bizarre Koalitionskrise vor der letzten Bayernwahl, bei der angeblich die Bundesregierung vor dem Aus stand. Bei der man sich allerdings bei nüchterner Betrachtung der Fakten auch die Frage stellen kann, ob das nicht alles inszeniert war. Denn es ging in Wirklichkeit nur um Komik. Zum Beispiel darum, dass Leute mit einer Einreisesperre an der Grenze (wie man eigentlich vermuten sollte) abgewiesen werden sollen, falls sie in einem Anfall geistiger Umnachtung die Einreise ausgerechnet an deiner Stelle probieren sollten, an der kontrolliert wird. Bei diesem Punkt dringt Frau Merkel auf die europäische Lösung, wo doch nur Verwaltungslogik nötig wäre, denn wenn ein solcher Mensch doch einreisen kann, wozu hat er dann eine Einreissperre? Diese alles entlarvende Banalität fällt dem Autor jedoch nicht ein. Er befasst sich lieber mit der Inszenierung selbst und ihrem die Dinge vernebelnden Presseecho.

Oft geht es dem Autor aber auch ums Grundsätzliche. Naom Chomsky, ein ehemals führender linker Intellektueller aus den USA, wird in diesem Buch so zitiert: "Der schlaueste Weg, Menschen passiv und gehorsam zu halten, ist, das Spektrum an akzeptabler Meinung streng zu beschränken, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zu ermöglichen – sogar die kritischeren und die Ansichten der Dissidenten zu fördern. Das gibt den Menschen ein Gefühl, dass es ein freies Denken gibt, während die Voraussetzungen des Systems durch die Grenzen der Diskussion gestärkt werden." Besser kann man in aller Kürze gar nicht formulieren, was sich seit Jahren unter der Kanzlerin Merkel in Deutschland vollzieht. Und gleichzeitig steht diese Formulierung auch als Kontrast zur Methode des Autors. Er kommt erst nach langem Vorspiel auf den Punkt, den er dann allerdings oft auch gut trifft.

Manchmal allerdings fragt man sich dann auch, was um Himmels Willen in ihn gefahren ist. Beispiel: Der Untergang der englischen Barings Bank. Der Autor sieht in Nick Leeson den Klassiker des enthemmten Menschentyps, der als Produkt der 68er-Bewegung entstand. Was für ein Unfug. Die Wirklichkeit bei Nick Leeson war viel banaler, aber für eine Erklärung reicht hier der Platz nicht. Solche Menschen gab es schon immer und überall.

Im Grunde ist dies ein interessantes Buch, das durchaus viele kluge Gedanken enthält. Es ist aber viel zu lang für seinen eigentlichen Inhalt. Ihm fehlen eine klare Gliederung und eine entsprechend straffe Gedankenführung. Manches wird wirklich gut erklärt. Bei anderen Dingen liegt der Autor jedoch nach meiner Ansicht weit vom Kern des Beschriebenen entfernt. Bei solchen Büchern ist es leider sehr schwer, bis zu konkreten fragwürdigen Einzelheiten vorzudringen, weil es einfach zu viele sind und eine Aufzählung und Diskussion den Rahmen einer Rezension sprengen würde.

Um es kurz zu machen: Der Text ist oft nicht schlecht, aber insgesamt gedanklich reichlich diffus.

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Cover des Buches Mal eben kurz die Welt retten (ISBN: 9783745083767)dirki_1974s avatar

Rezension zu "Mal eben kurz die Welt retten" von Markus Vahlefeld

Leseempfehlung für Gutmenschen
dirki_1974vor 4 Jahren

Absolut brillante Analyse des linken politischen Merkel- und Migrations-Wahnsinns in Deutschland!

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